Skip to main content

Full text of "Lehrbuch der hebräischen Grammatik"

See other formats


Google 



This is a digital copy of a book that was prcscrvod for gcncrations on library shclvcs bcforc it was carcfully scannod by Google as pari of a projcct 

to make the world's books discoverablc online. 

It has survived long enough for the Copyright to expire and the book to enter the public domain. A public domain book is one that was never subject 

to Copyright or whose legal Copyright term has expired. Whether a book is in the public domain may vary country to country. Public domain books 

are our gateways to the past, representing a wealth of history, cultuie and knowledge that's often difficult to discover. 

Marks, notations and other maiginalia present in the original volume will appear in this flle - a reminder of this book's long journcy from the 

publisher to a library and finally to you. 

Usage guidelines 

Google is proud to partner with libraries to digitize public domain materials and make them widely accessible. Public domain books belong to the 
public and we are merely their custodians. Nevertheless, this work is expensive, so in order to keep providing this resource, we have taken Steps to 
prcvcnt abuse by commercial parties, including placing lechnical restrictions on automated querying. 
We also ask that you: 

+ Make non-commercial use ofthefiles We designed Google Book Search for use by individuals, and we request that you use these files for 
personal, non-commercial purposes. 

+ Refrain fivm automated querying Do not send automated queries of any sort to Google's System: If you are conducting research on machinc 
translation, optical character recognition or other areas where access to a laige amount of text is helpful, please contact us. We encouragc the 
use of public domain materials for these purposes and may be able to help. 

+ Maintain attributionTht GoogXt "watermark" you see on each flle is essential for informingpcoplcabout this projcct and hclping them lind 
additional materials through Google Book Search. Please do not remove it. 

+ Keep it legal Whatever your use, remember that you are lesponsible for ensuring that what you are doing is legal. Do not assume that just 
because we believe a book is in the public domain for users in the United States, that the work is also in the public domain for users in other 
countries. Whether a book is still in Copyright varies from country to country, and we can'l offer guidance on whether any speciflc use of 
any speciflc book is allowed. Please do not assume that a book's appearance in Google Book Search mcans it can bc used in any manner 
anywhere in the world. Copyright infringement liabili^ can be quite severe. 

Äbout Google Book Search 

Google's mission is to organizc the world's Information and to make it univcrsally accessible and uscful. Google Book Search hclps rcadcrs 
discover the world's books while hclping authors and publishers rcach ncw audicnccs. You can search through the füll icxi of ihis book on the web 

at |http: //books. google .com/l 



Google 



IJber dieses Buch 

Dies ist ein digitales Exemplar eines Buches, das seit Generationen in den Realen der Bibliotheken aufbewahrt wurde, bevor es von Google im 
Rahmen eines Projekts, mit dem die Bücher dieser Welt online verfugbar gemacht werden sollen, sorgfältig gescannt wurde. 
Das Buch hat das Uiheberrecht überdauert und kann nun öffentlich zugänglich gemacht werden. Ein öffentlich zugängliches Buch ist ein Buch, 
das niemals Urheberrechten unterlag oder bei dem die Schutzfrist des Urheberrechts abgelaufen ist. Ob ein Buch öffentlich zugänglich ist, kann 
von Land zu Land unterschiedlich sein. Öffentlich zugängliche Bücher sind unser Tor zur Vergangenheit und stellen ein geschichtliches, kulturelles 
und wissenschaftliches Vermögen dar, das häufig nur schwierig zu entdecken ist. 

Gebrauchsspuren, Anmerkungen und andere Randbemerkungen, die im Originalband enthalten sind, finden sich auch in dieser Datei - eine Erin- 
nerung an die lange Reise, die das Buch vom Verleger zu einer Bibliothek und weiter zu Ihnen hinter sich gebracht hat. 

Nu tzungsrichtlinien 

Google ist stolz, mit Bibliotheken in Partnerschaft lieber Zusammenarbeit öffentlich zugängliches Material zu digitalisieren und einer breiten Masse 
zugänglich zu machen. Öffentlich zugängliche Bücher gehören der Öffentlichkeit, und wir sind nur ihre Hüter. Nie htsdesto trotz ist diese 
Arbeit kostspielig. Um diese Ressource weiterhin zur Verfügung stellen zu können, haben wir Schritte unternommen, um den Missbrauch durch 
kommerzielle Parteien zu veihindem. Dazu gehören technische Einschränkungen für automatisierte Abfragen. 
Wir bitten Sie um Einhaltung folgender Richtlinien: 

+ Nutzung der Dateien zu nichtkommerziellen Zwecken Wir haben Google Buchsuche Tür Endanwender konzipiert und möchten, dass Sie diese 
Dateien nur für persönliche, nichtkommerzielle Zwecke verwenden. 

+ Keine automatisierten Abfragen Senden Sie keine automatisierten Abfragen irgendwelcher Art an das Google-System. Wenn Sie Recherchen 
über maschinelle Übersetzung, optische Zeichenerkennung oder andere Bereiche durchführen, in denen der Zugang zu Text in großen Mengen 
nützlich ist, wenden Sie sich bitte an uns. Wir fördern die Nutzung des öffentlich zugänglichen Materials fürdieseZwecke und können Ihnen 
unter Umständen helfen. 

+ Beibehaltung von Google-MarkenelementenDas "Wasserzeichen" von Google, das Sie in jeder Datei finden, ist wichtig zur Information über 
dieses Projekt und hilft den Anwendern weiteres Material über Google Buchsuche zu finden. Bitte entfernen Sie das Wasserzeichen nicht. 

+ Bewegen Sie sich innerhalb der Legalität Unabhängig von Ihrem Verwendungszweck müssen Sie sich Ihrer Verantwortung bewusst sein, 
sicherzustellen, dass Ihre Nutzung legal ist. Gehen Sie nicht davon aus, dass ein Buch, das nach unserem Dafürhalten für Nutzer in den USA 
öffentlich zugänglich ist, auch für Nutzer in anderen Ländern öffentlich zugänglich ist. Ob ein Buch noch dem Urheberrecht unterliegt, ist 
von Land zu Land verschieden. Wir können keine Beratung leisten, ob eine bestimmte Nutzung eines bestimmten Buches gesetzlich zulässig 
ist. Gehen Sie nicht davon aus, dass das Erscheinen eines Buchs in Google Buchsuche bedeutet, dass es in jeder Form und überall auf der 
Welt verwendet werden kann. Eine Urheberrechtsverletzung kann schwerwiegende Folgen haben. 

Über Google Buchsuche 

Das Ziel von Google besteht darin, die weltweiten Informationen zu organisieren und allgemein nutzbar und zugänglich zu machen. Google 
Buchsuche hilft Lesern dabei, die Bücher dieser We lt zu entdecken, und unterstützt Au toren und Verleger dabei, neue Zielgruppcn zu erreichen. 
Den gesamten Buchtext können Sie im Internet unter |http: //books . google .coiril durchsuchen. 



LEHRBUCH 



DEB ^^ ^^ 



HEBEAISCHEN GEAMMATIK 



VOM 



BERNHARD STADE, 

DBB THBOXXMn On» FHXUMOPHXX DOOTOE, DBB BBRBBBB OBDBHTUOBBM 

PBOffBMKIB SU QU 



EBSTEB THEIL. 



SGHRIFTLEHBE. LAUTLEHRE. FORMENLEHRE. 



lOT 2 BOHairrcArmjx. 



- LEIPZIG, 
VERLAG VON P. C. W. VOGEL. 

1879. 



577^ 



P- 
t 



Uebersetzungsreoht vorbehalten. 



HERRN 



Dr. JUSTÜS OLSHAUSEN, 

GEHEIMEK OBEBrBEQIEBüNGSBATHE ZU BEBLIK, 



^EH HEISTER DES OBIENTALISCHEN WISSENSCHAFT, 
DEM OBAMM ATIEEE DEB KEBBAISOHEN SPRACHE 



IN DAKKBABEB YEBEHBÜKQ 



. ZUGEEIGNET. 



VORWORT. 



Das vorliegende Buch ist eine Verarbeitung derjenigen Materialien, 
welche den von mir seit 1874 auf den Universitäten zu Leipzig und 
Giessen gehaltenen Vorlesungen über hebräische Sprache zu Grunde 
gelegen haben. Veranlassung des Druckes war einerseits das eigene 
Bedürfixiss, ein Lehrbuch zu besitzen, auf welches ich ohne beständige 
Bestrictionen verweisen könnte und das demselben entsprechende meiner 
Zuhörer, andererseits der Zustand der hebräischen Grammatik. 

Seit Justus Olshausen sein festgeschlossenes System dem Ewald'- 
schen entgegengesetzt hat, hat sich allmählich die UeberzeugUDg 
Bahn gebrochen, dass auch hier These und Antithese auf ihre Syn- 
these hinweisen. Aber während die von jenen beiden Meistern der 
semitischen Sprachwissenschaft gegebenen Anregungen auf dem Ge- 
biete der aramäischen Sprachen durch Theodor Nöldeke in glücklicher 
Weise in einer solchen weitergeführt worden sind, ist dies auf dem 
Gebiete der hebräischen Grammatik, wo der Streit zunächst ent- 
brannte, noch nicht geschehn. Mein Buch soll es hier versuchen. 
Was sein Resultat ist, mag es selber sagen. 

Aus dem doppelten Zwecke, welchem sonach diese Grammatik 
dienen soll, wolle man ihre Gestalt erklären. Einerseits ist sie nach 
den allgemein gültigen Normen der Sprachwissenschaft geordnet, ver- 
folgt die sprachlichen Erscheinungen thunlichst bis zu ihren letzten 
Gründen, berücksichtigt nur wirklich vorhandenes Material unter 
möglichster Scheidung des Sichern und ünsichem und entwirft dadurch 
ein von dem herkömmlichen vielfach abweichendes, wie ich glaube 
richtigeres, Bild von der hebräischen Sprache. Andererseits aber 
musste es versagt sein, auf manches einzugehen, sollte das Buch für 
die Lehrer der hebräischen Spraohe wie die Studirenden der Theologie 
und orientalischen Sprachen noch benutzbar bleiben. Daraus wolle 
man die summarische Behandlung der Lehre von den Accenten, die 
nur gelegentliche Berührung der Regeln über die Zurückziehung des 
Tones und anderes erklären. 



VI Vorwort. 

Nach einer doppelten Seite hin habe ich die Nachsicht meiner 
Leser in Anspruch zu nehmen. Einmal wegen meiner Kritik der 
überlieferten massoretischen Formen. Die zahlreichen Formen, welche 
theils durch Missverständniss des Textes durch die Functatoren^ theils 
durch Fehler der Ueberlieferung entstanden sind und von vielen 
Grammatikern als nutzlose Ornamentik verwerthet werden, habe ich 
nach Kräften kenntlich gemacht Manch einem bin ich vielleicht 
darin zu weit gegangen. Allein der Fortgang meiner Studien hat 
mich überzeugt, dass ich noch gründlicher hätte aufräumen sollen. 

Zweitens fOr allerhand kleine Inconsequenzen, namentlich der 
Transcription, welche sich in der ersten Hälfte des Buches finden. 
Der Druck begann Ostern 1878. Sein Beginn fiel in eine für mich 
recht schwere Zeit. Es galt, sich aus alten, unmöglich gewordenen 
Verhältnissen zu lösen und neue, lebensfähige gegen die Pläne der 
Gegner und den missleiteten Eifer der Freunde anzubahnen. Es 
war dies dem sicheren Gange des Druckes wenig günstig. Wolle 
man daraus jene, den Kundigen nicht störenden, Mängel erklären 
imd sie damit entschuldigen. 

Als Lehrbuch stützt sich dieses Buch mehrfach auf Arbeiten von 
Vorgängern. Ich glaube, das überall kenntlich gemacht zu haben. 
Doch gebe ich darüber hinausgehende Prioritätsansprüche im Voraus 
unbesehen zu, guter Ho&ung dadurch nicht gänzlich zu verarmen. 

Zeichen wie H. (Hauptform), V. (Verbindungsform) bedürfen 
eigentlich keiner Erklärung, f sagt, dass ein Wort sich nur einmal 
findet, *f dass eine Form sich nur in Ableitungen, f*^ dass sie sich 
nur in einer solchen findet. Ich kann natürlich keine Garantie dafür 
übernehmen, dass mir bei meinen Aufzählungen keine Form ent- 
gangen, keine unrichtige untergelaufen ist. Doch bin ich überzeugt, 
dass in einem solchen Falle das von mir entworfene Bild keinerlei 
wesentliche Aenderung erleiden wird. 

Es empfahl sich, diesen ersten Theil getrennt auszugeben. Der 
Stoff der Syntax bedarf einer noch gründlicheren Durcharbeitung als 
der der Formenlehre. Es gilt nicht nur das System von Grund aus 
neu aufzubauen. Vor allem sind die zahlreichen Constructionen aus- 
zuscheiden, welche auch die neueren Grammatiker anerkannt haben, 
wiewohl sie sichtlich nur auf Fehlem des Textes beruhen. Doch hoffe 
ich, Theil 2, die Syntax umfassend, bald folgen lassen zu können. 

Giessen, den 1. August 1879. 

Der Verfasser. 



INHALT. 



Einleitung. 

Von der hebräischen Sprache überhaupt 

Begriff und Name der hebräischen Sprache 

Btellnng der hebräischen Sprache innerhalb des semitischen 

Bprachstammes 

Dialecte des Hebräischen 

Die Eigenthümlichkeiten der semitischen Sprachen . 
Geschichte der hebräischen Sprache 

Erster Haupttheil. 

Schrifüehre 

Erster Abschnitt. Die Gonsonantenschrift 

Das althebräische Alphabet 

Die Qaadratschrift 

Die Bachstabennamen. Die Buchstaben als Zahlzeichen und 
Abkürzungen 

Zweiter Abschnitt. Die Yocalschrift 

Die Bezeichnung der Yocale durch Oonsonanten 

Die Bezeichnung der Yocale durch Beizeichen .... 

Das tiberiensisohe System 

Das babylonische System 

Dritter Abschnitt. Die consonantischen Beizeichen 

Däffts forte und lene 

DAfü dirimens, affectuosum, euphonicum 

Däyös orthophonicum 

Bä^a . . j 

Happtk u. Bä^'a 

Vierter Abschnitt Die Ton- und Interpimctionszeichen 

Allgemeines 

Die gewöhnliche Accentuation 

Die Accentuation der Bacher DH'n 

Makk^) 

Me»e7 



H 

1—17 
1 

2— 9 
10. 11 
12—14 
15—17 



18—57 

18—26 
18. 19 
20—25 



27—87 
27—31 
32—87 
33—36 
87 

38—42 
38 
39 
40 
41 
42 

43—57 
43—46 

47 

48 

49 
50—57 



8.8. 
1—22 
1 

2—10 
11—14 
15—18 
18—22 



22—57 

22—34 
22—26 
26—31 

31—84 

34—44 
34—38 
38—44 
39—41 
41—44 

44—47 

44. 45 
45 

45. 46 
46 

46. 47 

47—58 
47—51 

51. 52 

52. 53 
54 

64—57 



vm 



Inhalt. 



Zweiter Haupttheil. 

Lautlehre 

EraterAbschnitt. Eintheiltmg und Aussprache der hebräischen 

Laute 

Emtheilung der Laute 

Yocale und Diphthongen 

Nasale und Zitterlaute 

Hauchlaute 

Yerschlusslaute 

Beibelaute 

ZweiterAbschnitt. Von der Silbe, dem Silben- und Wortton 

Dritter Abschnitt. Der hebräische Lautwandel . • . • 

A. üebersicht über die hebräischen Yocale und ihre Ent- 

stehung 

B. Veränderungen, welche die langen Yocale des Semitischen 

im Hebräischen erlitten haben 

ä 

lu. ü 

C. Veränderungen, welche die ursprünglich kurzen Yocale 

des Semitischen im Hebräischen erlitten haben . 

& 

X 

ü 

D. Veränderungen, welche die semitlBchen Diphthonge im 

Hebräischen erlitten haben 

au 

ai 

E. Neubildung von Yocalen im Hebräischen .... 

Pä&äh u. S Vi als HülfsYOcale 

Die Hä^Sf -Yocale als Hülfsvocale 

SSr6 statt S'göl oder Hät6(p-S'g61 

Hät^^kämes statt einfachen S*wä's 

Hät§(p-PäO&h statt einfachen g V&'s 

Fä&äh furtivum 

Yerdrängung von I durch ä 

Epenthese des i 

Yerlängerung von ^ zu ö unter dem Einflüsse des Gegen- 
tones 

F. Oonsonantischer und durch Oonsonanten veranlasster 

Lautwandel •• 

üebergehen eines H 

Uebergehen eines T\ 

Anlautendes *l 

Im Silbenauslaute stehendes 1 

Im Silbenauslaute stehendes "^ 

"^ zwischen Yocalen 

Zitterlaut als Bestandtheil eines Diphthonges 

9 im Wortanlaute 



11- 

58—188 

58— 69 

58 
59. 60 
61. 62 
63. 64 
65— 67 
68. 69 

70— 72 

73—132 

73— 76 

77— 79 

77. 78 

79 



80- 
80- 
87- 
92- 



96 
86 
91 
96 



97—100 

97. 98 

99. 100 

101—109 

101 

102 

108 

104 

105 

106 

107 

108 

109 

110—132 
110—112 
113. 114 

115 
116—119 
120. 121 
122. 123 

124 

125 



8.B. 
58—106 

58— 66 

59. 60 

60. 61 
61 

62. 63 

63. 64 
64— 66 

66— 68 

69—102 

69— 71 

71— 73 
71. 72 
73 



73- 
73- 
77- 
80- 



82 
77 
80 
82 



83. 84 

83 
83. 84 
85— 89 

85 

86 

86. 87 
87 

n 

87. 88 

88 

88. 89 

89 

89—102 
89— 92 
92— 95 

95 
95. 96 

97 

97. 98 

98. 99 
99 



Inhalt 



IX 



9 im Bilbenauslaute 

3 im Wortaaslaute 

Lautwandel der Zahn- u. Zungenstummlaute . • . 
n im Wortauslaute 

Vierter Abschnitt. Die einfache und die verstärkte Aus- 
sprache der Gonsonanten 

Wirkliche und scheinbar verstärkte Aussprache . . 
Wo die verstärkte Aussprache statt hat und wo nicht . 
Hin&berschleifen eines Gonsonanten 

Dritter Haupttheil. 

Die Lehre von der Wortbildung .... 

Erster Abschnitt. Die Lehre von der Wurzel . . . . 

Begriff und Eintheüung der Wurzeln 

Die unvollkommen dreilautigen Wurzeln 

Die Bntstehung der vollkommen dreilautigen .... 
Glassification der vollkommen dreilautigen ..... 

Mehrlautige Wurzeln 

Die Wechselverhältnisse der Wurzelconsonanten 

Zweiter Abschnitt. Die Lehre von der StammbUdnng . 

Allgemeines 

Der einfache Stamm 

Der Steigerungsstamm der vollkommen dreilautigen Wurzeln 
Steigerungsstamm gebildet durch Wiederholung des letzten 

Wurzellautes 

Bteigerungsstamm gebildet durch Wiederholung der beiden 

letzten Wurzellaute 

Steigerungsstamm gebildet durch Wiederholung der zwei- 

lautigen Wurzel 

Die Beste des Zielstammes 

Der Oausativstamm 

Die T-Beflexivstämme . ' 

1) vom einfachen und vom Oausativstamme .... 

2) von den Steigerungsstämmen 

K-Befleziv des einfachen Stammes 

Mischformen 

Dritter Abschnitt. Die Lehre vom Nomen oder Nennwort 
Erstes Capitel. Das Pronomen oder Fürwort .... 
Pronomina demonstrativa des Ortes und der Person . 
Der Artikel 

•na, no 

•«, rt?» 

Das Fragewort 21 

Belaüva 

Persönliche Fürwörter im Allgemeinen 

Solche der 2. Person 

Solche der 1. Person 



126. 127 

128 

129. ISO 

131. 132 



183—188 

183 
184—187 

188 



189—687 

189—151 
189—142 

148 
144—147 

148 
149. 150 

151 

152—169 
152 
158 
154 

155 

156 

157 

158 
159. 160 
161—166 

162 
168—166 
167. 168 

169 

170—880 
170—179 
170. 171 

172 

178 

174 

175 

176 

177 

178 

179 



8.8. 
99. 100 
100 

101. 102 
102 

102—106 

102. 103 
103—105 
105. 106 



107—353 

107—116 
107. 108 
109—111 
112—114 

114 
114—116 

116 

117—127 

117. 118 
118 

118. 119 

119. 120 

120. 121 

121 

121. 122 

122. 128 
123—126 

124 
124—126 

126. 127 
127 

127—186 
127—186 

127. 128 
129 

129—181 

181 
181—133 

138 

184 

184. 185 

185. 136 



Inhalt. 



Zweites Capitel. Bas Nomen im engeren Sinne .... 

Vorbemerkongen 

I. Nomina innerer Bildung 

A. Isolirte Nomina kürzester Wurzel 

1. Olasse. Masculina mit ursprünglichem ä 

2. Classe. Masculina mit ursprünglichem % 

3. Classe. Feminina beider 

4. Classe. Verwandtschaftsnamen 

5. Classe. Feminina mit wurzelhafter Behandlung 

der Femininendung 

6. Classe. Feminina behandelt nach Analogie von 

kät&L 

7. Classe. Kürzeste Nomina behandelt wie Ableitungen 

von 5*5 

8. Classe. KürzesteNominabehandelt wie Ableitungen 

von ^5 

B. Nomina innerer Bildung von unvermehrter Wurzel 

bezw. vom einfachen Stamme aus gebildet • 

Erste Art Einvocalige Nomina 

Erste Abart. Einvocalige Nomina mit unver- 
rücktem Yocale 

1. Classe: käÜ 

2. Classe: kitl 

3. Classe: hütl 

Zweite Abart. Einvocalige Nomina mit ver- 
rücktem Yocale 

Zweite Art. Nomina mit zwei ursprünglich kurzen 
Yocalen 

Erste Abart. Nomina mit ä nach dem ersten 
Wurzellaute 

1. Classe: hätal 

2. Classe: kättl 

3. Classe: )^^ 

Zweite Abart. Nomina mit \ nach dem ersten 

Wurzellaute 

Einzige Classe: Mied ....... 

Dritte Abart. Nomina mit u nach dem ersten 

Wurzellaute 

Einzige Classe: hutul 

Dritte Art. Nomina mit einem langen und einem 
kurzen Yocale 

Erste Abart. Nomina mit langem Yocale nach 
dem zweiten Wurzellaute 

Erste Abtheilung. Nomina mit d nach dem 
zweiten Wurzellaute 

1. Classe: kätdX 

2. Classe: ktial, kiUcU 



N. 


B. 


B. 


180—804 


186- 


-180 


180—182 


136- 


-138 


183—243 


138- 


-161 


183—190 


138- 


-141 


183 


138. 


139 


184 


139 


185 




n 


186 


140 


187 




n 


188 


140. 


141 


189 


141 


190 




» 


191—216 


142- 


-154 


191—199 


142- 


-147 


191—199 


142- 


-146 


191—194 


142- 


-145 


195. 196 


145. 


146 


197. 198 


146 


197 


146. 


147 


200—206 


147- 


-150 


200—204 


147- 


-150 


200. 201 


147. 


148 


202. 203 


148. 


149 


204 


149. 


150 


205 


150 


205 




» 


206 




n 


206 




» 


207—216 


151- 


-164 


207—212 


151- 


-153 


207. 208 


151 


207 




ji 


208 




n 



Inhalt 



XI 



Zweite Abtheflnng. Nomina mit f nach dem zweiten 
Wnrzellaute • • . • 

1. Classe: käül 

2. Classe: k%^ 

Dritte Abtheilmig. Nomina mit ü naoh dem zweiten 

WnizeUaute 

1. Classe: käHU 

2. Glaase: kiku, kütiU 

Zweite Abart Nomina mit langem Yocale naoh dem 

ersten Warzellaute 

Erste Abtheilmig. Nomina mit nrsprönglichem ä naoh 
dem ersten Wmnsellaute 

1. Classe: kätal 

2. Olasse: kä^ 

Zweite Abtheilong: Ififäl, hiUal 

Vierte Art. Nomina mit zwei mrspränglich langen Yocalen 

0. Nomina innerer Bildung von vermehrter Wurzel bezw. von 
abgeleiteten Stämmen aus gebildet 

1. Nomina innerer Bildung mit verstärktem zweiten Wurzel- 

laute 

Erste Art. Nomina mit verstärktem zweiten WurzeUaute 
und zwei kurzen Yocalen 

Erste Abart» mit ä nach dem verstärkten zweiten 
Wurzellaute 

1. Classe: Icöuil, kanUil 

2. Classe: IpÜal ' 

3. Classe: iüuü 

• •• 

Zweite Abart, mit i nach dem verstärkten zweiten 
Wurzellante 

1. Classe: kätUl 

• • • 

2. Classe: JatUl 

• •• 

Dritte Abart: küttul 

• ». 

Zweite Art Nomina mit langem Yocale naoh dem ver- 
stärkten zweiten Wurzellaute 

Erste Abart, mit ä naoh dem verstärkten zweiten 
Wurzellaute 

1. Classe: käUäl 

2. Classe: küUäl 

Zweite Abart, mit I nach dem verstärkten zweiten 

Wurzellaute 

1. Classe: kätHl 

• «• 

2. Classe: lnt$U 

Dritte Abart, mit ü nach dem verstärkten zweiten 

Wurzellaute 

1. Classe: kätM 

2. Classe: kOHU 

« • • 

2. Nomina gebildet durch Einschub eines langen Yocales • 



209. 210 

209 

210 



211. 212 

211 

212 

213 — 215 



213. 214 
213 
214 
215 

216 

217—241 

217 — 228 

217 — 223 

217 — 220 
217. 218 

219 

220 



221. 222 
221 
222 

223 
224 — 228 



224. 225 

224 

225 

226 

226 

226 Anm. 



227. 228 

227 

228 

229 



8.8. 

152 

II 
n 



152. 153 

f» 9 

153 



153. 154 



» n 

153 

153. 154 

154 



155 — 160 



155 — 158 



155. 156 



n » 
155 

155. 156 

156 



n 
n 
n 



156—158 



156. 157 

n » 

157 



» 
n 
n 

157. 158 

157 
157. 158 

158 



Inhftlt 



8. Nomina innerer Bildung mit Yermehrang der Wurzel- 
conBonanten 

Erste Art, mit wiederholtem letzten Wurzellaute • 

1. Classe: kätlal, kUlal 

2. Classe: kam, mm 

8. Classe: kmi&L 

4. Classe: Mtc^, kättt, kaiidt 

Zweite Art, mit Wiederholung der beiden letzten 
Wurzellaute 

1. Classe: kätältäl, käUOAl, kätäUH . . . 

2. Classe: kätäUäl, kämOl ' W . . . 

Dritte Art. Nomina innerer Bildung von wiederholter 
zweilautiger Wurzel 

Erste Abart, mit kurzen Yocalen .... 

1. Classe: kätkät 

• • • • 

2. Classe: kUkat 

8. Classe: käikU 

4. Classe: kätkit 

Zweite Abart, mit einem kurzen und einem langen 
Yocale: kätkit, kätkÜt 

Dritte Abart, mit drei Yocalen : kätäkit . 

' • • • • 

Anhang 1: kütaü 

Anhang 2 : Yierlautige Nomina innerer Bildung 

II. Nomina äusserer Bildung 

A. Nomina gebildet durch Yorsätze 

1. Nomina gebildet von äusserlich vermehrtem Stamme 

Erste Art. Nomina gebildet durch vorgesetztes n . 

Erste Abart, Nomina dieser Art mit zwei kurzen 
Yocalen 

1. Classe: häktal 

2. Classe: häkUl 

3. Classe: hüktSl 

Zweite Abart, Nomina dieser Art mit langem 
Yocale in zweiter Silbe 

1. Classe: häktU 

2. Classe: Nomina dieser Art mit ü der zweiten 

Sübe 

Zweite Art: Nomina gebildet durch vorgesetztes na 

1. Classe: näktal 

2. Classe: näktÜ 

3. Classe, mit langem Yocale in zweiter Silbe 

Dritte Art: Nomina gebildet durch vorgesetztes hin 

1. Classe, mit kurzen Yocalen 

2. Classe, mit ä in letzter Silbe .... 

Yierte Art: Nomina gebildet durch vorgesetztes nn 



230-— 241 

280 — 283 
230 
281 
232 
238 



284. 285 

234 
235 

236 — ^241 

286 — 289 
236 
237 
288 
239 

240 

241 
242 
248 

244 — 304 
244—291 
244—254 
244 — 248 

244 — 246 

244 
245 
246 

247. 248 
247 

248 

249 — 251 

249 
250 
251 

252. 253 

252 
253 

254 



8.8. 

158 — 160 

158. 159 
158 

n 
n 
n 

159 

n 
n 

159. 160 



n 
n 



n 
n 



160 



n 
n 



160. 161 

161 — 180 
161 — 175 
161 — 164 

161. 162 



161 
162 



n 

n 
163 

» 

» 

n 

168. 164 

163 
164 



lohalt. 



B. 



2. Komina gebildet durch der Stammbüdung fremde oder 
in derselben nicht mehr regelmässig verwandte Vor- 
sätze 

Erste Art. Nomina gebildet durch vorgesetztes K . . 

1. Classe: 'äktal 

2. Classe: 'äÜÜ, 'äkttU 

8. Classe: 'mal .' 

Zweite Art. Komina gebildet durch vorgesetztes ** . 

Dritte Art. Nomina mit vorgesetztem n . . . . 

1. Classe: täkfal 

2. Classe: tüktal 

3. Classe: täÜtl 

4. Classe: nÜäl 

5. Classe: iäkfU 

6. Classe: täkM 

7. Classe: tdkättiU 

• • • 

Vierte Art. Nomina mit vorgesetztem a • . . . 

Erste Abart Nomina dieser Art vom einfachen Stamme 

1. Classe: tnäktal 

2. Classe: mtktal 

3. Classe: mäkttl 

4. Classe: mäkttU 

5. Classe: mäkM, miktäl 

6. Classe: mäktül 

Zweite Abart. Nomina dieser Art von vermehrtem 
Stamme gebildet 

Erste Abtheilung. Yom gewöhnlichen Steigenings- 
stamme 

1. Classe: mäkäftSl 

2. Classe: mäkmil 

3. Classe: nMüiüU 

• • « 

Zweite Abtheilung. Yom Steigerungsstamme gebildet 
durch Wiederholung des letzten Wurzellautes . 

Dritte Abtheilung. Vom Steigerungsstamme gebildet 
durch Wiederholung der beiden letzten Wnxzel- 
laute 

Vierte Abtheüung. Yom Steigerungsstamme gebildet 
durch Wiederholung der zweilautigen Wurzel . 

Fünfte Abtheilung. Yom Zielstamme .... 

Sechste Abtheilung. Yom Causativstamme . 

Siebente Abtheilung. Yon den Beflezivstämmen 

Nomina gebildet durch Nachsätze 

1. Durch die Endungen am, an, am, an, (in .... 

2. Durch die Endungen äl, äl 

3. Durch die Endung ai 

4. Durch die Endung I 

5. Durch die Endung iU 



H 



255—291 

255—258 
256 
257 
258 

259 

260—267 
261 
262 
263 
264 
265 
266 
267 

268 — 291 

269 — 275 
269. 270 

271 

272 

278 

274 

275 

276 — 291 

276—278 

276 

277 

278 

279 



8.8. 

164—175 

164. 165 

n n 
165 



280 

281 

282 

283 — 287 

288 — 291 

292-304 

292 — 298 
299. 300 

301 
302. 308 

304 



166. 167 
166 

n 

n 
167 

n 

11 

n 

168 — 175 

168 — 171 

168. 169 

169. 170 
170 

170. 171 
171 



171 — 175 

171. 172 
171 
172 



178. 174 
174. 175 

175 — 180 

176 — 177 
177 
178 

178. 179 

179. 180 



XIV 



Inhalt. 



Drittes Capitd, Die Bildung von (Geschlecht, Casus und Zahl 

Vorbemerkungen 

Die Endung des Feminins im Singulare 

Feminina ohne weibliche Endung . 

Die Femininendung zur Bezeichnung des Einheitswortes 

und des CoUectivums 

Die Bildung des Plurales 

Der weibliche Plural 

Der männliche Plural a) Hauptförm 

5) Yerbindungsform .... 

Die Plurale des Einheitswortes 

Männliche und weibliche Plurale nebeneinander 

ünregelmässige männliche Plurale 

Der Dual 

Die Gasusreste des Singulars 

Allgemeines 

Accusativ 

Genetiv 

Nominativ 

Viertes Capitel, Das Nomen mit Suffixen 

Das Suü&x der 3. Pers. Masc. Sing 

Das Suffix der 3. Pers. Fem. Sing 

Das Suffix der 3. Pers. Masc. Plur 

Das Suffix der 3. Pers. Fem. Plur 

Das Suffix der 2. Pers. Masc. Sing. 

Das Suffix der 2. Pers. Fem. Sing 

Das Suffix der 2. Pers. Masc Plur. 

Das Suffix der 2. Pers. Fem. Plur 

Das Suffix der 1. Pers. Sing. 

Das Suffix der 1. Pers. Plur. 

Fünftes CapiteL Das Zahlwort 

1. Die Grundzahlen 

2. Ordnungszahlen, Bruchzahlen ....... 

Sechstes Capitel, Die Partikeüi 

Vorbemerkung 

1. Adverbien «... 

Adverbien mit besonderer Endung 

Ortsadverbien 

Adverbien der Zeit 

Die übrigen Adverbien 

2. Negationen 

3. Fragewörter 

4. Wunschpartikeln 

5. Präpositionen 

abÄ 

-5)« n? b5 

v • - 

p • • • • 

r« n« (/n») ü» 

Die übrigen Präpositionen 



305 — 344 
305 — 307 

308 
309. 310 



311. 312 
313 — 340 
313 — 322 
323 — 329 
330 — 332 
333. 334 
335 — 337 

338 
339. 340 
341— -344 

341 

342 

343 

344 

345 — 360 
345. 346 

347 
348—351 
352. 353 
354. 355 

356 

357 

358 

359 

360 
361 — 385 
361 — 364 

365 
366—380 

366 
367 — 370 

367 

368 

369 

370 

371 

372 

373 
374 — 378 

374 

376 

376 

377 

378 



8.8. 
180 — 204 
180 — 182 
182. 183 
183 — 185 

185. 186 
186 — 201 
186 — 191 
192 — 195 
195 — 197 

197. 198 

198. 199 
199 

199 — 201 
201 — 204 

201. 202 

202. 203 

203. 204 
204 

205—215 
205. 206 
206—208 
208. 209 
209 — 211 

211. 212 

212. 213 

213. 214 
214 

214. 215 
215 

216 — 219 

n 
219 

219—226 

219. 220 

220. 221 
220 

220. 221 
221 

n 

221. 222 

222 

n 
222 — 225 

222. 223 
223 

223. 224 
224 

224. 225 



Inhalt. 



XV 



6. Oonjunctionen 

7. Interjectionen 

VierterAbflohnitt. Die Lehre vom Yerbum oder Thatwort 

Yorbemerkangeii 

Erstes Cqpitel, Bas Perfect 

L Die 3. Fers. Masc. 8ing^. 

A. Vom einfachen Stamme oder Kai .... 

B. Von den SteigerongBstämmen und dem 2iel- 
stanune • 

C. Vom Canaativstamme 

D. Von den Beflexivstämmen 

n. Die 3. Fers. Fem. Bing. 

A. Vom einfachen Stamme oder Kai .... 

B. Von den Steigerungsstämmen und dem Ziel- 
Btamme 

C. Vom Caniativstamme 

D. Von den Beflexivstammen 

m. Die 3. Fers. Flor. 

A. Vom einfachen Stamme oder Kai .... 

B. Von den Steigerongsst&mmen und dem Ziel- 
stamme 

0. Vom Gausativstamme 

D. Von den Befleziystämmen 

IV. Die 2. Fers. Masc. Sing. 

A. Vom einfachen Stamme oder Kai .... 

B. Von den Steigerungsstämmen und dem Ziel- 
stamme 

0. Vom Causaüvstamme 

D. Von den Beflexivstämmen 

V. Die 2. Fers. Fem. Sing. 

A. Vom einfachen Stamme oder Kai .... 

B. Von den Steigerungsstämmen und dem Ziel- 
stamme 

C. Vom CausatiYBtamme 

D. Von den Beflezivstämmen 

VL Die 2. Fers. Masc. Flur 

A. Vom einfachen Stamme oder Kai .... 

B. Von den Steigerungsstammen und dem Ziel- 
stamme 

C. Vom Causatiystamme ....... 

D. Yon den Beflexivstämmen 

VII« Die 2. Fers. Fem. Flur 

A. Vom einfachen Stamme oder Kai .... 

B. Von den Steigerungsstämmen und dem Ziel- 
stamme • •• ••••••• 

C. Vom Oausativstamme 

D. Von den Beflexivstämmen 



If. 

379 
380 

381 — 637 

381 — 383 

384 — 477 

384 — 397 
384. 385 

386 — 392 
893. 394 
395—397 

398 — 410 
399 — 401 

402 — 405 
406. 407 
408 — 410 

411—425 
412. 413 

414—419 
420. 421 
422 — 425 

426 — 437 
427. 428 

429 — 482 
433. 434 
435—437 

438 — 445 
439. 440 



441. 442 

443 
444. 445 

446 — 452 
447 

448 

449 

450—^52 

458 — 457 
454 

455 
456 
457 



8.8. 

225. 226 

226 

226 — 353 

226 — 229 

229 — 266 

229 — 235 
229 — 231 

231—233 
233. 234 
284. 235 

236-241 
236 — 238 

238. 239 

239. 240 

240. 241 

241 — 248 
242. 243 

243 — 245 
245. 246 
246 — 248 

248 — 253 
248. 249 

250. 251 

251. 252 

252. 253 

253 — 255 

253. 254 

254 

254. 255 
255 

255 — 258 
256 

» 
257 

257. 258 

258. 259 
258 

259 

I» 
n 



X7I 



Inhalt. 



Ym. Die 1. Pen. Sing 

A. Vom einfachen Stamme oder Kai .... 

B. Von den Steigerongsstämmen und dem Ziel- 
stamme 

0. Vom Cansativstamme 

B. Von den Beflexivst&mmen 

IX. Die 1. Pen. Plnr 

A. Vom einfachen Stamme oder Kai .... 

B. Yon den Steigerungsst&mmen und dem Ziel- 
Btamme 

C. Vom Oausativstamme 

D. Von den Beflezivstämmen 

Zweik8 CkqnteL Das Imperfect 

Vorbemerkungen 

Ente Abtheilung. Imperfect. Jussiv. Energicus . • 
L Die S. Pen. Masc Sing 

A. Yom einfachen Stamme oder Kai .... 

B. Yon den Steigerungsst&mmen und dem Ziel- 
stamme 

G. Yom Cansativstamme 

D. Yon den Beflezivstämmen 

n. Die 3. Pers. Fem. Sing 

A. Yom einfachen Stamme oder Kai .... 

B. Yon den Steigerungsstämmen nnd dem Ziel- 
stamme 

C. Yom Oausativstamme 

D. Yon den Beflezivstämmen 

m. Die 8. Pen. Masc Plur 

A. Yom einfachen Stamme oder Kai .... 

B. Yon den Steigerungsstämmen und dem Ziel- 
stamme 

C. Yom Cansativstamme 

D. Yon den Beflezivstämmen 

lY. Die 3. Pen. Fem. Plur 

A. Yom einfachen Stamme oder Kai .... 

B. Yon den Steigerungsstämmen und dem Ziel- 
stamme 

0. Yom Cansativstamme 

D. Yon den Beflezivstämmen 

Y. Die 2. Pen. Masc Sing 

A. Yom einfachen Stamme oder Kai .... 

B. Yon den Steigerungsstämmen und dem Ziel- 
stamme 

C. Yom Cansativstamme ....... 

D. Yon den Beflezivstämmen 

YI. Die 2. Pen. Fem. Sing 

A. Yom einfachen Stamme oder Kai .... 

B. Yon den Steigerungsstämmen und dem Ziel- 
stamme 



II. 

458 — 470 
459. 460 



461- 
466. 
468- 
471- 



465 
467 
470 
-477 



472 



473. 474 

475 
476. 477 

478 — 612 
478 — 482 
483 — 590 
483 — 504 
483—491 

492 — 497 
498 — 500 
501 — 504 
505 — 519 
506 — 611 



512- 
515. 
517- 
520- 
521- 

525- 
529. 
531- 
534- 
535- 



-514 
516 
-519 
-533 
-524 

-528 
530 
-533 
-542 
-537 



538. 539 

540 
541. 542 
543 — 552 
544 — 546 



547. 548 

549 
550 — 552 
553 — 561 
554—557 

558 



8.8. 
259—264 
259. 260 

260—262 

262. 263 

263. 264 
264 — 266 

264 

264. 265 
265 

265. 266 

266 — 334 
266 — 271 
271 — 323 
271—281 
271 — 276 

276. 277 
277—280 
280. 281 
282 — 288 
282 — 284 

284. 285 

285. 286 
287. 288 
288 — ^294 
288 — 291 

291. 292 

292. 293 

293. 294 
295 — 299 
295—297 

297 

298 
298. 299 
299 — 304 
299 — 301 

301. 302 

302. 303 

303. 304 
304—308 

305. 306 

306. 307 



Inhalt. 



xvn 



dem 



dem 



dem 



C. Vom Causatiystamme . 
B. Von den Beflezivstämmen . 
YIL Die 2. Pen. Masc. Flur. . . . 

A. Vom einfachen Stamme oder Kai 

B. Von den Steigenmgsstämmen und 
stamme 

C. Vom Causativstamme . 

D. Von den Beflezivstämmen 
Vni. Die 2. Pers. Fem. Plur. 

IX. Die 1. Pers. Sing. . 

A. Vom einfachen Stamme oder Kai 

B. Von den Steigerungsstämmen und 
stamme 

C. Vom Causativstamme . 

D. Yon den Beflezivstämmen . 
X. Die 1. Pers. Plur 

A. Vom einfachen Stamme oder Kai 

B. Yon den Steigemngsstämmen and 
stamme 

0. Yom Causativstamme . 
D. Yon den Beflezivstämmen . 
Zweite Abtheilung. Der Imperativ . 
I. Die 2. Pers. Masc. Sing. 

A. Yom einfachen Stamme oder Kai 

B. Yon den Steigerungsstämmen und 
stamme 

C. Yom Causativstamme . 

D. Yon den Beflezivstämmen . 
n. Die 2. Pers. Fem. Sing. . . . 

A. Yom einfachen Stamme oder Kai 

B. Yon den Steigerungsstämmen und 
stamme 

C. Yom Causativstamme 

D. Yon den Beflezivstämmen . 
IQ. Die 2. Pers. Masc. Plur. . . . 

A. Yom einfachen Stamme oder Kai 

« 

B. Yon den Steigerungsstämmen und 
stamme 

C. Yom Causativstamme . 

D. Yon den Beflezivstämmen . 
lY. Die 2. Pers, Fem. Plur. . . . 

Drittes Capitel, Die Bildung der Participien und Inflnitive 
I. Die Participien 

A. Yom einfachen Stamme oder Kai 

■ 

B. Yon den abgeleiteten Stämmen 
II. Die Infinitive 

A. Der gewöhnliche Infinitiv . 

B. Der starre Infinitiv .... 
Anhang. Yierlautige Yerba 



Ziel 



Ziel 



Ziel 



dem 



dem 



dem Ziel 



Ziel 



Ziel 



II 

559 
560. 561 
562 — 570 
563—665 



566. 567 

568 
569. 570 
571. 572 
578 — 582 
574 — 577 



578. 579 

580 
581. 582 
583 — 590 
584 — 586 

587 

588 
589. 590 
591 — 612 
591 — 597 
591 — 593 

594 

595 
596. 597 
598 — 604 
598 — 600 

601 

602 
603. 604 
605 — 611 
605 — 607 

608 

609 

610. 611 

612 

618 — 626 
614 — 617 
614 — 616 

617 
618—626 
619 — 622 
623 — 626 

627 



8.8. 

307 
307. 308 
308—312 
308 — 310 

310. 311 

311 

812 

313 
313 — ^319 
314 — 816 

316. 317 

317. 318 

318. 319 
319 — 323 

320. 321 

321. 322 
322 

322. 323 
323 — 334 
323 — 328 
323 — 326 

326 

326. 327 

327. 328 
328 — 331 

328. 329 

829. 830 
380 

330. 381 
331—333 

331. 332 

382 

332. 333 

333 

334 

334 — 343 
385 — 337 

n n 

337 

338 — 343 

338 — 342 

342. 343 

344 



xvm 



Inhalt. 



Viertes Capitel. Bas Yerbum mit Suffixen . 

1. Das Fürwort der 3. Pers. Masc. Sing. 

2. Das Fürwort der 3. Pers. Fem. Sing. 

3. Das Fürwort der 3. Pers. Hase. Plor. 

4. Das Fürwort der 3. Pers. Fem. Plur. 

5. Das Fürwort der 2. Pers. Masc. Sing. 

6. Das Fürwort der 2. Pers. Fem. Sing. 

7. Das Fürwort der 2. Pers. Masc. Plor. 

8. Das Fürwort der 1. Pers. Sing. . 

9. Das Fürwort der 1. Pers. Plur. . 
Kachträge und Berichtigungen . • • 

Wortregister 

Weitere Kachtrftge und Berichtigungen . 



628—837 

628 

629 
630. 631 

632 

633 

634 

635 

636 

637 



8.8. 
344 — 353 
344—346 

346 
346 — 348 

348 
348—350 

350. 351 
351 

351. 352 
353 

354. 355 
356 ff. 
426 



EINLEITUNG. 



Von der hebrUsohen Sprache überhaupt. 

unter hebräischer Sprache yerstehen wir diejenige Sprache , in l & 
welcher der Haupttheil der alttestamentlichen Schriften abgefasst 
ist. Genauer würde man sie althebräische Sprache nennen oder die 
hebräische Sprache Alten Bundes. Denn nach ihrem Aussterben im 
Munde des Volkes und nach Abschluss des A. T. ist sie noch zu 
Literaturzwecken, allerdings in umgebildeter Form, benutzt worden. 
Siehe § 17 b. Anm. 1. 

Nicht in hebrSdscher, sondern in aramäischer Sprache sind von den a. t. Bchrifken 
yerfasst Ezra 4, 8—6, 18. 7, 12—26. Dan. 2, 4—7, 28 und die Glosse Jer. 10, 11. 
Ausserdem finden sich Oen. 31, 47 die beiden aramäischen Wörter WSTTtO ^y\ 

Hebräisch ist der naturgemässe Name dieser Sprache. Denn die b 
bM'nv^ '^S^i &US deren Literatur die Schriften des A. T. ausgewählt 
sind, heissen im Gegensatz zu fremden Völkern D*^ni2^) ein einzelner 
Israelit '^'ni!^. Danach war selbstverständlich die Sprache zu be- 
nennen im Gegensatz zu anderen Sprachen. Der Ursprung des 
Namens "ni:^ ist dunkel. 

1. Die Sage der Hebräer leitet ihn ab von einem Stammvater ^^39 Qexu 10, 
21. 24. Dieser Name ist aber nichts als eine Personiflcation des Hebräischen 
Volkes EU genealogischen Zwecken ans Q*^*^ gebildet wie die Personen und 
Kamen der Teut, Aeolu8t D<>nt9 u. s. w. ans den Namen der Deutschen, Aeolier 
Dorier o. s. w.^) 

2. *^*139 bedeutet einen, welcher '^SSna eines Flusses gekommen ist. Dieser 
Name würde somit den Israeliten, deren Stänune sich erst nach der Ein- 
wanderung gebildet haben, von einem fremden Volke gegeben worden sein. Da 
der Name aber hebräisch ist, so muss dieses Volk gleichsprachig gewesen sein. 
Dies aber waren die Kananäer, die alten Bewohner Palästinas. Diese scheinen 
den Ausdruck 0^*109 gemünzt zu haben. Daraus folgt, dass die hebräischen 
Horden, welche ja allmählich eingewandert sind, damals keinen nationalen Ver- 
band bildeten. 

Es firagt sich, noch nach welchem Flusse die Hebräer die jenseitigen heissen. 
Meist denkt man an den Euphrat. Besser denkt man an den Jordan. Denn 
die hebräischen Stämme haben sich nach der Bückwanderung aus Aegypten 

1) De Isaaae Vatadnüs Aethiopicis p. 10 iL 
Btftde, iMbr. Qnwnmartk, X 



2 Einleitiing. 

wohl geraume Zeit auf das Ostjordanland beschränkt nnd das Wes^ordanland 
im Besitze der stammverwandten Kananaer gelassen. Biese Yermathnng würde 
ausgeschlossen sein, wenn es sicher stände, dass die in zwei hieratischen Papy- 
rus als Steinträger erwähnten Apuriu die Hebräer seien. Die Laute machen 
jedoch die Entstehung dieses Wortes aus Q*^*^ höchst unwahrscheinlich. ^) 

c Der Name „hebräische Sprache** findet sich erst in der Mischna 
(s. § 17 2^. Anm. 1), dagegen in den Schriften des A. T. noch nicht. 
Das wird zufällig sein. In gehobener Bede heisst sie Jes. 19, 18 
nach ihrer Heimatb 1!^23 ptSb, was bei einem anderen als dem § 9 
bestimmten Verhältnisse zu der Sprache der Eanaanäer und Phö- 
nicier nicht möglich wäre. Statt Hebräisch sagte man in späterer 
Zeit, nachdem die Nordstämme für die nationale und religiöse Ent- 
wickelung verloren gegangen waren, auch jüdisch tf^*T\tV\ 2 Eö. 
18, 26. 28 (Jes. 36, 11. 13). Neb. 13, 24. 

d Unser hebräisch ist nicht aus '^'^M entstanden, sondern durch 
Vermittelung des lateinischen Hebraeus aus den griechischen Aus- 
drücken 'ESpaToc (LXX, N. T.); 4ßpa*c SidXexxoc oder cpoiv]^ (N. T. 
Apocr.); ippal'oti (N.T.); YXcoooax&v *Eßpai(üv(Flavius Josephus). 
Aber auch diese griechischen Worte sind nicht aus ^"^yp entstanden, 
sondern aus dem gleichbedeutenden aramäischen ^"y^p, ^ebrai für *^ni2^. 

1. Der Bpiritns asper des Griechischen vertritt das 9. Da es sich für uns xua 
Wiedergabe des griechischen Wortes, bezw. des lateinischen HebraeuSf nicht des 
hebräischen *^n:i9 handelt, so ist die Schreibung ebraisch falsch. 

2. Im K. T. geht ißpatc, i^paia-zl mit Ausnahme von Ap. 9, 11 auf die da- 
malige Landessprache, das Aramäische, b, % 7 b, Im Gegensätze zu dieser ist in 
der Zeit, in welcher dem nicht mehr Hebräisch verstehenden Volke die ver- 
lesenen Bibelabschnitte auf Aramäisch erklärt werden mussten, der Ausdruck 
heilige Sprache entstanden. Nachweisen lässt sich derselbe aus Targum FseudO' 
Jonathan (Jerusalmi I) zu Gen. 31, 47 n^ba ^'&fp fi*^? y^\^ rri «"Tg ajs^; und 
45, 12 f Dlp V'^ko» tx&fip n'^a T^ta ''»sid*ö!|^&L VergL auch Targum Jenäälmi 
(Jerusalmi II) zu 'Gen.' 31, 11 «^»ip •pbba aisy;^ ''». 

2 Diese hebräische Sprache ist ein Zweig des grossen semtischen 
Sprachstammes. Derselbe zerfällt in zwei sich wesentlich von ein- 
ander scheidende Hauptäste: a) den südsemitischen, b) den nord- 
semitischen. 

A. Der sfidsemitische Ast 

Die südsemitischen Sprachen zeichnen sich vor den nordsemi- 
tischen im Allgemeinen durch einen reicheren Bestand von Gonso- 
nanten und grössere FormenfüUe aus. Es kennzeichnet sie die Bei- 

1) Yergl. A, Köhler, Lehrbuch der biblischen Geschichte A. T. 1. Hälfte. Erlangen 
1875. 8. 240. S, Brugach, Geschichte Aegyptens u. d. Pharaonen. Leipzig 1877. 
B. 541. 582 ff. 



Die südBemitiBohen Sprachen. 8 

behaltung eines anlautenden Waw und die Bildung innerer (durch 
Veränderungen im Innern des Wortes bewirkter) Plurale, welche 
den nordsemitischen noch gänzlich fehlen. Unter den südsemitischen 
Sprachen zeichnet sich durch den Umfang und die Bedeutung ihrer 
Literatur aus 

1. die arabische d. h. die Sprache des Kur ans und Schriftsprache 3 a 
der muhammedanischen Araber. Sie ist eigentlich die Sprache des 
Stammes Kinänä^ zu welchem die Familie Küraisch gehörte und 
neben welcher in Nord- und Mittelarabien noch eine grosse An- 
zahl gleichartiger semitischer Dialecte bestand. Sie alle hiessen 
arabisch als Sprache der Araber d. h. der Nomaden. In Folge der 
muhammedanischen Eroberung wurde dieser Dialect die Schrift- 
sprache aller Araber. Sie hat unter allen semitischen Sprachen 
den grössten Consonantenreichthum und den alterthümlichsten 
Yocalismus. Es ist jedoch unrichtig, sie für die in allen Stücken 
alterthümlichste und ursprünglichste der semitischen Sprachen zu 
halten. Sie hat neben alten Formen eine Fülle neuer. Das Gesetz 
der Analogie hat in ihr eine grosse Uebereinstimmung der Formen 
hervorgebracht und dadurch manches alterthümliche verwischt, 
was sich z. B. im Hebräischen oder Syrischen erhalten hat.^) 

1. AIb sich die arabische Sprache mit der muhammedanischen Erobenmg 
über Palästina, Syrien nnd Kordafrica verbreitete, trat sehr rasch eine Decom- 
position der altarabischen Formen ein. Es wnrde das zum Theil wohl durch die 
Berührung mit Huhammedanem fremder Zunge yeranlasst) zum Theil aber sicher 
durch die Yerschiedenartigkeit der arabischen Yolkstheile, welche in die einzelnen 
Lande einwanderten und dorthin ihre alten arabischen Dialecte mitbrachten. 
Unter diesen Verhältnissen entwickelten sich Yolksdialecte, welche die strenge 
Plexion des Altarabischen nicht besitzen und consonantische wie vocalische Weiter- 
bildung zeigen. — Hiermit änderte sich nothwendig die Syntax. Zum Ersätze für 
die aufgegebenen alten Formen bildeten sich später vielfach neue. Bas Besultat 
dieser Yorgfinge sind die jetzigen vulgärarabischen Dialecte, wie sie in Africa 
und von der sesshaften Bevölkerung Arabiens, Syriens u. Palästinas gesprochen 
werden. Unter diesen unterscheiden sich die magribinischen Dialecte, der 
aegyptische und der syrische am schärfsten voneinander. 2) In Südarabien finden 
sich daneben vielfach Schösslinge der alten südarabischen Dialecte. 

2. Weniger haben sich die Dialecte der Beduinen geändert, doch fehlen über 
die meisten derselben noch genauere Nachrichten.') 

2. Von der Sprache der nord« und mittelarabischen Stämme b 
unterschied sich von Alters her die der südarabischen, von welcher 

1) G. W, Freytofft Einleitung in d. Studium der Arabischen Sprache. Bonn 1861. 80 
(eine sehr reichhaltige aber ungeordnete und unverarbeitete Dfaterialiensammlung.) 

3) J7. v. MalUan in Z. D. M. G. XXTH, S. 655 ff. 

3) Yers^ Q, A. Waüin in Z. D. M. Q. lY, S. 393. Y, S. 1 ft VI, 190ff. 369 ff. 
u. G.WetMstein^ ebenda XXII, S. 69 ff: 

!♦ 



4 Einleitung. 

allerdings manche im Laufe der Zeit sich durch jene hindurch- 
geschoben haben und bis nach Syrien und Babylonien gelangt sind\ 
Auch in Südarabien wurden verschiedene Dialecte gesprochen. .Ge- 
nauere Kunde haben wir nur von denen der Himjaren und Säbäer, 
von denen uns zahlreiche Inschriften überkommen sind. Der Dialect 
derselben ist nach seinem Consonantismus wie der Mehrzahl seiner 
Formen specifisch arabisch. Doch nimmt er in manchen Puncten 
eine alterthümlichere Stellung ein, als die mittel- und nordarabischen 
Dialecte, und nähert sich hierin vielfach den nordsemitischen 
Sprachen, mit welchen er auch im Sprachschatze viele Berührungen 
aufweist. 

Es fehlt ihm der Artikel o/, er hat wie das ABsyrische eine Mimatioii, keine 
Nunation. Auf den nns erhaltenen Inschriften scheiden sich deutlich zwei 
Dialecte, von denen einer, von den Inschriften von Me'in repräsentirt, im Can- 
sativstamm and dem Suffixe der dritten Person den alterthümlichen Zischlaut 
ü statt des Hauchlautes h erhalten hat: ü, db statt th, *ish, '«dpb statt \spT\ er 
hat getotiht?) Nachdem Südarabien durch das Schwert dem Islam unterworfen 
worden war, wurden die sudarabischen Dialecte in den Städten und im Munde 
der Gebildeten allmählich durch die Sprache des Kur'äns verdrängt. Wie von 
der alten südarabischen Cultur blieben von ihnen nur Trümmer übrig.^) 

4 a 3. In nicht näher zu bestimmender Zeit wanderten südarabische 
Stämme in Habessinien ein und gründeten dort Reiche. Ihre Dia- 
lecte entwickelten sich dort weiter, die nichtsemitischen Sprachen 
Habessiniens zum guten Theile verdrängend. In den Wortschatz dieser 
Dialecte ist manches Africanische eingedrungen, die grammatischen 
Formen aber sind rein semitisch geblieben. Eine grössere Wichtig- 
keit hat von diesen Dialecten nur die Geezsprache, vielfach auch die 
altäthiopische oder äthiopische genannt. Sie war ursprünglich der 
Dialect des Landes Tigre. Als sich von dort aus ein grösseres Reich 
mit der Hauptstadt Axum bildete, wurde sie Reichssprache, neben 
welcher freilich die einzelnen Dialecte als Volksdialecte weiter- 
bestanden. Ihr Ansehen wuchs noch dadurch, dass sie zugleich 

1) O, Blau in Z. D. M. G. XY, 437 ff. XXTT, S. 654 ff. Q. Wettstein, Reise- 
bericht über Hauran u. die Trachonen. Berlin 1860 u. Abhandl. der Berliner Academie 
1864. S. 327 ff. 

2) Vergl. JS. Osiander in Z. D. M. G. X, 17. XVn, 789 ff. XIX, S. 159 ff. XX, 
S. 205 ff. F, Praetoriua in Z. D. M. G. XXYI, 417 ff. u. Beitrage zur Erklärung der 
himjarischen Inschriften. Halle 1872. 73. 74. 3 Hefte. 8®. J. BaUvy in J. A. YI'^ 
s^rie. t. XIX, S. 5 ff. 129 ff. 489 ff. YIP s6ri6. t. I, S. 434 ff. t. II, S. 305 ff. t lY, 
S. 497 ff. (Ueber HaUvy*8 Arbeiten vergl. JeiMker Literaturteitunff 1874. No. 51. 
S. 810 ff.) 

s) Yergl. Fidg, Fresnel in Journal Asiatique lY® s^rie. t. YI. von MaUgan in 
Z. D. M. G. XXY, S. 196 ff. XXYII, S. 225 ff. 



Die nordsemitiBchen Sprachen. 5 

Sprache der christlichen Kirche in Habessinien wurde. Diese Sprache 
hat durch ihren eigenthümlichen Lautwandel, namentlich starke 
Lautyersprengungen, ein von den verwandten Sprachen ziemlich ab- 
weichendes Aeussere gewonnen. Den Reichthum südsemitischer Con- 
sonanten hat sie allmählich vereinfacht. Daneben hat sie eigenthüm- 
liche Laute, ein emphatisches p und t«-haltige Eehl und Gaumenlaute, 
entwickelt. Keine semitische Sprache hat im Yerbum alle Möglich- 
keiten der Stammbildung so erschöpft, wie das Ge'ez. Ganz be- 
sonders aber zeichnet es sich vor allen anderen semitischen Sprachen 
durch Feinheit und Geschmeidigkeit des Satzbaues aus.^) 

Die Bedeutung der äthiopischen Sprache sank schon im vier- b 
zehnten Jahrhundert, als der Schwerpunkt des Reiches in die 
südlichen Provinzen fiel. Damals wurde ein anderer semitischer 
Dialect, das Amharische^ die Sprache des Hofes und der Regierung. 
Doch blieb das Ge'ez noch die Sprache der Kirche und der Gelehrten. 
Den Todesstoss empfing es mit dem habessinischen Reiche durch 
die zerrüttenden Folgen, welche der am Ende des 16. Jahrhunderts 
stattfindende Einfall der Galla oder Orma nach sich zog. Jetzt ist 
es nur noch von wenigen verstanden , wenngleich die Bibel von der 
Kirche nur in ihm benutzt wird. Das Amharische hat sich als lebende 
Sprache weiter entwickelt und verdrängt fortdauernd die übrigen 
Sprachen Habessiniens, semitische wie nichtsemitische. 

Eb zeichnet sich dasselbe durch die vöUige Degeneration der Hauchlaute aus. 
Amh. 'atä ist gleich Ge'ez hate'a d. i. MOt^.^) 

Li ihrer ursprünglichen Heimath hat jedoch die Geezsprache 
nicht verdrängt werden können. Dort haben sich aus ihr zwei 
Sprösslinge entwickelt: 1) das Tigre, 2) das Tigriha}) 

B. Der nordsemitische Ast. 

I. Entschieden zu den nordsemitischen Sprachen gehört wegen 5 
seines lautlichen Characters das Assyrisch- Babylonische d. h. die 
Sprache der Keilschrift dritter Gattung der dreisprachigen Achäme- 
nideninschriften und der ninivitischen und babylonischen Keilschrift- 
tafeln. 

Die Entzifferung der an erster SteUe genannten Art gelang erst, nachdem 
die beiden ersten Arten durch WesUrgaard^ Chr. Laasenf E, Bumaufj Henry Baw- 

1) A. VtUaiamn, Qrammatik der Aetbiopischen Sprache. Leipzig 1857. %^. 
2 lamberg^ Grammar of the Amharic language. London 1842. 80. 
3) F. PraetariuSf Grammatik der Tigiinasprache. Halle 1872 u. in Z. O. M. O. 
XXVm, S. 437 ff. 



6 Einleitung. 

Hnson, Nonris auf Grund der von Q, F, Orotefend 1 802 gelesenen Namen des DariiM, 
Xerxes u. Hystaspeth erklärt worden waren, dem Scharfsinne Senry RcaoliiMon^B 
u. Julius OpperVa durch Yergleichung mit den beiden übrigen Texten. Auf der 
Basis der Entzifferung der dreisprachigen Achämenideninschriften ruht dann 
auch die Entzifferung der einsprachigen babylonischen und ninivitischen In- 
schriften. Um dieselben haben sich in neuerer Zeit ausser den obengenannten 
beiden Gelehrten verdient gemacht Ed, Sincks, E, Narris, F, de Sauicy, BoUa, 
Layard, Minant, O. 8mUh, Eberhard Schröder.^) 

Dem Assyrisch-Babylonischen sind eigenthümlich folgende Spracherscheinungen. 
Anlautendes ursprüngliches Waw verwandelt es nicht wie die übrigen nordsemiti- 
schen Sprachen in *^, sondern in K, h gibt es vielfach auf, das Perf^ct ist fast ganz 
aus der Sprache geschwunden. Mit dem Aramäischen theilt es die Bildung der 
Patronymica und Gentilicia auf ai statt % mit demAethiopischenPlurale auf än,^) 
Die Sprache zeigt sich auf den ältesten Inschriften schon in stark decomponirter 
Form, der Yocalismus spottet aller Begeln, so dass sich die Yermuthung auf- 
drängt, es möchte dieser semitische Dialect die Sprache einer Assyrien und Baby- 
lonien beherrschenden Minderheit gewesen und schon frühe auf enge Elreise be- 
schränkt gewesen sein.^) 

6 a II. Am wichtigsten unter allen semitischen Sprachen ist für das 
Verständniss des Hebräischen der aramäische Sprachzweig. ^ Er ist 
der in der lautlichen Vereinfachung am weitesten fortgeschrittene. 
Deshalb fallen in ihm vielfach Formen zusammen, welche die anderen 
semitischen Sprachen noch auseinander halten. Doch haben auch 
die aramäischen Dialecte vieles altsemitische Sprachgut erhalten. 

1. Einem hebräischen, im Arabischen durch aspiiirte Stummlaute ver- 
tretenen, Zischlaute entspricht im Aramäischen der betr. Stummlaut. Die 
häufigsten Lautverschiebungen zeigt diese Tabelle 
Arab. ^, D, z^) hebr. :c aram. O 

n «Jj, b, th » TÖ „ r» 

„ >, T , dh 7, t n \ sehr selten t 
„ ^, 2C, d „ :L „ theils 2C theils 9. 

1) Q. F, Qrottfend, Praevia de cuneatis quas vocant inscriptionibus Persepolitanis 
legendis et explicandis relaüo. Göttingae 1802. 

2) Ueber die Geschichte der Entzifferung dieser « Inschriften vergl. /. Oppert, 
Expedition en M^potamie. t. II. Paris 1859. Eberh, Schrader in Z. D. M. G. XXIII, 
S. 337 ff. 

9) /. Oppertf £l6ment8 de la Grammaire Assyrienne in Journal Adatique 5® s^rie 
t. XV, S. 97 ff. 338 ff. und Paris 1860. 2'' ed. Paris 1868. E, Schröder in Z. D. M. G. 
XXVI, S. 1 ff. 

4) A»vonOutsehmidt Neue Beiträge zur Geschichte des alten Orients. Leipzig 1876. S. 17. 

^) Th. mideke in Z. D. M. G. XXY, S. 113 u. Schenkel B. L. I, S. 229 ff. 

6) Diese arabischen Laute werden im weiteren Verlaufe als semitisch gesetzt, weil 
die entsprechenden Laute der verwandten Sprachen sich auf sie zurückführen lassen. 
Damit soll jedoch weder behauptet werden, dass alle sem. Sprachen diese Laute 
einmal zu gleicher Zeit besessen hätten, noch soll über den Ursprung dieser Laute 
u.*den Hergang der Lautverschiebung ein Urtheil abgegeben werden. Eine Ver- 
muthung hierüber a, hei JP, de Lagiarde, Symmicta. Göttingen 1877. S. 122, Anm. 1. 



Die westaramäisohen Dialecte. 7 

Die lautliohe Becomporition und die mit ihr verbimdene Fonnenreduoirang 
bedingen Ersatz durch syntaktische Umschreibung. Hieraus erklärt sich der 
weitläufige, schleppende und einförmige Satzbau der aramäischen Dialecte. 

2. Mit dem Hebräischen theilen die aramäischen Dialecte folgende wichtige 
Erscheinungen: 1) die Aspiration der Lippenstummlaute ^, &, der Zahn- tmd 
Zungenstummlaute *i, n und der GNkumenlaute y, 3 nach einem Yocale. 2) die 
Neigung das in geschlossener Sylbe stehende 3 der Wurzeln )'& in der Aus- 
sprache zu übergehen.^) 3) die Steigerung von i und u unter dem Einflüsse 
des Tones. 4) das Eindringen imperfectischer Yocale in die Perfecta der abge- 
leiteten Stämme. Hingegen unterscheiden sie sich vom Hebräischen durch die 
folgenden. 1) durch die Behandlung der Yortonsylbe. 2) die mehr oder weniger 
völlige Aufgabe der Passiva und die Ersetzung derselben durch Befleziva. 3) durch 
häufigere Yerdünnung von o zu ü, sowie die meisten aramäischen Dialecte 4) durch 
getreuere Erhaltung des ursemitischen ä. Im allgemeinen haben die im Hebräi- 
schen wirkenden Sprachtriebe viel durchgreifender eingegriffen. 

Die aramäischen Dialecte zerfallen, soweit wir sie bis jetzt über- b 
sehen können, in zwei Hauptgruppen: 

a) die westliche, oft blos aramäisch, 

b) die östliche, oft blos syrisch 

genannte. Die letztere unterscheidet sich von der ersteren und den 
übrigen semitischen Sprachen dadurch, dass in ihr die alte Bildung 
der 3. pers. Imperf. Masc. mit*) durch eine Neubildung mit ä, seltener 
mit b ersetzt worden ist. 

a) Die westaramäischen Dialecte. 

1. Ein westaramäischer Dialect liegt uns yor in der Sprache 7 a 
Aer palmyrenischen Inschriften.^) 

Von den übrigen .westaramäischen Dialecten, welche in dem alten Aram 
der Bibel gesprochen worden sind, ist uns keiner in alter Gestalt erhalten. Doch 
hat sich ein Best derselben in einem Dialecte erhalten, welcher jetzt noch in 
Mdimä und zwei benachbarten Dörfern gesprochen wird, aber im Begriffe ist 
auszusterben, üeber denselben haben in neuerer Zeit an Ort und Stelle 
Jid, Ferrette, Eug. Ftym u. A, Socin Beobachtungen angestellt. Namentlich ist es 
den letzteren gelungen Genaueres zu erfahren und Texte in ihm aufzuzeichnen'). 

Viel besser unterrichtet sind wir über diejenigen Formen, welche 
die westaramäischen Dialecte in den neuen Sitzen gewannen, welche 
sie seit der persischen Zeit nach Süden fortschreitend gewannen. Sie 
▼erdrängten das Hebräische und wohl auch manche arabische Dialecte 
gänzlich aus Palästina. Um Christi Zeit machte ihnen wohl nur 

1) Morgenländische Forschungen S. 177. 

^ M, de VoffiUf Syrie centrale. Inscriptions S6mitiques publi6s avec traduction et 
commentaire. Paris 1868. fol. H. Ewald in Gott Gel. Anz. 1869. 22. Sept. Oött. 
Nachr. 1869. 25. Aug. M. Ä. Levy in Z. D. M. G. XVm, S. 65 ff. S. 771 ff. XXHI, 
8. 282 ff. Th, mideke in Z. D. M. G. XXTY, S. 85 ff. u. A. 

>) J. FerreHe, in Journal of the Boyal Asiatic Society p. XX, S. 431 ff. Th. Nöl- 
dekeinZ» D, M. G. XXI, S. 183 ff. XXIY, S. 230. 



8 Einleitang. 

noch das Griechische hie und da den Besitz streitig. Solche pa- 
läsiinensisch-aramäische oder südwest-aramäische Dialecte sind 

b 2. das Samaritanische, erhalten in einer Pentateuchübersetzung, 
in Gebeten und Liedern.^) 

3. die Sprache, in welcher Ezra 4, 8 — 6, 18. 7, 12 — 26. Dan. 
2, 4 — 7j 28 abgefasst sind. Es ist dieselbe Sprache, welche vielfach 
chaldäisch genannt wird. 

Entstanden ist diese Benennung daraus, dass der Verfasser des Buches Daniel 
2| 4 die chaldäischen Weisen auf H'TQ'ii^ zum Könige Kebucadnezar reden 
lässt. Seitdem man aber weiss, dass dieses Buch nicht im ExU in Babylonieui 
sondern um 167 in Palästina verfasst ist, und seitdem es femer feststeht, dass 
die Chaldäer nicht aramäisch geredet, muss diese Bezeichnung als falsch und 
irreführend verworfen werden. 

4. Eine etwas jüngere Form dieser Sprache liegt vor in den 
Targümim, d. h. den jüdischen Bibelübersetzungen. 

Als das Volk nicht mehr hebräisch verstand, musste man ihm die verlesenen 
Schriftstücke in der aramäischen Sprache verdollmetschen. Es geschah das 
von eigens dazu bestellten Männern, den 'j'^^iak'ira. Deren Uebersetzung pflanzte 
sich zunächst mündlich fort und wurde erst ziemlich spät schriftlich fixirt 
und dabei einer mehr oder minder durchgreifenden Bedaction unterworfen. 
Die Bedaction der wichtigsten Targumim, nämlich des Onkelos zum Pentateuch 
und des Jonathan zu den Propheten geschah zwar in Babylonien, aber der 
wesentlich palästinische Character ihrer Sprache ist dadurch nicht verwischt 
worden.*) 

5. Eine noch jüngere Form dieses Aramäisch-Palästinischen liegt 
vor in einer im Jahre 1030 geschriebenen Handschrift einer Evan- 
gelienübersetzung und anderen Fragmenten.') 

6. Dieser Gruppe gehört endlich der aramäische Dialect an, 
dessen sich die arabischen Stämme der Nabatäer als Verkehrs* 
spräche bedienten, welche seit dem 2. Jahrhundert bis zu Trajan 
über das Ostjordanland vom Hauran bis zum älanitischen Meer- 
busen herrschten. Allmählich gaben sie wohl ihre arabische Mutter- 
sprache gegen dieses Idiom ganz auf. Inschriften derselben haben 
sich in Haurarij um Petra, in den Pässen zum 5mat^ ja auch anderwärts 
wie in Saida und Puteoli gefunden. Ausserdem hat man eine grosse 
Anzahl nabatäischer Münzen mit Legenden.^) Von diesen Inschriften 

1) JUdemann, institutiones Samaritanae. Lipsiae 1837. 80. Th. Nöldeke in Qeiger^ 
Jüdische Zeitschrift für Wissensch. u. Leben. Bd. 6. 1868. S. 205—214. 

2) Em, SchüreTf Lehrbuch der n. t. Zeitgpeschichte. Leipzig 1874. S. 475 ff. 

3) Evangeliarium Hierosolymitanum etc. ed. Fr, Miniaeäleki Bruuo, To. L II. 
Verona 1861. 64. 40. Landj Aneodota Syriaca I. Th, Nöldeke in Z. D. M. G. XXII, 
8. 443 ff. 

4) Et. Quatrem^e in Joum. Asiat. 1835. M. A. Leoy in Z. D. M. G. XIY, S. 363 ff 
XVn, 8. 88 ff. E. Meier, ebenda XVH, 8. 575 ff. Th. Mldeke, ebenda XVn, 703 ff. u. A. 



Die oBtaramäifichen Dialecte. 9 

wurden zuerst die sinaitischen eingehend behandelt. Da die in den- 
selben vorkommenden Eigennamen arabisch sind, so hat man sie 
mehrfach für arabisch gehalten.^) 

Auf solche aramäische Dialecte heziehen sich die Angaben des K. T. über 
die Verschiedenheit der galiläischen von der judftischen Aussprache ICatth. 26, 
73. Act. 2, 7. Im Talmud werden einige dieser Unterschiede angegeben. 

b) Die oslanimälscheii Dialecte. 

Auch das Ostaramäische hat sich in eine grössere Anzahl einzelner 8 
Dialecte gespalten. Unter diesen, wie unter allen aramäischen, hat 
die grösste Bedeutung für uns gewonnen: 

1. der Dialect von Edessa oder Urhäi, denn dieser ist die Literatur- a 
spräche aller griechischen Syrer geworden und wird deshalb geradezu 
„syrisch« genannt. 

Wir kennen ihn in einer doppelten Aussprache, der östlichen und der tDeatliehen, 
nach welcher man sich bis in die neuere Zeit in Europa gerichtet hat. Die letz- 
tere ist yertreten durch die sogenannten griechischen Yocalzeichen. Sie trübt ä 
zu d» senkt o zu ü^ erhält aber die Diphthongen au und ai. Das Syrische 
ist durch das Arabische allmählig aus seinen Territorien yerdrängt worden. 
Jetxt ist der Dialect von Edessa erloschen. 

2. Nach Zerstörung des babylonischen Reiches gewannen aramäi- b 
sehe Stämme die Territorien desselben. Von den dort gesprochenen 
Dialecten kennen wir zwei: a) die Sprache des oberen Babyloniens 
ist uns erhalten im babylonischen Talmud.^) 

b) die des unteren Babyloniens in den heiligen Schriften der 
Mandäer, welche man fälschlich auch Zabier oder Johannisjünger 
nennt. Die spärlichen Reste derselben wohnen in den Sumpfgegenden 
im Gebiete von Wäsit und Basra und im benachbarten Chüzistän. 
Die Eenntniss ihrer einstigen Sprache haben sie fast ganz verloren.') 

3. Altaramäisches Sprachgebiet sind jedoch die Gegenden am ^ 
oberen Tigris. Dort in Tttr Ub^din hat sich bis auf unsere Tage ein 
ostaramäischer Dialect erhalten und ist von *A, Socin und E. Prym 
näher beobachtet worden.^) 

Kach dem Letzteren a. a. 0. werden die Consonanten in ihm deutlich unter- 
schieden, ä wird dumpf (d) gesprochen! im Yerb wie Nomen haben umfangreiche 



t) 8o namentlich Fr, Tuch in Z. D. M. G. UI, S. 129 ff. O. Blau ebenda, XYI, 
8. 331 ft 

>) LuMtatto^ S. D. Grammatik der bibhsch-chaldäischen Sprache n. d. Idioms des 
Thahnnd Babli Aus dem Ital. von M, 8, Krüger, Breslau 1873. 

s) Th. mideke, Mandäische Grammatik. HaUe 1875. 

«) JSL Jhym m Z. D. M. G. XXY. S. 651 ff. 



10 Eiiileitang. 

Neubildungen Platz gegriffen. Bas alte Perfect und Imperfect sind geschwanden 
und durch Neubildungen yom Partioip aus ersetzt worden. Ein nach Numerus 
u. (}enu8 verschiedener Artikel hat sich gebildet. 

d 4. Viel genauer kennen wir die Sprache der nestorianischen 
Christen am Urmiasee, welche gewöhnlich geradezu die neusyrische 
genannt wird. 

Dieser Ausdruck kann leicht dahin missyerstanden werden, als wäre dieser 
Bialect eine Weiterbildung der syrischen Schriftsprache, was nicht der Fall ist. 
In ihm liegt die Weiterbildung eines dem Edessenischen verwanden altsyrischen 
Dialectes vor. Carsten Niehuhr^) brachte von seiner Beise die Kunde mit, dass ein 
aramäischer Bialect sich in der Gegend von Mosul erhalten habe. Diese wmrde aber 
ungläubig aufgenommen, wiewohl andere Beisende sie bestätigten, bis die ameri- 
canischen Missionare ^/»fi^mt^A u.^. G. O.Dwiffht bei ihren Versuchen, die Nesto- 
rianer am Urmiasee in dasGtebiet der Mission zuziehen, dort eine syrischredende 
Bevölkerung vorfanden.^) Diese nestorianischen Christen, welche in Kurdistan 
und am Urmiasee zerstreut unter Kurden, Türken u. Persem, etwa 150000 Seelen 
stark wohnen, bedienen sich verschiedener Dialecte. Den Bemühungen der 
americanischen Missionare ist es gelungen den Dialect von Urmia zur Schxift- 
sprache zu machen. Die altsemitischen Laute sind im Dialect von Urmia viel- 
fach geschwächt und abgeschliffen, eine Menge alter Formen, so das alte Perfect 
und Imperfect sind verloren gegangen und durch Neubildungen ersetzt worden. 
Daneben haben sich alte Formen erhalten, welche das Edessenische schon nicht 
mehr hat, so ein Passivpartioip im Pael und Afel.^) 

e 5. Jener von Niebuhr in der Umgegend von Mosul entdeckte 
neusyrische Dialect hält nach den Bobachtungen A. Socin's die Mitte 
zwischen denen von Tür ^Alfdin und Urmia,^) 

9 a III. Die südlichsten der nordsemitischen Sprachen gehören dem 
kananäischen Sprachzweige an. Derselbe zerfiel wahrscheinlich in 
zahlreiche Dialecte. Schriftsprachen sind davon unseres Wissens 
nur zwei geworden: 

ä) das Phönicische, gesprochen in den Eüstenstädten von Palästina 
und deren Territorien, vielleicht auch in Hamath, ferner in den 
phönicischen Golonien in Asien, Europa und Africa. Erhalten ist 
es in zahlreichen Inschriften. 

Beit den Zeiten Alezanders d. Grossen wurde es im Mutterlande durch Ara- 
mäisch und Griechisch allmählich verdrängt. Geringe Beste erhalten sich aller- 



1) Beisebeschreibung nach Arabien Th. 2. Kopenhagen 1778. 40. 8. 352. Th« 3. 
ebenda 1837. 8. 193. 

3) Eli Smithf Besearches of the Bev. E. Smith and Bev. H. G. O. Bwight in 
Armenia. Boston 1833. 2 Thle. 8^. E, Södiger in Z. f. K. d. M. 11, 8. 77 ff. 

3) Stöddard, Grammar of the modern Syriac langnage, as spoken in Oroomiah, 
Persia and in Koordistan in Journal of the Americ, Orient, Society, P. V. Th. UMdeke^ 
Grammatik der neusyrischen Sprache am Urmiasee u. in Kurdistan. Leipzig 1868. 

1) E, Prym in Z. D. M. G. XXV, 8. 665. 



Die hebrSischen Dialeote. 11 

ding« bin ins 3. Jahrh. nach Ohriatna. Zu Hieronymns Zeiten war es erloschen. 
Viel langer erhielt es sich in Africa im allgemeinen Gtebrauche. Doch nnter- 
schied sich das Fhönioische der aCricanischen Colonien wohl schon früh Ton dem 
des Mutterlandes. Allmählich bildete sich in den erstem ein neuer Bialect, das 
NeupuniKhe, Ihn kennzeichnet Aufgabe der Hauchlaute und sonstige lautliche 
Vereinfachung. Erhalten ist das Neupuni8che in Inschriften und in den pu- 
nischen Stellen des plautinischen Fönulua Y, 1—3. Bas Neupunische wurde erst 
durch das Arabische yerdrfingt. 

b) das Hebräische, Es theilt mit dem Phönicischen im AUge-b 
meinen den gleichen Wortschatz, die gleichen Laute und Tongesetze 
und viele characteristische Bildungen im Nomen wie Yerbum. Beide 
und neben ihnen keine andere semitische Sprache haben das sogen. 
Waw consecutivum. Das Phönicische unterscheidet sich jedoch von 
ihm 1) durch fortgeschrittenere Entwickelung des Yocalismus, 2) ab- 
weichende Bildung des Suffixes der 3. Pers. Sing. Masc, 3) Ab- 
weichungen im Sprachgebrauche, z. B. ipö für n^n u. A.^) 

Auch das Hebräische ist sicher von den verschiedenen hebräischen 10 a 
Stämmen in verschiedenen Dialecten geredet worden. Gleichwohl 
trägt die Schriftsprache einen ziemlich einheitlichen Gharacter. Wir 
haben nur eine Notiz im A. T. über einen Stammesdialect, über den 
von Ephraim. Nach Jud. 12, 6 haben die Ephraimiten statt tnVlsitp 
gesprochen nblap. Da es sich bei der Aussprache dieses Wortes um 
Leben oder Tod handelte, so ist anzunehmen, dass dieselben den 
Laut überhaupt nicht sprechen konnten. Hätten sie ihn nur in 
diesem Worte nicht gesprochen, so wäre es leicht gewesen, sich der 
Aussprache der fragenden Furthwächter anzupassen. Somit war die 
in vielen semitischen Sprachen sich findende Neigung, tJ zu d zu ver- 
einfachen, in ihrem Dialecte durchgedrungen. Schrieben die Ephrai- 
miten aber noch das alte Zeichen t9, so musste in diesem Puncte ein 
in Ephraim geschriebenes Buch von einem in einem anderen, das lö 
sprechenden Stamme, geschriebenen keine sichtbare Abweichung 
bieten. In wiefern sich sonst der Dialect von der Sprache des A. T. 
unterschied, wissen wir nicht. Ueberhaupt können wir bei den 
Schicksalen, welche die a. t. Schriften im Laufe ihrer Ueberlieferung 
gehabt haben, nicht erwarten, in ihnen dialectische Unterschiede in 
grösserer Anzahl erhalten zu finden. Nur im Wortschatze werden 
sich solche sicherer erhalten haben. Nach dieser Seite hin macht 



>) P. Schr^ätTj die phönicische Sprache. Entwarf einer Grammatik nebst Sprach- u. 
Schriftproben. Halle 1869. 80. u. die Abh. d. Yeif.: Erneute PrüAing des zwischen 
dem PhöDicischen n. Hehriüschen bestehenden Verwandtschaftsgrades in Morg9Mndi$eht 
Fonekun^m. Leipzig 1875. S. 167 ff. 



12 Einleitung. 

aber wieder der geringe Umfang der hebräischen Literatur es un- 
möglich, sichere Besultate zu gewinnen. Zudem kann es rein zu- 
fällig sein, dass ein Wort sich überhaupt nur an bestimmtem Orte 
oder an einem solchen nur in einer bestimmten Bedeutung erhalten 
hat. Doch sieht man aus den im Nordreiche geschriebenen Büchern, 
dass die nördlichen Stämme in ihrem Sprachschatze yiele in der 
Schriftsprache nicht gebräuchliche Wörter erhalten hatten und 
namentlich mehrere auch im Aramäischen sich findende Wörter 
gebrauchten. ^) 

Das letztere erklärt sloh auB der geographischen Naohbarsohaft. Wo immer 
zwei semitische Dialecte aufeinanderstossen, theilen sie, auch wemi sie yerschie- 
denen Gruppen angehören, einzelne grammatische Erscheinungen. So die West- 
aramäischen mit dem Hebräischen die Formen des Imperfects auf*) — vor Suffixen, 
das Hebräische mit dem Arabischen den Artikel u. s. w. Hieraus lassen sich 
Schlüsse auf die Oenesis der Zerklüftung der semitischen Sprachen in einzelne 
Dialecte ziehen. Die a. t. Exegeten nennen Wörter und Wendungen, welche 
das Hebräische mit dem Aramäischen theilt, Aramaismen, Man darf diesen Aus- 
druck nicht so verstehen, als lägen hier Entlehnungen aus dem Aramäischen vor. 

Den Sprachgebrauch der Nordstämme finden wir wieder im 
Liede der Debora, im Hohenliede, in geringerem Maasse bei Hosea 
und bei B im Pentateuch. Denn auf die letzteren wirkten die übrigen 
prophetischen und geschichtlichen Bücher ein. Diesem nördlichen 
Sprachgebrauche lässt sich zuweisen der Gebrauch des Belativs .^; 
T? statt "MOtfi; HD^K in der Bedeutung 'wo' für nb*»Ä nur H. L. 1, 7; 
ym ^Künstler' H. L. 7, 2; M!? 'laut schreien' Ri. ö", 28; btp 'Wand' 
hVl. 2, 9; irio 'Winter' H. L' 2, 11; föp 'springen' H. L. 2, 8; nnn 
'Schrecken' Hos. 13, 1; D'^satJ 'Trümmer' Hos. 8, 6. 

Ebenso hat das Buch Hiob einen sehr eigenthümlichen Sprach- 
gebrauch. Vieles mag sich wohl aus der Originalität und Gewalt 
des Dichters über die Sprache erklären. Aber die merkwürdige 
Erscheinung, dass sein Sprachgebrauch sowohl an das Aramäische 
als das Arabische anstreift, erklärt sich nur genügend, wenn er ent- 
fernt von dem Mittelpunkte national jüdischen Lebens in einem 
Territorium schrieb, in dessen Nähe arabische wie aramäische 
Stämme wohnten und dessen Volkssprache demgemäss Anklänge an 
diese bot. Solche eigenthümliche Worte sind D*»D*»bn 'Füsse' 29, 6. ih, 
'Schoss' 31, 33. thri 'alt' 12, 12 u. ö.; nb in der Bed. ^Vermögen' 
6, 22; b'^l? 'Kind' 19, 18. 21, 11; n>p 'springen' 6, 10 u. A. An ara- 
mäischen Gebrauch erinnern ^ä'^tatSS 18, 3 'wir sind unrein' für ^SMtttaa; 
^3? 30, 8 von KDJ für HD:; nr;te 'Zeuge' für n? 16, 19; ito 'Hungers- 

1) S. die Commentare su Hiob und J, Barth, Beiträge zur ErldSrung des Buches 
Job. Leipzig 1876. 4». 



Moabi tisch. 13 

noth* 5, 22 für ir^. An arabischen erinnern: thna *Hanfe' 21, 32; 
tDttg 'packen' 16, V. 22, 16; pnj 'schrein' 6, 5. 30, 7 für pKJ 24, 12; 
nnö 'Schenkel' 40, 17. ' 

Um so wichtiger war es, dass im Jahre 1868 eine moabitische H 
Inschrift anfgefnnden wurde, aus welcher sich ergibt, dass die 
Sprache der Moabiter, in welchen ja die hebräische Sage eine Ab- 
zweigung der abrahamischen Einwanderung sieht, ein hebräischer 
Dialect ist. 

Sie schildert die Thaten des dibönitischen Stammfürsten and Königs yon 
Moab M^sa' y&^TQ, welcher im 9. Jahrb. als Zeitgenosse des Ahab und Joram 
lebte und über den auch 2 Kön. 3 uns Kachrichten erhalten sind.^) 

Hier finden sich nun auch einzelne grammatische Abweichungen. So geht der 
Plural und Dual auf )— aus 'pr^V d.i.flb^V9farfi^l^ 30 Z.2; "{yn^KiO Z.8; "{Vhan 
50 Z. 28; fbt^ 1000 ^'^t)» vieUeicht aber*Q'f&h$ 'Häuptlinge' Z. 16; doch Z. 21 
DTP^; pn l»^ d. i. 0*^3^' ^D*^; Z. 5. Und ini Duale: fr^'Hp für Wf^J? Z. 10. 

inrra 200 z. 20-, yk^^ d. i. ta'Tibasi z. 30 ; fr\*\n z. 31 d. i. D'iiSi'n; aber*D*ira ^ 

bis Mittag Z. 15. Das Jahr heisst nicht h3^, sondern wie bei den PhÖniciem 
ntb Z. 3. 4., überhaupt geht wie bei diesen das Feminin auf T\ aus T\'irxä 'Morgen- 
röthe' Z. 15 für •inti; r\KT noin Z. 3 'diese Höhe'; nbbo Z. 26 'Strasse'. Nurhmp 
scheint eine Ausnahme zu machen. Der Diphthong ai scheint durchgreifender 
als im Hebräischen contrahirt worden zu sein, denn Z. 15 steht Tihh^ d. i. h^^ba 
für Mb^A. Die hauptsächlichste Abweichung findet bei der Bildung der Reflexiv- 
Stämmen statte von denen sich zwei verschiedene auf der Inschrift fanden. Beide 
haben nicht hebräischen, sondern vollkommen arabischen Typus. Der eine ist 
CpKn Z. 5 'er zürnte'. Dies steht an der SteUe eines hebräischen Hithpael. Es bildet 
sonach das Moabitische vom Pi'el das Beflexiv durch Yorsetzung von n, wie es 



1) Sie wurde gefunden in den Buinen von Dibän, d. h. der früher gaditischen, 
MjpSAer moabitischen Stadt p*^'^, der Heimath Mesas. Dort sah sie im August 1868 
der deutsche Prediger KUm, welcher darüber dem damaligen norddeutschen Oonsulate 
EU Jerusalem Mittheflung machte. Dieses gab sich aUe Mühe, die Inschrift für das 
Berliner Museum zu erwerben, und es gelang demselben schliesslich im October 1869 
durch Yermittelung eines Arabers mit den Berti Hamide y den Eigenthümem des 
Steines, einen Kanfoontract abzuschliessen. Der Stein war somit deutsches Elgenthum. 
Allein der Ablieferung des Steines steUten sich allexhand Hindemisse entgegen, zu 
deren Einebnung nicht gerade beitrug, dass man sich damals auch französischer Seits 
am den Stein bemühte. Das norddeutsche Gonsulat hatte früher den Fehler be- 
gangen, die Intervention der türkischen Behörden anzurufen. Als sich in Folge dessen 
der Pascha von Nablus, den Beni Hamide besonders verfeindet, in den Handel mischte, 
zersprengten diese den Stein, indem sie ihn glühend machten und dann kaltes Wasser 
auf ihn gössen. Schon vorher war es dem damaligen französischen Gonsulatsbeamten 
CUrmont'Oanneau gelungen, sich einen, wenngleich mangelhaften, Abklatsch der In- 
schrift SU verschaffen. Nachdem der Stein gesprengt war, gelang es Oanneau die 
Brachstocke zu erwerben. Jetzt steht die Inschrift Mesas im Louvre. Ch. CUrmonU 
QiKKMau, la stdle de Dhiban. Paris 1870. 40. TK Nbldeke^ die Inschrift des Königs 
Mesa von Moab. Kiel 1870. 8^. Const, ScMottmann, die Siegessäule Mesas. HaUe 1870 
u. Z. D.M. G. XXIY, S. 253 ff. 438 ff. 645 ff. XXV, S. 463 ff. von Niemeyer, ebenda 
XXX, 8. 325 f. H, Petermatm, ebenda XXIY, S. 640 iL Ätkenaetm, 16. Dec 1876. 



14 Einleitung. 

das Arabische im Y. Stamme thnt (fakattala). Die andere Form btlh^MI 'ich 
kämpfte' Z. 11. 15, mann^hs 'bei seinem Kämpfen' Z. 19; tirmVi 'kämpfe' Z. 32 
ist wahrscheinlich vom einfachen Stamme aus durch Vorsatz yon riTi gebildet 
worden, eine Bildung, welche im Hebräischen bis auf ganz geringe Beste ausge- 
storben ist. Aber abweichend von Hebräischen fügt das Moabitische wie das 
Arabische das reflexive T hinter dem ersten Wurzellaut ein (Yin. Stamm 
iktatala). Eine besondere alterthümliche , arabisohähnliche Form ist endlich 
ia9K, das ist wahrscheinlich 'ich will bedrücken' Z. 6 mit Beibehaltung des ur- 
sprünglichen 1, welches im Hebr. schon zu ^ geworden ist. 

Im Sprachgebrauche ist das Moabitische kaum mehr vom gewöhnlichen Hebrä- 
isch verschieden als etwa Hiob oder das H. L. Es theilt mit dem Hebräischen 
eine Menge oharacteristischer Wörter tvs9 'thun' Z. 8. 24. yypü inmitten Z. 24. 
9Q3n d. i. T^Üiti 'retten' Z. 6. So &A 'auch' Z. 6; n titXi 'etwas mit Lust an- 
sehen' Z. 7; xi^"^ 'in Besitz nehmen' Z. 7; A'Vl 'tödten' Z. 11. 16; ^:ish vor Z. 13. 18; 
D^ins 'Mittag' und hWa *nachts' Z. 15; tf^nti »bannen' Z. 17; mm ^3 'die Opfer- 
geräthe Jahwes' Z. 18; «ha 'vertreiben' Z. 19; n^D» 'Strasse' Z. 26; tKPiää^ 
'Gehorsam* Z. 28. Doch finden sich im Sprachgebrauche auch Unterschiede. 
Z. 6 findet sich ^bn in der arabischen Bed. '(auf dem Throne) nachfolgen.' 
Eine Stadt nehmen heisst nicht ^\ sondern ThK Z. 11. 14. 15. 20. Als Synonym 
zu *^av 'meine Hasser' findet sich Z. 4 "pim also für ti'^n'JM. Die Gaditen heissen 
Z. 10 nicht *ia "^3^, sondern *ia tt^M. Das Wasser endlich heisst nicht Q'^s, sondern 
rra im Namen ro^ hs Z. 8. 

In syntaktischer Beziehung zeigt das Moabitische dieser Inschrift im Ge- 
brauche von Waw consecuHvum und seiner Verknüpfung mit dem verkürzten 
Imperfect eine merkwürdige üebereinstimmung mit dem Hebräischen. V9K*) 'ich 
machte' Z. 3; pKI Ich baute' Z. 9; niDKl 'ich nahm gefangen' Z. 12; u. ebenso 
npM*t Ich nahm' Z. 20. Unhebräisch aber ist ^^ Z. 4 als Anknüpfung an ein 
vorhergehendes ^^. Hier genügt im Hebr. 1. Endlich unterscheidet sich das 
Moab. vom Hebr. durch die NichtVerknüpfung des Artikels mit dem Fürwort 
der dritten Person nMT n&nh 'diese Höhe' Z. 3, nicht T\VM}, wie ein Hebräer 
schreiben würde. Diese Verknüpfung kennt von allen sem. Sprachen aber nur 
das Hebräische. 

Seit April 1872 tauchten in Jerusalem eine Menge mit In- 
schriften versehener Thonwaaren auf, welche in Moab gefunden sein 
sollten. Ein grosser Theil davon ist aus dem Dispositionsfond des 
Preussischen Gultusministeriums angekauft worden und findet sich 
zu Berlin. Aller Wahrscheinlichkeit nach sind jedoch diese Thon- 
waaren moderne Fälschungen.^) 

1) Für die Aechtheit: Const. SehloUmann in Z. D. H. G. XXYI, S. 393 ff. 
786 ff. 816 f. XXYn, S. 135 t XXVHI, S. 171 ff. Beilage zar Augsb. Allg. Zeit 
6. u. 9. Febr. 1877. Ad. Koch, Moabitisch oder Selimisch. Stuttgart 1876. H, Weser 
Z. D. M. G. XXYI, B. 722 ff. XXVHI, 8. 460 ff. Mittheilungen des Veieins für 
Erdkunde zu Leipzig 1872. Leipzig 1873. S. 57 ff. — G^en die Aechtheit: A. ßoein 
in Z. D. M. G. XXVII, S. 133 ft Beilage zur A. A. Z., 22. Febr. 1877. E. Kautteeh 
n. A. Soein, die Aechtheit der moab. Alterthümer geprüft. Btrassbnrg 1876. E, Kauitaehf 
Beilage zur A. A. Z. 11. Juli 1876. 



Charakteristik der sein. Spracben. 15 

Alle diese in § 2 — 11 gekennzeichneten Sprachen bilden eine I2a 
streng geschlossene, einheitliche Sprachfamilie, die sich durch be- 
stimmte Gesetze nnd Merkmale von allen übrigen menschlichen 
Sprachen auf das schärfste scheidet. Unter diesen Eigenthümlich- 
keiten der semitischen Sprachen sind als die wichtigsten folgende 
namhaft zu machen: 

1) Alle flexionsfähigen Wurzeln sind oder gelten wenigstens für die 
Flexion als mindestens dreilautig. Die Dreilautigkeit ist die Regel. 
Die nur in ganz unvollkommener Weise flexionsfähigen Deutewurzeln 
sind Yon diesem Gesetze ausgenommen. Sie sind ein sehr alterthüm- 
licher Theil der Sprache. Sie und yiele Begriffswurzeln, welche sich 
nur schwer der gewöhnlichen Abbeugung fügen und ganz deutlich 
die Zeichen ihrer Entstehung aus zweilautigen Wurzeln an sich 
tragen, weisen uns auf eine ältere Periode der Sprache hin, in welcher 
das Gesetz der Dreilautigkeit noch nicht bestand. 

Kan darf das nicht so Tentehen, als habe es damals überhaupt keine drei- 
lautigen Wurzeln gegeben. An vielen dreilautigen Wurzeln scheitert der Yer^ 
such sie auf zweilautige zurückzuführen. In jener Sprachperiode nahmen wohl 
die dreilautigen Wurzeln neben den zweilautigen der Zahl nach dieselbe Stelle 
ein, wie jetzt die mehrlautigen neben den dreilautigen. Allmählich wuchs ihre 
Zahl, indem zweilautige durch Lautyermehrung auf die Stufe dreier Laute ge- 
bracht wurden, bis schliesslich die dreilautigen die Mehrzahl bildeten und nun 
sich die noch übrigen zweilautigen dieser Flexion fügten. Das jetzige System 
der Nominalbildung wie der Yerbalflezion kann in seinen Ghrundtypen — aber 
nur in diesen — sehr wohl älter sein, als das Gesetz der Dreilautigkeit. 

Aus diesem Gesetze der Dreilautigkeit ergibt sich, dass die Ver- 
bindung eines Gonsonanten und eines Yocales nicht zur Bildung 
einer yoUkommen flexionsfähigen Wurzel genügt, wie z. B. in den 
indogermanischen und den tatarischen Sprachen. Z. B. i. g. as 
'sein', da 'geben'; türk. ko-mak 'stellen' u. s. w. 

2) Die Stellung des Vocales innerhalb der Wurzel trägt nichts b 
zur Bedeutung der Wurzel aus, 

3) Die Verschiedenheit der Vocale innerhalb der drei Wurzel- 
consonanten bedingt nicht Verschiedenheit der Bedeutung der Wurzel. 
Wurzeln mit so verschiedener Bedeutung wie haben, heben; laben, 
leben, lieben, loben; Last, List, Lust können in keiner semitischen 
Sprache neben einander stehen. 

4) Da somit die Bedeutung der Wurzel an der Consonantengruppe 
haftet, so ist consonantischer Wandel nur in sehr engen Grenzen 
möglich. Die einzelnen Ableitungen der Wurzeln können daher in 
den verschiedenen semitischen Sprachen einander nicht so unäbnlich 
werden, als das z. B. im Indogermanischen der Fall ist; z. B. ei[AC 
für Io[a(, skr. asmi, lat. sum für es-um, goth. im für is-m. Dagegen 



16 Einleitung. 

bedient sich das Semitische in ausgedehntester Weise des Vocal- 
wandels, um damit die* feineren Nuancirungen der Bedeutung 
sinnenfällig zu machen, welche dem Worte im unterschiede zur 
Wurzel wie zu anderen Wörtern eignen. So kennzeichnen im Perfect 
a-Yocale das transitive Actiyum, a in Verbindung mit t oder u das 
intransitive, u mit t oder a das Passivum. Ebenso wird das Imper- 
fect durch einen vom Yocale des Perfects verschiedenen Yocal ge- 
kennzeichnet. Hieraus erklärt es sich, dass auch die Möglichkeii 
des mechanischen Wandels der Vocäle eine sehr beschränkte ist und 
Präfixe und Suffixe viel mehr trifft als die Wurzel. Infolge dessen 
unterscheiden sich die semitischen Sprachen in grammatischen 
Dingen kaum mehr von einander, als etwa die germanischen oder 
slawischen. 

5) DacT Semitische hat eine Reihe eigenthümlicher anderen 
Sprachen fehlender Laute. Es sind die emphatischen Laute s, t3, p 
und "p. Neben s scheint einst noch ein i da, neben "p ein i Rain vor- 
banden gewesen zu sein. 

d 6) Die semitischen Sprachen haben zwar den Standpunkt der 
Agglutination überwunden und sind flectirende Sprachen geworden. 
Doch fehlt ihnen die Möglichkeit im Yerbum die Zeiten zu scheiden, 
in welche die Handlung fällt. Dafür ist die Unterscheidung, ob die 
Handlung vollendet und unvollendet, ein nicht gleichwerthiger Ersatz. 
Und die ziemlich durchgehende Unterscheidung der Geschlechter im 
Yerb ist, genau genommen, ein Luxus. Die Nominalflexion aber ist 
namentlich im Yergleiche mit den indogermanischen, den tatarischen 
und finnischen Sprachen sehr ärmlich. Die reichste der semitischen 
Sprachen, das Arabische, kennt nur drei Casus und kann auch diese 
nicht durchgehends durch die Form auseinanderhalten. 

e 7) Ein weiterer Mangel ist die Unmöglichkeit, durch Zusammen- 
fügung einer Präposition oder eines Nomen mit einem Yerb neue 
Yerba zu bilden. Hieraus erklären sich die überaus mannichf altigen, 
zum Theil sehr schroffen Bedeutungsübergänge in den semitischen 
Wurzeln. Es fehlt jedes äussere Zeichen für die Uebertragung einer 
allgemeinen Bedeutung auf etwas specielles, oder umgekehrt^ wie 
einer speciellen auf eine andere specielle, einer allgemeinen auf eine 
desgleichen. Ersetzt wird dieser Mangel ein wenig durch die Mög- 
lichkeit, in der Form der verschiedenen Yerbalstämme von einem 
Nomen neue Yerba {Verha denominata) herzuleiten, deren Begriff 
dann die speciellen des Nomen in sich enthält. 

13 Diese in § 2 — 11 aufgezählten Sprachen, welche man wegen der 
§ 12 a erwähnten Eigenthümlichkeit am bezeichnendsten TriliteraU 



Charakteristik der sem. Sprachen. 17 

^rochen nennen würde, pflegt man jetzt allgemein semitische zn 
nennen. Es ist das eine sehr junge Bezeichnung. Sie findet sich 
zuerst gedruckt in einem Aufsatze Aug. Ludw. Schlözer's Yon den 
Chaldäem, welcher 1781 im Repertorium für Bibl. u. Morgenland. 
Literatur erschienen ist. ^) Das Verdienst den Namen yerbreitet zu 
haben, hat Joh. Gottfr. Eichhorn, der auch die Erfindung des Namens 
für sich in Anspruch nimmt. ^) Früher benannte man den Sprach- 
stamm orientalisch. Die Benennung semitisch fusst darauf, dass, 
soweit man damals wusste, die nach Gen. 10, 21 ff. von Sem ab- 
stammenden Völker hebräischähnliche Sprachen redeten. Und dass 
auch die nach V. 6 hamitischen Phönicier eine solche redeten, 
erklärte man sich aus einem Sprachwechsel. Allein das letztere 
ist im höchsten Orade unwahrscheinlich. Und Gen. 10 gibt über- 
haupt blos geographische Notizen in genealogischem Gewände. 

Die einzelnen Völker werden lediglich nach geographischem Qesichtspunkte 
geordnet. Die nördlichen repräaentirt Japhet, die südlichen Harn, die der Mitte 
Sem« Die Phönicier, welche sich nach Sprache und Sitte als die nächsten Blats- 
verwandten der Hehräer auflweiseni stehen hei Harn, weil sie Tom Süden her, 
vom Persischen Meerhasen, eingewandert sind. Als südliche werden die gleich- 
fitUs semitischen Sahäer und Bedaniten ehenfalls anf Harn zurückgeführt. Letztere 
werden zudem von einem andern Genealogen Gten. 25, 4 richtiger mit Abraham, 
also einem Semiten, in Verbindung gebracht. Und Elam, welches, wie wir 
jetzt sicher wissen, eine unsemitlBohe Sprache redete, steht Oen. 10, 21 neben 
seinem Kachbar Assur unter Sem.') 

Daher ist die Bezeichnung semitische Sprachen eigentlich eine 
unpassende und leicht irreführende. Allein sie ist seit Eichhorn im 
allgemeinen Gebrauche. Auch hat sich in der Wissenschaft eine ganz 
bestimmte Vorstellung allmählich mit ihr verknüpft, welche voll- 
kommen verschieden ist von der der Kinder Sem in Gen. c. 10. Des- 
halb ist sie aus Gründen der Zweckmässigkeit beizubehalten. 

Der semitische Sprachstamm unterscheidet sich durch die in 14 a 
§ 12 aufgezählten Eigenthümlichkeiten scharf von allen anderen 
Sprachstämmen. In Sonderheit steht fest, dass zwischen den semi- 

1) (Joh. Qottfr, Eichhorn), Bepeit. für BibL u. Morgenland. Idtentnr. Tb. Vm, 
1781. 8. 161: „Vom Mittelländischen Meer an bis zum Eofrat hinein, und von Meso- 
potamien bis nach Arabien hinunter, henschte bekanntlich nur Eine Sprache. Also 
Syrer, Babylonier, Hebrfier und Araber, waren Ein Volk. Auch Phönicier (Hamiten) 
redeten diese Sprache, die ich die Senutische nennen möchte.*' 

S) Joh. Qottfr. Eiehhom, Allgemeine Bibliothek der biblischen Liteiatar. Bd. VL 
Stock 5. Semitische Sprachen. S. 772. (Man beachte bei BtmtiMunff dieses Bandea, 
da$a Stück 5 durch ein Versehen mit p. 757 statt 787 be^nnt, so dass die p, 757—786 
sowohl in Stück 5 aU in Stück 4 sich finden,) 

») Pe Isaiae Vat. Aeth. p. 5 ff. Leipzig, Vogel, 1878. 

Stade» hebr. Gramm. 2 



18 Einleitang. 

tischen und indogermanischen Sprachen keine genealogische Ver- 
wandtschaft besteht. Zu einer solchen gehört nicht nur üeber- 
einstimmung der Wurzeln, sondern auch des grammatischen Baues. 
Der letztere ist in beiden Sprachstämmen grundverschieden und 
ebensowenig die erstere yorhanden. 

Man hat vielfach versucht eine Wnrzelverwandtachaft nachzuweisen. Aher 
es stimmen keine anderen als schallnachahmende Wurzeln. Bestände nicht die 
§ 12® erklärte Erscheinung der Vieldeutigkeit der sem. Wurzeln, so würde wohl 
überhaupt keine Yergleichung gewagt worden sein. Alle Versuche, eine Wurzel- 
verwandtschaft zu erweisen, halten vor der Kritik nicht Stand. Vor der Hand 
ist eine Yergleichung sem. u. indogermanischer Wurzeln schon deshalb nicht 
möglich, weil in beiden Sprachstämmen noch gewichtige Vorfragen ungelöst sind. 
Yergleichung von semitischen und indogermanichen Worten aber charakteri- 
sirt sich als dilettantenhafter Unfug. Wo sich bei beiden die gleichen Worte 
finden, liegt auf einer Seite Entlehnung vor.^) 

b Nach anderer Gelehrten Meinung besteht eine gewisse Urverwandt- 
schaft zwischen den Semitischen und den diesen benachbarten Nord- 
africanischen oder Berbersprachen nebst dem Äegyptischen, In der 
That zeigen sich hier nicht nur in den Wurzeln Aehnlichkeiten, 
sondern auch Berührungen im Grammatischen. So die Bildung des 
Feminins durch ein ty des Gausatiys durch Zischlaute, die Wieder- 
holung der Wurzel zur Bildung yon Intensivis u. A.* m. Wir kennen 
jedoch diese nordafricanischen Sprachen noch yiel zu wenig, um ein 
sicheres Urtheil fällen zu können. Vor allem aber darf bei der 
Frage nach der Verwandtschaft der semitischen sowohl mit den 
indogermanischen als mit diesen africanischen Sprachen nicht über- 
sehen werden, dass gleiche Ursachen gleiche Wirkungen haben, 
d. h. dass gleich angelegte Völker spontan ähnliche Erscheinungen 
in ihren Sprachen herrorbringen werden. 

15a Die hebräische Sprache ist mit der Einwanderung der Hebräer 
nach Palästina gekommen, welche dort ihre nächsten Verwandten die 
Kananäer schon yorfanden. Damit stimmt, dass nach der hebräischen 
Sage die Patriarchen mit den Kananäern wie mit Menschen gleicher 
Zunge yerkehren. Ebenso falsch wie die Vorstellung, die Phönicier 
hätten ihren späteren kananäischen Dialect gegen einen hamitischen 

1) Unter den Kahlreichen Versuchen, dieses Prohlem asu lösen, zeichnen sich durch 
wissenschaftlichen Ernst vortheilhaft aus Friedr. DtUtzacht Studien üher Indo-Ghennanisch- 
Semitische Wurzelverwandtschaft. Leipzig 1873. 8<). und Ernst Hföldechen^ Semitische 
Glossen zu Fick u. Ourtius. Magdeburg 1876. 77. 2 HlUften. 4». Weshalb dieselben, 
wie alle andern, welche dem gleichen Phantome nacl\jagen, keine wissenschaftlich ver* 
wendbaren Besultato gewinnen können, s. Jenaer Literaiwrteiiung 1877. Ko. 27. 
S. 431. 



Geschichte der hebräischen Sprache. 19 

eingetauscht, ist die andere, die Hebräer hätten früher aramäisch 
geredet und erst nach der Einwanderung in Kanaan die hebräische 
Sprache angenommen. Das Verhältniss, welches zwischen der 
phönicischen und der hebräischen Sprache besteht, widerlegt diese 
Meinung, welche freilich sehr alt ist. *) Gen. 31, 20. 24. 47. Dt. 26, 5. 
Sie wird daraus entstanden sein, dass nach dem Abzüge der 
hebräischen Stämme aramäische in die von ihnen früher eingenom- 
menen Sitze einrückten. 

Welche Entwickelung nun die hebräische Sprache seit ihrer Los- b 
lösung Yon den übrigen semitischen Sprachen bis zu ihrer Ver- 
wendung als Literatursprache durchgemacht hat, lässt sich nicht 
mehr bestimmen. Wir wissen ja nicht einmal sicher, wann sie 
Literatursprache geworden ist. Allerdings haben wir im A. T. 
kleinere Stücke erhalten, welche aus einer Zeit datiren können, in 
welcher eine hebräische Literatursprache noch nicht bestand. So 
das Brunnenlied Nu. 21, 17. 18., das Lied der Debora Ri. 5. Das 
alles sind jedoch dem Gedächtniss des Volkes anvertraute, mündlich 
weiter überlieferte Lieder, welche noch keine wirkliche Literatur be- 
gründen. Zudem haben solche, wie der Zustand des Deboraliedes 
und spätere Gedichte, namentlich ^ 18, yergl. mit 2 Sa. 22, beweisen, 
sowohl während der mündlichen als während der schriftlichen Ueber- 
lieferung Aenderungen erfahren. Erst seit der Zeit Dayids finden 
wir deutlich Spuren einer hebräischen Literatur d. h. schriftlich 
yerzeichneter und weiter überlieferter Werke und von da ;an können 
wir die Entwickelung dieser Literatur bis zum Aussterben der 
Hebräischen Sprache yerfolgen. Es ist nicht wohl denkbar, dass in 
den fast tausend Jahren, welche durch diese beiden Endpunkte be- 
zeichnet werden, die hebräische Sprache keine Veränderungen er- 
litten haben sollte. Verlangsamt sich auch die Weiterentwickelung 
jeder Sprache yon dem Momente an, wo sie Literatursprache wird, 
so bort dieselbe doch niemals auf. 

Leider erlaubt es jedoch der Zustand, in welchem uns die Reste l6a 
der althebräischen Literatur überkommen sind, durchaus nicht, 
Yon dieser Entwickelung ein klares Bild zu gewinnen, eine Geschichte 
der hebräischen Sprache seit ihrer Benutzung zu literarischen 
Zwecken wenn auch nur im Aufrisse zu geben. Es erklärt sich 
dieser Zustand aus den Schicksalen, welche der a. t. Text während 
seiner Ueb erlief erung erlitten hat. 



1) Moi^genländische Fonchnngen S. 229 ff. 

2 



20 Einleitang. 

Selbstrerständliob kann keine einzige Zeile des A. T. für eine Gteschichte der 
hebräiachen Sprache verwandt werden, bevor wir nicht über ihre Herkunft ge- 
nau unterrichtet sind. Die Kachrichten der jüdischen Tradition über die Ent- 
stehung der einzelnen a. t. Schriften sind zum Theile lückenhaft, zum Theile 
falsch. Indess ist es der a. t. Kritik bis auf wenige Fragen gelungen, sicheres 
über die Herkunft der a. t. Schriften zu gewinnen. Aber wenn wir wissen, von 
wem oder doch wenigstens aus welcher Zeit eine a. t. Schrift stammt, haben 
wir noch nicht die mindeste Gewähr dafür, dass sie in dem jetzigen Zustande 
auf jene Zeit zurückgeht, dass sie weder bewusste noch unbewusste Aender- 
ungen erlitten hat. Im Gegentheile macht es der Zustand, in welchem uns die 
a. t. Schriften überkommen sind, im höchsten Maasse wahrscheinlich, dass die 
grammatischen Formen, wie sie der Consonantentext darstellt, nicht immer treu 
überliefert worden sind, ja dass vielfach ältere Formen willkürlich da und dort 
ausgemerzt worden sind. 

Es finden sich nämlich bei verhältnissmässig jungen Schriftstellern alte Formen 
erhalten, welche bei allen älteren Schriftstellern gänzlich fehlen. Wir würden 
z. B. aus den verwandten Sprachen schliessen müssen, dass die 2 Fers. Perf. Fem. 
Sing, ursprünglich nicht auf tn, sondern auf ^ auslautete, auch wenn die Formen 
mit Suffixen das nicht bewiesen, tttna aber iin^n:. Kun hat sich im Gonsonanten- 
texte mehrfach die ältere Form auf *^ri erhalten, aber nur bei Jeremias, Ezeohiel 
c. 16 und Buth 8, 3.4. Mi. 4, 13. Ebenso befremdet, dass sich die volle Form 
der 3. Pers. Plur. Perf. auf 'p — zwar Dt. 8, 3, 16 in dem einen Worte I^Ji 
sonst aber nirgends erhalten hat. Bei A, welcher den meisten als älteste 
pentateuchische Quelle gilt, findet sich schon das Zahlwort ungleichen Geschlechte 
zum Nomen gesetzt V^}'^ *^: TiA'^ Gen. 7, 13. Derselbe BohriftsteUer schiebt 
bei der Verbindung des SuiSfixes der 3. Pers. Plur. Masc. mit dem weiblichen 
Plurale das '^-^t- der männlichen Yerbindungsform zumeist nicht ein. Doch 
findet sich bei ihm neben tinisäjb, QnSnM, &ni'riBtt3a auch bnnnhBtt9i3. Wie 
die Formen mit Suffixen beweisen, ging die 3. Pers. Fem. Sing. Perf. auf at aus. 
Unverbunden findet sich von einem starken Verb keine einzige solche Form in 
den älteren Schriften, ausser in Dt. 32, 86 n^Tfit Ja eine solche Form T\'2th findet 
sich bei Ez. 46, 17. Wie leicht alte Formen sich verwischen konnten, lehrt der 
davidische Psalm 18, welcher sich in einer etwas abweichenden Becension 2 Sa. 
22 wieder findet. Hier hat bald die eine bald die andere ältere Formen, ^ IB, 
4 ''a';Br')a, 2 Sa. 22, 4 '^S';«»; ^ 18, 40 '^3':?JKP1_% 2 Sa. 22, 40 '^i^iTr)]; ^ 18, 49 
•'»g-l«, 2 Sa. 22, 49 '^IJü; 2 Sa. 22, 14 Ö'^iü^O, ^ 18, 14 D']n^a; 2 Sa. 22, 46 

Dni^Äöaa, ^ 18, 46 Dmni^ÄöBo.*) . ^ 

Dieser Zustand erklärt sich daraus, dass alle unsere Hand- 
schriften auf eine einzige Becension des A. T. zurückgehen.') Diese 
ist yeranstaltet worden durch Zusammenfügung sehr yerschieden- 
werthiger Handschriften der einzelnen Bücher.^) Diese Einzelhand- 

*) Nicht hierher gehört das Yorkommen des Suffixes ^t^ nach männlichen Plnralen 
in Schrifimi des 7. Jahrhunderts Nah. 2, 4. Hab 3, 10. Hiob 24, 23. Bas sind neue 
Analogiebildungen. 

3) Olahaußen, Lehrbuch der hebräischen Grammatik. Braunschweig 1861. §. 31a. 
Amn. S. 52. Paul de Lafforde, Hat. zur Kritik u. Geschichte des Pentateuchs I, S. XII. 

') So lag für Samuelis und Ezechiel eine sehr schlechte, für Jesaias eine gute 
Handschrift vor. 



Geschichte der hebräischen Sprache. 21 

Schriften stammten yon Recensionen ab, welche sehr yerschiedene 
Orundsätze in der üeberlieferung des Consonantentextes befolgten. 
Vor Veranstaltung jener Urrecension war die üeberlieferung der 
biblischen Handschriften eine viel sorglosere als später. Ja will- 
kürliche Aenderungen können nicht geläugnet werden. Die alexan- 
drinischen Uebersetzer haben zum Theil andere und bessere Hand- 
schriften Yor sich gehabt. Es ist sogar wahrscheinlich, dass unser 
massorethischer Text noch nach den Zeiten dieser alexandrinischen 
Bibelübersetzung Veränderungen erlitten hat.^) 

Aber auch wenn wir den unprüiiglichen Gonsonantentezt der a. t. Schriften 
besftasen, w&re es doch nicht möglich , danach eine genauere Geschichte der 
hebrftiflchen Sprache zn erschliessen. Denn zu einer solchen gehört genauere 
Kenntoiss der Geschichte des Yocalismus. Nun wird * zwar die Bichtigkeit der 
massoretischen Punktation durch viele Indicien bestätigt.') Aber es ist nicht 
zweifelhaft, dass die von ihr repräsentirte traditionelle synagogale Aussprache in 
manchen einzelnen Puncten aus den sprachlichen Gesetzen nur schwer zu erklären 
ist. Der zwischen dem Erlöschen der hebr. Sprache und der Fizirung der Aus- 
sprache durch Yocalzeichen liegende Zeitraum ist länger, als dass man überaU 
eine treue Üeberlieferung voraussetzen könnte. Von den Differenzen der Dialecte 
und der einzelnen Zeiten in der Yocalaassprache wissen wir aber gar nichts. 

Es ist sonach allein die Verschiedenheit im Wortschatze und in 1 7a 
der syntaktischen Fügung, an welcher man die Entwickelung der 
hebräischen Sprache beurtheilen kann. Das wird aber dadurch er- 
schwert, dass die im allgemeinen yiel treuer als die prosaische 
Literatur überlieferte poetische Literatur hierbei auszuschliessen ist. 

Treuer überliefert wurde sie wegen ihrer Form. Yor der schriftlichen 
Fizirung haben die meisten Gtedichte die Schicksale mündlicher üeberlieferung 
durchgemacht. Die poetische Sprache ist immer conservativ und gibt daher 
keinen genauen Spiegel des Sprachgebrauchs einer bestimmten Zeit. 

Man pflegt wohl sonst die Oeschichte der hebräischen Sprache b 
während ihrer Verwendung zu Literaturzwecken in einzelne Perioden 
zu theilen, allein mit Unrecht. Die diesen Perioden zugewiesenen 
Schriftstücke zeigen keinen einheitlichen Ghar acter, verschiedenen 
Perioden zugewiesene oft dieselben Eigenthümlichkeiten. Vielmehr 
zeigt sich uns die hebräische Sprache in einem Zustande anfänglich 
sehr langsam fortschreitender Decomposition. Unter den Er- 
schütterungen der jüdisch -babylonischen Kämpfe nimmt dieselbe 



1) /. Wdlhenuen, der Text der Bücher Samnelis untersucht Oöttingen 1871. 8^. 
S. IX, 93 ff. Ulf. 1831 218 1 n. in Jahrbücher fSur Deutsche Theologie 1876. S. 431 ff. 
JoK MoUenberg^ der Character der ftlexandiinischen üebersetcnng des Josaa. Moers 
1876. 4**. S- 12 f. 

>) Z. B. die Transscription phönicischer Worte im Griechischen und Lateinischen. 



82 Einleitung. 

eine etwas raschere Bewegung an (Jeremias, Ezechiel), die sich 
jedoch im Exile unter dem . Einflüsse der Reaction gegen aUes 
Fremde wieder sehr yerlangsamt (Deuterojesaias, Maleachi). Nach 
erfolgter Restauration nimmt der Verfall der Sprache wieder einen 
rascheren Verlauf unter dem Einflüsse der von Norden her vor- 
dringenden westaramäischen Sprache, s. § 7 2», ein Einfluss, der sich 
freilich schon weit früher zeigt. In diesen Zeiten schreibt man noch 
hebräisch, aber gebraucht viele aramäische Worte. Auch die ara- 
mäische Syntax wirkt ein. 1 consecutivum wird selten. Der Kreis 
derer, welche hebräisch verstehen, wird immer kleiner. Auch Ge- 
lehrten wird es bequemer aramäisch zu schreiben. Daniel zeigt dies, 
aber auch^ dass zu jener Zeit noch eine ziemliche Anzahl Israeliten 
Hebräisch verstanden hat, denn sonst hätte die Benutzung der hebr. 
Sprache zu einem solchen Buche keinen Zweck gehabt. Hier um 
167 V. Gh. haben wir den letzten Erweis vom Leben der hebräischen 
Sprache, um Christi Zeit war sie ganz erstorben und hatte dem 
Aramäischen, an einzelnen Orten wohl auch dem Griechischen, Platz 
gemacht. Die uns aus Jesu Munde überlieferten Worte sind 
aramäisch. Mc. 3, 17. 5, 41. 7, 34. 14, 36. 15, 34, Mth. 27, 46. 

!• Eine literarische, künstliche Fortbildong der hebr. Sprache lie^ vor in 
dem Hebräisch der Mischna. Zu dem althebräischen Sprachgat sind hier eine 
Menge Wendungen und Worte, ja Endongen aus dem Aramäischen gekommen. 
Es zeigen sich also in ihm diejenigen sprachlichen Erscheinungen noch greller, 
welche auch in dem Hebräisch der jüngeren a. t. Bücher, namentlich des Eohelet 
hervortreten.^) 

2. Dass alte Formen in den verschiedenen Büchern bald erhalten bald ver- 
wischt worden sind, je nach der Sorgfalt der üeberlieferung, sieht n:iaxi deutlich 
daraus, dass im Pentateuch, nicht aber in dem aus denselben Stücken zusanunen- 
gesetzten Josua solche sich erhalten haben. Es ist das bMh für t^hff^ und M^n 
wie *i$2 ^^ beide Geschlechter gebraucht, s. jedoch §. 171. 

3. Zu den jüngeren Worten, wie sie namentlich Kohelet hat'), gehörte 'W 
Svehe' statt "^K, yvn 'Geschäft, Angelegenheit' llnöH 'Mangel'; IlSh 'gerade werden'; 
hjrjü 'Mühle' für D'ln'n; Wg 'Wissen'; nj^5 'noch''; IJ» *Mühe'; iap 'entgegen- 
nehmen, nehmen' für ng^; )^^ 'sodann'. Ben Einfluss aramäischer Bede zeigen 
1«} 'Zeit* für n?; CfiO *Ende' für yQ; fijgtn 'Stärke', Cpfi*) 'stark' für yi^h^ Y^'Ot^y 
TSDö 'arm', nttSO» *Armuth'; ^ 'wenn' für *lb; iö:a 'feiern'; 'pa'IÄ 'Grube'; ^§S 
'zugleich'; •ins 'schon'; *I1ÖB 'Deutung'; fW 'das Trachten'. Durch Yermittelung 
des Aramäischen sind auch persische Worte damals eingewandert; b^no ^BoU 
schafft \ W^ 'Baumgarten'; n^ 'Gesetz'. 



Abr. Geiger f Lehrbuch zur Sprache der Mischnah. Breslau 1845. 8°. 
2) Fr. DeUUseh, Hohealied-Eohelet (BibL Oomment. von Keü n. DeUtgeeh. lY, 4). 
8. 197 ff. 



ERSTER HAÜPTTHEIL 



SCHRIFTLEHRE. 



EESTEB ABSCHNITT. 

DIE CONSOKANTENSCHBIFT. 

Die Hebräer schrieben nicht immer mit denselben Buchstaben, 18 
welche sich in den uns erhaltenen Bibelhandschriften finden, welche 
letztere das Muster unserer Drucke abgegeben haben. Vielmehr 
stellen diese die jüngste Form hebräischer Schrift dar. Die älteste 
Form hebräischer Schrift finden wir auf dem Denkmale Mesas,^) 
ygl. § 11. Die Schrift ähnelt dort durchweg der der phönicischen 
Denkmäler, ja sie stellt eine ältere Stufe dieser phönicischen Schrift 
dar. Die Züge sind noch einfach, vielfach eckig und in den Stein 
eingeritzt. Viele Buchstaben haben unbedingt ältere Formen und 
stellen so die Verbindung zwischen dem altgriechischen und dem phö- 
nicischen Alphabete her. So namentlich 1 <q , altgriechisch ^, phö- 

nicisch 6^ . Femer 3 ^ , altgr. 1 u. Ti phön. ^^ ; 5 y , altgr. 
K fc u. fr, phön. ^; 53 ^, altgr. ^, phön. y- D ^ , altgr. 
(Korkyra) $ , phön. -^ ; P ^ i altgr. (|), phön. 

1. Welchen Uraprong dieses Alphabet, aus welchem auch die der südsemitischen 
nnd der enropfUschen Völker entstanden sind, gehabt habe, ist bis jetzt noch 
nicht sicher erwiesen. Der Name der Bachstaben wie der Umstand , dass alle 
menschlichen Erfindungen von rnivollkommnerem zu yollkommnerem fortschreiten, 
macht es wahrscheinlich, dass es aus einer Bilderschrift entstanden sei. Nach- 
dekn J, Olshausen sich 1841 für den aegyptischen ürspning des Alphabetes aos- 

t) Siehe Schxiftta&l I, GoL 3. 




24 Erster Haupttheil. Sobriftlehre. 

gesprochen hatte^), hat E, de Bouge^ die Gnmdformen des semitischen Alpha- 
betes in dem hieratischen Alphabete der Aegypter nachzuweisen gesucht^ welches 
seinerseits eine beim Schreiben aof Papyrus entstandene cursive und abkürzende 
Umbildung der Hieroglyphenschrift der Denkmäler ist. Dieser Meinung sind 
viele Gelehrte beigetreten.') 

2. Im Unterschiede hiervon leiten es M. A, Levy^) u. A. aus einer in Baby- 
lonien erfundenen Strichelschrift her, welche die einzelnen Laute je nach ihrer 
Beschaffenheit durch Gruppimng bestimmter Striche bezeichnet haben soll. 
Allein eine solche Strichelschrift findet sich nirgends. Auch ist schon der Gedanke, 
die Worte durch ihre einzelnen consonantischen Laute zu bezeichnen, ein so 
feiner und hoher, dass er sich nur in Anknüpfung an ein schon vorhandenes, 
unvollkommneres System begreift. Jene Erfinder heoffs sollen aber gar die 
Laute nach physiologischen Grimdsätzen geschrieben haben. 

S. Endlich hat neuerdings TT. Deecke das altsemitisohe Alphabet aus der neu- 
assyrischen Keilschrift herzuleiten versucht^). Diese Herleitung ermöglicht er 
jedoch nur durch Annahme von Formen, welche zwischen den assyrischen und 
den altsemitischen Formen gelegen haben sollen, sich aber nirgends finden. Und 
die gewöhnlichen assyrischen Formen sind diesen noch dazu durchgehends un- 
ähnlich. Auch widerlegt schon der Titel (aus der ncuassyrischen Keilschrift) 
diese Yermuthung. Man könnte höchstens an die altbabylonische denken. 
Gegen diesen Ursprung sprechen zudem feigende gewichtige Gründe: a) dass die 
in der nächsten Nähe der Assyrer und Babylonier wohnenden Völker, wie die 
Hamaihener^ nach den bis jetzt gefundenen Besten zu urtheilen, eine Art Bilder- 
schrift, keine Buchstabenschrift haben, während umgekehrt alle in und um 
Aegypten wohnenden Semiten Alphabete besitzen, b) dass die aegyptische hiera- 
tische Schrift einer alphabetarischen viel näher steht als alle Keilschrift, c) dass 
in älterer Zeit die semitischen Völker in weit intensiverem friedlichen Verkehre 
mit Aegypten als mit den Euphrat- und Tigrisländem standen, d) dass die ait- 
persische Schrift, welche ganz sicher eine Fortbildung der assyrisch-babylonischen 
ist^ die Spuren dieses Ursprungs in ganz anderer Weise noch an sich trägt. 

4. Nicht jedoch darf man sich für oder wider auf die Tradition der Alten be- 
rufen. Fest steht diesen nur, dass die Griechen die Buchstaben von den Fhöni- 
ciem überliefert erhalten, was ihnen ja schon die Namen der Buchstaben OotvixixÄ 
oder Ooivixi^ia (Herodot) sagten 6); aber darüber wer sie erfunden, schwanken 

1) J. Olahausen in Kieler phüol. Studd. 1841. S. 4 ff. 

2) £L (fe Rougk^ memoire sur Torigine de l'alphabet ph6nicien. Gelesen in der 
Acad. des Inscriptions 1859. Herausgegeben von Jaques de Btmgi, Paris 1874. 

s) F, Lenormantj Introduction k un memoire sur la propagation de l'alphabet ph6- 
niden dans Tancien monde. Paris 1866. Bedeutend erweitert 1872 tL (mit wenig zu- 
verlässigen BuchstabeDformen). F, J. Lauth, Ueber den ägyptischen Ursprung unserer 
Buchstaben in: Sitzungsberichte der bayr. Acad. d. Wissensch. 1867. n. Oe, Ebers ^ 
Aegypten u. die Bücher Moses I, S. 147. Hreh, Brugach, Ueber Bfldung u. Ent- 
wickelung der Schrift. Berlin 1868 (Sammlung gemeinverständlicher Vorträge von 
Virchow u. Holtzendorff III. Serie, Heft 64). W, M. de Wette, Lehrbuch d. hist.-krit. 
Einleitung in die Bücher des A. T. 8. Aufi. Berlin 1869. 

4) M. A, Levy, Phönizische Studien. Hefb 1. Breslau 1856. S. 47 ff. H. WuUke 
in*Z. J). M. G. XL, 75 f. u. „Die Entstehung der Schrift Leipzig 1872. 8^ S. 717 ff. 

5) Z. D. M. G. XXXI, S. 107 ff. 

0) Herodot V, 58. Bekker, Anecdota Graoca II, p. 783. 



Erster Abschnitt. Die Gonsonantenschrift. 85 

die MemungexL Bald sind ea die Phönicier^), bald Syrer'), bald der aegyptische 
Theuth oder Hioth^), ganz zu schweigen von den Meinungen der Dichter und 
Grammatiker*). Nur Tacitus behauptet mit Bestimmtheit die Herkunft des 
phönicischen Alphabetes aus Aegypten.*^) 

5. Gegen ägyptischen wie assyrischen Ursprung des semitischen Alphabetes 
kann geltend gemacht werden, dass der ägyptischen Sprache eine Beihe semi- 
tischer Laute fehlt und die assyrische Schrift dieselben entweder gar nicht oder 
doch nur sehr mangelhaft auszudrucken vermag*). Indessen wäre hier eine' 
Uebertragung überflüssiger Zeichen auf solche semitische Laute, welche im 
Aegyptischen oder Assyrischen fehlten, ebensowohl denkbar, wie die Benutzung 
der phönicischen Buchstaben für die Hauchlaute zur Bezeichnung der griechischen 
Yocale. Dass wir hier die Uebertragtmg historisch verfolgen können, dort nicht, 
ist bei dem Unterschiede der seitdem verflossenen Zeiten kein Gegengmnd. 

6. Für assyrischen Ursprung könnte die aramäische Form der griechischen 
Buchstabennamen geltend gemacht werden, vorausgesetzt, dass diese alt ist; 
siehe § 26.^) 

7. Von diesen drei Hyphothesen erscheint die des ägyptischen Ui-sprunges 
sonach als die wahrscheinlichste, wiewohl bei weitem nicht alle die von de Baug^ 
xüT Yergleichung herangezogenen Zeichen die nöthige Aehnlichkeit mit den 
altsemitischen haben. Als Erfinder des semitischen Alphabetes wird man unter 
der Voraussetzung seines ägyptischen Ursprunges die Hyksos anzusehen haben, 
welche von allen alten semitischen Yölkem sich am längsten tmd intensivsten 
mit altägyptischer Cultur berührt haben. Der Scharfsinn, mit welchem alles 
dem Semitischen Eigenthümliche und Wesentliche im Alphabete zur Darstellung 
gebracht worden ist, würde sich leichter erklären, wenn sein Erfinder oder seine 
Erfinder in einem fremdsprachigen Lande lebten und an der fremden Sprache 
das Gefühl für die Erscheinungen der eigenen entwickeln und stärken konnten. 

Das phönicische Alphabet, das sich in characteristischster Aus- 19 
prägung auf der Sarkophaginschrift EschmunazarSj Königs der 
Sidonier, findet^), ist abgerundeter, voller und kräftiger als das alt- 

1) Luean^ Pharsalia m, 220 fll Fomponius Mela de chorographia ed Paithey, 
p. 19. /. A, Cramer, Anecdota. Ox. lY, p. 241. 

3) Clemens AUxandrifws, Stromata I, 16. JHodorua SietUue Y. 74. 

3) FlatOf Pbaedms 58, p. 274 D. Ewe^uSj Fraeparatio evangeL I, 10 ff. 

4) Wie sehr die Alten schwanken, zeigt Flinius bist nat. Y, 12. YII, 57. BeJcker, 
Anecdota ü, 782. 786. YergL hierüber Jo. Frane^ Elementa Epigraphices Graecae. 
Berlin 1840. 4®. p. 12 £ 

ft) Tcteitua^ Annalen XI, 14 Primi per figuras animaUtmi Aogyptü sensus mentis 
efiSngebant — ea antiquissima monimenta memoriae humanae impressa saxis cemuntur 
— ei litteramm semet inventores perhibent; inde Phoenicas, quia mar! praepoUebant, 
infnliwwi €hraeciae gloriamque adeptos, tamquam reppererint quae aoceperant 

e) P. de Lagarde, Symmicta. Göttingen 1877. S. 113. 

7) Sehr alt sind sicher bH 'Haus', däleth 'Thür*. Denn die Fonn der BuchsUben 
zeigt nur mit dem Zelte und der Zeltöfhung des Nomaden Aehnlichkeit Auch 
Lamed 'Ochsenstachel' weist auf nomadisirende Semiten hin. 

8) Siebe Schrifttafel I, CoL 1. Characteristisch ist für dasselbe im Untencfaiede 

von allem Hebräischen die Form des ri ^C • 



96 Enter Hanpttbeil. Schriftlehre. 

hebräische des Mesasteines. Es stellt eine Umbildung jenes für 
monumentale Zwecke dar. Ebenfalls eine Weiterbildung jenes Mesa- 
alphabetes ist die althebräische Schrift, welche sich auf den bis jetzt 
gefundenen hebr. 20 Siegelsteinen findet.^) Diese Schrift hat, wie die 

phönicische , ein gestrichenes Daleth y , kennt aber noch das alte 

üa Vw und hat ältere Formen für "^ "^X^ , phön. ^ ; b (, oder (j , 
phön. / ; sowie namentlich für p i^ . Hieraus dürfte sich er- 
geben, dass diese Siegel u. Gemmen jünger als die Inschrift Mesas, 
älter als die Eschmunazars sind, also etwa ins 8 — 5te Jahrhundert 
gehören. Dieser Schrift haben sich die Hebräer nach der Meinung 
des Talmud bis zu den Zeiten Ezras bedient, welcher die Quadrat- 
schrift einführte. Sie heisst im Talmud und bei den Rabbinen 
*»*na? are. Da jedoch die Schrift, welcher sich die Samaritaner be- 
dienen, eine jüngere kalligraphische Umbildung der althebräischen 
Schrift darstellt,^) so müssen sich die Juden bis zur definitiven 
Trennung der Samaritaner, also noch bis zu Nehemias Zeiten, der 
althebräischen Schrift bedient haben. Ja daraus, dass die gleiche 
Schrift sich auf allen hebräischen Münzen, von den ältesten Sekeln 
bis zu den Revolutionsmünzen (66 — 135 n, Chr.) findet, folgt, 
dass dieselbe in Palästina noch viel länger im Gebrauch gewesen 
ist. Denn Niemand wird eine nicht mehr lesbare Legende auf eine 
Münze setzen. — Die Schrift der Münzen ähnelt im Wesentlichen 
der der geschnittenen Steine, allmählich kommen für einzelne Buch- 
staben jüngere Formen auf. So je auf einer Münze Johannes 

Hyrkans noch Uf , ^ auf einer Revolutionsmünze von 66 n. Chr. 
Jüngere Formen zeigen immer 2t t^ und p *TP.O 

20 Dagegen gehört die sogenannte Quadratschrift !PT\1ß STO, welche 
nach der jüdischen Ueberlieferung Ezra aus Babylonien mitge- 
bracht haben soll, wonach sie auch "nwv^ Skid heisst, dem aramäi- 
sehen Zweige semitischer Schrift an. Die ältesten Formen, welche 

>) W, GeseniuSf Sotipfcorae lingaaeque Phoeniciae moniunenta. Lipsiae 1837. 4^. 
Tai, 31. No. LXVn. E, Mdiger in Z. D. M. a. HI, S. 243 f. 347. de Vogük, M^ 
langes d'arch^ologie Orientale. Paris 1868. 8^. 8. 131 ff. Bevue ardi6ologiqae 3® ann^ 
1846. 8. 99. M, A, Levy, Siegel a. Gemmen mit aramäischen, phönicischen, alt- 
hebriUschen a. s. w. Insdmften. Breslau 1869. 8^. 8iehe Schrifttafel I, CoL 4, u. n, No. 3. 

3) Siehe Schrifttafel I, Ool. 6. 

s) F, de 8aul€y, recherches sor la nnmiwmatigue Jadaique. Paris 1854. 4^. 
M. Ä, Levy, Oeschichte der jüdischen Münzen. Leipzig 1862. M€Men, histofy of 
Jewish Coinage. London 1864. S. Schrifttafel I, Ool. 5. H, Ko. 4. 



Erster Abschnitt. Die Gonsonantenschrift. 27 

dem althebräischen fast yöllig gleichen,^) finden sich auf den alt- 
aramäischen Siegeln. Im Osten gestaltete sich dieses Alphabet da- 
durch allmählich um, dass man die geschlossenen Köpfe des 
Beth^ Daleth, Besch zu öffnen und die eckigen Formen abzurunden 

begann. So entsteht ^ aus S u. s. w. 

Diese Yerfindenrng ist allmählich, nicht bei allen Buchstaben zu gleicher Zeit 
yor sich gegangen. Daher sich zuweilen auf einer Inschrift offene und ge- 
schlossene Buchstaben finden. Hiedurch entfernt sich das aramfiische Alphabet 
immer mehr vom Hebräischen. Die Formen werden runder, bei einzelnen Buch- 
staben auch viel einfacher, so bei h und h. 

In dieser Entwickelung lässt sich das aramäische Alphabet be- 
obachten auf Inschriften von assyrischen und aramäischen Siegel- 
steinen, sowie auf assyrischen Backsteinen und Thontäfelchen, 
welch letztere Verträge in Keilschrift und in aramäischen Buch- 
staben enthalten.^ 

Noch weiter fortgeschritten ist das aramäische Alphabet auf 
den cilicischen Münzen des vierten Jahrhunderts. Hier ist auch 

"p geö&et, *» aus ^ zu H geworden.') 

In dieser Entwickelung lässt sich die aramäische Schrift noch 21a 
weiter verfolgen. Noch aufgelöstere, rundere Formen zeigen sich 
auf dem Steine von Carpentras^ und auf von Aramäem in Aegypten 
geschriebenen Papyrus, wie sich deren jetzt in London, Turin, Rom, 

Paris, Berlin, Cairo befinden.*) So 3 ^J, *1 jf . Jod ist schon 

ganz zusammengeschwunden A . Schon völlig deu entsprechenden 

Buchstaben der Quadratschrift gleichen v^^ u. ^ , ^2^;^ . Da- 

- ■ - - — - — ■ ■ - — — _ -^^ 

1) Siehe Schiifltafel I, Ool. 7. 

3) The Guneiform Inscripücns of Westein Asia. Bd. Ht, p. 46. B, Norria in 
Journal of the Boyal Asiatic Society of Oreat Britain & Ireland. t. XYI, p. 215 ft 
K Bawltruan ebenda. New series. t I, S. 187 ff. Layard, Nrniveh and Babylon. 
8. 600 ff. M. A. Lwy, Phönizische Studien. Heft IL Breslau 1857. 8^. S. 21 ff. 
Siegel u. Gemmen. S. 4 ff. de Vogüi in Bevue Arch6ologiq[ue 1862. S. 30 ff. 1864. 
S. 204 t 1868. S. 470 ff. Journal Asiatique YI^ s6rie t. X, S. 170 ff. 

s) H. de Luynea, Essai sur la numsimatique des Satrapies et de la Ph^nicie sous 
les lois Achaem^nides. Paris 1846. Mit Supplement k Planches. 2 Bde. 4°. 
Otto Blau, de numis Achaemenidamm Aramaeo-Persicis. lapsiae 1855. 4^. Siehe 
Schnfttaftl I, CoL I, No. 8. 

4) MieMangelo Land, la sacra scrittora ülustrata con monumenti fenioo-aasyij ed 
egiziam. Borna 1827. foL Oeaentw, Monumenta. YoL m, Tab. 30--SS. E, F. F. Beer, 
Inscriptiones et papyri veteres SemiticL Lipsiae 1833. 4°. JIC de Voguky Syzie cen- 
trale. Paris 1868. foL S. 125 ff. Siehe Schrifttafel I, CoL 9. Bargia, Pi^yrus 6g.- 
sram. du Louvre. Paris 1862. 



28 Erster Haupttheil. Sohriftlebre. 

neben finden sich freilich auch von den altsemitischen sehr wenig 
abweichende Buchstaben , so 3 ^ , 2 y . Es finden sich hier 
bereits Finalbuchstaben (s, b, 3). ' 

Der Schrift des Steines von Carpentras gleicht die Inschrift 
auf einer von F. Unormani in der Vaticana aufgefundenen ägyp- 
tischen Stele/) 

b Noch näher stehen der Quadratschrift die Züge der moabiti- 
schen Inschriften und der palmyrenischen.*) Nur unterscheiden sie 
sich von dieser dadurch, dass einzelne Buchstaben mit anderen 
ligirt werden, so im Palmyrenischen a, fi, t3, n, p mit \ \ \ n, K 

z. B. (J<3fcG, \3 na, ^ 13, njj "O, ö(i% «a. H^ 'TB u. s.w. 
Dann ist wichtig, dass hier schon ein am Schlüsse des Wortes 
stehendes Nun anders geschrieben wird, als am Anfange und im 

Worte: *^ nicht ^ • 

22 Es haben sich nun in neuerer Zeit auch Inschriften in Quadrat- 
schrift von jüdischer Hand in Palästina gefunden, aus welchen sich 
Schlüsse auf die Art ziehen lassen, in welcher die Annahme der 
aramäischen Schrift von Seiten der Juden vor sich gegangen ist. 
Die alterthümlichste ist die zu Arak-el^Emir bei den Buinen des 
Palastes Hyrcans gefundene. Sie stammt vielleicht schon aus dem 
Baujahre 176 v. Chr.^) und besteht leider nur aus fünf Buchstaben, 
von welchen noch dazu die beiden ersten undeutlich sind. 

In derselben findet sich neben Quadratbuchstaben noch ein 

altes, hebräisches Jod : Q^ . Man wird sich also den Uebergang zur 

Quadratschrift so zu denken haben: Als seit der persischen Zeit 
aramäische Sprache immer weiter nach Süden vordrang, kam dort- 
hin auch die aramäische Schrift, die sich zudem durch ihre runden, 
mehr cursivenZüge empfahl. Mit der Sprache kamen im gewöhnlichen 
Verkehre auch die aramäischen Züge zur Herrschaft, so jedoch, dass 
daneben die alten hin und wieder noch einflössen und erst ganz 
allmählich schwanden.^) Und so ist denn die aus dem 1. Jahrh. vor 

>) Journal ABiatique 6® 86rie t^ 10. S. 511. 

2) M,deVogiü^ Syrie centnle S. 1 fiPl u. Bevue ardi6oL 1864, pl X. XI. M. A, Levy 
in Z. D.M.a. XVni, S. 630 fL A. Merx, ebenda, XXH, S. 674 ff. Th, Nöldeke, ebenda, 
XIX, 8. 687 ff. YergL die Literatur zu § 7. Siehe Schriffctafel I, CoL II, Ko. 10. 

3) de Vopüi in Bevue arch^ologique. 1864. S. 205. pl. YH, 2. de Savley ebenda. 
J, Derenbowrg in Journal Asiatique 6« s^rie. t. X, S. 188 ft Th, Nöldeke in Z. D. M. G. 
XIX, S. 640. 

4) Ein ganz ähnlicher Vorgang vollzieht sioh jetzt in der Sohrift unserer Kauf- 
leute, welche aus lateinischen und deutschen Buchstaben gemischt ist. 



Erster Abschnitt Die Consonantenscbrift. 29 

Christi G. stammende, am sogenannten Grabe des b. Jacob im Thale 
Josaphat aufgefundene Grabschrift der Priesterfamilie der y>lt} *^3ä 
1 Ghro. 24, 15 ganz frei von Beminiscenzen an das althebräische 
Alphabet.^) Jod bat hier weniger Volumen y. Ausserdem ist sie 

interessant durch das Vorkommen von Ligaturen, z. B. ^ I b "»ja. 

Ein Finalnün wird geschieden 1 J ll M 15'T'''* ^^^ Ligaturen ist 

eine dritte, wohl nicht viel jüngere, an einem Grab nordwestlich 
von Jerusalem aufgefundene, Inschrift frei.^) 

Während die aramäischen Züge im schriftlichen Verkehre all- 23a 
mählich die Oberband gewannen, wird man die Bib^l noch mit den 
alten hebräischen Buchstaben geschrieben haben. Erst als die 
letzteren im Verkehre gänzlich verdrängt waren, wird man bei Her- 
stellung von Bibelhandschriften zur neuen Schrift übergegangen 
sein. Schon vor Christi Zeit muss das geschehen gewesen sein. 
Denn die Stelle Matth. 5, 18 eox; äv itapiXb-q 6 oupav6c xai iq fT], 
lÄxa 8v ii [ila xepa(a o6 [i-Jj TzapiXQ'q dici toS v6fxot) erklärt sich 
nur aus längerem Gebrauche, die Bibel in einer Quadratschrift mit 
kleinem Jod, wie die unsrige es hat, zu schreiben. 

Da nun das Jod auf der Grabschrift der n'^Tti '»33, ja noch auf b 
der Synagogeninschrift zu Eefr-Bereim, s. § 23^, eine ziemliche 
Länge hat, hingegen auf den ägyptisch-aramäischen Papyrus schon 
sehr klein ist , so ergibt sich weiter^ dass sich schon zu Christi Zeit 
verschiedene Arten der Quadratschrift je nach dem Schreiben auf 
Stein oder Pergament entwickelt hatten. Gleiches ergibt sich aus 
dem Folgenden. Die Inschriften haben Worttrennung, und unsere 
a. t. Handschriften lassen zwischen je zwei Worten den Baum einefi 
schmalen Buchstaben frei. Und der Doppelpunkt als Verstrenner 
beweist, dass zu gewissen Zeiten der Punkt als Worttrenner im Ge- 
brauch war, wie er schon auf der Inschrift Mesa's als solcher vor- 
kommt. Das A. T. aber muss früher ohne Worttrennung geschrieben 
worden sein, denn nur so erklären sich die fünf Finalbuchstaben. 

Das gleiche lässt sich daraiu BchUesaen, dass ein Bachstab, welcher ein Wort 
schUesst nnd das folgende beginnt, oft nnr einmal geschrieben worden ist, wo- 
dnrch Fehler in den Text gekommen sind. So tp 42, 1 äSsn b^^ Ues lr\h'^ 
yWi; Jer. 27, 18 ^ '^t?^^^ 1* ^^^ '^^^^* Besonders häufig ist es bei K, 2. B. 
2 Sfu 5, 2. 1 Kd. 21, 21. ' Jeä. 53, 10. Jer. 19, 15. 82, 85. 39, 16. Gleiches findet 



1) de VoffiU, Bevue arch4ol. 1864, 8. 208 iL 1865, S. 319 ft de SauUy ebenda 
8. 137 ff. 

3) de Voffüi, l c 



30 Erster Hanpttheil. Schriftlehre. 

sich, wiewohl selten, auf phöniclschen Inschriften.^) Auch dass Buchstaben mehr- 
fach yom Ende eines Wortes an den Anfang des folgenden verschlagen worden 
sind, spricht für diese Annahme. So Gen. 49, 19. 20: ^'^tfo :i'gs 1. ^^ : bag^; 

1 Sa. 2, 13 ü*]tm ttfc^ 1. ö*;!© rnöbü; 2 Sa. 21, 1 ö^na^n n'»a-b«'j 1. hrria -^«1 
U'^*!\ s. Weühausen z. d. St; Jea. 17,' 6 rr^lb tr^lO^^ 1. m^bn iDSti'a u. s. w. 

c Inschriften in Quadratschrift aus der Zeit n. Chr. , welche für 
die Geschichte der Qaadratschrift in Betracht kommen, sind die In- 
schriften Yon Eefr-Bereim D^ns 'lU in Galiläa') aus dem 3. Jahrh. 
n. Chr. und die Inschriften der im British Museum befindlichen 
Grabsteine aus Aden aus den Jahren 717 — 18 und 916 — 17 n. Chr.') 

24a Die Quadr-atschrift unserer Handschriften ist eine nach kalli- 
graphischen Grundsätzen gemachte Umbildung der § 20 — 23 be- 
schriebenen aramäischen Schrift. Man hat die westaramäische 
Schrift durch Abbrechen der Ligaturen fracturartig und steif 
gemacht und die Schrift der Bibel so von der des gewöhnlichen 
Lebens geschieden. Die Form der Buchstaben n^ A, 3, t3, ^, IT, &, t 
yerräth noch den ursprünglich cursiven, zu Ligaturen geneigten 
Character dieser Schrift. In spätere Zeit gehört wohl die Verzierung 
der Buchstaben K, a, ä, 1, n, T, n, ti, ^, tt, 5, !?, t) durch Klötzchen. 
Doch haben schon die ältesten Handschriften diese Form. 

b Als Finalbuchstaben sind in allen f {:| *; D 1 im Gebrauche. Die 
geschlossene Form des Mem erklärt sich aus kalligraphischen 
Gründen und vielleicht aus dem Streben, eine Verwechselung mit C| 
zu vermeiden. Bei den übrigen vier hat man die ursprüngliche 
Ligatur nach unten verlaufen lassen. Aus der Zeit, in welcher man 
die einzelnen Worte nicht von einander trennte, erklärt sich die 
Sitte, kein Wort am Ende der Zeile zu zerreissen. Würde ein 
Raum am Ende der Linie übrig bleiben, so dehnt man aus 
kalligraphischen Rücksichten Buchstaben in die Länge, so dass 
der Raum der Zeile gefüllt wird. In unseren Drucken findet es 
sich bei >^, tn, S, m, C3. In den Handschriften finden sich noch 
andere. 

Die Finalbuchstaben nennt man mit einer voz memorialis yB3Q&, die dehn* 
baren (dilatabiles) tatnbnH. Wegen ihrer doppelten Form nennen die rabbinisohen 
Grammatiker die ersteren ni^DS ni^rk, als Finalbnchstaben heissen sie mit 
Ansschlnss des D*)», welches als twir^ 'geschlossen' bezeichnet -wird, rrii9(K^ lrm;k, 
gestreckte Bachstaben. 



^) Morgenländische Forschmigen, S. 213, Anm. 2. 

^ E, Renan in Jonmal Asiatique. 6^ s6rie, s. IV, 8. 531 ff. Schrifttafel I, Ool. 12. 

8) M, A. Levy in Z. B. M. G. XXI, S. 157 ff. Schrifttafel I, Ool. 13. 



Enter Abschnitt. Die Gonsonantenschrift. 31 

Die Entwickelung der Quadratschrift lässt sich nur schwer ver- 25 
folgen. Denn alle Handschriften des A. T. sind verhältnissmässig 
jung.*) Die nachweisbar älteste ist von 916 — 17 (1228 sei. Aera).^ 
Sie enthält die Prophetae posteriores und befindet sich zu St. Peters- 
burg.') In allen ist die Form der Buchstaben die gleiche. Nur im 
Ductus weichen sie ab. Nach diesem lässt sich jedoch das Alter 
nicht bestimmen, wohl aber die Herkunft der Handschrift. Man 
unterscheidet gewöhnlich die Tamschrift tar ntns, welche die deutschen 
und polnischen Juden gebrauchen, und die welsche Vbl^l nro, deren 
sich die sephardischen d. i. spanischen und morgenländischen Juden 
bedienen. Die erste hat spitze Ecken, die letztere runde Ziige. 
Andere unterscheiden einen spanischen Ductus mit starken Zügen, 
einen deutschen mit zusammengedrückten Zügen und den in der 
Mitte zwischen beiden liegenden italienisch-französischen Ductus. 

In den Handsclinften der spanischen, italienischen, firanzösischen, deutschen 
nnd polnischen Juden befinden sich über einzelnen Buchstaben bestimmte senk- 
rechte, zur Yerzierung dienende Striche, 1*^^Pi Krönlein, auch ^y\'^ Z^^ni oder 
*vv^ Zaini d, i. vielleicht kleine Zain gnannt. Und zwar je drei über den sieben 
Buchstaben ^ÜT3t39U3, je einer bei prn^, sowie in einzelnen Handschriften auch 
bei *^ und n. In den morgenländischen Handschriften finden sich abweichend 
hiervon Tagin nur bei bestimmten Worten, aber dann bei aUen Buchstaben des betr. 
Wortes. In diesen schwankt die Zahl der Tagin fiber einzelnen Buchstaben 
zwischen 1—7.*) 

Die Buchstabennamen scheinen sehr alt zu sein. Denn sie lauten 26 
bei den Hebräern, Griechen und mit einigen Ausnahmen auch bei 
den Aethiopen gleich. Die letzteren haben mehrere, welche in ihrer 
Sprache keinen Sinn geben, theils sich mundgerecht gemacht, theils 
durch Synonyme ersetzt. Die älteren Formen hat das Griechische 
und Hebräische. Wären Formen wie bti'^a, Ti*», Dti, M, t^*5, "ptf alt; 
so liesse sich sicher schliessen, dass die Namengeber keine Hebräer 
— also auch keine Phönicier — waren. Die griechischen Formen 
widersprechen dieser Annahme jedoch. Die Namen mit ihrer Be- 
deutung sind äX9a.&|bK 'Ochs' äth. alf; ßY]Tan*f!a 'Haus' aeth.ft^^; fcifxfxa 
(für '^d\kka) bltf'a, aeth. gaml 'Kameel'; 8cXta rt'l 'Thür', aeth. dent 



1) Ueber den Grund siehe B, L. Strack in Zeitschrift für luth. TheoL u. Kirche 
1875, 8. 591 f. 

>) IHe Datirungen anderer alter Handschriften siehe Straek a. a. O. 8. 598 f. 

3) Prophetae posteriores ad fidem Ck>dicis Babylonici Petropolitani ed. Herrn, Strack, 
Petanborg 1876. Daraus besonders: Hosea et Jod prophetae ad fidem Oodicis Baby- 
lonici ed. Herrn, Strack, Petersburg 1875. 

*) H, L, Strack a. a. O. 8. 601. /. Derenbaurg im Journal Asiatique 1867, 
6' s6rie. t, IX, 8. 242 ft. 



32 Erster Haupttbeil. Sohrifklehre. 

oder dani; V) ttn ^Gitterfenster', nach Hupfeld die Interjection siehe^ 
K%\k.haui oder höi\ ßao, 11 später nach seiner Form Sifafifia genannt, 
'Zeltpflock', aeth. wawe und wärve; If^X 'Schmuck' od. *Waflfe', C^xa*) 
aeth. zai; ^xa t\^X] unbekannter Bedeutung, nach Gesenius 'Zaun', 
von ar. pi^Yi^), aeth. haut; O^xa tP'o unbekannter Bed., nach Rödiger 
'Windung', 'Schlauch', arab. tatvan, nach Anderen 'Schlange', was 
jedoch tt'^p wäre, aeth. tait; idixa, ti*^ 'Hand', aeth. yaman {ixrjamänj 
'rechte Hand'*); xdicica p|3 aeth. kaf od. käf^ 'hohle Hand'; XdfxßSa 
und XdßSa Ittb 'Ochsenstecken', aeth. law, läm; |xu 0*^13, aeth. mäi^ 
* Wasser ; v5 'pid 'Fisch', aeth. nahds od. nahäs^ d. i. ißrx^ 'Schlange'; 
oiYfia'^) ?pQO 'Stütze', aeth. sät;^) 8 'p? 'ain 'Auge'; m'ifi, aeth. af, 
•Mund'; '»ix') 'Fischerhaken'?, aeth. sadäi; xiiztza Cjip 'Nadelöhr' 
oder 'Hinterkopf, aeth. kdf; p& t^*5 'Kopf, aeth. rees; odv "ptp 
'Zahn',*) aeth. saut;^) xao in 'Kreuz', aeth. ^öw, frfiri 

1. Mehrere Bachstabenformen legen die Yermuthnng nahe, das« die Buch- 
staben benannt sind nach Gegenständen, welche mit ihnen beginnen und mit 
welchen sie zugleich eine gewisse Aehnlichkeit haben. Am deutlichsten ist das 

bei den folgenden: &( J^, welches einem Bindskopfe mit Ohren und Hörnern 

ähnelt; ü H worunter man sich einen Kameelhals vorstellen kann; i [/, ein 

Knüppel ; 9 Q Auge, V Vv Zahn, V\ X Kreuz. Um manche andere jedoch 

zu erkennen, dürfte auch eine lebhafte Phantasie nicht genügen. 

2. Die hebräischen Kamen der Buchstaben finden sich Threni 1—4 LKX in 
griechischer Transscription und zwar in den einzelnen HHSS. mehrfach abweichend. 
Sie lauten dort AXe(p (AX9); By)»; FifieX (FtfiX); AaXeO (AeXeO, AeXr, AeX&); 'H; 
Ouao; Zaiv (ZaOj'Hö; Tt)»; i(ü8; Xa<p; Aa^ieö (AaßS); Mtjji; Noov (Nooji); 
la/JLtx (SotM-X» ^aXH-i ^a^x) » 'Aiv; Ot); TffaSi) (Safii)); Kaxp; Pirjxff (P>)ff); Xaiv 
(Zev); Bau. Eu^ßbiua, Fraeparatio evangelica 10, 5 gibt als hebräische Aus- 
sprache an: 'AX9, Brjö, FiiteX, AeXd, 'H, O&ao, Zat, 'HO, Ti)», 'Üb, Xa<p, 
AAßö, Mrjji, Noov, Sa^i.^, 'Aiv, Oy), 2a8if), Koxp, Py)(j, 2ev, Sau. 

3. Die Beihenfolge, welche die Buchstaben jetzt im Alphabete haben, ist 

1) Die Zeichen der im Griechischen nicht vorhandenen semitischen Hauchlaute 
wurden zur Bezeichnung der Yocale verwandt Siehe Schrifttafel I, Col. 2. 

2) Geht auf eine Grundform ^1 zurück, die im Aethiopischen erhalten ist. Das Ta 
in (ifitoL ist durch -^Ta, d^Ta veranlasst. Ob ^1 erst aus )'^} abgekürzt oder letzteres 
secundär ist, l&sst sich nicht ermitteln, üebrigens ist Thre. 1—4 Cat durch A und 
F A und durch Eusebius bezeugt. 

3) Für diese Bedeutung kann der äthiop. Name für ^ ^arm d. i. Zaun ta'in an- 
geführt werden. 

*) Umgelautet, weü die 'Hand' im Ge'ez 'ed heisst. DüUnann, Grammatik der 
Aeth. Sprache. Leipzig 1857. 8®. S. 14. 

B) Das Zeichen des ai-^^a ward zu dem des Mischlaut (, der Name verdrängte den 
des y^ Zav. Denn da die Griechen den Laut S nicht hatten, fielen Slyti^a und 2dv 
lautlich zusammen. 

^) Ueber die Entstehung dieses Namens s. Dülmann a. a. O. 

7) Ln griechischen Alphabete ausgefallen. 



Erster AbBchnitt. Die GonsonanteiiBclirift. 33 

sehr alt. Denn sie ist im G^riechisohen dieselbe.^) Für das Hebräische wird sie 
belegt durch die alphabetischen Lieder ^l^ 25. 34. 37. 111. 112. 119. 145. Thre. 1—4. 
Prov. 31, 10—^1. Nach welchem Princip die Beihenfolge geordnet worden ist, 
ist nicht recht klar. MöglicherweiBe sind verschiedene Gesichtspunkte dabei 
wirksam gewesen. Denn während ^ li, ^ wie b, Q, 3 wegen der Natur dieser Laute 
zusammengestellt zu sein scheinen, mag bei h, O die Aehnlichkeit der Namen 
bei \ d, bei 9, b, bei p, ^ die Bücksicht auf die Gegenstände, welche man unter 
den Buchstaben sich dachte, ausschlaggebend gewesen sein. 

4. Sehr wahrscheinlich ist die Yermuthung Ewald^a, dass die 22 Zeichen des 
Alphabetes ursprünglich so geordnet waren, dass in ihrer Mitte ^ und :) standen. 
Diese abgerechnet bildeten sie zwei Beihen von je 10 Buchstaben, welche sich an 
den Fingern herzählen Hessen. Die von Ewald vermuthete ursprüngliche Beihen- 
folge ist 

h 1 tt n ö 
fi p "^ n ti 

Dazm befremdet nur, dass die Hebräer zuerst &*^?^ und dann erst ta'^^^ gezählt 
haben sollen , während man doch zunächst an den Fingern der einwärts ge- 
wandten Hand zählt. Sonach wäre weiter zu vermuthen, dass die erste Beihe 
firüher an zweiter Stelle und umgekehrt stand. Hierfür Hesse sich die Beihen- 
folge der Buchstaben im aethiopischen Alphabete geltend machen, in welchem 
die Beihenfolge beider Beihen wenige Abweichungen abgerechnet die umge- 
kehrte ist.^) Ein weiterer Hinweis hierauf läge in dem Worte ekmenta die An- 
^i^e, gleichsam das ABC, wenn es mit Ä, F. Wolf von baa und nicht mit 
Trendelenburff von 'alere' abzuleiten wäre. 

5. Die heutigen Juden verwenden die Buchstaben des Alphabetes wie die 
alten Griechen auch zur Bezeichnung der Zahl Von dieser Verwendung findet 
sich im A. T. noch keine Spur. Auch scheinen die alten Hebräer sich keiner 
Ziffern (besonderer Zahlzeichen) bedient zu haben, wie sie uns auf assyrischen, 
phönicischen und ägyptischen Inschriften und ägyptischen Papyrus begegnen. 
Buchstaben für Zahlen begegnen uns zuerst auf den maccabäischen Sekeln. Dort 
finden sich neben vollen Datirungen wie a^l^K naiö häufiger Abkürzungen und 

zwar «ü d. i. nh« njö, 3« d. i. ü^Tio nati, aw d. i. tt5btt5 n:tij w d. i. »5^« nati. 

Diese Verwendung der Buchstaben gehört demselben System an, dessen sich 
die Juden noch jetzt bedienen. Die Einer bezeichnen K — la, die Zehner *)— ac. 
Für die Hundert bleiben nur p — 1\ Mit diesen bezeichnet man 100—400. Da- 
über hinausgehende Hundert schreibt man durch Zusammensetzung von n (400) 
mit dem Buchstaben des an der Gesammtsumme nach fehlenden Hunderts ^ 
400 + 200=600; pn'n 900 (400 -f 400 + 100.) Auch verwendet man wohl 
die fünf Finalbuchstaben für 500—900: *^ 500, & 600, ■) 700, t\ 800, y 900. Die 
Tausende drückt man durch die Buchstaben der entsprechenden Einer aus und 
unterscheidet sie von diesen durch zwei Punkte b 2000. Bei zusammengesetzten 
Zahlen steht die grössere voran, also rechts 3'^ 12. 15 und 16 wären nach diesem 
Systeme zu schreiben tf^ und f^. Da dies aber als Abkürzung des Gottesnamens 

>) Sie ist nur durch den Aus&ll von \ ' und p unterbrochen worden. 
2) Ewald, Lehrbuch. S. 45 ff. Diümannf aeth. Gramm. S. 14 ff. 
Bi»da, bebr. Grammatik. 3 



34 Erster Haupttbeil. Sohriftlehre. 

mm geÜASst werden könnte, so vermeidet man diese Schreibung und schreibt für 
15 l'O d. i. 9 + 6, für 16 t*0 d. L 9 + 7. 

6. Ebensowenig wie Zahlzeichen finden sich im A. T. Abkürznngen. Aach 
für diese ist das V der Münzen das älteste Beispiel. Die heutigen Juden haben 
ihrer^eine grosse Anzahl in Gebrauch. Die häufigsten derselben sind 'D d. i. 
•»Ab, '^y\ d. i. "iniai, •''' oder '''^ d. i. ItilT. 



ZWEITER ABSCHNITT. 

DIB VOOALSOHBIPT. 

27 Eine blos aus Consonanten bestehende Schrift genügt voll- 
kommen dem Bedürfnisse einer semitischen Sprache, solange die- 
selbe nicht dazu neigt, den consonantischen Auslaut aufzugeben. 
Denn die fehlenden Yocale ergänzt der Lesende unschwer, da die 
Syntax fest und starr ist. Ein einzeln stehendes semitisches Wort 
ist oft überaus vieldeutig, ein im Satze stehendes nur sehr selten 
mehrdeutig. Nun sind im Hebräischen consonantische Verluste im 
Wortauslaute häufig, Contractionen von Diphthongen die Regel. 
Dieser Zustand der Sprache erweckte wohl zuerst das Bedürfniss 
nach einer Bezeichnung der Yocale. Man genügte demselben, indem 
man Gonsonantenzeichen zur Bezeichnung der Yocale benutzte. Es 
sind dies n, 1, '^. Und zwar hat die Verwendung dieser Consonanten 
als Yocalzeichen ihre Geschichte gehabt. 

Auf den phöniclBChen Inschriften ist die Setzung von Consonanten für Yocale 
ungemein selten. 3& ist *^a&, ^ ist *tS, Da*) ist D^i*^, T ist ht oder ^t, bansC ist D'^aT% 
"pn ist 43"^)^ Snr bauten/ t^Kl 'ich baute' "^n^^a^. Kur blos aus einem Yocal ' be- 
stehende Suffixe werden geschrieben "^13^79 'mein Lager\ Erst im Neupunischen 
wird die Yocalschreibung Begel. Yiel reichlicher finden sich Yocalbuch- 
staben auf der Inschrift Mesas. Hier wird die erste Person Sing. Perf. immer 
''n geschrieben; '»nate Z. 2—3, T^'^aa Z. 21. 22. 23. 26, Tm^ Z. 26, T^tt^ Z. 29; 
der Stat. constr. des Plurales mit *^ *ia*i 'Tage' Z. 8; *^a&b vor Z. 13. Aber nur 
einmal findet sich innerhalb der Endsylbe ein Yocalbuchstab laiin Z. 32 d. i. 

D^^aiiin, roa d. i. »ttra, •^a^ün z. 4 d. i. •^a^nöin, ntta d. i. rk^i^ z. i5. Das 

Suffix der dritten Person Sing. Masc. wird durchweg durch M bezeichnet. 

28 a ^^^ Befund auf dem Mesasteine stimmt nun durchweg zu dem, 
was sich aus dem jetzigen Zustande des A. T. über die Entstehung 
der hebräischen Yocalbezeichnung erschliessen lässt. Danach ist 
dieselbe die folgende gewesen. Die Schreibung eines Consonanten 
für einen Vocal war ursprünglich auf den Wortauslaut beschränkt. 
Sie entstand daraus, dass die fortschreitende Decomposition der 
Sprache da einen Vocal erzeugte, wo früher ein vollerer, consonan- 
tischer oder aus Gonsonant und Vocal bestehender Wortauslaut 



Zweiter Abschnitt. Die Yocalsclirift. 35 

bestand. Man behielt die alte Schreibart bei und gewöhnte sich so 
den Gonsonanten als Zeichen für einen Yocal anzusehen. Von hier 
aus übertrug man diese Schreibung weiter. Auf dem Mesasteine 
wird das Suffix der dritten Pers. Sing. Masc. immer durch n be- 
zeichnet. Diese ältere Schreibart statt der jüngeren mit 1 hat sich 
in vielen Stellen des A. T. erhalten, nS*»:? Gen. 49, 9 neben iih«. 
Dieselbe erklärt sich daraus, dass man früher in solchem Falle das 
Suffix hü sprach, in welcher Form sich dasselbe ja in andern Fällen 
bis in den jüngsten Hebräismus erhalten hat. Als später die Con- 
traction des Pronomens mit dem Wortauslaute eintrat, behielt man 
die Orthographie bei, so dass nun n Zeichen für den auslautenden 
langen Yocal zu sein schien.^) 

Das n erscheint jetzt auch als Zeichen für ä. Das wird yer- b 
anlasst sein durch die Accusativ- bezw. Localformen, wie ns^K, 
nfi*^, welche jetzt auf ä^ früher auf hä ausgingen. Auch die be- 
tonte Femininendung ä ry-^ würde die Brücke bieten, falls diese 
durch Yermittelung von äh aus ät entstanden ist. Yon hier aus 
übertrug man n-;- auch auf solche ä^ welche anders entstanden sind, 
z. B. nwip aus küman. Noch jünger aber wird der Gebrauch von 
n zur Bezeichnung der Diphthonge ä und i sein, r\f^^ n?n. 

Hingegen schreibt sich die Yerwendung von ^ jzur Bezeichnung c 
von ö bezw. u, sowie von *i zur Bezeichnung von i bezw. t von solchen 
Fällen her, in welchen früher Diphthongen oder Yocale mit ent- 
sprechendem Gonsonant gehört wurden. Orthographien wie ntpifi, 
Di'', 'l^^in, "»attTt, "^Xl^ schreiben sich aus einer Zeit her, in welcher 
man mauiah , jaum, huwrad, iaiiihi, jamai sprach. Nachdem Gon- 
traction eingetreten war, schienen diese Gonsonanten Yocalzeichen 
zu sein und wurden nun einerseits auf anders entstandene Yocale 
übertragen, wie iw für nw*», wie andererseits für sie die oben er- 
wähnten mehrfach eintraten, so TX^^\ während man *) erwarten sollte, 
welches sich bei vielen Ableitungen von n^ vor Suffixen noch findet 
und oft.Yeranlassung zur Yerwechselung mit Pluralen gegeben hat. 
Letzteres geschah wohl, um diese Formen von den gewöhnlichen Yer- 
bindungsformen zu scheiden. Bei der Durchführung dieser Ortho- 
graphie hat man darnach gestrebt, die Etymologie möglichst hervor- 
treten zu lassen. 

Wenn auf dem Mesasteine ynxn Z. 32 aber ^TSfSSn Z. 4 steht, so erklärt sich 
das vieUeicht daraus, dass man im ersten FaUe noch den Diphthong^en sprach. 
Umgekehrt erkl&rt sich die Sitte der phönicischen Inschriften, das "^-^t- des Stat. 

1) YergL unser h in Schuh und e in ieren, 

3* 



36 Erster Hauptiheil. Schriftlehre. 

constr. in der Gonsonantenschrift nicht kennüich zn machen, ana dem frfihen 
Eintritt der Contraction im PhoniciBohen.*) 

d Sonach sind n, \ "^ auf dieselbe Weise zu Yocalzeichen geworden, 
wie später k. Dieses deutet jetzt da ein eS an, wo die alte Sprache 
a sprach. Bei der Aufgabe des Hauchlautes trat nach § 110 Dehnung 
zu ä ein. ^t^ yerräth, dass es früher bäii gesprochen wurde. Wenn 
die hebräische Orthographie dieses tt zur Bezeichnung anders ent- 
standener ä nach § 31 nicht zulässt, so ist das ein Beweis für das 
geringe Alter dieser lautlichen Vorgänge. 

29 Auch nachdem man sich gewöhnt hatte, die Zeichen n, \ "^ für 
Yocale zu setzen, geschah diese Setzung anfangs spärlich und griff 
erst allmählich weiter um sich. Wir finden im A. T. noch eine 
ganze Reihe von Orthographien der ältesten Art mit Vermeidung 
eines jeden Yocalbuchstaben. ttbh Ex. 2, 5, n^n:m, tHs^ Ex. 1, 15, 
^np^ Job. 22, 4. Daneben aber finden sich ebensoviel Beispiele, in 
denen sogar kurze Vocale durch Yocalbuchstaben bezeichnet worden 
sind. TOW ^ 102, 5 für nsn, «nbni 2 Sa. 13, 8, noSßrt« Jes. 18, 4, 
nb^glDM Ezra 8, 25. Man hat sonach die Yocalbezeichnung immer 
weiter ausgedehnt. Auch zeigen sich wieder Fälle, in welchen in 
anormaler Weise die die Etymologie sichernde Yocalschreibung 
vernachlässigt ist. iK^i Jes. 6, 9 für niK^l. Namentlich zeigt sich 
das bei'K, welches nach seiner Aufgabe als Gonsonant die Länge des 
Vocales andeutete, '^r'r; Job 1, 21 für '»riKr», tnfcn 2 Sa. 20, 9 neben 
TPä'» Jes. 5, 29, oran? Jos. 2, 16, t^T" Dt. 28, 57, ^^n'^Mn 2 Sa. 3, 8. 
Aus allem muss geschlossen werden, dass es eine Periode in der 
Ueberlieferung des a. t. Textes gab, in welcher von den Abschreibern 
feste orthographische Gesetze nicht beobachtet wurden, in welcher 
vielmehr in dem Bestreben, den Yocal möglichst völlig zu kenn- 
zeichnen, die etymologische Schreibart vernachlässigt, vielfach 
phonetisch geschrieben wurde. 

30 a Dieser Zustand des a. t. Textes wurde in einer nicht mehr zu 

bestimmenden Zeit beseitigt. Es wurden für den a. t. Text bestimmte 
orthographische Regeln über die Setzung der Yocalbuchstaben auf- 
gestellt, jedoch nicht überall mit Consequenz durchgeführt. Wie 
sich alterthümliche Schreibungen ohne Yocalbuchstaben durch jene 
Periode einer regellosen Schreibung der Yocalbuchstaben hindurch 
erhalten haben, so hat man hier nicht alle fehlerhaften Schreibungen 
beseitigt. Hieraus erklärt sich der jetzige Zustand der hebräischen 
Orthographie. 

1) MorgeDländische Fonehungen, 8. 191. 



Zweiter AbBohnitt. Die Yocahchrift. 37 

Aus jener ältesten Periode hat sich die Gewohnheit erhalten, den b 
Yocal um so regelrechter zu setzen, je näher er dem Ende steht. 
?|'«rtnn 1 Kö. 14, 7. In der Endung wird er fast immer geschrieben. 
nfaV», V'lti«}, *T»aÄ. n ist für 6 in den meisten Fällen durch ^ er- 
setzt worden.^) In der Mitte und am Anfange des Wortes gilt die 
Setzung des Yocalbuchstabens nur dann als Begel, wenn der Yocal. 
der Wurzel angehört oder ein Wurzelelement in sich enthält: Dtp; 
9*^'n aus ha^wSta. uid aus kaukäb für käbkäb. 

Findet sich im selben Worte in zwei aufeinanderfolgenden Silben c 
derselbe Yocal, sei es, dass er beidemale einer Endung, oder einmal 
der Endung einmal der Wurzel angehört, so pflegt man ihn blos 
einmal zu schreiben. Und zwar pflegt ihn dann die Endsilbe zu 
haben. W*nwi Gen. 49, 23, tnwwj, ü^^^ 1 Kö. 2, 32, rrtD^ti 
(p 103, 22, '^1^ 1 Kö. 9, 6. Dieselbe Begel wird auch bei ver- 
schiedenen in aufeinanderfolgenden Silben stehenden Yocalen be- 
obachtet. ?ftq* Job 8, 10, ^^'IT^ Ex. 1, 13. 

Dieselbe Sparsamkeit in der Yocalbezeichnung hat man jedoch d 
umgekehrt auch dadurch erreicht, dass man den Yocal in der vor- 
letzten Sylbe und nicht in der letzten geschrieben, uy^^ Gen. 18, 24. 
Dt. 4, 8. 16, 19, nbipti 2 Sa. 17, 9, latttJpi Nu. 32, 15." Und neben 
beiden Schreibarten findet sich auch die bequemere mit zweimaliger 
Setzung des Yocalbuchstabens. D'^p'«!? cp 1, 5. 6, nitripti 1 Sa. 7, 16, 
"pQltSn 2 Chr, 7, 19. 

Bei nachlässigen Schreibern hat freilich im Gegentheil ein Yocalbnchstab oft 
einen zweiten incorrecten veranlasst. «pT^ ^i- ^i 1^* ^^'^i*^?? ^^^' 0, 11. 

Die hebräische Orthographie verschmäht es nach dem Gesagten, 31 
K von solchen Fällen aus, in welchen es nach seiner Aufgabe den 
Yoranstehenden Yocal verlängert hat und in der Orthographie bei- 
behalten worden ist, als Yocalzeichen auf die Schreibung anders 
entstandener ä zu übertragen, wie das in der syrischen und danach 
in der arabischen Orthographie die Begel ist. Doch findet sich als 
unorthographische Schreibung tt in einer Reihe von Fällen theils 
für n, theils da, wo die hebräische Orthographie den langen Yocal 
sonst gar nicht bezeichnet. Es lässt sich nicht mehr ausmachen, 
ob hier Reste aus jener Periode einer regellosen Orthographie vor- 
liegen, in welcher man sich etwa an diese Uebertragung des K ge- 
wöhnte, oder ob nur die Fehler eines späteren Abschreibers vor- 



1) Aach Euweflen an unrechter SteUe. Für '^S^ 1 8a. 14, 39 liess IW^. Ein 
Abschreiber las ^3Vi falsch ^^ und schrieb es in die neuere Orthographie um. Siehe 
Wütkauaen a. St. 



38 Erster Haupttheil. Schriftlehre. 

liegen, welchem jene Orthographie aus dem Aramäischen oder 
Arabischen geläufig war. 

1. Beispiele der ersten Art sind M'it Nu. 11, 20, MftH Jes. 19, 17; Ktl'i^ Ez. 27, 
31 ; V&li für hba Ez. 36, 5; Km& Ez. 31, 5: M3«3 ^ 127^ 2: K^OQ Thre. 3.' 12; K^ 
Bu. 1, 20; KW Dan. 11, 44. Solche der zweiten bK^ Hos. 10, 14; A&Cn Neh. 13, 
18; fiUT^glPWEz. 41, 15. 

2. Viermal findet sich die dritte Pers. Plar. Perf. mit K4 geschrieben K^^Vvi 
Jos. 10, 24; K^inK Jes. 28, 12; K^liSp Jes. 10. 5. »«1103 ^ 139, 20. Es sind das 
Schreibfehler und es liegt in ihnen keine Einwirkung der arabischen Ortho- 
graphie vor. 

32 Diese Bezeichnung der Yocale durch Gonsonantenzeichen genügte 
nach dem Aussterben der hebräischen Sprache nicht mehr, um die 
richtige Aussprache zu sichern. Denn auch so waren viele Worte noch 
vieldeutig. So kann z. B. IKStt iKSb, ^KSfi, ^VfXü sein. Um die Ueber- 
lieferung der richtigen Aussprache der heiligen Schriften an die 
kommenden Generationen zu sichern, musste man sich entschliessen, 
die Yocale genauer zu bezeichnen. So gross war aber schon die 
Ehrfurcht vor dem überlieferten Texte, dass man nicht wagte, be- 
sondere neue Vocalbuchstaben einzuschieben oder, wie die abes- 

' sinische Schrift es thut, den Vocal durch Veränderung der Gestalt 
des vorangehenden Consonanten anzugeben. Vielmehr ergriff man 
das Auskunftsmittel ^ durch besondere Zeichen über und unter den 
Buchstaben die vocalische Aussprache anzugeben. Dass man so 
verfuhr, wurde ferner zum nicht geringen Theile dadurch veranlasst, 
dass in der syrischen Orthographie eine ganz ähnliche Punktation 
schon viel früher bestand.^) 

33 Die Vocalschreibung durch besondere Zeichen und Punkte hat 
selbstverständlich wie ihre Anfänge so ihre Entwickelungsgeschichte 
gehabt. Ueber beides fehlt jede Tradition. Vielmehr liegen uns 
jetzt zwei vollkommen abgeschlossene Systeme der Vocalsetzung vor, 
welche jedoch sichtlich ihren Ursprung denselben Principien ver- 
danken. Von diesen kannte man bis in die neuere Zeit nur das in 
unseren Drucken übliche, von den meisten Handschriften dargebotene 
tiberiensische Punktationssystem '»D'iaü *Dp? oder böpte*; fn« '3; das 

9 Ood. Mos. Brit add. 12150 411 zu Edessa geschrieben zeigt schon Vocalschreibnng 
mit Punkten. — Ueber die syrische Pnnktation und ihr Yerhaltniss zur hehräischen ver- 
gleiche: JET. Ewald f Abhandlungen zur orientalischen und biblischen Literatur. L 
Göttingen 1832. 8''. S. 53 ff., und in Z. f. K. d. M. I, S. 205 ff. II, S. 109 ff. 
JET. Huj^dd in Studien u. Kritiken. 1830, S. 247. J, P. Martin in Journal Asiatique. 
1869, 6« s6rie. t. XTV, S. 245 ff. 1875, 7« s6rie. t. V, S. 81 ff. 1872, 6« 86rie. 
t XIX, S. 427 ff. A. Merx, Orammatica Syriaca, § 9 ff. Oeiger in Jüd. Zeitschrift {. 
Wissensch. u. Leben. Th. X, 1872. S. 10. S, NeaUe in Z. D. M. G. XXX, S. 525 A 



Zweiter Abschnitt. Die Yocalschrift. 39 

zweite, das babylonische Punktationssystem ^yw^ Vpi oder "^bnä ist 
erst durch F. A. Firkotvitsch's handschriftliche Funde wieder bekannt. 
Das Yon uns gebrauchte iiberiensische ist weit einfacher, klarer und 
consequenter als das babylonische, welches schon deshalb nicht in 
allgemeinen Gebrauch kommen konnte. Letzteres findet sich in Hand- 
schriften aus Persien, Arabien und der Krim, am besten und ge- 
nauesten in der ältesten Bibelhandschrift Yom Jahre 916 — 17.^) 
Zur Punktation der Targumim und der Gebetbücher scheint es in 
Jemen eigen benutzt worden zu sein. Da das babylonische System 
das unYollkommnere ist, könnte man yermuthen, es sei das ältere. 
Doch bestätigen das weitere Gründe nicht. Bezeugt ist die Existenz 
des letzteren seit dem neunten Jahrhundert, das tiberiensische 
scheint älter als das achte Jahrhundert zu sein. Beide haben eine 
Zeit lang neben einander bestanden, woraus sich das Vorkommen 
tiberiensischer Punkte in babylonisch punktirten Handschriften, wie 
auch die mehrfach nachweisbare Beeinflussung unseres Textes durch 
die babylonische Punktation erklärt. Eeins dieser beiden Systeme 
hat Eingang in die Synagogenrollen gefunden. 

Das tiberiensische System scheidet die folgenden Vocale 34 

d ai ^ ^ 

K und i 13 

ü und ü 19 für ü auch ^ 

Ausserdem hat es noch ein besonderes Zeichen , um die Vocal- 
losigkeit eines Consonanten anzudeuten ta. Dasselbe Zeichen dient 
jedoch auch dazu, den nach Verflüchtigung eines kurzen Vocales 
noch übriggebliebenen Vocalanstoss * zu bezeiclinen. Hat derselbe 
jedoch den Klang eines ä, ä oder d, so yerbindet man -^mit dem 
Zeichen des betr. kurzen Vocales. So entstehen — \ — ^ , — *. 

Im einzelnen gelten folgende orthographische Begeln: -^ und — p treten bei 
Kaph in den Bauch des Buchstaben ^ ^ Bas Zeichen für o wird nicht gerade 
über, sondern etwas links vom Consonanten gesetzt b. Daher i uh>, i ow. Ist 
es vor oder nach einem tt9 zu sprechen, so verbindet man es mit dem diakri- 
tischen Punkte dieses Buchstabens, oder setzt es auf die andere Seite trin ; ^XOIp 

t) Prophetae posteriores ad fidem codicis Babylonici ed. Herrn. L, 8traek, Peters- 
borg 1S75. PurntTf Prospectns der der Odessaer Gesellschaft t Qesch. u. Alterth. ge- 
hdrsüden hebr. n. rabbin. HMSS. nebst Facsiniile. Odessa 1845. 4®. J. Dtrtnbowrg 
in Journal Asiatiqne. 6^ s6rie. U XYI, 8. 310, Anm. 3. 8. 513. H, L. Strack in 
Zeüsehrift t d. gesammte luth. TheoL u. Kirche. 1875, Bd. 36. 8. 585 ff. 



40 Erster HaupttheU. Schriftlehre. 

35a Auch die Namen dieser Yocalzeichen schliessen sich an die 
syrische, ja auch arabische Benennung an. Diese geschieht nach dem 
physiologischen Vorgang bei der Aussprache der Vocale. -^ heisst, 
weil mit normal geöfiEnetem Munde gesprochen, nn&, arab. faihä^ syr. 
Mnn&; — heisst ^"yi oder auch mv Yom Aufreissen oder Spalten des 
Mundes; -^p'ü'^H d. h. Knirschen, -^ ö Dbin d.i. 'Fülle', yoUständiger 
Q'flD Ätbti, ^ pym Pfeifen, Vom gleichen Vorgange, nämlich yon der 
Zu&ammenziehung des Mundes sind benannt "pjip — u und t) (syr. 
**säsä, ar. dammä) und — fpp* Dies ist ein Beweis dafür, dass die 
Erfinder des Punctationssystems das — schon dunkel als a oder o 
sprachen, was auch aus der Verwendung desselben Zeichens für ö 
und yielen grammatischen Erscheinungen, so namentlich aus der 
Schreibung — — i folgt. Ist — Zeichen für ö^ so heisst es zum Unter- 
schiede tplülj flä^ Kämes correpium, schnell gesprochenes Kämes. 
Hingegen heisst -7-, welches einige jüdische Grammatiker pu^ run^ 
Kleinpa&ah^) nennen, btip wegen seiner traubenförmigen Gestalt. 
Ebenso hat auch f^p einen die Gestalt bezeichnenden Namen, 
nämlich mp': thtO DreipunkL 

Die Namen nnfi, *f']tf, py*^, yvi^ haben sämmtlich eine ungrammatische Form. 
Dieselbe ist dadurch entstanden, dass man die erste Silbe dieser Namen mit dem 
Vocale gesprochen hat, welchen sie bezeichnen. Sonach ist zu mnemotechnischen 
Zwecken umgelautet nno aus nxjö, ''^at aus "^•^, p'^n aus p'Th, yojj aus yog, 
aus dem gleichen Grunde sagt man auch hi^t$ für biAÜi 

b Das Zeichen der Vocallosigkeit heisst VQIC oder Kiti, yermuth- 
lich entstanden aus tOXi 'Ruhe'. Näher scheidet man es als ni M1V 

»I T » t 

ruhendes Sch*wa *Sch*wa quiescens' yon 75 ÄjtÖ bewegtem Sch^wa 
'Sch^wa mobile' d. i. dem Vocalanstoss. 

Diese Bezeichnung erklärt sich aus der, aus der arabischen Grammatik ge- 
flossenen, Vorstellung der Jüdischen Grammatiker, daSs der Gonsonant, welcher 
ohne Yocal nicht gesprochen werden kann, ruM und durch Hinzutritt des 
y ocales bewegt wird. Daher nennt man die Yocale ll*ftip auch rvi9^9tn , arab. 
harakSA, 

c Das Sch'wa mobile unterscheidet man wieder nach der § 33 er- 
wähnten yerschiedenen Schreibung als Sch^wa mobile simplex und 
Sch'wa mobile compositum. Je nach dem Vocale, welcher zu dem 
Zeichen SchVa tritt, heisst man ein solches Sch^wa mobile com- 
positum ntiB Cjün abgekürzt aus nre CiW KJTD d. i. Schema corripiens 
Pad-ah, die schnelle Aussprache des Padah veranlassendes Sch^wa; 
biao CltJr, Yüp t|ttn und alle drei^D^^Cün Häteipvocale. 

Im Gegensatze zu den vollen Yocalen, welche t3*taVa heissen, heissen die 
Sch'wavocale bei jüdischen Grammatikern auch Ca'^'tay oder t3*^*im. Die &*^*l^ 



I 



I) Hierin liegt vielleicht eine Kachwirkung des babyloniscben PunctatioiissyitoiDS. 



Zweiter Absohnitt. Die YocalBchrift. 41 

serfjeOlen bei diesen in fünf lange und fünf kurze, ni^in» r\X^m und ni'ä^{p t\ 
Zn den erstem zählt man )^^tj, *^yt, hill p*^^ ^Y^* PT^t ^^ ^^^ letzteren aber 
nnö, WaO, liog pn-^n, t)fon 70)3, y^aj?. Diese Eintheilung ist nicht überall richtig. 

Dieses Vocalsystem zeichnet sich im allgemeinen durch Klarheit 36 a 
und Schärfe der Bezeichnung aus. Nur zwei Uebelstände zeigen 
sich. Es ist — Zeichen sowohl für ä (ä) als öy Segol sowohl für e 
als a. Doch werden diese dadurch erträglich, dass meist noch durch 
andere Zeichen über die Natur des — Aufschluss ertheilt wird und 
wenn — ä bedeutet, meist durch Zusammentreffen mit der alten 
Vocalschreibüng durch Consonantensetzung n-ir« *^ gesetzt wird. 
Doch finden sich auch Ausnahmen n3b% tidlanä. 



T V J 



Dadurch dass die neuen Punkte zu den alten Vocalbuchstaben, b 
jetzt Lesemütter nK^'^j^n t&E^ genannt, hinzutraten, entstand der 
Unterschied der sogenannten Scriptio plena (Mbtt) Yon der defectiven 
(lon) ohne Vocalbuchstaben, welcher dazu beitrug, die Lehre Ton 
den hebräischen Vocalen zu verwirren. Wo ö schon durch 1 be- 
zeichnet war, entstand nun die Form i, Holem magnum genannt. Der 
hierdurch bezeichnete Vocal ist jedoch ganz derselbe wie der durch 
— bezeichnete, nicht länger als dieser. Wo t schon durch "^ bezeichnet 
war, entstand nun die Schreibung *^, in der der Vocal doppelt be- 
zeichnet ist. Die Schreibung mit blossem -7- kann jedoch ebenso ein 
t bedeuten wie ^^. Und Kibbus hinwiederum kann ebenso lang 
sein als das durch Gombination mit der alten Vocalbezeichnung ge- 
bildete ^ Schurek. 1p2Mßt\ und ^tDPi. 

Yon der hier vorausgesetzten Yocalaussprache differiren die polnischen und 
deutschen Juden. Ausser dass sie Käme? wie sprechen, sprechen sie vielfach 
Holem wie ow, B^rS wie a«, Kibhüs wie ü, Ihre Aussprache des a wie fusst 
nach § 35* auf der alten palästinischen Tradition. Ihre Aussprache des und e 
ist eine moderne Zerdehnung, wie sie sich auch im Syrischen zeigt, z. B. *aiubed 
Hif*il von TIK. Der Ursprung der Aussprache von u wie ü ist ebenso dunkel, 
wie der der falschen Betonung des Hebräischen im Munde derselben Leute. 

Das babylonische Punctationssystem, welches hier nach der HS. 37 a 
Yon 916 beschrieben wird, unterscheidet sich durch folgende Punkte 
Yom tiberiensischen. 1) Es kennt kein dem tiberiensischen Segol 
entsprechendes Zeichen, sondern schreibt dafür theils das Zeichen 
des Padah, theils das des Sere, theils das des Hirek. 2) Es macht 
Yon der Verbindung des SchVa mit Vocalen einen viel ausge- 
dehnteren Gebrauch als das tiberiensische. Denn diese Zeichen 
entsprechen nicht nur den tiberiensischen Hätecpvocalen, sondern 
treten überall ein, wo die Kürze des Vocals markirt werden soll. 
3) Es unterscheidet durch eine andere Verbindung yon SchVa und 
Vocal den Yor einem dagessirten Consonanten stehenden Vocal. 



42 Erster Haupttbeil. Scbrifilehre. 

4) Die Yocalzeichen treten mit Ausnahme des Schürek durchweg 
über die Gonsonanten und zwar stehen sie links über denselben. 

b Es stimmen in beiden Systemen überein die Formen des Schürek 
^, Hirek und Sere, nur dass die letzteren über dem Gonsonanten, 
bei scriptio pleno mit Jod über diesem stehn: '^la'^ä. Das Zeichen 

des Holem ist ' (Q|)n) j) v i Kibbüs wird^ wenn es lang ist, durch • 



ÄH. 




bezeichnet yi)fcd!^DV h 1*^8 ^ämes durch ^ 



In der Bezeichnung der kurzen Vocale zeigt sich nun eine 
grosse Inconsequenz. Dem tiberiensischen Zeichen -^ PaOah 
stehn hier zwei Zeichen gegenüber, welche jedoch beide sowohl für 
tiberiensisches Padah als Segol verwandt werden. Das eine von 




diesen ( j^ ) steht für betontes Padah sowohl 



tD?ti als für betontes Sere. l^fj/r? *• ^' "^^^ \\?2) ^' ^' 

•rbia. Und dasselbe Zeichen wird überdies wie das tiberiensische 
Segol in den unten § 36 a erwähnten Fällen zur Bezeichnung eines 





ä verwandt V tl) KDV d. i. T\ym. Das andere «^ vertritt sowohl 




unbetontes tiberiensisches Padah i/IIa? als unbetontes tiberien- 
sisches Segol \^^Q) d. i. ^big, wie endlich tiber. Hätef- 





Padah )1Win5 d. i. nw u. Hate(p.Segol 



9ia9K, das sich in seiner Punctation sonach nicht von 
ns^ unterscheidet. 




V n r 



Zweiter Abschnitt. Die Yocalschrifb. 43 

Neben diesen beiden kurzen Vocalen stehn nun die durch das c 

unter den Vocal gesetzte Zeichen des Sch^wa " ^IJ^i^f ^- i- "^^"^ 
gebildeten kurzen Vocale, welche zugleich die Stelle der tiberiensi- 




schen Hate^vocale vertreten. Es sind ü ± iSiijv^ » "^^? » ^' 
wie im tiberiensischen Systeme durch Eames mit SchVa geschrie- 



ben jl, vertritt sowohl Kames-Hatü(p \[fs^^)y d. i. *^«fi*3 als 




Hate(p - Kames vbi/ \J V ^ v (J (/KsS d. i. Dn^^brjÄ. Kurz ö ist i: , 

also Sere mit untergesetztem Strich. IJ ^^Tl) U ^* ^' ^i?*35- 

Dasselbe entspricht jedoch nur in beschränkter Weise dem tiberiensi- 
schen Segol, da demselben in den oben erwähnten Fällen PaOah, 



in vielen andern i jl gegenüber steht. So //vvC d. i. bM. Für 





tiberiensisches Hirek in \j UJJkJJ'IJ d. i. nym. 



Von diesen kurzen Vocalen werden nun diejenigen unterschie- d 
den, welche vor einem dagessirten Gonsonanten stehn. Man schreibt 
sie durch über den Vocal gesetztes SchVa. 

Von den beiden Zeichen für Padah findet sich nur das erstere 




— Jk ^m 



yM *• '- ^^^- 



in dieser Combination ^ l ^jy\\ 11 d. i. $rbr\5. E vor Dagesch 




ist ^ P l^/jr^J d. i. tnOÄ^ Hos. 10, 10. Doch widerstreitet 



diese Punctation mit 6 der sonst in diesem Systeme durchgeführten 
Sitte, die erste Person Imperf. Sing, mit i auszusprechen. Das 

wäre hier -r . So nS^\^7i^ fiir ä'^^J- F^r tiberiensisches 



44 



Enter Hanpttheil. Schriftlehre. 



mrek 



Tl)^]; d. i. riBT. ^ Tor Dagesch ist T TTO (P®) 

^^^2^d. i. ^ti Ez. 16, 4.') 



d. i. mpB, 6 Tor Dagesch ? , so 



Lang 


e^ ä ä\ ä ä 




Kurz 


h 


S 


S>% 


^%.% 


Kurz 
vor Dagesch forte 


3 


.i 


5 3S 



DRITTER ABSCHNITT. 

DIE 00NS0NANTI8GHEN BEIZEIGHEN. 

38 a Die alte hebräische Schrift schied den verstärkt auszusprechenden 
oder, wie man früher sagte, verdoppelten Consonanten (vergl. § 133) 
nicht vom einfachen. Da jedoch die verstärkte Aussprache in vielen 
Fällen die Etymologie andeutet, in fast allen aber für die Bedeutung 
des Wortes ausschlaggebend ist, so musste man, um Missverständ- 
nissen beim Lesen vorzubeugen, dieselbe von der einfachen auch 
durch die Schrift unterscheiden. Man that das, indem man in den 
verstärkt auszusprechenden Consonanten einen Punkt setzte. Man 
nennt ihn liy^ d. h. acuens seil. Uteram. 

- T 

b Dieses selbe Zeichen für die verstärkte Aussprache benutzte man 
auch, um die alte, unaspirirte Aussprache der aspirationsfälligen 
Buchstaben n&3^3il zu kennzeichen, s. §. 66, Es war diese doppelte 
Verwendung eines Zeichens unbedenklich, da ein Zweifel über die 



2) Weiteres siehe bei JET. Ewald in J. B. W. 184S, S. 160 ff. J. Olshausen in 
Berliner Monatoberichte. Juli 1865. /. Fürst in Z. B. M. G. XYin, 8. 314 ff. 
JJ. L. Strack in Zeitschr. f. d. ges, luth. Theol« u. Kirche. Bd. 38. 1877, S. 17 ff. 



Dritter AbBchnitt. Die conBonantiscben Beizeichen. 46 

jeweilige Bedeutung desselben nicht aufkommen kann. Ueberall wo 
Dagesch in einem auf einen Vocal folgenden Consonanten steht, kann 
es nur die verstärkte Aussprache bezeichnen, da andernfalls der 
Consonant aspirirt gesprochen werden müsste. Wo es hingegen in 
einem die Silbe beginnenden Consonanten steht, kann es nur die 
nicht aspirirte Aussprache bezeichnen, da keine- Silbe mit einem 
verstärkt zu sprechenden Consonanten beginnen kann. Man scheidet 
das Dagesch nach dieser seiner doppelten Verwendung in pjn wy^ 
oder ^M Dagesch forte und bß XÖXn oder ntn Dagesch lene. 

Der letztere Name ist Misgveratftndniiwen aiugesetzt. Es begreift sich aur 
ans dem Gegensatz zum Dagesch forte, dessen Aussprache stärker als die der 
unaspirirten Consonanten ist. Besser scheidet man beide als Verstärkwngs- 
dagesch nnd Härtungsdagesch, 

Die grammatische Kunstsprache scheidet vom Dagesch forte die 39 
folgenden Abarten. Tritt nach § 138 a scheinbar die verstärkte Aus- 
sprache eines zwischen einem kurzen Vocale und Vocalanstoss 
stehenden Consonanten ein, um diesen letzteren zu halten und eine 
Silbenzusammenziehung zu hindern, so heisst das Dagesch forte dann 
Dagesch dirimens, weil es die Silben trennt und auseinanderhält, 
s. § 71, 2, Anm. 

So in -^äfi? Dt. 32, 32 'Trauben' für *^ä3? aus'mafcöi; Y^rriwp Jes. 5, 28 a 
'seine Bogen' für 1*»^fnDg aus kaiatätaihü; bn5"*'g^n Jes. 57, 6 'glatte 
(Steine) des Baches' aus hälakai-nahal; H?i^*»b Prov. 30, 17 'dem Ge- 
horsame' für ri^I?*!^ *^s l'J'akahat; ^tfrv^^ii cp 45, 10 'unter deinen 
Kostbarkeiten' für ^"«nin^';^ aus b^jakardtaikd. Die landläufigen 
Drucke setzen das Dagesch dirimens nur sehr ungenau. 

Erfolgt die — nach § 133^ nur scheinbare — Verstärkung eines b 
Consonanten hinter einem vom Satztone betroffenen langen Yocale, so 
nennt man das Zeichen derselben Dagesch a/fectuosum ^^rt';'^ Job 29, 21. 

Erfolgt die verstärkte Aussprache eines ein Wort beginnenden c 
Consonanten, um ein vorhergehendes Wort mit demselben zu einem 
Complexe zu vereinigen, so nennt man dies Dagesch forte conjunc- 
tivum oder auch wohl euphonicum. ^^ T\'y^yt^ Jeß. 8, 2 Ich nahm mir 
Zeugen'; n*?-ntor\ Jes. 9, 6; ^> rm) Jes. 1, il; wnrnw Jes. 10, 3; 
nfmtt, wofür man dann auch in einem Worte schreibt rvria. Vergl. 
§'l38c. 

Eine Abart des Dagesch lene hingegen ist das sogenannte Dagesch 40 
emphaticum oder orthophonicum. Es pflegt in den HHSS. und ge- 
nauen Ausgaben dasselbe zu stehen: 

a) wenn ein Consonant nach einer in harter Verbindung (vergl. 
§ 102) stehenden Gutturalis eine neue Silbe beginnt. TVGTi Gen. 10, 7; 



T I 



46 Erfiter Kaupttheil. Schriftlehre. 

D>af:; Gen. 36, 5; DOBSfi Gen. 47, 11 ; nb«*5 *er schirrte an' Gen. 46, 29; 
nteitt 'Zehnten' Dt. 14, 28; iiaifü 'sein Verstand' ^ 34, 1; D*^>» Jes. 
1, iö; »iiarpt Jes. 10, 5. 
h b) wenn in zwei zueinander gehörenden Wörtern das zweite mit 
demselben Consonanten beginnt, mit welchem das erste schliesst. 
tD^ma-ta« Gen. 14, 23; ^^a^^DS ^ 9, 2; istob-b? ^15, 3; «if-'nirca? 
^ 26, 4; ü^); btiyj ^ 105, 44. 

Die babylonische Fnnctation setzt dieses Dageseh orthophonicum in alle die- 
jenigen Consonanten, welche anf Sehewa quieaeens folgen und mit Schewa 




mobile zu sprechen sind. ///Na \l^ •^uf ]/ ^^^' ^» ^* 

c) wenn auf ein yocalisch auslautendes Wort ein eng mit dem- 
selben verbundenes, mit Jod oder Zischlaut beginnendes Wort folgt, 
so erhält es dieser Consonant: nKlf ^Wp Ex. 12, 31; «il^o ^ta^p Dt. 2, 24; 
nkte ^»T»a«Jn Ex. 12, 15; t\> 'm©'>n' ^ 94, 12. 

Viele Grammatiker halten das in diesem Falle stehende Dage9ch fiir con- 
junctiynm. Vergl. über dass. Delitzsch Psalter Bd. 2. S. 129. 

41 Wie man für die Vocallosigkeit eines Buchstabens ein besonderes 
Zeichen hat, so begnügt man sich auch nicht damit, dass ein ein- 
facher aspirirter oder nichtaspirirter Laut sich durch Fehlen des 
Dagesch als solcher ausweist, sondern macht die einfache, bei 
raD^iAä zugleich aspirirte Aussprache noch durch ein besonderes 
Zeichen kenntlich. Es ist das ein horizontaler Strich über dem Con- 
sonanten ä, Yon den Grammatikern n&*i d. h. weich genannt. Man 
schreibt also ffbfi, Q'^äbia, "^äbtt, ^ä felb. Aber nur in genauen Hand- 
schriften ist diese Setzung durchgeführt. In unseren Drucken steht 
es nur, wenn ein Buchstabe aus einem besonderen grammatischen 
Grunde wider die Analogie nicht verstärkt oder aspirirt zu sprechen 

ist. D*^pMn nicht D^Äpaian, nnp« nicht r\rx&ti^. insb^ni nicht 

^ns^KPil. Hier ist überall die ursprüngliche verstärkte Aussprache 
des Consonanten aufgegeben. Aspirirte Aussprache hingegen und 
somit einen vor dem Consonanten stehenden Yoc^l deutet Raphe 
an in pS'lD aus Sarrukin, 13^^30 aus Sin^uballit. Jedoch nur correcte 
Ausgaben bieten hier Baphe, die landläufigen entweder gar nicht oder 
nur sehr inconsequent. 

42a Die Verwendung der Consonanten n, 1, "^ als Vocalbuchstaben 
konnte unter Umständen Zweifel über ihre Aussprache und damit 
auch über die Etymologie des betr. Wortes erregen. Denn am Ende 
eines Wortes finden sich dieselben öfters als wirkliche Consonanten. 
Um sie dort als solche kenntlich zu machen, versah man sie mit 



Vierter AbBohnitt. Die Ton- u. iQterpulictionBzeichen. 47 

einem Punkte, welcher p't&ia d. h.proferens, die richtige Atissprache 
veranlassend heisst. In unsem gedruckten Ausgaben findet sich 
Mappik nur bei n, und so unterscheidet man nun tnty^ 'ihr Land' 
und runK 'landwärts, erdwärts'; nQ| gäßah 'er ist hoch' und nbä gälä 
'er geht ins Exil'. In Handschriften aber findet man auch 'liä, .1^. 

Dasselbe Zeichen setzt man über k, wenn dasselbe seinen Gon- b 
sonantenwerth erhalten hat. Nur viermal jedoch findet sich diese 
Schreibung ^k^:m 'und sie brachten' Gen. 43, 26. Ezra 8, 18; iK^aij 
'ihr sollt bringen' Ley. 23, 17; ^ 'sie wurden gesehen' Job 33, 21. 

Auch für diese Buchstaben hat man umgekehrt ein Zeichen, c 
welches andeutet, dass sie Vocalbuchstab sind und keinen con- 
sonantischen Laut haben. Man benutzt hierzu das Baphe. rä 
'Blüthe' nicht 'ihre Blüthe'. Häufig erhält es das n des Suffixes der 
3. pers. fem. Sing., wenn dasselbe verhallt. n^lD^n 'ihre Gründung* 
aus wipw. 



VIERTER ABSCHNITT. 

DIB TON- UND INTEEPUNCTIONSZBICHEN (ACOENTE). 

Nach einem aller menschlichen Sprache eignenden Gesetze 43 a 
werden die einzelnen Silben eines Wortes zusammengehalten durch 
ihre yerschiedene Betonung.^) Eine Silbe bekommt einen den Ton 
aller anderen Silben übersteigenden, durch Hebung der Stimme er- 
folgenden, Hauptton oder Hochton, dem sich der Ton der übrigen 
unterordnet. In der Hebräischen Sprache ist derselbe auf die beiden 
letzten Silben beschränkt, kommt aber meist der letzten zu. Ist ein 
Wort mehr als zweisilbig, so sind die Yor der Haupttonsilbe oder 
um sie stehenden Silben nicht sämmtlich tonlos. Vielmehr erhält 
mindestens eine einen Tieften, der entweder als Vorton oder als 
Gegenton erscheint.^) Ein dreisilbiges Wort, welches auf der letzton 
Silbe betont ist, hat entweder auf der zweiten einen Vorton, so dass 
sich die Stimme stufenweis zum Hauptton hebt, D*)pbtt m'läktm oder 
auf der ersten Silbe einen Gegenton, 50*t3 bdr^jii; STT^S kd^'ha 
aus käbidät. Hier hat sonach die Endung den Ton auf sich gezogen. 

<) Herrn, Hup/Öd in Z. D. M. G. VI, 8. 153 ff. QeiffOTf Jüdische Zeitschrift für 
WisMoech. n. Leben. X (1872). 8. 10 ff. 

S) In truincrihirten hebriüschen Worten bezeichnet ' den Hochton, ^ den Gtegen- 
oder Yoiton. 



48 Enter Haupttbeil. Scbriftlehre. 

Es herrscht also im Hebräischen die rh^^hnUsche Betonnng, nicht wie im 
Deutschen, welches die Stammsilben betont, die logische. Im Deutschen ist das 
erst im Laufe der Zeit so geworden. Wörter, wie: lebendig, wahrhaftig^ allmählich 
zeigen, dass früher auch im Deutschen die andere Betonung üblich war und dass 
erst der Verlust der Endungen wie die weit vorgeschrittene Decomposition der 
Formen das änderte. 

b Das Bedürfhiss, die Haupttonsilbe eines Wortes in der Schrift 
kenntlich zu machen, konnte sich im Hebräischen nm so eher geltend 
machen, als dasselbe, wie viele Sprachen, gleichlautige Worte yer- 
schiedener Bedeutung durch yerschiedene Betonung auseinander- 
hält. nri9 'Todte', TWü ^sie starb'. Doch hat das hebräische 
Accentuationssystem nicht hier seinen Ausgang genommen. 
c Wie den einzelnen Silben eines Wortes ein yerschiedener Ton 
zukommt, so auch den einzelnen Worten eines Satzes. Ein solcher 
wäre, ohne dass sich sämmtliche Worte um ein besonders hoch be- 
tontes Wort gruppiren, rein unverständlich. Den Ton dieses Wortes 
nennt man Satzton. Er ist für das betr. Wort zugleich Wortton, 
also eigentlich nur ein gesteigerter Wortton. Gruppiren sich nun 
wiederum mehrere Sätze zu einer längeren Periode, so wird wiederum 
von den verschiedenen Satztönen einer einen besonders nachdrück- 
lichen Ton bekommen und sich so die anderen unterordnen. Die 
verschiedene Betonung der einzelnen Wörter im Satze nun folgt im 
Hebräischen, wie in jeder Sprache, ursprünglich logischen Gesetzen. 
Sie durch besondere Zeichen kenntlich zu machen, war nöthig, um 
den gleichmässigen Vortrag der heiligen Schriften zu sichern, welcher 
allmählich sich entwickelt hatte und herkömmlich geworden war. 
44a Der Tonfall, in welchem herkömmlicher Weise die heiligen 
Schriften recitirt wurden, muss zunächst die logische Gliederung 
des Satzes kenntlich machen. Denn man recitirt, um verstanden 
zu werden. Durch Einhalten hinter einem Satze oder Satztheile be- 
wirkt man, dass der Hörende die Worte gehörig verbindet. Hieraus 
erklärt es sich, dass die hebräische Accentuation zugleich die Stelle 
einer Interpunktion vertritt. Allein indem sich allmählich eine ge- 
wisse, möglichst bis zum Einzelsten gleichmässige Becitationsweise 
bildete, konnte es nicht fehlen, dass diese zuweilen mit der logischen 
Gliederung einzelner Verse in Widerspruch gerieth. Und in diesem 
Falle ist der logischen Gliederung kleinerer Satzglieder zu Gunsten 
des Rhythmus mehrfach Gewalt angethan worden. So«inH7?;> Mi. 2, 13. 

nn«p) 4, 8. n*fe)Dp (I> 72, 20. 

Die durch die Punctation dargesteUte Becitationsweise ist verschieden von der 
heutigen Cantilirung der Thora und Haphtarot in den Synagogen der deutschen 
Juden einerseits, der sephardischen andererseits. Die letzteren hahen sich aber ans 
der ersteren entwickelt. 



Vierter Abschnitt. Die Ton- u. Interpunctionszeichen. 49 

Erhält nach dem Obigen das letzte Wort des Satzes den Haupt- 
ton, um das Ende des Satzes anzudeuten, so darf dieses doch nicht 
zu grell Yom vorigen abstechen, da man sonst eher ein neues Wort 
erwarten würde. Am besten schliesst der Satz, wenn die vorletzte 
Silbe des Schlusswortes betont wird und bei der letzten sich die 
Stimme ein wenig senkt. Diese Betonung ist daher im Hebräischen 
sehr beliebt. Doch findet sich daneben auch Betonung der letzten. 
Das ist aber nur gewöhnlich, wenn man durch einen Yorton zu ihr 
übergehen kann. Da nun der hebräische Yocalismus seine jetzige 
Gestalt unter dem Einflüsse des Tones erhalten hat, so weichen die 
am Ende eines Satzes stehenden Wortformen vielfach von den in 
fortlaufender Rede stehenden ab. Man nennt die ersteren PausaU 
formen, 

1. Ueber die einzelnen Pausalfonnen ist in den einzelnen Abschnitten der 
Orammatlk zn reden. Falsch ist die VorsteUung, es lägen in den Pausalformen 
infolge des feierlichen Synagogenvortrages entstandene Umbildungen der in ge- 
wöhnlicher Bede stehenden Formen vor. Die Pausalformen gehören in ihrem 
Grundstocke so gut der lebenden Sprache an , wie die in fortlaufender Bede 
stehenden. 

2. Die meisten Pausalformen werden herkömmlicher Weise durch ein Zu- 
rückziehen des Tones erklärt. Sieht man jedoch genauer zu, so ergibt sich, dass 
die Betonung auf der vorletzten Silbe die ursprüngliche ist. Die Pausa hat also 
die Yerrückung des Tones verhindert. So tVffSi^ aus rdaSat: ttt^, MtiM^ zu- 
sammengesetzt ans asSU-ä, ra'ät-ä. Auch sonst erhalten sich in Pausa vielfach 
ältere Formen, so die 3. Pers. Imperf. Plur. auf 1^—, der Modus Energicus des 
Imperfecta, uncontrahirte Formen von 3*8 wie ^TiX^ u. s. w. Umgekehrt hat 
die Pausa in ursprünglich auf der Ultima betonten Worten die normale Zurück- 
ziehung des Tones verhindert. So F^bJ^ aus tro^amiU neben no^ aus warjamiU, 

3. Bedingt das unter 2. Erörterte, dass die Pausalformen voller sind, als die 
gewöhnlichen, so findet sich daneben doch eine grosse Beihe auf Ultima betonter 
Formen, welche auf einen kurzen Yocal ausgehen. Hier schliesst der Satz mit 
einem scharf abgestossenen Accent. Um dies zu erreichen, hat die Sprache über- 
aus häufig ursprüngliches X durch ä ersetzt, woi-über weiteres s. § 107. 

Die Anfänge der Accentuation mögen mit denen der Punctation 45 
überhaupt gleichalterig sein. Von einer Punctation ohne Accent- 
setzung ist nichts bekannt. Die Accentuation schliesst sich durch- 
weg an die ältere Verstheilung an. Die letztere geschah auf yer- 
schiedene Weise in den poetischen und den prosaischen Büchern. 
Gedichte schrieb man stichisch. Die logischen Perioden der Prosa 
schied man durch Zwischenräume, n^DB d. h. Einschnitt genannt. 
Sowohl die Verse als diese logischen Perioden heissen D'^p^fi. Die 
stichenweise Absetzung hat sich in unsem nachmassoretischen 
HHSS. nur in denjenigen Gedichten erhalten, welche inmitten pro- 
saischer Bücher stehen, die altePesukimabtheilung aber durch blossen 

Stftcle, hebr. Orammfttlk 4 



60 Erster Haupttheil. Schriftlehre. 

Baum ohne Doppelpunkt nur da, wo dieselbe als unrichtig später 
corrigirt wurde. Der Baum blieb, die spätere Eintheilung aber fällt 
nicht mehr mit ihm zusammen. Die Synagogenrollen haben die 
neuere Verseintheilung, yerschmähen aber dieselbe durch Punkte 
kenntlich zu machen, woYon zuerst der Tractat Sopherim redet. Die 
Trennung der Perioden durch den Doppelpunkt, welche jetzt für 
Prosa und Poesie gilt, scheint erst in der nachtalmudischen Zeit 
üblich geworden zu sein. Dass gerade der Doppelpunkt gewählt 
wurde, könnte darauf hindeuten, dass einst auch der einfache Punkt 
als Abtheilungszeichen verwandt wurde, sei es um einzelne Worte 
zu trennen, wie es auf der Mesainschrift und einzelnen phönicischen 
geschieht, oder aber um Yerszeilen zu trennen. Dieser Doppel- 
punkt heisst p^o& CflD 'Versende'. 

46 a An diese ältere Periodeneintheilung schloss sich nun das der 
Punctation wohl gleichaltrige, alle einzelnenWorte des Satzes umfas- 
sende Accentuationssystem an. Diese Accente heissen als Sinnzeichen 
Q*))37Q und sofern sie auch eine musikalische Bedeutung haben nid'^SiS. 
Durch sie wird zunächst der Satz in zwei Halbscheiden getheilt. 
Jede Halbscheid weiter in soviel Satzglieder als selbständige Be- 
griffe vorhanden sind. Zu einem Begriffe gehörende Worte werden 
durch verbindende Accente, Q*^MtDt3, conjunctivi, kenntlich gemacht. 
Die letzten Worte der Satzglieder durch trennende, D'^p'^ODig, dis- 
junctivi, ü^yOy D'fpbia, ausgezeichnet. Nach jedem durch trennenden 
Accent geschiedenen Worte erfolgt daher ein Einhalten der Stimme, 
eine Pausa, eine stärkere bei dem letzten Worte der ersten Vers- 
hälfte, die stärkste beim Versende. 

1. Die alte Yorstellung, dass ein trennender Accent als Fürst oder König 
seinem Satzgliede vorstehe, ist von 8am. Bohlitui^) durch Zerlegung der domini 
in verschiedene Bangclassen modiflcirt worden. Seitdem ist die bei den Christ^ 
liehen (belehrten herrschende Yorstellung bis zum Anfange dieses Jahrhimderts 
diese gewesen: 

Jede Vershälfte ist ein Gebiet (ditio), welches der am Ende stehende Accent 
(Sillük oder *A9näh) als imperator regiert. Der UnterabtheUang stehen reges 
vor, den kleineren Satzgliedern kleinere domini, duces und comites, 

2. Das hebräische Accentuationssystem ist mit grosser Feinheit durchgeführt. 
Dennoch reicht es wegen der Starrheit der in ihm geltenden Hegeln nicht über- 
aU aus. Bei zu kurzen wie zu langen Sätzen entsteht Verlegenheit. Bei den 
ersteren mag man keinen der trennenden Hauptaccente weglassen, wiewohl nicht 
soviel einzelne getrennte Begriffe vorhanden sind, um alle anzubringen. Man 
accentuirt dann gleichfalls in gewohnter Weise, wobei auf zusammengehörige 
Worte trennende Accente fallen müssen. Diese haben aber dort die Bedeutung 
verbindender, nach der Begel, dass ein trennender Accent in der unmittelbaren 



I) iS^aifi. Bohliua, äcrutinium scripturae sacrae ex accentibus. Rostock 1836. 



Vierter Abschnitt. Die Ton- u. Interpunctionazeichen. 51 

Nähe eines stärkeren verbindende Kraft gewinnt, servit domino majori, s. § 44 a 
Umgekehrt reichen bei sehr langen Perioden die DisjnnctiTi zuweilen nicht aus, 
nm alle BegriSseinheiten zu scheiden. Dann verwendet man Gonjunctivi als 
trennende Accente nach der Begel: fluni legati dominorum. 

Einzelne Accente sind an den Anfang (praepositivi) , andere an b 
den letzten Buchstaben des Wortes gebunden. Diese würden daher 
in vielen Fällen auf eine andere als die Tonsilbe zu stehen kommen. 
Um diese dennoch zu kennzeichnen, setzt man einen solchen Accent 
nochmals über die Tonsilbe, eine Hegel, die in den landläufigen 
Ausgaben des A. T. meist vernachlässigt wird. D'^fer , ?*»p'ifj Gen. 
1, 7; C|blÄ 8, 21; n3t'>'';5 2, 7; "itj^^ 2, 23. Die Praepositivi sind "in der 
folgenden Liste durch *, die Postpositivi durch f bezeichnet. 

Es finden sich im A. T. zwei Systeme von Accentuation. Von 47 
der gewöhnlichen weicht nämlich die der Bücher n^K oder u"tKt\ 
d. h. "'birö, ai'^K, W^bTXF^ durch den Gebrauch mehrerer besonderer 
Accente ab. Es ist daher eigentlich ungenau, beide Systeme durch 
die Namen prosaisches und poetisches zu scheiden. Die Zeichen 
des gewöhnlichen^ sogenannten prosaischen Systemes sind die 
folgenden*) : 

ä) Bisjunciivi. 
1) — p^te. Es wird der betonten Silbe des letzten Wortes 
des Satzes zugetheilt, verbindet sich daher immer mit : 
p^fi CflD. 

1) Eine vollständige Theorie der Accente zu geben, würde dem Plane dieses Lehr- 
buches nicht entsprechen. Die Theorie der Accentsetzung ist lange vergessen gewesen 
und erst durch die Bemühungen christlicher Gelehrten des 17. und 18. Jahrhunderts 
wieder gefunden worden. In neuerer Zeit hat dieselbe von jüdischen Gelehrten grössere 
Forderung erhalten, als von christlichen, * 8am. BofUius, a. a. O. *Matth, Wasmuthj 
accentuationts hebr. institutio methodica. Kilon. 1666. Weimarus, Dav. T\'^^T\ 
»npon *^S90 Doctrina accentuationis hebr. Zeiz. 1681. (Leipzig 1687. 1709. Jena 1717.) 
Michaelis, Joh, Heinr,, Gründlicher Unterricht von den Accentibus pros. u. metr. hebr. 
HaUe 1700. (ibid. 1716. 20. 30. 37. 55.) Starkiua, Htnr. Bened,, Lux accentuationis 
hebraicae. Lipsiae 1707. Birt, Joh» Frid,, Systema accentuationis hebraicae. P. I. 
Jena 1752. 4^. Einleitung i. d. Abtheilungskunst der h. Schrift, ibid. 1762. Michaelis, 
Joh, Dav., Anfangsgründe der hebr. Accentuation. HaUe 1741. (ibid. 1753.) *8pitgner, 
Ad. Ben., Institutiones ad Analyticam sacram textus hebr. V. T. ex accentibus. HaUe 
1786. * Heidenheim, Wojf, t3*«S9C3n na&m. Bödelheim 1808. Enthält eine sorgfältige 
Sammlung aller alten Zeugnisse über die Accente. Vergl. hierzu noch Journal Asia- 
tique. 6® s6rie, t. XYI, S. 379 ff. * Herrn. Huffeld a. a. 0. und Commentatio de anti- 
quioribus apud Judaeos accentuiun scriptoribus. Part I. De Aharone hen Ascher et Juda 
Chajugo. Part II. De Judah hen Büeam, Simsone Nakdano et Porta accentuum. Halle 
1846. 47. * Heinr. Ewald, Ausführliches Lehrbuch, §95—100. Letzterer unterscheidet 
sich von seinen Vorgängern durch die Annahme, dass das Princip des von der hebr. 
Accentuation sisnenfaUig gemachten Rhythmus die Dreitheilunff, nicht die Z weitheüung sei. 

4* 



52 Erster Haupttheil. Scbriftlehre. 

2) — n:n« oder «nnilHÄ Theilt den Vers in zwei möglichst 

gleiche Hälften und steht bei der Tonsilbe des letzten 
Wortes der ersten Halbscheid. 

3) — wjb» t- 

5) — Vina qgt. 

6) — TV]- 

7) — wnstt. 

8) — i*^ari. 

9) — a'>n'> *. 

10) — «ütfB t- 

11) -^ ntfi! 

12) — «ni *^Dnp auch bi*ia *^tö genannt. 

13) — «hj auch 0'1'D u. «bt« genannt. 

14) — D';Tli'n5. 

15) I — rtwib oder Mün&h mit P^sik. 

16) — nbi*iÄ «ttJ^bn *. 

17) — «5"IT t- 

18) 1-^ rbSxD. 



r %• I - 



V) Conjunctivi. 

1) — njnts. 

2) — «Dlia richtiger »n^tt oder kdi»d. 

3) ~ K^aDS «?T^. 

4) — »ni3 oder ^nia. 

5) — lar^. 

6) -^ »Dnj?. 

7) — nsüjj «tf'bn t- 

8) — rr\^ voller itti*^ p m*^ Neumond oder baba Bad. 

9) — «b«^«». 

48 Die Accentuation der Bücher Q"Kn*) verwendet, da ihre Verse 
kürzer sind, weniger Zeichen. Wie die gewöhnliche, hat sie als 
grössten trennenden Accent 

1) Batam r»'o« D*''^fiÖ 'Ä '^»5ü *i»tö mit Anmerkk. u. Zusammenstellung aller 
zerstreuten Bemerkungen der ältesten Grammatiker über diese Accente herausgeg. von 
Q. J. Polakj Amsterdam 1858. Baer, Seligm. rt'aK n*1in sive liber et praecepta et 
doctrinam plenam perfectamque accentuum libb. psalmerum, proverbiorum et Jobi con- 
tinens. Boedelheim 1852. Derselbe in Fraru DeUttach, Gomment über den Psalter. 
2. Band. 1860. S. 503 ff. In Kürze in der Vorrede Frang Deliinck'a zu Liber 
Psalmorum Hebraicus ed« B, Baer, Lipsiae 1861 und Q, Bickeü, OuÜines of Hebrew 
Grammar. Leipzig 1877. § 20a, 



Vierter Abschnitt. Die Ton- u. Interpunctionszeicben. 63 

1) — p^^p; dann folgt nicht Adnäh, sondern 

2) — ^ wi nbiy, auch ifprm »n«l3 od. ^fönia m^ää genannt. 

Hierauf erst kommt 

3) — ÄjnsriÄ? als Haupttrenner zwischen *Tii'>'j nbiy u. piip 

stehend ; theilt aber auch ohne ' Olä w*jdre& in D^ÄD 
kleinere Verse cp 72, 2—8. (p 22. Bei der Beihenfolge 
' O/S w^jörid *E&nahtä — Sillük — wird also der Vers 
in drei Theile, s. cp 1, 1, beim Fehlen von Ola Wjörid 
nur in zwei getheilt. 

4) — bina !^*^a*^. Von diesem wird unterschieden 

5) — liüp ?*»5*^, der Form nach oft gleich, aber immer un- 

mittelbar Yor ^ni*'" nVto stehend. 

I V 

6) — «Töti y»an. 

7) — «ß^t oder ni« f- 

8) I— nbi^a rttöb^ Schalschelet pesicatus. 

9) — *»m Tiphcha initiale. Es steht immer ausserhalb des 

Wortes vor dem ersten Consonanten. 

10) — ntfi. 

11) m^jb. Dieser Accent erscheint in doppelter Gestalt: 

ä) als I— iHWjb -fDntt Pesik mahpachatus und b) als 
I— sronab Kbt«* oder ^' »tj^. 

Hierzu kommen als yerbindende Accente: 
1) — KD^^ti. 

2) — nyiti. 

3) — "«ib? Munach superior. 

4) — Wtxt). Hat dieselbe Form wie W, von welchem es 

dadurch leicht unterschieden wird, dass es unter der 
Tonsilbe steht. 

5) — m^ oder baba. 

6) — »nia oder »na. 

7) 4- wanp oder «bm. 

8) — natsp nbflJbtJ. 

Ausserdem bedient sich diese Accentuation noch des M^^lias — , an 
Gestalt dem ^isi gleich, um eine vor Mer^x^ ^^^^ M^huppä^ stehende 
offene Silbe zu bezeichnen nin*^äp, nwp. Steht Mer'jia oder 
M^huppäi auf der ersten Silbe eines Wortes, welchem ein kurzes, 
nicht zu betonendes Wort vorangeht, so tritt ßinnbrit auf dieses und 
vertritt so die Stelle eines Makkew: nin "»ä für nnir^S 6 18, 8. 



64 Erster Haupttheil. Schriftlehre. 

49 Die enge Verbindung zweier Wörter zu einem durch einen Haupt- 
ton zusammengehaltenen Lautcomplexe drückt das Zeichen t{^lQ aus. 
Dieselbe tritt ein : ä) wenn ein einsilbiges Wort abgeschliffener Bed. 
vor ein schwerbetontes mehrsilbiges Wort tritt. Ist die erste Silbe 
des zweiten Wortes betont, so wird das erste Wort ganz tonlos, im 
anderen Falle erhält es einen Nebenton. Hauptsächlich erscheinen 
so verbunden -b«, TW, "b?, "^T?, "ü?, "^3, tW, "Ifi, H'^K, ja -bs , -b«, tiK, 
"b?, "Ül!, "^fi kommen häufiger verbunden als unverbunden vor. Auch 
das zweisilbige ytp^ verbindet sich auf diese Weise mit folgenden 
Worten. Es können durch Makki(p nicht nur zwei, sondern auch drei, 
ja vier Wörter verbunden werden. ateT^m» Gen. 1, 29. iVitJbrts-r« 
Gen. 25, 5. Ja zuweilen verlieren diese Worte auch vor einem 
schwerbetonten einsilbigen Worte ihren Eigenton aitr^3 Gen. 1, 25. 
b) Wenn ein mehrsilbiges auf der letzten Silbe zu betonendes Wort 
auf ein zweites logisch zu ihm gehörendes, auf der ersten Silbe be- 
tontes, stösst. "jD^n'n Gen. 1, 24; ab"*»nat^5 Jes. 61, 1; ngh-^n'n, 

a'^:p"*»n''i Gen. i, 5; "^»itrnann Jes. 59, 4;' nb-5>nnn Gen. 6, 9; 
^jn^rnttr» <j^ 121, 8. 

Im massoretisolieii Texte sind einige Worte in zwei darch Makke^ verbun- 
dene Hälften zerspalten worden. Solche Unformen sind durch Emendation zu 
beseitigen. ni'IÖ-^'Bnb Jes. 2, 20; lß-1p Jes. 18, 2; mp"ripD Jes. 61, 1; njB-Tlfi'; 
Jer. 46, 20. 

50 Nach § 43 a hat ein dreisilbiges Wort ausser dem Hauptton noch 
einen Vorton oder einen Nebenton. Wenigstens die letzteren sind 
in den meisten Fällen kenntlich gemacht. Wo eine offene Silbe vom 
Nebentone betroffen ist, pflegt hinter deren Vocale ein Strich — , 
Siti/Q genannt, zu stehen. Aber auch zur Hervorhebung anderer, nicht 
von einem Nebentone betroffener Silben wird JiMtt vielfach verwandt, 
um die genaue Aussprache zu sichern. Wegen dieser verschiedenen 
Bedeutung des ^ra werden in dem Folgenden diejenigen Fälle an- 
gegeben, in welchen es nach den Vorschriften der Massora zu 
stehen hat.^) 

1. Diese Begeln sind in späterer ^eit in ein künstliches System gebracht 
worden. Die verschiedenartige Verwendung des ADts erklärt sich, wie auch die 
verschiedenartige Yocalisation einzelner Worte in verschiedenen Büchern des 
A. T., daraus, dass in ihr die Begeln und Meinungen verschiedener, in dem Ge- 
brauche der Zeichen von einander unabhängiger, alter Grsunmaüker vorliegen, 
welche die späteren neben einander haben bestehenlassen, da sie dieselben natür- 



1) Die folgende Darstellung iusst auf 8, Baer^ die Methegsetzung in Merx^ 
Archiv f. wissensch. Erforschung des A. T. I, S. 55 ff. Leider hat sich Bc^er von 
der traditionellen YorsteUung der hebräischen Grammatiker von der Silbe und dem 
Schfiwä mobile nicht emancipirt. 



Vierter Abschnitt. Die Ton- u. Interpunctionsseichen. 65 

lieh in kein einheitliches System zu. bringen vermochten nnd nichts von ihnen 
ani^ben mochten. 

2. Für ym gebraucht man auch den unpassenden Namen ^*^ Verlän^erer. 
Besser passt M^9a d. h. Brhehwng nämlich der Stimme. Viele Grammatiker 
nennen nur das vor Seh^wä stehende Metheg tt^9ft. 

Es sind drei Hauptarten des ^tyü zu scheiden: 1) das leichte 51 
Metheg bg antj, 2) das schwere Metheg ^53 atntt, 3) das Wohllauts- 
metheg rttp'l|^n "pppb ycy'q. 

1) Das leichte Metheg. Dies ist wieder doppelter Art: a) das 
gewöhnliche (la^nDB) leichte Metheg, V) das feststehende od. unverdräng- 
liehe (^ttZ^i) Metheg. 

a) Das Uiekte gewöhnliche Metheg. Es steht bei dem Yocale der zweiten a 
Silbe vor dem Tone, weim dieselbe eine offene ist. M^7;j0i, Q*^^nii« Barch 
Makl^ verbundene Worte zählen nach § 49 als ein Wort dnn&rri3|?D, bsV-^nj?, 

Hat ein auf der letzten Silbe betontes Wort fünf Silben, so muss es zwei h 
Kebentöne haben. Man setzt dann Metheg auch zum ersten Nebenton, mag der 
zweite ebenfalls durch Metheg zu bezeichnen sein '^^fip^^^^» ^^^' nicht PTiittfUahn 
Bz. 42, 5; '»norönB (vergL d.) 

Ist in einem mehr als dreisilbigen Worte, oder einem durch Makk^ ver- c 
bundenen Wortcomplexe, die zweite Silbe vor dem Tone geschlossen, die dritte 
vor dem Tone aber offen, so erhält diese Metheg und es entsteht so statt des 
TonfaUes v^~^— der andere -1-^^^— bezw. ^^^^-L^ *^^^'^»\ rcnirtaPO, 

yrrrrrap. 

Kein gewöhnliches leichtes Metheg erhält \ als nias^ Gen. 5, 4, tiffxq\ 9, 14. d 

b) das feststehende oder unverdrängbare Metheg. Zu diesem rechnen die 52a 
jüdischen Grammatiker zunächst diejenigen Fälle, in welchen Metheg zu 
einem langen, die Silbe schliessenden Yocale tritt, auf welche eine nur aus 
Consonant und Sch'wä mobile bestehende Silbe folgt. Dieses Metheg ist für 

die richtige Erkenntniss der Formen sehr wichtig. ^VCy^ 'sie fürchten' von K*;}^, 
aber Wn*^ 'sie sehen' von n^'j; ^atij *sie schlafen' Prv. 4, 16 von "pÖJ, aber ^IT&] 
'sie wiederholen' Hiob 29,22 von ha^; rr^SK 'äx^lä 'sie ass', nicht r\i:Uf *ö%Ui 'iss' 
oder 'Speise'. 

Aus der Aussprache von ^ als erklärt es sich, dass Metheg mehrfach vor 
einer aus Consonant und Yocalanstoss bestehenden Silbe zu 6 gesetzt wird, um 
die folgende Silbe zu markiren, so dass nun ^ die Verlängerung eines aus ü ent- 
standenen ö zu sein scheint. So h'nniä ^ 86, 2; '^yystb <|f 16, 1 ; Tpra» Ob. Y. 11; 
ig-n 1 Sa. 13, 21; 'jg'Tgn Bz. 40, 43;' nto^TO Koh.'l\ 11; n^noo Gen. 19, 34; 
^aiönjjbn Bi. 14, 15; Vbj Nu. 24, 7. Hingegen ist ^ 30, 4. 38,"21 das Ketib zu 
lesen, ngW Jes. 38, 14 wie Hson Mi. 3, 6 kann 3. Perf. Perf. sein; statt 
ra'iM Mi. 2, 12 ist 1*^3^ zu lesen. In allen diesen Formen wie in *^b9B u. s. w. 
hüte man sich & zu sprechen. 

Feststehendes Metheg tritt ferner hinter den langen Yocal von Silben, auf h 
welche ein MakkS^ folgt, mögen dieselben an zweiter Stelle vor dem Tone 
niBÄt5oh% ni»t)"ÖÖ, oder unmittelbar vor demselben stehn ■»Vrittä, Di'«**^ioy. 



66 Erster EEaupttheil. Schriftlehre. 

Tritt von einem ursprünglich betonten Sera der Ton um eine Silbe zurück, so 

erhält dieselbe feststehendes Metheg, um anzuzeigen, dass hier nicht die ver- 
kürzte Form mit Segol zu lesen sei "Tp^^ Jes. 66, 3; "^aininl Job 30, 21. 

d Feststehendes Metheg erhält femer jeder Yocal, sei er kurz oder lang, welcher 
vor einem 8c¥wä mobile compositum steht n'^^ ^^^Jli ^'^P^ ^l^'^) '^^^riflt 
dieser Fall in einem Worte zweimal ein, so steht Metheg zweimal na'nsKI Gen. 12, 3. 

^^ T ~||T "Sl~ ' 

e Das gleiche Metheg findet sich in allen Ableitungen der Thw. rm und rPH, 

in welchen der Hauchlaut derselben in harter Verbindung steht, bei dem vor 
dem Hauchlaute stehenden Vocale Hi'^ni, tv^ir^. wr\^^T\\ sowie in der ersten Silbe 
der Wörter &*^ra und n|^ Hier, wie in den unter a imd b aufgezählten Fällen, 
soll es die Aussprache des Kämes als Kames hä^üf verhüten. 

f Feststehendes Metheg kann unmittelbar vor einem andern stehn, sei dies nun 

ebenfalls ein feststehendes ^^TfiTD*^)?!! Dt 29, 12 (6 und a) oder ein gewöhnliches 
*fpb»9ri (§ 51, a und 52 d). 

g Ist eine mit einem leichten Metheg zu bezeichnende Silbe zugleich mit einem 

verbindenden Accent zu bezeichnen, so bleibt Metheg weg und vertritt dieser 
Accent seine Stelle D^Kn-bK Gen. 2, 19, ü^r\ Ex. 12, 7. 

2) Das schwere Metheg. 

53 Das schtoere Metheg kennzeichnet sich dadurch, dass es nur bei kurzen Vocalen 

und bei Sch^wä mobile steht. 

a Es steht bei dem Pa^ah des Artikels h, der Präpositionen 3, i und der Yer- 

gleichspartikel 3, wenn auf dasselbe eine blos aus Oonsonant und Yocalanstoss 
bestehende Silbe folgt und die Anfangssilbe die vierte vor dem Tone ist "iS^l^tii^L 
ta^l^n, rt^üa, '^^^. Hier macht das Metheg darauf aufmerksam, dass die ver- 
stärkte Aussprache des folgenden Oonsonanten aus euphonischen Gründen auf- 
gegeben worden ist. Nicht jedoch tritt Metheg ein, 1) wenn auf ein solches Pa&ah 
ein *^ folgt ta'^'^k]}!, 2) wenn diese Vorsätze an ein zweisilbiges Wort traten, so dass 
sie die dritte Silbe vor dem Tone bilden D^n. 

b Unter den gleichen Verhältnissen erhält es auch das PaOah der Fragepartikel 

h, doch schreibt man es dann vor dem PaOah Maitsn Gen. 34, 31. Vor '^ oder 
wenn dieses h an erster oder zweiter Stelle vor der Tonsilbe steht, wird es gleich- 
falls nicht gesetzt onp^O (Jen. 29, 5, b^bn Job 13, 7. 

54a Schweres Metheg erhält ausser Kames hcstd^^ der kurze Vocal der vierten 

Silbe vor dem Tone, falls die Tonsilbe einen trennenden Accent hat und un- 
mittelbar vor derselben eine nur aus Consonant und Sch^wä mobile bestehende 
Silbe steht ^b'nti^^ Gen. 11, 8. In diesem Falle kann es auch vor leichtem un- 
verdrängbaren Metheg^) stehn ^'^^!^ Gen. 13, 12, f'ViK'PK Exod. 16, 9. Bei Kämes 
hätü^ verbot sich die Setzung, weil dasselbe dann als langes Kämes nach 
§ 50 a erschienen wäre. 

Kein Metheg findet sich jedoch, wenn das vor der Tonsilbe stehende Sch"wä 
ein Hät6<p PaOah ist, D'^inipn nicht D'^ansh. 

b Schweres Metheg tritt femer ein, wenn der mit trennendem Accente ver- 

sehenen Tonsilbe zwei consonantisch schliessende Silben vorausgehn l^'^t^ Gen. 
4, 26, ft-inni 1 Kö. 3, 6, l^rno^p Gen. 4, 16. 

') Vor einfEtchem Sch^wä stehendes ^ erhält kein feststehendes Metheg 0*^^?^^ 
2) Vor leichtem gewöhnlichen Metheg kommt es nicht vor. 



Vierter Abschnitt. Die Ton- u. Interpunctionszeichen. 57 

Das gleiche Metheg findet sich im Singular Imperf. Kai auf o und in den c 
Wörtchen *^1 and '^H'p, wenn sie durch Makke^ mit einem folgenden Worte 
verbunden sind, ?p;«r^7J«i; ^ 121, 8, niK-W Gen. 1, 3, niü-W1 Gen. 5, 6. Bei 
den beiden letzteren Worten geschieht es auch, wenn dieselben mit Past^ ac- 
centnirt sind ^^P^ Gen. 4, 18. 5, 30. Job 1, 3. Hierher gehört endlich das 
Metheg, welches die erste Silbe der Worte ^"^1, ^^S^l bat, wenn dieselben mit 
trennendem Accente versehn sind. 

Schweres Metheg bei Sch'wä mobile ist eine Eigenthümlichkeit der Accen- 55a 
tnation von tt'txn. In den übrigen Büchern findet es sich sehr selten. Es erklart 
sich aus der eigenthümlichen Vortragsweise dieser drei Bücher, welche, wenn 
vor der zweiten Silbe vor dem Ton eine aus Consonant und Sch^wä mobile be- 
stehende sich findet, auf diese den Gegen ton legt und so die zu flüchtige Aus- 
sprache des Sch^ä^s verhindert. Es kommt somit auch hier auf eine Verwand- 
lung des Bythmus ^-^ — v-'— in — ^^-^-^ hinaus. Doch geschieht dies nur, wenn 
das betr. Wort oder der betr. Wortcomplez mit trennendem Accente versehn ist 
und kein verbindender voraufgeht, 'nDa**^aa ^ 144, 7. Hier sollte nach der ge- 
wöhnlichen Accentuation die zweite Silbe vor dem Tone leichtes Metheg haben. 

In mit 'Oläw^oredf Oross-Bebfa oder D^ckt ohne vorhergehenden verbinden- b 
den Accent accentuirten Worten tritt schweres Metheg zu dem Sch*'wä der 
ersten Silbe auch da, wo in der gewöhnlichen Accentuation das Wort kein leichtes 
Metheg erhalten würde. Nur moss diese erste Silbe mindestens an dritter Stelle 
vor dem Tone stehn ^"«'JIJ Job 5, 1, Mßljsa ^ 2, 3. i«"*^^!;!!! ^ 36, 7, ^n; 
"^pDh Job 3, 4. 

Es findet sich in den poetischen Büchern schweres Metheg bei Sch'^wä noch c 

1) in den Gottesnamen m'n*^ und danach auch in *^n2t, &^1^K, *^tihii. wenn sie mit 
B^fa ohne vorhergehenden verbindenden Accent versehen sind D^^r^M 4^ ^^> ^j 

2) in *«3K, wenn es mit Münäh vor J>ht accentuiert ist 7(^ ^:^^ ^ 116, 16. 

Aach nach der gewöhnlichen Accentuation erhält dieses Metheg das Sch'wä d 
mobile der ersten Silbe solcher Wörter, a) welche mit G'räSaim oder Päzir ohne 
vorausgehenden verbindenden Accent versehn sind, falls zwischen der ersten 
und der Tonsilbe mindestens zwei Silben liegen 'i&i'*^db Nu. 18, 15, rrsiiarr-^a^ 
Lev. 11, 26. 

3) Das Wohllauts-Metheg. 

Von diesen beiden Arten des Metheg scheidet sich das Wohllautsmetheg da- 56 
durch wesentlich, dass es nicht zur Bezeichnung eines Gegentones, überhaupt 
nicht zur Sicherung einer bestimmten vocalischen, sondern der richtigen con- 
sonantischen Aussprache dient. Es steht 1) unter einem das Wort schliessenden 
9, falls die Pänultima betont ist, und das Wort mit einem auf erster Silbe be- 
tonten Worte durch verbindenden Accent verbanden ist '^ yQxS> Lev. 26, 21 ; 
2) ein auf Pavah folgender das Wort schliessender Guttural, wenn dieses durch 
Makköf mit einem auf erster Silbe mit trennendem Accente betonten Worte 
verbunden ist !iaVM|9J Gen. 34, 16 (über das vorangehende schwere Metheg 
8. § 545); 3) unter einem das Wort schliessenden Guttural oder Besch, wenn 
ein mit Guttural beginnendes durch Makk^^ oder Accente verbundenes Wort 
folgt xlnK nai'' Hos, 4, 4, rxyO'Srn'^^ Gen. 31, 41. Im Wortanfange erhält es der 
Vocal einer geschlossenen Silbe, falls auf diese ein Guttural, ein \ t3, IS oder eine 
aspirirte r«D*iaa folgt, nna« Job 29, 25; sjfin'J ^ 71, 11. 



58 Erster Haupttheil. Schriftlehre. 

57 Die gewöhnliche Accentuation, wie die der Bücher D'^ttti, bedient 
sich noch eines besonderen Pausalzeichens, um den Leser darauf 
aufmerksam zu machen, dass er zwischen zwei Worten einhalten 
müsse. Es ist derselbe horizontale Strich i, p*^p& od. pp& genannt, 
der in Verbindung mit anderen Zeichen die trennenden Accente 
L'garmeh, Salieled^ und SalSeied- (Tdölä bildet. Der Strich Päsek 
heischt eine kleine Pausa und verhütet so das Zusammenlaufen 
zweier Wörter.- In Sonderheit steht er in den folgenden Fällen: 
1) wenn ein Wort wiederholt wird Di'^idi'' Exod. 16, 5; a^^^QplT 
Gen. 46, 2; 2) wenn ein Wort mit demselben Consonanten schliesst, 
mit welchem das folgende beginnt d'^pbtaiD'^^^ätp Ri. 1, 7; 3) wenn 
zwei zu verschiedenen Sätzen oder Satzgliedern gehörige Worte 
nebeneinander stehen, bei deren syntaktischer Verbindung Miss- 
verständnisse oder gar Blasphemien sich ergeben würden. V!bni3£(^!i 
Gen. 18y 15 er sprach: „nein". Hier würde man beim Zusammen- 
lesen beider hören: 'er sprach zu ihm*, ntentelj Gen. 18, 21. Hier 
soll nbs als Adverb 'wirklich', nicht als Accusativ zu T\W gefasst 
werden' l^thiJtib» 6 139, 19. 

steht dieses P&s^k hinter einem mit Mün4h accentuirten Worte, so entsteht 
dieselbe Gomposition von Zeichen, welche den trennenden Aocent L^garmeh 
bildet. So Gen. 1, 21 nigoSn i ^"^^ ^^» ^^ *^^? ' ^' ^™ ®"^® Verwechselung 
dieser beiden ganz verschiedenen Fälle zu verhüten, zählt die Massora die mit 
Päsdk versehenen Worte (MDpOb) der einzelnen Bücher auf. 



ZWEITER HAÜPTTHEIL 



LAUTLEHRE. 



ERSTER ABSCHNITT. 

DIE £INTH£ILUNG UND AUSSPBAGHE D£B HEBRÄISCHEN LAUTE. i) 

Die menschlichen Sprachwerkzeuge gleichen einem aus Mund- 58a 
stück und Ansatzrohr oder Resonanzraum bestehenden musikalischen 
Instrumente. Der Kehlkopf bringt die von der Lunge dargebotene 
Luft zum Tönen, der Resonanzraum gibt die Klangfarbe. Dem musi- 
kalischen Tone entspricht der Schall der Laute. Nur hierdurch 
unterscheiden sich die menschlichen Sprachwerkzeuge von einem 
musikalischen Instrumente, dass im Resonanzraum mit oder ohne 
Beiwirkung des Kehlkopfes Geräusche hervorgebracht werden. 

Nach ihrer Bedeutung für die Silbenbildung theilt man die b 
Sprachlaute von Alters her in Vocale und Consonanten. Nach ihrer 
Entstehung und Natur aber sind sie zu theilen in: 
ä) Laute, bei denen die Schallbildung im Kehlkopfe erfolgt: 
a) Vocale, ß) Nasale, y) Zitterlaute oder Liquidae im engsten 
Sinne, 8) Hauchlaute. 

>) du Baia-Beymondy F, H., Kadmos oder aUgememe Alpb»betik vom phyriologi- 
schen a. graphuchen Standpunkt. Berlin 1862. Brücke^ Emai, Untersuchmigen über 
die Lautbüdimg in Sittunffsberichte der Wiener Academie, Kath.-nat. Cl. Bd. 2. 1849. 
8. 182 ff. Derselbe, Beiträge zur Lautlehre der arabischen Sprache, ebenda, Phil.- 
hirt. Cl. 1860. Bd. 34. S. 807 ff. Derselbe, Orondzüge der Physiologie u. Systematik 
der Sprachlaate. Wien 1876. *K&niff, Fr, Ed^ Gedanke, Laut u. Accent als die drei 
Factoren der Sprachbüdung am Hebräischen dargestelit. Leipsig 1874. *Lepstus, fit., das 
allgemeine linguistische Alphabet. Berlin 1855. Derselbe, Standard Alphabet. London 
1863. Derselbe, über die Aussprache der arabischen Sprachlante in Abhandl. der 
Berliner Academie 1860. S. 449 ff. *Merkel, C, L,, Physiologie der menschlichen 
Sprache. Leipzig 1866. *Sievers, Ed., Grundzüge der Lautphysiologie. Leipzig 1876. 
*0. A, WaUin, in Z. D. M. G. L X, 1 ff, Xu, S. 599 ff. 



60 Zweiter Haupttheil. Lautlehre. 

b) Laute, bei welchen die Schallbildung im Ansatzrohre erfolgt 
mit oder ohne Mitwirkung des Kehlkopfes: a) Verschlusslaute, 
ß) Reibelaute, 

59 Die semitische Grundsprache hat wie die indoeuropäische nur 
drei Yocale gehabt a, i, u, und zwar diese kurz und lang. Alle 
Yocale entstehen aus demselben vom Kehlkopfe erzeugten Tone, der 
durch die Stellung der Mundhöhle eine verschiedene Farbe erhält. 

Bei massiger Oeffnung des Mundcanales und ruhiger Lage der 
Zunge erschallt ein a. 

Verlängert man den Mundcanal durch Senkung des Kehlkopfes, 
.Zurückziehen der Zunge und Vorschieben der Lippen, welche zu- 
gleich in ihren Winkeln zusammengezogen werden, so erschallt u. 

Verengert man den Mundcanal, indem man die Zunge nach dem 
harten Gaumen schiebt, und zieht gleichzeitig die Lippen ausein- 
ander, so erschallt t. 

Bei einer geringeren Verschiebung der Zunge, sonst aber gleichen 
Lage der Sprechwerkzeuge entstehen die zwischen a und t liegenden 
Laute ä und e, durch ein geringeres Zurückziehen der Zunge bei 
normaler Mundöffnung entsteht das zwischen a und u liegende o. 

Sonach stellen i und u die äussersten Möglichkeiten einer Yeranderong des 
normalen Tones durch Veränderungen im Besonanzraum vor. In der Mitte 
zwischen beiden liegt der Normalton a. Ein solcher wird aber sicher nur selten 
rein gesprochen. Vielmehr neigen die meisten a entweder nach der i- oder 
u- Seite. 

Das Schema der Vocale ist also 

a 




Die Yocale e und o haben sich erst im Hebräischen entwickelt. 

60 Das Ursemitische besass neben den Vocalen u, a, % zwei Diph- 
thonge au und ai. Diphthonge entstehen, wenn man mit einem 
Luftstoss, also in einer Silbe, zwei nebeneinanderstehende Vocale 
ausspricht. Die zur Aussprache beider Vocale nöthigen Bewegungen 
der Organe werden leicht aus Bequemlichkeit nicht nacheinander 
präcis ausgeführt. Es tritt dann eine zwischen jenen Bewegungen 
liegende Bewegung der Sprachorgane ein, in welcher die eigentlich 
nöthigen getrennten Bewegungen ihre Ausgleichung finden. Bei einer 
solchen lässigeren Aussprache werden statt der Diphthonge au und 
ai die Mittelvocale o und e {ä) hervorgebracht. Und zwar sind sie 
lang, da sie in derselben Zeit wie früher der Diphthong gesprochen 
werden. 



Erster AbschDÜt. Eintlieiluiig und Aussprache der hebr. Laute. 61 

Ursemitisches au und ai pflegt im Hebräischen zu o bezw. t (ä) zusammenzu- 
gehen. 8. hierüber § 97 — 100. 

Von den Vocalen unterscheiden sich die Nasale dadurch, dass 61 
bei ihrer Aussprache die Mundhöhle nach aussen abgesperrt wird. 
Der tönende Luftstrom muss also durch die Nasenhöhle entweichen 
und hierbei erhält der gewöhnliche Resonanzraum durch den Zu- 
tritt der Nasenhöhle eine Verlängerung. 

Sperrt man die Mundhöhle durch Aufeinanderlegen der Zähne 
ab, so ertönt der Zahnnasal n. 

Erfolgt der gleiche Vorgang jedoch durch Aufeinanderlegen der 
Lippen, so ertönt der Lippennasal m. 

1. Hieraus erklärt sich die Schwierigkeit ein n vor Lippenlauten, ein m vor 
Zahn - und Zungenlauten zu sprechen und der Uebergang eines Nasalen in den 
anderen, wenn diese Aussprache nöthig wäre. 

2. Beide Nasale sind als S und 3 im Hebräischen vorhanden. Jedoch hat das 
Hebräische wie das Deutsche kein besonderes Zeichen für den Gaumennasal, 
welcher bei Gaumenlauten (g k vergl. unser sinken) gehört wird und dadurch 
entsteht, dass die Zunge bei geöflheten Zähnen durch Berührung des Zahnfleisches 
die Mundhöhle absperrt. 

Ebenso sind im Hebräischen beide Liquidae b und "^ vorhanden. 62 
Diese Laute unterscheiden sich von den Vocalen durch die Stellung 
der Zunge, durch welche ihre Aussprache bewirkt wird. Bei ge- 
nauer Aussprache derselben schwingt ein Theil der Zunge. Man 
sagt deshalb auch Vibrations- oder Zitterlaute. 

Soll b gesprochen werden, so hebt man das Vordertheil der a 
Zunge soweit, däss ihre Spitze die Zähne oder das über diesen 
liegende Zahnfleisch berührt. Die Seitenränder der Zunge heben 
sich gleichfalls und schwingen in Folge des über die Zunge 
streichenden Luftstromes. 

Soll "^ gesprochen werden, so wird gleichfalls die Zunge gehoben, b 
Doch schwebt sie mit etwas zurückgebogener Spitze ohne anzustossen 
in der Mundhöhle und es schwingen die Ränder der Zungenspitze, 
nicht wie bei b die Seitenränder. 

Von diesem, dem eigentlichen Zunge-iß, ist jedoch das Gaumen- A c 
zu unterscheiden. Bei diesem schwingt nicht der Zungensaum, 
sondern das Zäpfchen. 

Ein solches 6aumen-iß wird das Hebräische "^ gewesen sein, d 
denn es kann für gewöhnlich, nach § 135, nicht verstärkt aus- 
gesprochen werden. Wo es doch geschieht, geschieht es vor oder 
nach Zahn- und Zungenlauten. In diesem Falle sprach man noch 
ein Zungen- A. 

Die Aussprache des ^ als Zungen-^ ist also im Hebräischen allmählich durch 
die als Gaumen-^ ersetzt worden, ein Vorgang, der sich auch in anderen Sprachen 



62 Zweiter Haupttheil. Lautlehre. 

zeigt. Den Üebergang hierzu wird eine schlaffere Aussprache des R gemacht 
haben, bei welcher die Zungenspitze nicht schwang, so dass der Laut des B 
nur durch die Lage der Zunge hervorgebracht wurde. Diese Aussprache des B 
lässt sich in vielen Gegenden Deutschlands beobachten. 

63 Eigenthümlich ist den semitischen Sprachen die reiche Ent- 
wickelang der Hauchlaute. Das Hebräische hat vier derselben: 
M, !^, fl, n. Sie werden im Kehlkopf gebildet. Man kann die beiden 
ersten als Kehlkopfverschlusslauie, die beiden letzteren als Kehlkopf" 
Spiranten bezeichnen, lieber diesen Unterschied vergl. § 65. 

a M entspricht dem Spiritus lenis der Griechen. Es entsteht, wenn 
man die geschlossene Stimmritze öffnet und durch dieselbe die 
zurückgehaltene Luft passiren lässt. Im Hebräischen kann kein 
Vocal zum Tönen einsetzen, ohne dass ihm dieses Geräusch voraus- 
ginge. 

1. Auch' im Deutschen hört man das Geräusch des K oft vor Yocalen. Ghmz 
deutlich vernimmt man es beim Flüstern. 

2. Je nach der Energie des Verschlusses und der Oeflhung des Verschlusses 
wird das Geräusch des M in verschiedener Stärke gehört werden. Wie die Araber 
werden es auch die Hebräer kräftig ausgesprochen haben. Denn wo ein M nach 
einem kurzen Vocale in der Aussprache übergangen wird, bewirkt es die Ver- 
längerung dieses Vocales. Siehe § 110 a. 

b Von K unterscheidet sich ^ dadurch^ dass die Luft nicht sofort 
die geöffnete Stimmritze passirt, sondern sich gewaltsam zuvor 
gegen die kräftig zusammengepresste Stimmritze stemmt. 

!• 9 ist sonach ein potenzirtes K. Hieraus erklärt sich der Wechsel beider 
Laute, welcher sich in den semitischen Sprachen mehrfach findet. Namentlich 
neigen auf dem Wege der Decomposition besonders fortgeschrittene semitische 
Sprachen dazu, 9 durch das leichter zu sprechende M zu ersetzen. 

2. Auch den Laut des 9 vernimmt man zuweilen als unwillkürlich entstehen- 
des Geräusch bei Leuten deutscher Zunge und zwar besonders zwischen zwei 
aufeinanderstossenden verschiedenartigen Vocalen. 

c Das 9 ist im Arabischen in doppelter Aussprache als 9 nnd 3^ vorhanden. In 

einem Theil der Wurzeln ist es nämlich in ein von einem Zitterlaut begleitetes 
Beibungsgeräusch übergegangen. Die Stimmbänder werden nicht aneinander- 
gepresst, sondern schlaff geöfihet, die hintere Zunge nähert sich dem Gaumen- 
segel und bildet so eine Enge. Der durch diese Euge strömende Luftstrom 
erzeugt ein Beibtmgsgeräusch und versetzt zugleich die Stimmbänder wie das 
Zäpfchen in zitternde Bewegung. Ist der Zitterlaut in diesem Laute schwach, 
so erscheint derselbe einem europäischen Ohre als Gaumenspirant, ist er stark, 
als Gktumen-i^. Hieraus erklärt sich die doppelte Transscription arabischer Wörter 
mit G und R, So Maghreb d. i. yyfTg aber Rtuszia d. i. M^t^. 

Auch im Hebräischen hat 9 beide Aussprachen als Gaumenexplosivlaut nnd 
und als Gaumenspirant gehabt Es ergibt sich das aus der doppelten Trans- 
scription des 9 bei Wiedergabe hebräischer Worte mit griechischen Buchstaben. 
Einfaches 9 wird durch Spiritus asper oder lenis wiedergegeben. '^)>T 'HXt, 



Erflter Abschnitt. Eintheilung und Aussprache der hebr. Laute. 63 

pb^9 'Ai^aXsx; 9 aber durch 7, so tm räJ^a, tVitiS r6fio^^a, h^'^S TeßdX. Aus 
dieser Transscriptiou ersieht man zugleich, dass der Zitterlaut des hebräischen 
!P schwach vernehmbar gewesen ist. 

Das Yorhandensein eines 3 im Hebräischen lässt sich auch dadurch beweisen, 
dass mehrfach je einer mit 9 beginnenden Wurzel, welche zwei Bedeatungenin sich 
vereiniget, im Arabischen je zwei entsprechen, die eine mit 9, die andere mit 3. 

80 rrxfü 'Höhle*, von y^W 'graben* arab. n*ffü, aber y^Vfi »nackt sein* arab. Jl^. 

Hieraus erhellt, dass es unrichtig ist, ^, wie das hier und da 
eingerissen ist, als g auszusprechen. 

Von den beiden hebräischen Kehlkopfspiranten entspricht n 64 a 
unserm deutschen H. Es entsteht, indem man den Luftstrom durch 
die geöffnete Stimmritze bis zu den Zähnen passieren lässt. Wie tt 
ist es tonlos. 

Das zweite, n, wird vielfach unserem ch nach a und o gleich- b 
gesetzt, scheint aber nach der arabischen Aussprache davon ver- 
schieden zu sein. Beim arab. n bildet die Zungenwurzel mit dem 
Gaumenbogen eine Enge. Die Luft wird aus der Tiefe der Kehle 
durch die ein wenig verengerte Stimmritze gestossen und erreicht 
nun nicht wie beim deutschen ch den harten Gaumen oder das Zahn- 
fleisch der Oberzähne, sondern schlägt blos an den Kehldeckel. 

1. Die südsemitischen Sprachen haben ein doppeltes h. Sie scheiden von der c 
hier gegebenen Aussprache eine andere, rauhere h, bei welcher die ausgestossene 
Luft nicht sanft an den Kehldeckel schlagt, sondern den Kehldeckel reibt. Hier- 
bei geräth leicht auch das Zäpfchen in Schwingung. Das abessinische Alphabet 
hat dafar ein besonderes Zeichen. Wir geben das erstere durch h^ das zweite 
durch h wieder. 

w 

2. Diese letztere Aussprache ist wahrscheinlich im Hebräischen ebenfaUs vor- 
handen gewesen. Denn hebräischen ein M enthaltenden Wurzeln von doppelter 
Bedeutung stehen im Südsemitischen häufig je zwei, eine mit M, und eine 
mit n gegenüber. 80 Vhn 'ackern' arab. harata, aeth. harasa^ aber ithii 'stumm', 
arab. ^dhrcau; yVsfn 'durchbohren' arab. haUa, hingegen entspricht yVsT\ 'öflben' 
arab. Aa/Zo. 

Die übrigen hebräischen Consonanten werden sämmtlich in der 65 a 
Mundhöhle gebildet. Sie theilen sich wie die Hauchlaute in Ver- 
schlusslaute und Reibelaute. Die ersteren entstehen dadurch, dass 
durch Zusammenschliessen oder Aneinanderpressen zweier Organe 
ein fester Verschluss für ^ie aus der Stimmritze strömende Luft 
hergestellt wird. Dieselbe wird hierdurch eine Weile zurückgehalten 
und dann um so heftiger henrorgestossan. Man nennt deshalb diese 
Laute auch Stoss- oder Explosivlaute. 

Bilden hingegen zwei Organe nicht einen völligen Verschluss, b 
sondern nur durch gegenseitige Annäherung eine Enge^ an welcher 



64 Zweiter Haupttheil. Laatlebre. 

sich die aus der Stimmritze kommende Luft reibt, so entstehen 
Reihelaute oder Spiranten. 

66 Die Verschlusslaute zerfallen je nach den Organen, welche den 

Verschluss herstellen, in Lippenlaute a und Jd, Zahn- und Zungen- 
laute \ tn, tD, und Zungengaumenlaute a, D, p. Ebenso die Spiranten 
in Lippenspiranten, Zahn- und Zungenspiranten oder Zischlaute im 
engeren Sinne, und Gaumenspiranten. Zischlaute sind vier vorhanden 
T, D oder te, tD, S. Jedoch ursprünglich nur ein Lippenspirant 1 und 
ein Gaumenspirant. Doch haben sich wohl später neue Lippen- und 
Gaumenspiranten gebildet, indem D, &, A, 3, wo sie nach §6a Anm. 2 
früher aspirirt gesprochen wurden, allmählich in Spiranten über- 
gingen. Durch denselben Vorgang entstanden zwei neue Zahn- und 
Zungenspiranten ^ und t\. 

Ob diese Yerwandelang der Aspiraten in Spiranten gleichmässig vorging oder 
nicht, entzieht sich der Controle. In der Aussprache der heutigen Juden, welche 
jedoch keine einheitliche ist, sind die einen dieser Laute Spiranten, andere nicht 
einmal aspirirt. Es fehlt daher jeder Anhalt, nach welchem sich die Genesis 
dieses Vorgangs genauer bestimmen Hesse. 

67a Die Verschlusslaute scheiden sich im Deutschen je nach der 
Energie, mit welcher Verschluss und Oeffnung erfolgt, in harte und 
weiche. ^) Die harten nennt man auch tonlose (tenues) , die weichen 
tönende (mediae). Denn die ersteren werden mit geöffneter Stimm- 
ritze ohne Stimmton gesprochen, die anderen häufig mit zum Tönen 
verengerter Stimmritze, also mit Stimmton. Doch fehlt jede Mög- 
lichkeit, zu entscheiden, ob die weichen hebräischen Verschlusslaute 
ä, A, ^ mit oder ohne Stimmton gesprochen worden sind. 

b Daneben kennt aber das Hebräische wie die übrigen semitischen 
Sprachen noch eine dritte Art von Verschlusslauten. Das sind die 
emphatischen Laute ta und p.*) Wir umschreiben sie durch t und k. 
Sie werden mit Erhebung der Zungenwurzel und vielleicht mit Kehl- 
kopfverschluss gesprochen. Bei t3 erfolgt somit dieselbe Berührung 
von Zunge und Zähnen wie bei tn, bei p jedoch geschieht der Ver- 
schluss mit Zunge und weichem Gaumen, nicht mit dem harten wie 
bei y und D. 
68 a In den Zischlauten treffen wir dieselbe Gliederung. T ist ein 
mit Stimmton gesprochenes 5, entspricht französischem Z in zSro 
und wird daher hier durch z transscribirt. o verhält sich zu t\ wie 
T zu ^, es entspricht unserem tonlosen S. s entspricht ta, ist ein 
emphatischer Zischlaut und unterscheidet sich von D dadurch, dass 

1) Am deutlichsten lässt sich das bei P im Unterschiede von B beobachten. 

2) Einen emphatischen Lippenlaut P kennt nur das Aethiopische. 



Erster Abschnitt. Eintheilung und Aussprache der hebr. Laute. 66 

zugleich mit der Bewegung der Zungenspitze nach den Zähnen die 
den emphatischen Lauten eigenthümliche Hebung der Zunge erfolgt. 
Es ist daher falsch, es unserem deutschen Z gleich zu sprechen. Wir 

schreiben es £. 

• 

Ü unterscheidet sich von D, wie deutsches seh von b. Während b 
bei dem letzteren der Luftstrom an die Oberzähne stösst und die 
Lippen wenig geöffnet sind, werden bei $ch V die Lippen ein wenig 
vorgestülpt und über diese strömt der Luftstrom. 

'O hat denselben Laut wie o. In einer Reihe von Wörtern hat 
sich der Laut des tD in den des verwandelt. Man behielt jedoch in 
denselben die alte Schreibart bei. Erst nach dem Aussterben der 
Sprache machte sich das Bedürfniss geltend, die Aussprache des v 
als D durch einen diakritischen Punkt to zu bezeichnen. Die alte 
Aussprache wurde durch Punktirung des rechten Schenkels kennt- 
lich gemacht. 

Bass schon sa Jesaias Zeit die Absohwächmig von tcS zn b voUzogen war, be- 
weist die Paronomasie ^"^ "^^ ^^' h ^^» vergL auch Jer. 6, 28. 

Uebrigens schwankt bei einigen Worten die Orthographie zwischen der etymo- 
logischen nnd phonetischen Schreibart Ja die Aussprache des V als b hat es 
veranlasst, dass auch nrsprüngliche D unorthographisch durch V wiedergegeben 
werden, ilhj ^ 44, 19 alis; 2 Sa. 1, 22; '^ycO^ Hos. 9, 12 für *^7lba. 

*! ist, nach dem Arabischen zu schliessen, nicht mit Zuhülfenahme c 
der Zähne, wie das tv von der Mehrzahl der Deutschen, sondern als 
reiner Lippenlaut entsprechend dem w der Engländer und unserem u 
nach q gesprochen worden. Hieraus erklärt sich die Schwäche dieses 
Gonsonanten, der im Anfang leicht abfällt oder sich in den zäheren 
Gaumenspirant "^ verwandelt, lieber die Aussprache des Letzteren 
lässt sich nichts Genaueres ermitteln. 

Mit den aramäischen Dialecten theilt das Hebräische nach § 6<y 2 69 a 
die Eigenthümlichkeit, dass sich hinter den harten und weichen Yer- 
schlusslauten, falls ein Yocal vor ihnen steht, ein Hauchlaut erzeugt. 
Es ist das die unwillkürliche Folge einer bequemeren Aussprache 
dieser Laute, bei welcher die Stimmritze nicht sofort nach erfolgter 
Explosion die eingenommene Stellung aufgibt, sondern dieselbe 
noch eine Zeitlang einhält. In Folge dessen erzeugt die noch übrige 
Luft einen Hauchlaut. Bei dieser Entstehung erklärt sich einer- 
seits, dass der Vorgang nur nach Yocalen stattfindet, andererseits, 
dass er die emphatischen Laute nicht berührt. 

Diese aspirirten Laute a, a, \ fe, D, t) sind im Laufe der Zeit, b 
nach § 64 wahrscheinlich sämmtlich, sicher aber zum Theil, in 
Spiranten übergegangen. Sein Analogen hat dieser Vorgang an den 

Stftdfl, hebr. Onuamatik. 5 



66 Zweiter Hanpttheil. Lautlehre. 

griechischen Aspiraten X^ ?i ^^^ ^^^^ ^^ Aspiraten ausser durch 
ihre Etymologie auch durch Schreibungen wie Box^oc* Sdic^o) aus- 
weisen, aber allmählich Spiranten geworden sind. Und im Neu- 
griechischen sind ß, Y, S denselben Weg gegangen. 

Ueber Beginn und Entwickelnng dieses hebräischen Lautwandels laset sich 
nichts sicheres ermitteln. Die Griechen transscribiren aspirirte und nichi- 
aspirirte Laute ebenso unconsequent wie die emphatischen Laute. 

Die Aspiration der Laute D&D^Al wird durch kein besonderes 
Zeichen kenntlich gemacht. Vielmehr geschieht das mit der alten^ 
nichtaspirirten Aussprache. Ihr Zeichen ist das Dagesch lene, 
s. § 38 h, Dass man beide Aussprachen auf diese Weise schied, er- 
klärt sich aus dem Verhältniss des Dagesch lene zum Dagesch forte. 

Wir transscribiren aspirirte n&3^Al durch die entsprechenden 
griechischen Zeichen ßy^X?^' 

Den Uebergang dieser Aspiraten in -Spiranten belegen auch Formen wie SDis 
'Stern', zusammengezogen aus ^3333, n*it)OiD 'Stirnbänder' aus ni&UB^. Hier 
sind die Spiranten 1 , fe zunächst in den verwandten Lippenspiranten 1 überge- 
treten. Hieraus entstand ein später contrahirter Diphtong au, Ueber ähn- 
liche Zusammenziehtmgen in anderen sem. Sprachen s. Ueber den Ursprung. 
8. 12 f. 



ZWEITER ABSCHNITT. 

VON DEB SILBE, DEM SILBEN- UND WOBTTON. 

70 a Ein Vocal und soviel Consonanten, als mit einem Luftstoss ge- 
sprochen werden können, bilden eine Silbe. Nicht alle Laute der 
Silbe werden mit gleichem Nachdruck gesprochen, sondern die Con- 
sonanten ordnen sich von selbst dem tönenden Vocale unter. Er 
hat den Silbenaccent und dies lässt die Silbe als ein ganzes er- 
scheinen. Das Hebräische befolgt nun bei der Zusammensetzung 
der einzelnen Laute die folgenden Regeln: 

1) Jede Silbe beginnt mit einem Consonanten. Zum mindesten 
geht nach § 63 a der tonlose Kehlkopfverschlusslaut fe( voraus. Die 
einzige Ausnahme bildet ^ z. B. -fbti^. 

Es erklärt sich dies daraus, dass dieses Wort die Form i) vor Lippenlauten 
und vor Consonanten mit SchHoä erst sehr spät, jedenfalls erst zu einer Zeit an- 
nahm, wo man den überlieferten Text nicht mehr zu ändern wagte. Cod. 
916—17 schreibt noch ^oW d. i. '^Ty^'2\ 

2) Eine Silbe kann weder mit zwei Consonanten beginnen noch 
schliessen. Silben wie sto, xret-vco, hast sind im Hebräischen nicht 
möglich. 



Zweiter Abschnitt. Von der Silbe, dem Silben- und Wortton. 67 

1. Diese Silben sind auch in der That niolit einsilbig, wie man anzunehmen 
pflegt. Vielmelir hat in ihnen der erste bezw. letzte Consonant vocalischen 
Klang. Wir irren, wenn wir diese Lautgruppen ebenso für einfache Silben halten 
wie kaMUf halb, warm, welche letztere wegen des Diphthongen bezw. der voca- 
lischen Katur des Zitterlautes mit einem Luftstoss gesprochen werden. Die 
Punctatoren haben nicht genau beobachtet, wenn sie unter den Gonsonanten die 
Nasale imd Zitterlaute nicht von den übrigen scheiden. 

2. Eine Ausnahme bildet scheinbar das Pronomen tnK 'du', die 2. Fers. Fem. 
Ferf. Sing., welche jetzt auf In ausgeht ri'roy, tVäQi und die verkürzten Imperfect- 
formen der Yerba h^, welche sich ohne Hülfsvocal bilden t^\ "rviTW Allein 
hier ist nach § 796 von dem ursprünglichen I noch ein vocalischer Klang zurück- 
geblieben, welcher die Aussprache ermöglichte. 

Sonach finden sich im Hebräischen nur zwei Arten der Silben- b 
bildung: 1) Verbindung eines Gonsonanten mit einem folgenden 
Vocale, 2) Verbindung zweier Gonsonanten mit einem in ihrer Mitte 
stehenden Vocale. Die erste Art nennt man die einfache oder offene, 
die zweite die zusammengesetzte oder geschlossene. 

Die einfache Silbe kann zweierlei Art sein, je nachdem sie auf 71 
einen langen oder kurzen Vocal ausgeht. Das Verhältniss beider hat 
sich im Hebräischen allmählich sehr za Ungunsten der letzteren 
verrückt, denn dasselbe hat nur einen vom Worttone betroffenen kurzen 
Vocal erhalten. '»?ngb Ifkähäni aus läkähä-ni. Anderenfalls verfährt 
die Sprache nach den folgenden Regeln: 

1) Trifft ein Neben- oder Gegenton nach § 43 einen ursprünglich 
kurzen Yocal , so verlängert das den Vocal ^W aus hätaün, ^^X 

2) Wird die Silbe tonlos, steht sie namentlich zwischen Ton 
und Gegen ton, so verkürzt sich der ursprüngliche Vocal in 
Sch*wä mobile r|:p*^ätDK aus 'aibtäkä, d*^^191ifl aus ha-gamalim, t{3^ 
aus binakä. 

Dieser Tonfall ist so beliebt, dass mehrfach zweisilbige Wörter durch Ein- 
schaltung eines Yocalanstosses zu dreisilbigen zerdehnt werden txsem Mi. 3, 6, 
inann Mi. 2, 12: isis Jer. 20, 9: D'fsQ'n« Prov. 7, 16. 31, 22. 

Diese dreisilbige Aussprache wird mehrfach durch Dagesch dirimens gesichert, 
vergl. § 39a, b'^'lhö« Job 9, 18, irfiÄh Ex. 2, 3, «THyo Ex. 15, 17; nin^M JoeL 1, 17. 
Umgekehrt zieht die Sprache dreisilbige Formen, deren mittelste Silbe einen 
Yocalanstoss enthält, durch Ausstoss dieses mehrfach zu zweüautigen zusammen. 
'f^ton Jes. 63, 7 wo jedoch andere *^^Dn lesen, ^tni^ Bz- 17, 9; tarngOS Gen. 42, 25. 
35 ; briWÖp Jer. 51, 56 ; Dnnnprtjp Neh. 4, 7 ; '«^O^* Jes. 5, 10; 1S03; "»Dü^ H. h. 8, 6 
aber '^feO'n <L 76,4: nsna neben na*ia. Ebenso in den Inf. '^SOM Jer. 10, 17 und 
'^^S^ Jes. 47, 2 und so regelmässig beim Yortritte von h vor den Inf. des ein- 
fachen Stammes h^tb für hbA, aber rinabi iSirirA. 

3) Doch vermeidet die Sprache diese Verkürzung oder Ver- 
längerung häufig dadurch, dass sie den auf den unhetonten Vocal 
folgenden Consonanten verstärkt ausspricht und so die offene Silbe 
beseitigt. D'»a^j«tt, D'»>Tbl, fttj^S, fi*&p5?g?- 

6* 



68 Zweiter HaupttheiL Lautlehre. 

Diese verstärkte Aussprache ist auch einigemal da eingetreten, wo sie, da 
der Vocal betont ist, nicht benöthigt ist. *^sa-i Gen. SO, 6, *^SC2^^ Job 7, 14. 9, 
34. 13, 21. 

3) Unbetontes ä in offener Silbe ist allein vor einem Hauch- 
laute erträglich d'^^na, Singular nina. 

Sonach finden sich jetzt im Hebräischen vier Abarten offener Silben : 

ä) offene Silbe bestehend aus Consonant und Vocalanstoss bU| 

V) offene Silbe bestehend aus Consonant und unbetontem kurzen 
vor einem Hauchlaute stehenden Yocale d^^nra bä^hürim. 

c) offene Silbe bestehend aus Consonant und kurzem betonten 
Vocal 'ijnjjb l'kä'ha-ni, 

d) offene Silbe bestehend aus Consonant und langem Vocal M^a 
M-rä. 

72 Die geschlossenen Silben sind doppelter Art: 

1) Geschlossene Silben mit kurzem Vocal. Diese scheiden sich 
wieder, je nachdem die neue Silbe mit einem neuen Consonant be- 
ginnt Fit3ß kam-iä oder zwischen beiden nur ein verstärkter Con- 
sonant steht. Siehe § 134 mi3 ma-z-ä. 

2) Geschlossene Silbe mit langem Vocal. 

a) Inmitten des Wortes ist sie nur möglich, wenn sie auf einen ver- 

stärkten Consonant schliesst. niab, niatD, n^K, d*^r\a bd-t-im. 

In diesem Falle scheint jedoch keine wirkliche Verstärkung stattgefunden zu 
haben, denn die babylonische Punctation schreibt in diesem Falle kein Dagesob. 
Der Schein einer verstärkten Aussprache wird dadurch entstanden sein, dass 
man nach § 138 den Schluss des Gonsonanten zum folgenden Yocale herüberzog. 

b) Hingegen ist der lange Vocal in der geschlossenen Endsilbe der 
Worte die Regel, falls diese betont ist. "la-j dä-^är, arö A:*-öaß. 

Kurzen Vocal scheinen jedoch zu haben die Wörter D!^, DK, DPK, 
die Endungen DD, p, DFi, "jn, Dn, )'n. 



Dritter Abschnitt. Der hebräische Lautwandel. 69 



DRITTER ABSCHNITT. 

BEB HEBBÄISOHE LAUTWANDEL. 

A. Uebenticht über die hebräischen Vocale und ihre Entstehung. 

Das Hebräische hat jetzt die folgenden Vocale: 73 

1) Kämes ä, frühzeitig nach §. 35 a d gesprochen, entstanden 

a) selten aus semitischem ä D)?, IlTD, r)t3)g i. P. §. 77 a. 
h) aus Contraction zweier ä nach Ausstossung des zwischen ihnen 
befindlichen Consonanten "r^^ aus 'n^'nM §§77. 112 a. 

c) in Endsilben aus Contraction von a+toder tD|b^ aus malka-him, 
nba aus ^aW §§ 99 c. 113, 4. 

d) am häufigsten gedehnt aus ä 1) infolge consonantischer Ein- 
busse, mag die Silbe unbetont sein TVti\'p aus kümän, D^WX%3 
masaiim, nnwp näSübän § 128, oder betont MS^ mäsa\ n^blta 
tnälkat §§ 110a. 131. 2) infolge des Tones, und zwar sowohl 
des Worthaupttones "nn*^ däbär § 86, 1, als des Gegentones 
sinpb läkähü § 86, 2, als 'des Vortones nj?b läkah § 86, 3 und 
Satztones ^n]gb läkahü § 86, 4. 

2) Pabah ä. Es ist 

a) häufig aus ursemitischem ä erhalten Mdb)3, «häbtt, Tä)3 § 80. 
V) selten aus ä verkürzt *^Tfül sämti § 77 b. 

c) sehr selten aus Contraction von a+a entstanden *f3^Mb laäddni 
§ 112&, Anm. 

d) oft als Hül&YOcal entwickelt nob päsh §§ 101a— c. 1022». 

e) mehrfach für sem. I oder dessen hebräische Aequivalenten wegen 
eines voranstehenden oder folgenden Gutturales oder eines R 
und L gesprochen worden *itt»l'»5, J^T^l? § 107. 

3) Lang Hirek i. Es 74 
ä) entspricht häufig semitischem i p*^ § 792». 

h) ist oft aus I gedehnt b'^Ji? § 91 und 

c) aus ij zusammengeflossen ntt^^^ SLVisji'jtab § 121, 

d) mehrfach aus e verdünnt rir^^p für nw § 99 a, Anm. 

4) Kurz Hirek i. Es entspricht 

a) sehr häufig semitischem i Dpn*^£t dßbäkim, iBK mmähü §. 87. 

Femer entsteht es 

b) sehr häufig aus ä durch Vermittelung eines e rxsi^Jäbnai § 82. 

c) einigemal aus k § 96. 



70 Zweiter Haupttheil. Laatlehre. 

5) $eri i. Es entsteht 

a) aus semitischem ai, entstanden aus einem mit j oder i zu- 
sammengeflossenem a tnntt*^n haitabtd, *^n*f^9 gallaiti, "«Dbta malakai 
§§ 99. 117a. 

h) aus a infolge Epenthese eines in der folgenden Silbe stehenden t 
D'^pn hafdm, Jfsn« 'arsaki § 108. 

c) aus einem betonten und in Folge dessen diphthongisirten (ge- 
steigerten) t a^ji^ äßh, anb lihab § 90 

d) aus Contraction zweier ^ (-^) nach Ausstossung des zwischen 
ihnen stehenden Consonanten nriK für nriKM S 112 c. 

- - - VI w *' 

e) durch Dehnung eines unter einem Hauchlaute zu sprechenden 
i (— oder — ) o«ia« für o^QK, nbr^n für nbr^n § 103 a.&. 

6) Lang-S'gdl a, meist vor n oder *i stehend, entsteht aus Contraction 

des Diphthonges ai nth i^zat, ron*^ jäbnai, rrd^ü mäläkaihä 
§.99». 

7) Kurz-S'göl ä. Es entsteht 

a) aus Abschwächung eines a "lion nähmdd, ^nn*! däbäräkä, uyp 
jädäkm, m?Ö i?asÄ §§ 81. 83. si\ 

b) aus Brechung eines t, mag dieses 1) ursemitisch sein ^^T" § 88, 
oder 2) erst auf hebräischem Boden aus ü verdünnt worden 
sein DH aus htm für hum § 96. 

c) Sehr häufig ist es als Hülfsvocal entwickelt worden ^M sifr, 
ba*! für ba-» § lOla.c. ^wr^ neben ipm'^ § 102 ft. 

75 8) Schür ek und Lang-Kibbüs^ f2, ist 

a) aus ursemitischem ü erhalten DW*in Jes. 10, 4, üwn 14, 19 
aus härügim § 79 a. 

b) aus i2ir zusammengeflossen ^^n hu-tvrad § 119 a. 

c) aus ö verdünnt '^p'Ota für mänösi von oiDtt §§ 78 a. 95 Anm. 

9) KurZ'Kibbas^ üy ist aus semitischem ü erhalten ttS%3n hümsaä § 92, 

seltener aus hebr. o verkürzt s. § 78b. 
10) Hdiem ö. Es ist entstanden 

ä) aus Trübung eines rf, sei es ursemitisch y\r\ härig § 77 a, oder 

aus Contraction von aä entstanden §§ 77 a. 110 a. 

b) aus Contraction eines au, mag dieses entstanden sein 1) durch 
Zusammenfliessen von a mit tv tn'lbin ha-wladtä § 116, oder 
2) durch Contraction von a+u nach Ausstossung des zwischen 
beiden stehenden Consonanten is^M *arsahü § 113, 4. 

c) aus einem infolge des Tones diphthongisirten t2, sei es nun 
betroffen vom Worttone üp^jäkum, '»rjb^ kätuntt § 95 a, oder 
vom Satztone ^^ta iäsrupü § 95 ft. 

d) durch Dehnung eines ö nb^ für nb^ § 109. 



Dritter Abschnitt* Der hebräisohe Lautwandel 71 

11} Kdmes Häiütp^ d, entsteht durch Verkürzung von ü ith)^ küdSähü, 
'-^5 W/§ 93. 

12) Schfwä mobile Simplex * . Entsteht in tonlos gewordener Silbe 76 

gleichermaassen : 
d) aus a D*>Dbtl mäläkim, nnjpb läkähät, latt'^p'; jäkiman-hü § 85. 

b) aus 1 ^yfihäriffäkä, ü^'W ^pirim, HKbtt mäU'at § 89. 

c) aus ü ^S süri, nte; jäküläi, ftsrfm täsVüpün § 94. 

13) ffäiiq> Pad'ah '. Es entsteht in tonlos gewordener mit Gut- 

tural beginnender Silbe 

a) aus ä ^»M tanäkä § 85. 

b) aus if rrildra bahtmdt § 89. Femer spricht man es 

c) als HülfsYocal , um eine auf Padah und einen Gonsonanten 
ausgehende geschlossene Silbe in zwei offene zu zerlegen ^l^ 
§ 102 a. 

d) Statt Sch^wd mobile Simplex tritt es ein in den § 105 angegebenen 
Fällen. 

14) Hdtetp S'göl ♦. Entsteht wie in den bei Hdtiip Pad'ah angegebenen 

Verhältnissen 

a) häufig aus Verkürzung eines tonlos gewordenen It 0*«!%^ *imünim 
§89,3. 

b) selten aus Verkürzung eines ebensolchen ä ^nri*>ttr{ hämitüM 
§ 85, 1. Femer tritt es 

c) unter den zu 13 c angegebenen Verhältnissen als Hülfsvocal 
ein, wenn die aufzulösende Silbe als Vocal S'göl enthält ntn*i 

' ^ ••• wir 

§ 102 a. 

15) Hdteip Kdmes \ 

a) durch Verkürzung eines tonlos gewordenen, mit einem Hauch- 
laut, p, n oder s zu sprechenden u D'nÖ*^^ küdäSim^ i^ß^ß § 94. 

b) als HülfsYocal, wenn die aufzulösende geschlossene Silbe als 
Vocal ein ö enthält ib^ püUähü § 102 a. 

c) unter dem Einflüsse eines Hauchlautes, eines p, ^ oder s aus 
einfachem Schfwd mobile H'DJgbM für nn^bK aus 'aläkkitän § 104. 

B. Veränderungen, welche die langen Vocale des Semitiflchen im 

Hebräischen erlitten haben. 

Nur selten hat sich ursemitisches d im Hebräischen erhalten. 77a 

So in nnb, nra, Dp, POD'n rakabtd 'du bist geritten'. Meist ist es 

jedoch zu d getrübt worden: Dipa aus nakdm; taiptt makdm\ VthiO 

saldm; «TyiatJ mandrat; »isp kannd; •JTO kdhin; tiO'J ar. wisdd. 

Die Ndgang ä za 6 za yerdankeln iBt dem hebräischen Munde so eigen, dass 
schliesslich aach solche d, welche erst anf hebräischem Boden entstanden sind, 



72 Zweiter Hanpttheil. Lautlehre. 

denselben Lautwandel erlitten haben. Und zwar sind dies zunächst aus 
Contraction entstandene ä, so lÖxH für räi contrahirt aus rdeti; "mK^^'Smar, 
jdaimar. Für gewöhnlich erhält sich jedoch ein durch solche Contraction ent- 
standenes d,: T»xän hatta*ai; VCfo masaa s. § 112 a. In diesen Beispielen gibt die 
etymologische Orthographie noch Aufschluss über die Entstehung der Form. 
Doch findet sich auch die phonetische Schreibung, so n'i'^Vis ^ 2fS Stridce statt 
ni'^tpKb aus mdcuirät von der Wurzel ^^\ ^*«aiM statt I^d&lK Hos. 11, 4; C|D^1 
2 Sa. 6, 1 C)Ökn ^ 104, 29 ^f^Blok 1 Sa. 16, 6 neben *^&bMn Jos. 2, 18, '^aSOfiT ^ 27, 
10. Schliesslich sind in der traditionellen Aussprache der Kassoreten, welcher 
die deutschen und polnischen Juden folgen, dieser Neigung auch alle übrigen ä 
unterlegen, welche unter dem Einflüsse des Tones aus ä entstanden sind. 

b Kommt ursemitisches d in Mitten des Wortes in eine geschlossene 
Silbe zu stehen, mag dieselbe den Wortton haben oder nicht, so 
verkürzt sich äzua: ritaj? kämtä; pxk sämta; Tita)? kämti; *^tWl sdmti; 
^dpV sätnnü Jes. 28, 15; und in unbetonter Silbe DH'DJ? kämiim, 
kamtum; ühblQ Dt. 10, 16 mälium; und einmal, wenn die Punctation 
richtig ist, mit Verdünnung des a zu t nach § 82 Dr\0&^ Mal. 3, 20 
statt Drittem; *^n%l)?') Jes. 14, 22. Nur wenn ein solches in geschlos- 
sener Silbe stehendes ä von einem Satztone betroffen wird, vermag 
es sich unverkürzt zu halten: ''Fitig Mich. 7, 8; ^TpStD Jer. 33, 25. 

1. Nicht aus mechanischem Lautwandel, sondern aus der Analogie der festen 
Wurzeln erklärt sich das ä im Hophal der mittelvocaligen Wurzeln: hxäT^ Prov. 
16, 33; Dpn Ezod. 40, 17. 

2. Hingegen erhält sich i.P. nach §725 das ä in der Schlusssilbe tofSX Ebenso 
erklärt sich die durchgängige Verkürzung des auslautenden d der 2. Pers, Perf. 
Sing, aller Verba und der 3. pers. Sing. Perf. der t^ vor dem Suffixe der 
1. Person Sing, zu a aus der Analogie der 3 Pers. Sing. Perf. mit dem gleichen 
Suffixe. 

c Auslautendes d ist in der Verbindung des Suffixes der 2. Pers. 
Masc. Sing, mit den Präpositionen n und b unter dem Einflüsse des 
Satztones nach § 44 a abgefallen -fä, ^b aus häkd, Idkd neben ^a, ^ 
aus bakd, lakd, 

78a Ein aus d entstandenes tonloses ö wird häufig weiter zu ü ver- 
dünnt, so ''lii»? Jes. 10, 13 von pay; "»räio? Jes. 50, 5 von aioj 
if 44, 19; D'^JVtj von lil^'a; »'p'lDtt neben oiDtt; D'^pV^*? neben pipn- 
•^Stttjtt Jes. 45, 3 neben ibttOT; b'fioriK Mi. 2, 8.') Jes. 30, 33 statt des 
sonst gebräuchlichen bitatlK. Einmal lässt sich dieser Lautwandel 
belegen für die 1. Pers. Plur. Perf. ^tj-rtps Mi. 2, 4 und für den Plural 
des Participii Niph'al D'^DS? Ex. 14, 3. 

Daneben bildet man aber Q^^inf^ D^^AiDp und im Kiph'al DnW&a £z. 11, 17, DnbpS 
Ez. 20, 43. Für Niph'al von ^:^ lässt sich keine Begel aufoteUen, da es sehr 
selten ist und sich in der 2. Pers. Sing, und der 1. Plur. überhaupt nicht findet. 



1) Falls der Text richtig ist. 



Dritter Abschiiitt. Der hebräische Lautwandel. 73 

Nicht selten ist ein aus d nach § 77 a entstandenes, in geschlos- b 
sener Silbe in Mitten des Wortes oder am Ende des Wortes vor 
Makke(p stehendes, o zu o verkürzt worden. Es sind das Analogie- 
bildungen. Die Sprache verwechselt diese Formen mit solchen, in 
welchen ö aus u nach § 94a entstanden ist, welches ü nach § 93 
in geschlossener Silbe sich häufig zu 6 verkürzt. So tartvbtp von ihm 
ialäi; "^ifrv^ von nwnj nahäiai; nntj für nintj. Ja es tritt wohl 
gar ü ein:' D'T^'Om, D'^timn von VlO^'nhartäm. 

Semitisches ü hat sich im Inlaute fast überall erhalten "n^nä 79 a 

T 

bahür; ipniä^jamütün ; laatäj waiäbnün. 

Ausgenommen ist, wenn die Ponctation richtig ist, ni*H^ r^ujjob für r^^ob; 
nvn«, niste s. § 1196 Anm. u. § i34eL 

Im Auslaute hat es sich in i verwandelt in *i3bK aus 'anäkü und 
dem entsprechenden Yerbalsuffix ti. *ir)n| aus gäriü. 

Semitisches t hat sich mit wenigen Ausnahmen erhalten y^ b 
saddik. 

In einen Vocalanstoss hat es sich verwandelt im weiblichen Pro- 
nomen der 2. Pers. Sing. riK aus *>riK, sowie den entsprechenden 
Verbalsuffixen rin)?b aus lakahtx. Es fällt ab in ^a, rfb aus hakt, laki. 

lieber die Fälle, in welchen i nach stattgehabter Epenthese 
schwindet, s. § 104. 

C. Verttnderongen, welche die ursprün^ch kurzen Yocale des 

SemiÜBchen im Hebräischen erleiden. 

1) A. 

Ursprüngliches ä hat sich im Hebräischen in den folgenden 80 
Fällen erhalten: 

1) in betonter offener Silbe ''Snpb lakahäni; «osKtlJ sanänün 
Job 3, 18.*) 

2) in vom Gegentone getroffener oder unbetonter offener Silbe: 

a) wenn auf dieselbe ein mit Hülfsvocal zu sprechender Guttural 
folgt ^1^ jd^^möd aus jamud; nte?'0 md'sä aus mdsai; ^y\^ 
nah'^re aus naharai, s. jedoch weiter § 81. 

b) wenn auf dieselbe ein n folgt, sei es nach der Analogie der 
übrigen Formen einfach auszusprechen oder verstärkt inc^aiQ Job 
18, 14;*) '»TOnti Job 31, 24; D'TT», rwntö. 

Sehr selten vor einem anderen Gutturale s. § 85, 1 Anm. 2 und 2 Anm. 



Andere «Jfif^. 

») Andere Tn^ '»noM 



74 Zweiter Hanpttheil. Lautlehre. 

c) wenn auf dieselbe eine aus Consonant und Yocälanstoss be- 
stehende Silbe folgt "»Dblj maJ^x^; ^yy^, -»nb?, '»•\^, »iffin, trte», 

- 1 - 

In dem unter C) angeführten Falle ist der erste oder zweite Laut gewöhnlich 
ein Guttural, ein Nasal oder ein Yibrationslaut. Anderenfalls tritt meist naoh 
§ 82 Verkürzung zu i ein: **1}^'7 dabarai. Es ist fraglich, ob diese Formen zu den 
Zeiten der Punctation noch als dreilautig empfunden wurden. Sicher zweilautig 
sind *«^ Jes. 63, 7, ^^Ono Ez. 17, 19 und a. s. § 71, 2 Anm. 

3) in geschlossener erster Silbe eines Wortes meistens: 

d) wenn der erste oder zweite Radical ein Guttural ist ttam, n*n*in, 
^XSrh\ doch findet hier nach § 81 auch Abschwächung zu e statt. 

b) wenn der zweite Radical ein Yibrationslaut, seltener wenn er ein 
Nasal ist ^sbia, ^y\^^ tTDb^a, rfMätt; doch findet sich hier sowohl 
Abschwächung zu e als zu t. 

c) seltener bei anderen Consonanten niDia, t\Tpi^> 

4) in geschlossener letzter Silbe des Wortes, wenn der Ton das 
nicht verhindert rebt). 

5) in einer in Mitten des Wortes stehenden geschlossenen Silbe 
mit wenigen Ausnahmen überall: Drobn halaktitn; *^riibi)9 tnauladti; 

81 Ursprüngliches a ist zu e geschwächt worden: 

1) in offener vom Gegenton getroffener Silbe 

a) wenn auf dieselbe eine aus Guttural und Vocalanstoss bestehende 

Silbe« folgt nrm, n'^wn. 

In ebenso viel Fällen wird hier das ursprüngliche a nach § 80 beibehalten, 
wonach sich dann selbstverständlich der Hülfsvocal richtet. Wo a beibehalten 
ist, wo zu e gekürzt wird, lehrt nur der Sprachgebrauch. Üeberwiegend geschieht 
es in demjenigen Formen, in welchen beim starken Verb Schwächung zu f ein- 
tritt; immer in der 1. Fers. Imperfect. 

Die Verbindung ^ ist übrigens nach der Meinung der Punctatoren kürzer 

als . Daher punctiren sie H*ro5n aber ln*U33JM\ Es widerspricht dieser 

Meinung die Geschichte des hebräischen Yocalismus. Sie erklärt sich nur dar- 
aus, dass man sich gewöhnte Segol lang zu sprechen. 

V) sehr selten wenn dieselbe mit Guttural, namentlich mit k beginnt, 
und eine aus Consonant und Vocalanstoss bestehende Silbe folgt 
tlp2K 'en^kat aus 'anakat^ ebenso in ti3T* Hier ist die Beibehaltung 
des a die Regel. 

2) in fortlaufender Rede in der ersten Silbe der Nomina der 
Form katly welche weder contrahiren noch von Wurzeln mit Gut- 
tural an zweiter Stelle stammen, s. hierüber weiteres § 83. 

3) in geschlossener erster Silbe eines Wortes immer in den ent- 
sprechenden 1. Perss. Imperf. tipM 'e^köd aus 'apkäd, mit wenigen 



Dritter AbBohnitt. Der hebräische Laatwandel. 75 

Ausnahmen immer im Mod. energ. des Imperf.: ^*lD9P|i tdtaranhü 
s. § 114&, sonst sehr selten in Mitten des Wortes DMbMi iaaltm. 
Hänfig in der ersten Silbe eines Wortes, welche mit einem Hauch- 
laute beginnt ibnn, in'in oder schliesst ncrr^, Qlflnn; doch auch 

O IT' ir -|7'-|tf' 

•itr' • IV 



Verdünnung von a zu i tritt ein 82 

1) in geschlossener erster Silbe des Wortes mit Ausnahme der 
§§ 80. 81 erwähnten Fälle fast überall: tipfil neben tipS«, ^a'TO 
madbar neben thäbtt, ^Kb& paVakä neben ^K3p. 

2) seltener in geschlossener erster Silbe vor dem To^e : f^t^ib*;, 
tTPrt?V 'h^''J?i'?l von nbj; orittn, tT^^rj» tH'^WrS neben "»isittni, 

■h«?^li^'r»i tT*=!p*?^j DPivipnn;' fi*^ipjo,\ ffribpilp, Itnänfe. 

Gleichen Laatwandel wixd man in UimJ"f>% DMO^OV i.B.«i>'j»i neben PittJ^, ythvsA 

vT«»' T|..» T|«« Tt "*' • I • • 

neben tsribMä annehmen dürfen. Nach Andern hat sich hier jedoch nnprüng- 
liches I erhalten. 

3) in offener Silbe, auf welche eine aus Consonant und Yocal- 
anstoss bestehende Silbe folgt mit Ausnahme der § 80, 2 c be- 
sprochenen Fälle: ra^lD nadibat, "^"^y^ dabarai; nt^W von nbtf: '»nre, 

vna neben njrrD, ^*nna. 

tTeber die ZoBammensiehnng solcher dreisilbigen Formen zu zweisilbigen, 
vergl. § 71, 2 Anm. 

Verkürzung zu e tritt femer ein in der letzten Stammsilbe der 83 
Feminina mit unbetonter Endung, falls der letzte Wurzellaut ein 
Nichthauchlaut ist ms:^ 'äsarät, th^trü mäiäkkaläi, sowie in den 
§ 81, 1 c erwähnten Formen des Paradigma katl ^"^ dSrej^ aus dark; 
nng kabr. Ist der zweite Wurzellaut ein Hauchlaut, so erhält sich 
a überall, ausser in den beiden nm rahm und Dir6 lahm. Wird 
jedoch diese Silbe ausser vom Wortton auch von einem Satzton 
betroffen, so pflegt Verlängerung zu ä einzutreten: ^"^ Job 12, 24; 
*ngi Jes. 22, 16. Eine ganze Reihe von Worten lässt jedoch auch 
in diesem Falle die Verkürzung zu e eintreten. Es sind das: HQ^, 
fttnd Jes. 30, 14; Mth, ^n Ezech. 16, 34; Mdt), 9^, Mbs in Mbsn ti^L,, 

MpbV -TD^ Neh. 13, ie; nbtt, ^fbtt, aaj, ^55, nnj, ria,'^?, «bö, pni, 

Q'lg, 1*1^, inr\. Das gleiche findet sich in dem Völkemamen 
"s^fto if 120, 5 und dem als Eigennamen gebrauchten TXüX Zach. 3, 8. 
Bei anderen Worten schwankt die Ueberlieferung. So cp 62, 13 
•TOn, aber if 130, 7 lonn; (p 45, 8 r^lJn; Prov. 12, 3 wja, aber 
Koh. 3, 16 ^mt\\ in^'i)t. 27, 15. 24. "28, 57. 2 Sa. 12,*12 aber 



76 Zweiter HanpitheU. Lautlehre. 

nni^a ^ 139, 15, woselbst andere Ausgaben wie an anderen Stellen 
'^roä lesen. 

r •• - 

Weshalb die Verlängeniiig zu ä auch ohne Satcton in denVerbindimgen Y*?^ 
und yyi) eintritt^ ist nnerklärlich. 

84 Endlich verkürzt sich a überall da der bequemeren Aussprache 
halber zu S^gdl: 

1) wo es vor einem mit d zu sprechenden n oder n steht, welches 
nach Analogie der nichthauchlautigen Bildungen yerstärkt auszu- 
sprechen wäre, tins kahäi aus kähhaS wie 13|; ^"^HtDil Nu. 8, 7 aus 
hittahhärün; DTOn^iDt. 32, 36. Ebenso in »T^r« und der Pausalform 
•^rjK neben d^^n«, "^n» nach § 80, 2ft. 

2) wenn es in dritter Silbe vor dem Tone vor einem mit ä zu 
sprechenden n oder y steht tl^T\lr\ aber T\yyr\^ fiWj, ^tUt^. 

3) in dem Worte ixyr^ 'bergwärts' aus harrä. 

4) in der ersten Silbe der Ableitungen der Form katl yon n^ 
und vor den Pronomen Suff, der 2. Pers. Sing. Masc, wenn die 
Worte i. P. stehen *^ntÖ neben '^M nach § 85; ^ütö limäkä neben 
Mti imakä; 1\Tr\X» u. s. w. 

85 Verflüchtigung eines ursprünglichen ä zu blossem Vocalanstoss 
tritt hingegen in den folgenden Fällen ein: 

1) in offener zweiter Silbe vor dem Tone "»Stigb lakahdni; iiW 
natana-hü; ÜVntrsL häharim; D*'*ia'l dabartm; d*n^pö paktdm. Ist 
der erste Radical ein Guttural^ so tritt für gewöhnlich — ein O'^tTlK, 
ÜWrt^j D*3Bn, tan'^OT, DW^^n, dD^^b:^ 'alaikim; seltener -^ so rrttthan, 

''rtir^pn, ih'^wn neben nia'^Dn, '^initt^^nn. Vergl. unter 2. 

1. In den Ableitungen vom Hi^'tl der Wurzeln ^:^ pflegt in den dritten 
Personen — einzutreten, wenn beim Antreten eines Suffixes der Ton von der 
Stammsilbe fortruckt Dtn^nM, :irin*rQn, sonst brsM, doch auch in'^QM. Waw consec. 
3 bedingt — . 

2. In den Ableitungen von vomhauohlautigen Wurzeln ft und 9*9 hat aich 
a in zweiter Silbe vor dem Tone erhalten Piinh, TriT'SiT, HT'jrt. 

2) vor dem Nebentone W V. dabär; ^TjW dabärakd; ThS 
V. kabdd. Bei Gutturalen tritt gewöhnlich — ein : r^lM *amätakd; 
im Hi^'il von "f^p in der 3. Pers. m. S. — : ^»fin, ^crfl Sa. 26, 19 
jedoch Hieb 36, 16 T{r\*^pr|; in den übrigen Personen — : Qfävn, 
Dttia^^nn. Dagegen vor dem Tone nur, wenn auf die Tonsilbe eine 
tonlose folgt M'^to ^asdrat, t\M':P ^asdraU 

Auch hier erhJUt sich a vor dem Kebentone bei Ableitungen von vomhauoh- 
lautigen Wurzeln : !lhnS'^ Jes. 46, 13 vergL 1, Anm« 2. 



Dntter Abschnitt Der hebräisolie Lautwandel. 77 

3) zwischen Ton und Gegenton: %133 näf^fü aus natapün für 
naiäpün; T\:t\^} nakrahan; ?|3btt mälkakä; bei Worten mit Guttural 
an zweiter Stelle immer — : i*n:?a, n W, W^tJ. 

-: -irr' -::•' '-ii- 

Kach der Analogie dieser Formen weiter ^mo^h von T\xfiln verkürzt ans n^^h 
nnd naDS von nDj statt rc^O?. 

4) zwischen zwei Gegentönen *f3b)3 mäl^^^ aus mälakäi; bei 
Guttural '»1:^3, '»nns. 

5) in der ersten Silbe mehrerer zweisilbiger Nominalbildungen 
von n"b, namentlich nach dem Paradigma katl: '»niD iäbi; n'iDn /^ant7. 

Es ist jedoch bei diesen Formen fraglich, ob sie wirklich ein a und nicht et- 
wa % in erster Silbe gehabt haben. 

Verlängerung eines semitischen a zu d findet statt unter dem 86 
Einflüsse des Wort- wie des Satztones in den folgenden Fällen: 

1) in vom Haupttone betroffener geschlossener Endsilbe der 
Nomina üSn hakam; ^y^. 

Die Yerba erhalten hier das ursprüngliche a: Mß^, ^^- ^& diesen Formen 
ein gleiches Umomen zu Grande liegt, so wird man hier in den Trieb der Sprache 
zu difTerenziren erblicken. 

2) in vom Gegentone vor Hauptton betroffenen offenen Silben 
vrmtk 'ämarät; nnas käbiddt; SintJDn hukmätakd. 

3) in geschlossener Yortonsilbe "^^ Jadi; nja band; nn| kabid; 
■»nabg katunti; W^Alß tnalakm; ^^^ abikd; ''rijjyr; tTibb lalidat; wori. 

4) in vom Satztone betroffenen Silben und zwar beim Thatwort 
überall, beim Nennwort nur, wenn die Silbe auch in fortlaufender 
Rede zu betonen wäre. Daher D*^t3 statt D*^t3; ^snDM statt %n2K; aber 

•IT •-» IT-: t--; 

Tn^*! statt rinni, weil aus dabärakd mit tonlosem dritten a entstanden. 
Hingegen verlängert das Thatwort nicht nur betontes a wie in &|i3ß 
Ez. 17, 4 aus katapa, n^b, sondern auch solches a, welches erst durch 
das Zurückweichen des Haupttones beim Satztone den Ton erhält: 
%t3a Jud. 5, 14 aus natdfün für natafün; T\W^ aus rddlai statt 
rä aldt ebenda, siehe jedoch § 44, Anm. 2. 

2) I. 

Erhalten hat sich ursprüngliches 1 87 

1) in geschlossener unbetonter Silbe, ausser wenn dieselbe End- 
silbe ist: ih&p sxifrb aus sipra-hü; namentlich wenn dieselbe auf 
einen verstärkten Gonsonanten ausgeht 'nott, D^S, ffT^p- 

1) in solchen offenen Silben, auf welche eine aus Consonant und 
Yocalanstoss bestehende Silbe folgt: DD!l'^.£t 'öjtß'x^^ ^^^ 'djibakim; 
DDTBnDa Jes. 1, 15; ^blU. 

Dafür findet sich auch T{Vn| Jos. 3, 7 nach § 88, 5. 



78 Zweiter Haupttheil. Lautlehre. 

3) in betonter Silbe nur in den kurzen einsilbigen Worten DM, 
D?, deren Vocal eigentlich nach § 90, 1 zu steigern wäre. 

4) vor einem nach der Analogie der starken Formen zu dages- 
sirenden h\ Dtti 1 Kö. 1, 1 neben DH5 nach § 90, 2c. 

88 Bei i zeigt sich dasselbe Schwanken wie bei a. Denn es ver- 
kürzt sich wieder in den § 87, 1. 2 genannten Fällen: 

1) in geschlossener unbetonter Silbe inmitten des Wortes: "^x&n 

In der 1. Fers. Imperf. Sing. Kiph'al Dm» 'innahim aus 'a-hinnakln^; IfpOXL 
Hier erklärt sich der Vorgang wahrscheinlich aus der Analogie des Kai. Zudem 
haben sich daneben Formen mit i erhalten, vielleicht als Beste babylonischer 
Punctation, welche überall i hat. 6o IZh^K; hDbsM und Jes. 1, 24 nebenein- 
ander tvaptstit und DHäit 

2) in geschlossener unbetonter Endsilbe regelmässig, wenn die- 
selbe den Ton verloren hat, sei es, dass dieser zurückgegangen ist 
oder das Wort sich proklitisch dem Tone des folgenden unterordnet. 
Daher 

a) in fortlaufender Rede im Imperf. Hiph'il und den Imperfectis Kai 
mit i nach }Faw consecut, ^tel tvatidlid für rva-tdlid; at3'»*'1, Tn«'»l. 

Der Analogie dieser Formen folgen auch die Imperf. Hiph*il von ^:^y in welchen 
i erst aus % verkürzt ist Qbrn. Ueber Ersatz dieses Segol durch a s. § 107. 

h) beim Zurückweichen des Accentes vor einer schwer betonten 
Silbe: 'üSi pnxb Gen. 39, 14. 

Doch liest man hier auch pn2C9 und an vielen andern Stellen ist trotz des zu- 
rückgezogenen Tones Steigerung erfolgt , wie sie nach § 90, 1 die schwerbetonte 
Silbe hat; so ia ytjQ ^p 22, 9; ^^ l^jotj ^ 18, 20; )rn« KirjXJI ^ 90, 2; )r*ix ^33 Jes. 
40, 7. Wir haben es also hier mit Eigenheiten des rhythmischen Vortrages, nicht 
mit einem bestimmten Gesetze der lebenden Sprache zu thun. 

c) vor Makke(p: -TiK it, ''?ir|0 ^^^ '^^^' *5sman« Nu. 12, 6; ''B^in'; 
1^ 63, 6." 

3) selten in betonter Endsilbe und zwar: 

a) in den Pausalformen pni'ü Gen. 21, 9; pnsb Ex. 32, 6; qm»' Dt. 
32, 11. In fortlaufender Rede in der allerdings verdächtigen 
Form ünb Ri. 6, 8. 

b) in Dn« und den entsprechenden Suffixen D?, "j? und den Suffixen 
der 3. Pers. Plur. DH, )'n, in welchen i erst aus u entstanden ist. 

4) in betonter offener erster Silbe in den gewöhnlichen Infini- 
tiven der Wurzeln Y'ö: Mb lidat; nSTD sibat 

• • • • 

5) in solchen offenen Silben, auf welche eine aus Consonant und 
Vocalanstoss bestehende Silbe folgt ri^^^ jdser^x^ aus jäsirakä; 
Tj'ta'5 dabber^x^ ^^^ dabbirakä. 



Dritter Abschnitt. Der hebräisclie Lautwandel. 79 

Verflüchtigung zu einem Yocalanstosse ist eingetreten: 89 

1) wie bei a zwischen Ton und Gegenton D*^?*;» 'ößßim aus 'äßbim; 
käbidät; ^"iyp^ tälidin; D'f'a^K *illimim. Steht ein solches K nach 

einem Gutturale, so varkürzt es sich zu — : 'OKtiPi ifmainün; niiana 
bähimät; '\i:i^^jä'isai; sehr selten zu — : so Jer. 13, 21 "sf^rtvr^ jahizüki 
aber -»äWr«^ Job 30, 16 und inntrwi'nRi. 16, 21. 

2) nicht nur wie a in der ersten Silbe zweilautiger Wörter, 
deren zweite einen Gegenton hat, sondern auch solcher, deren zweite 
vom Hauptton betroffen ist: MKta est. mVat; tiD") St. tvisäd. Bei 
Wörtern , welche mit M beginnen , kürzt sich t zu — : "»bK 'Hai; tWK 
'inäi; bei den anderen Gutturalen zu — : nitirr himär; taibn hiläm; 
ya inäk. 

Ist der Yocal der zweiten Silbe ursprünglich kurz, so pflegt auch % wie u in 
der Hauptsilbe gesteigert zu werden, s. § 90 c. 

Wird nach § 71, 3 der zweite Badical verstärkt, so erhält sich natürlich das 
kurze f *)t9K neben n^ibK. 

3) in zweiter Silbe vor dem Tone, in erster vor dem Vortone: 
tS^yäO sipärtm. Im ersten Fall tritt auch bei K Hätetp Pa&ah ein: 
üsrilk neben '»b«; "^thlt neben d^«; wie rmibn; D'^OIIK aber D'»D'ra«. 

Ber Grund liegt in der Meinung der Punctatoren, dass — kürzer sei als — . 

Steigerung^) des t zu S tritt ein: 90 

1) in vom Worttone getroffener geschlossener Silbe nriM *ähiß; 
M üb; MM it; Mb^ malVa; ^^&p mfpakkid. Demselben Lautwandel 
unterliegt aus i verkürztes if im HiplCil der Wurzeln *i":^ : yv^ jarib 
aus jarib, 

2) in offener Silbe: 

a) unter dem Einflüsse des Satztones ^bn^*] j'jahhilün; ^b*in hadilün; 
^A Hk%: nitlTÄ 'azammiran, 

b) unter dem Einflüsse des Worttones in den Nominibus des Para- 
digma kitl: n&D sipr; ftPi hips. 

Gleichem Wandel unterliegt vielfach das erst nach § 82 aus a entstandene f 
der verkürzten Imperfecta Kai von Wurzeln h*b: ^"^^^1 aus toa^ibki verkürzt 
aus wa-jahkai; t!CT\ u. s. w., doch ist hier die Beibehaltung des % häufiger. 

c) in der Vortonsilbe, namentlich wenn die Tonsilbe einen ursprüng- 
lich kurzen Vocal hat anb St. llbdb; n'lb Vtddt; ttrUJiMt; yaifmär; 
HD^na barxkdi; ?fbKtö !a*iläki; aber auch vor einer Silbe mit langem 



<) Sie entspricht der Yerlfingerung von a za ä und geschieht durch unwillkür- 
lichen YorscfaUg eines a infolge der circumflectirenden Betonung. Vergl. unser mein 
mit min, engl, büde, hride, chüd. Da diese Steigerung auf die Bedeutung der Form 
ohne allen "Ritifln— ist, dsrf man sie nicht mit dem ans der indischen Grammatik ent- 
lehnten Kamen Ouna bezeichnen. Ueber das Physiologische des Vorgangs vergl. 
Sievers, a. a. O. 8. 131. 



80 Zweiter Haupttheil. Laatlehre. 

Yocal wbMtli ; tül^ jibäS. Diese Steigerung erfolgt auch in solchen 
drei- und mehrsilbigen Worten, in welchen t zwischen Ton und 
Gegenton verkürzt werden könnte: nbstwa, H'tW'» u. s. w. Hier 
war die Analogie zum Masculin durchschlagend wie bei Pluralen 
D'^ttttTO, ntottilD neben D'>XX'ft, t3*''it!'t^. Anderen Ursprunges ist 
das Sere in "ptt«, Dia« u. s.w., s. § 102 ft. 
d) nach Ausstossung eines Nun vor einem Hauchlaute oyjc^ für 
itnharris; "^y^lSfü 2 Sa. 22, 4 neben '>n*>intt y 18, 4. 

91 Verlängerung von t zu i ist eingetreten im Imperfect Hiph'il 
aller Wurzeln, mit Ausnahme der y':^, i'^ u. n"b. Es ist das eine 
Analogiebildung nach dem Muster der Wurzeln i'^p, Tp&? und da- 
nach TJ?Bn richten sich nach D'^p^ 

Den Gesetzen der hebräischen Sprache würde vielmehr Steigerung zu S^r§ 
entsprechen, wie es der Jnssiv, das verkürzte Imperfect nach Waw. consec. und 
die Wurzeln 9*9 haben. Da bei den Wurzeln 4*9 sich das einfache Imperfect 
naturgemäss durch t von dem Jussiv mit aus f nach § 90, 1 gesteigertem e unter- 
scheidet, so bewirkte möglicherweise das Bestreben, diese Formen auch bei den 
übrigen Wurzeln zu scheiden, diese Analogiebildung. 

3) U. 

92 Erhalten hat sich urspriingliches ü: 

1) in geschlossener unbetonter Silbe: ^bt^n, dptaM, ixtap kumsahü; 
uy^tp kusrakim, am häufigsten wenn eine solche auf einen ver- 
stärkten Consonanten ausgeht: D'^j^rt, fI?D, HTsitD, *7|n, liD'^5» H'Jpö. 
In dem ersten Falle wird jedoch viel häufiger, in dem zweiten Falle 
oft nach § 93 verfahren. 

2) in offener vom Haupttone nicht betroffener Silbe: 

ä) auf welche eine nur aus Consonant und Vocalanstoss bestehende 
Silbe folgt in '»pDI. 

h) auf welche ein nach der Analogie der starken Wurzeln zu ver- 
stärkender Hauchlaut folgt: nsnn ruhhasii: ^br*! Job 33, 21 rti'w. 

93 Verkürzung eines ursprünglichen i2 zu d ist eingetreten: 

1) in geschlossener unbetonter Silbe: ^Tglon hupkad; "yn huk; 
iv^g kudiahü; "fpTM uzni; DpttK neben DptSK; weniger häufig wenn 
eine solche auf einen verstärkten Consonant ausgeht ^^ if 72, 20; 
DVa»; Zeph. 2, 9; tT^ti Prov. 14, 10; tTsis Ez. 16, 4; »'^rf, 1\p^ neben 
m:^; \^11V^ w 67, 2 neben ^n^ Jes. 27, 11 ;ViTltÖ Nah. 3, 7 neben HTITD 
Jer. 4, 20. 49, 3. Zach. 11, 3. 

Ueber diese verschiedene Behandlung eines ursprünglichen u vergL § 92, 1. 
Die Differenz bei einem und demselben Wort erklärt sich aus der Verschieden- 
heit der grammatischen Meinungen, welche bei der Punctation des A. T. zur 
(Geltung kamen. 



Dritter Absclmitt. Der hebräische LantwaDdel. 81 

Dem gleichen Lantwandel unterliegt ein erst aus ü verkürztes u, 
wenn es tonlos wird: Dß^ tva-jäkum; nos^ wa-ndsuh. 

2) in offener, vom Gegentone betroffener Silbe , auf welche eine aus 
Consonant und Vocalanstoss bestehende Silbe folgt, sei dieser Vocal 

d\ Best eines semitischen kurzen Vocales : *^Dbt) mulfki für m^iuki; 
nnnn, tDnpi baasubakim; M'n^tt oder 

h) auf hebräischem Boden als Hülfsvocal behufs Theilung einer ge- 
schlossenen Silbe eingeschoben: ibl^ pulahü; D'^rn jolfram aus 
juhram. 

Verkürzung eines ursprünglichen u zu einem Vocalanstosse ist 94 
eingetreten in offener unbetonter Silbe : 

1) zwischen Ton und Gegenton: ^*ntlti^. jäimurü; rhy^ jäkuldt 
aus jakülat; *^ns^ üsuri. Enthält diese Silbe einen Guttural, ein p 
oder S, so tritt Yerküra;ung zu — ein: iTg"!^ kudkudaM; TMä^Wt^ 
K'ri Jes. 18, 4 "aikutan; nbß^ Ezra 8, 25 K^ri; ^ng*^. Jes. 62, 2; 
nrr^Dk Jes. 27, 3 neben «la'iam i *12, 8. 

Einmal auch bei ^ vor dem Satztone ns&H*« 1 Sa. 26, 10. Jer. 32, 9 
steht ribgm für nbgt^K, kaum richtig. 

2) vor der Tonsilbe in den Nennwörtern der Form kutl von n^ 
und zwar tritt hier überall Verkürzung zu — ein: *fbn huli; *^p|, 
•»nx, W, •>fcp s. jedoch § 95, 2d. 

■»•tp, '»Ä'f^? Ea. 28, 7; tp^ Jes. 40/15 gehören unter No. 1. 

3) in der zweiten und dritten Silbe vor dem Tone, wenn die 
erste vor demselben Vorton hat: D'^TTon rumähim. Bei Gutturalen 
und p tritt — ein: d'^^ttn humärim; «D^bn hülqjainü; TWresn humär- 
marün; V^^ifi^kudäiim; D*>nnK 'tiÄai^toi. " 

4) in offener erster Silbe vor dem Tone, wenn auf die Tonsilbe 
eine unbetonte folgt rtbd kuiünat neben nj'pD s. § 71, 3. 

Steigerung des u zu ö durch mechanischen Vorschlag eines a 95 
findet statt: 

1) in geschlossener vom Worttone betroffener Silbe : bbj jaküla, 
•TOtoU kaßnH,^) 6|ip. jaksüp, r^-ün hagümä, to kuU, «whj Jabüzzü; 
aber tP(ty\ jabuzzühim. 

2) in offener Silbe: 

a) in den Nennwörtern der Form kutl wip^ yt^. Ebenso ^nh, ^n!a 
8. §. 94, 2. 

b) wenn der Satzton auf dieselbe fallt : vnb^ iaStnurü, ^bi^, J(^putü, 



1) Heben *VQ9^. Hier seigt nch wieder die schon bemerkte ünglc 
in der Behandlnniq^ der koxsen Vocale. 

8 lade, h«br. Onmmatik. g 



82 Zweiter HanpitheiL Lautlehre. 

c)weiin der Pausalyorton sie trifft: IpriZ'fj^jakshrän(a), fjptnst^ 
iakrhtün (a). 

Wie das aus ä getrabte d, so ist auch das ans u gesteigerte im weiteren Ver- 
laufe der Sprachentwickelang maxmigfAch in den Yocal ü verdünnt worden. 
Doch ist dieser Lantübergang, welcher im Aram&ischen weit mehr nm sich ge- 
griffen hat, nur erst gelegentlich, also in seinen Anfängen zu belegen. Ein Grand 
für die abweichende Punctation ist nicht an finden, am so yerlfisslicher erscheint 
die Tradition bei den einzelnen Beispielen. Da sich die gleiche Ersoheinnng im 
Neupunischen zeigt, so haben wir wohl die Formen mit <l als die Aussprache 
des gemeinen Lebens zu betrachten. Hiemach erklären sich die Formen frv^ 
Prov. 29, 6 statt "p"^;^); ^tn <p 91, 6 statt TÖ;; yrij Jes. 42, 4 statt yS; und 
ebenso y^^ Ko. 12, 6; Dm Ez. 24, 11 statt DM; ^ItalHW&l Ez. 18, 26 statt ^Ob^; 
"^y^r^ Buth 2, 8 statt *«'l39n. Und so auch Q^ulcttSin Prov. 14, 3 entstanden aas 
D^iQ^ statt D^rfi3in, welche Form der Gonsonantentezt vielleicht überhaupt 
meint, so dass hier nur eine unorthographische Schreibung vorläge* Yergl. 
n^l)^ Jes. 18, 3 und § 94, 1. 

96 a In der 2. Pers. Fem. Sing, und Masc. Plur. der von Imperfecten 
mit transitiver Aussprache abgeleiteten Imperative hat sich das aus 
der zweiten in die erste Silbe zurückgeworfene u in i verdünnt. 
^Xtß^ ^tlO sind somit entstanden aus iuqfxi, Su^x^> diese aber 
hinwiederum durch Eindringen des u in die erste Silbe aus i^(puxi, 
i^ipuxü. Ebenso im Energicus fSTiDtt s. § 591 rf. 

Dass in der ersten Silbe einst u gesprochen worden ist, beweisen diejenigen 
Imperativformen , in welchen nach § 93, 2 a ti zu o gekürzt worden ist, wie ^)i9 
Zeph. 3, 14. Und dass dieses u einst in der zweiten Silbe gestanden hat, be- 
weisen ausser den entsprechenden arabischen Bildungen uktuÜ, uktiM eine ganze 
Beihe von Formen , in welchen u sich in der zweiten Silbe nach § 95 zu 6 ge- 
steigert erhalten hat. So in Fausa '^y^S Jes. 23, 12 ; AbX Jes. 55, 1, aber auch 
in fortlaufender Bede. ELier sind diese Formen jedoch durch die Punctatoren 
durch die gewöhnlichen Formen als KM ersetzt worden z. B. **a*iD)p 1 Sa. 28, 8, 
K'ri *«at^, vergl. §§ 591(2, 598a, 605a. 

b Derselbe Uebergang von u zu t, welches dann allen Aenderungen 
unterworfen werden kann, denen semitisches t unterliegt, zeigt sich 
femer in DH mit seinen Nebenformen, entstanden aus htm für htm, 
aus welcher Form htm sich auch die Form des Suffixes Dil — er- 
klärt, sowie in dem Suffixe der zweiten Pers. Masc. Pluralis Q3 — , 
— entstanden aus kirn für kum — und dem entsprechenden DPI für 
Um aus tum. Auch DM, "tiM werden so zu erklären sein. Endlich 
zeigt sich dieser Uebergang auch in nennwörtlichen Bildungen. So 
vielleicht in Tiop« arab. kunfuduni in tibisit^, arab. sunbulat 

Dass bei dem ersteren die Priorität nicht auf Seite des Hebräischen und die 
arabische Form nicht etwa sich aus dem arabischen Lautgesetze der Yocal- 
assimilirung('Jtbä*) erklärt, zeigt die syrische und aeth.Form: kuphdä, qumfes. 
Doch ist möglich , dass "Tiop sich nach der Form ^oJfM erklärt. 

1) Falls der Gonsonantentezt in Ordnung ist 



Dritter Abschnitt. Der hebräische Lautwandel. 83 

D. Verftxiderangen^ welche die semiüschen Diphthonge im 

Hebräisdhen erlitten haben. 

Im Semitischen fanden sich nach § 60 zwei Diphthonge: au 97 
und ai. Der Diphthong au entstand durch Zusammenstoss von a 
mit u oder silbenschliessendem w. Der Diphthong ai durch Zu- 
sammenstoss Ton a mit f oder silbenschliessendem j. Diese Diph- 
thonge sind im Hebräischen fast immer zusammengezogen worden. 

Ganz auf die gleiche Weise entstehen im Hebräischen durch Lautverein- 
fachung im Wortaasgange Diphthonge wie Iß, "^n, '^•n. Doch ist es möglich, dass 
hier Yocal und Consonant getrennt gesprochen worden sind und kein Zusammen- 
fluss zu einem Diphthong stattgefunden hat. Dies gilt femer von Lautgruppen 
wie •«i», ^l, iVö, TW5. 

Der Diphthong au wird im Hebräischen gewöhnlich zu d zu- 98 
sammengezogen. rrna maut, ttW Sauty ytffb nauiab für natviab 
von ath; t\yiT\ für haudd von r\T\. Anders jedoch bei den vier ein- 
vocaligen Nennwörtern nitt, -pri, IJä, «1^, wenn sie vom vollen Wort- 
tone getroffen werden. Infolge des Tones hebt sich der erste Be- 
standtheil des Diphthonges ab und es findet eine Zerdehnung des- 
selben statt. tT(ü aus md'Ui und nach Analogie dieser Form ntiW, 
^V\ 'Mitte' aus tauk. Das Kamez erklärt sich wie in dem ohne 
Hülfsvocal gebildeten fit)tÖ 'Trug' für lau aus der dicken Aussprache 
des Waw. S. § 107a. Stehn jedoch diese Nomina in der Yerbin- 
dungsform, wobei sie sich dem Tone des folgenden Wortes unter- 
ordnen, so erfolgt die Gontraction nits, -pn. 

Anders liegt die Sache in Formen wie b^, bl?, h^l^ neben Xxc^^ Job 5, 16 
statt ^U}bl9y TS?*!^ T^l^Ö u. s. w. Falls hier überhaupt Diphthongen vorliegen, 
so sind sie erst auf hebräischem Boden in Ableitungen von Wurzeln mit nütt- 
lerem Waw entstanden. 

Ebenso ist der Diphthong ai zusammengezogen worden. Und 99 
zwar 1) für gewöhnlich zu e DWT zaiiim^ "^nw dabarai, "^b^ ^älai^ 
^*>b:^ ^alainü. nth aus hdzai, ntn hazai. 

2) im Unterschiede hiervon ist ai in nennwörtlichen Bildungen, 
wenn dahinter Suffixe des Fürwortes der 2. Pers. Masc. oder 3. Pers. 
Fem. Sing, treten, zu a w zusammengezogen worden. ?|*>b;j ' alaika, 
tr>b:p'alaihd^ ^'^^yl dabaraikd^ H'^Taa bagadaihd, 

»VT ''¥»1 ' r»i " 

Die gleiche Zusammenziehung hat statt bei allen ohne Suffixe 

gebildeten Formen des Imperfects der hintenvocaligen Wurzeln, 

unter den mit Zuhülfenahme von Suffixen gebildeten bei der 3. u. 

2. Pers. Fem. Pluralis, sowie im Participe derselben Wurzeln, wenn 

es unverbunden steht (Status Absol.). nsn*; jabnai, ns'b bdnai, 

n3*>bn!\ tdalaind. 
» » -« f- - 

6* 



84 Zweiter Haupttbeil. Lautlehre. 

1. Wenn in hsSa das of zn ä in MSiä zu ^ zosammenflieMt, und man des- 
gleichen hp*] sagt, aber im Imperativ hSd, so erklart sich diese abweichende 
Contraction zu ä daraus, dass das Imperfect wie der Stat. absol. des Participes 
hinter diesem ai noch einen Wortauslaut besassen, welcher sowohl dem Imperative 
als der Yerbindungsform abging. 

2. An einigen wenigen Stellen ist gegen die Analogie ai erhalten. So "^^riBt 
^ 119, 5 neben '^^hM 2 Kö. 5, 3; T\XO *^^fifttin Jes. 20, 4 wohl wegen $^rg in txü. 
In ^*yij Bi. 5, 15 ist vielleicht das Pronomen der 1 Fers, gemeint. 

c 3) Nicht selten ist ai zu ä zusammengegangen. So )}Xü 2 Eö. 
5, 25 Ketib für )^}^\ l»-7? Hieb 8, 2, nj« * wohin* ainä. Auf die- 
selbe Weise sind die Suffixe y^— u. D-;-, "j— nach Ausstossung von 
h aus aihuj ahim, ahin entstanden. Vergl. § 113, 4. 

d 4) Zerdehnung des Diphthonges ai zu aß, bezw. unter dem Ein- 
flüsse des Satztones äji, hat stattgefunden in der Hauptform der 
einvocaligen Nennwörter, welche sich von mittelvocaligen Wurzeln 
herleiten. In der Yerbindungsform sowie beim Antritt von En- 
dungen findet die regelrechte Contraction statt. Ebenso n*;^ bajid- 
aus Mit 'Haus', P. tr^% V. n'^ä, nin^^ai liaitä *nach Hause'. 

1. Abweichend steht Jes. 21, 11 i. p. h*^ nicl4 ^^* Ebenso Zach. 14, 4 K*^}} 
'Thal', wofür Jes. 40, 4 nach Kimchi K^^A ohne sichtbaren Grand pnnctirt ist. 
Die gleiche Zusammenziehung von '^h für *^h in bestimmten Schwarformeln, so- 
wie im Perfect Lev. 25, 36. 

2. Aach in hVj^ noctu findet sich diese Zerdehnong. Man hüte sich hier 
einen Diphthong za finden und das Wort zweisilbig za nehmen. Es ist dreisilbig 
IbrQ^'Jä, Aehnlich 'Tm Qen. 1, 24 ha-je-^o für in^n aus hc^'ato. Das Schewa 
ist Zeichen des Yocalanstosses nicht der Yocallosigkeit. 

100 Durch Contraction von ai entstandenes e *^ — wird mehrfach weiter 
zu t V- verdünnt. Tr<'^:P Gen. 49, 11 von y>:p; in*'« Jes. 10, 17 von 
n'^tü. Regelmässig tritt dieselbe ein in den abgeleiteten Personen 
des am häufigsten gebrauchten einfachen Stammes der hinten- 
vocaligen Wurzeln ti'^sä statt r'^aä aus banaitä u. ebenso n'^^ä, '^^'^a2l, 

Im Niph'al, Pi el und Hiph'il finden sich ältere Formen mit $ imd jüngere mit 
I neben einander. In den selten gebrauchten Passivstämmen Pu'al und Uoph^al 
findet diese Verdünnung von S zu I sich nirgends. Fast durchgängig ist ^ zu I 
verdünnt worden im Imperfect Kai der Wurzeln *^'b und der nach ihrer Analogie 
sich bildenden 1*&, während es im Hiph'il selbstverständlich geblieben ist. Doch 
findet sich auch im Kai noch eine Form mit i. So ^ß|] Jes. 10, 16 'er entbrennt' 
neben ^p*^rij Dt 82, 22. Da jedoch ^^ ursprünglich I'B ist, so Hesse sich ^^ 
auch nach yr^ erklären, so dass ^"^ und ^Tg^tn verschiedenen Bildungskreisen an- 
gehören würden. Uebrigens wurde vielleicht schon im Semitischen das Präfix 
des Kai der *^ mit i gesprochen. 



Dritter Abschnitt. Der hebräische Lautwandel. 86 

E. Nenbildnng von Vocalen im Hebräischen. 

Das Hebräische hat diejenigen Endungen, welche früher die 101a 
Nominalflexion ausdrückten, bis auf ganz geringfügige Reste auf- 
gegeben. Infolge dieses Verlustes würden die vermittelst eines 
kurzen Vocales nach dem ersten Wurzellaute gebildeten Nenn- 
wörter auf zwei Consonanten auslauten. Das ist nach den hebräi- 
schen Lautgesetzen nicht möglich. Um die Aussprache dieser 
Consonanten zu ermöglichen, lässt man zwischen dem zweiten und 
dritten Consonanten einen kurzen Vocal ertönen, welcher für ge- 
wöhnlich ein ^ (S'^gol) ist. Steht jedoch ein n, n, :p an zweiter oder 
dritter Stelle, so ertönt ein a (Padah) als Hülfsvocal. 1li( *dzen 
aus Wn, jnft par\ i:^5 ndar aus nar, rtti melah aus malh, Jnib nugh, 
flin jai\ Doch findet sich bei n auch ä: )rß. 

Nicht zur Anwendung gebracht worden ist dieses Lautgesetz b 
in der 2. Pers. Fem. Perf., welches jetzt auf zwei Consonanten aus- 
geht, nachdem das schliessende i dieser Form verhallt ist, t^bSK, 
entstanden aus "7)^3», welches Ez. 16, 13 als K'tib erhalten ist. 
Nur bei den Wurzeln mit n und :p an dritter Stelle ist die Aus- 
sprache einer solchen Consonantgruppe unmöglich. Daher ertönt 
zwischen* dem letzten Wurzellaute und dem n der Endung ein a. 
Dieses a wird jedoch von den Grammatikern für identisch mit dem 
nach § 106 zu beurtheilenden Padah furtivum gehalten, und be- 
kundet insofern eine von dem unter a) erörterten Hülfsvocal ver- 
schiedene Natur, als es das folgende Ji nicht zu aspiriren vermag : 
P!mi6 Sakaktt Ptnpb, n^üt aus T^r^titJ Jer. 4, 19 Ketib. 

Beide Aussprachen finden sich in den verkürzten Imperfect- c 
formen der Wurzeln n^, in welchen nach Verhallung des mit der 
Endung verschmolzenen letzten Wurzellautes die gleiche Laut- 
combination entsteht. Die Formen mit eingeschobenem Hülfsvocal 
sind die häufigeren, p^^ wqfjtßen aus wqfjibn, bei Guttural to2^;i 
aus wajjds, TT1P\ 'es schaue*, oder mit Steigerung des Vocales des 
Präfixes f&ri, mDini Job 17, 7. Aber daneben finden sich Formen 
wie r\&^1 Job 31, 27, r\tt^»i und bei Concurrenz eines Hauchlautes 
mit eingeschobenem Padah *nty^ 'er freue sich'. Auch dieses Paüah 
gilt wegen der Nichtaspiration des ^ als furtivum. 

In Yerbindüngen wie tf(&j, Tb^ blieb nach § 79& von dem verhallenden t ein 
vocalischer Beat übrig, der allerdings in Formen, in welchen nach dem Yocal 
ein Nasal oder Zitterlaut steht, ganz aufgegeben werden konnte. In anderen 
Sprachen, wie dem Aramäischen, und* von nichtsemitischen Sprachen dem 
Türkischen ist das Verhallen eines schliessenden I noch häufiger. 



86 Zweiter Hanpttheil. Lautlehre. 

102 a Von einem die Silbe schliessenden Hauchlaute zu einem folgenden 

Consonanten fortzuschreiten, erfordert eine grosse Energie der Aus- 
sprache. Diese Aussprache wird von der massore tischen Punctation 
in vielen Formen verlangt. So byBTT, «'^n«'', n«3, ^^t^nn Ex. 16, 18. 
*Ta:?J Koh. 5, 8. Für gewöhnlich ist jedoch eine bequemere Aus- 
sprache durch Einschaltung eines Yocalanstosses hinter dem 
Gutturale eingetreten. Hierdurch wird die ursprünglich geschlossene 
Silbe in zwei offene zerlegt. Der eingeschaltene Vocalanstoss hat 
immer die Klangfarbe des vor dem Gutturale stehenden Vocales, 
wird also nach ä durch — , nach e durch — , nach ö durch — be- 
zeichnet. Ihyp ta 'ßdo aus ia bud: pms neh*zak aus nahzak; ^h'S^ 
po ^H aus pu /{. 

1. Wird ein Hülfsvocal eingeschaltet, so steht der Guttural nach den An- 
schauangen der alten Grammatik in weicher, andemfaUs in harter Verbindung. 

2. ilähMn Frov. 1, 22 ist. wenn die Punctation richtig ist, erst aus iiaiii<n unter 
dem Einflüsse des auf K fallenden Gegentones entstanden. Er verlängerte — zu 
it worauf der Yocal der ersten Silbe sich kürzte. In den Pausi^formen ^3MMn 
Zach. 8, 17, I^^I^KH hielt sich der Gegenton auf erster Silbe, da die vorletzte 
Satz- bezw. Yorton hat. 

8. ^^^^Mn ist wohl auch als aus to^^lihü umgesetzt von den Punctatoren als 
Verkürzung von ^rt^SMtn gefasst worden. Die letztere Form wird herzustellen sein. 

4. Den Punctatoren gilt -:^ für kürzer als -^. Daher zeigen eine Beihe von 
Formeui welche sonst -^ haben, beim Antritt eines Suffixes oder von Waw oonaec. 
— . So 1b»'' aber !iniCÄ<?^j '»l:\aihn 1 Sa. 15, 20 aber Wno'nnhl i Sa. 15, 18 und 
'»tna'inhi u. s. w. 

b Folgt auf eine durch Einschub eines Hülfsvocales in zwei offene 
Silben zerlegte geschlossene^ Silbe eine aus SchVa mobile und 
Consonant bestehende offene Silbe, so schreiben die Punctatoren 
einen vollen kurzen Vocal als Hülfsvocal. So ipTHJ für «iptrr? neben 
ntm; n^ra:?3 neben *iüT^; ftb» neben *ib:^fi. Der Unterschied zwi- 

V fiK ' T t -.- -*- ' : T IT • Ti fr 

sehen beiden Vocalen ist rein graphisch. 

Möglich ist jedoch, dass zu den Zeiten der Punctatoren das Sch"wa mobile 
der vorletzten Silbe geschwunden war. Dann würde der Consonant mit der vor- 
angehenden Silbe eine geschlossene Silbe bilden und der Yocal der letzteren ein 
voller sein. Hat es stattgefunden, so ist es nichts Ursprüngliches. 

103 a Unter dem Einflüsse des Gegentones ist ein aus a nach § 81 

entstandenes ^ zu ^ verlängert worden in r^'STi für nb:^n Ha. 1, 15 
u. r\*^i:^n Jos. 7, 7. Hiermit wird ein Wechsel des Hülfsvocales be- 
dingt. Diese schlaffere Aussprache wird wohl durch den folgenden 
Guttural begünstigt. 

b Die gleiche Verlängerung zu e hat — in der offenen Vortonsilbe 
mehrerer mit m anlautenden Worte erfahren. So D^a^ neben D**p^M; 
l^rtc neben b*^:^«:^; l^tSK, nir^t, nim, li&K neben siibM. Ebenso in 



Dritter Abschnitt. Der hebräische Lautwandel. 87 

den folgenden Verbalformen ^ Exod. 16, 23; r^tyt^ Jes. 21, 12; 
D*WD« Zach. 7, 14. 

Man nennt diese gedehnte Aassprache des s, welche sich aus dem Bestreben 
den schwachen Guttoral zu halten erklärt, einen Syriasmus, weil sie im Syrischen 
die Begel ist. 

Ist ein Vocalanstoss nach einem verstärkt zu sprechenden p 104 
oder Tor einem Hauchlaute zu sprechen, so verdumpft es nach der 
Punctation Ben-Ascher's unter dem Einflüsse dieser emphatischen 
Laute zu — , auch wenn ursprünglich an seiner Stelle ein a ge- 
standen hat: n^tott Jes. 27, 4; n^tt'Olitl Dan. 8, 13; nrülb if 39, 
13; '^pajyi Jer, 22^ 20; rujD^ 2KÖ. 7,"i8'; ntigbfcj Ruth 2,' 2; nngb 
Gen. 2,^23; nsnpj Esth. 2,^U\^) innM if 89,'45." 

Der leichteren und bequemeren Aussprache verdankt eben so 105 
seinen Ursprung das Häte(p-Padah, welches nach der Regel 
Ben^Ascher's statt eines gewöhnlichen Vocalanstosses zwischen Ton 
und ßegenton, äusserlich betrachtet nach einem Vocal mit 6a ja 
oder MeOey, in den folgenden Fällen eintritt 1) wenn zwei gleiche 
Laute aufeinander folgen STJ'^ix cj> 8, 3: D'^bbilT ibid.; ^y^ if 87, 1 u. 
133, 3; n'^TTI Jes. 53, 7; D'^'nnio Jes. 1, 23;" fb'Q'a if 33," 14; D'^pßh 
Jes. 10, i;' aber -»ppn ebenda"; Wüia;» Hieb 5, 14. 12, 25; i?5n, da 
der vorausgehende Vocal kein Ga ja hat. 2) auch ohne dass zwei 
gleiche Laute aufeinanderfolgen, namentlich nach Zischlauten und 
nach langem Vocal: 133Ä if 31, 12; biK»b if 49, 15; 5|TOß;; Gen. 
32, 18; ^30a Gen. 22, i3;"'iDioa Jes. 9, 17;"inn Gen. 2, l2\^Srr:^m 
Gen. 27, 26 ;'^ r\im Lev. 25, 34; Viati^ Ri. 5, 12; seltner vor solchen 
•»W« Job 34, 10;' aber auch ninti« cp 12, 7; anga cj> 27, 2; qanjK 
HL. 8, 2; b'^nnb^ Gen. 1, 18; 3) in den Stämmen mit mittlerem n 
als ^ra, thU, trytb und in bDi(, wenn der Ton auf dem Vocal des 
dritten Wurzellautes ruht, ns^n^, nsbDtto Gen. 3, 17. Ausnahmen: 
rona Da. 4, 31 (aram.); r^bsiKKoh.' 5^ 10.^) 

In allen diesen Formen ist ein vollerer Laut statt des gewöhnlichen Vocal- 
anstosses (Bch^a mobile simplex) eingetreten, um die genauere Aussprache des 
Wortes zu sichern und seine Zusammemdehung zu verhüten. Es ist das ein 
weiterer Fingerzeig dafür, dass die Sprache allmählich den gewöhnlichen Vocal- 
anstoss ganz aufgegeben hat. Vergl. § 71,2. Aus der hierdurch entstehenden Un- 
sicherheit erklären sich Zerdehnungen wie n&an Esth. 1, 6, nbX^ Ez. 1, 18 (P. 
nwn wie V. 17) statt njl^ t^W\ 

Schliesst ein n, n, "P nach i,u^ d, e ein Wort, so schiebt sich zwi- 106 
sehen Hauchlaut und Vocal ein leises a ein, denn nur nach einem 

1) De Isaiae Vat. Aeth. p. 114 f. 

2) Vergl. F, DdiUseh, Ueber masoreth. treue Darstellung des a. t. Textes in Zeit- 
schrift f. d. gesammte luther. Theologie u. Kirche. Jahrg. 24. 1863. S. 409 ff. 



88 Zweiter Haupttheil. Lautlehre. 

solchen lässt sich mit einem Hauchlaut eine Silbe bequem ab- 
schliessen. Weil dieser Laut sich beim Sprechen gleichsam yer- 
stohlener Weise einschleicht, nennen ihn die Grammatiker TXS^ nns 
Pathach furüvum. nib«, Itiati, r*Tl^> n*^i Tl^ TT- 

Ueber die abweichende Behandlang des K siehe § 109. Auch das 101 h be- 
sprochene HülfiBpadah wird von den alten Grammatikern als Pathach fortiymn 
bezeichnet. 

107a In weitem Umfange ist if, wenn es in der Schlnsssilbe des Wortes 
neben einem Hauchlaute oder p oder vor einem ^ oder b zu sprechen 
ist, durch das mit diesen Gonsonanten leichter zu sprechende a 
ersetzt worden. :^1P aus tadi^ neben ntkin, ebenso bn^ Ez. 22, 26; 
yüT] Ruth 1, 20, p'in. Hier zeugt überall der ^-Vocal der voraus- 
gehenden Silbe für das einstige Vorhandensein des t, vergl. § 108. 
Femer :^'tin neben ''S^'^^'n, Sitn neben n^'^lpin. Bei den Imperfecten 
der abgeleiteten Stämme der auf n, n, ^ ausgehenden Wurzeln zeigt 
sich der a-Vocal in den nach Waw consec. verkürzten Formen und 
im Jussive: ^PW^"} 'er half* neben T^1ff\\ ^PtiP 'es erglänze'; WiPil 
'es erglänzte'. Die gleiche Erscheinung findet sich neben gewöhn- 
lichen Bildungen auch bei auf ^ ausgehenden Wurzeln. ntiiFi Gen. 
49, 4; nriini Ru. 2, 14 neben nni*^ Ex. 16, 19; nni'^^ 2 Sa. 8, 4. Beim 
Infinitive und Participe tritt a in den Verbindungsformen ein. 
n>Tü inf. abs. Dt. 22, 7; n>Tü jedoch, i. P. auch rttöb, Ex. 5, 2. 
Ebenso findet sich neben HDiribn Job 6, 26 tT^Dinb Hab. 1, 12. In 
den Imperfecten Niph*al und Pi^el haben sich die Formen mit t 
i. P. erhalten jjjin Ez. 13, 11 aber :^j?in Hab. 3, 9; ^na^i Nu. 36, 3. 
Doch finden sich daneben gerade i. P. eine Menge Formen mit a 
statt I. tfSfct'^l 2 Sa. 12, 15; tteri Ex. 31, 17. 

b Auch im Innern der Worte findet es sich, wenn betontes l in 
geschlossener Silbe zu stehn kommt. Hier ist af Gonsonant leichter 
zu sprechen als S oder d mit einem solchen n3lbr\ neben ^bp\. 

Ä ist femer eingetreten für ^, entstanden aus t 1) in dem Suffixe 
an — , wenn es tonlos geworden ist nmxs ^ 119, 129. nrt5 2 Sa. 
23,6. 

2) In verkürzten Imperfectformen, wenn der Ton auf die End- 
silbe fällt ^b5»5 Thre. 3, 2 sonst ^W'^?; t|pin Job 40, 32 neben t|0'p\ 
Ex. 10, 28. 

108 ^^ einigen Verbal- wie Nominalbildungen hat ein in letzter 
Silbe stehendes i eine rückwärts wirkende Kraft auf ein in der vor- 
hergehenden Silbe stehendes a ausgeübt. Infolge dessen drängt 
sich hinter diesem a ein t ein, wird gleichsam vorweggenommen. 
Beide verschmelzen zu einem Diphthonge ai, der nach § 99, 1 zu ^ 



Dritter Abschnitt. Der hebräische Lautwandel. 89 

zusammengeht. XS^n hikkn für haikim aus hakim, aram. 'ak^; 
ebenso tTßta aus makün. Nicht jedoch ist diese Epenthese im Im- 
perfect und den sich an dasselbe anschliessenden verbalen Bil- 
dungen eingetreten, woran vielleicht der verschiedene Wortausgang 
ebensosehr als das Bestreben, diese Formen möglichst weit aus- 
einanderzuhalten die Schuld trägt. Hingegen findet sich die gleiche 
Erscheinung im Imperfect der Verba "ft W^ aus jaSib^ "ibt; aus 
ialid, sowie beim Antritt des weiblichen Suffixes der 2. Person an 
das Nennwort, wie an einzelne Verbalbildungen. ^D3 aus kaspaiki 
für kaspa-ki. Das t ist hier, zumal man es ja aus dem Diphthong 
noch heraushörte, schliesslich verhallt. Siehe auch § 51c Anm. 

Es ist dies ein sehr alter Vorgang, älter z. B. als die in § 88, 2 a. § 89, 1 und 
§ 107 geschilderten Torgänge. Das t, welches jene Entartung eines vorhergehen- 
den a bewirkte, ist infolge der dort auseinandergesetzten lautlichen Vorgänge 
später durch einen anderen Vocal ersetzt worden. I^P}]] aus wattäiid; 3^ aus 
jad^. Es findet sich der gleiche Einfluss eines % in den verschiedensten Sprachen, 
so im Aram., dessen Suffix ^fi-^- = hebr. 1* auf diesem Wege aus ak% — hebr. 
ahü — entstanden ist. Auf dem gleichen Wege entstand auf dem Gebiete der 
indogermanischen Sprachen ^ipeio aus fipeat, xxe^pco aus xtlpico, 9(i>Tetpa aus 
acbxepta, das französische notaire aus notarius, primaire aus Primarius}) 

Unter dem Einflüsse des Gegentones ist ein aus ü entstandenes 109 
d, und zwar sowohl Kämes-HäitUp als seltener Hätefp-Kämes in den 
folgenden Formen vor Guttural und R znö verlängert worden: ib?iw 
Jes. 1, 31. Jer. 22, 13 statt ib^D, wie sich dafür neunmal findet; 
i^Kh Jes. 52, 14 statt i^fctn 1 SaV28, 14; nWT Nu. 23, 7 für ntt^^T; 
r^ir\ Ri. 6, 28, 2 Chro. 20, 34, nnb:^h Nah. 2, 8 statt ri:i^r^ u. s. w.; 
njJÄh Richter 14, 4 statt SiDfcjn; rj'^tinniji viermal, wHniji dreimal, 
DTrim'K Pro. 9, 15. Joel 2, 7^ neben bn^^nrnij Pro. 2, 15, -»nrn^ Job 
13, 27. 33, 11 von n^bt; D-^bn«, '»bni^ Jer. 4,* 20, ft'^bni^. 

Bass der Grund des Lautwandels der Gegenton ist, ergibt die parallele Yer- 
längerung von ^ zu ^ in M^^ und Formen wie D'^brtfia neben D*^^k. 

F. Consonantisclier und von Consonanten veranlasster vocallscher 

Lautwandel. 

tt hat seinen consonantischen Laut nur behalten 1) im An- 110 a 
fange eines Wortes, 2) wenn es im Innern des Wortes zwei Silben 
trennt^ welche nicht zusammenfliessen können, ohne dass die Form 
unkenntlich wird, n^ä lä'ä, ^aM'^ntt 'abfdnnü, üiff^M 'ahtem^ nKTä 
häz^ü. '»i'^Ä'öan hagmtim, '^^nttm nfsiStatnL In den meisten dieser 
Fälle übt zudem der Wortton einen das K conservirenden Ein- 
fluss aus. 



<) YergL Morgenländische Fonchungen. S. 206. 



90 Zweiter HaupttheiL Lautlehre. 

b Steht jedoch das tt am Ausgange eines Wortes oder einer Silbe, 
so übergeht man in der Aussprache diesen Laut und es kommt nun 
der Kraftaufwand, mit welchem früher das schluchzende Geräusch 
des tt heryorgebracht worden war, dem vorausgehenden kurzen 
Vocale zu Gute, welcher in Folge dessen verlängert wird. tittäSL aus 
bittä nach imp ; DMtttan aus hätatim nach tm^n. 

c Viel seltener wird tt übergangen, wenn es hinter einer ge- 
schlossenen Silbe eine neue beginnt. Die hierher gehörigen Bei- 
spiele sind : TVtin Job 29, 6 für SiMtan wie sonst, nDttbti aus maVakat 
und die von Ketib gebotenen Formen DH'^nn 2 Kö. 18, 27, inn 2 Kön. 
6, 25, für deren erstere das Ketib der Parallelstelle Jes. 36, 12 
Dn*f2|f)n liest; ^wa für nispx mit verstärkter Aussprache des 1, da 
diesem der früher für m verwandte Kraftaufwand zu Gute kommt. 

d Verhallt ist endlich vocallos gewordenes K am Schlüsse der 
einvocaligen Nomina, welche nicht nach § 101a einen Hülfsvocal 
zwischen den zweiten und dritten Wurzellaut einschieben: tton aus 
hiV, itt\lb aus iau. 

• • ' I IT 

111 Desto häufiger wird tt in der Aussprache übergangen, wenn es 
zwischen einem Vocalanstoss und darauf folgendem Vocale oder 
zwischen Vocal und Hülfsvocal steht. Im letzteren Falle kann 
diese schlaffere Aussprache erst zu einer Zeit aufgekommen sein, 
wo man die Hauchlaute mit einem Hülfsvocal zu sprechen schon 
gewöhnt war. Hieraus erklären sich die Veränderungen, welche 
sich nach dem Ausfall des tt im Vocalismus des Wortes zeigen. 

Steht der Vocalanstoss vor dem tt, in welchem Falle er immer 
SchVa mobile simplex ist, so wird er mit dem Hauchlaute zugleich 
in der Aussprache übergangen. Der Gonsonant, mit welchem er zu 
sprechen war, erhält dann den Vocal des ausgefallenen Hauch- 
lautes. Auf diese Weise entstand mtsm Gen. 31, 39 für naMDm; 
njl Job 22, 29 für niKl; riÄte in t^ hi n«te; D'»'5 Job 39,' 9.* 10, 
pi. trvn^ if 22, 22 steht für Din Nu. 23, 22, D'»ti«n cp 29, 6; tPt^ 
auch rm^ Dt. 11, 12 geschrieben für ln'»t?Kn; ttiyi 1 Chro. 12, 38 
für rr^n««; ^frtt? l Sa. l, 17 für ^nb««; liüKn auch ^«r^. geschrieben 
Job 8, 8 für p'ttftjn. Dem entsprechend ist Neh. 6, 8 punctirt DÄTia 
statt DKliä. Ebenso entsteht WW^ ^200' aus ü^ts^ mtataim^ und 

D'^n^o aus D^irKO; nfcb, nia aus nto; rrina aus minto Jer. 2, 13; 

DtiiPi'Gen. 25, 24 für D^^tai«» Gen. 38, 27. Es findet sich KiTö *wie 
eine Antilope' Jes. 51, 20 neben i^^n^ Dt. 14, 5; D^ta neben tTMia und 
VTM. Variante n'^^fe Jes» 10, 33 ist entstanden aus n'^ttfi. Und so 
wird der Eigenname in3i nichts anderes sein als der andere ***lKä. 



Dritter AbBchnitt. Der hebräisohe Lautwandel. 91 

1. Nicht hierher gehört V^tn für Wto^ Jer. 10, 5. Es ist ledigUch Schreib- 
fehler, bewirkt durch das yoratisgehende K^IO^. 

2. Zweifelhaft ist femer die Entstehung der Form ^Mi"] *fürchtet\ welche die 
Fnnctatoren also j*rü ansgesprochen haben wollen. Sie erklart sich vielleicht 
als Analogiebildung za M'n'j. Da ^VCV] Sch^Sea mobile hatte, wäre eine Yer- 
wechselung mit ^K*^*^ sie seJim nnmöglich. S. jedoch § llOc. 

3. Biese Aufgabe eines M zwischen Yocalen fand wohl in der Aussprache des 
Volkes viel häufiger statt, als es jetzt nach dem a. t. Texte scheint Wir haben 
bei einem guten Theile der angeführten Fälle die contrahlrte Aussprache nur 
da anerkannt, wo sie der Gonsonantentezt fordert. Nun finden sich jetzt im 
A. T. Schreibungen mit und ohne Hauchlaut neben einander, die letzteren bilden 
dann die Ausnahme. Sie sind Beste aus einer früheren Epoche der Ueber- 
lieferung des a. t. Textes, in welcher die jetzt gültigen orthographischen Begeln 
noch nicht zur unbeschränkten Geltung gekommen waren. Die Punotatoren und 
Kassoreten haben sie später anerkannt. So erklären sich Formen wie ^^ Ez. 
28, 16 für S|»io, ilX^^Ü neben iÄ'nniesÜ, nia;W7 1 Sa. 10, 13 ; ^^p-WJ 2 Sa. 22, 40 
für '^a'imini ^\s, 40; "ipfe^s Job 35,* 11 neben t)|l^'; Job 15, 5 und' ^bfiori ibid. 
33, 83: ^niWii 2 Kö. 19, 25 für niKttJni Jes. 37, 26.* Auch bei der § 112^u er- 
ortemden Oontraction zeigt sich dieses Schwanken in der Schreibung des K. 

4. Das Streben durch Uebergehn oder Umwandelung des schluchzenden 
Geräusches des K die Aussprache zu erleichtem zeigt sich in allen semitischen 
Sprachen, selbst im Arabischen, das sonst für diesen Laut eine gewisse Vorliebe 
hat. Unter den älteren sem. Sprachen hat es in den aramäischen Dialecten 
um sich gegriffen. 

Steht jedoch der Vocalanstoss oder Hülfsvocal nach dem zu 112 
übergehenden Aleph, so geht er mit dem vor diesem stehenden 
Vocale eine Verschmelzung ein. Da er denselben Klang wie dieser 
Yocal hat, so ist eine Verlängerung desselben zu erwarten, was 
auch in der überwiegenden Anzahl von Fällen geschieht. Im Ein- 
zelnen scheiden sich nun die folgenden Fälle. 

1) tt wird hinter a übergangen. Dann entsteht aus der Gruppe a 
aä in der Regel ein ä. So entsteht ^*ifetp HL. 1, 10. Jes. 52, 7 aus 
'nso vefgl. nj«: (p 93, 5; "VnM Joel 2, 6. Nah. 2, 11 aus n^nw; 
riKtsn aus mKIDYi; ü^tdvt*^ aus raaüm. Dieses aus Zusammenziehung 
von tf + a entstandene ä ist jedoch nach § 77 a Anm. zumeist zu d 
yerdunkelt worden. So entsteht n^äifi Jer. 46, 8 aus ni'tlMK und 
dieses aus HT^IMM. Nur in einer Reihe singulärer Contractionen 
hat sich die Zusammenziehung zu K-;- erhalten. Diese sind "ptt^ für 
TV^\ ^Wi Nu. 11, 25 für bSiri; av5 1 Sa. 15, 5 für a^ÄJo'aus 
a'wji; trpü Ez. 20, 37 für rribKia aus mno«»; 5|0£iOfctn Nu.' 11, 4 
aus^5|Mp«n; D''j?mn *die Ketten', D'»^r«a 4n Ketten' für D'»^TKn, 
D'^^TKa Jer."' 40, 1.4.' 

1. Für trear^ 2 Kö. S, 28 steht in der Parallelstelle 2 Chro. 22, 5 h^m*^. Dies 
ist jedoch wahrscheinlich ein Schreibfehler^ es wird wenigstens D'^a'^KH zn setzen 



92 Zweiter Haupttheil. Lautlehre. 

sein. Dasselbe gilt yom Ketib bt^Wi Kob« 4, 14, 'die GefSuigenen', phonetisch 
gesobrieben für ti'^'^^öKn entstanden aas ^yb^. 

2. Viel seltener kommt der Kraftaufwand, mit welchem das anijgegebene tt 
zn sprecben war, dem folgenden Consonanten zu Gute; dieser wird verstärkt 
ausgesprochen. So findet sich 1 Kö. 5, 25 T^jfO 'Speise' für rVbWQ Jes. 9, 18. 
Ebenso ist entstanden MK&KO^ 'im Wegstossen' Jes. 27, 8 aas htJGMD^ nn«iM Jes. 
38, 15 von rqj^, ?pn«»ti för ?pr«lb5pÖ Ez. 39, 2. 

b In einer Reihe von Formen wurde nun dieses nach Ausstossung 
eines tt entstandene ä wie ein aus einfachem a entstandenes be- 
handelt, d. h. es trat für dasselbe a ein, wo neben einem solchen 
a sich erhalten hatte. So in geschlossener Silbe und bei verkürzten 
Formen. Daher spricht man TfPDMbia, iPDttbtt, dDtiMQTl und ebenso in 
der Verbindungsform Mwon, aber inwön. Femer mfcnpb, r«?5 Jes. 
41, 25 für m^lil. Nicht gehört hierher ^r^ Ez. 28,' 16 als aus 
tTt^^^KI entstanden. Vielmehr ist zu punctiren t|%^. 

Die gleicbe Art der Zosammenziebmig zeigt sich, ohne dass ein besonderer 
lautlicher Ghimd erkennbar wäre, wenn das Wort *flti 'Herr* sieb mit den Prä- 
positionen 31 und hj der Yergleicbongspartikel S oder 1 verbindet. So sagt man 
^pKI; '^jSäJ; •»aHKa- '»iHfiti; ^pj^i; ^^t^i ^t^h ^V^^i ^''JT«?. Diese Vorsätze 
haben die gleicbe Ponctation vor h*iM*^, welches durch *^a^ als Ken perpetuum 
ersetzt wird. Daher rtiM*^^ lies \^h oder M1h*^b. Hieraus erklärt sich aucb 
MjnNi Variante hiM'^n d. i. *^j^^ Jer. 8, 19. Ebenso sagt man ohne zu contrabiren: 
'ji^i'Mi. 4, 13; ^^^i ^ ISe' 3Y>D'»n«i Neb. 8, 10; ÖfraH^i Gen. 40, 1. Am. 4, 1; 
rH»5 Dt. 10, 17; S0*iÄk; 1 Kö. 1, ll.^^f 135, 5. 

c 2) Wird jedoch ein tt innerhalb der Lautgruppe e' ^ m — 
übergangen, mag dieselbe einem a oder i das Dasein verdanken, so 
gehn die beiden ^ zu ^ zusammen. Regelmässig geschieht das in 
^faKb *zu sagen', 'also' für ^fa«b, ferner wenn D'^JlbM mit 1, mit der 
Präposition ^ und b oder der Vergleichungspartikel d verbunden wird. 
Man schreibt und' spricht DM^rftKI, "^rftÄS, ^rtb^b, D'»rtb«3 u. s. w. 
Ebenso ist n^am, Fem. zu KTtt, aus mäseet entstanden. Seltener 
findet sich diese Gontraction im Imperfect der Wurzeln tt^. Die 
hierher gehörigen Beispiele sind nn^^ Prov. 8, 17 aus anSjtK und 
mit phonetischer Schreibung '^tn Jer. 2, 36 für •»bTÄn aus '»bTWj; 
^nÄl Gen. 32, 5 statt ^n»»i; fctri«^1 Dt. 33, 21, sowie' nriÄFi Mi. 'i^'s 
neben nri^)) Job 37, 22. Auf dieselbe Weise entsteht im HipKil 
wn Jes. 21, 14. Jer. 12, 9. 

Nach Analogie von '^tiM^ Gen. 32, 5 ist 2 Sa. 20, 5 das Ketib ^tV^ za lesen 
nJi'i^l. Es liegt gar kein Gmnd^vor mit dem Keri zu lesen. 

» 

113 Wie K, so wird auch n, wenn es zwischen zwei kurze Vocale, 
bezw. zwischen Vocalanstoss und Vocalanstoss zu stehn kommt, 
ausgestossen. Doch ist das noch bestimmter als bei K auf die Prä- 
fixe und Endungen eingeschränkt. Nach Ausstossung des E gehn 



Dritter AbBchnitt. Der hebräische Lautwandel. 93 

• 

dann die umstehenden Vocale eine Contraction ein, ausser wenn 
Tor dem H ein Vocalanstoss gestanden hat. In diesem Falle fällt 
dieser mit dem H und sein Consonant erhält zum Vocale den des 
H, Ausstossung des H findet in den folgenden Fällen statt 

1) wenn die Präpositionen 3 und b oder die Partikel ^ vor das 
n des Artikels zu stehn kommt: Di*§ für Di^nä; ^^b für ^^n^; 

D'nans für n'»^a'nn3. 

• T I - • r I - : 

Es finden sich jedoch auch uncontrahirte Formen. So schon in der alten 
Sprache bi^ns 'heute' und mt^tia 2 Kö. 7, 12 für misa. Hier haben jedoch 
die Punotatoren diese Form nicht anerkannt, sondern dafür die gewöhnliche 
punctirt. Häufiger finden sich die nichtzusammengezogenen t^ormen in der jungt' 
ren Sprache. Hier haben die Punctatoren diese Formen anerkannt tsSfrb 2 Chro. 
lOf 7 ; "JITJ»?? Neh. 9, 19. 

2) Im Imperfect und Particip HipKil, HopKal und Hithpa^el 
beim Antritte von Präfixen: "mjy; aus TWn'j; D'^^gö'a für D'»'Tßfin'a; 

MMPi für ntDpnpi; DÄnmpt für ostirinpi. 

Auch hier kommen in Folge der schlafferen Aussprache der späteren Zeit un- 
contrahirte Formen wieder auf, vielleicht unter dem Einflüsse der in voriger 
Anmerkung besprochenen Formen. Der Eigenname b^VP Jer. 37, 3 neben i^ 
ebenda 38, 1, sowie Tp'tih*^ 'sie preisen dich' in «l^ 45, 18 könnten zu der An- 
nahme verleiten, als seien die Formen alt. Dem widerspricht aber das viel 
häufigere Vorkommen an anderen jüngeren Stellen. 8o niV^^iplnia Ez. 46, 22; 
älV^Wi«; Jes. 52, 5; J^h"; ^ 116, 6 aber auch 1 Sa. 17, 47V WTih*; Neh. 
11, 17. ^ytim, ^ 28, 17; nHyxpT u ist durch Punda extraardinaria eliminirt 
worden. Vielleicht liegt in Zerdehnungen wie tttin'j n. s. w. dieselbe etymo- 
logisirende Spielerei vor, durch welche, um an Jahve zu erinnern, aus $lÜiM ein 
MhlTj gebildet worden ist u. «I^ 81, 6 C)&iM*^ aus Vß^X Der Umstand, dass sich 
irrj tmd i*^ gleichbedeutend in Kamen beieinander finden, erleichterte jedenfalls 
die Zerdehnung. Dass die Formen wirklich jung sind, wird durch ihr häufiges 
Vorkommen im Biblisch -Aramäischen Ezr. 4, 15. Dan. 2, 5. 21. 5, 21. 7, 24 an 
die Hand gegeben. Üebrigens erklärt sich bs^M*) auch aus b^^'lT]. 

3) In einigen Zusammensetzungen von in*], verkürzt aus mn? 
ist dieses weiter zu i*» zusammengegangen. Oftmals finden sich 
beide Formen nebeneinander, so IJttini u. IJW, tJ^in*) u. tö^d'', 

nnin*» u. on'h. 

T I ▼ 

4) Beim Antritte der Suffixe der 3. Fers. Masc. Sing, und der 
3. Fers. Masc. Und Fem. Fluralis findet an vocalisch auslautenden 
Formen mannigfach Ausstossung des n u. hierauf Verschmelzung der 
umstehenden Vocale statt. So entsteht aus a-hü nach Ausstossung des 
h dj in*^^ aus baita-hä. Tritt dasselbe Suffix an die 2.pers.fem. oder 
1 . comm. Perf ., so schwindet bei der ersteren zuweilen, bei der zweiten 
immer das A, worauf das auslautende u sich in ein w verwandelt. 
So entsteht aus ttti, durch Vermittelung von tti, tw 1*^th| aus 
girraitthü. Tritt es an die pluralische Verbindungsform, so wird 



94 Zweiter Haupttheil. Laatlehre. 

• 

aus ai'hu nach Ausstossimg des h zunächst aiu. Hieraus entsteht 
auf gleichem Wege aiv und dann durch Gontration des ai zu ä 
nach § 99 c äv. Die gewöhnliche Schreibung des Suffixes gibt noch 
die Aussprache aiv wieder, die Punctation die neue l'^^Stt. Und 
wo die neue Aussprache auch durch die consonantische Schreibung 
angezeigt ist, wie in ntDpK 1 Sa. 23, $, heischt das Eert die alte 
Schreibart. 

Treten die Suffixe der Mehrzahl Mm, hin an vocalisch aus- 
lautende Verbalformen oder ebensolche singularische Nominal- 
formen, so erfolgt überall die Ausstossung. Auf diese Weise ent- 
stehen die Suffixe dm u. em für ahim. D^S 'ihr Schatten' aus sUlahim. 
)tXlSi 'ihr Kommen' aus M'ahin und im Verbum Formen wie D'^!^3Kn'] 
Jer. 19, 9; Dlthä'; JExod. 2, 17; V*?arr Jes. 48, 7; D'»JPiPi Ez. iV, 
21 u. s. w. 

114a Das n der Infinitive HipKil und NipVal pflegt nicht ausge- 
stossen zu werden, wenn die Präpositionen a und b oder die Par- 
tikel s antritt. Man sagt nib^na, inibans u. TWnb. Doch findet 
sich eine Reihe von Beispielen, in welchen Gontraction stattge- 
funden hat. Es sind t&Tüb cp 78, 17. Jes. 3, 8; «•'ünb Koh. 5, 5 

für K^pnnb 1 Kö. 16, 19; n'-^atib Am. 8, 4 für rr»aünb ^\ 3; Twb 

Jes. 23, Yl für Ttitfnb, welches sich lOmal findet; rriaxb Nu. 5, 22; 
bwb ebenda; n*«r:?b'für ^^tr^nb 2 Sa. 18, 3 Ketib; 'T'äb' 2 Kö. 9, 15 
Eetib für 'i'^anb; a^^n^b 'verschmachten zu lassen' für a'^'TKnb 1 Sa. 
2, 33. Für das NipKal finden sich folgende Beispiele: tniM'nb 'zu 
erscheinen' Jes. 1, 12 für tTwnnb; ibtiaa«! Prov. 24, 17; S|p» fhre. 
2, 11 statt t|t3^na; rt^ Exod. Vo, 3 statt »rfaiw:!!?; niKb 'beleuchtet 
zu werden' Job 33, 30. 

1. Nicht hierher gehört K*«^^ Jer, 39, 7. 2 Ohro. 31, 10 für K'^nh^, denn das 
ist ein verkürztes Hiph*il, wie es im Hebr. bei mittel vocaligen Worzehi häufig 
vorkommt und für Klä durch das Phönicische überdies bezeugt ist^) 

2. Die meisten oben aufgeführten Formen sind sehr zweifelhafter Natur. 
*i*^^^^ 2 Sa. 18, 3 tmd ^A 2 Beg. 9, 15 erkennen die Punctatoren selber nicht 
an, sondern ersetzen sie im Keri durch ^1>^b und TiSTr^. Für TSsob und hliA 
Nu. 5, 22 ist zu schreiben rSsoh und bbaK Statt y^' 1 Sa. 2, 33 lies y^h 
vergl. Lev. 26, 16. Statt C]D9b kann man schreiben C)t399 und so lassen sich auch 
die übrigen Formen eliminiren. Insbesondere ist riiM'^b Jes. 1, 12 verdächtig. 
Das Niph'al von HK^ wird in einer Beihe von Stellen mit dem Accusaüve ver- 
bunden Exod. 34, 23. Dt. 16, 16 u. ö. Hier ist überall Kai zu lesen, also Jes. 1, 12 
nifi<"j!b 'zu schaun'. Die Punctatoren scheuten sich von einem Lebenden zu sagen 
'er schaue Gott' imd suchten das zu ersetzen durch ein: 'er werde von Ck>tt ge- 
schaut'. Gleichwohl wagten sie nicht die ConstrucÜon zu ändern. 



1) Morgenländische Forschungen S. 190. 



Dritter Abaohnitt. Der hebräische Lautwandel. 96 

Tritt das Suffix der dritten Person Masc. oder Fem. Sing, an b 
den Modus energicus des Imperfects oder Imperativs, so wird das 
h desselben in der Aussprache übergangen und die auf dasselbe 
zu verwendende Kraft und Zeit kommt dem n zu Gute, welches 
infolge dessen verstärkt gesprochen wird : «la'tiÄ für injTi«; nsKte'^., 
njÄnp. Nicht eingetreten ist die Contraction in IMJW Dt. 32, ib; 
inaMb*» ebenda, in^D^l'» A 72, 15. 

Anlautendes Waw hat sich im Hebräischen nur in fünf Wör-115a 
tem erhalten. Diese sind 5 und ^^ 'Pflock', n|l 'schuldbeladen', ^rbj 
Gen. 11, 30 'Spross', auch 2 Sa. 6, 23 Eetib; sowie im Eigennamen 
•»Dßl Nu. 13, 14, falls hier der Text richtig ist. Alle übrigen mit 
Waw anlautenden Wörter sind Fremdwörter. Abgesehn von den 
genannten fünf Worten hat sich semitisches Waw im Hebräischen 
im Wortanlaute immer in den zäheren Laut Jod verwandelt itf^, 
ar. ann. 

Auch im Inlaute zeigt sich znweüen der gleiche Uebergang. So steht n'P'^ 
2 Chro. 9, 25 fax TiTf^ 1 Kö. 5, 6. Ebenso i*^ arab. dawä. Namentlich zeigt 
sich dies bei dexgenigen jüngeren Büdnngen der mittelyocaligen Wnrzekiy welche 
die Sprache daduroli ennöglichte, dass sie ihren Yocal in den ihm verwandten 
Lippenlaut Waw auflöste. tl^W £z. 47, 10. Jer. 16, 16 Ketib lautet Jes. 19, 8 u. 
Jer. 16, 16 Keri b'^ä;*?. Und so bildet die spätere Sprache D^p Esth. 9, 31 u. ö. 
festsetzen, ann^ Bak 1, 10 für D5p, WO^Vi. Hingegen ist bn^^i Gen. 8, 12 nicht 
aus ^5^j entstanden, sondern dafür bli^'ji zu lesen. 

Ein hinter a stehendes w ist schon im Semitischen mit ersterem ii6 
zu dem Diphthongen au zusammengegangen. Aus diesem entsteht 
nach hebräischen Lautgesetzen § 98 a auf dem § 60 beschriebenen 
Wege ein 6. sQtDid aus nauiahun; ^yha aus mau id. 

1. Eine Ausnahme bildet "VilVti Hch habe Buhe gefänden' Hiob 3, 26« 

2. Da OHO schon im Semitischen zu au geworden ist, so erklfirt sich, dass 
einige Wurzeln 1* B, welche im Arabischen, das sonst semitisches w erhält , zu 
"^B geworden sind, im Hebräischen sich durch die BUdung ihres Niph'al xmd 
Hiph'ü noch als l'o ausweisen, titj^ia neben ar. ja*i$a; vrinih neben ar. jabisa, 
aeth. jab*8a; *^n «l^ 5, 9 Ketxb^ ^Äk Jes. 45, 2 Kdib neben ar. jaaira. 

3. Auf dem unter b angegebenen Wege sind auch die Formen äa^'s, ni&tt^D 
entstanden. Sie leiten sich durch Yermittelung von kau^af^i ta^^ob von 33^, 
nto&D her. Yergl. § 69 c. Anm. 

Von der § 116 gegebenen Regel ist ausgenommen das Im- 11 7a 
perfect der Wurzeln i^ß, in welchem das 1 in der Aussprache über- 
gangen wird. So entsteht Ja-Üb aus ja-wüh. Es erfolgt aber weder 
Dehnung des Yocales noch verstärkte Aussprache des zweiten 
WurzellauteSi da die früher auf die Aussprache des w verwandte 
Zeit auf das nach § 108 hinter a parasitisch eingedrungene t ver- 
wandt wird. So entsteht yaf-j?6 aus Ja-Üb^ und dann weiter n^. 



96 Zweiter HaupttheiL Lautlehre. 

Bildet sich Ton einem solchen Imperfeot ein Imperaiiy» so kommt das ansge- 
stossene Waw nicht wieder zum Vorschein. Es wäre auch mit blossem Yocal- 
anstoss schwer zu sprechen äü. Formen mit ^ wie p2t^ Ez. 24, 3 neben pt 2 Ko. 
4, 41 folgen der Analogie der '^"B. 

b Verstärkte Aussprache des zweiten Wurzellautes tritt jedoch 
ein in den Causativstämmen und nennwörtlichen Ableitungen 
folgender Wurzeln V'fi : äX^, WJ, pSJ, in welchen silbenschliessen- 
des Waw von der Aussprache übergangen wird. «ip'^Ä?5 aus wqfj^- 
hawstkün. 

Ausgestossen wird Wäw femer in einigen Worten, wenn es 
zwischen Vocal und Vocalanstoss steht. Da der letztere hierbei 
mit fällt, verringert sich dadurch die Silbenzahl des betr. Wortes. 
So entsteht i3 Jes. 3, 24 aus "^ns, in aus "^^^n, 0*»:^:^ Jes, 19, 14 aus 

• -« » • 

d Im Infinitive der Mehrzahl der Verba f'& und in einigen andern 
nennwortlichen Bildungen, in welchen ein das Wort beginnendes w 
mit Vocalanstoss zu sprechen wäre, ist es ganz abgefallen, rao 
iihat, D*»«»«» von »s*^; D'^irön von an''. 

Es ist das ein allein semitischen Sprachen eigener Lautwandel. 

118 Ein hinter a stehendes Waw hat dieses mehrfach infolge seiner 
breiten Aussprache verlängert. So in iMti'^. 'er begehrt', iKKin für 
iKn*», lÄrvt verkürzt aus TPM\\ rmXT<\ Iplp Jes. 18, 2, wo die besten 
HHSS. und Drucke jedoch ipiß lesen.^) Denselben Einfluss übt ein 
aus dem zweiten Theile des Diphthonges au bei dessen Zerdehnung 
entstandenes w. ^, nw, Klt^ s. § 98 Anm. 

Il9i^ Kommt w hinter u zu stehn, so schmilzt es mit diesem zu t^ 
zusammen: 'i'n^n aus hutvrad, bl^") q,\is j^huwbaL 

b Hinter ü hat es sich nur in zwei Ketibformen erhalten mi^taa 
Jes. 3, 16 und lniw$ 1 Sa. 25, 18. In den übrigen Bildungen des 
Passivparticips der hintenvocaligen Wurzeln ist es beim Antritte 
von Endungen immer in / übergegangen, welches das Eeri auch 
an jenen Stellen liest: n^^üs aus nitt3. Steht es im Auslaute, so 
geht es mit Ausnahme der beiden Formen iw^ Hiob 41, 25 und %X 
ibid. 15, 22, in welchen es ganz abgefallen ist, gleichfalls in Jod 
über '^^p. 

Ganz allein steht die Form M'^*! Esth. 2, 9, in welchen Hj weiter zu ay^ ge- 
worden ist. Eine Analogie hat sie nur an ni^rtK Koh. 9, 12. Es erklären sich 
diese Formen etwa als Analogiebildung zu Formen mit ursprünglich kurzem « 
wie nipa^. Da jedoch andere HHSS. and Ausg. dafür ni^^n, mIhk bilden, so 
werden diese letzteren regelrechten Formen vorzuziehen sein. 

1) De Isaiae Yat. Aeth. p. 102 ff. 



Dritter Absohnitt. Der hebräische Lautwandel. 97 

Ganz ähnlichen Veränderungen ist das hebräische Jod unter- 120 
worfen worden. Kommt es hinter den Vocal a zu stehn, so ist es 
schon im Semitischen mit diesem zu einem Diphthonge ai ver- 
schmolzen, der nach § 99, 1 im Hebräischen als S Torliegt: tTf^o^^ia 
aus maiiarim. Doch finden sich noch einige uncontrahirte Formen. 
Das sind THh'' Prov. 4, 25, n'^D'»»>Ä 1 Chro. 12, 2, nn^*»« Hos. 7, 12. 
Femer verwerfen die Punctatoren die Formen niDin <|^ 5, 9 und 
Vtxxn Gen. 8, 17, und ersetzen sie durch ^ttrn und var>n. 

1. Biese Formen sind alle bis auf b'^p'^l?';« bedenklich. K2ri?» weil die Form 
MTin sich auch Ezod. 3, 10 nnd daneben Jes. 43, 8 K*^Sih findet. Q?^ erklfirt 
sich als Schreibfehler far Q^tt, denn das Hiph'ü yon ^ ist sonst nngebrftach- 
lich. Und tut das Hipb'il von *^ ist die regehreohte Form durch das Eetib ^ 5, 9 
*!tiin yerbüigt. Gleichwohl mnss über diese Formen eine feste massoretische 
Tradition bestanden haben, deren Grund freilich nicht einznsehn ist. In Q*fpo^o 
hingegen hat das Jod sein gates Becht. £s zeigt, dass diese Form von y^ü'^ 
denominirt ist. Im gleichen Falle erhfilt sich auch in andern semitischen 
Sprachen gegen die Analogie der übrigen Formen ein Waw oder Jod. 

2. Keine Yerschmelznng kann natürlich beim Yortritte des Artikels oder des 
Bindewort's 1 erfolgen, da solche Yors&tze nicht mit dem Worte gänzlich ver- 
schmelzen, sich vielmehr nnr durch Yerstftrkong des ersten WurzeUantes 
an das folgende Wort anschliessen. Der hebriUsche Mund liebt jedoch nicht das 
zähe Beibongsgeräosch des Jod verstärkt hervorzubringen nnd nnterlässt daher 
aus Bequemlichkeit beim Yortritte von n und ^ die verstärkte Aussprache. Man 
sagt ta^aBTT?, Tf;3 «. § 136, i. 

Kommt Jod hinter t zu stehn, so geht es mit diesem zu ( zu- 121 
sammen: ntfi"; fuiji-jiab s. § 100, Anm. 

Abweichend von dieser Begel findet sich in zwei Formen die Lautcombination 
V dadurch beseitigt, dass sich j in den folgenden Ck>nsonanten auf|g;elöst hat» 
welcher nun verstärkt gesprochen wird. Es sind Md'nv^ statt MjT^ ^ Sa. 6, 12 
'sie gingen grad aus' und y^'y statt fP^ 1 Kö. 8, 15. 'er erwachte'. 

In vielen Pluralen yon Ableitungen der Wurzeln n^ ist die unbe- 122 
queme Lautcombination^t dadurch beseitigt worden, dass Jod zwischen 
dem vorausgehenden Vocaie und dem t zu Aleph sich yerhaucht 
hat. So bildet sich von «»bn Prov. 25, 12, mAn HL. 7, 2; von inx, 
traDX und rriKls; von rfyo für talai D'^ttbta aus talqfim; von "»ra, 
triMra Pro. 7, 7. Doch finden sich daneben die Formen D*!n& Prov. 
1, 22.* 32, D-^re Prov. 22, 3, D-^KT» Prov. 1, 4. Bei letzterer Form 
dachte der Schreiber des Consonantentextes natürlich an Q^wrA. 

• T I 

Aus der gleichen Yerhauchung des Jod erklärt sich femer 0*^*1 
^Manen', abzuleiten von einem vorauszusetzenden Singulare "t^*! 
oder rxsn von ruD^ ^schlaff sein'. D'^MDd endlich Jes. 16, 7 ^getroffene' 
lässt sich auf einen Singular nsj zurückfuhren. 

Aehnlich Xbofl HL 6, 10 für Vhi. üeher h^^ ih. Y. 11. s. § 1236 Anm. 
Stade, h«te. GnmBiAtSk. 7 



98 Zweiter Haupttheil. Lantlehre. 

123 a Mit Vocalanstoss gesprochenes / des Präfixes ist zwischen der 

Partikel 1 und einem wurzelhaften, mit a zu sprechenden Jod in 
den folgenden Fällen ausgestossen worden. ^ntDä^ Nah. 1, 4 ^er 
liess es austrocknen'; n|^ Elagel. 3, 33 'er setzte in Trauer'; n^ 
ElageL 3, 53 'sie warfen'. Die gleiche Ausstossung haben die 
Punctatoren 2 Chro. 32, 30 hergestellt in trjtlh^ 'er leitete sie grad'. 

b Die Lautverbindung j% scheint, wenn sie im Anfange eines 
Wortes stand, schon frühe mit Aufgabe des Jod t* ausgesprochen 
worden zu sein. Hieraus erklärt sich, dass nach der Punctation 
Ben NaphiaKs w zu "v^- zusammenzugehen pflegt. Diese Punctation 
ist in 4 Fällen in unsere Ausgaben gekommen, welche sonst der 
Becension des Ben Ascher folgen. Es sind das ']i^n^d Eoh. 2, 13 
'gleich dem Vorzuge' für 1+111*^3, welches sich als Variante findet; 
mbb^l Jer. 25, 36 'und das Elagen'; t\rv^'h Prov. 30, 17; ^ptthß"»? 
if 45, 10 'unter deinen Eostbarkeiten'. Hier wäre nach der Puncta- 
tion Ben Ascher' s zu schreiben: pnri^S, rtb*?), MH^^J, ^j'^rthg^a. 

Ben Naphtali ponctirte so ferner in ^^1 C^^'?'!) Job. 29, 21, iif^i, TPr\ 
Beine Pnnctation wird die wirkliche Aussprache wiedergeben. YergL hierüber 
DeUtgachf Biblischer Commentar über den Psalter zu ^ 45, 10. Sparen dieser 
Aussprache Hegen vieUeicht in mtl^ ML 6, 11 d. h. roiM? für tmy^i "«1^ 
1 Chro. 2, 18 für «»ti^ s. §. 122. 

c Die gleiche Aussprache wird man für Jod mit Vocalanstoss *| 
in Anspruch nehmen dürfen. Hieraus würden sich Zusaminen- 
ziehungen wie np'n Esth. 8, 16, nj?*»? ^ 37, 20, np'JSl ^ 49, 13 von 
np"^ 'Ehre'; tii!y% 5pJÄ'»*]'^b von vnj vollauf erklären. Doch ist eben- 
sowohl möglich, dass diese Präfixe mit a vor ji gesprochen werden, 
und dass dieses a sich unter dem Einflüsse des folgenden Jod zu t 
zuspitzte. 

Abweichend hiervon wird 1 Sa. 18, 29 VC^h von kH*; abzuleiten ptinctirt. 
Der lange E-Yocal erklärt sich hier wohl nicht ans einer Oontraction yon la^o^ 
sondern aus einer unter dem Einflüsse des folgenden '^ erfolgten Steigerung von 
Uro für liQ'^r^. 

124 Ein nach einem kurzen Yocale stehender Yibrationslaut 
bildet mit diesem eigentlich einen Diphthong, da derselbe wie der 
Yocal nach § 62 mit Stimmton gesprochen wird. Hieraus erklärt 
es sich, dass derselbe zuweilen mit dem vorhergehenden Yocale 
contrahirt wird. Und zwar finden sich zwei Möglichkeiten ver- 
treten : 

a 1) Der Zitterlaut wird in der Aussprache übergangen und die 
früher auf ihn verwandte Zeit kommt dem vorangehenden Yocale 
zu Gute, der nun lang wird. So finden sich fib)^*^ Schmach für 



Dritter Abschnitt. Der hebräisohe Lautwandel. 99 

Tib&bp; bTMt:^ averruncus für btSt:^. So ist auch der Name mo^ 
aus n*iD^D zu erklären. 

T I I • 

Häufiger findet sich diese Oontaraction im Syrischen. 

2) Oder der Yocal a mit folgendem Zitterlaut verwandelt sich b 
in den Diphthong au, welcher nach § 98 zu d zusammengeht. Im 
Hebräischen findet sich dieser Lautwandel nur für die Lautgmppe 
ar: Q^nriirno 'trompetende' für Q'nsnsm, und ebenso tvx^tn für 
nnatwj; «n?ir; 'sie erregen' für r\yvp^^ Jes. 15, 5. 

Dieser Laatwaadel erklflrt sich daraus, dass ein nach a stehender Zitterlaut 
leicht ein parasitisches u erzeugt Yergl. amtre ans lat. aUer. 

Weit mannichf altigerem Lautwandel unterliegt ein am Anfang 125a 
oder Ende der Wurzel oder in Vor- sowie Nachsätzen stehendes 
Nun. Im Infinitive und Imperative der mit Nun beginnenden 
Wurzeln wird dieses Nun, da es bloss mit einem Vocalanstoss zu 
sprechen wäre, abgeworfen. Ausgenommen sind diejenigen Formen, 
welche o in der zweiten Silbe haben oder von mit Nun beginnenden 
hintenvocaligen Wurzeln stammen. Man sagt daher von :^p im 
Infinitive njä für n^gdat^ aber ?So ; von :^t?j: Wü aber jba und bildet 
im Imperative :?|, fli|, «te, in aber n03, nto, D^3. 

Ansnahme Kfo 'erheben** för Kto^ <p 89, 10, falls der' Text richtig ist, and ^ 
Vficke' Bnth 2, 14; ^ft Jos. 3, 9. 1 8a, 14, 88. 2 Ohro. 29, 81. 

Das gleiche Abfallen eines a zeigt sich in ^n 'Klage' Ez. 2, 10 b 
für "»n:, sowie vielleicht in *fyi^ Jes. 32, 5. 7, falls es soviel wie 
'»b'iDS 'arglistig* von tej ist. 

Kommt Nun hinter ein vocalisch ausgehendes nenn- oder that- 126a 
wörtliches Präfix vocallos zu stehn, so wird es gewöhnlich in der 
Aussprache übergangen. Der Sprechende eilt zum folgenden Con- 
sonanten weiter. Diesem kommt der Kraftaufwand zu gute, mit 
welchem früher der Nasal gesprochen wurde, er wird verstärkt ge- 
sprochen und schliesst sich hierdurch an den vorausgehenden Vocal 
aufs engste an. So entsteht nbfitt aus manpalat, Tj*; aus jingd, 
n^*; aus jindorj ^|n aus hungad. 

Kommt ein nach Ansstossung eines solchen Knn verstärkter Worzellant 
nach Abwarf der Endung an den Wortaasgang sa stehen, so mass die ver- 
stärkte Aussprache aufgegeben werden t^^ 2 KÖ. 9, 38 'es spritite'. Jes. 68, 3 
wird dafor ri (hes ri) punctirt, wie DJI von hi^}, verkürzt aas ritf^. 

Ist jedoch der zweite Wurzellaut ein Guttural, so kann, da b 
derselbe der verstärkten Aussprache nicht fähig ist, dieser Laut- 
wandel nicht statt haben. Die mit Nun beginnenden mittelhauch- 
lautigen Wurzeln erhalten dasselbe daher in den gedachten Fällen. 
yrx^'\ neben vir; bim^ü neben :m'ü. Doch findet sich Ansstossung 



100 Zweiter Hanpttheil. Lantlehre. 

eines n in folgenden Bildungen der Wurzel nro: tyrP Jer. 21, 13; 
tum ProY. 17, 10 neben nnpril ^ 38, 3. Hier ist nach § 90, 2ef zum 
Ersätze für die nicht mögliche verstärkte Aussprache des Guttu- 
rales Steigerung des vorausgehenden Yocales eingetreten. Unter- 
blieben ist dieselbe jedoch in V^ns ^ 38, 3 für Vin^^ 

c Doch findet sich auch bei Wurzeln d'&, deren zweiter Wurzel- 
laut kein Hauchlaut ist, das Nun erhalten. Diese Formen gehören 
jedoch fast sämmtlich der gehobenen dichterischen Rede an und 
stehn zum guten Theile unter dem Einflüsse des Satztones. Es 
sind ^ajn Jes. 58, 3, •litM'; Jer. 3, 5; von ^iM: rtto*; ^ 78, 7. Dt. 
33, 9. (jf i05, 45. Pr. 5, 2, innxr ^ 61, 8 p, ''»?nX3Pl'^ 140, 2. 5 p, 
ronatiX? Prov. 2, ll p; -agj»; Joi 40, 24, nfc^j*» Jes.*29, 1, ^pPßrt Ez. 
22,' 20, «ippon Ri, 20, 31. * 

Dieselbe Form lieg;t noch vor in tpVB^ ^ 68, 3 n. bs}^ Ka. 5, 22. Doch ist für 
die entere vielleicht C]?|kn für die letztere bbab zu schreiben. Ebenso dürften 
-n'l^p. Job 40, 24 und ^pnph Bi. 20, 31, tpTlprA* Ez. 22, 20 durch das Kiph'al zu 
ersetzen sein. 

127 a * Zu Gunsten eines folgenden Consonanten wird femer aufgegeben 
das Nun des reflexiven Vorsatzes in. DH^n aus hinlahim, ifXB'* aus 
jinmasi\ Ist jedoch der erste Wurzellaut ein Hauchlaut, so tritt, 
da sich derselbe nicht verstärkt aussprechen lässt, nach § 90, 2€^ 
. Steigerung des von einem Nebentone betroffenen vorausgehenden 
Yocales ein. yat^ 'es wird gesagt'. Dasselbe geschieht mit dem 
Nun der Präposition yOj wenn dieselbe mit dem von ihr regirten 
Nennworte zu einem Lautcomplexe verschmilzt. *)tt^ 2 Sa. 22, 49 
aber *»tiß^tt ^ 18, 49; «i^D>ti Jes. 36, 2 aber «hDV-Jtt 2 Ko. 18, 17; 
•»a*;'«!? 2 Sa. 22, 4 aber '^n'jiirp? ^ 18, 4. 

Die uncontrahirten Formen sind die älteren. Bei folgenden Worten jedoch 

bewirkt die Austossung des Nun der Präposition *J[0 keine Steigerung: T&n 

. und "pra sowie IMlro Gen. 14, 23; CjS*^ 1 Sa. 23, 28. 2 Sa. 18. 16; "^^^ Jes. 

14, 8. Statt des daneben stehenden, von den besten Zeugen geschützten ^|SS3ra 

lesen Ausgaben ^^2t^S. 

b Den gleichen Lautwandel zeigt 1) das Schlussnun des That- 
Wortes irid 'geben', wenn an dasselbe ein mit M beginnendes Suffix 
tritt. Man sagt nnna, Ptro, *W13, Dnr)3, orrtd Lev. 26, 25. Das 
gleiche geschieht im Infinitive ro;, '^, aus Hnt (MSt?), tinti. 

nrun 2 Sa. 22, 41 ist ein Schreibfehler. 

2) das Nun des Modus Energicus beim Antritt des Suffixes der 
2. Pers. Sing. Masc. ^bbnM statt ^:bbnM, "^nsiw^ statt "ir^tn. 

" T* V -1 r -1 t' I » -I I- 1' t' VT I • T» » TT t • 

Doch findet sich noch ohne Ck>ntraction ^p)^K Jer. 22, 24. 

Dem unter § 125 u. 126 a erwähnten Lautwandel erliegt auch b 
als erster Wurzellaut in nßb, Inf. nn]?, Imp. ng, Imperf. n^.. 



Dritter Abschnitt. Der hebräische Lautwandel. 101 

Am Ende eines Wortes ist Nun sehr häufig verhallt. Stand vor 128 
ihm ein langer Yocal, so erfolgte keine weitere Veränderung. War 
dieser aber kurz, so dehnte er sich, indem ihm die früher auf die Aus- 
sprache des Nasales verwandte Kraft und Zeit zu gute kam. Im 
einzelnen ist der Nasal geschwunden 1) in allen bis auf eine Form 
der 3. pers. perf. plur. und den meisten der 3. pers. plur. Imper- 
fecti, tP^ aus jV^, «Q'^'^p? aus 'pQ'''lp5. 

2) hinter der Adjectivendung dn. rfübiD für itibv, Tfym aber 

3) in denjenigen Formen des Modus energicus des Imperfects 
und Imperatives, welche kein Suffix haben, nwp für küman; n^ptsin 
für hauKan; n7»|Ä für *aggidan, erhalten in W^^. 

Tritt die reflexive Yorsatzsilbe nn vor eine mit einem Zahn- und i29a 
Zungenlaut von anderer Articulationsstelle beginnende, so findet eine 
Ausgleichung zwischen beiden statt. Statt des n tritt der an der ent- 
sprechenden Articulationsstelle gesprochene Zahn- und Zungen- 
verschlusslaut ein, denn ersteres hat weniger Gewicht als der für die 
Bedeutung der Wurzel characteristische Wurzelconsonant. 

Ist der erste Wurzelconsonant ein Verschlusslaut, so fliessen b 
beide in einen verstärkten nach § 134 c zusammen. nSiTD statt '121'^'TQ 

aus nOTrjtt, rmt^ Jes. 38, 15, D'TTÄ ^ 42, 5 für n'tnrttj, D'tnr«; 

nannten statt «onnoon aus wnonn. ' ' ' . ' 

.... ,..,. J..J. 

Ist jedoch der erste Wurzellaut ein Zischlaut (Spirant), so findet c 
eine Umstellung beider statt. Denn man kann leichter in der Aus- 
sprache von einem Zischlaute zu einem Zahn- und Zungenverschluss- 
laute, als von dem letzteren zu dem ersteren fortschreiten.^) p^pss 
Gren. 44, 16 p., für p'nSü3 aus pWi?. Bei mit v beginnenden Wurzeln 
bleibt selbstverständlich n: ntinVK statt ntatJriM. 

Von mit T beginnenden Wurzeln findet sich nur ein Beispiel, d 
ns^n Jes. 1, 16. Hier ist also nach geschehener Angleichung '^TVr\ 
aus ^tnn nicht Umstellung beider eingetreten, sondern ^ ist in der 
Aussprache ganz übergangen und T, da ihm die früher auf die Aus- 
sprache des ^ verwandte Zeit zufällt, verstärkt ausgesprochen 
worden. S. § 134^. Das gleiche zeigt sich in DtfitSPi Koh. 7, 16, 
neben Qtain^ Jes. 59, 16. ^ 143, 4 und D^aintliM Jes. 63,5. Dan. 8, 27. 

Die beiden letztem Formen begründen die Möglichkeit Dpim aus progressiver 
Assimilation zu erklären. 

Ebenso wird das n der reflexiven Yorsatzsilbe nn zuweilen in 130 
der Aussprache übergangen (regressive Assimilation) vor Wurzeln 



I) Ueber die hierin liegende Schwierigkeit vergl. Köniff, Fr, J!7. a. a. O. 8. 66. 



102 Zweiter HaupUheil. Lautlehre. 

welche mit 3 oder 3 beginnen, sowie einmal vor n. D^sn Lev. 13, 55. 56 
statt DMnn, 15i5>P! Nu. 21, 27 '»jsisr) Jes. 54, 14, '»Mis'; (j; 59, 5 aber 
lybri*« Prov! 24, 3; ^M^n, ^^riKäsn neben Mä3m; MÜ3K? Nu. 24, 7 neben 
Ktetin Ez. 29, 15; ütlhtky Jes. 33, 10 neben utir\tr^ Dan. 11, 36. 

131 Unter den in § 128, 3 auseinandergesetzten Verhältnissen 
schwindet auch n am Wortausgange. Vor ihm stehendes a dehnt 
sich dann zu ä, was* freilich auch der Ton bewirken würde. Es ist 
möglich, dass von dem in diesem Falle zu aspirirenden n zunächst 
nur ein Hauch übrig blieb, der schliesslich auch schwand. Es trifiFt 
dieser Schwund des n die weibliche Endung im Nennworte wie That- 
worte. txA*ü entstanden aus malkat, welches sich in der Verbindung 
mit Suffixen oder dem Genetive erhalten hat. nKStt aus masdat, 

• S IT • ' 

besser erhalten in ^tiKSia. Einzelne 3. pers. fem. Perf. haben auch 
ohne mit einem Suffixe verbunden zu sein, ihr n erhalten: Inton 
Otea. 33, 11, siehe hierüber die Lehre vom Verbum. 

132 Ein auf Grund der in § 128, 3 und 131 erwähnten lautlichen 
Vorgänge aus an oder at entstandenes d hat sich in einigen wenigen 
Fällen zu de getrübt, njb'] Zach. 5, 4 'sie nachtet'; mit *der Zer- 
tretene' Jes. 59, 5; ninVFurcht' Mi. 6, 9. ?fb ^*Jp«3 l'Sam. 28, 15 
'da rief ich dich'. T\Tl Prov. 24, 14 'erkenne'. Einmal ist diese Ver- 
dunkelung durch ein folgendes -7 veranlasst worden: nbtrtiDVT; 
'möge et fett finden' ^ 20, 4. Hingegen in roKi n^M 1 Eö. 2,' 36. 42 
?ttehin und dorthin eher um zu viele ä Laute zu vermeiden. Doch 
findet das Gleiche ohne diesen Grund auch in n:^ 1 Sa. 21, 2. 22, 9 
und nm Ez. 25, 13 statt. 

Nicht hierher zu rechnen sind die 2. und 3. pers. Fem. Plur. Imperf. der M^. 
In diesen ist ^ nicht mechanisch aus d entstanden — ^'^MSRatn etwa aus ^IKSsA — 
sondern diese Formen sind nach dem Master der h'b gebildet worden. EQer 
wirkt das Gesetz der Analogie. 

Die einfache und die verstärkte Aassprache der Ck>n8onanten. 

13 3a Steht ein Consonant zwischen zwei Yocalen, so wird er mit dem- 
seihen Luftstoss wie der zweite derselben gesprochen werden. Man 
wird sonach nach dem ersten Vocale absetzen und diejenigen Be- 
wegungen, durch welche der Consonant hervorgebracht wird an die 
Kehlkopf- und Mundbewegungen anschliessen , infolge derer der 
zweite Yocal ertönt. 

b Es ist jedoch auch möglich, dass sich der Verschluss oder die 
Engenbildung, durch welche der betreffende Consonant hervor- 
gebracht wird, an den ersten Vocal anschliesst. Dann schliesst sich 



Dritter AbBohnitt. Der hebräische Laatwandel. 103 

blos die Oeffnong der Organe an den zweiten Yocal. Hierdurch 
findet gewissennaassen eine Theilung der Consonanten in zwei 
Hälften statt. 

Diese Theilung kann nun mit einer Zerdehnung des Consonanten c 
verbunden sein, indem auf jede Hälfte des Consonanten, auf Ver- 
schluss oder Engenbildung, und auf die Engenöffnung mehr Zeit 
verwandt wird, als die Hälfte der Zeit, in welcher sonst beide Be- 
wegungen ausgeführt werden. Man nennt diese Aussprache der 
Consonanten am passendsten die verstärkte. Gewöhnlich nennt man 
sie „ Verdoppelung.'^ Diese Bezeichnung ist jedoch irrig. Denn der 
betreffende Consonant ist nur einmal vorhanden. Es entsteht nur 
durch die Theilung der Schein der Verdoppelung. 

Ebenso kann aber auch bei blossem Heruberziehn der Consonanten d 
von einem Vocal zum anderen der Schein einer verstärkten Aus- 
sprache entstehen. Und so unterscheidet die hebräische Schrift 
beide Aussprachen von der einfachen nach §§ 38. 39 durch ein 
Zeichen, das Dagesch forte. 

Es ist jedoch auch möglich, dass zu der Zeit, wo das hebräische Panctations- 
system entstand, der Unterschied beider Aussprachen nicht mehr vorhanden war. 
In manchen Sprachen zeigt sich die Neigung, die verstärkte Aussprache in jene 
andere den Consonanten einfach herüberschleifende zu verwandehi, weil die 
letztere Aussprache bequemer und weniger zeitraubend ist. So scheint es im 
Syrischen gegangen zu sein, welches gar kein dem Dagesch forte entsprechendes 
Zeichen hat. Auch in vielen deutschen Dialecten ist diese bequemere Aussprache 
für die verstärkte eingetreten. 

Die verstärkte Aussprache eines Consonanten findet in den 134 
folgenden Fällen statt 

a) als sinnlicher Ausdruck einer begrifflichen Steigerung, ni| Mann, 
•liaa Held. 

h) wenn beim Antritte einer Bildungssilbe zwei gleiche Consonanten 
ineinanderlaufen ^ns aus natan-nü. 

c) wenn ein Consonant vor oder hinter einem anderen der bequemeren 
Aussprache halber übergangen wird {progressive oder regressive 
Assimilation). Die Kraft und Zeit, mit welcher der übergangene 
Consonant gesprochen wurde ^ kommt hierbei dem bleibenden 
Consonanten zu Gute, so dass er verstärkt wird, o^sn Lev. 13, 55 

für oasnn s. §§ 126«, uia, 130, mmtk für nnathi« 's. § ii46. 

ä) bei Verkürzung eines in offener Silbe stehenden langen Yocales 
ktubP) statt rrbbn ^föndO statt flünb^. 

e) um einen in offener Silbe stehenden unbetonten Yocal halten zu 
können D*^!^q| aus gamoNm neben vnpn aus hakamim s. § 71, 3. 



104 Zweiter Hanpttheil. Laatlehre. 

/*) um einen kurzen^ auf einen unbetonten kurzen Vocal ausgehenden, 
Vorsatz mit dem folgenden Worte eng zu verbinden. So bei Waw 
consec. ^)9K^, beim Artikel^) Oi^n, bei Zusammensetzungen von 
rVü mit Präpositionen, Partikeln und Pronominibus: niasi, n^, 

tXBlS% tVßlS% rm, D3Vt3* 

Es iBt jedoch möglich da» in den heiden letzten FäUen nach § 137 blose Yei> 
schleifang vorliegt. Der kurze Yocal spricht indessen für das Vorhandensein 
der verstärkten Aussprache. 

135a Der hebräische Mund ist nicht fähig alle Consonanten verstärkt 
auszusprechen. Vielmehr unterbleibt dieselbe regelmässig 

ä) bei den Kehlkopflauten M, ^j n, n 

b) bei dem Zitterlaute ^ s. § 62 d. Dieselbe erfolgt jedoch in den 
folgenden Fällen, in welchen n wegen der Nachbarschaft von 
Zahn- und Zungen- bezw. Zischlauten, seinen rein lingualen 
Character erhalten hat: try^ kurrat £z. 16, 4 aber nnnb Ri. 6, 28; 
Sf-n^ Ez. 16, 4,*) ^-nüb Pr. 3^ 8; mtt Pr. 14, 10. 

1. Nicht hierher zu ziehen sind '«S^V H. L. 5, 2; XOr^tlfffn l Sa. 10, 24; 
Pxr^Tfl 1 Sa. 1, 6; Üfii^ IJÄiO Ha. 3, 13. 8. hierüher § 138.' 

2. üeher das vermeintliche Dagesch in %kn Joh 33, 21, 4X^3^1 Gen. 43, 26 
^an s. § 426. 

l) Als Ersatz für die nicht erfolgende verstärkte Aussprache eines 
n tritt die Dehnung bezw. Steigerung des vorhergehenden Vocales 
ein: if^yn s. § 86; nnsTD s. § 90; «rjät? ß- § 95- 

Das gleiche findet bei M und :p statt nMä Ha. 2, 2 ; ^ttnut Di 20, 7 ; 
rwiV^ Ex. 22, 15; n$^; ^rbf Ez. 23, 3; doch erhält sich hier auch 
häufig der kurze Vocal: nka Dt. 27, 8; ntKp Jes. 3, 8; •'^irgrinf Jes. 
52, 2; fntnoi^d 1 Sa. 1, 6. Viel häufiger erhalten sich die kurzen 
Vocale bei' nVnno, an? neben nbnjt Ex. 15, 13; nnnbtjt Ez. 22, 24; 
und bei M geschieht dies mit Ausnahme von ^YiKf Gen. 34, 19 immer: 

ncn«, tJre, onn*». 

136 Femer pflegt die verstärkte Aussprache der folgenden Con- 
sonanten aufgegeben zu werden, wenn auf dieselben ein bioser 
Yocalanstoss folgt. Ein auf den Vocalanstoss folgender Guttural, 
Yibrationslaut oder Nasal begünstigt diese Vereinfachung. 

1) Des Gaumenspiranten ^: Wl neben ''nri5; rrib*;« V.zu H. ttfe*«; 
D^p^n aber D'^^n'jn, Ö'^'ilfin, vielleicht weil man hajjüdim, hufjdrim 
sprach, s. n^*» ^ 80, 14. 

1) Dass der hebr. Artikel früher hol gelautet habe, ist nicht zu erweisen, s. Morgen- 
ISndische Forschungen S. 193 f. 

2) Cod. Fetr. 916—17 hat swar ^1$ aber rns. 



Dritter Abschnitt. Der hebr&iBche Lautwandel. 105 

2) Des Zitterlautes b: D'^Äbttti; rtinba Hiob 24, 17; nbbn«, ibbn'; 

P. Äbn-»; '»nsbKni Ri. 16, 16; d^a'^ba Jes.' 3, 23. 

3) Des Lippenlautes n: D*»*!*]? für d'^W; aber nip^tö^. 

4) Des Lippennasales ta: d*^V?&»pn Jes. 8, 19; D'^^n'bn. 

5) Des Zahnnasales r. '«Kätra ^ 18, 41; '«sa^^ Gen. 9, 14; nin^d 
Jos. 11, 2; »ijjn; wn tj> 33, \\ "^T^. ^ ^*^' ^ '^?3'?? ^ 2®' ^• 

6) Des emphatischen Gaumenlautes p: nnpM,^np^lvonnpb; '^b^^ 

von bgti; nspti aus nsjr|tt. 

Doch wird die verstärkte Aussprache nach § 104 oft erträglich gemacht: 
^9^b^ Buth 2, 2. Beides vereint in ^g^ Gen. 2, 23. 

7) Der Zischlaute, namentlich o und to: i^bs von KD3; Sn:^Ö3 
Gen. 33, 12, niPb*», niPört von :^oj, '»?&'o von TOtt; l«ifi, '«ton neben 
^te^, lÄtePi; nKtitt; 'inü« Prov. 9, 6; ?iptö';5 1 Sa. 20, 41 neben •pptö'^ 
Hos. 13, 2; ni:i*^Vn von p-^n. 

1. Die Yerbindongsformen der Form hattaiän fibcip neigei^ zu dieser Aufigabe 
der verstärkten Aussprache ganz besonders. 

2. Gleiches geschieht unter dem Einflüsse eines folgenden Hauchlautes in "firia 
Jes. 11, 12, falls nicht die Punctatoren das Wort etwa andera abgeleitet haben. 

Viel seltener wird die verstärkte Aussprache eines Gonsonanten 137a 
zwischen zwei Yocalen aufgegeben. Es geschieht das nur vor einem 
das Wort schliessenden n— . So njüKH Jes. 60, 4, njaSTi Ruth 1, 13, 
mr^n Prov. 7, 13, nths 1 Sa. 14, 36'" ' " 

Regelmässig wird im Energicus aller ein i enthaltenden activen b 
Gausativstämme die verstärkte Aussprache des 3 des Suffixes der 
2. Pers. Masc. Sing, aufgegeben. Daher ^b*»s? Hiob 5, 19; ^JTO'^I 
Prov. 29, 17; aber tftin Jea. 38, 18, nsr Jer. 10, 2, jnh Hiob 12, 7. 8. 

Im Cod. Petr. 916—17 ist auch die verstärkte Aussprache des Nun der 3. Person 



m?Ä^ 




aaijg;egeben worden «y; UrL^2jV> \jHo8. 14,9. 

2, 12. Auch in ^fso, ^V&Q ist dort die verstärkte Aussprache aufgegeben^worden. 
Einigemale findet sich dort Dagesch, es ist aber nachträglich ausgestrichen, auch 
beweist der vorhergehende Yocal, dass es nicht beabsichtigt gewesexi ist. 

Die blose Verschleifung eines Gonsonanten von einem Yocale 138 
zum andern, welche wie die verstärkte Aussprache durch Dagesch 
bezeichnet sind, findet in den folgenden Fällen statt. 

d) Zur Erhaltung eines Vocalanstosses. Das davorstehende 
Dagesch heissi dirimen$.s. § 39 *>:i^^ Deut. 32, 32, aus 'inabai. l^^nritDp 
Jes. 5, 28 aus kasaiätai-hü , bn;~^{)^n Jes. 57, 6 aus halakcn-nahal, 
auch bei n Drnwt'nn 'seht ihr'?' 1 Sa, 10, 24. 17, 25. 2 Kö. 6, 32; 
ttk^ tffrrxn Ha.' 3, 13, s. § 134. Anm. 



106 Zweiter HaapttbeiL Lantlehre. 

Die Aussprache 'tn'ß^ o. s. w. verdankt ihr Dasein der bewossten Absioht ein 
Üebergehn des SchHoä mohüe zu verhüten. Es macht sich also das Bestreben 
geltend die ursprüngliche Silbenzahl des Wortes zu erhalten. 

Umgekehrt findet nicht selten eine Zerdehnung des Wortes und 
Vermehrung seiner Silbenzahl durch Einschiebung eines Yocal- 
anstosses statt, welcher dann gleichfalls für der Aussprache dadurch 
gesichert wird, dass man den vorhergehenden Consonanten zu ihm 
herüberzieht ia'^Mn Ex. 2, 3 für 'b'^Mn; b*atÖ; DTiniana'l Hiob 17, 2. 
Auch bei n: •WJf'nn 1 Sa. 1, 6 s. § 71, 2 Anm. 

V) hinter einem Yom Satztone betroffenen langen Vocale. Hier 
soll ein Auseinanderklaffen der beiden letzten Silben verhütet werden ; 
nn^ Jes. 41, 17; ^latj: Ez. 27, 19. 

Das in solchem Falle stehende Dagesoh nennt man affectuoium. Es findet 
sich jedoch nur vereinzelt. Auch besteht über dasselbe keire Uebereinstimmang 
in der handschriftlichen Ueberlieferung. So Jes. 19, 6 *lba|^ und ^hsj^. Bern 
babylonischen Punctationssysteme ist es fremd. 

c) bei enger Verknüpfung zweier Wörter durch Makk^f oder 
verbindende Accente, wenn das erste vocalisch schliesst, das 
zweite consonantisch beginnt. Durch das Hinüberschleifen der 
Anfangsconsonanten des zweiten Wortes zum Vocale des ersten 
werden beide Wörter, schon durch die Einheit des Tones zusammen- 
gehörig, zu einem Lautcomplexe zusammengezogen. Diese Aus* 
spräche wa& wahrscheinlich der Sprache des gewöhnlichen Lebens 
fremd und entwickelte sich erst nach dem Absterben der Sprache 
in der Synagoge. Man nennt das Dagesch eines solchen Cionsonaiiten 
nach § 37& euphonictm oder conJuncHvtm. 

Die hebräischen Grammatiker unterscheiden zwei Arten des Dage»ck conjmus 
Üfow/n 1) pre^ jptt/sum. Es steht wenn ein auf UÜtima betontes kurzes — meist 
einsilbiges — Wort sich dem Tone des folgenden Wortes proclitisch imterordnet. 
Der Eigenton des ersten Wortes sinkt hierbei zum Gegenton herab iüö'ht'j 
Jer. 23, 6. 2) p^TVyq "in^ veniens e hnginqyo, wenn ein mehrsilbiges Wort mit un- 
betonter Endsilbe sich dem Tone des folgenden Wortes unteromet, mag die End- 
silbe des ersten Wortes von Haus ans tonlos gewesen sein: ^ ^*^^, ^^ l^i 1 oder 
erst in Folge des Anschlusses tonlos geworden sein r>K4*Tin^b Gten. 2, 23. 

Da nacl^ § 49 auch mehr als zwei Wörter zu einem Lautcomplex unter einem 
Hauptone zusammengefasst werden können , so finden sich zuweilen auch zwei 
solcher Dagesch neben einander !l3irhtoa>^Tio Hos. 10, 3. 



•^^^^^»^^ 



ZWEITER HAÜPTTHEIL 



DIE LEHRE VON DER WORTBILDUNG- 



ERSTER ABSCHNITT. 

DIE LEHBE VON BEB WUBZEL.i) 

Jede Sprache hat Wurzeln, Wer sie aber redet, gebraucht nur 139 
Worte. Ein Wort ist ein Complex von Lauten zur Mittheilung an 
andere gesprochen und daher zumeist mit andern Worten verbunden 
und Laute enthaltend, welche diese Verbindung sinnenfällig machen. 
Zieht man vom Worte alles ab, was die Verbindung im Satze anzeigt, 
so erhält man die Wurzel. Dieselbe ist daher etwas gedachtes. Sie 
existirt nur im Worte. 

1. Nur in Sprachen, in welchen die SteUung die Bedeutung für den Satz an- 
zeigt, fsJlen Wurzel und Wort zusammen. Vereinzelt ist das ZusanunenÜEÜlen 
von Wurzel und Wort in jeder Sprache möglich. 

2. Die jüdischen Grammatiker bezeichnen als «Hd Wurzel' die S. Fers. Perf. 
Das ist aber nicht nur ein Stamm, sondemeine bestimmte Stammform. Die 
Wurzel steUen vielmehr die vocaUos gedachten drei Stammbnchstaben dar. Diese 
drei Stammlaute nennt man literae radicales. Der Gegensatz ist liierae terviks, 
die Bezeichung der zur Formenbildung verwandten Laute, üeber das Verhält^ 
niss der dreilautigen Wurzel zur zweilautigen TJrwurzel s. § 12 a und § 141 ff. ' 

Wir haben zu unterscheiden Ge/uhlswurzeln, Deutewurzeln und 140 
Begriffswurzeln. Die letzteren zerfallen wieder in onomatopoetische 
oder schallnachahmende und symbolische oder reine Begriffswurzeln. 
Diese drei Arten entsprechen den verschiedenen Seelenthätigkeiten, 
welche die Sprache erzeugt haben und ihre Erhaltung mit Noth- 
wendigkeit bedingen. 



I) Max MüUer, Vorlesungen über die Wissenschaft der Sprache. Deutsch von 



Böttger, 2 Bde. 3. Aufl. 1875. .PVtedr. MüUer, Grundriss der Sprachwissenschatt, 
Wien 1876. 



108 Dritter Haupttheil. Die Lehre von der Wortbildung. 

1. Die GefühlB^vuTzeln sind der annüttelbare, nnwinkürliche Ausdruck eines 
durch einen äusseren Eindruck bewirkten Gefühles und daher in allen mensch- 
lichen Sprachen einander ähnlich. 

2. Nicht jeder sinnenfallige Eindruck ist stark genug, um ein unwillkürliches 
Functioniren der Sprachwerkzeuge zu veranlassen. Soll er anderen mitgetheilt 
werden, so geschieht dies am einfachsten durch DetUewurzeln, 

S. Die schaünachahmenden Wurzeln erklären sich aus dem Bedürfiiisse Ein- 
drücke mitzutheilen, welche zur Zeit der Hittheilung der Vergangenheit angehören. 
Zu den achaUnachahmenden gehören auch die LaU- und Kosewörter. 

4. Die äusseren Eindrücke erzeugen bestimmte Begriffe. Manche, aber bei 
weitem nicht alle Begriffe lassen sich durch schallnachahmende Wurzeln an- 
deuten. Solchen entsprechen in den einzelnen Sprachfamilien je bestimmte Laut- 
compleze, die sogenannten symbolischen oder reinen Begriffsumrzeln, Der Umfang 
beider wechselt. Vielfach mögen symbolische aus schaünachahmenden erwachsen 
sein. Wie es jedoch kommt, dass bestimmte Lautgruppen sich mit bestimmten 
Begriffen decken, entzieht sich der wissenschaftlichen Untersuchung. 

5. Der Verknüpfung der einzelnen Begriffe zum Gedanken entspricht die Ver- 
knüpfung der Worte zum Satze. Dem besonderen Verhältnisse des Wortes in der 
Verknüpfung die Entwickelung der Wurzel zum Worte. Durch Verschmelzung 
von Deutetourzeln mit Begriffsumrzeln erfolgt im Semitischen wie in unseren 
Sprachen die Bezeichnung des logischen Verhältnisses des Wortes im Satze. 

141 Viele Begriffswurzeln sind aus Gefühlswurzeln, andere aus Beute- 
wurzeln erwachsen. Ein grosser Theil ist noch jetzt schallnachahmend. 
Desselben Char acters sind zugleich die aus Gefühlswurzeln ent- 
standenen. All das sind Trümmer einer weit zurückliegenden Sprach- 
periode ^ welche als Bausteine mit in die jetzige herübergenommen 
worden sind. Doch werden schallnachahmende auch beständig neu 
erzeugt. 

1. Von GeßihlstDurzeln sind zu schallnachahmenden Begriffbwurzeln weiter 
entwickelt worden MS^ 'ächzen' mit seinen Seitenbildungen MStJ, p;^ pK}; Üti} 
'ha rufen' u. a. 

2. Die Weiterbildung einer Deutetourzel zeigt sich in Dh *pst'. Hiervon büdet 
sich ^&Si 'schweiget' Neh. S, 11 und üti^^ 'er gebot Schweigen' Nu. 13, 30. Eine 
Deutewurzel steckt femer in ii3ri 'ausstrecken', ')t}3 'geben' u. a.. 

3. Den ersten Lauten stammelnder Kinder sind abgelauscht IK und d$ als 
Bezeichnung für Vater und Mutter. Geräusche ahmen, femer nach ^2?%, ^Si, 
'briUlen'; bbs 'klirren'; ppa 'ausfliessen* u. a. m. 

142 Nicht alle Deutewurzeln werden zur Formenbildung verwandt. 
Viele von ihnen dienen im Satze nur als Interjectionen und Partikeln. 
So in 'siehe', selten «n, weitergebildet in nsn, einmal Gen. 19, 2 
■naHi öig- ^^f ^^^> ^? doch; nsÄ denn doch. Diese wie die zu Für- 
wörtern weiter entwickelten Deutewurzeln erweisen sich dadurch als 
zum ältesten Theil der Sprache gehörig, dass sie dem Gesetze der 
Dreilautigkeit nicht unterworfen sind« 



Erster Absolmiti. Die Lehre von der Wurzel. 109 

Selbst zahlreiche Begriffswurzeln sind auch im jetzigen Stadium 1^3 
der Sprache nicht auf den Bestand dreier Laute erhoben worden.^) 
Jedoch strebt die Sprache bei der Abbeugung danach, dieselben 
künstlich auf die Stufe dreier Laute zu bringen. Man nennt sie 
daher am besten die unvollkommen dreilautigen. Mehrere derselben, 
aus welchen sich blos Nomina, keine Yerba entwickelt haben, haben 
es nicht einmal hierzu gebracht. Diese unvollkommen dreilautigen 
Wurzeln sind von zweierlei Art: 

1) die Wurzeln y^9 oder mediae gemnatae, so genannt, weil nach a 
alter Anschauung der zweite Badical, nach dem Paradigma b$& mit 

f bezeichnet,^) in ihnen zweimal, an zweiter und dritter Stelle vor-* 
banden ist Es ist das jedoch in sehr wenig Formen der Fall, so in 
y^n, bbn ; y^M. UD, ^nao, nbbs. In Formen wie «qid sind nach der alten 
Anschauung beide zu einem verstärkten Laute zusammengeflossen. 
Dies ist falsch. Die Formen mit doppeltem zweiten Badicale sind 
die jüngeren, die mit verstärktem zweiten Badicale, die älteren. In 
den letzteren hat sich die Sprache damit begnügt, der Wurzel durch 
verstärkte Aussprache des zweiten Badicales mehr Volumen zu geben. 
Tritt ein Suffix ein, so verstärkt sie häufig zu demselben Zwecke 
den ersten Wurzellaut, so ^p nach §§ 71, 3. 82, 1 eaiHjakkudrüTjakud. 

1. £« ist daher eigentlich miiichtig, diese Worzeki mit Wiederholung des 
sweiten Wnizellautes su transoribiren s. B. aSD und nicht vielmehr 3D. Als 
conyentionelle Transoription nnd nm anzadenten, dass diese Wurzeln für die 
Fexion als dreilantig gelten, wird dies hier beibehalten. 

2. Nach dem Vorgang der arabischen Grammatiker nennt man diese Wurzeln 
anch feste oder masswe, 

2) die Wurzeln ^:p oder die ndttelvocaligen^ wie cnp, 'pD u. s. w. b 
Man nennt sie gewöhnlich *f^. Das ist falsch. Diese Wurzeln 
haben niemals an zweiter Stelle einen Consonant 1 gehabt. Solche 
besitzt die Sprache z. B. :^i|, rriD. Sie sind aber sowohl nach Ur- 
sprung als nach Abbeugung von den Wurzeln i*^ verschieden. 

1. In andern semitischen Sprachen hat sich dieses im Hebräischen streng 
festgehaltene Yerhältniss verwischti indem sich bei der Bildang des Steigerung*- 
stammes der zwischen beiden Oonsonanten stehende Yocal der mittelvocaligen 
Wurzeln in einen Spiranten verwandelt Hierdurch werden diese Wurzeln im 
Steigerungsstamm wirklich dreilautig. So bildet sich vom arab. käma im Steiger- 
nngstamm kawuHimaj im Aram. taj^p. Das Hebr&ische aber bildet in alter Weise 
bS'ip. Erst spät treten in ihm solche Analogiebildungen auf. 

2. Die Bezeichnung mitUHvacdlig kann deshalb leicht missverstanden werden, 
weü die Wurzeln :f9 selbstverständlich zwischen ihren beiden Oonsonanten auch 

1) P. de Lagwrd^ Symmicta S. 121 ft F, FhOippi in McrgeMndiachtWwrathvngen, 
B. 63fll 

>) Nach demselben bezeichnet & den ersten, ^ den dritten Wurzellaut (Badical). 



110 Dritter Haapttheil. Die Lehre von der Wortbildung. 

einen Yocal haben. Die BerechÜgong derselben liegt aber darin, dass eben der 
mittlere Yocal von der Sprache benatzt wird, am den Sehein dreier Laate zu 
erzeugen, bei den :f9 aber nicht. 

c Man nimmt gewöhnlicb an, die mittelvocaligen Wurzeln hätten 
sich in der vordreilautigen Periode der semitischen Sprachen da- 
durch von den Wurzeln !P^':^ unterschieden, dass sie ein u oder t, jene 
ein a zwischen beiden Badicalen gehabt. Wahrscheinlicher ist jedoch, 
dass beide Wurzelarten damals im Perfect ein a, im Imperfect ein 
u oder i zwischen beiden Radicalen hatten. Sie bildeten eine Olasse. 
Diese zerfiel später dadurch, dass die Sprache bei einem Theile 
dieser Wurzeln die verstärkte Aussprache eines Oonsonanten, also 
äussere Vermehrung, bei dem andern aber die Dehnung des YocalSy 
also innere Vermehrung anwandte, um den Schein dreier Laute zu 
erzeugen. Die ersten sind jetzt die ^"^^ die zweiten die "^'^ oder 
miUelvocaUgen. 

1. Die sogenannten Wurzeln mediae I der hebräischen Sprache sind nur ver- 
kürzte Causativstämme von Wurzeln ^9, ^^Z entstand aus ^rnn. Aehnlieh 
bilden in vulgärarabischen Dialecten Wurzeln mediae t die Causativstämme zu 
Wurzeln ^5. 

2. Nach dem Vorgange der arabischen Grammatiker bezeichnet man die mittel- 
vocaligen Wurzeln auch als hokie, 

S. Aus dem Obigen erklärt es sich, dass mehrfach eine und dieselbe Urwurzel 
in beiden Ausprägungen, sowohl als :f9 wie als mittelvooalige, vorhanden isl So 

*«», TTj; Din, o^h; bnt, bbt ; isia, \b^; ünia, «Jiöo; TO, TT}; ^«, n-ns; rrtttJ, nti. 

i 3) die hintenvocaligen Wurzeln, Diese stellen eine entwickeltere 
Gestalt semitischer Wurzeln dar, als die beiden vorigen Glassen. 
Denn sie bestanden ursprünglich nicht wie die letzteren aus zwei 
Oonsonanten mit einem dazwischen stehenden Vocale, sondern besassen 
auch einen vocalischen Auslaut. Auf die Stufe dreier Laute wurden 
sie dadurch gehoben, dass man den Schlussvocal als Oonsonanten 
behandelte. Derselbe ist allerdings meistens von den umstehenden 
Flexionsvocalen absorbirt worden, sei es dass er zwischen beiden 
ausfiel oder mit ihnen zu einem Diphthonge verschmolz. Viel seltener 
hat er sich im Hebräischen zwischen den umstehenden Vocalen in 
einen Spiranten verwandelt, und zwar üzvlw^I zu j. Solche Formen 
sind dann völlig dreilautig. 

Im Hebräischen führen diese Wurzeln den leicht misszuverstehenden Kamen 
Wurzeln rfb. Er erklärt sich aus der äusserlichen Betrachtung der jüdischen 
Grammatiker, welche die drei Buchstaben des Wortes als Wurzellaute ansahn, 
s. § 138, Anm. 2. Allein hier ist n nach § 285 nur Schreibung des auslautenden 
ans Gontraction entstandenen d, Yocales: hb| g6M, Auch der Umstand, dass es 
im Hebräischen wirkliche Wurzeln mit n an dritter SteUe gibt, wie ndfti wider- 
räth seinen Gebrauch. Doch soU er um seiner Kürze wiUen als conventioneUer 
Ausdruck beibehalten werden. 



Erster AbBchnitt, Die Lehre von der Wnnel. 111 

Im Hebräischen erinnern nur geringe Formenreste daran; dass e 
einst Wurzeln mit u und solche mit i an dritter Stelle unterschieden 
wurden. Die ersteren haben sich wie in den Tulgärarabischen Dia- 
lecten in Wurzeln mit i verwandelt. Das u zeigt sich nur noch in 
Passivparticipien Kai s. § 119ft. istD'n 1 Sa. 21, 14 ist ein Fehler, lieber 
*om Mesa Z. 6. s. § 11. 

1. Ableitungen von M^ nnd von ttf% s. § 147 zeigen häufig gleichen WorUiu- 
laut, indem bei den ersten ali OontraotionBprodact bei den letctern nach § 1126 
ein ä entsteht. Aach da» wo eine mit K und voransgehendem Yocalanstoss zu 
sprechende Ableitung von M'^ nach § 111 behandelt wird, sowie in der letzten 
Silbe der abgeleiteten Stämme, ergibt sich eine Form, weiche auch von Ti^ her- 
stammen könnte. Endlich folgen die Formen nSttXSPi, M3K3S gänzlich der 
Analogie der r/b: na*iM*V^, t^V^vn, Dies wie der Umstand, dass sich Wurzehi iVS 
und Mfb mehrfach als Weiterbildung einer und derselben ürwurzel finden, z. B. 
ro^ und VO% ro) und MSa, hat bewirkt^ dass Tielfaoh von ursprünglichen Wurzeln 
K^^ sich Ableitungen nach der Weise der ti^ finden und umgekehrt. Dies ur- 
sprüngliche Yerhältniss ist durch ungenaue Ueberlieferung solcher Formen oder 
doch ihrer vocalischen Aussprache noch weiter getrübt worden, welche Erscheinung 
nch daraus erklärt, dass im Aramäischen beide Olassen vöUig ineinanderfallen. 
So kommt es, dass K^'n heilen nicht mehr streng yon tVfJ schlaff sein geschieden 
wird. So von «ft'J: nj^B'Tl Hiob 6, 18; hTD';? Jer. 51, 9; hfi-Vj Jer. 19, 11; «n^ 
8 Kö. 2, 22; t|&^'^ Jer. 8,^ 11 und von h&n nach K'%: KB^ Jen 38, 4.^) Es lassen 
sich nun hier die folgenden Fälle scheiden; a) Formen von M^ nach der Weise 
der h^: "^^nV» 1 Sa. 25, 33; A'f 1 Sa. 6, 10; h^^ Gen. 28, 6; iirtSOp Hiob 18, 3 
für %K«|&a; ß) von hbn ist nach Analogie der K'^ gebildet *^^'jes. 53, 10; 
7) trotz erhaltenem K folgen der Analogie der h^: ^l^^Vfi) 2 Sa. 1, 26; nn^ann 
Jos. 6,17p.; 6) richtige Gonsonanten aber Yocalisation nach Ax;^ der n'^ 
zeigen: T^ttb| ^ 119, 101; tXOn Koh. 8, 12. 9, 18; V^ Jer. 51, 34; *^nMQ^ 2 Kö. 
2, 21 ; Kb&n Dt. 28, 59. ^ 4, 4, d. i Kb&Tl Jes. 28, 29 für k4^ 2 Chro. 26, 15; 
t) fälsch als n^ sind geschrieben aber richtig als K'b punctirt: tiff^ ^ 60, 4; tiKfl 
4» 4, 7; ronrr l kö. 22, 25; h^DQ*; Hiob 8, 21; C) unrichtige Gonsonanten nnd 
Punctation nach M^ haben ns^ Bu. 2, 9 neben *^:t d. l *nnK^^ Bi. 4, 19; tJ^^STf} 
1 Sa. 10, 6 ; 7)) wie letzteres haben unrichtige Gonsonanten aber richtige Punc- 
tation M3^ Thre. 4, 1; IKfÜ 2 Kö. 25, 29; K31^ Koh. 8, 1; K^m 2 Ghro. 16, 12; 
n^'aJ Jer. 26, 9; •T«yT' Ez. 43, 27; eoh ProvVl, 10. ''^ 

2. Hingegen ist *^tsa für K^p <|i 32, 1 veranlasst durch das dabeistehende "^^DS; 
B^Vpl Hos. 11, 7. Dt 28, 66 erklärt sich nach § 122. A'f 1 Sa. 6, 10; ^h} eIs. 
28, 16; ian Gen« 20, 6 als Schreibfehler nach § 29. 

8. Nicht ans der Analogie der M^ sondern aus der Meinung der Punctatoren, 
dass h-^ länger sei als f^-^ erklärt es sich, dass eine Anzahl von Imperfect- 
formen von h^ vor trennendem Accente oder Guttural auf M -:;- ausgeht. Es 
lind n^ Gen. 26, 29. 2 Sa. 13, 12. Jer. 40, 16. Jos. 7, 9; TÜO^ Jos. 9, 24; tW] 
Lev. 5, 9; nk-TTl Dan. 1, 13; ''Vtmn Jer. 17, 17; np"; Nah. 1, 3; BO'pi Prov! 
1, 10; r&jri aber t^i^t^ Lev. 18, 7—11. Letzteres zeigt, dass im Ch&nzen kein System 
ist. Ez. 5, 12 ist zu lesen mtM.^) 

1) Aehnlieh werden im Deutschen viel&ch ahnen und ahnden verwechseli.. 
>) Maseora wutgna ed. Frenedorff. S. 58. 



112 Dritter Hanpttheil. Die Lehre von der Wortbildung. 

144 Aber aucb viele der vollkommen dreilautigen Wurzeln verrathen 
deutlich ihre Entstehung aus älteren zweilautigen. Einer der drei 
Wurzellaute ist dann secundär. An und für sich kann das jeder 
der drei Laute sein. Welcher es ist, darüber entscheidet die Ge- 
stalt der Wurzeln. Eine dreilautige Wurzel kann entstanden sein: 
a) durch Vorschiebung, b) durch Einschiebung, c) durch Nachschiebung 
eines Lautes. Die erstere Entstehungsweise findet sich sehr selten^ 
noch seltener die zweite, am häufigsten die dritte. 

Diese aas dreilaatigen Wurzeln durch Gombmation erschlossenen zweilautigen 
nennt man am besten Urumrzeln, Sie werden durch ein vorgesetztes y kennt- 
lich gemacht. 8. über sie weiter § 12, 1. 

145a Nur solche Laute finden sich vorgeschoben, welche auch in den 
grammatischen Formen, namentlich der Stammbildung verwandt 
werden. Die auf diesem Wege entstandenen Wurzeln sind daher 
entweder denominirte Yerba, welche bei der Denomination einen 
Bestandtheil des Nomen mit herübergenommen haben, oder Verbal- 
Stämme, deren Ursprung und Bedeutung die Sprache vergessen hat. 
Nur die Wurzeln mit präfigirtem *) , im Arabischen mit 1 , erklären 
sich auf keine dieser Weisen. Im einzelnen finden sich die folgenden 
Laute vorgeschoben: 

b 1) 5: nw, /r»; nnj, arab. harra, harhara, sahara; brj V^t; 

Hingegen entstammt das 3 yon inj der Wurzel selbst, inj ist wie njn lehrt' 
aus 1l|SjM?V verkürzt. 

2) V. nij, nna /na; ^y; /bn; drn, Vün in dw; T:pi3 Jes. 33, 19 

neben rrs; Äd; u. «hfto; pT u. pg-i, dtöj n. dti». 

Dieser Ursprung wie auch die Aehnlichkeit, welche vielfach zwischen den 
Gausativbildungen beider Wurzeldassen stattfindet, erklärt es femer, dass oft 
Wurzeln f D oder *^ neben Wurzeln !|'9 sich finden. So y?; aber ^ Jes. 8, 10; 
P5; und psi5 Ex. 2, 9 ; ^«lo und *na?nn Jes. 61, 6; alo und 3^ ; 5^5 und WO; ; y^ 
und Y^i "n^ ^^^ *^ ^* ^ °^* -^^^^h mit der vorigen Classe wechseln diese 
Wurzeln, so V^ und V^j; tfO; und ^;; n$3 und ns^nrr. 

d 3) «: bTK /br; ^aij /^a; ^ä /na. 

Wechsel mit der vorigen Olasse findet sich mehrmals: tfS^ tff^ u. a. 

e 4) n*): Die in bnn*;? 1 Kö. 18, 27 und den abgeleiteten Nom. 
D'^inn Hiob 17, 2, nr&rrjtt Jes. 30, lO steckende Secundärwurzel bnn 
ist entstanden aus brn Gen. 31, 7. Ri. 16, 10. 13. 15 Hi(p'il von /bn. 

Hierher gehören auch l^nntn Hiob 13, 9 ; ^bnh*) Jer. 9, 4. Die Functatoren 
statuirten Formen des Hi^'il mit nicht ausgestossenem h, s. § 114. Der Oon- 
sonantentext meinte aber das Pi'el des Becundärstammes: ^^tn^*], ^ 



1) De Is. Vat Aeth. p. 68. 

2) W, Wriffht, Arabie arammar. Bd. 2. 8. 87. § 45. 



Erster AbBohnitt. Die Lehre von der Worsel. 113 



5) Zischlaute: njto V^^ in ^n|, T^, ÜW vergl. arab. *dba; arab. f 
sadäla von /^/a/; sahara von V/Iar. 

Biese Classe entstand gleichfalls aus Causativstämmen.^) 

6) M: a) SäPi neben na»; 1?ri neben 'ps. Hier liegen Ursprung- g 
liehe Refiexivstämme vor.^ ß) Hingegen stammt das t der Secundär- 
wurzel von einem Nomen ab in n:^, denominirt von n^^rin; Ütvn 

von :^bir\. 

» • 

Zur Einschiebung werden verwandt l)yibration8laate: fb^und 146 
y^\ tn-n und «m; abö arab. /a^a; arab. galad 'Haut' von /^a, 
faniA/i 'hell sein' von Ym. 

2) Hauchlaute: nwi und nwi; nm und ^m\ bntt und Vitt, Ätt; 
•irjj und n'D; n?a und nu*); yn syr. r'Äe?; «ia syr. 6'A^(, arab. fcöÄiYa 
u. a. m. 

Ist der dritte Wurzellaut secundär, so kann er folgenden Ur- 147a 
Sprung haben: 

1) Der dritte Wurzellaut entstammt der zweilautigen Wurzel. 
Alle Wurzeln , welche in erster und dritter Stelle denselben Laut 
haben, sind ursprünglich durch Wiederholung der zweilautigen 
Wurzel gebildete Steigerungsstämme, deren erster oder vierter Laut 
abgeworfen wurde. Die letzteren gehören hierher. So ist KttolD 
wovon insfb verkürzt aus Dttoti 'hurtig sein*, erhalten in aram. rkVatiFafb 
^Ameise.' Ebenso tftf für thv^, tSbti u. s. w. 

2) der dritte Wurzellaut entstammt einer bei der Denomination b 
in die neue Wurzel herübergenommenen Nominalendung. So MTO 
neben mti, nns und ITO. 

3) bei weitaus den meisten dreilautigen Wurzeln, in welchen der c 
dritte Radical secundär ist, ist jedoch sein Ursprung völlig dunkel. 
Den secundären Character des dritten Radicales erkennt man daran, 
dass neben der betr. Wurzel eine oder mehrere von ähnlicher Be^ 
deutung sich finden , welche mit ihr die beiden ersten Wurzellaute 
gemeinsam haben. So ntaj, btij, dttj; Dnb, fnb; ms, :?53, t|?j; nw, 

^ta, DTj, m, nra; fsn, ran, ain; wn, i?n, dti, wn, f?^, tJ?n. '' 

1. Man hüte sich, aUe dreilanügen Wurzeln auf zweilantige zurückführen zu 
woUen, 8. § 12, 1 Anm. 

2. Da nach § 143—146 jeder der drei Badicale secund&r sein kann, so erklärt 
es rieh, dass mehrüMh aus verschiedenen zweilautigen Urwurzeln durch ver- 

1) Ueber den Ursprung. B. 30, Anm. 4. 

>) Auch in der Periode der Dreilantigkeit hat sich der üebergang von Beflexiv- 

stimmen zu Secundibrvnrzeln fortgesetzt; so hlufig im Arabischen s. H, L. Fleucher 

in Sitzungsberichte der K. Bftcbs. Ges. d. Wiss. Bd. 15, 8. 146 f. 

s) Ueber den Ursprung 8. 55, Anm. 1. De Is. Yat Aeth. 8. 80. 
8t ad«, hebr. Gmnmatlk. S 



114 Dritter Haapttheil. Die Lehre yon der Wortbildoiig. 

schiedenartige Yermehrang gleichlautende dreilaaüge Ton sehr yenchiedener 
Bedeutung entstanden sind, wodurch die Unsloherheit dieses (Gebietes noch grösser 
geworden ist.^) 

148 Die vollkommen dreilautigen Wurzeln zerfallen wieder in ver- 
schiedene Glassen je nach der Natur ihrer Wurzelconsonanten, welche 
den YocalismuB in verBchiedener Weise beeinflussen. £s sind 

1) die hauchlauiigen. Je nach der Stellung des Hauchlautes in 
der Wurzel zerfallen diese in a) vomhauchlauiiffe, Verba primae 
ffutturalis. Unter diesen zeigen die mit K an erster Stelle, Verba 
K^B, wieder eine verschiedenartige Behandlung, b) miitelhauchlautiffe, 
F. mediae gutturalis. Unter diesen rangiren die Verba mit n an 
zweiter Stelle besonders, c) hintenhauchlautige, V. tertiae gutiuralis. 
Von diesen bilden die Verba mit K an dritter Stelle, V. M^ eine 
eigene Glasse. 

2) Die Vomvocaligen, besser Verba mit 1 oder ^ an erster Stelle, 
V. l^ö und ^B. 

1. Die Yerba 1*0 zeigen nach § 115 in aUen prfiflzloBen Formen jetat ein ** und 
sind in diesen nicht von ursprünglichen Wurzeln *^li au scheiden« Kach der 
Analogie dieser hat dann die Sprache mehrfach auch beim Antritte von Pr&fixen 
weiter gebildet Hieraus erklärt es sich, dass viele Wurzeln aus der Glasse der 
l'ü in die der '^''D übergetreten sind und zwar ganz HfiJ» ar. f^a/S, theilweise inj, 

•1^, 5a;, ^;, yr^, ^, «Jn;. iti;. 

2. Innerhalb der Wurzehi l^'li bilden die folgenden, welche an zweiter BteUe 
einen Zischlaut haben, und vor diesem den vocallos gewordenen ersten Wurzel* 
laut nach § 1175 in der Aussprache übergehn, eine eigene Unterabtheilung: 22^, 

a^?», P?p. -ir». 

3) Verba mit Nun an erster Stelle ^ V. 5^B. Die genannten pflegt 
man schwache Wurzeln zu nennen. Einzelne Verba gehören nach 
der Natur ihrer Gonsonanten in mehrere Glassen, haben z. B. zwei 
Hauchlaute TTiK. Dieselben Glassen finden sich bei den unvoU- 
kommen dreilautigen Wurzeln. Diese nennt man doppeltschwache 
Wurzeln. 

4) Die übrig bleibenden vollkommen dreilautigen pflegt man die 
starken zu nennen. 

Diese Eintheilung dient nur dazu um die bei einzelnen Verben stattfindenden 
Erscheinungen des Lautwandels übersichtlich zu classificiren. Man hüte sich 
vor der Meinung, als seien die Formen der starken Verba die ursprünglichen. 
In vielen Stücken sind gerade sie jünger. 

149 In allen semitischen Sprachen') finden sich Wurzeln, welche das 
Maass dreier Laute übersteigen und deshalb mehrlautige genannt 
werden. Das Hebräische nimmt hierin einen sehr alterthümlichen 

1) Ueber den Ursprung B. 24, Anm. 1. 

2) Ueber den Ursprung S. 3. 



Erster AbBchnitt. Die Lehre yon der Wurzel. 115 

Standpunkt ein, denn 1) seine mehrlautigen Wurzeln übersteigen 
nie die Zahl von vier, seine mehrlautigen Nomina nicht die von fünf 
Lauten. 2) es zählt viel weniger mehrlautige Wurzeln als die übrigen 
semitischen Sprachen. Das letztere erklärt sich zum Theil daraus, 
dass es die durch Wiederholung eines oder mehrerer Laute ent- 
standenen Steigerungsstämme noch als solche empfindet. Häufiger 
finden sich mehrlautige Bildungen nur im Nomen. Hier entstehen 
sie 1) durch Herübemahme eines älteren verbalen Bildungselementes, 
welches später in der Sprache nicht mehr als solches erkannt wurde. 
So b^bä^ ^ 58, 9 'die Schnecke* eigentlich die feuchtende von V^^, 
ranbv 'Flamme' von V' ^rib. Es sind das Ableitungen vom Gausatiy- 
stamme. 2) durch Lautwucherung, namentlich durch Ersatz eines ver- 
stärkten Gonsonanten durch einen Yibrationslaut mit dem betreffenden 
einfachen Consonanten.^) So ^yy^ 'Rand' aus nsd, zusammengezogen 
aus aia?; OTip *Beil' für D^g;* bänr? 'Heuschrecke' für bin, TO^ÄJ 
'Gluth' * von /t|?T; Tnaba 'hart' von /tä. Daneben findet sich 
auch der Einschub eines Jod z. B. rti&b'tS 'Beile' von /qbs. 8) durch 
Wiederholung eines in der Wurzel enthaltenen Lautes, sehr selten 
des ersten: ti'^nT 'Regen' von /qnT, häufig des letzten *^^'än in "»b^bDn 
'trüb' von bdH; rvinni^ß^. 4) durch Einschub eines wurzelfremden 
Lautes, eine sehr seltene Bildung*) : ni^as 'Giessröhre' von ^9S; rnhii? 
'Astarte' von ^'dlp. 5) durch Nachsatz eines der Wurzel fremden 
Lautes Vt6:XP 'Schlange' von «32^; tr^^p^ 'Spinne' von V^^* 

Als Yerbalwurzeln finden sich im Hebräischen nur die folgenden 150a 
mehrlautigen Wurzeln. 1) durch Auflösung eines verstärkten Gon- 
sonanten in der unter § 149, 2 angegebenen Weisesind entstanden *ütyf 
in rattD^^S*] 'er wird es abfressen' ^ 80, 14. 2) durch lautliche Ent- 
artung eines abgeleiteten Stammes, dessen Herkunft und Bedeutung 
infolge dessen vergessen wird ^Xl'^nn Jes. 38, 15, <|^ 42, 5 aus n'lK'^rin 
für tt^tnnn; '^rwM 'ich führte dich' Ez. 39, 2 für inMSM} 3) durch 
Hinzutritt eines vierten Radicales scheinen gebildet D&Dm Exod. 
16, 14 'schuppenartig' von Vtpn und ißtw 'strotzen' Hieb 33, 25 von 
Vvp^; Ttrifi 'ausbreiten' Hiob 26, 9 von ViOTifi. 4) durch Denomi- 
nirung von einem in der oben erörterten Weise gebildeten vier- 
lautigen Nomen sind entstanden bä^sta 1 Chro. 15, 27 'mit dem im 
Aram. Kbä'^d genannten Mantel bekleidet sein' von V^n3 und '''b'^Kttton 
'sich links wenden' in nb^wisv» Gen. 13, 9 und ^b'iKiaton Jes. 30, 21 

T«t|- * »11- ' 

denominirt von V&teto 'links'. 



1) lieber den Unpnmg 8. 21 ft L. SrM in Z. D. H. O. XXY, 8. 681 1 
3) Ueber den ürsprong 8. 40 f. 

8* 



116 Dritter Haupttheil. Die Lelire yon der Wortbildung. 

Wie die übrigen sem. Sprachen verkürzt auch die hebr. mehrfach mehrlautige 
Bildungen, um sie dem Gesetze der Dreilautigkeit unterzuordnen. So hlö'ilö 'Kette' 
für rrnirt^ vergl. auch § 146, 1, und nach § 111 d'^bKotog 1 Chro. 12, 2; b'rpten 
2 Sa. 14,' 19. 

b Früher nahm man allgemein an, dass mehrlautige Wurzeln durch 
Verbindung zweier dreilautigen gebildet worden seien. Allein diese 
Meinung lässt sich durch kein einziges sicheres Beispiel belegen. 
Auch für die Zusammenziehung zweier Wörter lässt sich nur ein 
Beispiel im Hebr. finden. Es ist das "^^bbs Da. 8, 13 entstanden aus 
*^fich^ "^äbfi 'ein gewisser verschwiegener' d. h. irgend einer. Auch 
hier ist Reduction auf drei Radicale eingetreten. 

151a Die Gonsonanten der hebräischen Sprache können nicht in be- 
liebiger Reihenfolge zur Wurzel gruppirt werden. Vielmehr sind 
folgende Möglichkeiten bei der Wurzelbildung ausgeschlossen. 1) Der 
die Wurzel beginnende Consonant kann nicht zugleich an zweiter 
Stelle stehn. Wo dies jetzt scheinbar der Fall ist, liegt eine Con- 
traction vor. 2) Ebenso schlecht vertragen sich zwei demselben Organe 
angehörige Laute in derselben Wurzel. Es schliessen sich daher 
aus a) die Lippenlaute n, t b) die Gaumenlaute 3i, 3, p c) die Zahn- 
und Zungenlaute Q, M, ^; ef) die Zischlaute T und s, nicht aber T 
und v sowie to und D- e) Die beiden Vibrationslaute können nicht in 
der Reihenfolge ^^ eine Wurzel beginnen. /*) Ebensowenig findet sich 
die Reihenfolge TMP oder m. g) Der Lippennasal is findet sich zwar 
nach n, nicht aber nach & und ebensowenig der Zahnnasal 3 vor ^}) 

b Dagegen liebt es die Sprache verschiedenen Organen angehörige 
Laute derselben Articulationsart , also z. B. emphatische, tönende 
und dumpfe Explosivlaute, neben einander zu gruppiren. So ge- 
hören zusammen i^p, D3, T3i, ^3i, t3p, ^3i, f&, Ti; niemals jedoch finden 
sich bei einander p, p, t33i, tlX, Tp und nur sehr selten T&. 

£s erklärt sich das aus dem allen Sprachen einwohnenden Beertreben nach Be- 
quemlichkeit der Aussprache. Beim Nebeneinanderspreohen von Gonsonanten 
der ersten Gruppe ändert sich nur die Stellung der Organe der Mundhöhle, bei 
dem der zweiten auch die des Kehlkopfes. 



1) Die Worte ^^p$ Jes. 83, 1 u. tabp^ Hiob 15, 29 sind verdorbene Lesarten und 
2U emendiren. 



Zweiter Absclinitt. Die Lehre von den Stämmen der Wurzel. 117 



ZWEITER ABSCHNITT. 

DIE LEHBE VON DEN STIHUEN DEB WURZEL, i) 

Neben den Nominal- und Yerbalbildungen, welche direct aus 152a 
der Wurzel herstammen, stehn im Semitischen andere, welche von 
einer Umbildung derselben sich herleiten. Diese Umbildung kann 
eine innere oder äussere sein. Viele Wurzeln erscheinen nur in 
solchen. Als nächste Fortbildung der Wurzel nennt man sie am 
besten Stämme. Die lautliche Umbildung ist Träger einer Um- 
bildung der Bedeutung. Letztere kömmt zu Stande, indem zu dem 
Wurzelbegriff noch ein anderer hinzutritt und denselben abändert. 

Es finden sich die folgenden Stämme l) Intensiv- oder Steigerungs- b 
Stämme. Sie bedeuten, dass man mit Gewalt und Eifer oder wieder- 
holt handelt bezw. dass der Begriff der Wurzel verstärkt ist. 2) der 
Zielstamm. Er bedeutet, dass die Handlung ein Ziel zu erreichen 
sucht. 3) der Causativstamm, welcher aussagt, dass man eine Hand- 
lung yerursacht. 4) die Reflexivstämme, welche besagen, dass sich 
die Handlung auf das Subject als Object zurückbezieht, sei dasselbe 
näheres Object, d. i. für uns Accusativ oder ferneres, d. i. für uns 
Dativ. 

Die hier aufgezählten Gebilde fasst man zusammen unter dem c 
Namen der abgeleiteten oder vermehrten Stämme. Im Gegensatz 
hierzu bezeichnet man die Ableitungen direct aus der Wurzel als - 
den einfachen Stamm. Als Grundform jedes Stammes hat die 3. Person 
Sing. Perf. Masc. in ihrer freilich mehrfach erst zu erschliessenden 
Grundform zu gelten. Dieselbe ist von Haus aus ein Nomen. 

1. Nach ihrer Bildungsart kann man die abgeleiteten Stämme eintheilen in 
Stämme innerer Bildung (Steigerungsstämmef Ziektämme) und solche äusserer 
Bildung {CauMtivstämme^ Beflexivstämme). Die der letzteren Gategorie wäre 
es möglich von jedem Stamme der ersten Gategorie abzuleiten. Doch hat dies 
blos das Ge'ez durchgeführt, das Hebräische beschränkt mit den übrigen sem. 
Dialekten diese Möglichkeit auf die Bildung des Beflezivs. 

2. Von jedem Nomen können neue Wurzeln in verbaler wie nominaler 
Ausprägung abgeleitet (denominirt) werden. Diese können in der Gestalt eines 
jeden Yerbalstammes erscheinen. 

3. Aeltere Grammatiker nennen die vermehrten Stämme Verba derivativa^ 
neuere die Stämme vielfach unrichtig Conjugationen. 

Die aufgezählten Stämme sind einst sämmtlich in activer und d 
passiver Bedeutung und Aussprache vorhanden gewesen, der einfache 

N. Pörgea, über die Yerbalstammbildung in den sem. Sprachen in Sitzungs- 
berichte d. Kais. Acad. d. Wiss. zu Wien 1875. Bd. 79. S. 281 fi^ 



118 Dritter Hanpttheil. Die Lehre von der Woribildang. 

Stamm ausserdem in transitiver, intransitiver und stark intransitiver 
Aussprache. Die letztere Unterscheidung hat sich im Hebräischen 
erhalten. Von Passiven haben sich jedoch nur die der Steigerungs- 
stämme und des Gausativstammes in allgemeinem Gebrauche erhalten. 
Von denen des einfachen Stammes wie der Reflexiystämme sind nur 
geringe Reste übrig. Das Passiv des einfachen Stammes wird durch 
einen Reflexivstamm umschrieben. 

153 Dem einfachen Stamme, von den jüdischen Grammatikern bp, d. h. 
der leichte genannt, eignen kurze Yocale. Im Activum zeigt er 
ursprünglich a nach dem ersten Wurzellaute, bei transitiver Aus- 
sprache den gleichen Yocal nach dem zweiten, bei intransitiver 
ursprüngliches t oder u ebenda. Der Ton liegt auf der Endsilbe. 
Die passive Bedeutung wurde, wie das Arabische vermuthen lässt, 
durch u nach dem ersten, t nach dem zweiten Wurzellaute sinnen- 
fällig gemacht. Von diesem Passiv hat sich jedoch nur das Particip 
erhfJten. 

Zar Denominatioii wird der einfache Stamm h&nflg yerwandt, z. B. +V)K 
von bnk; +*p:?5 2 Chro. 34, 10 von pjÄ; +*^'tin Ex. 2, 3 yon 'iljn; +'*^yj 
von p[jn Jes. 18, 6 Gegensatz YS von y*]p ebenda; *^9^ von ö'^dl^b; fih yon i^h; 
+ *Mio Lev. 2, 13 von ni»j +*ÖöO Jer. 23, 81 von ÖÄ5; *rinj von nnj; +1«b 
Jes. 9, 4 von liXÖ; ♦igO von "^150;' +*a» Bz. 4, 12 von m«; +*p» von p» 
^ 78, 6; np5 von ag^p; +*i!?? Lev. 19, 23 von rh'yi; **wi von 'ito;' 4-*«iöß 
Zeph. 2, 1 von «^; )i'Q von X^-, 9^*1 von ^PTys^i '^r^ 'Getreide kan^m' von nni^ 
8. Hi<p*üj niööin ^ 68, 26 von Cjin. * 

I 

154 a Alle Steigerungsstämme sind durch Vermehrung der Wurzel- 
consonanten entstanden. Das Anschwellen der Form macht die 
Verstärkung der Bedeutung sinnenfällig. Am häufigsten findet sich 
als eine solche Vermehrung die verstärkte Aussprache des zweiten 
Wurzellautes, seltener ist die Wiederholung des dritten bezw. zweiten; 
oder die Wiederholung der ganzen zweilautigen Wurzel s. § 143, am 
seltensten ist die Wiederholung der beiden letzten Wurzellaute der 
dreilautigen Wurzel. 

Die erstere Bildongsweise ist ursprünglich die der vollkommen dreUautigen 
Wurzeln und der Wurzeln rrt, die zweite die der Wurzeln ^''J, die dritte die der 
9"$. Aber allmählig hat die Sprache auch bei den 9":^ die erstere Bildung durch- 
gesetzt 8. § 157, wsUirend sie bei 4en Wurzeln ^^9 im Hebräischen noch überaus 
selten ist s. § 155 c Anm. 

^ Der Steigerungsstamm mit wiederholtem zweitem Wurzellaute 
hatte nach dem ersten Radicale ursprünglich a, welches nach § 82, 
meist zu t wurde. Der Vocal der zweiten Silbe ist a, häufig aber 
nach Analogie des Imperfects e, nach § 90, 1 aus ü entstanden. Das 



Zweiter Absclmitt. Die Lehre von den Stämmen der Wurzel. 119 

Passiv des Steigerungsstammes hat u nach dem ersten, a nach dem 
zweiten Badicale. 

Die jüdiflohen Grammatiker nemien diesen Stamm naoh dem Paradigma isti. 
Biohtiger würde man nach dem Obigen b9n sagen. 

Dieser Steigerungsstamm drückt wie die übrigen sowohl die c 
Stärke der Handlung als den Eifer aus, mit welchem sie geübt wird. 
Daher bedeutet er häufig das wiederholte Ueben derselben {Iteraiiva, 
Frequentativa) z. B. *pT\1(. scherzen eig. wiederholt lachen oder die 
Beziehung der Handlung auf mehrere Objecte, '''n^p viele begraben. 

Als ein eifriges Betreiben einer Sache erscheint es auch, wenn d 
man eine Handlung bei einem andern veranlasst. Deshalb gewinnt 
dieser Steigerungsstamm häufig die Bedeutung eines Causativ- 
stammes, doch so, dass ihn von letzterem der in ihm liegende 
Nebenbegriff der Sorge und des Eifers unterscheidet: b*^ (Kinder) 
gro$$ ziehen, \t^X^ etwas gross machen; *^V» Geburtshülfe leisten, 
TVin zeugen. 

1. Aus der angegebenen Bedentong dieses Bteigerongsstammes erklärt es sich 
1) dass sich in ihm zuweilen die im einfachen Stamme verloren gegangene Grand- 
bedeutung der Wurzel getreuer erhalten hat, so lXf\ flicken^ KC*! hlüen; 2) dass er 
sich im Verb, nur in activer und passiver Aussprache findet, in intransitiver Be- 
deutung aber nur sehr selten und nur in Poesie *T\rin zerbrochen sein Jer. 51, 
56; *nnii in Furcht sein Jes 51, 18. Prov. 28, 14; maoffen sein Jes. 48, 8. 60, 11; 
*h3*n trunk0^ sein Jes. 34, 5. Im Nomen finden sich die Steigerungsstämme je- 
doch auch mit intransitiven YocaleUi was sich aus dem Grundbegriff des Nomens 
erklärt. 

2. Sehr häufig sind denominirte Steigerungsstämme dieser Art. Sie bedeuten : 'sich 
mit dem vom Nomen Bezeichneten angelegentlich beschäftigen' so: *^p nisten 
von "jg; ♦ißO steinigen von *i|3b; 'ip? von "^W; *y9 von "jJ^J; l/rvs von fnb; htr^ 
nach § 111 für brw'; Jes. 13, 20; ♦öS'J von MJ; nftto Jes. 3,1 7 von WB^; Ö'^ii^'J 
1 Kö. 1, 40 von h^^irj; +*Ö3» Jes. 3, 16 von' 0*^35; V&n Gen. 41, 34 von «»'n; 
tftd von Xbhü\ 9ia*^^ von ^^^X; tVS^ mitVerkennung der Etymologie wie von einer 
l^l^urzel rrt von xitb: 'ito von "ito, *+na*TQ 6 144, 13 von mnn; *+ÄnQ von 
tm'VP\ Nah. 2, 4. Bas sich mit einer Sache beschäftigen ist häufig sie wegschaffen 
(privatwes HU) so: ^b^ entt^temen^ *)t0^, die Asche '^ wegschaffen; ebenso 
*tcno von ttS^Tto; Kttn von MÄOTI; CffO» Jes. 10, 33 von C)'»?©; ♦+*T«B Dt. 24, 20 
von nSKb; ^2^T von nST; ähnlich n^^ das Eerz A stehlen aber auch nin'^nb backen] 
*&n|, *DS9 J^iochen bn|, d39 benagen. 

Sehr selten bildet sich von vollkommen dreilautigen Wurzeln 155a 
ein Steigerungsstamm durch Wiederholung des letzten Wurzellautes. 
In activer Aussprache hat er ursprünglich zwei a, in passiver u in 
erster, jetzt a in zweiter Silbe. In nominaler Ausprägung findet 
sich dQr Stamm häufiger als in verbaler. Ihm gehören an 'jSKV; 

bbfa £z. 28, 28 und ^^Vinras «l' 88, 17 sind Schreibfehler. 



120 Dritter Haupttheil. Die Lehre yon der Wortbildung. 

I 

b Häufiger findet sich dieser Steigerungsstamm von unvollkommen 
dreilautigen Wurzeln. Zunächst von n'^ in vereinzelten und daher 
wenig sicheren Beispielen. *T\yjt) nach § 112 für n^*) von Stäj; 
''ÜH?? Gen. 21, 16 Bogenschützen^) von nno. 

c Dagegen ist dies der den Wurzeln "f^p von Natur eignende 
Steigerungsstamm. Das perfectische d der Wurzel trübt sich nach 
§ IIa zu d'), die active oder passive Aussprache kann daher nur 
durch den Yocal der zweiten Silbe sinnenfällig gemacht werden. 
Auch hier ist in der 3. Fers. Masc. Sing. Perfect der imperfectische 
Yocal eingedrungen. Doch hat er sich in ^"tti Na. 3, 17 und in 
abgeleiteten Formen erhalten. Aber "jDis von "ps, nw von "^«ß^; nnio 
von *n%. Da sich a wie t unter gleichen Verhältnissen zu SchVä 
mobile verflüchtigen, so fallen die activen und passiven Formen 
dieses Stammes mehrfach zusammen.. 

Erst im späteren Hebräisch findet rieh Pi 61 von Warzehi ^9. Um dies zu er^ 
möglichen verwandelt die Sprache das ü des imperfectischen Stammes in % ao 
♦to, *n5?. Weiter geht dieses l nach § 115 Anm. in "^ über; d*J?, ÖM^n Da. 1, 10. 

d Dieser den Wurzeln ^^ natürliche Steigerungsstamm ist auch 

auf die Wurzeln yy übertragen worden, was sich nach § 143 erklärt. 
Activ ♦nnio, *nnifi, Passiv bbiy Klagel. 1, 12. 

Auch dieser Steigerungsstamm wird zur Denomination verwandt, so ^p eine 
n3*^p anstimmen; "Mp Stroh ttjp zusammenlesen. 

156 Von vollkommen dreilautigen Wurzeln bildet sich endlich noch 
ein dritter, stärkster Steigerungsstamm durch Wiederholung der bei' 
den letzten Wurzellaute. Er drückt eine sehr starke Steigerung des 
Begriffs, namentlich die heftig hin- und herfluthende Bewegung aus. 
Hieraus wie aus dem leichten Umschlage der Intensiva und Itera- 
tiva in Deminutiva^) erklärt es sich, dass er auch das Schillern und 
Spielen in eine Farbe ausdrückt. Activ lautet er ursprünglich 
kataltal, woraus nach § 85, 1 l^taltal wird, passiv kufaltalj was nach 
§ 94, 3 gleichfalls kataltal oder aber kataltal ergibt, Beispiele: in^nno 
heftig pochen ^38, 11; ^^läyon gliihend roth sein; von Nennwörtern: 

1) ^ 93, 5 verlangt Massora MJ^ als Fem. des Ac^., kaum mit Becht; s. Massoia 
magna ed. Frensdorff S. 114. Delitgseh zur Stelle. Andere Grammatiker halten ^J^g 
für Ni^*al von HJbf. 

3) Falls der Text richtig. 

3) Im Syrischen entspricht diesem 6 ein au. Daraus folgt jedoch nicht, dass das 
^ dieser hebräischen Stämme aus wurzelhaftem ü und vorhergehendem a entstanden 
sei, so Th. Nöldeke in Z. D. M. G. XXX, S. 184. Denn das trifft nicht für die 
passive Form u. syrisches au kann Zerdehnung von ö sein. 

*) Ueber den Ursprung S. 32 f. 



Zweitor Absclmitt. Die Lehre von den Stämmen der Wnrzel. 131 

^to»n, bfebns seAr rerrfr^«; morn^ röthiich ; p*yp^^ grünlich ; nnhiTO 
schwärzlich. 

Formen dieses Stammes stecken in >?*^&7&J ^ 45, 3 und ^nh ^^aTjK Hos. 4, 18 
£a]l8 dafür r^t^tr[ und ^nnahK zu lesen ist.^ Ueber b'^^iaösn» vergl. §^124 6. 

Die alterthümlichste und einfachste Art, den Steigerungsstamm 157a 
zu bilden, zeigt sich bei der alterthümlichsten Wurzelgattung, den 
^"p 8. §. 143. Diese wiederholen die gesammte Wurzel, so dass ihr 
Steigerungsstamm aus vier Lauten besteht. Die südsemitischen 
Sprachen betrachten diese Steigerungsstämme als neue mehrlautige 
Wurzeln und haben auch bei den "S^'^p die Bildung des Steigerungs- 
stammes der vollkommen dreilautigen Wurzeln durchgesetzt, ind^m 
sie den zweiten Wurzellaut wiederholen. Auch das Aramäische 
und Hebräische thun dies. Indessen nehmen sie insofern eine alter- 
thümlichere Stellung ein, als sie daneben noch die alten Steigerungs- 
stämme als solche im Gebrauche haben. Sieht man von denominirten 
Wurzeln ab, so bilden im Hebräischen bereits 34 Wurzeln ^"^ den 
Steigerungsstamm der starken Wurzeln, und nur 19 Wurzeln den 
alten. Daneben bilden 6 Wurzeln "S^'^ den Steigerungsstamm nach 
Analogie der i'^ und umgekehrt 8 Wurzeln ^'':^ den Steigerungs- 
stamm nach Analogie der V"9j was sich nach § 143 erklärt. 

Das Activ des Steigerungsstammes der Wurzeln y"9 lautete b 
ursprünglich kälkala, woraus nach § 82, 1 wurde bßbp, ^1^?tD. Vom 
Passiv finden sich nur zwei Formen ^tebs 1 Kö. 20, 27: Vtör^lfe P. 

» : T ' ' irn rr : 

Jes. 66, 12. Letzteres führte auf eine Passivform kulkila oder kulkala, 
deren u nach § 93 behandelt wurde. Von nachmaligen Y'2^ sind ge- 
bildet b§b3 2 Sa. 19, 33 mit imperfectischem Vocale; *?T:fTia Hab. 
2, 7; *bübi«a Jes. 22, 17. 

Findet sich dieser Steigerangsstamm neben einem andern, so pflegen sie in 
der Bed. verschieden zn sein. Dasselbe gilt überhaupt, wo von einer Wurzel zwei 
Bteigerungsstämme verschiedener Bildung vorkommen: ^'Hü'ß ^ 74, 13 ipoMen, 
^V^ Hiob 16, 12 zertrümmern; ♦'jan Prov. 26, 25 liehlich machen, ♦)5in bedauern; 
nso 2 Ba. 14, 20 ändern, *naiD umhergehen. 

Vom Zielstamme haben sich im Hebräischen nur geringe Trümmer 158 
erhalten. Er wird gebildet durch Einschub eines ä nach dem ersten 
Wurzellaute, welches im Hebräischen nach § IIa zu 6 wurde. Ihm 
gehören an Mttha zu streiten suchend Hiob 9, 15; )rp 1 Sa. 18, 9 
If'ri^ scheelsehend eig. mit dem (bösen) iuge zu treffen suchend; 
••{tiibta (p 101, 5 ICSiß verläumdend eig. mit der Zunge zu treffen 
suchend; ^yb^ Hos. 13, 3 er verweht; tbniö wurzeln; tihl inh Jes. 
59, 13 zu empfangen und zu denken suchen, d. h. lügen vorzubringen 
suchen sowie vielleicht '''DbitD <p 7, 5 Frieden zu halten suchend. 



122 Dritter HaapttheiL Die Lehre von der WortbilduDg« 

1. Hierher würde auch 'Vyvtgvö Jes. 10, 13 gehören, üalls der Text richtig iii. 
*<lv^'i 1 Sa. 21, 3 ist Schreibfehler, Wrt <|i 77, 18 Pa'al. 

2. Dieser Stamm ist im Aramäischen yerloren gegangen, im Qe ez selten ge- 
worden. Im Hebräischen nnd Arabischen collidirte er der äusseren Form nach 
mit dem ursprünglichen Steigerungsstamme der ^9, was das Bestreben, je einen 
dieser Stämme zu beseitigen, bewirkte. 

159 a Im CausaHv tritt vor die Wurzel ein n. Dasselbe wurde im Actiy 
ursprünglich mit a, im Passiv mit u gesprochen. Der erste Wurzel- 
laut wird bei yoUkommen dreilautigen Wurzeln yocallos. Bei 
Wurzeln 1^& ergibt sich aus beiden im Actir hau und weiter nach 
§ 116 Ad, bei Wurzeln "^^ nach § 120 hi. Im Passiv ergibt sich bei 
Wurzeln Vta nach § 119 a hu. Bei Wurzeln '^'''S und r:^ erscheint 
der actiye Vorsatz nach § 108 als hi^ im Imperfect und verwandten 
Bildungen jedoch nach § 86, 3 als hä, der passive nach Analogie der 
Y^ als hü. Bei vomhauchlautigen Wurzeln lautet der active Vor- 
satz nach § 81a he, bei allen übrigen nach § 83 M, der passive 
theils nach § 92 hu, theils nach § 93 hö. 

b Der Vocal der zweiten Silbe war im Activ a, im Passiv wahr- 
scheinlich t. Für letzteren ist der imperfeotische Vocal a ein- 
gedrungen. Ebenso im Activ in 3. Pers. Perf. der imperfeotische 
Vocal I mit Ausnahme der Wurzeln n"b. Die Wurzeln 'y'p steigern 
dieses t nach § 90 zu i, die übrigen Wurzeln thun dies nur im Jussiv 
und nach fVaw consecutivum, sonst tritt Verlängerung zu i ein, s. § 91. 
In 1 . und 2. Person hat sich der ursprüngliche Vocal erhalten. Die 
Wurzeln ^'!P haben im Activ i, im Passiv nach Analogie der n"& a fünf . 

1. Dem hebräischen n entspricht im arabischen CausatiY M, im Befleziy des 
Gausativs aber D, im Südarabischen theils K theils D, desgleichen in den abes- 
sinisch-semitisohen Sprachen, im Aramäischen theils K, im biblischen Aramaismos 
auch n, theils XÖ, Der causative Vorsatz scheint sonach ursprünglich llS, südsem. 
D gelautet su haben. Hieraus entstand zunächst n, weiter tt. Eine Spur davon 
zeigt sich noch in roTtVid Flamme yon nnb und M'^^ns^ Senkunffen von *^. 

2. Hingegen hat sich in den folgenden Formen, wenn der Text richtig ist, 
oausatives Ö zu n verhärtet: *V&ä^ ich leite Hos. 11,3 von hir\i mnra du htmdM 
eifrig^ Jer. 12, 5, M'^lnn» 22, 15. Denselben Stamm finden Qraf und EUsig in 
bS'tn'isci&kn 25, 34 für das erste f ein *^ schreibend. 

3. Auf Schreibfehlem beruht es, dass sich in den folgenden Stellen statt fi 
das aramäische Präfix K findet: '^PtbfiCK P. Jes. 63, 3; tnsäl$ Jer. 25, 3; ^IM'^ 
Mi. 7, 15. 

4. Der Gausativstamm der Wurzeln ^''^ wirft häufig das causative Präfix ab. 
- So entstehn scheinbar neue Stämme meäMA I. Doch verrathen die daneben vor- 
kommenden unverkürzten Formen ihren Ursprung. Aehnliches im Vulgär- 
arabischen.^) 

5. Nach dem Paradima b$9 nennen die älteren Grammatiker den Gausativ- 
stamm im Activ jBf<)p't( im Passiv SotfaL 

i) a WetgHein in Zeitschr. t Völkerpsychologie u. Sprachwissenschaft VII, 8. 475. 

a 



Zweiter Abeclmitt Die Lehre von den Stönunen der Wuisel. 123 

Der Causativstamm bedeutet: bewirken, dass Jemand die von der 160a 
Wurzel bezeichnete Handlung ausfuhrt Ist daher der einfache Stamm 
einer Wnrzel intransitiv, so ist der Causativstamm transitiv, z. B. 
ninfi nb nns Exod. 7, 14 aber iaVn« "»n^Dn lO, l. Ist der einfache 
Stamm transitiv, so ist der Causativstamm doppelt transitiv, z. B. 
•I??!?« ^WpTn« Gen, 3, 10, aber ft^-tTÄ ?|?«wn Dt. 4, 36. 

Für das semitische Sprachgefühl erscheint auch die Annahme b 
einer Eigenschaft als Bewirken einer Handlung, während wir dies 
als Eintreten in einen Zustand, als werden empfi nden . Da hier das 
bewirkende Subject identisch ist mit dem Handelnden, so nennt man 
diese Causativstämme innerlich causative Stämme. Hierher gehören 
1'^abn weiss sein; *1''pTn alt werden; ^''"lÄH sowohl lang machen als 
lang seift; ?pt?nn sowohl verdunkeln als dunkel sein; p'ViW sowohl 
V er süssen als süss sein; *b^W7\ vermessen sein; ■^''Wn sowohl be- 
reichern, als reich werden, *tD*»pvn sowohl zur Ruhe bringen als 
ruhig sein; yüld'n verfeite Jes. 6, 10 aber '0''tatp?5 sie wurden fett 
Neh. 9, 25. * 

1. Das Hebräische vermag das Gleiche unserm Benken entsprechender durch 
HiOpa'^ auszudrücken: XeS^:^ Jea. 1, IS, b^iKn^ Proy. 23, 31: ^bnn Hos. 7, 5; 

nwmn 2 Sa. 13, 2. 

2. Sehr häufig wird im Causativstamm denominirt, so 'l'^on von 'il^; &*^f9 
Jer. 14, 22; T^tHTj von -(jk; l^öbfi Prov. 30, 10 von "plöb; ""»asjj Hiob 39, 26 von 
•na«; rrtfsyq ierl^, 31 von 'Vi^a; dsir-n Jer. 16, 16 von'a'J; *T^rn von r-^.; i^^j;, 
K»Öip ^ 72, 17 von T^J; DSlWj?5'2 Chro. 28, 15 von i?a; ♦V^'^ton Dt. 27, 2.4 von 
•nto ; ♦*i''a«*i Getreide naö verkaufen; d^^aoih von d3tt3 Nacken ; nio'^Nf« H. L. 
4, 2. 6, 6 von dto; * + hinn Ez. 9, 4 von in; besonders mit innerlicher Wendung 
der Causativität, so ausser den bereits genannten *y^ji>f} von "{^b, "^0**^«^ von 
dH« noch tTlpO <p 69, 32; O'^'iBo von n^^Ö; *«'»*T1Ün von »"tÖ; t^^^^ 4* 68, 15 von 
aVö; t^W i Sa. 17, 16 von a'T», Gegensatz d-^Stih; *fibrj von W; m'fi'^b»« 
4* 144, IsTon C)iK; ♦Tn5%'3 von l'^oj; ♦i'woton von iköto. 

Das Semitische hat vermittelst eines vorgesetzten Ht bezw. ^al61a 
von allen bisher genannten Stämmen Reflexivstämme bilden können. 

Bas Aramäische thut dies durch vorgesetztes m, m. Das Ge ez bildet vom 
einfachen Steigerungs - und Zielstamme durch vorgesetztes <a, während diese 
Silbe beim Befleziv des Causatives aus dem § 129 c angegebenen Grunde hinter 
den causativen Vorsatz *a8 tritt Im Arabischen geschieht das gleiche beim 
Beflexiv des Oausativstammes. Yon hieraus und von den einfachen Beflexiv- 
Bt&mmen der mit s beginnenden Wurzeln hat die Sprache den Einschub des t 
hinter den ersten Wurzellaut auf alle t Beflexive des einfachen Stammes über- 
tragen: tkiaUda für Ukatala. Das gleiche thut nach § 11 Anm. das moabitische 
Hebräisch. Vom Steigerungs- und Zielstamme bildet das Arabische Beflexiva 
durch vorgesetztes ta. Alle diese Beflexivstämme haben ursprünglich Passiva 
bilden kdnnen. Diese Passiva sind im Aram. und Ge*ez ganz verloren gegangen, 
im HabriUichen sehr zusammengeschwunden, im Arabischen erhalten« 



184 Dritter Haupttheil. Die Lehre von der Wortbildong. 
b Im Hebräischen erscheint dieser reflexive Vorsatz in der Form nn. 

Dos n ist unorganifloh und verdankt wie das des Ki^'al seiner Urapnmg der 
Analogie des Hi<p'il. "^^nm 2 Ohro. 20, 35 ist ein Schieibfehler für t}. 

162 Von diesen Reflexiystämmen hat das Hebräische nur noch die der 
Steigerungsstämme in allgemeinem Gebrauche. Eine Spur eines 
Reflexivs vom Gausativstamm könnte man in "pl^tpis nach § 129 c 
erkennen. Mehr Formen haben sich vom t Reflexiv des einfachen 
Stammes erhalten. Sie stammen alle von ^^^: '^1j>W\r) Ri. 20, 15. 17; 
^pBri'i 21, 9 l^IJfifi'^. 20, 15. Passiv nur mit passivem Vocale des Vor- 
satzes: sinpfinn^Nu. l, 47. 2, 33. 26, 62. 1 Kö. 20, 27. 

Bas Beflexiv des Zielstamines im Arabisohen hänfig, im Oe'ez schon selten, 
ist im Hebräischen ganz verloren gegangen. Das Hebräische ersetzt es durch 
Hi&padl und Ni(p'al s. § 164, S und § 167 6 Anm. 1. 

163a Von den Reflexiven des Steigerungsstammes ist das der vollkommen 
dreilautigen Wurzel am häufigsten. Dieser Stamm wird von der 
Sprache auch häufig direct aus der Wurzel gebildet, ohne dass ein 
entsprechender Steigerungsstamm vorhanden wäre. Dia älteren 
Grammatiker nennen ihn nach dem Paradigma b!Pt Hid'pdeL 

b Dieser Steigerungsstamm lautet in activer Aussprache ursprüng- 
lich {h)itkattäL Nach § 82^ 1 wird das a der ersten Stammsilbe 
nirgends verkürzt. Auch die Behandlung der zweiten Stammsilbe 
ist eine andere als in dem zu Grunde liegenden Steigerungsstamme. 
Gerade in Pausa erhält sich das a des Perfects nach § 86, i zuä 
gedehnt: "iJKtin, n^ltin, ja dieses ä ist vom Perfect aus in die Pausal- 
formen des Imperfects eingedrungen: b'^lti';, ?^n^^ Auch ausser- 
halb der Pausa hat sich der ursprüngliche Vocal des Perfects viel- 
fach erhalten: tgÄnn, p?nriri, tl^prin. Für gewöhnlich zeigt die 
Endsilbe jedoch den imperfectischen Vocal ^^nriii. 

Ueber die Beflexivsteigerungsstämme der mit einem Zischlaute beginnenden 
Wurzeln s. § 129 c, über die der mit einem Zahn- und Zungenstammlaute be- 
ginnenden s. § 1290, über die der mit 3 und *l beginnenden s. § 130. 

164 Dieser Beflexivsteigerungsstamm bedeutet, dass sich die Hand- 
lung auf ihr Subject als Object zurückbezieht. Und zwar ist das- 
selbe 1) ferneres Object (Dativ); so ^ifi*?«? ß^g- f^^ *^^^ herumgehn; 
^'^^PlßrrW It^jin*; tPt§6ri?5 1 Sa. 18, 4 da zog Jonathan sich den Mantel 
aus; njKrita (für sich) Gelegenheit suchend 2 Kö. 5, 7; "^"aPiton- Daher 
häufig von Gemüthsbewegungen : ba^nn, t|?J?riri. Aber ebenso wird 
das Subject gefasst 2) als directes Object (Äccusativ) *ns?rin sich 
stellen; ^tn'f^t^T} sich heiligen. Aus beiden Anwendungen erklärt es 
sich, dass 3) dieser Stamm von mehreren gebraucht leicht reciproke 
Bedeutung gewinnt: nK^nnri niab Gen. 42, 1 weshalb seht ihr euch an?; 



Zweiter AbBchnitt. Die Lehre von den Stämmen der Wurzel. 126 

«yjn*; ^ 83, 4 sie berathen sich ; *tinbtin mit einander flüstern 2 Sa. 
12, 19. ^ 41, 8 und dass derselbe 4) überaus häufig bedeutet sich in 
einen Zustand versetzen oder zu versetzen suchen, sich als etwas geriren. 
So ^©HtTPi P. du zeigst dich fromm if 18, 26 und ebenda DiaPtTi P., v. 27 
•nnariri P. bP»riri; n^ntjn sich krank stellen 2 Sa. 13, 5. 6; «airi'H 
1 Sa. 18, 10 er trat als Prophet auf; ^Mnta Prov. 12, 9 sich wichtig 
machend; *^»?rita Prov. 13, 7 sich reich stellend, Gegensatz «hgi^nntj 
ebenda. 

Sehr häufig dient dieser Stamm zur Denomination, namentlich mit den unter 
4 aufgezählten Wendungen der Bedeutung, so 0*^^*^110 Esther 8, n zum Juden- 
thum übertretende; Knfi^itn Jos. 9, 12 wir versahn uns mit Itr^ac; femer *»rrrn von 
^Ö^!?; +**'SS^ N^« h 18 von *i>*] vergl. auch die oben aus 4* 18, 26. 27 ange* 
fahrten Beispiele. 

Von diesem Reflexivs teigeningsstamme vermag das Hebräische 165 
ein Passiv zu bilden. Es bedeutet Object der vom Beflexivsteigerungs- 
stamme bezeichneten Handlung werden^ in den entsprechenden Zu- 
stand versetzt werden. Diese Bildung ist selten geworden. Sie hat 
sich noch dazu gespalten, indem sich die Sprache damit begnügt, 
entweder nur dem Vorsätze oder nur der Wurzel passive Yocale zu 
geben. Nach der ersten Weise sind gebildet f rtMlsitDn Dt. 24, 4 sie 
ward verunreinigt; oaSM Lev. 13, 55 gewaschen werden; rijOTH sie 
ward mit Fett getränkt Jes. 34, 6; nach der zweiten ntfl^änn Jer. 25, 16 
sie wurden ins Schwanken versetzt, ^!P}!rp^ 46, 8 ; fMü verachtet Jes. 52,5. 

Ein sich nach § 16 erklftrendes Hinüberapielen des activen Beflezivsteigerungs- 
■tammes ins Passive zeigt sich erst sehr spät Koh. 8, 10. 

Von dem durch Wiederholung der beiden letzten Wurzellaute 166a 
gebildeten Steigerungsstamme findet sich kein Reflexiv. Von denen 
der übrigen gilt das über Hidpdel ausgeführte. 

Von dem Reflexiv des durch Wiederholung des letzten Radicales b 
gebildeten Steigerungsstammes finden sich in 3. Pers. Masc. Sing. 
Perf. nur zwei Beispiele: njnntön s. § 155 und 'Jjiarin. Von Wurzeln 
^^ finden sich verbale und nominale Ableitungen nicht selten: 

■»n^nniirnn Hiob 31, 29; «Mitann p. Nah. i, 5. 

Dieser Stamm lautete also ursprilnglich hWc&laL Nach dem Paradigma P9I) 
nennt man ihn HtbpdUL Auch er wird zur Denomination verwandt V^'ira 
Prov. 13, 7 sich arm stellend Yon ^\ ^(ü^lff^ P. Jes. 46, 8 zeigt euch als Männer 
von tt^ mit Verkennung der Etymologie gebildet s. § 154d Anm. 2; fCj&in&h 
^ 84, 11 an den Schwellen liegen von C)D § 185. 

Sehr selten ist dagegen das Reflexiv des durch Wiederholung der c 
zweilautigen Wurzel gebildeten Steigerungsstammes, nach dem Para- 
digma bn Hi&palpil genannt. Es findet sich nur von 9 Wurzeln. 
Eine 3. Pers. Perf. Sing. Masc. findet sich nicht. Formen wie 



126 Dritter Haupttbeil. Die Lehre von der Wortbildung. 

TinBnwn P. ^ 119, 60, *l?bprn P. Jer. 4, 24 zeigen, dass sie 
hiticalkal lautete. 

167a Statt jenes mit nn gebildeten, nach § 162 fast ganz verloren 
gegangenen Reflexivs vom einfachen Stamme hat das Hebräische 
eine andere Beflexivbildung von demselben in allgemeinem Gebrauche. 
Ihr ist characteristisch ein vor den Stamm tretendes 3. Der Perfecta 
stamm hat ursprünglich naktäl gelautet. Bei y% verschmilzt der 
Vorsatz na mit dem ersten Wurzellaute nach § 116. Vor Gutturalen 
entsteht nach § 81 ne, vor Wurzeln n"*^ und ^'"^ nach § 86, 3 ml, 
sonst nach § 82, 1 ni. Daher heisst er nach dem Paradigma hn 
Ni(faL Vor dem Imperfectstamm tritt der Vorsatz als yn aus ^, 
einer Variante zu na entstanden, s. § 161, 6 Anm. 
b Dieser Reflexivstamm unterschied sich von dem früher durch 
nn vom einfachen Stamme gebildeten wohl dadurch, dass er sich 
immer auf das Subject als directes Object (Accusativ) zurückbezog 
no} sich herum stellen; ^^b; sich fangen; Vßid sich verstricken , täV? 
sich zerbrechen; yon sich hüten. Die Sprache gewöhnte sich jedoch 
allmählich, diesen Stamm auch in der Bedeutung des Mn Stammes 
von der Zurückbeziehung auf das fernere Object zu gebrauchen. Das 
bewirkte, dass das DH Reflexiv vom einfachen Stamme als überflüssig 
in Verlust gerieth. In der Bedeutung des nn Stammes: bKV} /ur 
sich bitten; !Piat6^ ^ 18, 45 gehorchen; n^bOj p;Mg seufzen. Ja die 
Sprache gebraucht sogar Ni^al für Eidpael lla^ä sich herrlich er- 
weisen, Wfi^ sich heilig erweisen. 

1. Wie Hidpa'il gewinnt auch Nixfal yon mehreren Personen ausgesagt 
reciproke Bedeutung; so bri^p; ^caBlI?), pa&O und wird wie dieses zur Denomination 
verwandt: aai'» Hiob 11, 12 Von m!) und'vieUeicht i'Wi Hab. 2, 16 von hin», 

2. Es entspricht einem in allen Sprachen wirksamen Principe, dass auch das 
Hebräische sich hier schliesdich mit einer Form für zwei ursprünglich geschiedene, 
aber verwandte Begriffe begnügt. Das gleiche that das Aramäische. Doch gab 
dies umgekehrt das Nüpal ganz auf. Im G^'ez ist das 3 Beflexiv, abgesehn von 
einem nicht mehr als Ableitung einer dreÜautigen Wurzel empfundenen Beste, 
auf die mehrlautigen Wurzehi beschränkt. Das Arabische aber vermeidet die 
Bildung des Ni^'al von Wurzeln, die mit K, 1, % \ 3, "1 beginnen. 

168 Das Hebräische hat sich gewöhnt statt des Passivs des einfachen 
Stammes diesen Reflexivstamm zu gebrauchen und infolge davon ist 
ersteres bis auf das Particip verloren gegangen. Der Uebergang 
dazu ist damit gegeben, dass dieser Reflexivstamm bedeuten kann, 
eine Handlung an sich vollziehen lassen, TUffO: er ward gesalbt eig. 
er Hess sich salben. Rein passiv in nbos es ward verziehn, ^Vb ge^ 
boren werden, *'^lap? begraben werden. 

Gleiches zeigt sich im Syrischen und (Wez, welche alle Passiva aufjgegeben 
und durch T\ Beflesdva ersetzt haben. Auch das arab. inhoMa wie iHataia spielt 



Dritter AbBohnitt. Die Lehre vom Nomen oder Nennwort. 127 

bitweilen in die pasnye Bedeutnng hinüber. Üebergang yon Beflexivbildongen 
in Pasuva zeiget sich sowohl in älteren i. g. Sprachen (Sanskrit» Giiechisoh, Latei- 
nisch) als in neueren (romanischen und slavischen.) 

Der 3. Reflexivstamm bildet im Arabischen ein Passiv und 169a 
gleiches hat wahrscheinlich im Hebräischen früher stattgefunden. 
Einen Rest dieses Passivs erblicken viele in der Form ^bMiüS Jes. 59,3. 
Klagel. 4, 14, während andere in ihr eine Mischform aus Nitp al und 
Puäl erblicken. Beides ist unwahrscheinlich, die Punctation wohl 
fehlerhaft. 

Das gleiche gilt von Tm: Ez. 23^ 48 und n&^$ Dt. 21, 8, welche b 
als Mischformen v^n Hi&pa el und NUp al gefasst werden. Im nach- 
biblischen Hebräisch ist dieser Hi&pdelstamm mit doppeltem re- 
flexivem Präfixe nicht selten. Im a. t. Texte wird er durch Emen- 
dation zu beseitigen sein. 



DRITTER ABSCHNITT. 

DIE LEHBE VOM NOMEN OBEB NENNWOBT. 

ERSTES CAPITEL. 
Das Pronomen oder Fürwort *) 

Unter Fürwörtern verstehn wir in beschränktem Maasse ab- 170a 
beugungsfahige Ableitungen von Deutewurzeln, welche im Satze ein 
bestimmtes Komen vertreten. Die alterthümlichsten Pronomina 
sind die Pronomina demonstraHva oder hinweisenden Fürwörter. Sie 
weisen auf einen Ort oder etwas an diesem Befindliches hin. Der 
Begriff des Ortes überwiegt noch in den folgenden: nä so, entstanden 
aus kd so, welches in ros so, ridd'iM wie noch erhalten ist. 

' IT ' T T •• 

Yon derselben Dentewnrzel stammt "^S, dessen sämmtUohe Bedeutongen 
Ton derselben Urbedeutung da, das herstammen. Nicht su ermitteln ist» ob 
die Yergleichspartikel 3 wie direot von dieser Wnrzel oder erst von ihrer Weiter- 
bUdnng 13 so abgeleitet worden ist, welche auch in 1§l{( also, gewiss, verkürzt ^ 
nwr vorliegt. 

Femer ni9 hier, Gegensatz D^ dort. Die Richtung nach dem b 
Orte bezeichnen dbn hierher, nestt Acc. von Dti dorthin. Gleicher 

1) S. Hujufild in Z. £ K. d. H. II, 8. 448 ff. Karl Kneberg, de pronomimbos 
Aiabieis Pazt. 1. 2. Helsrngfinm 1872. 74. H, JÜmqoiiif den swnitiska spr&kstumnens 
proDomen. Upsula 1875. 



128 Dritter Haapttheil. Die Lehre yon der Wortbildung. 

Abkunft wie tibn ist «u6n dorthin, weiterhin, ursprünglich Accusatiy 
einer aus den beiden Deutewurzeln ha und la zusammengesetzten 
Form. Synonym mit tibn ist nsn Accusatiy yon in da. 

171a Hingegen tritt der Ortsbegriff schon gänzlich zurück in nt dieser, 
iwn jener, welche so den üebergang zu dem reinen Personaipronomen 
bilden, d. h. zu denjenigen Fürwörtern, welche ohne alle Bezieh- 
ung auf den Ort die Personen der Rede, den Redenden, Angeredeten 
und Besprochenen, bezeichnen. Es gehn n| und K^n zurück auf die 
Deutewurzeln da und ha, welche man als Erweichung eines älteren 
ta betrachten kann, nt entstand, wie "^Ttt yerkürzt TM beweist, aus 
zai, d. i. za +ja. Das Feminin lautet tiKT nach § 77 a Anm. ent- 
standen aus zaat, selten nV oder it, einmal Jer. 26, 6 E^diß nriKT« 
Für beide Geschlechter findet sich auch die Nebenform ^T. 

b Als Plural für beide Geschlechter dient n^ig, im Pentateuch und 
danach 1 Chron. 20, 8 auch btt. n>K entstand nach § 90 und § 100 
aus 'illai, dieses nach § 71, 3 und § 96 aus 'ti/at, arabisch in 'Oid, 
^üläi erhalten. 

c Als Feminin yon M^n erscheint M^n, als Suffix ^n. Der Plural 
yon \jp\t\ ist nisn, yon ^n aber n|n, in Zusammensetzung mit Prä- 
positionen auch lin^, 

1. In Tvajn^ tXfn könnte man das Pluralsuffix n^ suchen. Indessen ist die Ueber- 
einstimmtmg in der Endung wohl erst seoundär. Denn das Masc. ist aram. fian 
und das Arabische unterscheidet hwnu und Aimna. rnf} ist wahrscheinlich aus 
hwn-\-hvm^) enstanden, h|ti aus hin-\-hd, oder hin-^nä. Der Yocal unter- 
scheidet wie im Singular das Feminin und ist erst später, wie die Endung, im 
Masculin eingedrungen. 

2. Im Pentateuch lautet das Feminin mit Ausnahme von 11 Stellen gleichfells 
Kin, K^ri M*^h. Da das aus denselben Bestandtheilen bestehende Buch Josua yon 
einem Feminin Klh keine Spur hat, so liegt hier keine sprachgeschiohtliche Er- 
scheinung, sondern ein Fehler der Ueberlieferung vor. Wahrscheinlich stammt 
der Gebrauch von KIH für beide Geschlechter aus einem Manuscripte, welches 
sowohl für 2<^h als für M"^ defeotiv Ml schrieb, wie auch auf dem Steine Mesä'S 
und auf phönicischen Inschriften steht. Dieses Mn wurde gedankenlos überall 
zu KIM umgeschrieben. 

3. Das K in K^h, M*^ ist früher consonantisch gesprochen worden. Ausser 
durch die Schreibung dieses Pronomens auf dem Mesastein und auf den phönici- 
schen Inschriften wird das durch Ge'ez we^M d. i hu*a+iüf je*ett d. i. hi'a + lt 
erwiesen. 

4. Das Assyrische wie die Formen b, &D auf den Inschrifeii von Me'in s. 
§ 3& Anm. machen es wahrscheinlich, dass das h der Pronomina KVi, K*^, n, 
m^, MSh aus einem Zischlaute entstanden ist. 



1) Eine Yermuthung über die Herkunft des Nasales dieser Fennen s. MorgetHänd» 
Forach, S. 204 f: 



Dritter Abschnitt. Die Lehre vom Nomen oder Kennwort. 129 

Von derselben Dentewurzel ha stammt der Artikel ha ab. Vor 172 a 
allen der verstärkten Aussprache fähigen Consonanten hat er sich 
nach § 71, 3 erhalten: xystff*) aus ha-ianaU Vor nicht verstärkbaren 
Consonanten erleidet sein a eine verschiedene Behandlung 1) es 
erhält sich vor n und n , wenn sie nicht mit ä oder — zu sprechen 
sind: tfp^rxn^ ^y^^- 2) es dehnt sich zu ä\ a) immer vor i und k: 
1fi»T\^ inn, «Ahn V) zumeist vor ^\ nrii'lprys wn. 3) es verkürzt sich 
ZU e a) nach § 84, 2 vor einem in erster Silbe vor dem Tone stehenden 
n und !f : D'^nnn, "jilpn H) vor jedem mit ä zu sprechenden n nach 
§ 84, 1 : prnn aber ^"^rr^. 

1. Diese Begeln sind in der massoretischen Pnnctation nicht genau durchge- 
führt worden. Der Artikel lantet abweichend davon 1) ^ a) vor h in *T^ Gen. 
6, 19; D'^ttT'-Vin Jes. 3, 22; D''?^nr; 17, 8 h) vor n immer in »Tfflnn, onn, nim; 
2) Aa vor 9 in 1555 Jes. 24, 2; ta'^'lW 42, 18; W^ Jer. 12, 9; rQjiPn Prov. 2, 17. 

2. Der hebräische Artikel ist etymologisch mit dem arabischen Artikel aX nicht 
verwandt.^) Letzterer geht auf die Deutewurzel la zurück. Aus beiden ist viel- 
leicht zusammengesetzt der beduinische Artikel Kai?) Gleichen Ursprungs mit 
dem hebrftischen Artikel ist die Endung des aramäischen Stat. emphat. d. Da 
der Artikel von Haus aus ein Demonstrativ und Apposition ist, war seine ur- 
sprüngliche Stellung am Ende des Wortes. 

Eine dem Hebräischen eigenthümliche Erscheinung ist die Ver- b 
bindung dieses Artikels mit hinweisenden Fürwörtern sowohl zu 
neuen Fürwörtern als auch, wenn die Pronomina nt, tiKT, Si^K, bK, 
iWn, «'»n, man, on, iy&\ in der Weise des Adjectives einem deter- 
minirten Substantive folgen. Man sagt dann njn, riKtn, bK<i, n^^n, 
'^r\r\^ ÄTin, mann, onn, nsnn. Auf die erstere Weise entsteht 
nt^«i dieser, zusammengesetzt aus den vier Demonstrativwurzeln 
ha, la, za und ja, von denen die zweite uns schon § 135 in tibrj, HM^«]} 
begegnet ist. Es findet sich ntbn nur als Masculin, hingegen das 
aus ihm verkürzte T^n für beide Geschlechter. Eine verwandte Bil- 
dung ist ^Tbnf Ez. 36, 35 fem. Es ist zusammengesetzt aus ha-lai- 
zü. Sein mittlerer Bestandtheil lax aus la +ja. 

Die Verknüpfung des Artikels mit den genannten Fürwörtern ist auch im 
Hebräischen erst allmählich geworden, 4V verknüpft sich gar nicht. Im Phönid- 
schen ist zwar tfl d. i. trtjn zu belegen, nicht aber Mnn') und auf dem Mesasteine 
findet sich nMmonn diese Höhe. 

Aus den Deutewurzeln entwickeln sich auch die Fragewörter. IIZa 
Im Hebräischen sind im Gebrauch nts und *^*q. *)», n. 

Man fragt, indem man durch ein Demonstrativ auf das Gefragte hinweist, 
darauf aufmerksam macht. Fragenden Character erhält das Demonstrativ dann 

1) Morgenländische Forschungen 8. 193. 

3) Q. WaUm in Z. D. M. 0. VI, 8. 195. 217. 

') Morgenländische Forschungen 8. 229. 
8t »de, hebr. Qmamatik. 9 



130 Dritter HanptthaiL Die Lehre von der Wortbildung. 

duoli eigenfh^mliohe Betonimg. Auch doroli lautliche Weiterentwieketniig kann 
ein Demonstratiy zum Fragewort umgebildet werden. Bas ente zeigt sieh bei 
h, tvft "la, das zweite in *^^ 

b 113 steht von Personen, t\*q von Sachen. Beide finden sich häufig 
in abgeblasster Bed. als Indefinitpronomina gleich unserm deutschen 
wer, was (etwas). Ferner ni^ als Ausruf der Verwunderung wie! 

Die Unterscheidung von '«a and tVQ ist den übrigen sein. Sprachen mit der 
Form ^ verloren gegangen. Ge'ez "^a scheint, weil sächlich gebraucht , ver^ 
schiedenen Urspnmgs zn sein. Dafür haben dieselben durch Anfagong einer 
zweiten Dentewurzel na aas rro ein persönliches Fragwort entwickelt. 

c In fortlaufender Rede schliesst sich n^ enger an das folgende 
Wort an und erleidet infolge dessen vor Nichthauchlauten immer, 
vor Hauchlauten zumeist eine Yocalschwächung zu ni3, bezw. TXü. 
Im einzelnen gelten die folgenden Regeln: 

1. Vor Nichthanchlaaten kürzt es sich, tva verliert nach § 49 seinen Eigenton, 
schmilzt also mit dem Worte zu einem Laatcompleze zusammen. Es wird des- 
halb mit diesem entweder in einem Worte zusammengeschrieben: taa^ Jes. 
3, 15; n^bm Mal. 1, 13, häufiger aber mit ihm durch Makke^ verbunden: T^ \V^ 

^^rro, '»nlD-rm s. § iss. 

d. In der gleichen Form Hq findet es sich vor K^n Nu. 16, 11, M*4l Za. 5, 6 
s. jedoch d Anm. 2 und zweimal vor h: '^m^ Tm Gen. 31, 36; iXEtTtl^ Hiob 
21, 21. 

3. tm lautet dieses Fragewort a) vor mit KÄmes zu sprechenden h: vß tvjrrtm 
Klagel. 5, 1; mit verbindendem Accente tntüin m Koh. 2, 12. Bei anderem 
Vooale nur in 0*1^^ nj^^^^ Koh. 2, 22. ß) vor H und 9 immeTf wenn die Silben 
mit KAmes zu sprechen sind, bei Makk^^ *iVl" n o ^ 89, 48, n*fb2rrTC; bei ver- 
bindendem Accente 4Q2D ra 4^ 139, 17; sowie auch bei anderem Vocale '»sHajTiö 
•»r^lJITTO^ 1 Sa. 20, l;"**»;;»» T? f^ Bi. 14, 18; 5)«n •'^TTj rr^ Dt. 29, 23 ausser in 
, den unter 2 genannten Fällen und in den beiden Stellen Gen. 31, 32 *fyff Tm 
und 2 Kö. 8, 13 ?pD9 rm 7) in einer Anzahl von Stellen^) im Anfange oder eieten 
Theile längerer Sätze auch vor Nichthauchlauten. Hier hat es jedoch nie 
Makk^f, sondern entweder verbindenden Accent ^7/P\ fwhs Jes. 1, 5; "»TT^ '^ 
Jer. 11, 15 oder, wenn es das erste Wort im Satze ist, häufiger einen Trenner: 
Üp m 1 Sa. 4, 18; K^fiA i m^ Hiob 7, 21, was auch vor n und 9 mit anderm 
VocaTals Kftmes stattfindet p^ 1 rm Hiob 31, 2. Ebenso findet sich niiD9^ tva^ 
für mtoi-nq und Pro. 31, 2 "^a nfesi neben "•na-rt^jl 6) in Hob neben rmV, n^^, 
fvA: nas neben naa; iTaa neben hisa. 

d Dagegen hat sich die Form tXQ nicht nur, wie selbstverständlich 
i. P. überall erhalten nr ^W] Ex. 16, 7. 2 Sa. 18, 29. Pro. 9, 23 ; 
sondern auch bei enger Verbindung mit dem Folgenden in den 
folgenden Fällen : 

1) immer vor K und *1: rtriMTMo^ Am. 7, 8: ^M 1^ Ez. 19, 2 und daher auch 
'^'tv^ Mi. 6, 8; loTTi^ Prov. 80,^18; p-^Sl^ nj 1 Sa. "28, 13. 

1) Nach der Massora zu Ex. 82, 1 in 24. S. jedoch Norti zu Dt 29, 23 und 
MoMora moffna ed. Frensdorf, S. 253. 



Dritter Absehiiitt. Die Lehre vom Nomen oder Nennwort 131 

8) YÖr n in den yon den Begeln nnter e 2. 8 nicht hernhrten Fällen Vg l| n 1 ly 
Jos. 22, 16; &l^ rtifi rnyrrn^ Zaoh. l, 9, in einem Worte fin^ Ez. 8, 6 K*6iß, aber 
anch in hV-KVl rna Esth. 8, l, da es hier Belatiy ist. 

IT IT ' ' 

Der Bedeutungsabschwächung, welche indefinit gebrauchtes mf e 
erfahren hat, entspricht die lautliche Abschwächung zu ir nach 
§ 77 a, welches es beim Antritte an ä, b und 3 erleidet. '>t itiSi eig. 
mit was von meinem Munde. 

Durch Antritt der oben erwähnten Deuteworzeln ta und ja entstand "tra wann? 
wie Qe'ez *aUi ans at+to+ja. 

Die südsemitischen Sprachen besitzen in ^2$ ein zweites fragendes 174a 
Fürwort in der Bed. welcher? Auch das Hebräische kennt dieses 
Fragwort, gebraucht es aber in alterthümlicher Weise auf die 
Frage wo? 

Dieses QJ ist zusammengesetzt aas *a-\-ja. 

Die Form "^m entstanden aus ^K hat sich erhalten, wo Suffixe 
den Auslaut schützen TXS^Vt wo bist du? Gen. 3, 9, i^ wo ist er? 

TV - » » _ 

Wk wo sind sie? Ebenso zeigt sie sich in der verlängerten Form 
nnj z. B. ?jpjtö« nnte n;« Gen. 18, 9 und •}*;«, welch letztere sich 
jedoch nur in der Zusammensetzung mit yq erhalten hat. pK13 woher? 
Sonst aber *ist *)» zu *)» zusammengezogen worden, rf^rttf bnn "^M 
Gen. 4, 9. Dieses 1K verbindet sich mit einer Beihe anderer Deute- 
wurzeln. Zur Verstärkung tritt hinter dasselbe nt: nr "^K oder 
tvr^^ bed. wo, wer; HTtt *)K woher. Durch Zusammensetzung mit 
der beutewurzel ka, sind gebildet nb*»« 2 Kön. 6, 13 JPdi/3, iD^^K 
ibid. K*ri, wo? HD''«, nDD"»«, SpK, 1 Chro. 13, 12. Dan. 10, 17 ara- 
maisirend ^n, wie? Hit n& bildet es nb*^M wo? wie? n^M findet sick 
in Zusammensetzung mit Mi&K denn: mS&k n^ wo nun? wo denn? 

Das oben erwähnte y*}^ wo? ist abgekürzt aus 'aina und dieses b 
hinwiederum steht für 'a-ja-na. Es ist sonach mit der Deutewurzel 
na zusammengesetzt. Aus y>}f contrahirt die Sprache nach § 99 c 
^K, welches sich 1 Sa. 10, 14 sowie in Itr^? wie lange Hieb 8, 2, und 
)tm woher? 2 E5. 5, 25 K'&iß findet. Von diesem 1» aus ist gebildet 
ein Accusativ der Richtung n^M wohin? tl'W^'n nsbn n3K Jos. 2, 5, 
welcher im spätem Hebräisch einmal Buth2,19 in der Bed. wo? vor- 
kommt. Hiervon leitet sich ab nSK ^:p wie lange? und n3K1 nSK hier- 
und dorthin. 

Rein demonstrativen Ursprunges ist endlich das Fragewörtchen n. 17 5a 
Es entspricht nicht ar. Aa/^), sondern arabischem a. Die ungleich- 

1) In ttfrn^ Dt 82, 6, wofür die Nefaardeenser mm V? aclireibeii, ist b PriU 
pofliftion. 

9* 



182 Dritter Haupttheil. Die Lehre von der Wortbildung. 

massige Punctation derselben yerrätb eine ziemliche Unsicherheit 
der Ueberlieferung über seine Aussprache. Ausserdem ist es mehr- 
. fach von den Punctatoren verkannt worden. Es finden sich folgende 
Formen n, n s. § 53&; n, n, n, n. 

Diese Formen yertheilen sich auf folgende Weise 1) die Form T} hat sich vor 
nicht mit Kämes zu sprechenden Ghitturalen erhalten MTiMn Gen. 27, 21 5.; t]^M^ 

1 Sa. 23, 2; rfySjV^ 2 Sa. 2,1. ö.; «il3Kn Hiob 4, 17; ^^rtkn Jer.*^?, 19; '«afilh Jes. 66, 9 
ebenso rrinnr!''jer. 8, 19; «Wl NurSs, 19; yvnti 1 siu ;5, 22; ten Jes. 64, 11; 
1^ Jer. 2, 14; MSti Hagg. 1, 4. *n eähU in der Behandlung dieses FragemrUs 
nicht als Outturai, 

2) Die Form h hat es nach § 84 vor mit K&mes oder H&t^9 K Arnes sn 
sprechendem Hauchlaute D&KH ^ 77, 9; t^mn Joel 1, 2; ptm Nu. 13, 18; fiom 
Ez. 18, 23. So auch •^nVirnki. 9, 11. 13* wahrscheinlich für^'^nVnnna Bess^ 
schreibt man aber wohl '»nV II Ü i für "^mV^I tt U i im Hio'il. 

3) Die Form h hat es ohne sichtbaren Grund dreimal vor K, nämlich *^n^l3Mn 
Bi. 12, 5; m^ Bi. 6, 31; ti^ Nu. 16, 22. Nicht hierher zu rechnen ist hbiPfi 
Koh. 3, 21, denn hier haben die Punctatoren mit Yerkennnng des Zusammen- 
hangs den ArtiJcel punctirt. Jer. 8, 19 ist nicht h*in*^n sondern HinNi zu lesen. 

4) Die Form h hat sich femer vor Nichtgutturalen erhalten, wenn die erste 
Silbe des Wortes, an welches das Fragewort tritt, mit Yocalanstoss zu sprechen 
ist. um mm aber zu verhüten, dass der erste Gonsonant desselben mit Au^be 
dieses Vooalanstosses zum vorhergehenden Vocale gezogen werde, wird der- 
selbe in bestimmten Fällen nach § 1 30 mit Däg^s dirimens geschrieben. Doch 
ist man hierin zu keiner vernünftigen Begel gekommen, vielleicht ist sich die 
Tradition der Natur des Dägös gar nicht mehr bewusst. Aus den vorhandenen 
Fällen ergibt sich a) Dägds dirimens tritt ein, wenn der auf h folgende Gonsonant 
wurzelhaft ist naron Gen. 37, 32: fi'^na^n Amu 5, 25; isioan Joel 4, 4; dn-^Vi 

2 KÖn. 6, 32. 1 Sa. 10, 24. 17, 25. Nach dieser Begeh ist man jedoch nicht 
verfahren in »57^»?, Gen. 27, 38; ''?5«Son 1 Kö. 21, 20; 05»n Jos. '22, 17; 
bnri^n Gen. 29, 5; Q^riSläl. Jer. 44, 9; ^*yff\ Jer. 8, 22. ß) Däg^ dirimens tritt 
nicht ein, wenn der auf n folgende Gonsonant einem Präfixe oder einer Präposition 
angehört. n?ärt Hiob 22, 13; Tiönn Hiob 16, 8; ft-neö^jn Hiob 37, 20; rtj'ftarj 
Gen. 34, 31 ; *^)iyf^ Ex. 2, 14, «^i» Bi. 14, 15; K|ßön Nu. 11, 29; n-nyori Jeri 
7, 11; h|gpn 1 Sa, 18, 23, ^^^ßnri Hiob 38, 31. Abweichend von dieser Begel 
steht es aber in den folgenden Worten: "^a^ Ez. 20, 30; "1*73? Hiob 23, 6; 
Q*'9>:!13an Nu. 13, 19; niQSiri 2 Sa. 3, 33; T^sqin Jes. 27, 7; rin^^XSn Gen. 18, 21. 

5) Ganz allein steht die Form ^9*^^*? Lev. 10, 19. Hier scheint wirkliche ver- 
stärkte Aussprache vorzuliegen, eingetreten, um das Zusammenfliessen des ä der 
Fragepartikel mit dem "^ des Präfixes zu verhüten. Nicht hierher gehört jedoch 
n'tnVn Koh. 3, 21, da hier die Punctatoren den Artikel gemeint haben. 

6) Am häufigsten aber tritt dieses Fragewort in der Form li auf. Es hat die- 
selbe vor allen Nichthauchlauten, welchen ein voller Yocal folgt: D^^ Ezod. 
10, 7; T(iofJ Gen. 37, 8; «ian Gen. 37, 10; tm Gen. 43, 7; ty«'jn 1 Kö. 20, 13; 
^Vl DtV, 32; TPj^n Am. 3,*4. 

b Zweimal übt der Antritt des Fragewörtchens n einen Einfluss 
auf den Yocal der folgenden Silbe. 'ibHn steht Hi. 34, 18 nach dem 
bekannten Schema und DD^^n^n Nu. 32,6 umgekehrt statt D3*«nttn. 



Dritter Abschnitt. Die Lehre vom Nomen oder Nennwort. 133 

Im letzteren Falle ist der yoUe Vocal durch die Häufung der Hauch- 
laute veranlasst. 

Die Fragepartikel n verknüpft sich weiter mit andern Partikeln, c 
So entstehn t3Kn und fetbn, beide eine zu bejahende Frage einleitend ; 
5|Kn, Wr\ ob auch? W isfs das? nichtwahr? 

Aus den Demonstrativis pflegen sich die Relativa oder rück^ 176a 
bezüglichen Fürwörter zu entwickeln. Sie weisen auf ein vorher 
genanntes Nomen zurück, zu welchem eine nähere Bestimmung nach- 
gebracht wird. Diese knüpft sich dadurch an dasselbe an, dass der 
neue Satz mit einem zu jenem Nomen in Apposition stehenden hin- 
weisenden Fürwort beginnt. Im Hebräischen ist dies in vielen 
Sprachen verwischte Yerhältniss noch deutlich sichtbar. Die Yerbal- 
rection kommt am Relativ nicht zum Ausdrucke. 

Die hebräische Dichtersprache braucht als Relativa die hin- b 
weisenden Fürwörter nt, nj und it. ib «DKüH ^T ^'^ Jahve, an dem wir 
gesündigt Jes. 42, 24; ia Po?ti nt p'^^X ^r\ (j/ 74, 2. 

Die Aocentnation betrachtet dieselben meistena als BemonstratiYa. 

Noch seltener vertritt der Artikel n die Stelle eines Relativs: c 

iRÄ ifPchT\n ntjrttin •»tJsÄ Jos. 10, 24. 

IITT TT»'- -t- ' 

Die Massora findet dieses relative h auch an Stellen, wo es sicher Artikel ist 
Oen. 18, 21. 21, 3. 46, 27. Jes. 51, 10. Hi. 2, 11. Bo. 1, 22. 4, 8. 

Entsprechend deutschem welcher, wer, was findet sich einigemal d 
n)3 in relativem Sinne, «^n^toy DITWI nt) Ri. 9, 48. 

T ••••••IT ' 

Für gewöhnlich dient jedoch im Hebräischen als Relativ ^^, e 
wahrscheinlich ursprünglich ein volles Nomen der Bed. Ort, woraus 
ein Ortsrelativ entstand, welches schliesslich zu einem allgemeinen 
Relativ verblasste^). Nach andern ist es aus den beiden Deute- 
wurzeln *a und sa weiter entwickelt*). Letztere Etymologie darf 
man nicht darauf stützen, dass es im Phönizischen tA( d. i. -VK lautet, 
sowie dass im Deboraliede, im H. L. , im späteren Hebraismus 
(Koheled) und danach im nachbiblischen Hebräisch sich dafür die 
Formen V, seltener -t Ri. 5, 7. H. L. 1, 7. Hi. 19, 29, V Eoh. 2, 22. 
3, 18 finden. Denn diese sind erst aus nVtt verkürzt. Ihr Vor- 
kommen im H. L. und Deboraliede erklärt sich nach § 10 ft. 

Oebraach eines Ortsrelatives statt eines allgemeinen zeigt sieh dialectisch im 
Bentsohen z. B. da» Kind, wo auf der Erde lag (Oberhessen). 



f) Moryenländiscfae Forschongen S. 188 Anm. 

^ A, Q» Sperling, die nota relationis im Hebräischen. Leipsig 1876. 



134 Dritter Hanpttheil. Die Lehre von der Wortbildung. 

177 a Die höchstentwickelten der Fürworter sind die persönlichen^ 
Pronomina personalia. Auf der jetzigen Stufe des Semitismus scheiden 
sich die Fürwörter der 1. und 2. Person deutlich von dem der dritten. 
Als letzteres dient ein einfaches Demonstrativpronomen, im Hebräi- 
schen fcwn, f. «'^n, pl. m. nian, on, pl. f. njn, vergl. § 171. Hin- 
gegen ist das Fürwort der zweiten Person aus zwei, das der ersten aus 
drei Pronominalstämmen zusammengefügt. Die Beziehung auf die 
bestimmte erste bezw. zweite Person ist ihnen willkürlich gegeben. 
In den betr. Deutewurzeln liegt kein Grund vor, weshalb sie für 
eine t)e8timmte Person gebraucht werden sollten. Hierin unter- 
scheiden sie sich aufs bestimmteste von allen übrigen Fürwörtern. 

b Zur Bildung der persönlichen Pronomina sind verwandt worden 
1) der Pronominalstamm *an, erhalten im arab. 'an, 'anna 'dass', ass. 
annu 'dieser', im Modus Energicus^) und andern Formen. 2) der 
Pronominalstamm 'a, vergl. "^m, m, 13K, fS s. § 171. 174a Anm. 
3) der Pronominalstamm ka, vergl. nb, ^^ s. § 170. 4) der Pro- 
nominalstamm tOy s. § 171 a^ 173 e Anm. 5) der Pronominalstamm 
na, erhalten in ^ doch s. § 174&. 

1. Die jetzigen znsamineiigesetzteii Fürwörter der 1. und 2. Person haben zwar 
schon zu der Zeit bestanden, wo sich das jetzige System der nenn-nnd thatwöri- 
lichenAbbengung bildete. Denn nur aus ihnen erklärt sich die Bildung der l.Pers. 
Plur. Perf. und der 1. Pers. Plur. Imperf., wie das Suffix der 1. Pers. Plur. Indessen 
müssen damals noch ältere, kürzere Formen daneben im (Gebrauche gewesen sein. 
Denn nur aus solchen erklären sich die Kominalsuffixe, die Yerbalsuffixe der 
2. Pers. imd die Gestalt, in welcher das Pronomen der 2. Pers. in der Bildung 
des Perfeots erscheint. Diese älteren Pronomina bilden jetzt den letzten Theil 
der zusammengesetzten. 

2. In einer älteren Periode des Semitismus müssen die Pronominalstftmme "ka 
und ta für die 2. Pers. nebeneinander gebraucht worden sein, ia begegnet uns in 
der Yerbalbildung des Aramäischen, Hebräischen, Arabischen; ka als Nominal- wie 
Yerbalsuffix in allen sem. Sprachen und ausserdem bei der Bildung des Perfeots 
im Oe*ez (katalka^fi^D^) und einigen südarabischen Dialeoten'). 

178a Das Pronomen der 2. Pers. scheidet wie das der 3. beide Ge- 
schlechter. Es lautet im Masc. Sing. SiPiK, i. P. bei Sillük und 
Adnäh nriM. Doch findet sich an den 4 Stellen if 2, 7. 26, 7. 40, 18. 
70, 6. nn^. Dieselbe Form rrk findet sich 14 mal bei Zäk^^p und 
18 mal bei anderen trennenden Accenten'). Fünfmal 1 Sa. 24, 19. 
if 6, 4. Hi. 1, 10. Eoh. 7, 22. Ne. 9, 6 ist t^ geschrieben, wofür 
jedoch das E*ri die gewöhnliche Schreibung fordert. 

1) Morgenländische Forschungen 8. 218, Anm. 1. 

2) H, von Maltzan in Z. D. M. G. XXY, 8. 201. XXVII, 8. 245. 
') Massora magna ed. Frenador/f, 8. 228, Anm. 1. 



Dritter Abschnitt. Die Lehre Tom Nomen oder Nennwort. 135 

Das Fem. lautet nK, i. P. DM. Diese Formen sind nach 6 79 fr b 
entstanden aus *T\M, welche Form sich zwar 7 mal: Bi. 17, 2. 1 Eö. 
14, 2. 2 Kö. 4, 16." 23. 8, 1. Jer. 4, 30. Ez. 36, 13 im K*diß findet, 
aber im E^ri durch DK ersetzt worden ist. 

1. Nach der Meinung der Ponctatoren findet sich die Form in^ Ko. 11, 15. Di. 
5, 24. Ez. 28, 14 als Mascnlin. Wiewohl eine solche Verkürzung; nicht midenk- 
bar wäre, wird doch wahrioheinlioh in den beiden ersten Stellen wie in den oben 
erwähnten fönf tiK zu lesen sein. Ez. 28, 14 ist zu emendiren. 

2. Die verwandten Sprachen zeigen, dass n^ "^riK entstanden sind ans 'atääf 
'anti, Sie sind also zusammengesetzt aus tä, ^, welches nach § 177 & Anm. 1. 2 
schon früher die 2. Pers. bezeichnete und dem Pronominalstamme *an § 177 &. 
Wie bei der S. Pen. s. § 171 c werden die Geschlechter durch verschiedenen Yocal 
geschieden. 

Der Plural der 2. Pers. lautet männlich DTiK, weiblich Gen. 31, 6. c 
Ez. 13, 11. 20. 34, 17 rßnK, Ez. 34, 31 inM. An letzterer Stelle 
findet sich auch die Punctation IPiK wie Ez. 13, 20 MJC^K« 

Diese Formen sind nach dem Obigen und § 90 entstanden aus 'antim, *(mtinna. 
Und diese gehn, wie die verwandten Dialecte beweisen, auf *antum^ 'a$Uunna 
, oder vieUeioht *antinna zurück. In beiden steckt zun&chst der Singular 'anU^a 
*€uMf ^antL In dem zweiten Theile dieser Formen könnte man die 3. Pen. Plur. 
finden, so dass ihr durch Addirung von dtt+aie gebildet wäre. Da jedoch dieser 
Weg der Pluralbildung in der l.Pers. verschmäht wird, und zudem nach § 171c 
Anm. 4 das Pronomen der S. Pers. ftüher mit 8 angelautet hat, so wird man in 
DrtK, }^}n$ von nrys, "^IW ausgehende Analogiebildungen zu tton (&n), h)h zu er- 
kennen haben. 

Für die 1. Pers. Sing, sind im Hebräischen zwei Fürwörter im 179a 
Gebrauche: ^^SäM und häufiger "^^m. Die letztere Form lautet i. P. 
*f3tt; die ersterebei Sillük, lidnäh, Zäkef *^^Stk. Ebenso ^^obtk Gen. 
3, 10. Ru. 3, 13; aber einmal ^^^ä» Hi. 33, 9. Die Annahme, ^ sei 
aus "^dbK verkürzt, ist nicht zu halten. 

1. Für das Alter der Form "^HS spricht das Yerbalsuffix **9 und das Nominalsoffix 
"^y welche sich aus "^aK nicht aber aus "^sa^ erklären und sich auch in solchen 
Sprachen finden, die als Pronomen aeparahvm nur **db|( entsprechende Formen 
haben. Die Abstammung des Suffixes '«-^ von *«^ vorausgesetzt, würde letzteres 
früher voller *aniia gelautet haben. 

2. Die Form ^^^ entstand aus *anak<i mit Trübung des ä nach § 77 a. Die 
Verwandlung von ü z\i\ ist vielleicht dem Einflüsse der Form "^SK zuzuschreiben. 
Assyrisch ist anaku erhalten. Phönidsch lautet die Form "pM, einmal "^SdM, auf 
dem Mesasteine "pK. Arab. aram. *an&y Oe*ez ^ana sind aus anahk verkürzt. 

3. Auf ^cmdkü geht auch das Afformativ der 1. Pers. Sing. Perl zorfick, welöhes ' 
firfiher hO, lautete, Qe'ez hoAaJkÜf^^^C^sfag. Bas h ging unter dem Kinflnsse der 
2. Pers. in t über, il in I unter dem Einflüsse von "^sbi^ **pM. 

4. Sonach würde *^3K entstanden sein aus 'a+nl bzw. 'a+nl-f ja, "lasfi^ aus 
*a-f nd-f M. Während das Fürwort der 3. Pers. einfiush ist, ist das der 2. Pers. 
doppelt, das der 1. dreifach zusammengesetzt. Die Form *aniSM hat Analogien 
in nordaMcanischen Sprachen; Kopt. anoAr, nok; herb. inek. 



136 Dritter Haupttheil. Die Lehre von der Wortbildung. 

b Der Plural der 1. Person lautet ISTOä, i. P. Wa». Fünfmal 
Ex. 16, 7. 8. Nu. 32, 32. 2 Sa. 17, 12. Klagl. 3, 42 findet sich für 
erstere die verkürzte Form ^oriD, i. P. einmal Gen. 42, 11 tario; sowie 
einmal im E^diß ^K Jer. 42, 6, während das E*ri s^mM liest. Der 
mischnische Sprachgebrauch weist das E^diß als richtig aus. 

4an^ ist vom Singular '«abK aus gebildet and aus 'anäkü-naJcü entstanden. Die 
Sprache hat also den, einen Selbstwiderspruch enthaltenden, Begriff wir nicht 
durch Summirung von ich-{-du oder er u. s. w., sondern durch Summirung von 
ich '^ ich gebildet. Die Bildung ist uralt wie der Wechsel von 3 und M beweist. 
Aus *anäkü-näkü entstanden zunächst Parallelformen *anakna und *anaknü. Aus 
der enteren erklären sich aram. KjriX^t 'onahnaHf AVion, Qe'ez nehna, arab. Suffix 
nä, Oe'ez na^ aus der zweiten die entsprechenden hebräischen Formen und arab. 
nahna. 



ZWEITES CAPETEL. 
Das Nomen im engeren Sinne. 

Vorbemerkungen. 

180a Aus der Wurzel, bezw. dem Stamme entwickelt sich Nomen 
(Nennwort) wie Verbum (Thatwort). Beide verhalten sich zu ein- 
ander wie die Ruhe zur Bewegung, wie die Vorstellung oder der 
Begriff zum Urtheil. Das Nennwort bezeichnet den Begriff an und 
für sich, ohne Rücksicht darauf, wo und wann er vorkommt oder 
wie er zur Erscheinung kommt. Das Verhum aber sagt auch dieses 
aus. Es ist ein aus zwei Nennworten bestehender, zu einem Worte 
zusammengeflossener Satz. Daher ist das Verb jünger als das 
Nomen und aus diesem entstanden, ein Verhältniss, welches im 
Semitischen noch deutlich zu erkennen ist. 

b Das Nomen bezeichnet entweder einen für sich existirenden 
Gregenstand, Nomen cohcretum, oder einen an diesem zur Erscheinung 
kommenden Begriff, welchen das Denken trennt und als selbständig 
betrachtet, Nomen abstractum. Beide Arten nennt man als selbständige 
BegriSeNomina substantiva. Denkt man eine Eigenschaft nicht für sich 
sondern in ihrer Beziehung auf ein Nomen substantivum , so bildet 
man ein Nomen adjecHvum. Hieraus erklärt sich 1) dass Substantiva 
sich von Adjectivis herleiten, wie umgekehrt Adjectiva von Sub- 
stantivis 2) dass eine und dieselbe Bildungsweise Wörter dieser drei 
Gategorien enthalten kann, 3) dass im Semitischen eine Apposition 
oder im Genetiv stehendes Substantivum abstractum die Stelle eines 
Adjectivs vertreten kann. 



Dritter Abschnitt. Die Lehre vom Nomen oder Nennwort. 137 

Alle Nomina concreta mit Ausnahme der LalU und Kosewörter c 
siud nach Eigenschaften benannt, sind ursprüngliche Adjectiva oder 
Substantiva abstracta. 

Im Semitischen sind nur wenige Bildungen ausschliesslich concret 181 a 
oder abstract. Auch Substantivum und Adjectivum sind nicht scharf 
geschieden. Die Möglichkeit durch Endungen Adjectiya zu bilden 
ist eingeschränkt und auf wenige Endungen beschränkt. Der Unter- 
schied der § 180 aufgezählten Categorien kann daher der nun 
folgenden Aufzählung der hebräischen Nomina nicht zu Grunde 
gelegt werden. 

Wichtiger ist ein anderer Unterschied. Ein Concretum kann b 
einen einzelnen Gegenstand bezeichnen, Einzelrvori, oder alle zu der- 
selben Gattung gehörenden zusammenfassen, Collectwum, Massenwort 
bezw. Stofftvort In letzterem streift das Concretum an die abstracte 
Bedeutung. Dieser Unterschied aber ist zu beschränkt und gibt 
deshalb ebenfalls keinen Eintheilungsgrund ab. 

Es bleibt daher nur übrig, die Bildungsweise der Nomina bei c 
ihrer Aufzählung als Eintheilungsgrund zu nehmen. Man hat dem 
zwischen Nennwörtern innerer Bildung und solchen äusserer Bildung 
zu scheiden. Die ersten theilen sich wieder a) in solche ohne con- 
sonantische Vermehrung der Wurzel und h) solche mit consonan- 
tischer Vermehrung, geschehe sie durch wurzelhafte oder wurzel- 
fremde Elemente. Die unter h aufgezählten gehören den abgeleiteten 
Stämmen an, oder schliessen sich doch der Stammbildung an. Die 
Nomina äusserer Bildung sind zu gliedern a) in Nomina gebildet 
durch Vorsätze, h) Nomina gebildet durch Nachsätze, Die sich 
daneben findenden Nomina mit Vor- wie Nachsätzen, sind bei beiden 
Categorien, nicht gesondert als dritte, aufzuzählen. 

Nach § 143 sind ganze Wurzelcategorien nur künstlich drei- 182 
lautig gemacht. Das höhere Alter des Nomens wie seine geringere 
Fähigkeit, abgebeugt zu werden, und daher sein geringeres Bedürf- 
niss, auf die Stufe dreier Laute gebracht zu werden, erklären es, 
dass sich nichtdreilautige Nomina erhalten haben. Hierunter sind 
jedoch diejenigen nicht aufzuzählen, deren Wurzel durch yocalische 
Dehnung oder consonantische Verstärkung andere scheinbar drei- 
lautige Gebilde erzeugt hat. Diese gliedern sich ein in den all- 
gemeinen Schematismus der Nominalbildung, welcher auf der jetzigen 
Stufe der Sprache von der dreilautigen Wurzel ausgeht. Aber ge- 
sondert von diesen wird man alle diejenigen Nomina aufzuzählen 
haben, welche von keiner wirklich oder scheinbar dreilautigen 



138 Dritter HaupttheiL Die Lehre toxi der Wortbildung. 

Wurzel sich herleiten. Im Hebräischen ist ihre Zahl besonders 
gross. Viele von ihnen sind Lall- und Kosewörter. Einzelne von 
diesen isolirten Nominibus^) versucht die Sprache bei der Ab- 
beugung auf die Stufe dreier Laute zu heben. Allein die ver- 
schiedene Weise, in der die einzelnen sem. Sprachen dies thun , zeigt 
deutlich, dass wir es hier mit ursprünglich zweilautigen Worten zu 
thun haben. 

1. An diesem Umstände scheitert auch die Erklärung der älteren^) Gramma- 
tiker, diese Komina seien aus dreilautigen verkürzt. Mehrfach finden sich nämlich 
neben solchen kürzesten Kominibus tbeils völlig theüs unvoUkomen dreilautige 
Wurzehi. Diese stellen dann eine Weiterbildung der zweilautigen ürwurzel vor. 
Es ist falsch von dieser jene Nomina herzuleiten. 

2. Bei der jetzt folgenden Aufzählung der einzelnen Kominalclassen, wird das 
später über die Bildung von Geschlecht und Zahl zu Erörternde vorläufig als be- 
kannt vorausgesetzt. 

I. NOMINA INNBBER BILDUNG. 
A. Isolirte Nomizia kürzester WurseL 

183 Die alterthümlichsten derselben sind diejenigen, welche auch 
beim Antritte von Suffixen zweilautig bleiben. 

Erste Classe. Männliche Nomina mit ursprünglichem a. Hierher 
gehören *t\*Q erhalten in Zusammensetzungen nbiDIDta, bKt&^nt}, pl. 
D'^riti, '^ri'a; IJ, pl. U>xC)\ d'^ta, V. mit Verdoppelung 'ȟ'^ti, Singular 
"^13 in '^tt^HM erhalten. Schon yoUeren Vocalismus zeigen HK, "1^ 
nach § 86 aus T, V. T; Vb. niT«, Du. tn^/, d'J, V. d'^; I5; Ä'J, pL 

dw V. "»av, ar; nn m. S. •»nn nach § soft; w\\ \t\^)\ 00, «?, ni aus 

pai, cstr. "^fi nach § 100 für nfi, pl. verdoppelt rtl'»B'»B; ^ffi*); nte für 

1) 8. Th, Nöldeke, in Orient und Occident I, 8. 761. Grammatik der neusyrischen 
Sprache 8. 85. Mand&ische Grammatik 8. 96 ff. 

3) Diese alte Anschauung hat neuerdings wieder mit Nachdruck veitheidigt 
F. W. M. Phüippi in Z. D. M. G. XXXTT, 8. 78. AUein Philippi muss sngeben, 
dass einzehie dieser Worte schon im Semitischen nur zwei Laute gehabt Dass andere 
noch im Arabischen dreilautige Formen zeigen, ist erst zu beweisen, und dass diese 
erat im Arabischen auftreten, a priori viel wahrscheinUcher. Die alte ErklSrongsweise 
scheitert an arabischen Formen wie 5an4fia, welche auch PkiUppi nicht befriedigend 
zu erklären vennag, vollständig. 

s) Wild aber von de Lafforde, BeL J. E. A. Graece XXYII, Z. 2 und PerUf, 
Etymolog. Stadien S. 80 als iranisch in Anspruch genommen. 

^) Hiervon wurde erst *n;rri Ez. 9, 4 denominirt, s. § 1606 Anm. 2. Statt 'in*n 
1 Sa. 21, 14 Ues tp''"\ LXX. ixu^jiTcdviCev. 

s) In &*^S^ Ez. 47, 2 ist die gleiche Wurzel als ^^ zur Dreüaatigkeit weiter- 
gebildet 



Dritter Absclmitt. Die Lehre vom Nomen oder Nennwort. 139 

sai, V. nach § 99, 1 nte, m. S. «in^te, i^; ^ du. D'^'TO, Nebenform ntt; 
*v^ Geschenk. Ob D^^aiB hierher oder zu roiB gehört ist nicht zu ent- 
scheiden. Dafür gehört dieser Glasse ursprünglich an iä, nach 
§ 90, 1 aus ^ifn entstanden. Wie fem. n$ für ri^^ aus banat und die 
Plurale ü^'aSi, tn^ beweisen ist ban seine Grundform, b'l ist erst aus 
nb'n zurückgebildet s. § 184. 

1^, m. S. r\VQ Neh. 9, 20 gehört nach seiner Form hierher, ist aber wahrtohein- 
lioh Fremdwort 

Zweite Ciasse. Männliche Nomina mit ursprünglichem i. Hier- 181 
her gehören W^^W zwei, fem. WPftO; b2(, pl. D^^bK, in Zusammensetzungen 
sowohl »^bK, z. B. ^^''bK als bÄ,'z. B. D'^p'^bÄ; n^ pl. d'»n« l Sa. 13, 21 
aber nach § 71,3 auch d'^rM Jes. 2, 4. Mi. 4, 3. Joel 4, 10; QV, Y. 

D«, -D«, m. S. '»titj, pl. rrmti, ¥• ttra«; nti Jes. 20, 4 m. S. dn'^rrin^ 

2 Sa. 10, 4. Derselben Wurzel gehört ninv an, 14, fem. nn|. Von 
derselben Wurzel stammt i|, m. S. f^| s. § 189 a und ^. lä Jer. 14, 3; 
Cisterne; tK^ Heuschrecken s. § 190 f5, f. n», pl. D*»»^); «5; D'jrn; 
Hingegen kann D*^:^ auf IXSTü zurückgeführt werden und :n, m. S. 
T5* ^5 'tn Jör. 6, 23 sonst immer in?*), f. nrj, pl. d^^an wird aus 
n:n verkürzt sein, wie KU Jes. 16, 6 aus nMd. 

EbenBo könnte aft Oisteme für fit^ft stehn, wie KDIl fOr Ktth. Ei findet sich 
zwar nicht fiO& aber fiOft. 

Dritte Glosse. Feminina der beiden yorhergehenden Classen mit 185 
regelmässigem Plurale. Mit a: na s. § 183, m. S. 'riä nach § 82, 
pl. nrba, V. nisä ; n^ä, pl. H. u. Y . nitaa, letztere sechsmal im E^'diß 
"^rttt^ wofür im E^ri wie auch Jes. 14, 14. Am. 4, 13. Hiob 9, 8 
•»nm' steht; nog, pl. V. nitejjt N^- *» ''» °^- S. fl***?*!? Exod. 25, 29. 
Hingegen ist der Plural nito]? ^^^ ^^ dreilautig gebildet. Mit t: 
nra, Y. nM)B beide aus|?t'ar^ du. Y. "^nM suis pditai Tür pfatai, pl. 
niM; nim Y. nzm, pl. niMtt, du. mW2 entweder nach § 111 für 
mf^ä'&ajim oder nach § 112 a aus ma'^d'ßjim für mt'^d'ajim. Zur Drei- 
lautigkeit nach n'^b umgebildet in ni^l^tt 2 Kö. 11, 4. 9. 10. 15 K'^diß. 
Hieran schliesst man am besten die folgenden, in welchen die 
Femininendung zur Bildung des Einheitswortes dient s. § 311: nj^, 
Y. n;ti beides aus ianat^ pl. tKfO^ "^3^, in Poesie mit Yerkennung der 
Endung Y. ni5«J*), du. U^rtstt\ n«0, ol. d'^fi», du. D'^nÄO wie d'^n«». 

Ohne Plural aber von gleicher Bildung des Singulars ist das Kosewort *TXS^ 
in 'iry n^ Za. 2, 12. 

*) Hat mit ar. ^aaan nichts au thun, gehört viehnehr, wie aram. 'Ijt für !^2P be- 
weist, mit arab. ^iddun, ^idähutty G« es ^ed^ f. *eda^, pL ^edoir wie von tfi^ susammen. 

1) So immer im Phönidschen, welches wie such das Moabitische den Singular 
nn) auch zu ra gusamm e n ri eht. 



140 Dritter Haupttheil. Die Lehre yoii der 'Wortbildung. 

186 Vierte Classe. Verwandtschaftsnamen mit vocalischem Auslaute. 
ntt, y. "^DM, in zusammengesetzten Namen ebenso, seltener 'im z. B. 
Dibth» oder 'a^ z. B. irr^aK, coUectiyer Plural rriSK, V. rrin^, ein 
Lall- und Kosewort; HK, V. "^nx, in zusammengesetzten Namen 
ebenso, einmal aber ^HK in ^^u^intt; pl. Q'^HK, V. "^HK; eine dreilautige 
Weiterbildung liegt vor in Tmif\ fem. nirwj nach § 77 a aus 'ahät, 
V. nin« m. S. inh«, pl. wahrscheinlich nach n"b *ni*^n«, m. S. I'^n^'rw 
Hi. 42, 11, dn'»n^nK l Chro. 2, 16. Daneben bestehen verkürzte 
Formen mit Ausstossung des \ so dass Singular und Plural wieder 
zusammenfallen: Dd'^PinK Ho. 2, 3, lr^.kninK £z. 16, 61 und Jos. 2, 13 
K*öiß *^r)in«, K*ri ^^tjinm^). Endlich *Dn nur in ^^lan, tr>)än, fem. *rrit3ri 
nur in ^niian, Pirttan. 

187a Fünfte Classe. Nomina weiblicher Form, deren Femininendung 
als Wurzellaut genommen wird. Sie folgen nun der Analogie der 
einvocaligen Nomina 1) mit a: rr^a V- fi'^S s. § 99, m. S. in*^a, pl. 
d'^na, ^^na lies bdtim, bäte^)\ T\% V. m, pl. DWT; ebenso vielleicht 
n'itf" p. riiti m. S. in'^^ nach § 100; rt'sT, p. nVJj, m. S. inb"! 2 Kö. 

12, 10 wie von dait, du. d'^nb'!!, V. »^nVn, pl. ninb'n, rrinb'!! wie von 

€fa/a/; ebenso MVg, p. tltD]^, m. S. ^it^ u. s. w., pl. MiDtDp, m. S. 
y^TJnitp^ Jes. 5, 28,'Dnin#)3 \ 37, 15. Jer. 51, 56 nach § 138a,'Dn^r)hwp 
oder Drj'^Pintfp Neh. 4, 7'). *no3 und ♦rft'j, beider Singular nur im 
nachbiblischen Hebräisch vorhanden, pl. niTiDa Ez. 13, 18 m. S. 
n^'^rinoa nach § 138 a ebenda v. 20, d'tran Ha. 3, 17; nm, p. nni;, 
pl. d'irinB, weitergebildet in ntiltB und vielleicht ra aus gant, pl. 
nipa Neh. 13, 15 nach § 82. 

Ohne Plural aber wegen gleicher Biidmig des Singulan wohl hierher ani 
rechnen sind: nfit, p. not; n"!!, p. n'Jf; n'55, p. n"Tß, hierzu l'^p, nach rft »ur 
Dreilautigkeit weitergebildet in ri;*7P; sowie nfi^ Jos. 17, 11, fiedls der Text in 
Ordnung wäre. 

b 2) mit u: MgiSt Gen. 24, 20, pl. ningüt ^en. 30, 38 mit Ueber- 
gang von ü zu h 

Gleicher Bildung scheint r&O m. S. nur Ante Lev. 2, 2. Ein hierher zu ziehen- 
des Komen mit i konnte man finden in 'Vfüi^ Hos. 2, 7. 11, f. ^'V^S^D, pl. Q'^TH^ 
wie D'it3pv3, falls man es von nthl herleitet. 

188 Sechste Classe. Weibliche Nomina nach Analogie der Form katdl 
behandelt. Es finden sich nur zwei: nrä, V. ns^ beide aus sapdt, 

1) Es. 16, 45. 52 findet sich die contnhixte Form l^in^ veranlasst durch den 

Beim zu l^ttK u. ^O?^? Y. 52. Hingegen entocheidet der Beim V. 51 für ^'^n'^HK 

oder ^ffJroi. 

1) bdüuchj Jesaias (II) S. 101 und in Merx, Archiv L S. 66. 2%. NlOdeke^ ebenda 

8. 456 fr. 

s) Es findet sich auch noch § 71 Anm. die Lesart Dniinil0B u. s. w. 



Dritter Abschnitt Die Lehre ^m Komen oder Kennwort. 141 

m. S. irete, du. ü^tyetOj V. •»rate, m. S. «^n^te u. s. w., pl. nur V. 

nirato, Eoh. lO, 12, m. S. l'^nriniDto a. s. w., hieryon denominirt Dfito: 
und n^ aus 'omdL, m. S. in^, pl. dreilautig durch Einschiebung 
eines ä: nintÄ, V. rtinti«, m. S. •'tihti« u. s. w. 

Der unterschied zwischen beiden Classen erklärt sich aus der verschiedenen 
Betonung der Femininendung. 

Siehente Classe. Nomina kürzester Bildung, welche beim Antritte 189 a 
yon Suffixen wie die von ^':p den letzten Radical verstärken. Mit a 
♦TT nur in du. V. "m Ez. 23, 3. 8, m. S. tr^'T; Pro. 5, 19; ^*^ Ez. 
23, 21; *na nur in ^51 p. 1 Kö. 14, 9, ^| Ezr23, 35, dJI Neh.'9, 26; 
m m. S. "»ai u. s. w! PI. D'^ai und rrta|; *C|a in ifia und pl. V. '^fil 
Pro. 9, 3; -»n V. -i^, m. S. ^'«T, 5?n Pro. 25, 16, DJ'5 Ex. 36, 7; t|0, 
p.t|0, m. S. nach §82*^00, pl. D'^fipi lChro.9,22 und rrtap; DJ, V.-d;j, 
das nach ^7 zu erwartende D^ nur in Vpcra^ Ex. 15, 4 und in einigen 
HHSS. und Ausgaben Jes. 11, 15 D'^ns ttTD? ; Acc. der Richtung nia;;, pl. 

D''^?; "^n "*• ^^- "^^Oj ^' '^'5' "^^^ ^®^ Rieht, n'jn, srjnn, m. S. 

DD^n, daneben dreilautig Qnnn Gen. 14, 6; "friin Jer. 17, 3, pl. o'^'^n, 
V. 29 mal "nn 9 mal '»^'nn*)Vm. S. "nn, rnn neben W'jn Dt. 8, 9, 
denom. "y^^n 2 Sa. 23, sVund pn. 

•T -1 ' 1 f f 

Hingegen mag ^ auf einen verldirzten Bedaplicationsstamm 1ä9!l zarückzu- 
führen sein. 

Mit i: DM, ein Lall- und Eos6wort, m. S. "^tiM, u. s. w., pl. nur b 
m. d. S. ^"^trmj nniDK; t», m. S. im Dt. 4, 36, üW Jes. 66, 24 aber 
t33VK Jes. 50, 11, hiervon ist denominirt nVM; nach Analogie des 
Arabischen gehört noch hierher "i; ffaufe. Von Femininis nsfi und 

ras vergl. n33t:3t. 

unklarer Herkonft sind die Worte ta*^^ nnd n9. Ersteres kann sowohl auf den ' 
Klagelaut *^, als die schallnachahmende W. MIK zurückgeführt werden; letzteres 
wegen *^n9, rttn$ sowohl auf *a^ als auch auf 19, so dass es für *adat stände. 

Achte Ciasse. Kürzeste Nomina nach dem Typus der i'!p : D'^rrfef 190 
Jes. 13, 21; niä, davon ''sia, über D'^aa s. § 181. •^, m. S. "^ia Ze. 2, 9, 
^ ^ 106, 5, lr:ii3 Ez. 36, 13—15 K*diß, K^ri lp:^% pl. d-^ia, V. •^yü, 
m. S. on^ia; *lia nur pl. V. "n^ Jer. 51, 38 und m. S. r^tfnA Nah. 
2, 13, Nebenform nti, pl. m. S. wn?, 'jn'^l^; TO, m. S.'^Tn ein 
Lall- und Kosewort, davon weitergebildet d^'Tn 'Liebe', m. S. ''*Tn 
u. 8. w.; di'', du. Ü^läV^j pl. ü"^, V. •^13'; poetisch nw Dt. 32, 7. 
<[; 90, 15; mt. 

Die heiden letzten Olassen könnten auch im folgenden Abschnitte hei den 
Bildungen von 9*9 und ^9 aufig;ezählt werden. 

i) Bisse Form ist aber such 4^ 30, 8 beabsichtigt Die Pnnctation *^*7?? meint den 
obsoleten Genetiv. Ebenso wird Gen. 49, 26 für ^ ^^ zu schreiben sein ^ **?'?!]} 
da sich die cananätsche Form ^ nur als Ortsname schalten hat. 



142 Dritter Haupttheil. Di# Lehre yoü der Wortbildnng. 

B. Nomina innerer Büdong von xinvermehrter Wurzel besw. vom 

einfachen Stamme aus gebildet 

Erste Art. Nomina mit ursprünglich kurzem Yocale hinter dem 
ersten Wurzellaute : katL kitL kuth Im Plurale treten hierfür mit 
wenigen Ausnahmen die Formen katai, kital, kuial ein. Diese Bil- 
dungen sind von Haus aus abstract, es finden sich at)er auch Concreta. 

Erste Abart mit unverrücktem Yocale. 
191a Erste Classe: Nomina 'der Form katL Nach § 101a tritt bei 
vollkommen dreilautigen nach Abfall des Wortauslautes Hülfsvocal 
ein: a bei n, n und ^ an dritter Stelle immer, bei ^ an zweiter immer, 
bei n zumeist b$d, nofi, sonst S^göl non. lieber die Hülfsvocale 
der Ableitungen von W siehe § 98 und § 99 d. 
b Das a des ersten Wurzellautes erhält sich nach § 80, 2 a bei 
mittenhauchlautigen Wurzeln : b$9, 'l!^ mit Ausnahme von Qm, dnb, 
in welchen es sich wie bei den andern vollkommen dreiliEtutigen 
Wurzeln zu S^göl verkürzt, s. § 83, sowie mit Ausnahme der Wurzeln 
M"2^: m\ IMlt s. § 77 a Anm. Ueber die Pausalformen s. § 83. Bei- 
spiele: in«, rn^ $nii P- m^ rjj, rn^ «nö, pns, i». 

1. Hierher gehört jetzt auch ^^)j. Eb ist Jedoch erst aus der Grundform 
mdlik zu maJk zusammengegangen. 

2. Für M'iD findet sich unorthographisoh rci^ Jer. 2, 24, sowie yieUeicht IIDS 
^ 81, 4 für Mb^ Pro. 7, 20. An beiden SteUen schwankt die Lesart zwischen 'S 
und % üeber nsa, hjn, mj vergl. § 201a Anm. 2. 

Bei diesen Nomm. lauten V. und H. gewöhnlich gleich. Doch 
treten als Y. mehrfach Formen auf mit Yocalanstoss in erster, Padah 
in zweiter Silbe, so *ia3i cp 18, 26 neben H. *ia|, :?nT Nu. 11, 7 neben 
H. und V. :?nr; ^i'iti neben H. •i'Tn; :?V; in 'tnjirtf^^ neben H. 2^v, :?ü3 
Jes. 5, 7 neben 3^135 Hi. 14, 9: *ino; :?!« neben H. »ti; natJ neben 

' -IT ''•l'-l -T'"I 

t V. la« Ex. 13, 12. 

Diese erklären sich entweder als aus der Form kaÜ durch Vorwerfen des 
characteristischen Vocales in die zweite Silbe entstanden oder als metaplastisch 
gebrauchte Formen von ka^al s. § 199. 

d Die Feminina dieser Classe gehen von der Grundform katlat aus^ 
erhalten in Y.: rabia; sonst nach § 131 zu katlä geworden: HttVK, 
raV2$; 71*^19% MD^fi. Bei mittenhauchlautigen Wurzeln nach § 102^ 
nSOT JerVäl, 32; nnrw, t\yr^; T\)m, nbr»; r\yy^ ohne Hülfsvocal: 
r\kr\y, vnpr\ Hi. 39, lo!" Nachr§ 81,1 mit"^Schwächung zu e: n^jaij, 
nnn^; nach § 82, 1 mit Yerdünnung zu t: nraä Jes. 30, 15; ntoOd, 

MteM; m^fi, m^ifi; nwi, nwi. 

Letztere sind von Femininen von kitl äusserlich nicht verschieden. 

1 92a Die Ableitungen von n"b scheiden sich noch in solche von Wurzeln 
mit ü und solche von Wurzeln mit i an dritter Stelle. Yon ersteren 



Dritter Abschnitt. Die Lehre Yom Nomen oder Nennwort. 143 

findet sich nur eine männliche Form ^nlD Ez. 47, 5. Feminina mit 
Verwandlung des ü in iv, sodass diese Bildungen sich äusserlich von 
Ableitungen von Vb wie nnbv nicht unterscheiden: niK^, nt^t von 
TOT — :?«IT Dt. 28, 25. Ez. 23V 46 und K*ri für TMP")] Jen' 15, 4.' 24, 9, 
29, 18. 34, 17; ni«« ProY. 1, 27 K*diß. ffiemach nTW s. § 186. 

hlM*^ Ez. 28, 17 ist vieUeicht Schreibfehler für MM^ n49 Hos^ 10, 9 ans nbl$ 
entstanden oder blos verBchrieben. Für hlpr 4^ 45, 5 lies h1j9 und streiche p^ 

Häufig sind männliche Ableitungen von Wurzeln mit i, sei es b 
ursprünglich, oder secundär. Nach § 85, 5: ''^IK, "»Da, '»na, ''nb, "np, 
•^ns, ''1« i. P. nach § 84, 4 ^ysL, ''bs, ^nb, ''^j "^"TP, ^M, ''a». ' Diese 
Nomina zeigen dreifache Art der Femininbildung 1) nach Analogie 
der starken Wurzeln mit Verwandlung von t zu j: fi^^Ä, nj2P"5 und 
nach § 82, 1 n^av 2) viel häufiger schmilzt die tonlose Feminin- 
endung at mit dem auslautenden i zu it zusammen: D'^nv neben «I^IV, 
tP^y T)*^m 3) zweimal findet sich im H. L. eine dritte Bildung, bei 
welcher sich zwischen dem auslautenden i und der betonten Feminin- 
endung zur Vermeidung des Hiatus ein parasitisches > entwickelt: 
n^ns von "ins, während sich n^ns als Eigenname erhalten hat und 
♦ftri'^ H. L. 1, 8 von '^^a. 

Letztere Formen sind von den Femininis von kaiU nicht zn scheiden. Ihnen 
zuzuzahlen ist auch der Ortsname ni^'^fp neben t^^p» Für M^nb £z. 19, 2 lies fiOnb. 

In dem alterthümlichen Gebiete der y^:^ entspricht dieser Bildung 193a 
katl naturgemäss kat mit Verstärkung des zweiten RadicaloB beim 
Antritte von Endungen s. § 143. Wiederholung des zweiten Radi- 
cales ist selten: cr'i Jer. 49, 24, einigemale zeigt sie sich erst im 
Plurale D'^tjW, "»Ätt? für D*^B?, r^. Diese Form entspricht jedoch 
nicht nur dem Paradigma katl der vollkommen dreilautigen Wurzeln, 
sondern auch dem verwandten katäl. Hieraus erklärt es sich, dass 
diese Ableitungen von ^':p sowohl concreto Substantive Mä, 1l, bo, 
tfp als Adjective -f^, bg, p'^, ''n, nb, iti, HS sein können. Ebenso 
erklärt sich hieraus, dass sich diese Nomina mit der 3. pers. Per f. 
Kai der V^ decken. 

Unter dem Einflüsse des Tones, namentlich des Satztones, oder b 
wenn der Ton des Wortes durch Vortritt einer Silbe gewichtiger 
wird , wird a in diesen Formen zu d verlängert. Im ersten Falle 
deckt sich jedoch die Verlängerung zu ä nicht durchweg mit dem 
Accentuationssystem , der beste Beweis, dass diese Verlängerung 
älter ist als dieses und der lebenden Sprache angehört. 

1. Ein Einhalten der Stimme beunrkt die Dehniang, Hieraus erklärt sich, 
dass nur da bei trennendem Accente Dehnung eintritt, wo eine durch die logische 
Gliederung begründete Pause ist Daher föUt die Accentuation durch Billük oder 
*A9nÄh mit der Dehnung des Yocales zusammen. Bei kleinerem trennenden 



144 Dritter Hanpttkeil. Die Lehre von der Wortbildang. 

Aocente zeigt sich diese nur, wenn ein Abschnitt des Sinnes damit znsammen- 
fällti andernfalls erhält sich der kurze YocaL So steht p^ bei Sillük und Xftnäh, 
femer bei B'ßf* ^ 35, 13, ZAk6^ Ley. 11, 32, Pasta Jer. 6, 26 am Satzende. Folgt 
jedoch eine nähere Bestimmung, so steht wie bei verbindendem Accente pSS, so 
bei Zäk^f Jon. 3, 6. Ti^h& Esth. 4, 1. Gen. 37, 8i, Pasta Jes. 20, 2 u. s. w. 
Ebenso heisst es inuner 'p'^^'J bn ^ 72, 13. 82, 4. Auch bei D$ ist das Yerhält- 
niss noch durchsichtig. Dehnung tritt mit der Steigerung des Worttones ein 
a) bei Antritt des Artikels: ti9n selbst bei verbindendem Accente, z. B. Mün&h 
Gen. 32, 8 und vor Makk^f Ex. 3, 21. Ebenso t3^3, üA. b) bei Vortritt von ;. 
Esth. 1, 22. 8, 12. 8, 9. c) überall wo D9 dem Sinne nach vom folgenden zu trennen 
ist, sei der trennende Accent auch noch so klein, d) vor allem, wenn ein Wort 
sich an Ü9 proklitisch anlehnt Ku. 23, 9. Ez. 33, 31. Joel 2, 16. Klag. 1, 1 und 
hier auch bei verbindendem Accente Hos. 4, 14. Dt. 4, 33. Hi. 34, 20. Pro. 14, 28 
umgekehrt Esth. 1, 22. Und so steht überall, wo es zum folgenden gezogen 
worden ist, ti9, nicht nur vor Makk&^ Ez. 15, 13. 16 und verbindendem Accente 
Nu. 22, 5. Gen. 11, 6, sondern auch bei trennendem Dt 20, 1. 83, 29. Buth 2. 11. 
Jes. 30, 19. 

2. In anderen Fällen ist die Bedeutung des Wortes von Einfluss. So sagt 
man, abgesehn aatürlich von den grossen Pausen, :i^, wenn das Wort genug be- 
deutet, so bei B'ßl''' 1 Kö. 19, 4, Zäkßtp 2 Sa. 24, 16. Ez. 9 28, B«ßf « mugrfts 
^ 123,^ 3. Ebenso S'n in der Bedeutung vieZ, Gegensatz orc, bei Tif hft Ez. 12, 37, 
B'ßt'^ Nu. 32, 1, ja auch wenn es den Artikel hat Nu. 35, 8. In der Bedeutung 
gross, zahlreich heisst es 3*^ wenn es zum vorhergehenden gezogen ist Gen. 13, 6. 
Jos. 17, 14 u. ö.^), aber n*^, auch bei kleinerem Trenner, wenn es zum folgenden 
gezogen ist Bi. 7, 2. 2 Chro. 1, 9. Da. 11, 13 vergl. mit Da. 11, 11. G^n. 36, 7. 
2 Chro. 28, 8. Aehnliches zeigt sich bei r^, welches bei Sillük , Adn&h, '01a v*jör6$ 
immer KÄmes hat Als Substantiv in der Bedeutung Böses, Unheil lautet es yi 
nicht nur bei allen Pausen^), sondern auch bei Münäh ^ 52, 5 u. ö. Dieselbe. 
Form hat es, wenn es als Adjectiv hinter seinem Substantiv steht 1 Sa. 30, 22. 
Begiert es als Adjectiv eine Präposition, steht es allein auch als Prädicat, so heisst 
es 9^ 1 Chro. 2, 3. Steht es mit Artikel hinter einem determinirten Substan- 
tive, so lautet es bei Trenner 9^ Ez. 33, 4 mit Ausnahme von Jer. 13, 10, bei 
verbindendem Neh. 13, 17 ebenso, aber Dt 17, 5. Mi. 7, 3 9yj. Begiert es eine 
Präposition, so heisst es 9^ bei Ti^hä, Geres, Fas^ft, J^'&iß mit Ausnahme von Nu. 
32, 13. Das Böse heisst bei trennendem Accente 9*^, mit b jedoch nur bei Sillük 
und 'AOnäh, sonst 9^b Jes. 5, 20. Lev. 27, 33 wie auch bei verbindendem Jes. 59, 7. 

3. Immer mit ä wird DR gesprochen , selbst vor Makk§9 Hi. 9, 20 und nach 
+ üA Hi. 6, 14 zu schliessen, auch dieses. 

4. Isolirt sind die Formen ffC ^ 42, 5, bi Nu. 7, 3, njtn Lev. 11, 29. bd 2 Sa. 
6, 7 beruht auf einer Teztverderbniss. 

Feminina mit verstärktem zweiten Wurzellaute nach § 143 nig; 

nan, nan; n)% rt*?; n;n, n?n nach § I35bc nnü, tryn; nrm; nri 

mit t nach §82, 1 nja'von ta, V. raa neben H. naä; V. nnn Gen. 
35, 5 Yon tun; nTO, trn. 



1) Eine Ausnahme ist scheinbar Da. 11, 3 vergl. jedoch M<issora magna ed. 
Frenadorff, S. 177. 

3) Zeph. 3, 15 steht 9^ wegen des folgenden 29- 



Dritter Absclmitt. Die Lehre vom Nomen oder Nennwort« 145 

Auf dem parallelen Gebiete der Wurzeln ^s entsprechen der 194a 
Form kttU der vollkommen dreilautigen Wurzeln zwei Bildungs- 
weisen, von denen die eine im Semitischen zwischen den beiden 
Wurzelconsonanten den Diphthong au, die andere den Piphthong 
m gehabt hat. 

1) au Classe: Nach § 98 taitJ, XfOL aber H. rtTO, V. rtita, H. ^, b 
V. ^; nint s. auch § llOtf; ii« neben H. f«. Fem. : rxit^^ njrt»' ' 

2) ai Classe: Nach § 99rf y^, r»'n, Vn, b'^b, y^V, TX, ti*^, i. P. c 

1. Weshalb 2 Kö. 18, 19. Jes. 86, 2 V^n steht, ist unklar, üeber \h\ Jes. 21, 11 
firi Za. 14. 4 s. § 99<l Anin. 1. 

8. Für "pK findet sich 1 Sa. 21, 9 nach § 100 X'VL Für «h? HL 9, 9 «fcp, diese 
Form kann nach § 99 c oder als selbständige Nebenform erklärt werden. 

Feminina: vrfn\ na^^te, ra*»!». d 

1. fra*^ ra^^K kommen von starken V/nrzeln. 

2. Als dritte Art Hessen sich hier die Ableitungen von ^9 ^lit d zwischen 
den beiden Warzellaaten auffuhren. Doch stellt sie ihre Bedeutung näher zu 
den zweivocaligen Kennwörtern s. § 201c. 

Zweite Classe. Nomina der Form kitL Hülfsvocal wie bei kath I95a 
Nach § 90, 2ft b|», nj:, nfio, to?, nt?, nach § llOrf Ätpn, V. gleich- 
lautend aber r^on neben H. r^VP s. § 191c. 

Heben 3^ findet sich abn, neben *>T auch ^13, neben 33C9 auch 3219. Diese . 
Formen haben entweder schon im Semitischen als kiü und kafl nebeneinander 
bestanden, oder eine von ihnen ist erst auf Hebräischem Boden erwachsen. Im 
letzteren Falle wurden sich die Formen mit S4r6 nach § 103 aus denen mit 
S^gtl erklären oder aber eine von beiden ist Analogiebildung, daraus entstanden, 
dass Formen wie Tfy^ ia^ sich sowohl von kail als kifl aus erklären. 

Feminina: njpTi wj??; '^O?^' *^rf??; nrnate, nntite; nijA?, tträn b 
und nach § 88, i' txtmn^ ntr\r\] rhys. V. npm. 

ö ' tit' tit' tiv' i'* , , 

Contrahirte Formen: X9*inz; ^ Atnür, Vhfijt tni; V^ Jtdi. Feminina: hon 
kkipU; hün^ Mn^, ein Fremdwort; Txmtk 'iniat neben nät^ tMB*iiat; ebenso Tvm, 
rtM aus üdiai, Hiat, Genaue Ausgaben scheiden M^x^ ^^. '^^^ hfS^ Ob 
die lebende Sprache beide Worte so auseinandergehalten , das eine nach § 71, 2 
Anm., § 105 Anm. zerdehnend, steht dahin. 

Die Ableitungen von n^ gehn wie die § 192 ^ beschriebenen auf 196a 
I aus. Da auch i nach § 89, 2 sich zu SchVä mobile verkürzt, sind 
beide Formen nur i. P. sicher zu scheiden, wo nach § 90, 2a 
Steigerung eintritt: *nkn, p. '^n. Von Femininen mögen hierher ge- 
hören nj» und nach §^88, 1 nrrn, rm; njnij, trrvp. 

Von V':^ nach § 90, 1: inVfn, ab, 1)?',V?, T^' V. ebenso, vor b 
Makke^ nach § 88, 2 c -nb, -^. 

Heben *f$ findet sich *^£S, ^^jn, l'S?. Möglicherweise ist 19 wie ^2 s. § 183 erst in 
die f-€9asse übergetreten. 
Stade, iMbr. 6nKnin»|lr XO 



146 Dritter HanpttheiL Die Lehre von der Wortbildnag. 

Feminina nach § 87^ 1 T\^% n% msT, tWf und nach § 135 i^ rn|. 

Von Y':^ kann man die Nomina mit I zwischen beiden Wurzel- 

lauten hierherstellen, wie T|, h% p^, rT»te, y^j S'n. Fem. npa, 

Diese Nomina mögen sehr Tenchiedenen ünpronges sein. Die Abstammtmg 
vom Cansativstamme Iftsst sich nicht fOr alle nachweisen. 

197 Dritte Ciasse. Nomina der Form kutl^ deren u nach § 95^ 2 a 
sich steigert. Der Hülfsvocal nach § 101a y^j bDb^^ y\k, «hp, M^ 
aber "jKa, D?b, nnb, n»h, prä aber auch bnk, ]nla. Ohne Hülfsvocal 
tatbp ProY. 22, 21 neben tatip ^ 60, 6. Feminina nach § 92, 1 TXtmo^ 

riÄtttD; frwtn häufiger nach § 93, 1 ntön, masn; nam; nVi:? und 

neben einander riMtats, ^^9 ^- § ^^ Anm. 

Falls n^^ ML S, 6, HS. Bo. Bn. riy&} s. § 71, 2 Anm., Nomen ist^ ist es wegen 
des ParalleÜsmos zu t^i*i zerdehnt worden. 

198a Auch hier haben Ableitungen von Wurzeln tertiae ü dieses er- 
halten: '!\tXF\, ^Tä s. § 95, 2 b. Viel häufiger findet sich auch hier f. 
Steigerung des characteristischen Vocales nur in P. nach § 95, 2 & 
•»bn, ^^ sonst nach § 94, 2 "«s», ''bn, "»ns und "»nn. Feminina von 
Eigennamen abgesehen, nur '''f M^VM Jer. 50, 15 EM und in der 
6 192,6 3 beschriebenen Weise m:» von 't^M. 
b Aus dem Gebiete der ^'!p gehören hierher nach § 95, 1 n^, ph, 
bb; vor Makkecp nach § 93, 1 -pn, -an, -bs. 

Ohne Makk§9 mit verbindendem Accent bs ^ 85, 10. Pit. 19, 7 und nachBe» 
Ascher auch 4* 87, 7. 

Feminina nach § 92, 1 nbä, rtbä; n^n, M^n; nach § 93, 1 tun 
s. § 31 Anm. 1. V-rrnti Prov. 14,'l0 wofür Gen. 26,''35 nach § 135b rrfü. 

c Aus dem Gebiete der ^^y kann man die Bildungen mit ü zwischen 
beiden Wurzellauten hier eingliedern: *r«, na, nn, ^il». 

Feminina mit betonter Endung titna, hfi^; t\Xfi, Nebenform t^Vf würde sich 
nach § 184d erklären, gehört aber möglicherweise unter b. 

Zweite Abart mit verrücktem Vocale. Nach Abfall des Wort- 
auslautes rückt der characteristische Yocal in die zweite Silbe , die 
erste bekommt einen Yocalanstoss. Diese Bildung ist im Hebräischen 
im Gebiete des reinen Nomons nicht zahlreich. 

Es drängt sich daneben die Yermuthung auf, dass mehrere der hier aufkn- 
zählenden Nomina durch abnormen Lautwandel aus der Olasse kä^äl^ durch 
normalen aus den Classen Htt/, kutid in diese Bildungsart herübergetreten sind. 
Auch die Formen Icäfily htfäl können contribuirt haben. Bei einzelnen Ifisst 
sich allerdings die Herkunft von einvocaligen Formen aus Weiterbildungen er- 
weisen: l^o^M neben Q^K wie ifivr^ von ti*!)?; n$Si neben *19^S. 

199a Erste Classe mit a nach dem zweiten Radicale: DJM, H. Jes. 35, 7, 
V. ebenso 3mal; tJM, o*ir;, t3?lD, ?f30 Gen. 22, 13, n?a; von :^":^: oth. 



Dritter AbtBohnitt. Die Lehre vom Nomen oder Nennwort. 147 

nnn; yergl. auch § 191c. Endlich gehören hierher die Infinitive der 
Form y% nbtJ. Feminina nö^in und vielleicht TTM. robtt. 

Auch DSCi P. D^ mit Trübung des ä wird dureh den Eigennamen DSn^ hierher- 
gewiesen. 

Zweite Classe mit i, nach § 90, 1 aus t entstanden: nttä, n2|(T, b 

nK3, nM, tan, n^j«? von :p":^: bb*», nm. 

Biese Formen lassen sich sammtlich auf Hft/| ^& wegen **1}Kfi auch auf itd^tZ 
zurückführen. Von letztererForm gehen wohl auch Feminina wie Mb'ia, n^v3 aus. 

Dritte Classe mit d^ nach § 95, 1 entstanden aus ü: tth(ä, vor c 
Makkef nach § 93, 1 "Ifno ^ 74, 5, sowie die gewöhnlichen Infinitive 
der Form nbtf von vomhauchlautigen nach § 85, 1 IfbTi, nh:^; bei m: 
bbK, nb»| neben ThK, ^btt, vor Makke^ -^dm; von hintenhauchlautigen 
nach § TiOe nht, ?fa«, von «"b: iJblD. 

1. Von n*b: Vnö5, n«-] Gen. 48, 11, nb|D Spr. 16, 16 "inw 31, 4. Diese Formen 
sind jedoch wohl erst nach Analogie der übrigen Yerba aus den gewöhnlichen 
weihlichen Formen der Infinitive h^ zurückgebildet und nicht die männUche 
Stammform der letzteren. S. § 201 b Anm. 

2. Als Feminina könnte man ansehen die Infinitive ni^n*; Gen. 8, 7, nbb*; Nu. 
14, 16, ♦rqb^ 8. jedoch § 208<?. 

Zweite Art: Nomina mit zwei ursprünglich kurzen Yocalen. 

Erste Abart: Nomina mit ä nach dem ersten Wurzellaute. Es 
sind das diejenigen Nomina, aus welchen sich das active Perfect des 
einfachen Stammes entwickelt hat. Sie sind identisch mit der 3. Pers. 
Sing. Masc. Perf. Wie diese hahen sie den Ton auf dem Yocale 
der zweiten Silbe, als dem characteristischen , scheiden sich jedoch 
von ihr durch die nominale Verlängerung bezw. Steigerung des- 
selben. Diese Abart ist eine Seitenbildung zu katl. 

Erste Classe : Nomina mit zwei ursprünglichen ä: kätäl. Die- 200a 
selben sind selten abstract, häufiger concret und ebenso oft Eigen- 
schaftswörter. Letztere drücken die Eigenschaft ohne Rücksicht 
auf Dauer und Stärke aus. Der Yocal der 2. Silbe wird nach § 86, 1 
gedehnt, der der 1. Silbe in H.. nach § 86, 3, in Y. aber nach § 85, 2 
verkürzt: pa«, pM; nga, nga; nw, xiTi t3Dn, tön; ^^n^ nro. 

Ahweichend nach § 84, 1 "inx *ähad, Y. in^ nach § 80, 2 h statt in^; ehenao 
*\TiVL falls dies nicht aas '«itTM yerkürzt ist. 

Feminina: 1) mit tonloser Endung nn*ia, rtn^sr, n*!», nnM ; nng^^ b 
nnoiP, vryW nach § 85 und § 84, 4; i. PVt^nsV nach's 86, 4". 

nni^, i. P. nach § 84, 1 nHH ist ans *ahädat zusammengezogen, rinn» tritt 
metaplastiseh zu nn», wie n*Ti{i, rim zu n^ift, hbn^. 

2) häufiger mit betonter Endung, Verlängerung des Yocals der 
2. Silbe in H. nach § 86, 3, Verkürzung des Vocals der ersten nach 

§ 8ö, 1 : 71131«, rona, nr\7o^ nprn, nTm, rxrrt, nrm und abweichend 

ö 7 r T n' »»»' TTt' Itt-j' TT-:' tti' tti 

10* 



148 Dritter Kanpttheil. Die Lehre von der Wortbildung. 

nach § 71, 3 nsüjp. In V. hingegen hat die 1. Silbe Gegenton, der 
Yocal der 2. verkürzt sich nach § 85, 4. Nach § 80, 2 a trm, im^Tr 
nach § 80, 3a nia^lK, r'QSn; nach § 81, 1 » nßdM; nach § 82, 3 ronT, 

rtiap?, rtpTs; nach § 71, 2 Anm. MTin, rsna; nach § 138a nn^\ 

c Von Wurzeln ^s bildet sich statt dieser Bildung naturgemäss 
die § 193 beschriebene, doch haben sich daneben Neubildungen nach 
Art unserer Classe durchgesetzt. Der 2. Radical wird wiederholt. 
Masculina: bbn, Wn; 1», IJ^; bbtf, ÄA Feminina: nbbj?, rtbp; 

201a Von n"b findet sich diese Form häufig. Von "fb nur noch w 
Nu. 12, 3, wofür K*ri mit Unrecht "T^aij verlangt. Sonst '»*ite gewöhn- 
lich nach § 99, 2 TVytO; *'»13tÖ in D'jtttÖ. Alle ändern Formen contra- 
hiren: nbo, nt;», njg'; V. nach § 85,' 2 und § 99, 1 nbtD, r»*;, n?)?. 

1. Gleichen Ursprongs sind die Präpositionen *^^!^, *^9 meist zu bs, 19 yerkorzt. 

2. Dieser Olasse mögen angehören hsa, hj&n, ITT3 neben ITra Ez. 18, 33, ent- 
standen durch Zurückweichen des Tones aus bäkai^ hägaif nädai für hakai tue, w» 
Kach andern gehören sie zu § 191 5 und folgen der Analogie der K^. 

b Feminina nach Analogie der vollkommen dreilautigen Wurzeln 
mit Verwandelung des I zu j tX^yy^ sonst mit Contraction yon H^t zu 
ät und nach § 131 n&^, nv^, V. regelrecht nur ns)p, t\yüi sonst mit 
Verkürzung des d nach Analogie der nach §§ 131. 308 a zu bilden- 
den gewöhnlichen Verbindungsformen: tW, ri^J, riSfj. 

Gleicher Herkunft können sein die gewöhnlichen Infinitive der rfl> auf ttt, 
welches nach 77 a zu erklären wäre: niSlp, rt*n&9. Doch ist auch eine andere Ent- 
stehung des 6^ denkbar und der Yocal der ersten Silbe kann ebensowohl urBprfing- 
lich i oder ü gewesen sein. 8. § 199 c Anm. 1. Nach Analogie der n"^ auch 
nfiiia, nfcton Ez. 33, 12, niK'nip EL 8, 1, nw^ Spr. 8, 13. 

c Aus dem Gebiete der i'y kann man hierherziehen , siehe jedoch 
§ 194^ Anm. 2, die Nomina mit d zwischen beiden Radicalen: n|, nt^ 
H. und V.; aber H. a^ V. n? nach Analogie von *ij, ^\ Nach § 77ä 
yyo, ^% D'^Wia Ez. 32, 30, DWa Za. 10, 5, D'^ttip 2 Kö. 16, 7. 

Aeusserlich sind diese Formen mit 6 von den § 1946 beschriebenen nicht zu 
unterscheiden. 

d Feminina: 1) mit betonter Endung: STJT, SlW, ntig, MW; V. ni3^, 
nw und nach § 77 a : nnitD, PiniiD ; ntiip , nttip. 2) mit unbetonter 

Endung nn?, mnn, nn% nnn verkürzt aus nnj, nrn, nn«, rtraj, welche 

Formen sich i. P. erhalten haben; nach § 77a nur rab, M&h. 

202a Zweite Classe: Nomina mit ursprünglichem a in erster, ursprüng- 
lichem t in zweiter Silbe. Sie sind gleichen Ursprungs wie die 3. Pers. 
Sing. Masc. Perf. Kai in intransitiver Aussprache: ^:^ und bilden 
dessen Particip. Ausserdem sind sie überaus häufig Adjectiva, sowohl 
vom einfachen Stamm abgeleitet als denominirt : D*tVQ?* ^^^ drücken 



Dritter AbBohnitt* Die Lehre vom Nomen oder Nennwort. 149 

eine bleibende* Eigenschaft, einen dauernden Zustand oder eine 
dauernde Beschäftigung aus. 

Nach § 86, 3 und § 90, 1 «titt, vry^j ag:?, nach § 80, 2ft nn«; V. 
nach § 85, 2 Ktttp, Mn*;, ng^, nbn Dt. 32,^ 14 metaplastische V. zu nbn; 
Yor Makke^ nach § 88, 2c: -):& Gen. 49, 12, -bn^ ^ 35, 14. Daneben 
finden sich noch zwei andere Arten, die Y. zu bilden. Vor dem 
Tone des folgenden Wortes weicht der Ton von katil auf kätil zurück, 
welche Form zu katl zusammenschwindet. Hieraus entstehen 1) nach 
Analogie der § 191 b beschriebenen Formen 'i'il, ^^, Tns, &|n|, bn^ 
V. zu -TTl, ^;», nns, C|re, b^y, 2) nach Analogie der § 191c und 
§ 199 ö beschriebenen Formen ^pr, b*Tn, W, nas, bn^, 1?^ V. zu fgr, 
^TH, nnj, ^35, bn^f, f?tf . 

Za bT| gehört als metaplastische Y. ^T| Ez. 18, 18. Koh. 6, 7. 

Feminina: 1) mit tonloser Endung nach § 85 und § 90, 1 nbDtf, b 
nban; 2) mit betonter Endung nach § 85, 1 und § 90, 2(7 ^"P^y ^?'ü^' 

rnana, nom, nKtDta, nbnD, nb»tö; aber von than nach § 7i, 3 nvan 

neben V. tlVttn. Neben dieser Bildungsart der Y. finden sich noch 
zwei andere a) mit Beibehaltung des Tones auf der zweiten Stamm- 
silbe und Steigerung des Vocales derselben nach Analogie der H. : 
nnnM, ron^, twm ß) mit Zurückziehung des Tones auf die erste 
Silbe, so dass nun diese wie die Endung Gegenton hat, und nach 
§ 89, 1 und 81, Ib rqtin, nach § 82, 3 tibnj; nach § 102a rarcg. 
Ueber T\yj^ n^ii, nia^ s. § 2006, 

Von n^'b nach Analogie der yoUkommen dreilautigen Wurzeln 203 
ibv, Hi. 21, 23 unorthographisch 1*tb^ und Jer. 49, 31 falsch punctirt 
y^. mbtJ und nach § 111 n*« Hieb 22, 29. 

Die entsprechenden Ableitungen von ^':^ zeigen i, frühzeitig nach 
§ 99, 1 aus ai contrahirt, weshalb arabisch d entspricht: *1J, n|, nia, 
t^, rb; Feminina: ntPj rwa. 

Danehen haben sich jüngere Bildungen wie p[^ dorchgesetst» 

Dritte Classe: Nomina mit ursprünglichem ä nach dem ersten, 204a 
ursprünglichem ü nach dem zweiten Wurzellaute kätul. Sie sind 
gleicben Ursprunges wie die 3. Pers. Sing. Masc. Perf. Eal in stark 
intransitiver (halbpassiver) Aussprache bb^, dessen Particip sie bilden. 
Sie bilden Adjectiva, seltener Substantiva concreta. Erstere drücken 
ein besonders starkes Haften einer Eigenschaft aus und eignen sieb 
daher besonders zu Farbennamen. 

Nach § 86, 3 und § 95, 1 n% n% j?ha, ntij, «Hpj, pin;?, nto, bUSP, 
pfa?, üy, *ipy, tyhaj, ahx, fbp, nh«/ V.' nur'ibp 2 Chro. 21, 17. 

statt »^ tritt das nach § 200 gebildete mnä als V'. ein. 



150 Dritter Haupttheil. Die Lehre von der Wortbildung. 

Biese Formen werden ohneBegel bald plene mit t bald ohne dieses gesehrieben. 
Man verwechsele sie nicht mit den nach § 207 ans käfäl entstandenen Formen, 
mit welchen schon die Panctatoren sie vielfach verwechselt haben. 

b Feminina: Entweder 1) nach § 71, 3 t^^^*!?^» "^W^^^ *^??^» **^J™i> 

n>»ä, rtna, Tö^n, rtao; V.: f^'^», wr«, tf»^»a, t^^^ia, rosn, rftio. 

Oder 2) nacb § 95 hier jedoch nur bei hintenhauchlautigen Worten 

1. Schreibnngen wie M^^1&, (^^ enthalten eine Teztlesart n?118i, ^^? ^^^ 
käfäl, welche die Pnnctatoren verworfen haben. ^^^^ hingegen Spr. 23, 27 
vergl. Hiob 12, 22 neben }^l;9^ beruht anf Verwechselung mit käfül § 211. Um- 
gekehrt bUdet Jcätäl oft nachlUTfiä s. § 207 a Anm. 

2. Von unvollkommen dreilautigen Wurzeln findet sich diese Bildung nicht» 

Zweite Abart: Nomina mit ursprünglichem i nach dem ersten 
Wurzellaute. Hier wären lätal, kttil, kitul möglich. Nur die erste 
lässt sich nachweisen; s. aber § 199 & Anm. 

205 a Einzige Classe: Nomina mit ursprünglichem i nach dem ersten, 
ursprünglichem ä nach dem zweiten Wurzellaute. Diese Form Mtäl 
ist eine Seitenbildung zu kitl einerseits, kätäl andererseits. Sie ent- 
hält concreto Substantiva. 

H. nach § 86, 1 und § 90, 2 c nttH, 'iDi, yVx, nijte, bjti, 'IDtf, hier- 
nach von y^'^ 22b neben dem dieser Wurzelclasse eignen nb. V. nach 
§ 89, 2 nnb, n$to, mit zurückgenommenem Tone nDJ Dt. 31, 16; ybs 
2 Sa. 16, 13. 

1 . Neben 9^ findet sich metaplastisch als Y. sbs und neben "^SjiOf Jes. 7, 20 "\9to. 

2. Es findet sich nur ein Feminin und zwar nur im Plurale t^inblX 2 Chr. 35. 13. 

b Von n'^b kann man hierher rechnen : fnriK Hiob 9, 26, falls dies 
Wort hebräisch ist; n??n; n|J?; vielleicht auch nach § 89, 2 n;o; 
•»b» , abgekürzt -b». 

1. Dreimal 2 Sa. 15, 37. 16, 16. 1 Kö. 4, 5 findet sich nach der Massora Sion 
als V. 

2. Von Femininis können hierhergerechnet werden h^|, hh^, Ttn^ n% Boch 
kann die Yocalsteigerung auch nach Aufgabe der verstärkten Aussprache des 
zweiten Wurzellautes erfolgt sein. h3!|i, tnin^ ist Fremdwort. 

Dritte Abart: Nomina mit ursprünglichem ü nach dem ersten 
Wurzellaute. Auch hier lässt sich nur eine Classe nachweisen. 

206 Einzige Classe: Nomina mit zwei ursprünglichem ü. Ihr gehört 
an T\pO nach § 71, 3 und § 95, 2a aus kütunät entstanden, woraus 
in V! nach § 94 nshs wird. 

Hierher gehören auch die Formen \X$^ 1 Kö. 12, 10. 2 Chro. 10, 10; l'bng Es. 
26, 9, fskUs nicht *^a^]^, 'i^^j^ von *)XäPf *^^p zu lesen ist. An die erstere Lesart 
schliesst sich an ~bn^ 2 Kö. 15, 10. Auch die Infinitive der Form bbp s. § l99e 
lassen sich auf küful zurückführen. 

Dritte Art: Nomina mit einem langen und einem kurzen Vocale. 



Dritter Abschnitt. Die Lehre vom Nomen oder Nennwort. 151 

Ente Abart: Nomina dieser Art mit langem Yocale nach dem 
zweiten Wurzellaute. 

Erste Abtheüung : Nomina dieser Abart mit ursprünglichem ä nach 
dem zweiten Wurzellaute. 

Erste Classe: Nomina dieser Abtheilung mit ursprünglichem ä 207a 
nach dem ersten Wurzellaute : kätdl, ist Schossbildung aus kätäl. 
Es umfasst Adjectiva und ist mehrfach Intensiv eines Particips, 
z. B. pitd:^, r^Ot daneben aber auch Substantiva abstracta. Nach 
dieser Form bildet sich der Infinitiyus absolutus 2rtatf , ^"bn , ^ina, 
OifeV. Zur Denomination ist sie verwandet in "^iw. 

H. nach § 77 a und § 86, 3 Vi^l, TiM, «ring, Dib^, «fcüj V. nach 

§ 85, 2 Vina, niM, «Hn)?, trfetf, thio. 

Auf einer Yerwechselang mit der § 204 beschriebenen Form beruht es nach -- 
§ 78 (, wenn aioli neben -«ft:^ findet -^ Ex. 21, 11; -IbriA Nah. 1, 3. ^ 145, 8; 
-W KM *V;a 8pr. 19, 19; "^^ Bpr. 22, 11. Der Oonsonantentezt meint auch 
bei defectlTer Schreibung Formen mit 6. 

Feminina nach § 85, 2 nVi^ä, nnintt, Witp, n«b^ und nach § 78 a b 
njpnma. V. ritöbtö, trhü. Abnormer Weise steht ä in riTüö Jer. 3, 
7. 10, wonach ^ 137, 8 HTi'rtfn zu lesen sein wird. 

Bei den unvollkommen dreilautigen Wurzeln hat sich diese c 
Bildungsweise nur für den Infinitiv durchgesetzt, so von n"b: rtbd 
oder phonetisch geschrieben ito:^, ifeC^i s. § 29, auch mit Feminin- 
endung. Von ^:p kann man hierher rechnen rviis, tsis, Dip, nitd. Von 
9":P dreilautig 'l'h», li5|i 5ptO. 

Zweite Classe: Nomina dieser Abtheilung n^it ursprünglichem 1208a 
oder ü nach dem ersten Radicale. Es sind Substantiva und zwar 
überwiegend Abstracta. Da nach § 89, 2 und § 94 sowohl i als ü 
sich zu einem Vocalanstosse kürzen, sind beide Bildungsweisen nicht 
mehr auseinanderzuhalten. Nur in n&M ist K nach § 71, 3 gehalten. 
Das d der zweiten Silbe ist nach § 77 a bald erhalten, bald zu d getrübt. 

1) mit erhaltenem d: rira, nnp, "^tftä, "i^, ppa^; litftä, ^tKtö; Y. CRV b 
aber "VXIO^ Analogiebildung nach kUäl § 205 a. Nu. 30, 13 schwankt 
die Lesart zwischen nö« und ID«. Von n"b: iro K'ri IW und *ibti 
K'ri -T^b« s. § 201 a; von n"y nach § 143 b;», *tDj;^ Jes. 11,' 15. 

2) mit Trübung des ^ zu d: r^j «idK, TTIM 2 Kö. 12, 10, mit c 
Artikel ITiWJ, *ii3a, yht und mit Vorschlag eines m: jtim, 'l'farj, Dibn, 
•IWJ, Tio^ji verkürzt 'Tfe s. § 117rf, airn, biw undnäch § 103& 
ain§^ 'lim,* Tte». Von n"b: i^, i«ri; von i^:? dreilautig: nw, WS. 

Feminina mit betonter Endung n^ih^, tinh^; mbt, tinbr; mit 
tonloser Endung M«n: , rtünn, rahs, »Tni^J, ti'jbjji **^^ s^^i® viel- 
leicht die Infinitive n^ai Gen. 8,'7,'nbb'j Nu. 14,' 16 s.' §'l99c Anm.2. 



152 Dritter Haapttheil. Die Lehre von der Wortbildung. 

Zweite Abtheilung: Nomina dieser Abiftrt mit ursprünglichem I nach 
dem zweiten Wurzellaute. 

209 Erste Classe: Nomina dieser Abtheilung mit ursprünglichem ä 
nach dem ersten Wurzellaute. Sie sind eine Schossbildung von 
kätil. sind von Haus aus intransitiv, drücken namentlich das Be- 
harren in einem Zustande aus, und eignen sich daher auch zur Stell- 
vertretung passiver Participien. Häufig sind sie denominirt z. B. 
TDtl von ^Dti. Seltener sind sie Substantiva. 

H. nach § 79ft und § 86, 3 J'^na, "T^tn, ptt;», rv^tü, «^M, V. nach 
§ 85, 2 ^'»na, n'^xn, •pl?';, rptftt. Feminina nach % 85, i TVVW, '^T*?^ 
n«^n3, nn^'W: V. t^'^^x Bei den Wurzeln n^ läuft' der dritte 
Radical init dem I der zweiten Silbe zusammen, im Fem. erhält sich 
ersterer als j: «^pj, '»py; •»?«, "»stf; Fem.: njntp, njb^, n*!?^. Von r^:^ 
dreilautig: W|, Vibf Fem': nj'^jB, nb^^ba; ebenso' von «iV: nb^n. 

Hierher sind wegen der V. ö'^'Tfc, ''b'^*??! 7^*?B auch Ö'''^, )^*?^ zu rechnen. 
Die Florale 0*^0*^*^, '^'ib, fi'^2r'% erklären sich entweder nach § 71, 3 ans einer 
.Nebenform katt^» oder ans der Wirkung des auf der ersten Silbe rahenden 
Gegentones. Für letzteres spricht &*n^Vlb von ttS^tÖ veigl. auch § 207 &. 

210a Zweite Classe: Nomina dieser Abtheilung mit ursprünglichem i 
nach dem ersten Wurzellaute, Nebenform von kättl, bildet concreto 
Substantiva. H. und Y. fallen nach § 89, 2 zusammen: b*^nK, b*^, 
yyfn, b'jps, n*»», b'^^^y ; von t:p dreilautig V'ba, b'^b«. 

b Die Feminina sind denen der vorigen Classe gleichlautend, also 
nur dann zu unterscheiden, wenn sich neben ihnen eine männliche 
H. erhalten hat. Einzig sicheres Beispiel: ti>y:i^ von 'i'^nä, Neben- 
form zu nnna. 

1. Abweichend zeigen Steigerung des )f die Eigennamen *^7^, ^*^t)i. Hierher 
würde auch l'^T gehören, wenn es aus 1*^} entstanden wäre. 

2. Dafür dass es neben käfil und IcifU noch eine Form kOfil gegeben habe, 
finden sich gar keine Anzeichen. 

Dritte Abtheilung: Nomina dieser Abart mit ursprünglichem A nach 
dem zweiten Wurzellaute. 

211a Erste Classe: Nomina dieser Abtheilung mit ursprünglichem ä 
nach dem ersten Wurzellaute. Schossbildung von kätul, mit welcher 
es später wieder verwechselt wird s. § 204& Anm. 1, stark intransitiv, 
ja geradezu passiv und als passives Partioip des einfachen Stammes 
im Gebrauch; zur Denomination von Stoffadjectiven verwandt in vriMp 
von ntön:; t*^^ von ri» Ez. 27, 24. Ebenso kommt TO^ von »iö. 
H.'nach § 79 a und § Vb, 3 n^na, fnn, DW, von y:P dreilautig: -iTi^. 
f V. nach § 85, 2 Jia«. Feminina: nach § 85, 1: n^T^«, rwiÄ; 

; nbvia, rtva; von :/':?: nw». 



Dritter Abschnitt Die Lehre yom Nomen oder Nennwort. 153 
Von rfh nach § 119* '»*:^, *:^, ^t, Feminina: rvm. b 

Im Gebiete der ft treten stellTertretend ein Gebilde mit ü zwischen den beiden 
WmrzeUauten: V^, Fem. Ttifhi über M'iWT Jes. 59, 5 s. § 132. Ob zwischen ihnen 
und der Form Ifäf^ genetische Verwandtschaft besteht, ist sehr zweifelhaft. 

Zweite Classe: Nomina dieser Abtheilung mit ursprünglichem {212a 
oder ü nach dem ersten Wurzellaute. Da sowohl I als ü sich zu 
Sch*wä verkürzen, sind beide Bildungen nicht zu scheiden. Auch 
hier lauten H. und Y. gleich: ^, Vnit, b^*;, trab und nach § 103* 
ö^, "JW«5 vo^^ ^y dreilautig ^bi|, WS, SW, m. 

Die Feminina dieser Classe müssen mit denen von kätüi zu- b 
sammenfallen. Sie lassen sich nur da scheiden, wo ein Sing. Masc. 
daneben vorkommt, so n:^, tiiym» neben "pfiK. 

Zweite Abart: Nomina dieser Art mit langem Vocale nach dem 
ersten Wurzellaute. 

Erste Abtheilung : Nomina dieser Abart mit ursprünglichem'^ nach 
dem ersten Wurzellaute. 

Erste Classe: Nomina dieser Abtheilung mit ursprünglichem a213a 
nach dem zweiten Wurzellaute: kätaL Sie sind eine semitische 
Schossbildung von kätal, transitiv, früher häufig neben kätil als 
Particip verwandt, s. § 214 a, welches Verhältniss sich jedoch ver- 
wischt hat. 

H. nach § 77« und § 86, 1 orrin, V. Dttin. 

Formen wie *nk Bt. 82, 2S 9D9 ^ 94, 9 ^fy 9^ werden naoh § 107 zn er- 
klären sein. 

Feminina: nnah: Mnh; trcph; nmla; man, i. P. Man; rüPiatt, i. P. b 

Die Pnnctation trb^ Gen. 16, 11. BL 13, 5. 7 ist falsch. 

Hingegen ist diese Bildung als Particip rf 'b noch im allgemeinen c 
Gebrauch. Mascul. H. nach § 99, 2 ntn, mi% nijri; V. nach § 99, 1 
nrh, n?h. Feminina in der § 201 b beschriebenen Weise: H. nVto Httin; 
V. n^li, MWin. H. mit erhaltenem i: nnfe Gen. 49, 22, 

Zweite Classe: Nomina dieser Abtheilung mit ursprünglichem {214a 
nach dem zweiten Wurzellaute: kdttL Sie sind eine semitische Schoss- 
bildung von kätil, wie dieses von Haus aus intransitiv, oder doch 
einen Zustand ausdrückend, daher zur Bildung von Participien sehr 
geeignet. Im Hasculin der vollkommen dreilautigen Wurzeln und 
der f':p hat die Bildung kättl die Bildung kdtal verdrängt. Häufig 
ist kättl denominirt z. B. D^nb von D'ns, njjia von n^a; *i?«) von n?«; 
obh von abn. 

Nach § 77 a und § 90, 1 in H. und V. gleichlautend fnä, nnb, b 
mshj nach § 106 Tati, von yy dreilautig T\% Tltfi; auch bei zurück- 



164 Dritter Haupttheil. Die Lehre von der Wortbildmig. 

gezogenem Tone C|nb Ez. 22, 25, Si'tfcj Jes. 66, 3 s. § 52 c, aber oWn 
Je8. 41, 7. 

Koh. 1, 18 Vf^\ Jes. 29, 14. 88, 5 tfon^^), ^ID ^ 16, 5 könnte man nach 
§ 100 erklären. Vielleicht liegt aber nur tische Panctation vor, veranlasst durch 
inoorreote acriptio plena wie in 3*i3b 2 Kö. 8, 21. 

c Im Feminin zeigt sich eine doppelte Bildung : 1) regelrecht nach 
§ 89, 1 nbDk, rin;^b, nntD*». 2) bei substantivisch gebrauchten Parti- 
cipien mit Yortonsere nnnb <{> 91, 4, n*TÄä Jer. 3, 8- 11, ja auch bei 
Yerbalrection ryyüb Hüterin H. L. 1, 6. Dieselbe Form zeigt sich 
immer i. P. nbDbJ Jes. 29, 6, nnbi*» 21, 3 nr\:p^ 34, 9. 

Die Zurückziehung des Tones in M^a Hos. 7, 4 hat besondem Qrund, ist aber 
falsch 8. § 308. 

d Sehr selten findet sich diese Bildung yon rfb und zwar nur in 
Femininis. Der Bildungsvocal If geht mit dem i der Wurzel zu v zu- 
sammen, n^nfe neben tnb: n^'ttin neben ntiin; n^^Dia; sr^Dis. 

n^oir H. L. 1, 7 wäre entweder aus ätijät für 'ätijat entstanden oder nach 
Analogie der ToUkommen dreilautigen Wurzeln gebildet; doch erregt die Form 
in ihrer Vereinzelung Verdacht. 

Zweite Abiheilung: Nomina dieser Abart mit ursprünglichem I 
oder ü nach dem ersten Wurzellaute. 

215a Mit f nach dem 1. Wurzellaute scheint gebildet fV. ^y% 2 Sa. 
17, 20, falls die Wurzel nicht bD*» ist. 

b Nomina mit ü nach dem ersten Wurzellaute sind weniger selten. 
H. nach § 86, 1 TW3, ajV, b^^tJ; hingegen ohne Dehnung to^*> Jer. 
17, 8 ; ^yf^ Ez. 19, 9 und'nach'§ 134tf aan:?, aaiP und so Koh. 10, 8 fiana. 

216 Vierte Art: Nomina mit zwei ursprünglich langen Yocalen. Sicher 
gehören hierher nur Nomina mit i nach dem ersten, und ö, s. §77 a, 
nach dem zweiten Radicale. So nit^S, ^^ita'^p; täitt'»p Hos. 9, 6 und 
nach § 134 tf, «iTSJ? Jes. 34, 13; nw^; pb*«» Jer. 29, 26; Hbtf sowie 
endlich ♦fnin'»? Hiob 41, 11 falls es nicht von Tl3 kommt. 

Ueber miä^ s. § 207 h. 

C. Nomina innerer Bildmig von vermehrter Wurzel bezw. von 

abgeleiteten Stämmen gebildet 

1. Nomina innerer Bildung mit verstärktem zweiten Wurzellaute. 

Erste Art: Nomina mit verstärktem zweiten Wurzellaute und 
zwei ursprünglich kurzen Vocalen. 

Erste Ahart: Nomina dieser Art mit ursprünglichem ä nach dem 
zweiten Wurzellaute. 



<) Es ist nicht 3. Pers. Xmperf. Hi^'iL ^*\ Jes. 2S, 16 ist zu emendiren. 



Dritter Abschnitt. Die Lehre vom Nomen oder Nennwort. 165 

Ente Claise: Nomina dieser Art mit zwei ursprünglichen ä: kättäl. 21 7a 
Ist Steigerungsform yon kätal § 200, bezeichnet Individuen, denen 
eine Eigenschaft in besonderer Stärke einwohnt, oder die habituell 
eine bestimmte Thätigkeit üben. Dient daher zur Bezeichnung des 
Gewerbes. Oft denominirt z. B. rfyn von nb)^; D^^TS Jer. 16, 16 yon 
*r;s- Grundform in V. erhalten thfi, «nn, IJÄ, l?"!? von 'p'!i, H. nach 
§ 86, 1 bn$, 391, rac, ^}% nach § 84, 1 on^; nach § 135» irm, «hfi; 
von "sf^p WkV% und nach § 115 Anm. D'^l^raach § 82, 1 n^ift. 

1. Dunkler Etymologie und Tiell^icht Fremdwort ist f^l^ £z. 27, 17 o. VC^ 
wegen seiner Bedeutang verdächtig. Doch hätte es in der abstracten Bedeutang 
Zermalmwng an den Inf. von h"^ s. & ein Analogon. 

2. Die meisten Grammatiker leiten die oben angeführten Beschäftigongs- und 
Handwerksnamen von hattßA ab, was nach § 77a möglich , jedoch wegen der 
vielen Femininen von kaffälät mid kättMi wenig wahrscheinlich ist.^) 

Denselben Yocalismus zeigen die Infinitive der Wurzeln tfb auf b 

n-r 8. § 99, 1 : n?ß, na? u. a. m. 

Bei den Femininis findet sich doppelte Bildung 1) mit betonter c 
Femininendung und Vortonvocal ntia?, rWöH, l^TÜ^^ bei mitten- 
hauchlautigen Wurzeln nach § 84, 1 nbTO, nanb; V. riKöH s. § 112 ft, 
fnnsf? Spr. 15, 13. 2) mit tonloser Femininendung, meist fehler- 
hafte Zustände bezeichnend: Mra|, ntTlß, nach § 112a DfedDH; nach 

§ 135 ft n?nx, nwte; rnj?, rQs?i ing^'g, 'r^)t, ^^^ ™>?- ' " 

Eine Abart hierzu stellen diejenigen Nomina yor, welche statt 218a 
des zu yerstärkenden zweiten Wurzellautes Einschub eines w oder j 
vor diesem zeigen. Die Bildung mit w ist die häufigere. Nach 
§ 116 und § 86, 1 bVro, nach § 110^: njwx; bfü, bnil, Wi«; V. bnia, 
*i»iü. Auch in H. erhalten ä "pDi«, i. P. Iti«'; ÄSin, i. P. Äji^; Anita, 
sowie die beiden n*b, P^'pi so Ez. 23, 24 auch bei Z&ke^ , welche 
in V. den Ton zurückziehen 1. Sa. 17, 5. 38. Jes. 59, 17. 

Durch Einschub eines j sind gebildet nach § 99, 1 und 86, 1 b 
"M Mi. 1, 8 K'diß, K'ri WtJ; n^n und *^)^^ nur im PL rriBb*»?. 

Zweite Classe: Nomina dieser Art mit ursprünglichem i nach dem 219 
ersten, ursprünglichem ä nach dem zweiten Wurzellaute : kUtai, Eine 
Abart der ersten Classe, nicht häufig; scheint gleichfalls stark an- 
haftende oder zuständliche , namentlich fehlerhafte Eigenschaften 
auszudrücken. 

Von starken Wurzeln nur mtö, i. P. nnas; von «"b nach § 112 c 

^ H. L. 5, 12. 

mm 9 

Hier wäre nach § 82, 1 noch eine andere Srklftrang möglich. Dieselbe Fonn 
zeigt das Fremdwort n*>lM 



■) Vgl. aneh Tk. IfMeke, Hand&ische Grammatik. B. 120. 



156 Dritter Haupttheil. Die Lehre von der Wortbildung. 

Von n"b: Hää, Jes, 16, 6 zu m| verkürzt; V. nnx Jes. 5, 13; Fem. 

rua, nra s. § 261 b. 

220 Dritte Classe: Nomina dieser Art mit ursprunglichem ü nach dem 
ersten, ursprünglichem ä nach dem zweiten Radicale: küftdl. Deckt 
sich mit der 3. Pers. Masc. Sing. Perf. Pass. des Steigerungsstammes und 
findet sich auch noch als alterthümliches Particip desselben. Nach 
§ 86, 1 n]?b 2 K8. 2, 10; b^ Ex. 3, 2; ^)p{^ s. § 29, Ri. 13, 8; mit 
mittlerem n: Wiü Jes. 18, 2 s. § ISbb; Feminina mit Yortonk&mes 
nb)n Ez. 26, 17. Mit unbetonter Endung n?ap. 

1. Ein Bolches Particip Pual kann man in ti'nd{3^ Koh. 9, 12 finden, fallt 
man nicht ans dem vorhergehenden bTia ein Q ergänzen will, s. § 236 Anm. 

2. tyti&S ist Fremdwort. * 

TT V 

Zweite Abart: Nomina mit ursprünglichem i nach dem ver- 
stärkten zweiten Wurzellaute. 

221 Erste Classe: Nomina dieser Abart mit ursprünglichem ä nach 
dem ersten Wurzellaute: kättiL Im allgemeinen Gebrauche als 
activer Infinitiv des Steigerungsstammes. Von starker Wurzel nach 
§ 90, 1 nOT, von mittenhauchlautigen tÖTO, nnia, n»a aber auch n«a ; 
mit mittlerem n: ^p!^; von hintenhauchlautigen :^>ä, aber auch nach 
§ 107 a :?>§. Feminina nach § 89, 1 nnDü Lev. 26, 18; rnw ^ 147, 1. 

1. Nach § 82, 1 erklären sich yin Lev. 14, 43; ^KS 2 Sa. 12, 14, falls der Text 
richtig ist. 8. auch § 222 Anm. 

2. Eine Abart dieser Classe läge vor in hh^ aus horjlil statt Aotft/, Jes. 14, 12, 
■ falls richtig punotirt ist. 

222 Zweite Classe: Nomina dieser Abart mit zwei ursprünglichen i: 
Mtfil. Bezeichnet hervorstechende, besonders fehlerhafte Eigen- 
schaften. Nach § 87, 1 und § 90, 1 D^M, 12i|i, "H^^!, Xff^S ; nach § 106 
nai, TOö, n^B; mit mittlerem ^: rng, «hn; nach § 88, 2c n»^:? 
Spr. 17, 20. " ' 

Gleichen Yocalisrnns zeigen die Noxnina verbalia von Pf dl *>oß Jer. 44, 21 ; 
tM Dt. 32, 85. Falls die Punctation richtig, würden sie sich auch nach § 82, 1 
erklären nnd dann zu den § 221 Anm. 1 aufgezählten Formen gehören. 13^ 
Jer. 5, 13 soll 3. Pers. Perf. sein. 

223 Dritte Abart: Nomina mit verstärktem zweiten Wurzellaute und 
ursprünglichem ü nach dem zweiten Badicale. Kann in Tbp und 
trhbitb gefunden werden, s. § 961^. 

Zweite Art: Nomina mit langem Yocale nach dem verstärkten 
zweiten Wurzellaute, kurzem nach dem ersten Wurzellaute. 

Erste Abart: Nomina dieser Art mit ursprünglichem d nach ver- 
stärktem zweiten Wurzellaute. 

224 Erste Classe: Nomina dieser Abart mit ursprünglichem ä nach 
dem ersten Wurzellaute: kaffäl. Intensivform zu katäl und als 



Dritter Absclmitt. Die Lehre vom Nomen oder Nennwort. 167 

solche starrer Infinitiv des Steigemngsstammes s. § 77 a, als welche 
sich jedoch nur erhalten haben t*^b? ^ 118, 18, t»*ß 1 Kö. 19, 10; 
•»»n Ex. 21, 19, mit mittlerem n: f^i^a Jos. 29, 10; von n"b: fWß 
^ 40, 2. Concret gewandt in pin*;^, ^>%}. Besonders häufig aber eine her- 
vorstechende Eigenschaft z. B. nisia oder gewohnheitsmässigeThätig- 
keit z. B. tti9ß oder einen auffallenden Zustand z. B. n*btD bezeich- 
nend. Dann ist es Nebenform zu kattal § 2^17 und wie dieses oft 
Intensiv zu kätil oder kätU. Abgesehen von Kisp und den genannten 
Infinitiven mit Schwächung des a nach § 82, 1 tiV, ^iD*;, 'li&S, Ti&p; 
von ^':p dreilautig ITO. Feminina: rrnsa, tTjto, nach § 135 ft riD'nfi 
und nach § 82, 1 nnbtf, n'i'pa. 
S. auch § 217 a Anm. 2. 

Zweite Ciasse: Nomina dieser Abart mit ursprünglichem ü nach 225 
dem ersten Wurzellaute. Nur ein Beispiel ist hiervon übrig, der 
starre Infinitiv von Pual fnta Gen. 40, 15. s. § 77 ä. 

Beispiele dieser Abart mit nrsprangliohem t nach dem ersten Badicale lassen 
sich nicht nachweisen, sie würden fast sämmtlich mit den § 224 an^ez&hlten 
Formen von Jcaftäl, welche nach § 82, 1 behandelt sind, zosammenüaUen. 

Zweite Abart: Nomina dieser Art mit ursprünglichem i nach ver- 
stärktem zweiten Wurzellaute. 

Erste Classe: Nomina dieser Abart mit ursprünglichem ä nach 226 * 
dem ersten Wurzellaute: kättil. Intensivform zu kätU. daher eine 

• • • • • * 

bleibende Eigenschaft ausdrückend, intransitiv: ^*^ätt, ^^^'^IKi f^i 
T^^?i PT»?i P'^l?» ^®i mittlerem n: pny, rfna s. § 135 &; aber auch 
passiv *!''©»? Feminin: T\T*^y. 

Bine gweite Classe: Nomina dieser Abart mit ursprünglichem f nach dem ersten 
Worzellaitte, ist nur dnroh den Eigennamen *>*^^ si'ir s. § 135c zu belegen. 

Dritte Abart: Nomina dieser Art mit ursprünglichem ü nach ver- 
stärktem zweiten Wurzellaute. 

Erste Classe: Nomina dieser Abart mit ursprünglichem ä nach 227 
dem ersten Wurzellaute: kätfüL Intensivform zu katüi, sowohl vom 
Steigerungsstamme abgeleitet als denominirt t|^^M, raVtt. Wie kätüi 
stark intransitiv tnnn, von :p"y dreilautig "psn, mit Wendung zum 
Passiven b^sv. Ursprünglich abstract in ip&Q. Feminina: nb^V, 

n-mn, fnyo^ Jer. 24, 2. 

Formen wie *tm, ^PBPq erklären sich wohl nach § 71, 3 ans ä;^<U. 

Zweite Classe: Nomina dieser Abart mit I nach dem ersten Radir 228 
cale: Mttül Intensivform, abstract, dient häufig zur Ableitung von 
Verbalnominibus vom Steigerungstamme: D^^n^tf , D^^V, f^^T, p^Ti, 
tTKiti, DTWa, D*»»»?, t3''Tq'tn?, rwiB, D^iatf, von n"b: *«i^; concret 
gewandt in m:f^ b«ldb, *^t, f^. Feminina: nn^ä, V. nK^p, m^. 



158 Dritter HanpttbeiL Die Lehre von der Wortlnldmig. 

Ein Fremdwort ist fi^^. Es steht dahin, ob das I dieser Formen 
immer ursprünglich ist. tthdä neben n*i^a lässt Uebergang von 
kättül zu Mttül nach § 82, 1 als möglich erscheinen. 

2. Komina mit Einsohab einet langen Yocalet nach dem ersten 

Wursellaute* 

229 Es sind das Ableitungen des § 158 beschriebenen Zielstammes. 
Es sind nur übrig die Infinitive tih*l i^h Jes. 59, 13, welche sich nach 
§ 77 a erklären, und f^b KM 1 Sa. 18, 9, welches sich nach § 77« und 
§ 90, 1 als Particip des Zielstammes auffassen lässt. 

8. Nomina innerer Bildung mit Yermehrun; der Warzelconsonanten. 

Erste Art: Nomina innerer Bildung mit wiederholtem letzten 
Wurzellaute. Ableitu'ngen des § 155 beschriebenen Steigerungs- 
stammes. 

230 Erste Ciasse: Nomina dieser Art mit kurzen Vocalen. Mit zwei 
ursprünglichen ä nach § 86, 1 und § 102 ä H. ijrj, IjÄti, von n'6 
nach § 99, 2 und § 112a n)K^; Feminin niMs; mit V und ä H. fnrnfi 
Hiob 30, 12; mit ü und ä bbtpK ^ 6, 3, ohne Dehnung des ä wegen 
des zurückgezogenen Tones. 

Hierher könnte man auch D'^DSft und b*^Vbh9 zählen. Beide erklären sieh 
aber auch aua katläl und ti*^d:2| ausserdem aus katlän» üeber hJKJ yeigl. 
aber § 155. 

231 Zweite Classe: Nomina dieser Art mit kurzem Vocale in erster, 
langem in zweiter Silbe. Ersterer ist immer a. 1) mit I in zweiter : 
'^'»naip, ta'^pa?, ^^^'^^lötö in t^^n'^tö Jer. 43, 10. Ebenso steckt wahr- 
scheinlich in '»n'»nti| Hiob 3, 5 ein ^^l'^ntjj 2) mit ü in zweiter : fnxig 
nach § 102^, n^ni» nach § 112«, *Wfitf in th^^ß« Jer. 43, 10; 
♦pllBljW in tf^'^'WD»? Hos. 2, 4; D'^ninttTl Wegweiser Jer. 31, 21, yer- 
schieden von D'^'i^'^ttTl von "inta. Feminin: n^Vin^tJ. 

232 Dritte Classe: Nomina dieser Art mit drei Vocalen. Nur zu be- 
legen durch D'^bbttK Neh. 3, 34 'ämllal. 

233 Vierte Classe: Nomina dieser Art von unvollkommen dreilautiger 
Wurzel mit wiederholtem letzten Wurzellaute. 1) mit ö in der ersten 
Silbe, s. hierüber § 155 <;, und ursprünglichem ä in zweiter Silbe. Es 
sind Adjectiva bezw. Participialia. Nach § 86, 1 nnitJ, bW?, wn 
(j> 66, 17 nach Kimhi Dttin. 2) mit ö in erster, ursprünglichem I in 
zweiter Silbe, s. § 90, 1. Es sind a) Infinitive des Steigerungs- 
stammes von "sCt. mtym, *ini:? und von ^'T. b^to, tävp Ex. 5, 12. 
h) Participien desselben, von^':^: naW, *ty»intt Feinde nach § 89, 1; 



Dritter Abschnitt. Die Lehre Yom Nomen oder Nennwort 159 

von y':^: DWW, fem. nach § 214 c 2, nwoÖ, WüP, rrftVin, nibble ; nach 
§ 89, 1 D'^Jdiir, 3) mit 6 in zweiter, I in erster Silbe. Letzteres ist 
wobl nach § 100 aus e, ai, ersteres nach § 77 a aus ä entstanden. 
Es finden sich nur nin*^; Beruhigung und 'fis^J Funke. 

Zweite Art: Nomina von dreilautiger Wurzel mit Wiederholung 
der beiden letzten Wurzellaute. Es sind Ableitungen des § 156 
beschriebenen Steigerungsstammes. Dieselben sind alle dreisilbig. 
Der Yocal der ersten und der zweiten, aus dem zweiten und dritten 
Wurzellaute bestehenden, Silbe ist überall ä. Ueber das erste ä s. 
§ 85, 1, das zweite bleibt. 

Erste Glosse: Nomina dieser Art mit ursprünglich kurzem yocale234a 
der letzten Silbe. 1) ä: dasselbe bleibt in H. p'ijP*?';) ^B?9^i C3Wn» 
Lev. 13, 42. 49 p. Feminina: tMgWT^ tTip^J?^n, tifyj^b^V. ' " 

Aus T&\p ^Vnh Jes. 2, 20 wird ein H'^^iO'^n zu enchliessen sein, g. § 49. Anm. 
Ueber &*iK:fta, Mnan vergL § 117d. 

2) i: ist in keinem sicheren Beispiele nachzuweisen. Man kann b 
hier eingliedern n^&TUD^ Jer. 46, 20 s. § 49 Anm.; bTKT^ und nnxlsn 

8. § 124. 

3) ü: nur in Vnbr« Dt. 32, 5 und Feminin: mrnm» H.L. 1, 6 ver- c 
treten s. § 95, 1. 

ZweiteClasse: Nomina dieser Art mit ursprünglich langem Yocale 235 
der letzten Silbe. 1) mit ursprünglichem ä nach § 77 a nur nip^g^ 
s. § 49 Anm. 2) mit ursprünglichem ü: *fqD&Dtt Nu. 11, 4 und 

t*Jnrinanan Jer. 13, 23. 

Dieser Classe würde der Eigenname p^psn angehören, falls er aus p^Sljp^li ent- 
standen ist. 

Dritte Art: Nomina von wiederholter zweilautiger Wurzel. Es 
sind Ableitungen des § 157 beschriebenen Steigerungsstammes. 

Erste Abart: Nomina dieser Art mit zwei ursprünglich kurzen 
Yocalen. 

Erste Classe: Nomina dieser Abart mit zwei ursprünglichen ä :236a 
kätkät. Intensivform zu kat § 193 a, wie dieses sowohl abstracto als 
concreto Substantiva bildend. Mit erhaltenen Yocalen babä, yT\^i 
Iß'jß oder nach § 118 Igig, nach § 102 a !^p^; nach § 86,' 1 ^rj?, 
nach § 116 Anm. 3. nsis.' Bios im Plural erhalten: D'^^T^T, D'^nnnn, 
D*n»ßVp, D^!n?\!9n, blos im Duale '^D1&$&¥. 

"^^71 Spr. 26, 21 erklärt sich nach § 107*a; für Ip^p Nu. 24, 17 Ues -TßTß. 

Feminina: 1) mit betonter Femininendung und nach § 86, 3 b 
S^^nbn, ns»S 2) mit tonloser knVj^Vß. Nur im Plurale sind er- 
halten rrirans, räuiD nach § lie/Änm. 3; rri^obp nach § 71, 3 



160 Dritter HaupttheiL Die Lehre yoii der Wortbildmig. 

und § 82. Nor im Plural erhalten tlinth«$Y and daraus yerkiirzt 

it\idy(6 Ex. 28, 22; *rri'T5i^|. 

23 7 Zweite Classe : Nomina dieser Abart mit K in erster, ursprunglichem 
ä in zweiter Silbe: kitkat. Nach § 86, 1 bdbji, V. bäbä; contrahirt in 
^33, •ISS; von n*b nach § 117 c D'^n:?. Feminina: VSSOt und im Plural 
trri"^?*)? Jes. 66, 20. 

238 Dritte Classe : Nomina dieser Abart mit ä in erster, ursprünglichem 
K in zweiter Silbe: kätktt. Es sind Infinitive. Nach § 90, 1 bdbs 
und nach § 71, 2 Anm. bsbd; nr;:?, weiblich friMSiMD s. § 112 a Anm. 2. 

239 Vierte Classe: Nomina dieser Abart mit ursprünglichem ü in der 
zweiten Silbe. 1) mit ä der ersten Silbe nur 'ü'rs Ez. 27, 16 und 
nach § 71, 2 Anm. "ib^ Jes. 54, 12. Doch beweisen die Eigennamen 
bbbd, ^^^^ßt D'^raT, dass diese Form häufiger in Gebrauch war. 
2) mit ursprünglichem ü in beiden Silben nach § 93, 1 und § 95, 1 
Ipn^ und fem. nach § 92, 1 rtaba. 

240 Zweite Abart: Nomina dieser Art mit kurzem Yocale in erster, 
langem in zweiter Silbe. 1) mit i in zweiter Silbe nur f'n'TiT Spr. 
30, 31. 2) mit ü in zweiter: pmaj^ä, ^Thn^ ^^mn und nur im Plurale: 

D'^na^a, D'^:^»», t^yträ, u'^^rm. 

Die im Arabisohen bänfige Form Kofka^ kami nur im Eigennamen *V)9^ ge- 
funden werden. 

241 Dritte Abart: Nomina dieser Art mit drei Vocalen. Es findet 
sich nur 1) das Schema kätäkit. Nach § 77 a und § 85, 1 und 
§ 90, 1 bjp'b;^ Nu. 21, 5 und der Stadtname "Xt^^P Jer. 48, 6. 2) das 
Schema käiäktt, nur vertreten nach § 90, 1, § 86, 3 und § 107a 
in bsbat i.* P. Dt. 28, 42, V. nach § 85, 4 b?bx. 

Andere lesen Dt 28, 42 ^](bs. Dann ist die Grandform säläsal. 

Anbang 1. 

242 Nomina gebildet durch Einschub des Diphthongen ai nach dem 
zweiten Wurzellaute. Der Yocal der ersten Silbe war nach dem 
Arabischen zu schliessen ü^ welches sich zu einem Vocalanstoss ver- 
kürzte. Es sind Deminutiva. Nur vertreten in WT u. viell. in ntt^bD. 

tD*^*^?1^ Jes. 3, 18 scheint Fremdwort, üeber l'iVlb Jer.' 49, 31 s. § 203. ' 

243 Anhang 2. 

Vierlautiffe Nomina, 

Diese Nomina werden hier der Uebersicht halber rein äosserlich nach ihrem 
Yocalismns aufjgezählt. Darunter finden sich solche, welche sich als Nomina 
äusserer Bildung von dreilautiger Wurzel erklären. Man vergleiche über die 
Herkunft dieser Nomina § 149. 150. 



Dritter Absohnitt. Die Lebre Yom Nomen oder Nennwort. 161 

1) mit zwei urspränglicben ä: bttVn, S^p^p; nacb § 86, 1 !l*ijP?. 
Feminina: r»:fbj, ronb^. Nur im Plurale V. f^nPiSX Za. 4, 12 und 
nacb § 71, s'*}™?*!? Ez, 31, 5. 

Hierher gebort auch htühitf, nach § 77 a Anm. aiu sämäl fOr säm'iÜ entstanden. 

2) mit ä in erster, { in zweiter Silbe: D^'l^^D s. § 90, 2c. 

3) mit zwei ursprünglichen i: trayn s. § 88, 1 und 90, 1. 

4) mit ursprünglichem ä in erster, ursprünglichem ü in zweiter 
Silbe nach § 95, 1 ab*j3, tön?, brrn, *ÜT\^^ *^"lBi Feminin im Plural 






5) mit ursprünglichem ä in erster, ursprünglichem ä in zweiter 
Silbe, nach § 77 a tir^nfi. Feminina: mfe«?, t^+röfc"? 2 Chro. 2, 15. 

6) mit ursprünglichem ä in erster , ursprünglichem { in zweiter 
Silbe: t^l'^nT ^ 72, 6 und nach § 71, 2 Anm. D'^nn^. 

b'^'i» ist Fremdwort, 

7) mit ursprünglichem ä in erster, ursprünglichem ü in zweiter 
SUbe: nwb|, nach §§ 71, 2 Anm. 138 a b^bäV. Feminin: tmehy 

8) mit drei Yocalen a) ohne Verstärkung eines Wurzelcon- 
sonanten: bmr, ftr^nyj^'W Lev. 14, 37, r^nfts. 

Dunklen Unpninges ist i'^^'^ra Jes. 3, 24. *iif^ Ezra 1, 4, IjxfpO Ley. 19, 19 
Dt. 22, 11 sind Fremdwörter; *fi^ Hiob 21, 23 Schreibfehler. 

h) mit verstärktem zweiten Wurzellaute: tlTts^n, V^^^?; V- nach 
§ 136, 2 ttPtibn. 

c) mit verstärktem dritten Wurzellaute: V{\ü!P^ ^^^Rn» "^"^S?. 



' IL NOMINA ÄXTSSEBEfi BILDUNG. 
A. Moznina gebildet duroh V orafttie. 

1. Nomina gebildet von äusserlich vermehrten Stämmen. 

Erste Art: Nomina gebildet durch vorgesetztes n. Es sind Ab- 
leitungen des §§ 159. 160 beschriebenen Causativstammes. 

Erste Abart: Nomina dieser Art mit zwei kurzen Yocalen. 

Erste Classe: Nomina dieser Abart mit zwei ursprünglichen a. 244 
Männlich nur von n^, nach § 99, 1 n:>nn, nbirn, aber nach § 99, 2 
na^in Jer. 42, 2. 

Feminina von 5*ft: nb»n, V. msn; von n"^: nach § 201» r\^y\^ 
häufiger auf tri: n'«*jn,'rTria*jn s. § 201 fr Anm., nach § 82, 1 nixpn 
Lev. 14, 43, wenn der Text richtig ist. Von "f^ kann man hierher 
rechnen Formen wie nron, n&pn s. §§ 194 (f Anm. 2. 201c. 

Hierher gehört vielleicht Mch ^JHK Hiob 13, 17 for "nn und von starker 

Wurael rTTjj« fOr rrn^tn. 

Stade, hobr. Gmamatik. 11 



162 Dritter HanpttbeiL Die Lehre tob der Wortbildiiiig. 

245 Zweite Classe: Nomina dieser Abart mit nrsprüngl. ä in erster, 
nrsprfingl. I in zweiter Silbe. Es ist die gewöhnliche Art den 
starren Infinitiv des Caasativstammes zn bilden. Auch der gewohn* 
liehe hat nach § 247 mit Ausnahme der n^ n. n^ einst so gelautet. 
Bei ^:p lautet er überall noch so. Von vollkomm. dreilaut. Wurzeln 
nach § 90, 1 Vnnn; nach § 102 Dbini; »Vfen; nach § 107« n»n P. 
1 Sa. 15, 23, oridrn £z. 21, 29; von ^ti: bsm und nach § 88, 2c 
-nsn, aber bron; Von Vta nach § 98 «hin, narftn und nach § 117& a«n; 
von *^ nach § 99, 1 yw]- Von unyoUkommen dreilautigen 1) von 
S^:p itn und nach § 107 a ipy^ Lev, 5, 4, nan P. Jer. 4, 11; aber 
dreilautig Dttvn Mi. 6, 13. 2) Von 'f:p: tmn. 

Häufig finden sich diese Formen mit scriptio plena der sweiten Silbe : z. B. Q^sdn 
Jer. 44, 4, ^"«D^pri 1 Kö. S, 25, ^Wj Za. 11, 10. Hier meint der Consonantent^t 
Formen anf I, s. § 247, welche die Pimotatoren nicht anerkannt haben. Ueber 
trvt^ Jer. 25, 3 s. § 159 h Anm. 3. 

246 Dritte Ciasse: Nomina dieser Abart mit ursprüngl. ü in erster 
Silbe. Es sind das passive Infinitiye des Gausativstammes. 1) Mit 
ä in zweiter Silbe: von n*b nach § 99, 1 u. 93, 1 jlTWO? *^*J ^^^ 
für rflb^n vergl. rtn^n Ez. 16, 4; tmtffr u. dafür ♦nfi^ Lev. 26, 43. 
2) Mirursprüngl. Tin zweiter Silbe' nach § 90, 1 u.% 93, 1 t^mj, 
fnbtin Ez. 16, 4; von d*b nach § 92, 1 lin. 

Zweite Abart: Nomina dieser Art mit langem Vocal in zweiter 
SUbe. 

247 Erste Classe: Nomina dieser Abart mit ursprängl. ( in zweiter 
Silbe, ursprüngl. ä in erster Silbe: häitU. Es sind die gewöhnlichen 
activen Infinitive des Causativstammes. Sie sind durch Dehnung* 
aus der § 245 beschriebenen Classe entstanden, s. § 91« Von voll- 
kommen dreilautiger Wurzel: b'^'^^n, nach § 106 y^f>:^T\j nach § 102a 
p'^rnri, TSKn und einmal *p'^mn Jer. 31, 32; von 3*b: tD'^an aber 
b^njn; von'ffi nach § 98 Tbin;" von «^ö nach § 99, 1 ^tf^n. Von 
unvollkommen dreilautigen nur von ^!^: nach § 86^ 3 n^^MH u. nach 
§ 159 b Anm. 4 verkürzt rt»tf, nach § 71, 3 rpjn. 

1. Nach § 82, 1 *^»i^ Dt. 7» 24. 28, 48. Jos. 11, 14 XL vielleicht y^fOn Lev. 
14, 46 u. a. -' 

248 Zweite Ciasse: Nomina dieser Abart mit ü der zweiten Silbe. 
Es finden sich nur die zwei vom Gausativstamme abgeleiteten 
Verbalnomina f^H Ez. 22, 22 u. tttfafin Thr. 3, 49. Ersteres ist 
wohl eine Analogiebildung zu kittüi s. § 228 vom Gausativstamme 
aus gebildet. 

Zweite Art: Nomina gebildet durch vorgesetztes na. Es sind 
Ableitungen des § 167 beschriebenen Reflexivstammes« 



Dritter Absehnitt. Die Lehre vom Nomen oder Nennwort 163 

Erste Classe: Nomina dieser Art mit zwei ursprünglichen ä : 249a 
näktaL Es sind die Participien des erwähnten Reflexivstammes u. 
nrspränglich mit dessen 3. Pers. Perf. identisch. Sie verhalten sich 
zu ihr wie tun zu Dsn. H. nach § 82, 1 u. § 86, 1 brtU, nach 
§ 102a, § 80, 2a fj^Q, häufiger nach § 81, la nmj, fbrg neben 
05115, t'^jJSO. Von "fi^ nach § 98 iVo, K^t ; von /ti: IäJ, '*J|? Hieb 
20, 28 aber DttJ u. Jes. 57, 5 D'^tjTTD,' ü'ni^ Mal. 3, 9. Von n^ nach 
§ 99, 2 ntey3,'nÄri3; von :^:p nach § 86,1. 3 nM, bj?j; von ^:p nach 
§ 86, 3 u. 77 a "fb^, tib; u. nach § 71, 3 u. § 82, l'crViBd nämälim. 
V. »b3, fttW, nach § 99, 1 fnjg Spr. 12, 8, t>T«?5 4^ i09i 16, nach 

§85, i^Thär 

Feminina: 1) mit betonter Endung: fn^bro Mi. 4, 7, njttVgi b 
rupfö?, nitj:; nach § 201 J nba?, njn?; nyfaj!'^) mit unbetonte 
Endung rlrotip, i. P. ro^ns, ranroTvon »^ nach § 112e riKbfe; Dt. 
80, 11, rwto Za. 6, 7; von n^l^Vwifia 2 Sa. 18, 8 JPri. 

Zweite Classe: Nomina dieser Art mit ursprüngl. < in zweiter 250 
Sflbe. Zeigt sich nur bei einigen Participien Ni<p^al von V^ und ist 
Analogiebildung zu kätil § 202. Masc. nach § 86, 3 u. 90, 1 01^, 
b^, fem. nach §§ 71, 3. 85, 1. U3a näp^ 

Dritte Classe: Nomina dieser Art mit ursprüngl. langem Vocale 251 
in zweiter Silbe. 1) mit ursprüngl. ä in zweiter Silbe. So bildet 
sich der starre Infinitiv des Nifal häufig: nach §§ 107a. 77a 
n%!ef3 1 Ghro. 5, 20; ^rg Esth. 9, 1, sonst nach § 82, 1 Dhb?, tfnj>3 
von'rr6: tkiX^. 2) ein äleigt nur t*tVipaDa Oen. 30, 8, nur erhalten, 
weil "tbra; zu erklären war. 3) eixi { nur TQ von *Tff. 

rv&f 3 S Sa. 6, 20 foU wohl Infi courtr. sein. 

Ihritte Art: Nomina gebildet durch vorgesetztes hin. Es sind 
allesammt Infinitive von Nif al. 

Erste Classe: Nomina dieser Art mit ursprüngl. kurzem Vocale 252 
in beiden letzten Silben« 1) Mit ursprüngl. K in letzter, ä in vor- 
letzter Silbe sind die gewöhnlichen Infinitive von Ni<p'al gebildet. 
Nach § 86, 3 u. 90, 1 DnVn, nach § 88, 2 c "tail^n, nach § 106 nran; 
wn, »nri. lieber fHD^in jer. 19, 11 wie nann 1 Kö. 22, 25. 2 Kö. 
7,' 12 vergl. § 143 e Anm. 1. Nach § 107 a ntten, ra6r\ u. sy^ 
Nu. 80, 3, Von ^ir nur oian u. bnn. 

2) Die Tr> bilden jetzt auf ni s. § 201» Anm.: rfbän, niinn. 

Biete Büdniigsweiae übertrug man auf Hf% in t*rrifiqtfi Za. 18, 4 für^tta|ri, 
während umgekehrt nach Analogie des V^ gebildet ist HXgf) Jer. 25, 29. 

8) von ^^ bildet sich der gewöhnliche Infinitiv wie der starre nach 
§ 253 Itto^, Vmri ^u^d nach § 78 a \ipm\ Jes. 25, 10. Nach der massoret. 
Funetation syncopirt nittb Hiob 33, 30 s. § 114a u. Hitzig zur Stelle. 



164 Dritter Haupttheil. Die Lehre von der Wortbildung. 

253 Zweite Glosse: Nomina dieser Art mit ursprüngl. ä in letzter 
Silbe. Es ist dies eine andere Art den starren Infinitiv Ton Ni^'al 
zu bilden, s. § 251. Auch § 77a ihjri, bb«n, von n"b: nknn; von 
T":^: rtan, pian Jes. 24, 3; von ^rp: Vioin. 

Für «h^K £z. 14, 3 L «H'jn; für vfnm ^ 68, 3 entweder tßfn oder Cpja. 

254 Vierte Art: Nomina durch vorgesetztes nn gebildet. Es sind 
Infinitive der §§ 162 — 166 beschriebenen Reflexivstämme. Der Vor- 
satz lautet activ Tiri, passiv 'n9i. 

a 1) vom gewöhnlichen Reflexivsteigerungsstamm bildet sich 
a) der active Infinitiv mit ursprüngl. ä in erster, ursprüngl. i in 
zweiter Silbe. Nach § 90, 1 ?>nrin, M?ri77, nach § 135 c Dt^nn; 
nach § 106 tisntän aber nach § 107« ^rpnn; von y"!^ dreilautig 
b>nrin, b>örin und nach § 135 fc ^'ijrin, nach § 88, 2 c Tjntjrj. ß) der 
passive Infinitiv OMn Lev. 13, 55.' 56, s. §§ 130. 165. 

b 2) die n'^b bilden auch hier auf rri s. § 201 b Anm. rrisl^n; nach 
ihrer Analogie und nach § 111 tfriaS*?^ 1 Sa. 10, 13 von *«53rin. 

c 3) vom Reflexivsteigerungsstamme gebildet durch Wiederholung 
der zweilautigen Wurzel findet sich nur ^ijnisnn. 

d 4) vom Reflexivsteigerungsstamme gebildet durch Wiederholung 
des letzten Radicales a) von n'^ : rtimtfn s. § 201 b Anm. ß) von 
i'V findet sich kein sicheres Beispiel, da fDDiUin ^ 60, 6 u. t??^^ 
Spr. 18, 24 auch von y^'!^ kommen können. 7) von :t^s: f^Viinn Gen. 
43, 18; tSIfiißon ^ 84i !!• 

2. Nomina gebildet durch der Stammbildnng fremde oder in ihr 

nicht regelmässig verwandte Vorsätze. 

255 Erste Art: Nomina gebildet durch vorgesetztes K. 

Im Hebräischen laufen hier zwei ursprünglich ganz yerschiedene Bildunga- 
arten zusammen. 1) Actjectiva gebildet durch vorgesetztes K. Sie bedeuten eine 
besonders starke Eigenschaft, smd Intensivformen und sind im Arabischen 
allgemein als Comparatlv-Buperlative im Gebrauche z. B. *M>aru zu IctMr. Im 
HebraiBchen sind sie sehr selten geworden und von diesem YerhfiltniMe zeigt 
sich keine Spur. Hierher gehören *^!^» VT^ ^) Ursprünglich mit Gonsonant 
und Yocalanstoss beginnende Nomina, welchen man zur Erleichterung der Aus- 
sprache einen Yocal vorgeschlagen hat. So yi*^TM neben :ghl, 'tT^SCM neben M'tjl. 
Aehnlich franz. esprU von spirüua u. s. w. Beide Arten laissen sich im HebrftI* 
sehen nicht mehr reinlich scheiden. Daher werden sie hier nach dem äusser- 
lichen Eintheilungsgrunde des Yocalismus verzeichnet 

256a Erste Classe: Nomina dieser Art mit ursprüngl. ä nach dem 
zweiten Wurzellaute, welches sich in S¥^ u. !^U2$ erhält. Der 
Vorsatz tt wird theils mit df, theils mit i gesprochen. Letzteres ist in 



Dritter Abschnitt. Die Lehre vom Nomen oder Nennwort. 165 

einem Theile der Worte nach § 81, 2 aus urspr. ä entstanden, z. B. 
TOfiM, ar. *a/^an, in dem andern Theile nach § 88, 1 aus ursprüngl. t, 
z. B. nxtk, ar/fffra'. 

1) Mit ä des Vorsatzes nach § 86, 1 ntDK, ^T3K, T|nK; nach h 
§ 99, 1 fri'»«; nach § 99, 2 na*)K; von :^'!^ *D'*»i5Ä. Feminina a).mit 
betonter Endung TOan«. ß) mit unbetonter: V?n?aiit, V. nnntMÄ, 

H. roin«. 

2) Mit e des Vorsatzes mr«, V. n^iTK; mpK, nstf«, MtS«, "ifitJ»; o 
von n"b: n»K, /"«». t^*?^ Hos. 2, 14. 

Gleichen ürspnmgs ist V^M för 'amj nach § 101 a, ar. *a$nH, von ndo. t^M 
Lev. 21, 20 ist hau von ystiti * 

Zweite Classe: Nomina dieser Art mit ursprüngl. l oder ü nach 257 
dem zweiten Wurzellaute. 1) Mit l nach § 90, 1 D^nK; von S^':p D'^^pft 
8. § 112a. 2) Mit ü nach § 95, 1 rt&^; von n^'l^rt^M 2 Eö. 4, 2; 
von mehrlautiger Wurzel rri!^2iJfl2|(. 

Dritte Classe: Nomina dieser Art mit ursprüngl. ä nach dem 258 
zvreiten Wurzellaute. Der Vorsatz lautet theils a, theils V. Nach 
§ 77 a qi-ia«, rrhöK, fem. trptM u. nach § 78 a mitati». 

1. Gleicher Herkunft aind die Eigennamen ' it-i8AM a. ^päTS. Dunkler Herkimft 
nnd vielleicht Fremdwort ist | l/1.iu >3jt Nu. 11,5. Vsätf kommt von YtlfitL 

2, Aussprache des Yorsataes mit u zeigt sich vielleicht in b^^K von bn\ 

Zweite Art: Nomina gebildet durch vorgesetztes \^) Diese Bil-259a 
düng ist im Hebräischen, und in noch höherem Grade im Arabi- 
schen, schon im Schwinden begriffen. Man ersetzte sie durch die 
Bildung mit dem vieldeutigen tt. Sie enthält nur wenig Abstracta 
Vip*], n^O^; viel häufiger bezeichnet sie Goncreta nach einer her- 
vorstechenden Eigenschaft und eignet sich daher besonders zu 
Namen von Menschen und Thieren: pra*^. der Fröhliche, ypT^ der 
Listige, 5|b^ fFeiner Gen. 22, 22, «Ja"P Süsser 1 Chro. 4, 3;'^DtaT 
Wohlriechender 1 Chro. 7, 2; nai'' von njÄ s. § 77a Anm. eig. die 
Aechzende; I^BffT» Rother d. h. Hirsch. Ebenso niST» der Seiende. 

Der Vorsatz scheint ursprünglich überall mit ä gesprochen b 
worden zu sein. Als ursprüngliche Yocale des zweiten Wurzel- 
lautes lassen sich ä, i, ü, ä vl. ü erschliessen. Nach § 86, 3 H. n^^^^, 
rpfcj, nach § 85, 2 V. a'^'n'^, nach § 90, 1 H. yr^, V. tn?*; ^ 27, 12. 
Hingegen zeigen auch in H. verkürzten Yocal des Vorsatzes : D^p^j, 
tnVT; Hieb 39, 8. Nach § 85, 1 nw»*;, ptt'W;. Nach § 80, 2« tftrr|, 
nach* § 80, 3 a. fr njn^ nwrr;, Cfiife:? und nach § 78a 5|WD5, WpV^. 
Nach § 82, 1 "inr; und die oben genannten Eigennamen. 



1) F. Dietriekf AbhukUuiigen sor hefarftisdieii Grammatik. Leipzig 1846. 8. 140 ff. 



166 Dritter HaupttheiL Die Lehre Ton der Wortbildung. 

260 Dritte Art: Nomina gebildet durch Yorgesetztes t\. Hier sind 
Nomina von dreierlei Ursprung zusammengeflossen 1) Nomina ge- 
bildet Yom einfachen Stamme aus durch Vorsatz eines deutenden t. 
Sie sind fast immer abstract, selten concret rdrfin, avin u. s. w. 
2) Nomina, deren / nach § 159 6 Anm. 2 dem Causativstamme ent- 
stammt. Sie«indsämmtlichAbstracta, häufig Yerbalnomina. Schon 
im Semitischen sind sie wohl zum Theil metaplastisch als Verbal- 
nomina des Steigerungsstammes verwandt worden, -wie im Arab. 
taktü als Infinitiv desselben.* 3) Nomina hergeleitet von einem t\ 
Beflexivstamme, und zwar sowohl dem des einfachen als der ab- 
geleiteten Stämme s. §§ 161. 167 fr Anm. 2. 

1. Für die unter 1) angegebenen Komina konnten Honüna mit a gebianeht 
werden, vergL rviicrin n. MVis, tsism xl ri^no, fOr die unter S) aufgezählten 
wenigstens in yielen Fällen. Die unter 2) erwähnten wichen wohl arani Theil 
Bildungen mit dem regelmässigen h. Hieraus erklärt sich, dass diese Axt im 
Yerhältmss zu dem Umstände, dass drei Bildnngiwoisen in ihr Bunammongciflowon 
sind, nicht zahlreich ist. 

2. Der Bedeutung nach sohliessen sich diese Bfldungen jetzt an sehr ver- 
sohiedene Stämme an. 8o H}^., M^n, tum an das Hi^ 11; &*«9nnn, ninroQ 
in der Bed. TrMun^en an das Pi'm, tnirrm in der Bedeutung Mitieid an Kam 
Nif al oder HiApa'el, n^*^ an Pi'el u. s. w.' 

261a Erste Glosse: Nomina dieser Art mit zwei ursprünglichen ä. 

Nach § 86, 1 omg, vnm; nach § 98 bVin, atfin, :^, Y. atiin; 

nach § 99, 1 ymiu. nach § 82, 1 vielleicht lirm. 

Hierher würden als Ableitungen von 9*9 gehören ba^ tnj^ wenn sie nach 
Analogie von katl § 196 gebildet sind aus täbal, tämas ftr tabäü^ tamäss; 
femer als Ableitung Yon tfb *xtfP\f wenn es aus n*Wt verkürzt ist. 

l> Feminina: rtbrtta, nrein, n?Vta, i. P. n?bin, nur im Plnrale 

rriöyin, rrwirin/ Von rrt nach § 201 6 niÄn, *t'^^»!, *t"?«?» 

nfip^i n'nin, nach § 201 b Anm. nach Art eines Infinitivs räm. Nach 

§ 82, 1 nt3V3P\, i. p. rttttfon; n'nmn, i. p. rt^mn, neben nyKß^infMP<; 
von n^: tnten, *firya^, njpn. 

262 Zweite Classe: Nomina dieser Art mit ursprüngl. ü in erster, 
ursprüngl. ä oder K in zweiter Silbe. Mit ä nach § 93 t\V>^^ nach 
§ 109 n^hf von ri) nach § 119a m^; mit { nach § 214^ n;mn. 

263 Dritte Classe: Nomina dieser Art mit urspriingl. ä in erster, 
ursprüngl. i in zweiter Silbe. Nach § 90^ 1 fäOPtt Fem.: MUTIP, 

nb:pnn, von vib nach § 98 nayin, wbin, nrein, nur PI. V. rtinbinl . 

Von rf'b: n;;)KP! s. § 214£f. Sehr häufig ist diese Bildung 

von v'^i nach §85^ 1 n^nn, rarin, n^, n^; V. nVm, ninpi 

u« s. w. 

Dieser Olasse wdrde das alterthümliche b^ angehören, wenn es aus ta-jbÜ 
entstanden von bs'^ k&me. Aber letzteres ist l'B. 



Dritter Abschniti. Die Lehre yom Nomen oder Nennwort. 167 

Vierte Classe: Nomina dieser Art mit ursprüngl. l in erster, 264 
ursprüngl. ä in zweiter Silbe: tiktäU Nach § 89, 2 u. 77a Dinri, von 

•«na: itrwu fem. rtiabn. 

Fünfte Classe: Nomina dieser Art mit ursprüngl. ä in erster, 265 
ursprüngl. ( in zweiter Silbe: taktü. Diese Form ist von Haus aus 
Yerbalnomen des Gausativstammes, jedoch wie im Arabischen und 
Aramäischen metaplastisch auf den Steigerungsstamm übertragen 
worden. Die beiden Yon starken Wurzeln sich findenden Beispiele 
X^XX^^ 'Wkt^ sind auf Concreta übertragen worden. Häufig findet 
sich das Feminin dieser Bildung von n'^b. Das { der zweiten Silbe 
geht mit dem { der Wurzel und dem a der Femininendung zu { zu- 
sammen: *t*T^bai3, in'^jaig, ^'»bDn, *tf^'^?wj, n'^a^n, ti^^tann. 

Jer. 14, 14 K^'dlß niQlh erU&rt sich nach § 266. Auch n^a^nn o. TfOrf\ finden 
aiohy wiewohl mit yenchiedener Bedeutung, neheneinander. 

Sechste Classe: Nomina dieser Art mit ursprüngl. ä in erster, 266a 
ursprüngl. ü in zweiter Silbe: täktüL Auch dies ist eine Art 
Yerbalnomina zu bilden, welche die Vornahme einer Handlung 
oder das sich Befinden in einem Zustande anzeigen. Wegen dieser 
abstracten Bedeutung findet sich taktül fast immer weiblich, oder 
doch im männlichen Plural. Uebertragung auf ein Concretum nur 
in rwt\ Ton ra3. 

Von vollkommen dreilautiger Wurzel bw^n, ttib^öTO, *t*i?^^TO» ^ 
rrbfinrn, Dwbnn, fJ^^i^J? Hos. 13, 5; D'^pTOig, nitinon; ntib:?», 
D'»5'D^, t^i^ttx^", rria'iypi; von ^yrp dreil.: D^yonn, D'^wrag, D'^^i^i^n. 

Von unvollkommen dreilautiger Wurzel: von n"b: XtütF), ff^'ö*!? ° 
Nu. 32, 14, 8. § 265 Anm.; von "fp nach § 85, 1 tD^JKTi Ez. 24, 12, 

sonst fem.: nyiapi, nwan, rriwi, rmnri, nwip; nwpi?, njnttn, nmon, 

rown, ng^täpi; V. |i?^*i^ nwnn u.8.w., aber mit zurückgezogenem 
Tone ff^^^toLev. 5, 21.* 

1. Biese Bildimgsweise ist so heUebt, dass man nach ihrer Analogie auch von 
andern Wnrzeln als ^9 Komina gebüdet hat, so fn^tn Ez. 47, 12 von K^*;, t^V^ 
von C)**|M7. Ueber nisbri vergL § 134 d, 

2. Eine Spar einer Bildung mit drei Yocalen soheint vorzuliegen in den beiden 
Nennwörtern n$^n, Mb^n Y. nb^in, welche auf Qmndformen UÜä*ä^, tä*äMdt 
zurückzuführen sein werden. Doch wäre möglich, dass sich hier semitisches d 
gehalten hat. Dami würden sie miter § 264 aufzuzählen sein. 

Sielente Classe: Nomina dieser Art von vermehrter Wurzel: 267 
täkattül. Nur zu belegen in b^>nn u. n^tl^MPi s. § 85, 1. 

Im ArabiBohen entspricht to^kdtul mit Yerkürzxmg des il. Es ist als Infinitiv 
des Beflexivsteigerungsstammes dort im allgemeinen Gebrauche. Tps^ipn ^^l^^iSl 
wird aus 'ptxa yerschzieben sein. 



168 Dritter Haapttheil. Die Lehre von der Wortbildung« 

268 Vierte Art: Nomina gebildet durch vorgesetztes tt. Dieser Vor- 
satz entstammt der § 173 beschriebenen Dentewurzel *vq^ ntt. Die 
mit ihm gebildeten Nomina besagen daher zunächst, dass etwas 
sich wo befindet (Nomina des Ortes)^ dann, dass wer oder was eine 
Handlang übt oder von ihr betroffen wird, sich in einem Zustande 
befindet. Daher eignet sich diese Art Torziiglich zur Bildung der 
Participien. Doch ist das secundär und ihre Verwendung zur Be- 
zeichnung des vorher erwähnten Begriffes älter. Endlich bezeichnet 
sie auch, dass eine Handlung wondi vollfuhrt wird (Nomina des 
Werkzeugs). 

Diese Domina mit vorgefletztem Q leiten sich nicht nur vom einÜAchen Stamme 
(der Wurzel) gleicherweise wie von den vermehrten her, sondern auch vonNomi- 
nibns innerer Bildung. Als solche denominirte Nomina mit a haben namentlich 
die Participien der abgeleiteten Stämme zu gelten. Auch in diesen war früher das 
Partlcip mit der 3. Pers. Perl gleich. Erst allmählich wurde es durch die 
deutlichere Bildung mit Q verdrängt. Aber nicht nur Nomina innerer Bildung 
sind durch die immer mehr um sich greifende äussere Bildung mit Q verdrängt 
worden, sondern auch die äusseren Bildungen vermittelst vorgesetzten *« u. n 
8. § 259a, § 260, Anm. 1. So ist die Bildung mit Q die verbreitetste aller 
äusseren Bildungen geworden. Einmal ist sogar von einem mit a gebildeten 
Worte ein neues denominirt worden: fni^^p Joel 1, 17 s. § 71, 2 Anm. von 
n^^S, £aUs der Text richtig ist. 

Erste Abart: Nomina dieser Art vom einfachen Stamme aus 
gebildet. 

269a Erste Classe: Nomina dieser Abart mit zwei ursprünglichen ä: 
makt&L Sie drückt zunächst aus, dass was geschieht, ist daher 
abstract und Stellvertreterin abstracter innerer Bildungen. Wie 
diese wird sie auch auf Goncreta übertragen. Daneben enthält sie 
Nomina des Ortes und des Werkzeugs. Häufig dient sie zur De- 
nomination, z. B. lj:^ti von i";?, b|3ftt von nba;j. 

b Von vollkommen dreilautiger Wurzel H. nadh § 86, 1. § 80 ll^Ta, 
nnKtt, bDKtt, ?r«^ti; V. i?3p3, a'iÄti, b?«», ^rKbr; nach § 98 TffQ, 
!?Trte; KXiiT; nach § 99, l' V. ao^i abe/ l©ti* 1 Kö. 7, 9 mit 'er- 
haltenem ä s. auch § 117 2^; nach § 126 STäia^ :^)a; f^^t^^^« ^^^ 
in der Bedeutung Außruch EL :^Dt3, wie nsia 1 Sa. 14, 15 mit er- 
haltenem ä. 

Von unvollkommen dreilautiger Wurzel: 1) n^ nach § 99, 2 H. 

rxdsra, nteino, V. nach § 99, i rxtfrm^ nteino. 

Yerkürzt sind b^, L P. nach Analogie von kafl hn, ^DU in ho^ xu *fSrc. 

d 2) von y^ in dreierlei Weise: a) nach § 86, 1. S ^tt, V. ^tt 
ß) nach 71, 3 V. fp*» Jes. 33, 4. 7) dreilautig D-^bbino. 

t^m Spr. 17, 25 tu DM Bind entstanden aus mamär, mdkas und dieae unter 



Dritter Abschnitt. Die Lehre Tom Nomen oder Kennwort 169 

Znr&olusiehimg des Tones aus mämirt makäs, welche Fonnen attch bei a und ß 
EU Grunde liegen. Für die weitere Oestaltnng war die Analogie von kaü § 191 
ansschlaggebencL 

■ 

3) Yon ^!P entsprechen Bildungen mit ursprfingl. d zwischen e 
den beiden Wurzelconsonanten ; nach § 77 a u. § 86, 3 ^itttt, taiptt, 
«ilÄ, nach § 106 rrtiti, V. nach § 85, 2 n*«tt, Dipti, ÄiM, rftao. 

1. Hierher gehört auch V\9Tq in der Bedeutung Zufiuchtsart, yon W, welches 
in der Ueberlieferung mit 13^} Stärke von Tt? zusammengeworfen worden ist; 
femer pnn pl. &*tyinij Streit Spr. 18, 19. 21, 9.^ 19. 23, 29. 25, 24. 26, 21. 27, 15 
E^d^ wofür das JM mit Unrecht W';^ liest, welches 18, 18. 19, 13 auch im 
Gonsonantentezte steht. 

2. Ob 12CQ s. § 89, 2 sich aus mifäd oder aus masdd erkl&rt ist zweifel- 
haft Letzteres wahrscheinlicher, weil y^^ s. § 135& u. ''^'iQm £z. 27, 6 neben 
tP^ Ez. 27, 29 sicher nach § 71, 3 u. 82, 1 sich aus maräs, nu^ät erUfiren. 

Feminina: 1) mit betonter Endung nDbttti, HMTO, ntinitD, T^ytfh'ü f 
nach § 110 c, ntett, njFils; von n^b nach § 201 fc'nbVti, nsi; von «iS 
vielleicht mit erhaltenem d nniP^xp wie ^XTü nach § 85, 1. 2, daneben 
misti, sonst nach § 78 a rnro neben rxjiXüy niTOti von ntti; nxnti 
neben fhtg, nj*» von p'bti;*V. njpiia'nach §'85^ 4, rtsr, Von*W 
nach § 85, 1 f^iaati Ha. 1, 9; von «iS: nni3Ä, ti^ti, tttritt. Bei 
starken Worzehi tidtt häufiger als V. die Form mit unbetonter 
Endung ein. 

2) mit unbetonter Endung rai^ra, i. P. ttl^tt neben nnvra, 
r\ym u. als V. robtttt, rtw, n*Tbitt,^n«hiÄ zu dekVben angeführten 
Formen mit betonter Endung. 

Formen dieser Art von nichthauchlautigen Wurzeln kürzen 270 
häufig das ä des Präfixes nach § 81, 2 zu ^ oder nach § 82, 1 zu i, 

so D^nßbtt neben n'^ngbti; Mntt, nasntt, tiMnü neben niaanta; pnnti, 
D'*^nntt neben D^^nntt; "^Vüt^ neben D'^mtiia; ma^ Za. 9^ 5 neben 
DQätt u. s. w. Wo neben Formen mit { keine mit ä oder ä vor- 
liegen, bleibt der Zweifel, ob dies if ursprünglich oder secundär ist. 
Dieselben sollen alle unter einer Glasse miktäl verzeichnet werden, 
da keine Möglichkeit ist, zu scheiden. 

IZweite Classe: Nomina dieser Abart mit K in erster, Ursprung- 271a 
lichem ä in zweiter Silbe: miktäl. Nomina des Ortes ^%^m. 
a^to, t3b{^ta, "itt^, ^?^^ I^Vta oder des Gegenstandes, an welchen 
sich eine Handlung knüpft pntapf Ha. 1, 10, nuia, doch auch 
des Werkzeuges, wie im Arabischen allgemein : t*^??9 ^^* ^3« ^^ i 

Von vollkommen dreilautiger Wurzel H. nach § 86, 1 V^)^ '^tt« b 
^J?^ V. Vn^tj, lantt aber owt? auch H. 



170 Dritter HanpttheiL Die Lehre von der Wortbildung. 

müi9 Jes. 52, U loU tieUeiolit Y. aein,* nto^ £& 88, 14 beroht ttof Tezt- 
verderbxun. 

c Von unvollkommen dreilautigen Wurzeln 1) von n^ H. nach 

§ 99, 2 rtntiti, n5);jfi; V. nacli § 99, i nnrä, rnpia. 

2) von i^''!^ nach § 90, 2 c nott, nSQ u. dreilautig V. fAyü ^ 60, 2. 

üeber ^n^ vergL § 269 e Anm. 2. 

d Feminina: 1) mit betonter Endung : nn&tö^, 9ittr6ta, wozu Formen 
mit unbetonter Endung als V. gehören^ von n'^ nach § 201 b rtm, 

ntnj; V. rttst?, rnro; von :f^:p: rvma 

Ob frh^ Hab. 8, 17 t ^ |3Q Jes. 1,^8 nach § 111 oder als Schreibfebler für 
V&:fQ, Kl^ SU erklären sind^ steht dahin. 

2J mit unbetonter Endung rt'jtt^, p. ft'JWBftü, t'T^'*^ ^ Sa. 
IS, 22; als V. r>?bj?tj, rtW^tt. 

272a Dritte Glosse: Nomina dieser Abart mit ursprüngl. ä in erster 
Silbe, ursprüngl. { in zweiter: mäktil; sind zumeist Nomina des 

Werkzeuges: TOß^s, t|'3Sti, ?ritt, «Jgiti, tni^^ttro, 1?Wq; selten des 
Ortes "ijitt; denominirt "jabtt von njnb, njti'Ttt von lOT. 

Von vollkommen dreilautiger Wurzel nach § 90, 1 fäb^, M*itt, 
nach § 102a f'i'^^m, "TtOfTü; nach § 106 nnra; nach § 126 fBtt; nach 
§ 98 ^rha. Von i"!^: la^^ V. lautet gleich, aber nach § 107 a nte» 
oder ^toti von ntott. 

Von V?T9i W^o^ "^»^f "ß^ lautet V. ^"np, nt'To, *15Ö0, l?i^ Biese 
Formen könnten durch umspringen der Yocale entstanden sein, gehören aber 
wahrscheinlich zu mtkfäl § 271 u. nur metaplastisch zu den obigen HH. 

b Feminina: In H. nur mit betonter Endung 1) nach § 89, 1 u. 
§ 98 n^pna u. V. nach § 126 a rüSfü 2) sonst nach § 90, 2 c t*^^^M 
Jes. 3, 6^ n&|tt u. danach auch V. ro^ntt, nt». Von If^:^ ^^t?* 
rtoti u. nach § 135 b STWö, MKtt. 

Nicht hierher gehört ^&n9^. Y. t^MD^ u. P. trtKiOü rathen es von rtti^Q herzu* 
leiten s. § 112 c 

c Auch hier zeigen sich neben Formen mit ä in erster Silbe nach 
§ 82, 1 solche mit 1. So D'^ntaoia, rrin^aota neben D^niaott. Dagegen 
steht es dahin, ob wir für f^ip, "l&cpia, tV^n das gleiche oder eine 
Grundform mikttl anzunehmen haben. V. rarp s. § 107 a. 

27Sa Vierte Classe: Nomina dieser Art mit ursprüngl. ä in erster, 
ursprüngl. ü in zweiter Silbe : mäkful. Lässt sich nur von ^p"^ sicher 
nachweisen ; Feminina wie tubnia, rtbbMt), rtp'bnia, tmirm leitet man 
besser von mäktäl s. § 274 her. 

In diese Olasse Hessen sich auch weisen die drei Formen rviaVj^ Bpr. 18» S. 
19, 29, n^^^n^n« Elagel. 1, 7, &mfi*^^ 2 Ghro. 28, 16. Allein für ersteres steht 
in ffuten HHSS. ni&Vna, was von wv^ kommen kann. Für das zweite findet 
sich a. a. O. v. 11 &rT«*nQhQ und für heide wird tr«jurro eu schreiben seini Das 
dritte endlich ist von XT^ nackt für Q^ s. § 296 y^*W dauimiairt. 



Dritter AbBchnitt. Die Lehre yom Komen oder Nennwort. 171 
Von 9^s Mascul. nur tbl9, vorüber § 269 e AnnL 1 ; Femin. n^sia^, b 






Fünfte Glosse: Nomina dieser Abart mit ä oder { in erster, 274a 
ursprüngL ä in zweiter Silbe. Semitische Variante zu mäktal u. 
nakfal 8. § 269 u. 271, so niHM neben V. nnM, t*D^to^ ^ i*l| 10 
neben tnism. Nomina des Ortes fD'^ira u. wie arab. miktäl des 
Werkzeuges: '^fi'ntipVti ^ 22, 16. ^'^ 

Nach § 77 a ftOffo, nach § 102 a niora neben D*tKhlrmi nach b 
§ 106 rripbfi; nach §126 nim; von :^:p dreilautig u. nach § 71, 2 
Anm. I pn ' l B ti Hiob 9, 18. 

Mit { in erster Silbe "VrDpa, nrictitj, von !^!P dreilautig V&ra. o 

Ob dieaea I semitiBch oder nach § 82, 1 zn erklären ist, lässt rieh nicht am- 
mafthan. üeber y^ vergl. § 269 ^ Anm. 1. 

Von Femininis sind hierher zu rechnen Bildungen wie t\Vjp*Aüf d 

tl^tn, hgbn^, rnhrm s. § 273 a. 

Eine Clasae dieser Abart mit I in zweiter Silbe gibt es nicht Dekm .Bd4*^b9a 
Za. 1, 4 ist Schreibfehler, und Formen wie iij'^» ^"^"T? ™d von Nominibos 1*^ 
a'**i denominirt, welche ihrerseits vom CaosatiTstamme herkommen. 

Sechste Glosse: Nomina dieser Abart mit urspriingl. ä in erster, 275a 
ursprfingl. ü in zweiter Silbe: mäktül. Sowohl Nomina des Ortes 
ynätt als des Werkzeuges b^3ia, oft denominirt. Nach § 80, 3 & thabtt, 
nach § 126 n&fi, nach § 117 ( wohl b^tt; von n"^ nur fD'f^brm 
2 Chro, 24, 25' Von ^^ dreilautig fb^Oti. Von ^*"p kann man clie- 
jenigen Bildungen hierher rechnen, welche ü zwischen beiden Gon- 
sonanten haben. Mascul. sehr selten, fptttt, V. tE|^%3 . Jes. 8, 22. 

Feminina: frii;^^ Jes. 44, 13; nach § 71, 2 Anm. nin^Btt Joel b 

1, 17. Von «1^:^: ntPiTO, nnitha; V. ntt^inü, ra'itha. 

Zweite Abart: Nomina dieser Art von vermehrten Stämmen aus 
gebildet. 

Erste Abtheilung: Nomina dieser Abart vom gewöhnlichen 
Steigerungsstamme, s. § 154, aus gebildet. Der Vocal des Vorsatzes 
war überall ä. Sie sind sämmtlich von älteren Participien ohne tt 
denominirt. 

Erste Glosse: Aetivparticipia dieses Stammes mit ursprüngl. ä276a 
in beiden Stammsilben: mäkättal. Von vollkommen dreilautigen 
Wurzeln nur im Feminin: nach § 85, 1 Mbstra, i. P. ti^^t^^i n^^ 
§ 135 c WDITIÄ aber n^KJtj P., t'^'^taQ- 

Tfy^ 1 kö. 1, 15 iit ans rtn^Hf sQsammengesogen oder verschrieben. 

Von n"^ auch im Masculin: nach § 99, 2 H. nnsta, nach § 135» b 
rvrpf; V. nach § 99, 1 mt)^; Fem. nach § 201 » n^. 



172 Dritter Haupttheil« Die Lehre yon der Wortbildung. 

277 a Zweite Classe: ActiTparticipia dieses Stammes mit ursprüngl. ä 
in erster, orspr. { in zweiter Stammsilbe: tnäkattil. Nach § 85, 1 
u. 90, 1 la^ro; nach § 106 55*9; nach § 135 c "IHM, TtWD, brntt, 
pintüi daneben mit Ersatzdehnung tjttptt, yptrüf wie immer bei mitt- 
lerem n: ^nta s. § 135 6 c. Yon 9^!^: ^trätt, b^ßti und nach § 88, 26 
■-TJÄÜ Spr. i9, 26. 

Ueber die Paiualform pfJSQ Oen. 21, 9 yergL § 88, 3, o. 1^ in der Bedensart 
n^ ym W ist erst ans fXOTQ verkürzt. 

b Feminina dieser Classe nach § 90, 2 c nb^t^i niEjgntt. Häufiger 
treten metaplastisch die § 276 a beschriebenen Formen ein. 

278 ßritte Classe: Passivparticipia dieses Stammes mit ursprüngL ü 
in erster, ursprüngl. ä in zweiter Stammsilbe : mäküttäl. Nach §§ 85, 1. 
86, 1. 92, 1 nato, von :^!P: b>ntt, nach § 93, 1 fü^] nach § 135»c 

irrpüj ipii^»' ^«i^ *"h'3i^ i ^^^ ^'^ »ach § 99, V {rvfn. 

Feminina: 1) mit betonter Endung: fngbnia Nah. 2, 11, nto^kia; 
von n"^ nach § 2016 T\)m; 2) mit unbetonter Endung: t^*^^ P., 

traaijti, fn^oia P., ronVtt, iro^hia^ 

279 Zweite Abtheilung: Participia des durch Wiederholung des 
letzten Wurzellautes gebildeten Steigerungsstammes, s. § 155. Im 
Activ wie Passiv steht d zwischen beiden Wurzellauten. Die letzte 
Stammsilbe hat im Activ ursprüngl. i, im Passiv ursprüngl. ä. 

1) AcHv nach §§ 85, 1. 90, 1 ff^ititi, fO'tfinti, Feminina fehlen. 

2) Passiv: von ^''^p im Masculin nur fDiai^ta Neh. 9, 5 mit abnormer 
Erhaltung des ä; von :p'':p: t^bintj. Feminina: von ^"^i ff^aithj Ez. 
38, 8; von :p^:p: ^tWixq Jes. 9, 4.* 

Von rf% gehört yielleicht hierher "^yva^o Oen. 21, 16, falls der Text richtig. 

280 Dritte Abtheilung: Participia des durch Wiederholung der bei- 
den letzten Wurzellaute gebildeten Steigerungsstammes, s. § 156. 
Nur vertreten in D'^nsxnti, 1. D'^^isirro nach § 124 für D'^nansma. 

281 Vierte Abtheilung: Participia des durch Wiederholung der zwei- 
lautigen Wurzel gebildeten Steigerungsstammes s. § 157. Passiv 
nicht vorhanden. Im Activum hat die erste Stammsilbe ursprüngl. 
a, die zweite ursprüngL h Nach §§ 85, 1. 90, 1 t^¥&» Jes. 10, 14, 
tbsbM Mal. 3, 2; nach § 100 t?«5?rrt? Gen. 27, 12* nach § 107« 
t'^g'JpiD Jes. 22, 5. 

282 Fünfte Abtheilung: Participia des Zielstammes s. § 158. Werden 
in erster Stammsilbe ursprüngl. äj in zweiter ursprüngl. i gehabt 
haben. Nur vertreten in -hmito Hiob 9, 15, s.* §§ 85, 1. 77 a. 89, 1, 
und K*diß f»Jtäite ^ 101, 5. ' 



Dritter Absclmitt. Die Lehre Yom Nomen oder Nennwort 173 

Sechste Äbtheüung: Participia des CausatiYStammes. Entstehn 283 
darch Vorsatz Ton tt Tor dasjenige Nomeni aus welchem die 3. Pers. 
Perf. erwachsen ist und welches früher auch als Particip diente. 
Daraus erklärt sich, dass letzteres überall da ursprüngL ä zeigt, 
wo sich dieses in der 3. Pers. Perf. erhalten hat ; da ursprüngl. i, 
sei es nach § 90, 1 gesteigert oder nach § 91 zu { gedehnt, wo im 
Perfect dieses eingedrungen ist. Der Hauchlaut des causatiTen 
Präfixes wurde nach § 113, 2 ausgestossen. 

Auf den Causativatamm gehn im letzten Grunde zurück anöh Bildnsgen wie 
n;«^ tr^l^^t *^'*?? ■• § 278 d Anm. 

Erste Classe: Activparticipien dieses Stammes mit ursprüngl. ä284a 
in beiden Silben. Von yoUkommen dreilautigen Wurzeln nur im 
Feminin: fti^idro, nach § 102a fn^pta; nach § 126 frt^llg; nach § 99, 1 

Bei n"^ ist diese Bildungsweise Regel. Nach § 99, 2 H. nänta, b 
rbmj rata, nach § 99, 1 V. nrm, rbn^ r\m. Fem. nach § 201 h 

tnb:w3, nbiwa. 

' » 1 r' - -I I- , 

Eine Abart dieser Bfldimg mit cantativem n ist 'H"nCjP?p Jer. 23, 15, s. weiter 
§ 158 Anm. 2. 

Zweite Classe: Actiyparticipien dieses Stammes mit ursprüngL 285 
ä in erster, ursprüngl. i in zweiter Silbe. So bilden die Wurzeln 
^"9. Nach §§ 90, 1. 108 flQtt, nra, nach § 107 a rvQ Jes. 9, 16. 
Spr. 17, 4, fb» £z. 31, 3. Fem. nach §§ 85, 1. 135» msi}. Ueber 
mara Ez. 3, l's" 8. § 286 i. 

1. Die Pimotaioren nehmen noch folgende Formen mit nnprSogL I an: 
^yfrrq l Chro. 15, 24 ö. KM; D^sitTQ Za. 8, 7; ö'^öVn« Jer. 29, 8; ö'^'JJS? 2 Ohro. 
28, 28. Für die erste 1. nach § 280, fax die zweite &**9^rre, für die beiden andern 
arns b iyQ, try\rq. Ursprüngliches I würde sich hier^nach § 90, 2c als ^M 



2. ^RDQ Jes. 58 S ist von den Punctatoren als AbstractsabstantiT gefasst, 
MVisn ^ 185, 7 nach Kyi^l Jer. 10, 18. 51, 16 pancUrt worden. 

Dritte Classe: Activparticipia dieses Stammes mit i vor dem 286a 
letzten Wurzellaute. Dies ist nach § 91 die den Wurzeln ^"9 natur- 
gemässe Bildung. Masc. nach § 108 M'^nr, fn^att, f^\fß^ nach § 106 
tTt^jta Jos, 1, 13 oder nach § 71, 3 frPta Koh. 5, 11; tt^y^)fn. Fem. 
nach § 85, 1 f'^V'M Spr. 12, 4, V. fr^y^. 

Von Tollkommen dreilautigen Wurzeln: fb^^ltt; nach § 102 a b 
tpWtt und p'^mo; rp\fxa, nach § 126 T|tt; nach § 98 fT^V»; ^^^ 
§ 117 i ^T^ Ri."6, 37; von rp":^ einmal dreilautig D'naÄö Ez. 3, 15. 

Vierte Classe: Passivparticipia dieses Stammes mit ursprüngL 287a 
ü in erster, urspr. ä in zweiter Silbe: müktäl aus mähuktal. Von 



174 Dritter Haapttheil. Di« Lehre von der Wortbildung. 

YoUkommen dreilautigen Wnrzeln nach § 86, 1. 92, 1 fn^i^ t*^!?^ 
Ez.29, 18; nach § 126 n»; nach § 93 nnra, nym, nach § 102 a 
tWtt; nach § 119a f^TO«, V. fro«. 

b Von nnyollkommen dreilantigen Wurzeln: 1) von n^ nach 
§ 99, 2 H. riM, t^3W Ez. 9, 2; V- nach § 99, 1 nsfü. 2) von n*:^ ent- 
weder nach AnaJogie der l^fi Minw, nfTü^ *^yü für mübä^ münült, 
tnünäd oder nach § 71, 3 n» 2 Sa. 23, 6; nw'Äz. 41, 9. 11- 3) von 
yrp in der ersteren Weise \wfü 1 Ko. 10, 18,' V. fxm Ez. 41, 7. 

Feminina 1) mit betonter Endung: n'tm, substantivisch ge- 
braucht; nstt; 2) mit unbetonter Endung: tny^Ttt, ra^Vtt; nach 

§ 112c rttcrna. 

1. Ueber ni92(!3t^ Ez. 46, 22 vergL § 113, 2 Azun. 

2. Eine Abart dieser Bildung mit cansativem i liegt vor in dem aiamAischen 

Fremdwort töJTja Ezra 4, 7. 

Siebente Ahtheilung: Participien der Refleziysteigerungsstämine, 
s. §§ 163—166. 

288 Erste Classe: Activparticipien des gewohnlichen Beflexiv- 
steigerungsstammes s. §§ 163 — 165 mit zwei ursprängL ä. Nach 
§ 113 mitkättäl aus mäMtkätfai. Von vollkommen dreilautigen 
Wurzeln nur im Feminin: m^bri)}, t^^t^^ra. Von n^ MascuL H. 
nach § 99, 2 n'55ritj, nach § 13ö b fnyptm; V. nach § 99, 1 fro??*?- 

289 Zweite Classe: Activparticipien des gewohnlichen BefiexiT- 
steigerungBstammes mit ursprüngl. ä in erster, ursprüngL i in 
zweiter Stammsilbe: mitkäitU. Nach § 90, 1 ^7^13, nach § 129 
na*!!!?, "intgti; nach § 106 ?|l?th3; nach § 135 Ifümtm aber tTJawjJ 
von :p^s dreilautig bl^nni;, b>l;rAj. Feminina na(^ § 90, 2i; nn^jra« 
Metaplastisch treten dafür die § 287 beschriebenen Formen ein. 

290 Dritte Classe : Activparticipia der Steigerungsstämme mit Wieder- 
holung des letzten Wurzellautes : 1) mit ä in letzter Stammsilbe wie 
§ 288 nur bei rvb: nnrmtha s. § 99, 2 und im Feminin auch bei i':^ 
mit betonter Endung: fnunoipra Hieb 20, 27, mit unbetonter 
TOQiatnta. Sonst 2) mit ursprüngl. V in letzter Stammsilbe wie § 289. 

Nach '§ 90, 1 von i':p: bbintto, tTTÜ™! "h'^'i^WJ ^^^ *"*• 1*^*™! 
nach § 129 c 1^|iP\W5, t^Vtatfti. 

291 Vierte Classe: Activparticipien des durch Wiederholung der 
zweilautigen Wurzel gebildeten Reflexivsteigerungsstammes s. § 166« 
Hat den Y ocalismus der zweiten Classe und ist nur durch ti7bnbra 
Spr. 26, 18; tmrTora 2 Sa. 15, 28 und fD^^n^^ 2 Ghro. 36, 16 
8. § 129fr zu belegen. 



Dritter Absohnitt. Die Lehre yom Nomen oder Nennwort. 176 

Anhang 1. Ein JPlas9wparticip ist yitöü s. § 165. 

Anhang 2. Farticipia mdirlauti^^ Wuruln ffebildet durch a sind ^a'pQt 

1 Ghro. 15, 27 denominirt von Kbra'nS; t&OOTnp Ex. 16, 14 o. b^HSi^ s« §111 

denominirt von iMO, 

I 

B. Noxnlnajgebildet durch Naohs&tse. 

1. Nomina gebildet durch die Endungen am, an, am, an, ün. 

Vermittelst dieser Endungen werden yon Nennwörtern Adjec- 292 
tiya und Substantiva abstracta denominirt. Wo sicli solche voraus- 
zusetzende Nomina nicht mehr finden, sind sie entweder verloren 
gegangen, oder die Sprache hat direct von der Wurzel aus nach 
der Analogie ähnlicher Nomina derartige Bildungen erzeugt. Die 
Formen mit m sind alterthümlich und aus ihnen die mit n wahr- 
scheinlich erst entstanden. Ausser im Hebräischen finden sich von 
ersteren noch Spuren im Phönicischen^)i Arabischen und Amhari- 
schen. Im Aramäischeui Arabischen und Ge*ez hat die Endung dn 
grosse Ausdehnung gewonnen. 

Erste Classe: Nomina gebildet durch die Endung am. Es sind 293 
theils Adjectiva theils Substantiva abstracta. Yon beiden werden 
die meisten nur noch als Adverbien gebraucht. Ihre nicht gar 
seltene Verbindung mit der V. zeugt für ihre ursprüngliche nomi- 
nale Natur. So nach § 86^ 1 m\\ ta^tSK« tap*n, ta;n, Dm. Als Sub- 
stantiva sind erhalten tabnK, ta^, tatW 's. § 188/ Qsd Ez. 8, 18. 14, 
ein Gollectiv in der Bed. von D'^jb. 

1. Häufig ist diese Endung nooh in Eigennamen &;*>», ^>3|f ^V??> ^^^ 
^yff u. 8. w. Nur eine Nebenfonn ist» wie das Gentilic *^^ zeigt, die £ndung 
d — in ba^. Sie ward wohl durch ein *&a^ vermittelt. 

~ •• V 

2. Nach der Meinung vieler Neueren sind die oben angefahrten Adverbien 
erstarrte Accusative. Die Endung am entspreche ar. an; vergl. hierüber § 842. 

Zweite Classe: Nomina gebildet durch die Endung an. ünbe-294a 
tont liegt sie vor im Namen l^js, infolge dessen zu S^göl verkürzt 
in inbs, contrahirt in par)?. Hat sie den Ton, so tritt nach § 86, 1 
Kämes ein, nur in ))r\^ S^gol. 

1) mit ä in erster Silbe, denominirt von käfl, käiäli ';^bM, D'^^lj'lä, b 

D't^ian, D^^tt;^; nach § 71, 3 D^asnn, D^afa^, f&^dttvn ^ 68, 32; von 

n^H. nacir§ 100 "jn^^a, V- 'jrj'»^. Nach § 71, 2 Anm. pa«. 

2) mit { der ersten Silbe. Abstracta von rvb: l^äa, 1^3^, i;idp; c 
V. 1^:^, l^^p; concret gewandt in l^ia, zur Bildung eines Deminu- 
tivum verwandt in t&*>$s: H. L. 2, 12 Blümlein; mehrfach in Eigen- 
namen *pri*! u. a. 

1) Morgenttndische Fonchungen. 8. 193. 



176 Dritter HaupttheiL Die Lehre Ton der Wortbildung« 



d 3) mit ü in erster Silbe. Abstract in Y. fJ^ &* § 71, 2 Anm. 
Concret in irtbtö, V. fribtö s. § 92 u. "fang, V- "janB' neben la^i^; nach 
§ 71, 2 Anm. )'syn s. jedoch e Anm. 

e 4) Ableitungen von Femininis liegen vor in ^riyib von mb; 
•ppitfro von n^j 8. § 786. 

Eine Nebenform y^ ^^ mögliolierweiM yor in l^^i?, wohl ans *|T1^ gedehnt. 
Doch ist das Wort nicht hebr&isch. Möglicherweise stecken unter den aufgeführ- 
ten solche, in welchen sich semitLsohes ä nach § 77 a erhalten hat So findet 
sich neben 11*1^ der Plural niain^m. Doch können diese nur metaplastisch sa 
einander gehören. 

295 Dritte Classe: Nomina gebildet durch die Endung dm; hebräisch 
nach § 77a dm. Sind sehr selten geworden. Abstract: &^ neben 
li^nfi, der Ortsname D>n| Rodung u. yielleicht ftnV; 2 Chro. 33, 7 
für tiycp. Adjectiva: Dti*^ von n*?; der Eigenname &thS neben Tithl, 
orhv'von V^'KPy und nach § 78& D'naonn von *tlcr\n hartdm. Nur 
noch adyerbiell werden gebraucht DättiB und Diobl^. 

Nicht hierher gehört d^ s. § 149, 2. 

296a Vierte Classe: Nomina gebildet durch die Endung dn, hebräisch 
nach § 77a 6n. 1) Adjectiya "ffCT^, 1*0^?; von n"b: p*''^» t**?» 
Itin«, von i^'v: T&^?, öW>o; von n"i: "piin, liT?, fb'^t '(^''rf- 

Das t dieser Formen entstand nach § 100 aus ^ fOr ai, welches in Tbin yon 
^A ein a« vertritt. 

b War bei den vorhergehenden Worten die Denomination nicht 

überall sichtbar, so ist dies deutlich der Fall bei ftfi^ von b'lg; 

fhr« von -irw; "fn^x von nt; t^k von b«; fha» von D?ft; Ttej* von 
dää] *ifabtö von oW; li^^ria von nm; tb?^ ▼o^'l?^- 

Die Femininendung wird bei der Denomination ins neue Wort herObex^ 
genommen in *fie(r9^ yon mn u. "fin^g^ s. § 294 e. 

Zur Bildung von Deminutivis dient diese Endung in lit^K, 
D^jhnte, D'^jinj und vielleicht in ffsß^lt u. ♦fTHja H. L. 4, 9. 

Letzteres ist nach anderen Ac^jectiy eoUaria, 

d 2) Abstracta, welche jedoch häufig concret gebraucht werden: 

fr\t\*\ von nin;; "p'^on von "lon; hiemach yh«?, T^^tf»?» T^'^Wb; von 
rfV: ti'^nfi, fi'ili li'^H 'P'^^J*;; voi^ 2^'^^ T&r!i von ^:?:'ftt*'p. ' Femer 
von zweivocaligen Nominibus kataldn: p'^pp, von ^T\^ ^irifi von 
*tnfi Ha. 3, 14; V. fa?n, TiaKij, Tina. Nach*§ 71, 3 ^tna« ^*d der 
Stadtname p'^llSilS. 

e Sehr häufig bilden sich solche Abstracta von n^. Hier geht 
"^n zu itn, ön zusammen. H. nach § 86, 3 "fsnc^ litan, finn, TV^; Y. 
nach § 85, 2 -jiM, i'^ttn, Tinn, -j^^ir. 



Dritter Abflchnitt. Die Lelure Tom Nomen oder Nennwort 177 

Diesen Formen lauten in H. ganz gleich die von kam, s. § 200c, 
von n":^ abgeleiteten: fi'it, fixb, fitete. Infolge dessen verkürzt die 
Sprache abnormer Weise in Y. das ä dieser Bildungen nach Ana- 
logie jener: filT, fitoto. 

1. Von einem Participe Hi^'ll kommt Tiwfo, von einem Ortsnomen mit a 
t ^l t T Hb ü Bi. 3, 23. Das y. 22 stehende hrTOÖ^&n ist dmikler Herkonft 

8. Il*^ Gen. 3, 16 ist erst ans li*^*^ zusammengezogen, wenn nicht Schreib« 
fehler. 

8. In vielen Eigennamen hat sich die Endnng dn za 3 abgeschlifllan s. § 128, 2. 
So in i^&Q neben "p^^^, rm^ K'ftiß *rnK KM Spr. 27, 20 neben ftaK; H^ 
' neben idHäti« Hiemach sind zu erklären Namen wie "hn*^, hb^tö, *in*^*^ n. a.^) 

Zu der § 296 d erwähnten Form kätälän ist eine Steigerungsform 297 
kättälän entwickelt worden, welche sich nach §§ 77 a. 82,1. 86, 3 inH. 
zu kUtäldn, in Y. zunächst nach § 85, 4 zu kUmn und nach § 136, 7 
Anm. 1 meist weiter zu kWlön umgestaltete. Sie ist von Bildungen 
wie firav, denominirt von ratf, wohl zu scheiden. Mehrfach dient 
sie zur Bildung von Sammelwörtem: ^OSOf von ^V\ if(^m Ton litn. 
Hierher gehören, abgesehn vom Fremdwort ftfilp, V. fittsp noch: 

pnaa, p"»??» T^'^J^i P*^??; nach § I35ft 'pÄn'!i, Tian?; von rf'b: «rmn, 
pan, Ti'^jg?, patf, Ti^nn; V. TinDT, pÄ^'li to's. § 88, 5, Ti^^n 

aber 



Fünfte Ciasse: Nomina gebildet durch die Endung ün. Sie ist 298 
vielleicht nach § 78 a erst aus dn entstanden. Im Aramäischen ist 
sie häufig und wird zur Bildung von Deminutivis verwandt. Im 
Hebräischen ist sie sehr selten. Ob sie in den Eigennamen Ipt^^ 
oder ywn']j T^T' l^^V deminutive Bedeutung hat, steht wie bei 
dem Appellativum Ipn dahin. 

2. Komina gebildet durch die Endungen al, SL 

Erste Classe: Nomina gebildet durch die Endung aL Es sind 299 
entweder 1) Abstracta bezw. Sammelwörter: btt^S von &n3, \(sn:p 
von tl'n:^, beide mit Schwächung von ä zu ^, oder 2) Adjectiva \trsftn 
eigentlich glänzend, b&hav nach §§ 77 a Anm. 110 c aus samäl für 
sanCdl. 

Im Arabischen wird o/ auch zur Bildung von Deminatiyen gebraucht. 

Zweite Ciasse: Nomina gebildet durch die Endung äi, hebräisch 300 
nach § 77a öL Sie ist nur in einem sicheren Beispiele: bbn^ zu 
belegen. Vielleicht gehört ihr aber auch VbVM an. 



<) Gleiches findet sich im PbOnicisohen s. Morgenlibuiische Forschmigen 8. 193. 
8 1 • d 6 1 habt . OramiMirtlr 22 



178 Dritter Haupttheil. Die Lehre von der Wortbildung. 

3. Nomina gebildet durch die Endung ai* 

301a Dient wie die vorigen sowohl zur Bildung von Adjectiven als 
von Abstracten bezw. Sammelwörtem. 1) Abstracta und Sammel- 
wörter '^ AUgewalt, 'j^'jin p. Weisszeug, "j^liil Heuschreckenschwarm 
8. § 186; nach § 122 U^v^yf^ amatoria, tliMbb Schleifen, von Singu- 
laren **''TIT, *'^bb. Von einem Plurale leitet sich her '»niD^'M Jes, 
38, 20. Ha. 3, 19 Spielwerkzeug. Nach § 99, 2 fnälft ^ 8, 8 von 1KS, 

nvhfi Ton vtt; f^^ ^^^ ^0, 33. 

Nu. 32, 24 Ues QSS^X 

b 2) Adjective fnrwt Spr. 28, 23 ; t^Äb p. 1 Kö. 6, 17 von '^b ; 
njrjb; trnjbrj Ez. 31, lö"; vielleicht auch n^n« und •»319. 

4. Nomina gebildet durch die Endung f. 

302 a Nach dem § 343 ^Anm. 3 Bemerkten bezeichnet sie die Zugehörig- 

keit zu einer Art (Oenus). Daher dient sie zunächst zur Bildung von 
Stamm- und Geschlechtsnamen "^iSiT, "^yXP. •tan«, "V^n, '»3:P3S und zur 
Bildung von Adjectivis, welche die Herkunft von einem Orte an- 
zeigen : "^yi^h "^"^"^"^i *^^^1?9 '^li ^^d iskim aber auch zur Bildung 
anderer Adjectiva gebraucht "it^ö, '^^ta'lß* 
b Im Feminin findet sich sowohl die betonte Endung, zwischen 
welcher und dem i des Adjectivs sich ein parasitisches y einschaltet: 
ifd aus {fät, als die unbetonte, welche mit dem i zu it zusammen- 
geht s. § 308 d. Beide dienen häufig zur Bildung von Abstractis 
tr^\ Tfmxfd, *'hr>y^byOj seltener n*' — : tn«»b'»bB und so ist vielleicht 
n^b&Mia Jer. 2, 31 zu lesen statt n*>!9&K)9. Ebenso finden sich beide 
beim Adjectiv, so )n*^nKitt neben nja^itj. 

303 a Durch die Endung t wird denominirt sowohl 1) von Nenn- 

wörtern innerer Bildung "ibyy von bjn, *»?»•; von *'j^^, "^wn von tten, 
*»iWb von fb^bö. 

Der Analogie des Stammwortes folgend zeigen abnormen Yocal in erster 
8übe ^V^K^ von h^m. "^Tiisq von n*«a9, '«a'^s*« von 1*^«% letzteres wohl so smn 
Unterschiede von ^y^^\ 

b als auch 2) von Nennwörtern äusserer Bildung '^jb'lß von fol^; 

xüPT^ von ♦rirt'^; '>'its« von nr»; *t»T^3tim Thre. 4. 10. ' 

üeher '^iSnä von ^fi^^t '^1^^ von 1^^ s. die Anmerkung zu o. 

c Ja sogar 3) vom Feminin m'^tnnr) von nnri, "^t^tdbfi von KllDb&| 

"itit:^ von n-T^, und vom Plurale ^I0i*^^l^ von &*>3&. Doch werden diese 

Endungen auch abgeworfen "^"TiTX] von nTin*;; '»ptÄ? von njlaPii '»'natta 

von D'>nsti. 
.- , . 

1. Mehrfach findet sich auch Verkürzung im Innern des Wortes, so '^Vi^pti Ton 
D^O; t^"«^ Gen. 37, 86 neben *^9;^ von )';y^. 



Dritter Abschnitt« Die Lehre vom Komen oder Kennwort. 179 

8. Bei Ableitnngen von zusammengesetzten Nennwörtern werden meist beide 
Bestandtheile in das neue Adjectiy mit herüber genommen. So ^K^d^ von 
ifitroiö^; •»r»';?? oder •'pö^ia von 'porjS; *^?5^«^ a«5h § 111 von T3fi»X Ist das 
Ac^ectiv determinirt, so tritt bei loserem Verbände der Znsammensetzang der 
Artikel zwischen beide Bestandtheile: '^yta'jfT^a, ipnhrn^S n. s. w. Doch 
findet sich auch die kürzere und beqaemere Bildong des Ac^ectivs nnr von 
einem Bestandtheile des zusammengesetzten Wortes, und zwar sowohl vom 
letzten '^«•;, '«nVrnp von nil'no ia«, als vom ersten: "»WÖnb von ni nti^io. 

5. Nomina gebildet durch die Endung iU* 

Sie denominirt Abstracta, Doch mögen dann nach Analogie 304 a 
solcher anch neue Bildungen direct aus der Wurzel erfolgt sein. 
Einzeln findet sie sich schon im ältesten Hebräisch, Im weiteren 
Verlaufe der Sprachentwickelung wird sie häufiger, wird auch da 
gebraucht, wo sich die ältere Sprache mit Nennwörtern iimerer 
Bildung begnügte, und immer mehr auch an solche angehängt. 

1. Unhebrftisch und aus aramäischem Einflüsse zu erklären ist es, wenn dies 
sogar beim Infinitive geschieht fn^ von einem Inf. *^'t ^ 12, 9; ttW:9V|n Ez. 24, 

V 26; tWianrn Dan. 11, 23. 

2. Sehr häufig werden bei der Denomination vorhandene Endungen ignorirt: 
ni«tan 2 Chro. 26, 21 von '»Wfin ; MS<a von MKa : -fnnh^s von tvAt, WaVwQ von nAüi^ 

Auch die von einvocaligen Nennwörtern denominirten, bezw. b 
nach deren Muster aus der Wurzel gebildeten, Formen zeigen zwei 
Vocale, wie twb\ *M'7a:^ und ähnliche Formen beweisen. Sie schal- 
ten also wie der Plural ein ä ein und gehn auf kätälüt zurück. 
ftflTjtt ist daher wohl erst aus *rflTi'a uach § 71, 2 Anm. zusammen- 
gezogen. Wo die Wurzel weder an dritter Stelle eine raä'lSD noch 
an zweiter Stelle einen Hauchlaut hat, lässt sich folglich nicht ent- 
scheiden, ob die Bildung zwei oder drei Vocale hat. Hierher ge- 
hören frmTOvonnntf, *trflrnfi von ms, nr\:i^, fmn^Tp, fraobn. Von 

Y':?: wn? von n?. Mit » in erster Silbe Mbip, ffTwin; mit ä: fn>r, 
• • _»_ ' ^ ^ 

rntjfcn von "»TOn. 

•IT «IT 

Von den § 201 c beschriebenen Ableitungen von W bilden sich o 
Formen wie *f nw, deren d abnormer Weise in V. verkürzt wird: 
■JTfltb. Von n"b: iwoa, mba, welche umgekehrt wider die Regel inV. 
und vor Suffixen ä erhalten: V. frmn ^ 49, 4: "hn^bä Jes. 45, 13. Hin- 
gegen nach § 71, 3 von *'»nfi Spr. 9, 13' f rw^^nB. Von h"T: fP^m von »in. 

Bie erstgenannten Formen von M^ lassen allerdings aach eine andere £rkl&- 
rang za. 

Den Vocalismus zweivocaliger Nomina zeigen deutlich fnti^ von d 

TS3 ; mrrns, IftvhT, irr^pö, t^iw, tm^^:A, jyrh^^^, *i^^^^ ^^^ 

|b;». Von vermehrter \Vurzel V.'m»^:? Von iDg?; f^bbin von 
♦b^bDtj; *trw5tfh von offh; frabbin von *bbin; it^irji fw^ji 

12* 



180 Dritter Haapttheil. Die Lehre von der Woribildiing. 

e Von äusserlich yermelirten, theils concreten, theils abstracten 
Nennwörtern sind gebildet: V. frTOKbtt von SfKbtt; früSOti von 1§0t3: 
trobtttt von njbWD; V. trwobjs von fob«; von Adjectiven aaf i; 
twi^woip Lev- 26,' 13; t^*1T^' Sp^- 27,'4. 

DRITTES CAPITEL. 
Die Bildung von Qesohleoht, Casus und ZahL^) 

Vorbemerkungen. 

305a Das Hebräische scheidet, abgesehen von *na, rto s. § 173 ft, die 
Nomina nicht, je nachdem sie Personen, bezw. lebende Wesen, oder 
Sachen, bezw. Unlebendiges, bezeichnen, in persönliche und un- 
persönliche, sondern scheidet sie nach dem eigentlich nur dem Per- 
sönlichen zukommenden Geschlechte. Daher kommt es, dass unsere 
Kategorie des Sächlichen im Semitischen sich auf Masculin und 
Feminin vertheilt. Sofern in diese Kategorie auch die blos ge- 
dachten Dinge (Abstracta) gehören, bezeichnet das Hebräische die- 
selben gern durch das Feminin, 
b Ausser in diesem Punkte unterscheidet sich das Semitische 
auch dadurch von den indogermanischen Sprachen, dass es zur 
Bezeichnung des männlichen Geschlechtes keine eigene Endung 
entwickelt hat. Vielmehr erst durch den Gegensatz zum Feminin, 
durch das Fehlen der bestimmten weiblichen Endung, gewinnt ein 
Nomen männlichen Character. Es kann jedoch auch weiblich sein, 
ohne dass es die weibliche Endung hat. 
c Die Femininendung lautet im Hebräischen ursprünglich at 
Dieselbe hat je nachdem sie betont oder unbetont war, verschiedene 
Veränderungen erlitten, welche § 307 zu besprechen sind. 

Hauptform und Terblndongsform. 

306a I^ Hebräischen zeigen die Nomina männlichen wie weiblichen 
Geschlechtes verschiedene Formen, je nachdem sie einen folgenden 

1) n, Hupfeldi System der semitischen Demonstrativbfldung in d. Z. £ K. d. 
H. n, 464 ff. — JP*. Dietrich^ Abhandlmigen ssnr hebräischen Grammatik. Leipiig 
1846. 8. 1 ff. — H, DerenbouTff in Journal Asiatiqae. 6^me s6rie t. X 1867. 8. 873 1 — 
F, W, M, Phüippif Wesen n. Ursprung des Stat. constractos im Hebräischen. Weimar 
1871 und: Bas Zahlwort Zwei im Semitischen in Z. D. M. 0. XXXTT, 8. 21 fll — 
Th. NöUUke in Göttingische gelehrte Anzeigen 1871. 8. 881 ff. — Derselbe, Der Dual 
im Semitischen in Zeitschr. für Völkerpsychologie u. Sprachwissenschaft. Bd. VII, 
8. 408 ff. ^ F, MüUer, der Dual in d. sem. Sprachen, in Sitzungsberichte d. phil. hlat 
Classe der K. Acad. d. Wiss. Bd. 79. S. 449 ff. Wien 1875. 



Dritter Absehnitt, Die Lehre yom Komen oder Nennwort. 181 

Genetiv regiren oder für sich im Satze stehn. Die erstere Combi- 
nation nennt man den Status constructus oder die Annexion (An" 
Ziehung) an ein anderes Nomen, die zweite den Status absolutus. Im 
erstem Falle hat das Nomen seine Veriindungsform^ steht im Stat. 
constr. oder in der Anlehnung^ ist Nomen regens. Im zweiten hat 
es die Hauptform. 

Die zwischen den beiden in diesem Verhältnisse der An- b 
Ziehung stehenden Nennwörtern stattfindende logische Yerknüpfang 
kommt dadurch zum sinnlichen Ausdrucke, dass das erste Wort 
sich dem Tone des folgenden, die Bedeutung des ersteren modi- 
ficirenden, Wortes unterordnet. Beide Worte bilden daher ein 
neues zusammengesetztes Wort, welches sich jedoch von unseren 
Wortzusammensetzungen dadurch wesentlich unterscheidet, dass 
das zweite, nicht wie bei uns das erste, das die Bedeutung ein- 
schränkende ist {Stadtthor, hebr. Thor-Stadt). Das erste Wort hat 
daher gar keinen Eigenton, sondern nur Nebentöne. Und zwar ist 
dem auch da so, wo die Accentuation anders yerfährt. Oft aber 
findet dies Yerhältniss durch die Verknüpfung beider Wörter durch 
MakkSf seinen richtigen Ausdruck. 

Wo Hakk^ eintritt werden beide Worte rascher znsammengesprochen als 
sonst und übt das zweite Wort daher einen gesteigerten Einflnss auf das erste. 

Im weiblichen Singulare, im männlichen Plurale und im Duale 307a 
unterscheidet sich die Verbindungsform durch ihre Endung von 
der Hauptform. In ersterem erklärt sich die verschiedene Endung 
in H. und V. aus der verschiedenen Betonung beider. Hier- 
aus erklären sich auch alle Unterschiede, welche H. und V. im 
Innern des Wortes zeigen. Die Unterordnung unter den Ton des 
zweiten Wortes und das damit verbundene Zusammensprechen 
beider Wörter wirkt 

1) conservirend auf den consonantischen Auslaut des vorher- 
gehenden Nomons, welcher dadurch vor dem Verhallen infolge un- 
genauer Aussprache geschützt wird. 

2) zerstörend auf den Vocalismus des vorhergehenden Wortes, 
indem durch Wegfall des Haupttones die Oegen- oder Vortöne 
verrückt, durch solche geschützte Vocale tonlos und infolge dessen 
weiter verkürzt werden. Ja nach § 71, 3 werden wohl auch diese 
ganz aufgegeben, wodurch eine Verminderung der Silbenzahl ein- 
tritt. Hieraus ergibt sich : die Verbindungsform stammt so wenig von 
der Haupiform ab, wie diese von Jener, sondern beide erklären sich 
aus einer und derselben Grundform nach Maassgabe der besonderen 



182 Dritter Hanpttheil. Die Lehre von der Wortbildung. 

tonverkäitnisse. Hieraus erklärt sich auch, dass bei Yerbindung 
mit Suffixen von einem Worte verschiedene Y. Y. vorkommen. 

b Beispiele. Masculin: H. nw aus däbar, Yerb. nnn aus däbär; 
Fem. Sing. Haupif. njv, ti3^ beide aus lanat, n^n, ran beide aus 
hamat; nn*T3 nach §§ 86, 3. 131 aus nadäbat^ V.'lnan? nid^ßad- aus 
nädäbäi nach §§ 82, 3. 85, 14, verkürzt nach § 71,2Anm. nsna; Plun 
H. rrisna aus baräkät, Y. tybyi bir^x^ ^^^ bärakät s. § IIa. 

c Doch finden sich auch Yerbindungsformen, welche nach Ana- 
logie der Hauptform tonlange Yocale beibehalten, üeber dieselben 
im Plural s. § 332 c Anm. d Anm. 2. Im Singular ronä ^Teich' 
von ns^a, wohl im Unterschied von t\T\^ 'Segen'. 

Die Endung des Feminins Im Singular. 

308 a Nach dem vorigen hat sich die Endung des Feminins des Singular 
in Y. überall erhalten »nto robtt, hrnrm"^ tbTii, nach § 131 in H. 

TJ -I-' -TI« - j' *» 

mit wenigen Ausnahmen in ä, n— , verwandelt: ndbl9, nbvta. Die 
einzelnen weiblichen Formen sind im yorigen Gapitel aufgezählt 
worden. 

1. Ueber die miorthographische Bohreibnng K-;- s. § 81, Anm« 1. Üeber den 
XJebergang dieses d zu ä s. § 132. 

2. Eine unbetonte Femininendong ä gibt es im Nomen nicht. n^*)5| ^^SB^ 
Hiob 34, 13. 87, 12; mian ^ 116, 15; t^na sind obsolete Accnsative' 's. § 342! 
Das gleiche gilt von den Formen ^tnQ*% '^l?!?» '"^^CS^'!« ^Vl$> sowie mdg- 
licherweise von ^'^n^ Bi. 14, 18, falls nicht die Punctatoren hier wegen des 
vorausgehenden Kl^^ irrigerweise das weibliche Geschlecht zu verwischen ver- 
sucht haben, wie sie das gethan haben in Mb'^lSftn 2 Kö. 15, 29, M^?^ 'Bios. 7, 4; 
hiown p. Ez. 8, 2: nohas Jer. 48, 19, mep W 7, 25, tram Dt 14, 17. 

b Fällt hingegen der Wortton in H. nicht auf die weibliche En- 
dung, sondern auf eine Stammsilbe, so erhält sich das t der ersteren 
immer. Ist der letzte Wurzellaut ein Hauchlaut, so wird vor dem 
i ein a gesprochen nnnüi, MT&tt, sonst i n^b^, nnnk. Bei Ableitungen 
von ntf^ findet nach § 112 c Gontraction statt riKSto, moh. 

c Es ist zweifelhaft, ob diese beiden Yocale direct auf die alte 
semitische Endung at zurückgehn, oder Hülfsvocale sind s. § 101. 
Ist das erste der Fall, so müssen neben den Femininis auf at solche 
mit blossem t bestanden haben, welches unmittelbar auf den letzten 
Wurzelconsonanten folgte und als silbenbildend nicht aspirirt 
wurde. Auf diese Formen gehn die mit Suffixen verbundenen 
Formen zurück inlsjBtt, DPtb]B19 neben nb&tt; ^^rtank neben raf^. 

d Die unbetonte Femininendung verschmilzt mit einem vor ihr 
stehenden i zu it, tpyfb s. § 192», n'^btt'is, ti^rn s. §302». Zwischen 



Dritter Abschnitt. Die Lehre vom Nomen oder Kennwort. 183 

der betonten und einem yorausgehenden f schiebt sich ein para- 
sitisches j ein fnjntf Sfßijä s. § 192 &, njj!^ 'an\jä; njWfi pUtlijä 
8. § 302 ft. Ueber solche Ableitungen von n^ wie njDiS, njtiin 
8. § 214 rf, über solche wie TWn § 213 c, über tTi\i ebenda, über 
y . ra;p, t\yq s. § 201 h. Ganz singulär ist die Endung ät in rtnm, 

- Tt IT 

1. Besonderen Ursprunges ist die Femininendung ^ in cananäisclien Stadt- 
namen wie n^siK, ntoa, n^n, nn^a, nssfo, njnb limiö. Die Beibehaltung 

des t erklärt sich theils aus dem cananäischen Ursprünge dieser Namen^), theils 
aus der besondem Zähigkeit, mit welcher sich alte Formen in Ortsnamen erhal« 
ten. Ob die Punctation mit ä die wirkliche Aussprache wiedergibt, steht dahin. 

2. Wo sich sonst die Endung ät findet^ erklärt sie sich aus dem Abfialle einer 
weiteren Endung, bezw. eines Suffixes. Sie ist verkürzt 1) aus ^Rv^ in H'^T? 
4i 60, 18. 108, 13. Ebenso erklärt Hupfeld die Stadtnamen auf rv-;-, s. Anm. 1, 
was in Anbetracht von Formen wie nson, n^BM neben nnaain, fm^VM als mög- 
lieh zugegeben werden muss. 2) aus *^T^ in ripna ^ 16, 6; T^ ^ 132, 4; 
n^T Ex. 15, 2. Jes. 12, 2. ^ 118, 14. Im letztem Falle liegt wohl ein durch 
folgendes *^ veranlasster Schreibfehler vor s. § 23 ( Anm« 

3. Auch die Endung at findet sich in H. und zwar dreimal tif^^\ 4^ 61, 1 ; 
^V^ ^ 74, 19; nmä 2Kö. 9, 17. Für das erste irt zu schreiben n'yt^), das zweite 
zu emendiren; auch das dritte ist ein Schreibfehler, veranlasst durch voraus- 
gehende y. rv^tnö. 

Finden sich vom selben Masculin zwei Feminina, eins mit be- e 
tonter, das andere mit unbetonter Endung, so ist das erstere 
gewöhnlich Substantiv, das zweite Adjectiy. H'tM'» Gebärerin, tH^^ 
gebärend. Doch finden sich Ausnahmen. rtbstDtt p. 2 Eö. 2, 21. 

Von einer Femininendung ay contrahirt d, f, wie sie in andern semitischen 
Dialecten vorUegt, findet sich im Hebr&isohen keine sichere Spur. )i^tB9 würde 
sich auch nach § 301 erklären« Die ursprüngliche Bed« von *^*i^ ist nicht zu 
erweisen und über *i*i^ £z« 15, 6 s. § 343. 

Weibliche Nomina ohne weibliche Endmig« 

Wahrscheinlich gab es in der Entwickelung der semitischen 309a 
Sprachen eine Zeit^ in welcher die weibliche Endung blos an solche 
Nomina gefügt wurde, welche lebende Wesen bezeichneten, und 
fiir welche kein besonderer Ausdruck vorhanden war, so 'ins, nTiB 
aber 'liian, lira. Hieraus erklären sich im Hebräischen wie in den 
verwandten Sprachen die folgenden Erscheinungen: 

1) Es bedarf zur Bezeichnung weiblicher Wesen keiner Endung, b 
wenn für das entsprechende männliche ein besonderer Ausdruck 
vorhanden ist: DK neben a» und danach fem Ri. 5, 30; bm 
neben b*^K. 

>) Morgenlündisehe Forschungen S. 215. 



184 Dritter Haupttheil. Die Lehre von der Wortbildung, 

Hier versteht sich das Geschlecht von selbst. Eine folgerichtige Weitereni- 
vickelung dieses Principes ist es, wenn das Arabische solche A^jectiya ohne 
Femininendung lässt, welche nur von weiblichen Wesen gesagt werden können, 
hämil schwanger, trächtig; hä*id menstruirend; tcllik geschieden. 

c 2) CoUectiva, welche von Haus aus Individuen beider Ge« 
schlechter begreifen, erscheinen in der allgemeinen männlichen 
Form; sie können jedoch, wenn nur weibliche Individuen gemeint 
sind, weiblich construirt werden. So ng^ Hiob 1, 14; D*^^ Gen. 
32, 16; 1^ männlich und weiblich Gen. 30, 39; ^iM weiblich Jes. 
31, 5. Spr. 27, 8. 

d 3) Eine grosse Zahl von Nennwörtern ohne Femininendung, 
welche Ungeschlechtliches bezeichnen, sei es leblos oder Theil von 
Lebendem, gilt als weiblich und wird so construirt. 

1. Best einer noch älteren Bprachperiode, in welcher die Femininendung noch 
nicht vorhanden war, ist es, dass ein und dasselbe Wort in der allgemeinen 
mfinnlichen Form Individuen beider Geschlechter bezeichnen kann. So im 
Pentateuch und Bnth ^93 Knabe und Mädchen. Aehnlich ar. *arÜ8 Braut und 
Bräutigam. 

2. Ein Nomen mit der später männlichen Form, welches weiblich construirt 
wird, hat dieses Geschlecht erhalten, weil es der sprachbildenden Phantasie als 
weibliches Wesen erschien. Deutlich sieht man das noch bei 'n^ Jes. 14, 31 fem. 

310 a Die den folgenden Glassen angehörigen Nomina gelten im 
Hebräischen als weiblich : 

1) die Erde und ihre Theile: fn«, bnt?, tainpi, bW, fsa, n*»?, 
n»ö, airn, T)k, ty^, •jn«. Danach jrii Za. 14, 4; ön? Jes. 27, 2. 3; 
)^ Gen. 2, 15. taip^ schwankt. 

Gen. 82, 9 niiMi hdHah ist wohl Schreibfehler, da roma wie sonst immer im 
selben Yerse noch männlich construirt ist. 

b 2) geheimnissToUe, namentlich elementare Kräfte und Gewalten : 
V&3, trn, mit Ausnahme von Ex. 10, 13. ^ 51, 12. Eoh. 1, 6, und 
danach einerseits die Windnamen p&s, yo^^^ andererseits ^a| Gen. 
49, 6 und falls der Text richtig ab Spr. 12, 25. Ueberwiegend weib- 
lich werden gebraucht Vtt, tftatSi überwiegend männlich niK; ^ 
schwankt. 

3) die Theile und Glieder des menschlichen wie thierischen 
Leibes: ^Tfit, l^ia^KM, fDä, ^, ^^, C|ra, ^;i, in)^ und wahrscheinlich 
auch )n^. In übertragener Bedeutung sind männlich, sonst aber 
weiblich: :p):i 1 Eö. 6, 34; 1^ 1 Sa. 14, 4; D$IB Ri.'lG, 28. Mit Aus- 
nahme weniger Stellen werden weiblich gebraucht 1^, männlich nur 
Ex. 17, 12; by\; ?i^T; 1??; fit); DW, männlich nur Ez. 24, 10. 
Femer schwanken fgT, Y^';^ tjJS. Hingegen ist DJTi bis auf Jer. 20, 17 
u. rtTQ immer männlich, b^n folgend ist n^t^, nniO$2j( weiblich; Qipft 
ist für gewöhnlich männlich, aber Ez. 21, 21 weiblich. 



Dritter Abschnitt. Die Lehre vom Komen oder Nennwort. 186 
4) die Kleider, Werkzeuge, Geräthe und ihre Theile, so b$$; d 

aber nur Lev. 6, 20 ija; m, Tiä,*) ann, inj, ois, tnij, ttm^ nni, 
^•^pj *^?»?- Es schwanken fn», '^jk, nnaj bD*^ST, nxn, rot;» K'rt y^sj, 
•^b5, 13, ntatt, n"^?, ontf. Männlich^ist tißita! 

Umgekehrt finden tich Nennwöi-ter mit weiblicher Endung, welche gleichwohl 
immer oder doch überwiegend männlich gebraucht werden. So f^y^ immer, auch 
Bpr. 2, 18; während ntb|J und rifit schwanken. Hier erklärt noh der Ueber^ 
gang zum männlichen Geschlechte daraus, dass die weibliche Endung für den 
dritten Wursellaut gehalten wurde. 

Die FeiiiIniDendiin§^ des Elidieltswortes and des CoUecttTonis. 

Da nach § 1816 der Singular wie etwas Einzelnes, so auch 31 ia 
eine zu einem Begriffe zusammengefasste Menge bezeichnen kann, 
und neben CoUectiyis nicht immer verwandte Bildungen als Einzel- 
Wörter sich finden, so entstand das Bedürfniss, von CollectiTis 
Einzelwörter abzuleiten. Es geschah durch Anfügung der jetzigen 
Femininendung. Im Arabischen ist diese Bildung häufig, im Hebräi- 
schen hat sie schon sehr abgenommen. 

Findet sich neben einem von einem CoUectivurn hergeleiteten b 
Einheitswqrte ein Plural, so geht dieser in der alten guten Sprache 
auf die Form des GoUectivs zurück, ist also männlich, und hebt 
die in der Masse befindlichen einzelnen Sachen hervor. So n*>tf Ge- 

m 

dicht, Gedichte, Dichtung, ixy^w ein (bestimmtes) Gedicht, ö'^n*»© ein- 
zelne Gedichte; IttitlJ Lilien, X\SWW eine Lilie, O'^stfilD einzelne Lilien; 
nptf ein Jahr, u^i^ Jahre* Auch bilden sich von Adjectiven so con- 
creto Substantive in!^ weiss, n^üb ein weisser nämlich Baustein, D*«3!lb 
Bausteine. Doch finden sich auch weibliche Plurale: ysya. r\lT\ü^ 

1. Anders im späteren Hebräisch: ni^9^ nicht von *^3^ sondern von hJ3|{> 

2. Zuweilen dient als Einzelwort eine Ableitung von einer verwandten Bildung« 
So tir^ Einzelwort zu ^918 Haare. 

Ausser den schon genannten lassen sich noch die folgenden c 
Einheitswörter nachweisen: nb'^lj, nnTO, *nBb«, mbm, nnia'n, nnittt, 

nön, nst', *nnr; in friny! l Sa. U,'27. vglVÖ. L. 5, l/nbios, Viap, 
HKo, nisyp^ rtni, ns'^p, nbä«, nni^te, n3«n, mfen, n>nn. 

Zu diesem alterthümlichen Triebe der Sprache, die Einheits- 3 i 2a 
Wörter durch Anhängung der Femininendung zu bilden, tritt in 
directen Gegensatz ein jüngerer, welcher umgekehrt Massenwörter 
mit der Femininendung zu versehn strebt. 



t) 2 Sa. 6, 6 ist verdorben. 



186 Dritter Haupttheil. Die Lehre von der Wortbfldnng. 

Es erklärt sich dies aus dem begrifflichen Yerwaiidtschaftsverh&ltnisse, welches 
Bwisohen dem Abstractum xmd dem Massenworte besteht. Ersteres kann deshalb 
passend zur Bezeichnung des zweiten dienen, weil an letzterem der von ihm be- 
zeichnete Begriff besonders stark zum Ausdrucke kommt, vergl. unser Mannsehaft^ 
Jugend, Älter, Der Gebrauch des Feminins aber zur Bildung von Abstracten 
erklärt sich aus der Substitnlrung des Gegensatzes männlich 'Weibli^ für den 
Gegensatz peraanlich-sächlieh, dessen Unterscheidung in den semitischen Sprachen 
der Unterscheidung zweier Geschlechter vorausgegangen zu sein scheint. 

b In §§ 183 — 304 sind alle weiblichen Abstractbildungen aufge- 
zählt worden. Bei vielen derselben ist die Ableitung von einem 
concreten Masculin noch deutlich. So bildet sich fMim Za. 11, 14 
Bruderschaft von rifct, nbna Thorheit von blD, HD^btt Geschäft von 
^Kb)3. Hieran schliesst sich die Bildung weiblicher Massenwörter. 
So bedeutet nrp\0 Ri. 20, 16 ein Haar, aber Hi. 4, 15 Haare. Ebenso 
n*in5 Lichtmasse Hieb 3, 4t, njjy Wolkenmasse v. 5, *nmi^ Carawane 
von Vnk ; n» Jer. 6, 6 von fi. 

Die Bildung des Plnrales. 

313a Der weihliche Plural. Er wird vorangestellt, weil seine Bildung 
durchaus durchsichtig ist. Er lautet im Hebräischen überall 69-, 
ni nach §§ 29. 30 a auch t\ geschrieben, welches nach § 77 a aus dt 
entstanden ist. Dieses hinwiederum entstand durch Dehnung der 
Singularendung at. Diese einfache Art der Pluralbildung war um 
so passender, als der semitische Plural nicht eine Anzahl von 
einzelnen Dingen bezeichnet, sondern eine aus einzelnen Dingen 
bestehende Masse oder Menge. Der semitische Plural ist eine Ab- 
art des Collectivums. 

b Hieraus erklärt sich der Gebrauch des Plurales 1) zur Beveich- 
nung der Ausdehnung *ln'fo3ini3 das zu Füssen Befindliche, *nift|nti(?), 
^"fnitil^ das zu Raupten Befindliche 2) zur Bezeichnung stark- 
abstracter Begriffe. Gott ist ein nil^ bK 1 Sa. 2, 3. Ebenso bildet 
man tttesn; nt'Qri if 49, 4; rrü'^a; nftbin Thorheit, nftbi:^ Nachlese; 
frrinaih Ze.' 3, 4; rrib«Cann Lenkung; rrfc*S Brautstand. 

Viel häufiger wird in diesen Bedeutungen der männliche Plural gehrancht, 
s. § 3246. 

314a Der weibliche Plural setzt sonach einen weiblichen Singular 
voraus. Sobald jedoch die weibliche Pluralendung dem Sprach- 
gefühl als pluralische Endung feststand, gewöhnte man sich^ solche 
Plurale auch von Singularen ohne Femininendung, ja sogar von 
weiblichen Singularen mit Beibehaltung der weiblichen Singular- 
endung zu bilden, s. darüber § 321 a. 



Dritter Abgehnitt. Die Lehre yom Nomen oder Nennwort. 187 

Der weibliche Plural zeigt wie der Singular in den meisten b 
Fällen yerschiedene Form, je nachdem er H. oder Y. ist s. § 306. 
In der Verbindung mit Suffixen zeigen sich ebenfalls verschiedene 
Formen. Der Grund liegt in den bei beiden Formen verschiedenen 
Tonverhältnissen s. §§ 306 b. 307. 

Aus den allgemeinen im 2. Haupttheile erörterten Ton- und 315 
Lautgesetzen ergeben sich für die weiblichen Pluralformen die 
'folgenden Regeln: 

I. Der Stamm des Wortes ist einsilbig. Derselbe erleidet dann a 
1) keine Veränderung in den folgenden Fällen a) wenn er einen 
formlangen Vocal oder Diphthongen enthält, also bei Ableitungen 
von ^t: rrin?, rriaio, rri^*»}?, rrinj, ninb und bei eingetretener Con- 
traction: tthKb, Tfhth. ß) wenn er auf einen zu verstärkenden Gon- 
sonanten ausgeht, also bei Ableitungen von ^: rti^n, rriäb, Hpn. 

Biejenigen unter ß fSeülenden Ableitungen von :sfs nach § 198 c, welche schon 
im Singulare nach § 82, 1 1 zeigen, haben dies auch im Plurale TT^t ^'^i danach 
m'&b von tfo. Vor M hält sich ä nach §80, 2b nin^ bei 9 und *^ hingegen mp^ 
ni^9 nach § nsb.Cf r&^^ nach §135c. 

2) Enthält jedoch der Stamm einen kurzen Vocal und soll sein b 
Schlussconsonant nicht verstärkt gesprochen werden, so tritt in H. 
Dehnung bezw. Steigerung, in V. Verkürzung des Vocales zu einem 
Vocalanstosse ein. So gibt banät in H. m:^ s. § 86, 3, in V. rtbä 
8. § 85, 2; iimät in H. ntö« s. § 90, 2 c, in V. nitJtÖ s. § 89, 2. 

Nicht hierher gehören jedoch die einvocaligen Nomina der voll- 
kommen dreilautigen Wurzeln und der n^, da sie im Plurale ein 
ä einschieben, s. S. 142. 

II. Der Stamm ist zwei- oder mehrsilbig. Hier sind zwei Bil- 316 
düngen zu unterscheiden: 

1) Die letzte Stammsilbe empfängt in ff, einen Vor ton: 

Ä) Der Vocal der letzten Stammsilbe ist von Natur lang. 

a) Ist das Wort zweisilbig und die erste Silbe geschlossen, 
oder ihr Vocal, sei es von Natur oder durch Contraction, lang, so 
ergeben sich keine Veränderungen. H. u. V, sind gleich: rrisi'^^IJ, 

rrip*':*^^, rtb'^Wtt, rriainnri, nibiani?, nriieri, mVspÄ, ni^Mn. 

b) Ist das Wort zweisilbig und die erste Silbe offen, so wird 
ihr Vocal wie im Singulare zu einem Vocalanstosse verflüchtigt. 

H. u. V. sind auch hier gleich: Mitibn, rtia^jfj, nü'^rij, nib^na, rviyna«, 
• * 

Abnorm und wohl durch den Gegenton bewirkt ist Kämes in n'taü Y. ntPSlä. 
ücber ni»n» n. §§ 119.6 Anm. lZ4d, 



188 Dritter Haupttheil. Die Lehre von der WortbÜdmig. 

317 B) Der Vocal der letzten Stammsilbe ist ursprünglich kurz. Bei 
Ableitungen yon :p^y mit Präfixen ergibt sich auch hier keine Ab- 
weichung vom Singulare : n^Tin, rr&rin* Sonst muss entweder nach 
§ 71, 3 der letzte Wurzelconsonant Terstärkt gesprochen werden, 
wobei dann H. u. Y. gleich lauten, oder der kurze Yocal der letzten 
Silbe wird in H. unter dem Einflüsse des Yortones gedehnt, bezw. 
gesteigert, in Y. zwischen zwei Gegentönen zu Yocalanstoss ver- 
flüchtigt. 

ä) Der Stamm ist ursprünglich zweisilbig, die erste Silbe ge- 
schlossen oder bei ursprünglich schliessendem Gutturale nach 
§ 102 a in zwei offene zerlegt worden, oder sie geht auf einen langen 
Yocal oder Diphthongen aus: 

a) mit ä der letzten Silbe, — gewöhnlich mit Yorton in H. und 

Yerkürzung in Y. : rrininx, ttfetfitD ; rrins^po, ttina^ro; trtenbta, ttmnbi?; 
rwaxK, rrt^a»«; rrtax^', rtwsin; rffanbtä, rffarfcti; mW,* rriniarv- 

nach*§ 136, '1/2 mV«, tiinba; rriwsn V. nach § 111 'rfttttsn/ Hin- 
gegen nach § 71, 3 triabM, nisni^ti, rtipw-a, rrtob*^?, tria:«« und nach 
§82rrftpbp. 

ß) mit i: Nach § 90, 2 c H., ninsp?, riinoitt, rrinsin, rritawi«- 
Nach § 89, 1 Y- nra»ti, rrinoitt, ninVin, tiwdiö. 

Hingegen ist in ni^aDS, niito^, ni'nats die Yerkürzung auch in H» eingetareten 
s. § Bisa. 

Y) mit ü. Hier ist Yerstärkung des letzten Wurzellautes die 
Regel rriasnn, dagegen H. nach § 95 rrftäba, Y. nach § 94, 1 rffc5iba. 

Kach Analogie dieser Bildungsart Y. ni^an^ neben H. ntVs^ Hingegen 
gehört Y. ni'ntioi^ zu H. nintnttb. Neben nial^rna Spr. 18, 6. 19, 29 findet sich 

e II- Ti- \-tr*^' ' 

auch nifiprro. 

b) Der Stamm ist zweisilbig, die erste Silbe offen und ursprüng- 
lich auf einen kurzen Yocal ausgehend. Hier gehn in H. mit dem 
Yocale der zweiten Silbe dieselben Yeränderungen vor, wie bei a. 
Hingegen verkürzt sich der Yocal der ersten Silbe zu einem Yocal- 
anstosse. Eine Ausnahme bildet tiinbs. In Y. fällt auf den Yocal 
der ersten Silbe ein Gegenton, infolge dessen er sich erhält. Hin- 
gegen'verflüchtigt sich der kurze Yocal der zweiten Silbe zwischen 
den beiden Gegentönen. 

a) mit ä der letzten Silbe. H. nach § 86, 3 nittsn, ttiinb, rwbs, 
ebenso von katl msn«, von kitl mtiK, von kutl nib*^:?. V. nach § 85, 3 

rriMH, nipjM, nisn«, rrinnp, ni'^bs, t&ra», nib^ir, rria^in, tiiKW, rrfea:? 

s. § 81 &, ebenso ftTThai Hiob 40, ll' neben frri^ai'^j; 7, 7.' rwbi 
erklärt sich sowohl nach § 107 a als aus Zurückwerfong des Yocales 



Dritter Absclmitt. Die Lehre vom Nomen oder Nennwort. 189 
der zweiten Silbe in die erste. Dagegen nach § 71, 3 ttÜDf?, tlipbn, 

rmbö. 

Ohne Emsohub eines ä sind gebildet fniniX mV^, V. *r\i^*^% n1r9. 

ß) mit i der letzten Silbe. H. nach § 90, 2 c T&ttf]^ moriä, 

rt»ra, nronto, nin»a. V. nach § 89, i rftona, ninÄa, trhaitD, rrteni, 

mn-^ und nach § 138 a nia^?. 

Y) mit ü. Begelrecht nach § 71, 3 niptt^, tri'n^M, nach § 95 bezw. 
§ 135 & nur vor Hauchlauten ninha, ninh«.^ 

2) Die zweite Silbe vor der Endung empfängt einen Gegenton. ^iStk 
Diese Bildung ist nur möglich, wenn die Silbe geschlossen ist oder 
einen langen Vocal hat. Der Vocal der letzten Stammsilbe bleibt, 
wenn er lang ist: nna^^^n; ist er kurz, so verflüchtigt er sich, 
oder es tritt nach § 71, 3 Verstärkung des folgenden Consonanten 
ein. H. u. Y. lauten gleich. Dieser Bildung folgen vorzugsweise 
solche Nennwörter, deren letzte Stammsilbe t hat, da letzteres 
sich leichter als andere Yocale verflüchtigt; doch bilden diese auch 
nach § 317 a 8. So neben ninoiti H. rrinterPiD, nintiOti, rrinana. Doch 

W I - I-*-' I«-' II* 

finden sie sich auch bei ä ninaoti, rringi, nina« und ü tti3P\3 «• 
§ 138 a, V. rriins aus kütünät. 

Nicht mehr zu ermittehi ist der ursprongliche Vocal in T&yäTfö, wie auch im 
Plurale der weiblichen Participien Kai: ninsk, T&i>i\ Diese können sowohl auf 
kättl § 214, als auf kätÜ § 213 zurückgeführt werden. 

Regelmässig folgen dieser Bildungsart die activen Participien b 
der Steigerungsstämme f trintati, ttin^^ti, fniiiijpti, ninniWti, fniMhti, 
f rn&Dänq, f nioDi^ra, während die mit ursprünglichem ä in der letzten 
Stammsilbe gebildeten passiven Participien in H* Vorton haben: 

frraöTO, frrinniati, V. nach § 136, 7 riwj^. 

lieber die in §§ 315 — 318 nicht berücksichtigten Ableitungen 319a 
• von n^'b ist das Folgende zu bemerken: 

1) Diejenigen Worte, in deren Singular die betonte Feminin- 
endung mit dem letzten Wurzellaute zu d zusammengeht, contra- 

hiren auch im Plurale: nrOj nins; nnir, ninin; ne», nitöü; ntoD, 

rritolQ. Wird der Vocal der ersten Silbe in H. tonlang, so verkürzt 
er sich in V. : tl1D\ tTto^. 

2) Diejenigen Nomina, in deren Singulare die Femininendung b 
mit dem letzten Wurzellaute zu dt zusammengeht, contrahiren im 

Plurale nicht : nitp käsäwdt von nsjj, f*^*^?? ^^^ *^J? 5 *^®^ ^^^^ 
§ llSflr Änm. mW Neh. 12, 47. 13, 10 und nach § 122 rtWJtt Neh. 
12, 44. " 

Kach Analogie solcher Formen ist gebildet ni*^M» 2 Kö. 11, 4. 9. 10. 15 K'Oiß 
•. § 185. 



190 Dritter HaupttheiL Die Lehre Ton der Wortbildung. 

3) In den Pluralen des passiven Particip Kai erhält sich n nach 
§ 119 b in ni^itas Jes. 3, 16 K*diß, r&W!P 1 Sa. 25, 18, wofür das 
E*ri mit Unrecnt ri'hDd, ni^to fordert, Welch letztere Form sich in 
trri'»!« Gen. 31, 26 findet. 

Flurale wie ni^i^l'n, nl^rk nnd regelrecht vom Singnlare mtain, mrk gebildet, 
hi^i9a73 kann man entweder auf einen Singular M^)^|Q oder ti^^JP^Q zarnokfohren 
8. § 3190. 

320a Die weiblichen Adjectiya auf {9* bilden im Plurale (/dd*, indem 
sich zwischen dem I der Adjectiyendung und der Endung des Plurales 
ein parasitisches y einschiebt: fii^'llS^, tri^diia:?. 

Neh. 13, 23 ni^niTO«, ni'»jna5 Ut das* k*&iß richtig, das K'rt aber spätere 
regellose Verkürzung. 

b Bei den Abstracten auf ü& s. § 304 findet sich eine doppelte 
Art den Plural zu bilden. Die eine, vertreten in frii'^in Jer. 37, 16, 
fWÄti Da. 8, 22 folgt der Analogie der Formen auf td-. u& wird 
als aus üai)- entstanden im Plurale durch üdd- ersetzt. Zwischen 
beiden Yocalen stand früher parasitisches ir, welches sich in j 
verwandelte. In der andern, vertreten in V. *t&XP ist aus üö^ 
geworden üfvd& und t^ in einen Vocalanstoss verflüchtigt worden. 

Abnorme Verkürzungen im Innern zeigen die Plurale von ^^^\: 8. § 297. Sie 
verkürzen nicht nur den zweiten Vocal nSshW Koh. 7, 29, sondern geben auch 
weiter häufig die verstärkte Aussprache des zweiten Wurzellautes auf: fn'bSsT, 

321a d& tritt als Pluralendung an die singularische Femininendung 
in denjenigen §§ 187. 188 aufgezählten Nennwörtern, welche den 
Plural weiblich bilden. Hierdurch werden dieselben im Plurale 
dreilautig: nintf)^ von n^g, Y. rrirato von TiffO. Gleiches geschieht 

beinini«. 

b Dagegen wird, um den Plural dreilautig zu machen, ein h ein- 
geschoben in riinti«, rtinta« s. § 188. 

Häufiger findet sich solcher Einschub, und zwar auch heim Hdasoulin, im Ara- 
mäischen: *afnhä&ä; 'emhäM *hilBM; i^mahtn, S^mähänrnTaxb; *aßcM&a,*aßähtn^ 
*aßähi niSfi; und un Arabischen: sanaMU *niaiÖ; *ummafiSi; Hßh ^rvinbls. 

322a Auch an keine Femininendung enthaltende Worte tritt die 
weibliche Pluralendung d& s. § 314 a. Es geschieht 

1) bei Nennwörtern, welche weibliche Wesen bezeichnen s. § 309 J: 

DK, *tire»] lif^i räh«. Aber D^bnn von bm. 
b 2) bei Nennwörtern, welche nach § 310 weiblich sind: Mian{$ 

von fn«, nianp, rriß? s. jedoch § 340 ni3;:r, V. nis*»?, rrb'^b, rrbna^ 

ffin'iM, riin*^, nitthtsi; oder doch überwiegend weiblich gebraucht 
werden ♦niüttti, ninj s. jedoch § 340, mIdj^Jä. 



Dritter Abschnitt. Die Lehre Yom Nomen oder Nennwort. 191 

3) um Ton männlichen CoUectivis Plurale zu bilden, welche die o 
einzelnen Bestandtheüe des Ganzen oder sein wiederholtes Statt- 
haben bezeichnen. So V. Mino? Erdtheile; V. ftthüti Hiob 37, 6 
Regengüsse; frvhtejtt Zehnten; V. flthto Spr. 27, 25 Futterkräuter; 
rtint? Häute; fnrtoii Esth. 9, 31 Fastentage; tViitO Aecker.^) Mehr- 
fach werden auch Nomina solcher Bedeutung gleich in der Form 
eines Plurales, sei es von Adjectiven, sei es von andern Nennwör- 
tern aus, gebildet, ohne dass ein entsprechender Singular yorhanden 
ist. Es sind einzelne Dinge, an welchen eine bestimmte Eigenschaft 
zur Erscheinung kommt. Sof*rife?t3tt,iTria*twX^cA:^rWwtfn; fttlWDTO 

^ 55, 22 Butterworte; ♦rrfeanti, *niiiirrQ rfos zu. den Füssen, Häupfen 
befindliche; t^iKb»} Wunderthaten; t*rrit5S7 Jes. 41, 21 Beweisgründe. 

Seltener findet noh in gleicher Bedentang der m&mliolie Plural CWDS, 
D^lt|9Q| in diesen beiden Worten aber h&uflg« 

4) um Ton Adjectiven Abstracta zu bilden, s. § 313 b, 2 ftTtt^d d 
Uellichkeit ^ \6, \\. 

HierfOr gebraucht man nach § 324 5 häufiger den m&nnlichen PluraL 

5) beim Gebrauche eines Nomens in übertragener Bedeutung e 
und zwar sowohl a) von ursprünglichen Masculinis tr&p Donner, 
tnilK Ahnen als ß) von Femininis ohne Femininendung, welche nach 

§ 340 a in eigentlicher Bedeutung einen Dual bilden : trocM künst- 
liche Füsse, ti'b'^p, V. MiS'^g die Hörner des Altares, das Elfenbein; 
V. rrtD» Säume, tlh*^ Zapfen, ni»? Handgriffe, Pfannen, Palmzweige. 
Vielleicht erklärt sich so auch ktb*^& Fürsten. 

Auch Yon abgeschlagenen Banden iteht nia» 1 Ba. 5, 4. 2 Kö. 9, 35 und Da, 
10, 10 in gewöhnlicher Bedeutung. 

6) bei den folgenden Wörtern, welche grossentheils sicher f 
männlichen Geschlechts sind, zum kleineren aber überwiegend so 
gebraucht werden, ohne dass sich ein Grund für die abnorme 

Pluralbildung finde: rfbiÄ«, nttf« ; V.rffam»; iw%««, tnhÄb, nftnij, 
rrojT; pnsT, •M3'*»?T; t>*äbn; nrn, nim; ^fi^mi, rrb^mi; rrlriM; «©?, 

tiittO^; ib, kthb, woraus erst ^*T\A zurückgebildet zu sein scheint; 

Mb,*frrianb; ninb; niÄipÄ;bgtt, nibpünach § 136,6; n?Ä,fninsÄV. 
Ez. 9,4; ninanj; riinib; nins; friinfi; frrin'tf ; ttin'^p; rriainn; iitb''?^; 
rri^iritJ; itbnbtJ, rriotJ. 

1. Die weibliche Pluralendung ändert nicht das Geschlecht eines männlichen 
Komens. 

2. Ueber di^'enigen Komina männlicher Form, welche einen männlichen und 
einen weiblichen Plural haben, vergL §§ 333 — 337. 

t) Die Formen ^"^ U**3^f T?^ gehören cum Singulare. 



192 Dritter Hanpttheil. Die Lehre tob der WortbUdnng. 

323a Der männliche Plural Er lautet als H. im Nomen DV") wofür 
sich nicht selten *p-r findet: ynm Hiob 31, 10; y^ Ez. 26, 18; 
•ptDn 4, 9; p^n Hiob 24, 22; l-^ttj Da. 12, 13; f^m Bi. 5, 10; "pitt 
13mal bei Hiob neben lOmal D'^>'a; "ppVt) Spr. 31, 3; 'p^lfr Mi. 3, 12; 
1*i5'TS 1 Kö. 11, 33; xv\ 2 Kö. 11* 13; "j'nM« Klagel. 1, 4; «p» 4, 3 
K*diß. Das Moabitische 8. § 11 Anm. zeigt, dass )— dialectische 
Nebenform ist. 

Ob im einzelnen Falle ein dialectiBcher Unterschied vorliegt oder ein Fehler 
in der Ueberliefening, durch die aramftiache Ploralendnng veranlasst» lässt sicli 
nicht immer entscheiden. Mi. 3, 12 ist ^ Schreibfehler, veranlasst durch daa 
folgende tL 

b D'' — wie r^ — sind betont ausser in D'^itf, D*»B. 

c Das Hebräische besitzt jedoch noch einer andere männliche 
Pluralendung. Die 2. u. 3. Pers. Plur. Imperf. gehn auf "p oder ^ 
aus, und in der 3. Pers. Plur. Perf. hat sich lp wenigstens in einem 
Beispiele erhalten s. § 128. Aber auch ]^ hat nach deutlichen 
Spuren früher voller gelautet, nj'^ya'! Jer. 2, 24, ^rw'ljn?;! 5, 22, 
•^33^«np^, '»5Dnn«r», '»D3^«Xä^ Spr. l, 28 enthalten zwischen ri und dem 
Suffixe einen Yocalanstoss, der sich nach § 85, 3 erklärt *jp ist 
sonach aus üna entstanden, welche Endung sich im Arabischen 
erhalten hat. Dieses ä aber auf semitisches ä zurückzuführen räth 
die 3. Pers. Masc. Plur. Imperf. des Syrischen in Verbindung mit 
Suffixen. Diese Endung lautete sonach ursprünglich und. 

1. Das Hebräische besass also ursprünglich zwei Pluralendungen: l) Im 
2) ilnä. Dem entsprechen im Arabischen 1) üna im Kominativ des Körnens 
und im Imperfect des Verbs, im Perfect aber bereits zu ü verknrzti 2) %na im 
Genetiv und Accusativ des Nomens. Dasselbe Yerhältnits mag früher im Hebräi- 
schen bestanden haben. Als die Sprache aus Bequemlichkeit im Nomen eine 
Endung aufgab, entschied sie sich naturgemäss für die Endung der Casus obliquL 
Im Yerb aber konnte von Haus aus keine andere Pluralendung verwandt wer- 
den, als die des Kominativs. 

2. Ueber den Ursprung beider Endungen lassen sich nur Yermuthungen 
geben. Nach der gewöhnUchen Erklärung sind die Pluralendungen ümi^ Ina 
durch Dehnung der singularischen Endungen «n, in entstanden. Letztere finden 
sich im Arabischen als Endung des indeterminirten Nominativs bezw. Genetivs, 
während der gleiche Accusativ auf an ausgeht. Durch Dehnung entstanden drei 
Pluralendungen ün(fl), fn(a)i än(a). Letztere schied aus, indem sie für den Dual 
verwandt wurde. 

8. Pur die unter 2 gegebene Erklärung spricht die Analogie des weiblichen 
Plurals nur scheinbar. Li Wirklichkeit scheidet derselbe jedoch bei dieser Er- 
klärung schon dadurch aus der Analogie der übrigen Plurale aus, dass in ihm 
die Pemininendung, nicht die Casusendung, gedehnt ist, arab. ätun, dttn, nicht 
atünf aÜn, Diese Erklärung erklärt femer das auslautende a der arab. Endungen 
Unat ^na nicht und scheitert an den folgenden Umständen 1) die kurzen Yooale 
der singularischen Casus des Arabischen sind, wie das Hebräische beweist, erst aus 



Dritter Absohiiitt. Die Lehre Yom Nomen oder Sfennwort. 193 

langen Yocalen verklirzt 2) es läast siöh nicht beweisen, dasa diese singolari- 
sohen Casus im Semitischen einen nasalen Auslaut gehabt haben 3) Wir müssen 
erwarten, in dex^euigen Sprachen, die im Singular den Nasal D haben, im Plural 
den gleichen zu finden, was nicht der Fall ist. Sonach kann das pluralische der 
Endung ünä nur im Suffixe nä gefunden werden, welches uns noch anderwärts 
als plnraliBches begegnen wird. .^ 

4. Da nun die andere Plnralendung im nur im Hebrfiisohen und Phönicisohen 
auf einen Lippennasal ausgeht, während die übrigen semitischen Sprachen den 
Zahnnasal haben und dieser sich zudem auch auf hebräisohem Gebiete findet, so 
wird der arab. Endung tna die Priorität gebühren. Aus den oben entwickelten 
Gründen wird auch sie auf sem. inä zurückzuführen sein und auch in ihr das 
PluralsufBz nä gefänden werden müssen. Nimmt man nun an, dass die 
§§ 841—44 zu besprechenden singularischen Endungen des Hebräischen nicht 
Ansätze zur Gasusbildung, sondern Trümmer einer ebensolchen sind, so würde 
sich ünä durch Hinzutritt des Pluralsuffizes nä zur Nominativendung ü a. i 344, 
tnä durch Hinzutritt ebendesselben zur G^etivendung I s. § 343 erklären. 
Dann wäre noch eine dritte aus dem Accusative des Singulars erwachsene 
semitische Pluralendung änä vorauszusetzen s. § 842. Auf diese liesse sich die 
Pluralendung im Ge*ez an zurückfahren. Hebräisch-phönicisches tm aber für 
Ina, tn würde sich daraus erklären, dass m nach t leichter zu sprechen ist als 
n. Die Tielverbreitete Annahme, dass n hier erst aus m entstanden sei, wird 
schon durch die hebräische Endung 1^ widerrathen, welche dann aus um erklärt 
werden müsste. Die Natur des Vocales musste aber hier das m gerade erhalten. 

Auch im männlichen Plurale überwiegt die Bedeutung der Menge 324a 
und Meisse 9. § 313 a. Auch er streift an die Bed. des Collectiyum. 
0*19 Gewässer, Wassermasse, D'^rfbM Allmacht, Gottheit, daher anstands- 
los auch für den einen Gott gebraucht, danach auch D*^]^ der Heilige, 
ebenso tS^V^ Herr und in Verbindung mit Suffixen D'^b^ä. Daher 
dient der männliche Plural zur Bezeichnung der Ausdehnung: D^ta^ 
das grosse Meer, D*n3V der grosse Himmel, D^JB als Fläche. 

Hieraus erklärt sich denn auch der Gebrauch des männlichen b 
Plurales zur Bildung von Abstracten, ein Gebrauch, der sich in den 
übrigen semitischen Sprachen nicht mehr findet, aber auch im 
Hebräischen bereits im Schwinden begriffen ist. Denn letzteres hat 
nur noch eins dieser Worte D*)^n im allgemeinen Gebrauche, während 
die übrigen Archaismen sind und der conyentionellen Sprache des 
Gesetzes oder der Dichter und Propheten angehören. Hierher ge- 
hören: tö^^s!« Spr. 7, 18, D^an«, wm^, D'^bina, tr^, D-^ij^r, D^bnh 
Za. 11, 7. wj^fD^Dtin Jes. 50, 10, *D'nn51ti, n^«bi, tö'^TT? Hiob 7, 4, 
D'^ws, ö'naw, trnnap, tr»3*i?, *D'wb7, tQ^?T?'Je8. 19,' u, D^^prtJaj, 

m,' towrrp Bi. 5," 21, D^p, t*Q''te« Jes. 49, 20, wfy6, fQ"'*!?« 
Jes. 1, 23, Q'»nBD, D'^jntfytÖ, tQ**?J?*^ Spr. 11, 15, D'^J^OITO, D'^aism, 

1. Bin DTMO^ gibt es nicht. if|QUfb)$ Je8.5i,4 sieht fOr T|D^^ wegen des 
Btftd«, bebr. Om&matik. 13 



194 Dritter Hanpttlieil. Die Lehre von der Wbrifailduiig. 

vorausgehenden: ^olte. Sbenfowenig darf man wegen: ^p ya t Jer. 3, 2 XXSnyoj 
Nn. 14, 33 einen Ploral W/W annehmen, s. i§ 356 d Anm. 2, 357 d Anm. 2. 

2. Da nach § 312 a Anm. das Abstractom in gewöhnlioher Bede anch dmrch 
den weiblichen Singnlar, nach § 313 5 in gehobener anch durch den weibÜehen 
Plural ausgedrückt wird, so erklArt es sich, dass sich neben dem mftnnliehen 
Plurale in abstracter Bedeutung ebensowohl weibliche Plurale als Singulare 
in gleicher Bedeutung finden« So neben O^MM, O^a^ anoh t^flOff, '^9^ neben 

D'^yonn ^ 86, 6 t^tiiawwv. 

325 Der Stamm zeigt beim Antritte der Endung der Hauptform des 
männlichen Plurales dieselben Veränderungen wie beim Antritte 
der weiblichen Endung. Dieselben werden daher hier nach dem 
Schema von §§ 315 — 318 aufgezählt. 

I. A. 1. a) D'^aaj, üV^f D'^5iti, isnp, trtTta, D'n'nj, D'»n» u, DW neben 
VWdn von D'^n neben Dfcn. 

ß) ü"^^ aber nach § 80, 2 fr D'fnb, D'^niB; nach § 135 c tf^T). 

2. Ueber D*»?», D*>rto u. s. w. yergl. § § 183, 184. 

326 IL 1. A. a) ü^^^PTTsm^ tsWftij WKXm^ 0^9*^X3^, D'niai und nach § 78 a 

D'^P^inn, D'^rthttJ und nach § 102 Ä^D'^Wsüfl?. 

b) D^jitsn, D'^ÄM, D'^jhj und nach § 78 a D'^D'QJ, D^rt^J, ^^^ 
D'»b'^p3, D'^lflSl und nach § 80, 2 h D'^nna. Aber wohl in Folge einwr 
Einwirkung des Gegentones D'»2rat^,'DVnfi, trnD'no. 

Die beiden letzten Formen kann man auch von iaffU § 226 herleiten« 

327a B. a. a) D^^Via, D^^JÖig, D'^WÖtD, Ü'hrm, D-^b;«, Ü"^^ t3^"l»TO» 

D-^pÄbti, D'^nsM,' D'^ÄrgT Hingegen nach § 71,^3 U^srm, D'^sar?, 
^'^fih Q'^anpV, D'^JjtgtM^D'^s'tpo und nach § 82 ta^anitt. Verkürzung 
zwischen Ton und Gegenton zeigen D'^Miaia}, D*)Maa, D*^n3. 

ß) Q*^p3ntt, D^nnaitf . Viel häufiger mit Verkürzung zwischen Ton 
und Gegenton D-^^yte, D'tipitt, trtoOtt, D'^bbt^, D*»?^. 

y) D'nanar, D'^waa. 

0*^)3^ erklärt sich auch aus der §§ 75. 786 erwähnten Yerwechielung eines 
nach § 77 a aus semitischem ä getrübten hebräischen 3 mit dem nach § 95 aus 
semitischem ü gesteigerten, wie sicher Q'^a^t'^y von th^9j tn^xsyj yon Dtfjh s. 
§ 295. ti^l^y yerkürzt sich weiter su 0*^9*9, worausfiho^ surückgebüdet worden 
ist. Uebrigens legt die Schreibung b*nsra Gen. 2, 25. Hieb 22, 6 die Yennuthung 
nahe, dass früher D*^s(|'^ gesprochen wurde, was sich nach § 78 a erklärt, 

h h. a) Von käfäl § 200 ta^OT, D^'tTO, Q^bbn, danach von kafl 
§ 191 D'irbB, von n^ tr»VTi, tr^r«, tr»\it und" nach § 122 QHtt«, 
D^uax. Der Analogie dieser Formen folgen die folgenden Ab- 
leitungen von V^2^, indem sie ihren Diphthong in seine beiden 
Vöcale auflösen und den zweiten in den entsprechenden Spiran- 
ten verwandeln: D'^'^1», D'mvi, V^^^n. tx^lä^^ W^'^:Pf während 



Dritter AbBohnitt. Die Lehre vom Nomen oder Nennwort, 195 



? -" '» 



vmrio^ üVlip^ tr>V*^tt regelrecht bilden. Von kiial § 205 D*^n^, 
danach yon kiti § 195: D^JDD, D'ipo^. Von kuil § 197 f.: tf^bn^ 
V&Jf>i wofür auch Wtä^ und D^^tö^lj^ geschrieben wird. Ebenso 
*ü^l6 u. nach § 109 D*»bnk. Nach § 71, 3 aber: tr«taa», 

D'n?», D'^snn, d*^!^, o'^ipp, trirtDÖ. 

1. Ohne ä bilden nch t}*^!p3lb von 7SÖ, b'iydn von 91^, ^'^'l^ von "tto, 

▼on *rispd, D^nam von Dirx 

2. Neben miti findet nch auch bTrin. Ein Hinweis darauf, dan entweder 
die Sprache in der Bildung dieser Formen schwankte oder die Ueberlieferung. 
Nach der Analogie dieser zerdehnten Formen bilden sich ö*ij'.i neben V^^i 
D'^p]^ ▼on pn9. 

8. Die Formen *B'^8> 'tti tyäno erkUren sich wie Xrit» aus einer abnonnen 
Dehnung von 9 zu 6 unter dem Einflüsse des Gfregentones, die Schreibung erklärt 
sich aus der Aussprache des KAmef s. § 35 a. 

ß) n^n»T, xsmMy D'njin, D^nxn u. nach § 7i, 3 D'^fi?o, üwu. c 

7) Wie im Feminin trnhd aber Q'VQ'lK, 0*^^ 

2. a) ;^^t/ § 214 trnn^ 328 

b) Die actiyen Participien der Steigemngsstämme : p'ni' ^J jtt, 

D'rpßatt s. § 136, 6, D-^jyiytj s. § 136, 5, ff^^jy», ly^ra, 

D^'nn'^ra, D'»:mwit5, 0'njäipra'aber mit Vor ton im' Passiv D'^^bM, 
trQnW9> D^bnhfi. Von andern Formen nur selten in der ersteren 
Weise: D*»bibx Von V. b'At, D^yj? nach § 117c für WTCP; nifiX, 

D*nfix; nb^yj^D^ibatf s. § 311&; 'nros, onaös. 

Von der Bildung der H. des männlichen Plurales von Ablei-S29a 
tnngen yon n^ gilt das § 319 Gesagte: n^, D*^ u. so weiter 0*^171, 

D^^w, trtJiw, n*»?tt, ö'^a?, D^nltj. Von kam § 211& tr!*^, fo^atf 

Jes. 61, 1« 

Die männlichen Plurale der Adjectiya auf f § 302 f. lauten b 
theils fei, indem t-im contrahirt wird : D'^ban, tmxn, D^^tJtn, vn'^npQ, 
D'na:? theils seltener, unter Entwickelung eines parasitischen j^ 
^tm: Q^^ll!?, wofür nach § 122 auch i'fei möglich ist: D^^^nain, 

• • t - 

Antritt der männlichen Pluralendung an die singularische c 
Femininendung findet sich in den kürzesten Nennwörtern, welche 
dadurch im Plurale scheinbar dreUautig werden, yergl. § 321 a. 
So DI?!, tr»W, ebenso trn'^pn und yielleicht q'i??. 

Auch im mfinnlichen Plurale zeigt f&iyß § 297 abnorme Verkürzung im 
Innern, TeigL § 8206 Anm. W^^ \^^pät!(^ 8pr. 24, 31. 

Abweichend yom Feminin unterscheiden sich im Masculin H. 330a 
u. V. auch durch die Endung. Die V. geht auf i "v--, nach § 99, 1 

18» 



\ 



196 Dritter Haupttheil. Die Lehre yon der Wortbildung. 

\ 
aus ai entstanden, aus. Ausserdem erzeugt wie beim Feminin die 

yerschiedene Betonung Abweichungen im Yocalismus. 

All y. nnd auch die Fomien der KomSna vor Suffixen anzuflehen. Yeran- 
lasst durch die verschiedene Betonung der Suffixe finden sich vor ihnen zwei 
Formen der mäDcUchen Yerbindungsform des Hurales. Biese werden im 
4. Gapitel besonders besprochen und daher hier nur die vor selbständigen Nenn- 
wörtern stehenden Y.Y. aufgezählt. 

b Die Endung der männlichen V. Y. des Plurals ist nicht nur bis 
auf wenige Ausnahmen auch auf die vor SuC&xen stehenden weib- 
lichen V. y. des Plurals übertragen worden, sondern findet sich in 
unserm Text auch in zwei Verbindungsformen vor selbständigen 
Worten. Es sind ^iltroä s. § 185 u. b«MV *irAhni9 1 Sa. 26, 12. 

c Der Ursprung dieser Endung £ ist dunkel. 

Bas Hebräische theilt diese Endung mit dem Aramäischen (ai). Im Arabi* 
' sehen geht die Y. im Nom. auf ü^ im Gen. Acc. auf t aus. Es ist also na, und 
sonach die eigentliche Pluralendung, abgeworfen worden. Bas war erst möglich, 
nachdem sich im Singulare die ursprünglich langen Endungen yerkürzt hatten, 
so dass das Sprachgefühl in der im Plural erhaltenen Länge der Yocale den 
Unterschied des Numerus dargestellt fand. Bass der Wegfall des ploralisehen 
Ausganges, welchem der Abfall des D in der Y. des hebräischen Bnales ent- 
spricht, nichts ursprungliches ist^ beweist das Ge'ez, welches, wie bis auf den 
heutigen Tag einzelne arabische Bialecte^), das n seiner Pluralendung vor 
einem folgenden Ctoetiy erhält, ja zur Kenntliohmachung der Y. eine besondere 
Endung entwickelt hat. Nach J. Ohhavsen ist die Endung i (ai) vom Buale 
aus auf den Plural übertragen worden. 

331 • Nur durch die Endung* unterscheidet sich im männlichen Plurale 
V. von H. 

a 1) in allen Formen, in welchen die vorhergehende Stammsilbe 
einen von Natur langen' Vocal enthält: D*^^, '»'5|; D'^rfeij, *^^; 

D^b^ina, »^bvü; tTb*^!?«, "W^; D'^niaa, •»nisui; D^i?rnj/ 713+10; D^^jjn?» 
'^rj™; ö^'jii»» •^3*«-" " . ' . 

Yeränderungen wie *^a^a^ neben D^^abo» nach § 78 a erUfiren sieh daraus, 
dass jedes Anschwellen des von einem Tone zusammengehaltenen Lautoomplexes 
Schwächungen der Yocale begünstigt. 

b 2) in allen Formen, in welchen in H. die letzte Stammsilbe 
keinen Vorton hat: D'^na^, "»na^; D'^ltöwa, "^nwwa; D^^nriti, "nym. 

3) in allen Formen, in welchen der letzte Stammconsonant nach 
§ 71, 3 behandelt wird: D*)>13^, '^\ b^^a^tD» 't&^rtD; fi^ßli, "«^n; 

D^'sn», *'sn:rT3; d'^äto, '^«0*0. ' • ' 

•«gas?, t^^aa? neben tö'^ia??, töT^fi??! tf»'i''a5i5 erklärt sich aus der Yer* 
schiedenheit der Hände, welche bei der PunctaÜon betheiligt waren. 

i) Gf. WeUatein in Zeitschr. f. Yölkerpsyefaologie u. Bpraehwissensohtft. Bd. YH, 
S. 47e. 



Dritter Absolmitt. Die Lehre Tom Nomen oder Nennwort. 197 

Von H. abweichenden Vocalismus zeigen hingegen die V. Y. 332 a 
derjenigen Plurale, deren H. vor der Endung Vorton hat. Der ur- 
' sprünglich kurze Vocal verflüchtigt sich vor der Endung der Y. zu 
einem Yocalanstosse. Es. sind folgende Fälle zu scheiden: . 

1) Der Stamm ist einsilbig: 0*^3^, "^ja s. § 85, 2; D'^SA, "^^Sj. Ebenso b 
bei Ableitungen yon r\^: fö*^» '^'^- 

2) Der Stamm ist zweisilbig, die erste Silbe geschlossen oder c 
offen mit langem Yocale: fD^^ßtt, '^^'O s. § 85, 4; "^T^^T^, Jes. 12, 3 

^^ti s. § 102», «aap?; to^nü?,' i^rrni 

Es finden noh jedoch wiewohl selten Formen, welche von H. hergeleitet werden 
und wie diese Yorton hahen: tm^t\, t^n\din 1 Kö. 17, 1; "^n; f^^ Hioh 
17, II. 

3) Der Stamm ist zweisilbig, die erste Silbe schliesst mit einem d 
kurzen Yocale. Hier zeigt sich grosse Mannichfaltigkeit, da der 
Yocal der ersten Silbe verschieden behandelt wird, a) kätal § 200 
und danach katl § 191 ff.: -»nro, "^bro; naoh § 85, 4 •»5^*5, ^ban; nach 

§ 82, 3 f'ap';, ^)mc\ nach § 71, 2 Anm. f^SIP» ''lön, t**^; ß) "^^^ 
Jätal § 205 1 *tnf7 s. § 138a, danach von kiil §195: "^ixm; nach 
§ 88, 5f»bÄ«, •^bnn; y) von kutl s. § 197: nach § 92, 2a fw\; nach 
§ 93, 2a t^ra|,*'»brj«; d) von kättl § 202 «rfijn hhrüpai, ^^'^m\ nach 
§ 82, 3 1*^5110^7 •ijprrt'^twte nach § 138a ia|^^ s. jedoch Anm. 2. 

i. Neben 43n Stricke findet sich naoh § 81, 1 5 anoh 4an. Die übrigen Nomina, 
welche im Siagolar mit Bofflzen S'göl zeigen, haben in T. Plnr. ä. Hingegen 
haben aUe diejenigen im Plurale X^ welche im Singulare mit Suffixen diesen 
Tocal zeigen. 

2. Auch bei hail zeigen sich von H. abgeleitete Formen mit Vorton : *^3i 
Gen. 27, 9. 16 ; ebenso von hitl "^tton und nach % 199& *^32$T. Ja bei IfStU bilden 
die Formen mit Yorton die Mehrzahl ^*X^ t^jti^, t^S^y t^?)?«« 

Yen weiblichen Singnlaren bilden sich im jetzigen Hebräisch 333 
scheinbar mehrfach männliche Plurale. In Wirklichkeit stammen 
^ dieselben jedoch von Singnlaren ohne Femininendung, die sich nicht 
erhalten, haben, and die Femininendung des Singulars dient ent- 
weder zur Bildung des Einheitswortes s. § 311 : nbävS, Q'^b^tli, f'^biv; 
nbni, Q'fbra, '^bra; n^, D'^aKn; oder zur Bezeichnung der abstracten, 
bezw. collectiven Bedeutung: nVp, Q'^Va; Httn, Q'npn; rr9^d, fD^naes. 

Die Verwendung der Femininendung zur Bildung des Einheits- 334 
Wortes kommt in der Sprache allmählich ab. Man beginnt die Ein- 
heitswörter' für gewöhnliche Feminina zu halten und von ihnen den 
Plural weiblich zu bilden. So H'i^K, D'^'^.tfK aber im Oegensatze zu 
erb» Ri. 3, 7 und in der Chronik T&wi. Yon l\s^ findet sich 
1**'^» ton-^tltT? 2 Chro. 35, 25 neben tQ'^?*'p Ez. \ 10; riteßtep, 



198 Dritter Hanpttheil. Die Lehre Ton der Woribüdimg. 

ftri^ptep, V. *rritepteg Ez. 29, 4; you *i^tÖ, rvy^ neben rrn*^ auch 
frrh*^ Am. 8, 3; neben ^'Sti in Poesie rtbtf ; neben traj^tf Sykamoren 
^trrittßV 4^ 78, 47; neben D^^i^ auch rtinian; ja Yon rrnnj^ findet sich 
nur Jer. 50, 26 imai:^, sonst immer nita^t^. 

Hieraus erklärt lioh wohl auoh das Yorkommen yon 0*^99 neben noo, 

335a Von vielen Singularen männlicher Form findet sich sowohl ein 
männlicher als ein weiblicher Plural. Im Verlaufe der Sprach- 
entwickelung nimmt diese Erscheinung an Häufigkeit zu. Sie wird 
sich aus der beständigen Einwirkung einzelner Nomina auf andere, 
also nach dem Gesetze der Analogie, erklären. Viele dieser Nomina 
zeigen für gewöhnlich nur eine Form des Plurak und die andere 
findet sich daneben nur einmal oder doch blos einigemal in späteren 
Schriften, namentlich bei Ezechiel und in der Chronik. Bei FenU- 
ninis ist diese Erscheinung viel seltener. 1) Maseulina: 'fn&, tatra, 

•jtrts'Tfi Ez. 13, 5; wj, D^'Kn, tniwpi Ez. 40, 12; 'lij?, rriiio, "hrnte 
Ez. 26, 13; 'li*?, rrin^, fot^y^ 2 Chro. 4, 6; niÄti, tti'Tta?, f^^iifia 
Ez. 32, 8; i6^, CT^Ritt, jWjÄpitt ^ 141, 9; ^ym,'trn?hD, iwinyltt 

2 Chro. 8, 13; Tülö^ rri:^«, V. ttiiatö, bei Daniel D''»«; TinSTi t**^?'"^? 
Hieb 13, 12, •fttlY'W Esth. 6, 1. 2) * Feminina: n^jn, ^frirpjn Jes. 2, 4. 
Mi. 4, 3, tO^nw 2 Chrö. 23, 9; «fej, rViüDJ. ttJ^WDJ Ez. 13,^20; no-«, 
rvion^, rio^ifi aber f'^^^Dn; Za. 11, 16. Dagegen bildet b$3 nur Jos. 9,' 5 
rrb^^Y sonst immer tAf^i. 

h Auf die Poesie beschränkt sind die weiblichen Plurale ftrh^Ti 
^ 29, 9 neben D'ny;; V. r(W[ ^ 90, 15. Dt. 32, 7 neben D^ajf '»tt\ 
V. ntti neben D^aijV'iDtö- 

336 Wird ein Wort in übertragener Bedeutung gebraucht, so er- 
scheint es häufig im Plurale im entgegengesetzten Geschlechte 
1) weiblich: OTQ^Pfi aber *rrh9^ die Fasse des Tisches Ex. 25, 12. 
1 Kö. 7, 30; '^i^y Fersen aber rtiOff^P Fusstapfen aber auch "^yff^p 
Spuren H. L. 1, 8; D^rä2^ aber rrirä^ goldne Ketichen; tt^yt aber in 
der Bergmannsprache ftnüns Hieb 28, 10. 2) männUch: i^ü^^ 
1 Eö. 10, 20 sonst tli'ntt; "mil if 103, 21. 148, 2 von himmlischen 
Heeren, von irdischen aber nittlX. 

1. Beide Plurale zeigen übertragene Bedeutong in t^^^iba^ ntP^ Seiten; tfW, 
nind Becken; m^, m\S^ Bohren Ex. 25, 36. 37, 22. fo^tB 1 Bai 13, 21, inl^ 
Spr. 5, 4 und reduplicirt m>B^B Schärfen s. § 183. 

2. Doroh TerKhiedene Form des Plorals wird femer die Bed. geeohieden in 
T&T^ Tdpfe^ D't'Tib Damen. In der übertragenen Bed. Haken lagt man e^etch- 
faUfl niT^ Am. 4, 2. 

337a Doppelten Plural haben femer die folgenden Nennwörter männ- 
licher Form und schwankenden Geschlechts: ^^, nur einmal weih- 



Dritter Abiehnitt. Die Lehre Tom Noiden oder Nennwort. 199 

lieh, D^, •hrn'O* ^ 4Ö, 9; byin, '»by»n, -jttfoyn Hos. 8, 14; ixn, 
ffnxn, rrhin; a^, 0*^17, zweimal rrblf. ns^;, überwiegend männlich, 
bildet häufiger nte«; als D*ntt7; n^, bis* auf Jes. 8, 23 weiblich, 
bildet W:mp aber dreimal in den Psalmen nin!^. 

Die gleiche EJ^scheinung zeigt sich bei den folgenden Thier- b 
namen, welche sich hierdurch als Epicoena verrathen : x^^nb, fDK^b 
<(; 57, 5; 'h'^rtöb Nah. 2, 13; nia, fn*^ Jer. 51, 38 wie -^n^ aber 
•h^rfhi Nah. 2, 13; -lax, D'wax u. rr«M trotz n^ix und n*ix s. § 192 &. 

Im Oegentatze zu diesen Thiemamen bildet das Fremdwort mid Epicoenum 
t^Y^ nur cnÖaVi». 

Doppelten Plural haben ferner die folgenden Nomina, deren c 
Geschlecht nicht mehr zu bestimmen ist: ^xntt, D^nxntt, rrhsitt; 

ii«7ö, tr»atoDt -ftiiatott Jes. 53, 3; aa, -»ai, rrta|;'*Tio'^^, t*n''*P1 ^-'^i ^5 

It^riintr Ez.'sO, 4. Thre. 4, 11; »b^, itl^^l» ^&- 12,' 6 und adverbiell 
tfi^fi Thre. 1, 9. Ebenso findet sich ypn der Präposition pa so- 
wohl S'^a als ♦rtfa'^a. 

Ohne Singular tind nnfy%, **^b*i^; rvip*^} Jes. 60, 11, D**]» oder tarjp) Spr. 26, 
18; twn^ffo, rrintprin, •nenn; niioi», nincin, •'^si'o; to'^'TDOo, fQ***)»?»! trii^npop, 

nilObO; D*»S'W9, ff^lr?;?« 8. § 322(? Anm.* 

Das gleiche findet sich endlich bei den folgenden Masculinis: d 
W, t&\% aber ü'^'n in der Phrase D^'W ni^; b-^att, D^b"!Oiti, nib'=»ti; 

pnttt, trpnra häufiger rrip'ip?; y^n, ü^y^n, nbjana; fswü, "^sstha 

zweimal, sonst immer rtbdVta, rrbavta; nna, D^^nn^, häufiger ninns; 

P55, 1fV^^ Spr. 1, 9, 1nipj;j ßi. si 26; nag, D'^'-iap, »nap, Iminap 

Hiob 21, 32 aber häufig rthap; a^^n, dreimal '^a*'"!, zweimal nia'^n. 

1. 'fsf bildet n*bi^. Daneben finden sieh die Formen fV^Vi^ Da. 9, 13 fs^f9 
Bi* 88, 18. £■ sind inoorreet geschriebene 8i$iguUire wie selbstverständlich aaoh 

"laori^ ^ 108, 8. 

2. Zu den Kennwörtern mit doppeltem Plural gehört nicht DTiß, riin^iß. 
Denn b*qri*iß l Ba. 13, 21 beruht auf einer Textrerderbrnss. 

Folgende Worte bilden den Plural unregelmässig: n*^:p pl. D*^n7 338 
Yon einer Nebenform n2^, die sich in Eigennamen erhalten hat, da- 
neben einmal nach Analogie von katl s. § 327 & 0*^1^2^ Ri. 10, 4, falls 
nicht D^'»:? zu lesen ist; ofh, trtr, V. "nr, rtm^n. § 335 &; inh, 
ttbha von einer Nebenform nach § 208 c; "^ba, D'^ba wie nrtm. Von 
t^tt s. § 195» regelmässig Q*^^, "^V:» aber dreimal D^^Ö^K Jes. 53, 3. 
^ 141, 4. Spr. 8, 4. Als Plural yon nV9M ist vn^^ "t^^ verkürzt aus 
Crmj^, "^^ im Oebrauche, aber fnm £z. 23, 44. 

D^7 yon «ittS erUArt sich nach § 77a. 

i?er Ihial. Paarweise oder doppelt rorkommende Dinge be-339a 
zeichnet das Hebräische, auch wenn sie zufällig in mehr als zwei 



200 Dritter Haupttheil. Die Lehre von der Wortbildnag, 

Exemplaren yorhanden sind, durch eine besondere Abart des 
Plurales, den Dual. Er lautet in H. fl[;tm D*^, i. P. äjim 0*^ und 
ist mit Ausnahme von D'^nbss^ s. u. auf das Substantiv beschränkt. 

b Bei Femninis treten die gleichen Endungen an die singularische 
Femininendung, deren ä sich nach § 86, 3 dehnt.. 

1. In to^'^bn, fo'tn^rn b. n. zeigt der Dual die weibliobe Endung, wahrend 
sie dem Singulare fehlt. 

2. In tö*:«* Bz. 27, 5, fW*»^ 1 Kö. 6, 16 K^ftlß; WltiF\ ist der Dual vom 
weiblichen Plnrale ans gebildet worden, was sich nach § 313 erklärt. 

o Die eiuYocaligen Nomina bilden den Dual sowohl direct yom 
Stamme b^n, D'^bn ; 1^)^, tt^T^y ^^ ^^^ Analogie des Plurales mit 
Einschiebung eines a nach dem zweiten Wurzellaute: XtT^^ wie 
nfanp neben D'O'iJ?; tO"^.?»!!? von "^nV; crpn'n von Xfi- 

Desgleichen weist tB)^?'^9 Bi. 7, 6 auf eine Form ^"^s*!^ neben ^^Jt^ hin. 

d Die Verbindungsform des Duales lautet g w, nach § 99, 1 ent- 
standen aus ai. Sie ist sonach durch Abstossung des Nasales aus 
'' H. entstanden und von V. des Plurales ausser in den unter c er- 
wähnten Dualen von einvocaligen Nennwörtern nicht zu unter- 
scheiden. i?iir, "^Ä?»:?, "«JM» "hnip^? ^ 22, I6; fy^^yn Hieb 

41, 12; '^^onp ^ 18, 37 können nach ihren Lauten sowohl Plural 
als Dual sein. Ihre Bedeutung entscheidet für das letztere. Hin- 
gegen weist sich jfy^*^ Nu. 24, 7 durch seinen Vocalismus als 
Dual aus. 

1. Vom Duale finden sich im Aramäisohen nur noch geringe Beste: fVe» 2, 
maithk 200. Ebenso im Geez nur keC% 'beid^ and vielleicht dSgtJS D'^nW Dagegen 
ist er im Arabischen weder aof das Nomen sabstanÜTnm beschränkt, noch be- 
zeichnet er ausschliesslich das Paarige oder Doppelte« Vielmehr ist er auch aof 
das Adjectiviun und Yerbmn übertragen und seine Bedeutung zur Bezeichnung 
des Zwiefachen erweitert worden. 

2. Wie in den i. g. Sprachen ist wohl auch im Semitischen der Dual erst aus 
dem Plurale differenzirt worden. Auch f(ir ihn finden sich wie far den Plural 
im Arabischen zwei Formen, eine : äni für den Kominatiy, eine andere aim fOr 
€henetiv-AccusatiT. Die letztere ist mit hebr. q^tm, woraus phönicisch hn^ moa- 
bitisch 1 d. L entweder an oder in, entstanden ist, identisch. Aus aini wurde 
nach § 99d t^m wie tm aus Ina; äni ging im Hebr. verloren. Wie Ina auf im& 
sind dni, aini auf dnf, aint zurückzufahren. Von beiden Formen scheint ofii die 
ältere und aus der § 823 Anm. 2. erschlossenen semitischen Pluralendung änä 
durch Dissimilation entstanden zu sein. Die neue Form ward für den Dual be- 
nutzt. Die alte war wegen ihrer Aehnlichkeit mit dieser zur Bezeichnung des 
Plurales weniger geeignet als {Uiä, tnä und ging daher in den meisten semitischen 
Sprachen verloren. Aus äni entstand nach § 108 ainL Das Hebräische (Ara- 
mäische, Gto'ez) erhielten die letztere Endung. Das Arabische hielt beide fest 
und benutzte sie zur Unterscheidung von Nominativ und Qen.-Aco. wie im Plurale. 
Bei der Trennung der semitischen Sprachen muss der Dual noch eine jung« Sr^ 



Dritter Abiolmitt Die Lehre Yom Nomen oder Nennwort. 201 



■oheiniiiiggeweiea seio. Hieraus erUftrt es lichi dass er im Aramftisohen and Qe es 
tut ganz fehlti wahrend beide eine Pluralendong an haben, welche freüich bei 
beiden verschiedenen Ursprunges sein kann« 

Es finden sich im Einzelnen die folgenden Dualformen: 1) Paar'^ 340a 
weis gestellte Körper theile: DW«, "^am; D*^fiK, '»Ö«; tO*!öfe« P. Ez. 47, 3; 

D';?^)?, ■h?'^?; töis^ri» oft mit Suff.; tö^lS^Oi "'S^^jT t^w; D"»»}?» 
MD35; D1Ä5, '»äs; D'^.'TJ, "»T. ^^^ danach scherzweise gebildet ftWlb» 
zwei faule Koh. 10, 18; n*:?n3; fta*!?»*» TJO'? ^^^^ t*"»»* Hos, 11,4; D-nriti^ 
•»Sra; D^.5^?, y:^S] m^;^l'ü^S'7h''^^^^^ ^by^;ü^:jtf, -»^ ebenso 

■m; D'^stf, •»J«; D^rote, "»rate; D'ipib, "hßö; in übertragener Bed. 
trnyi^, "»tTSn?, 1 K5. 6,' 16 K*Äiß '»rpnx Danach von einem Kleidungs- 
stücke fa^bij P. neben D^bajJ, "fr*?? »• § 335«. 

Findet /iich von Körpertheilen neben dem Duale ein weiblicher Plural, so hat 
letzterer übertragene Bedeutung: ^'n9^ ^3*l|^ V. ttins;^. 

2) Von Werkzeugen und anderen Dingen , welche aus zwei zu- b 
sammengeMrigen Theilen bestehen: D^OIK P.; fl^V^ Nu. 24, 7; mTKta, 

•»Snrta; tyrtgitt; D'l?!?»; tn?^?; Q'inSrQI*?^'*^'?'' ^^^ siehpaar^ 
weise gegenüberstehen ö'^.nfah/D'iniD», Dwitt/ltrrihb. 

Nach D*;nb^ ist vielleicht der Eigenname Q^'^oib gebildet. 

3) Gedoppelte Zahlen: trs«, "'J«, D'Tttf, "»T)« s. § 361 b; DIDÄtt, c 
tröb», fOl^^li D*!^'??» ö'?^'??» ^^^»«ö «^on gezählten Dingen D'jisrp, fQ*!?!«, 

D'^ro«, D^^rraÄ, trri«o, D'^nss s. Anm., D-^taiPB, to'^wsrn, fo'^n'op ili. 

5, 30, tO'jrnfan 15, 16 und DW*!? Doppelweg. 

Es findet sich zweimal cm ü'^'m 1 KA. 16, 24. 2 Kö. 5, 23, einmal t^nn 
ebenda. Da der Plural 0*^*711» so ist es nicht wahrseheiiilich, dass H. Du« keinen 
Yorton hatte. Vielleicht beabsichtigten die Punctatoren mit ü^y^ eine Hisch- 
form zwieohen H. '^*^'i3a und Y. '^V^ 

4) Durch eine meteorische Erscheinung halbirte Zeiten: ta^a*^!^, d 
tl^ins und nur als Eigennamen erhalten D^^^fiV. 

5) Die Ländernamen D'^nM, DI^TO trj« wonach ftJ'^n'ntt Jer, 50, 21 e 
gebildet ist. Aehnlich 0"^^*^^. 

0*7^1^*1*^ ist erst spät aus ^b^^*; umgelautet Bas K"rl perpetuum dVi^*j da- 
her zu verwerfen. 

6) Zur Bezeichnung des -fachen^ fältigen in den Zahlen fQTilfa'^ f 
2 Sa. 12, 6, DWa« s. § 363« Anm. 1. 

Der Dual in dem Kamen my9&) "(l^S ist ein ErzeugniBS der Volksetymologie. ^ 

Die CasQsreste des Slngniares« 

Bevor Nomen und Yerbum im Semitischen sich schieden, ging 34 ia 
das Umomen auf ä aus. Dieses ä hat sich in der 3. Pers. Sing. 
Masc. Perf. der südsemitisohen Sprachen allgemein, im Hebräi- 



202 Dritter HanpttlieiL Die Lehre von der Wortbildnsg; 

sehen wenigstens vor dem Suffix der 1. Pers. Sing, erhalten "W^b 

aus läkähä-nL 

* • 

b Nach, erfolgter Spaltung des Urnomen in Nomen und Verbum 
entwickelten sich beim neuen Nomen Casus. Dieselben müssen 
jedoch zur Zeit der Trennung der semitischen Sprachen noch eine 
sehr junge Erscheinung gewesen sein. Denn sie sind auf die mit 
einem Suffixe d. h. dem Genetiv eines Pronomens verbundenen Nenn- 
wörter noch nicht oder doch noch nicht allgemein übertragen 
worden. Vielmehr zeigt das Hebrmsche noch vor Suffixen .den 
alten Wortausgang ä. Aucb die allen semitischen Sprachen eigene 
alterthümliche Anlehnung des einen (renetiy regirenden Wortes an 
letzteren (Status constructus) s. § 306 weist auf eine casuslose 
Periode hin. So erklärt es sich ferner, dass die meisten semitischen 
Sprachen die Casusendungen so schnell wieder aufgegeben haben. 

342a I>er Aceusativ. In den Zeiten, in welchen das Hebräische zu 
Literaturzwecken benutzt wurde, war der Gebrauch eines Acou- 
satives zur Bezeichnung des Objects längst erloschen. Es ergibt 

/ sich das aus dem allgemeinen Gebrauche des Partikel riK s. §. 377a. 
In anderen Constructionen jedoch haben sich ziemlich umfangreidie 
Trümmer eines Accusatiyes auf ä r\ — erhalten. Von der Feminin- 
endung unterscheidet sich dieses ä durch seine Tonlosigkeit sofort 
Es erhielt sich in den folgenden Fällen: 

b 1) In adverbieU gebrauchten Wörtern, s. § 367, 1: nb*;^ noctu, 
rXM jetzt s. § 189 fr Anm. 

Kaoh Noideke gehört der yocalisehe Analant in nV^b wie auch in W}9, 8. unter 
e, znm Stamme. Es kann für diese Ansicht geltend gemacht werden die Ent* 
stehnng von h*^h s. § 147 a 1, das aram. imä nnd die arabischen Plurale fitfSlüt 
nnd *arädin. Allein die hehrftischen Worte wären dann auf Ultima zu betonen. 

c 2) Im Ausrufe: TM>n zum Profanen; nnriti^j, WinT^J und nach 
§ 308d Anm. 2 }mi7 zur Hülfe, dann aber auch* statt 'n:wt^, nw 
gebraucht. Ebenso ^werden zu erklären sein: fnra'^K, nnbnf, t^^^t 

tHra*^?, tnrnBn, nbnj s. § 308« Anm. 

rrn^TQn Jer. 11, 15 ist wohl durch Dittographie entstandener Fehler. 

d 3) Als Casus der Richtung auf die Frage wohin, und zwar im 
allgemeinen Gebrauche, sehr selten übertragen als Locativ auf die 
Frage: wo? nn'^^n in die Stadt, TX&i meerwärts, nytftn in's Zimmer 

und so nnmn! tnnirn Ex. i, 20, winn, n^ia^ran, rwsih. Nament- 

lieh häufig ist dieses ä bei Namen Yon Städten und Ländern: n^hnn« 

1. Der ursprüngliche Gasuscharacter dieses ä verrftth sich auch darin, dass es 
sich in Y. findet: «^ »1*7179 Dt. 4, 41 tßT^ tw^ Oen. 43, 17; yq^d rn^ 46» 1; 



Dritter Abflchnitt. Die Lehre vom Nomen oder Nennwort 208 



p^9 rv^ya l Kft. 19, 15 s. § 7I; -ft^pj nan^Ji ybyi n^ je«. 8, 23. Indenen 
ist dem Spraehbewuntsein die onprüngliche Bed. der Form allmählich f o eni- 
flohwundeii, dass de nicht nnr mit b der Bichtmag H^9Qb, rnynb, tondem sogar mit 
f nnd fS verbunden wird: M^^f 1 Sa. 31, 13; (^^3^ Aach wird lie an Plorale 
und Dnale angefügt: I i^''*.iiP'i|i ^^^9^^ '^^^T^* 

2. Hehrere Ortnuunen erscheinen immer in der Aconsatiyform, welche sich 
als die gebranchted» festgesetet hat: MT'i^ 1^^ Terkürzt n^i^ rotft yergL 
jedoch § 308 d Anm. 2. 

8. Die Accnsativendong d kürzte sich im Arabischen und Aethiopischen zu ä 
und ist dort im allgemeinen Gebrauche. In der letsteren Sprache lautet der 
Aocusativ bei Eigennamen, seltener bei gewöhnlichen Kennwörtern, auch voller 
Ad. Das ist augenscheinlich die GrundfonUi ans der sich auch hebr. d erst ab- 
geschliffen hat Dieses hä ist jedenfiüls ein Deutewort des Sinnes Mf, da und 
sonach der Accusatlv des Semitischen ursprünglich ein Casus der Bichtung. Die 
§ '293 beschriebenen Bildungen haben mit diesen Gasusresten nichts zu thun. 

Der Genetiv. Dieser Casus ging auf i aus. Es ist dieses überall 348 a 
betont mit Ausnahme von '^ra^, ^trHO Thre. 1, 1 und t^lb "^iPöSült 

••»-'•«TT ' T»I- 

Hos. 10, 11. Die Beste dieses Casus sind in der a. t. Sprache viel 
seltener als die des Accusatives und jedes (refuhl für die Bedeutung 
der Form ist erloschen. Erhalten hat sie sich nur bei Worten, 
welche in V. stehen und dadurch in ihrem Auslaute geschützt sind. 
Der logische Oenetiy, welcher auf einen solchen erstorbenen Genetiv 
folgt, ist ohne jedes Casuszeichen und letzterer viel häufiger logischer 
Accusatiy oder Nominativ als Genetiv. Denn die alte Genetivform 
wird jetzt als V. unterschiedslos für alle Casus gebraucht. Sie 
empfaM sich der Poesie als vollere Form, wurde deshalb auch auf 
Nominativ und Accusativ übertragen und ihre Endung vielleicht 
schliesslich schon beim Leben der Sprache für eine Endung der Y. 
gehalten. Diese Endung zeigt sich noch in folgenden Fällen: 

1) Im ersten Gliede zusammengesetzter Eigennamen: DIT^K. b 

butr^m, ptr^sbtj, baway, b«^» u. s. w. 

Hier seigt sie sich auch im Phönicischen. Himmbal d. L X^Mlahebr. bipin 
8. MorgenltodJBche Forschungen s. 192. 

2) Bei den Partikeln *^rib^, *vb% und in Poesie auch in niy "HD&K, o 

•^tt, ■hrn'Tarb? 4^ 110, 4. • 

Diese Worte stehn hier als ursprüngUche Nomina in Y. vor dem folgenden 
Worte. 

3) In der Bedensart nb^b '^T^'Xf^ ÜP "^tio^ Gen. 31, 39 sowie d 
häufig in Poesie als archaistischer Schmuck: *bhlt "^ Gen. 49, 11, 
namentlich bei Participien Q&«h9 Yttbt) Jes. 1, 21 ; nso *^33tf Dt. 33, 16. 

Wie die Terhindungsform überhaupt findet sich auch die mit I vor Pr&positionen 
rm ■'«??Ö^5 rriS« "n^ Ex. 15. 6; Ttsi -»530 ML 7, U; f^h n^ Qen. 49, U. 

4) In der Verbindungsform 't:^, ^hk und den Formen YÖn dh e 
mit Suffixen s. § 186. 



204 Dritter HMipttheiL Dia Lehre von der Wortbildung. 

1. In «p 118 sind die Formen auf I alB Zierrath in maattloser Spielerei ge- 
häuft, sogar der Infinitiy '«n'^l^b wird v. 8 gewagli, falle der Text richtig iit. 

2. Die folgenden Y. Y. mit I sind von den Punctatoren nicht anerkannt 
und dorch die gewöhnlichen Y. Y. ersetzt worden: ^ttn^ **ravn Jer. 10, 17; 
-b9 '^TO&n Ez. 27, 3; yy^ ^TOX^ Thre. 4, 21. ünformen nnVdafOr pnnctirt 
worden in ^n^j, 'Vi^* ^Qt^* Jer. 22, 23; '^^ 51, 13. UeberaU mit un- 
recht. Dagegen punotiren sie mit Becht V^^ 2 Kö. 4, 23. Fftr *n^ 4^ 30, 8 > 
lies '^y^* Umgekehrt ist der alte (Genetiv yielleicht durch Emendaüon in einigen 
sprachwörtlichen Bedensarten herzustellen, so "^oaib Bi. 20, 12. 1 8a. 9, 21 für 
■«D&l^, *«S13|^ 1 8a. 9, 21 fär *i^, denn es gibt hlos einen D3l$ Benjamin. 

3. Das I des Oenetives hat sich zu i abgeschwächt im Arabischen in allge- 
meinem Gebrauche erhalten« Im Aramäischen und Ge'ez ist es nicht vorhanden. 
Ueber das Phönicische s. b Anm. Dieses I ist wahrscheinlich pronominalen Ur- 
sprunges. Nach BkoM ist es nicht der Best eines erstorbenen Oasus, sondern der 
erste Ansatz zu einer Büdung des Genetives. Nach ihm wurde im SemitischeB 
zwischen Y. und Genetiv ein hinweisendes ja geschoben, welches im Hebräischen 
zu % im Ge'ez zu 4 wurde. Im Arabischen wurde aus t weiter I und dieses von 
der Y. auf den Genetiv erst übertragen. Der Befand im Hebräischen erklärt 
sich bei dieser Ansicht sehr gat. Allein die Pluralformen des Semitischen sprechen 
für die erstere Auffassung s. § 323 a Anm. 2. Ebenso spricht die A^jeotivbildung 
auf f s. § 302 für dieselbe. 

344 a Der Nominativ. Dieser Casus ging auf ö aus. Seine Trümmer 
sind noch seltener als die des Genetives. Sie erscheinen im jetzigen 
Hebräisch in zweierlei Form: 

b 1) Geschützt durch die folgenden Laute hat sich ü erhalten im 
ersten Gliede zweigliedriger Eigennamen: blj^OB neben bljpjfi; Vl^mv; 

nbriniD, "^tanfw; bwcn neben bty»:i«; ^aia« i Sa. 25, 18 k*4iS. 

Hier hat sich dieser Oasus auch im Phönicischen erhalten, s. B. MoBähAal 

d. L i?5'''^t? oder isa'nt?. 

c 2) In den drei Formen ^^^ i^ä Nu. 24, 3. 15; Q^n ia^l^tt ^ 114, 8; 
'pMTiki'^n Gen. 1, 24 und danach siebenmal wiederholt, erscheint 
dieser Casus als d, das nach § 95 aus ü entstanden sein wird. 

. Es muss sonach im alten Hebräisch neben ü eine verkürzte Form ü gegeben 
haben, welche dieser Casus auch im Arabischen hat. Von diesen Beispielen 
ist übrigens in*]ri unsicheri da es nach §§ 128, 42. 136, 1 aus ^n^ entstanden 
sein kann. 

d Auch die Trümmer des Nominatives werden nicht mehr in ihrer 
. ursprünglichen Bedeutung empfunden, sondern stehn unterschieds- 
los für alle Casus. 

Auch der Ursprung der Nominativendung wird ein pronominaler sein. 



Dritter Abschnitt. Die Lehre Tom Nobien oder Nennwort. 206 

VIEETES CAPITEL. 
Das Nomen mit Bnfflxen. 

Vorbemerkung. Verbindet sich im Semitisohen ein Nomen mit dem Genetive 
eines Pronomens, so verschmelzen beide zu einem Worte. Es ist das nichts den 
semitisohen Sprachen eigenthümliches. Vieknehr ist die gleiche Erscheinung in 
den tfirkischen Sprachen dieBegel, in i.-g. Sprachen gar nicht selten. Beim Antritte 
des Accusatives eines Pronomens an eine Verbalform geschieht das Gleiche, 
worüber beim Verbum besonders zu handeln ist. Hier zeigt sich dies auch im 
Deutschen z. B. ich hab% 

Das Fürwort der 3. Person Sing. Masc, tritt an alle Nomina 345a 
nrsprünglich in der unbetonten Form hü, welche eich in den unten 
au^Euzählenden Fällen erhalten hat. Es tritt im Singulare direct 
an den Nominalstamm, 1) wenn derselbe auf einen langen Vocal aus- 
geht: wn» und nach § 113, 4 1*^, I^IK, 2) wenn derselbe auf einen 
D^hthong ausgeht, also bei Ableitungen von vC^i ^H);^ maikairhü 

8. § 99, 1, WM, wjrm, f»^?™) "h^^ra^ 'Jntoti, inspo, inign, wjj, 

Wb:j, OTSß, innte, -hn^ Ex. 18, 18;^'^aber nach § lis, 4 fT^jn? 
Hieb 41, 1, f^Wa 1 Sa."l9, 4, n-'ßüti 1 Kö. 10, 5, ^b^a Ez. 40, 31. 
34. 37, "Wiirü dV.**!, 5. 8 und so immer 1*^b«, y^^'P. 

Man hüte sich diese Formen auf 1*«-;- mit Pluralen zu verwechsehi. Verbindet 
sich ein Particip mit dem Suffix z. B. Vitos' neben itö, so kann das Suffix auch 
als YerbalsufSx (Accusatiy) ge&sst werden. 

Alle Übrigen Formen dieses mit einem Singulare verbundenen b 
Suffixes erklären sich nur aus einem zwischen Stamm und Suffix 
stehenden dl, welches den Wortton auf sich gezogen hat. Es sind 
1) d, früher n später 1 geschrieben s. 28 a, nach § 113, 4 entstanden 
aus ahü für dhü: in^ä baitä-hü^ 'Xti\\ itäSn^ t^P?! bei Femininis mit 
betonter Endung iraÄfi, inba? näblläta-hü s. § 81, 3, aber daneben 
tinnjl, jtlh^^^ nw^ Analogie der H. ; bei Femminis mit unbetonter 
Endung nach § 308 c: inbBia, irtVM, 1^)^9*^)3. 

tf^a statt l'^aa wie '^aanach Analogie von *«^»s. S 71, 2 Anm., § 3595. 

2) ?in— in ^ny^lQ, fmxfiü Nah. 1, 13, f^rni« Hieb 25, 3, 'hn»ab'»ft • 
Ri. 19, 24. Das S dieser Formen erklärt sich als Dehnung eines 
nach § 84, 4 aus ä entstandenen ^, welche sich vor dem Suffixe der 
2. Pers. Sing. Masc. i. P. noch erhalten hat. 

1. Es findet sich ein Singolarsnfflz ia an den Stellen Hieb 20, 23. 22, 2. 27, 23 
'wA^t Jes. 58, 8 iab; ^ 11, 7 ic^j^. Letzeres erklärt sich auch ans plnralisoher 
Gonstroction von taT6M, die andern Fälle nor schwer ans Constniotion eines 
OoUeetiTnms mit dem Plnrale. Dieses SingnlarsnlQx lautete dem § 849 sro be- 
spreohenden Plnralsoffixe gleich und wäre wie dieses ans himu entstanden. Das 
iat Ton vornherein nnwahrsoheinlioh* Müssen diese Formen als flingnlarsnffixe 



206 Dritter HavpttheiL Dm Leim mn der Wortbildung. 

gelten, so Bind aie yerdftchtig nnd ihr Bettehn Ist ans einem Fehler der Ueher- 
liefemng zn erklAren. Da nnn im Phonidschen nnd nooh mehr im Pnnisehen 
Singnlanniffize der 3. Pen. Masc. anf hn, im, i, i vorkommen, so hat man viel- 
leicht das entere in jenen hebrftischen Formen su suchen, nnd 1 zu streichen.') 

2. Den vor dem Suffix stehenden Yocal bezeichnet man h&nflg mit dem iire- 
fShrenden Kamen BindevocaL Es bemht das anf der falschen Yorstenong, er 
sei zwischen Stamm nnd Suffix eingeschoben worden, um beide mit einander zu 
verbinden. Ganz im G^egentheü ist er auch dem mit einem Suffixe nicht ver- 
bundenen Nomen eigen gewesen. Hier aber ist er im HebrftiBchen verhallt, 
wfthrend er sich unter dem Schutze eines folgenden Suffixes erhalten hat. lieber 
die Beste dieses Wortauslautes in den semitischen Sprachen s. § 841 o. Andere 
sehn in jenem Yooäle, bezw. seinen hebrftischen Aequivalenten, die unbestimmt 
gesprochenen Casusvocale «, f , & In dieser Form ist die Annahme sicher fUsch. 
Denn dass ein I im Hebräischen vorhanden gewesen sei, ist nicht zu erweiseo, 
wiewohl ein ü neben ü wahrscheinlich ist, s. § 344 c Anm., und die Yerkürznng 
von d zu ^ an Formen wie ''35*11 JÖJ s. § 823 c Anm. Ihr Analogen hat. Aceusa- 
tivisohes d, welches vor den Suffixen die übrigen Oasus verdrängt hatte, könnte 
danach allerdings jenem ä zu Ghrunde liegen, ^fän stände für mä^a4Ut und 
dieses fOr mälkdM, wie jenes aus /alaAAardnd-nt entstanden ist Allein wegen 
des § 841a ausgeführten ist die entere Annahme wahrscheinlicher. 

3. Auf einige Partikeln ist das Yerbalsuffix ^3-;- übertragen worden, so %tfs 
s. § 869 Anm. 2, ^19*«$ s. § 371a Anm. üeber isi^ s. § 370h Anm. 

S46a Verbindet sich das Suffix der 3. Pers. Sing. Masc. mit Pluraleiii 
so entsteht nach § 113, 4 beim Masculin durch Verschmelzung mit 
der Endung des V. *iv-., K*diß häufig V-: r^yrn^ "h^^iia?, ti''^5«> t'»?©?, 
^'«nntöta, und Ton rfb nach § 329 IT^T^; nach § 330» ebenso* im 
Feminin; Whap, f^Jjh»)?, 1*»riWx, fi'iyinxn, häufiger mit Vorton 

tw^ia, ■h*^'«^» '^^K^V ebenso r^rhiip^. ' 

1. W'ilojR ^ 116, 12 zeigt die aramäische Form des Suffixes. 

2. Ueber die Formen t«T'?iaa Nah. 2, 4; t^rnj Hab. 3, 10; fiM^j'^ Hiob.24, 
23; tVi;^« Spr. 29, 18 vergL 8. 20 Anm. 1. In leteterer Form wie in l'^'ni^ ist 
ausserdem das Schwinden des sweiten Yocales auffiUlig. 

8. Der Singular fnn^n Lev. 5, 24 ist Analogiebildung, falls nicht ein bioser 
Schreibfehler voiliegt» veranlasst durch die Aehnlichkeit yoii h*i mit der Plural- 
endung t\i yergL auch §§ 347a Anm. 2. 856, d. Anm. 2. 357 d Anm. 2. 

b Im Duale bilden sich nach § 339 rf 1*»^^^, l'^sbn, ^^TO. 

847 a Das Fürwort der 3. Pers. Fem. Sing, trat nach § 171c an alle 
Nennwörter in der Form hd. Dieselbe ist unbetont. Es zeigt diese 
noch 1) bei Verbindung mit einem Singular, welcher auf einen langen 
Vocal TO«, n'^tin, n'^lB oder auf einen Diphthongen ausgeht fnb^ Jes. 
I9 30 s. §99, 2; \rf^^ 22, 11; n^nn. Doch verfährt mw hier 
häufiger nach h 2. 

1) Weiteres s. MorgennndiBche Forschungen S. 202 ff. P. SehtMmr, die Pfaftnitisrlie 
Sprühe S. 158 ff. de Gm^V« Hhiweis auf &9 ^Vtfai Jes. 8, 15 s. Hsviis wüt^u» 1875. 
8. 292 htt einerseits Jcr. 6, 21 andetseüs den absoluten Qebnmch Ton H^ gegen siab. 



Dritter Absohnitt. Die Lehre Yom Nomen oder Nennwort. 207 

2) in Verbindung mit dem männlichen Plurale: ^^n« ^*^Tßt ^* 
§ 99, 2 und Duale »t'yta tO*TJ ^^^ ^^^ dieteti AnafogiVs.^'säoft 
auch in Verbindung mit dem weiblichen Plurale fninhbt} Jes. 16, 8, 

» t t 

1. Jes. 4, 5 ist nach HESS, und gaten Atugaben niöht ^K*^ sondern tt^^KJ^'Q 
woL lesen. Nach IJTOQ Jer. 19, 8 liesse aloh aneh die entere Fonn als Plonl 
Mifhssen. 

2. nrfm^ Es. 23, 7 ff, tT^nitn'i'if Jer. 8, 8 sind Bolöoiamen oder bloee Schreib- 
fehler yeranlasst doroh die Aehnlichkeit der Endung f^ mit der Plnralendmig rvi 
s. § 346a Anm. 8. 356d Anm. 2. 357 d Anm. 2. 

8. ünortbographiseh ist Bs. 41, 15 ttrr«|^in9 geschrieben s. § 81 Anm. 1. 

Dagegen ist das auslautende ä aufgegeben worden 1) wenn das b 
Nomen den nominalen Auslaut ä hat Letzterer wird hierauf gedehnt. 
»r)K 'arsäh aus "arsahä, ^M, ebenso fsq^nb aus V'hj'hä fiir V'hi^hä, 
»^ft, ^W^yfb und im Femmin fWj^'Tß, t*^?^» 1l!lM»D. 

2) iei Verbindung mit Ableitungen von n^, welche auf den Diphthong 
ai ausgehn. Hier wird dieses aus dem BildungSTOcale und dem 
letzten Badicale bestehende ai vor dem Suffixe ganz aufgegeben: iHto 
aus sadaiäh für sadaia-hä; npß, mtol^ neben fit^ s. a, 1. 

Bas Nebeneinanderbestehen dieser beiden BUdnngsweisen erkl&rt sich daraus, 
dass man bald den nominalen Auslaut beibehielt, wobei dann der Tor ihm stehende 
IMphthong sich nicht hielt, theils diesen bei der Anfiigvng des Suffixes weg- 
liess. Dabei fiel der Ton auf den Diphthong' at, welcher sich in Folge dessen 
erhielt 

In dem unter b beschriebenen Suffixe ist abgesehn Ton der Vor- o 
längerung des vorhergehenden Vocales nur h zurückgeblieben. Auch 
diese letzte Spur des Suffixes ist später in der Aussprache ge- 
schwunden. Denn wir treffen in manchen Worten das n des Suffixes 
ohne Mappik geschrieben. In diesem Falle ist es bald mit R&f ä 
geschrieben s. § 42c fn^lD^n Ex. 9, 18; fiKt^ Jes. 23, 17 s. § 71, 3, 
bald nicht frh'^n ^ 48, 14^ t'^'3?? Jos. 45, 6. 

1. Die Kenntlichmachung des h durch Mappik erkl&rt sich wohl nicht daraus, 
dass man das h zu den Zeiten der Punctation noch sprach, denn Schreibungen 
wie fK^ Es. 86, 5 s. § 81 Anm. 1 widersprechen dieser Annahme. Yiehnehr 
wurde sie durch das Bestreben yeranlasst, das SofOx yon der gewöhnlichen 
Femininendung su scheiden. Dass man in einzehien Fällen kein Happik setat, 
wohl aber zaweilen B&9S , während umgekehrt in andern Stellen Bäf S die 
Femininendung im Unterschiede vom Suffixe kenntlich macht: hna Jes. 18, 5 
neben isq^) Oen. 40, 10, erklärt sich aus der Tersohiedenheit der Hände, welche 
bei der Punctation betheiligt waren« 

2. In den folgenden Fällen ist die Femininendong beim Antritte des Suffixes 
der 8. Pen. Fem. Sing, ausgestossen worden, so dass für nv;- nur P^ steht: 
ftqfS Gen. 40, 10, fl^l Za. 4, 2, flTpf ^ 182, 16, jl^ft 8pr. 7, 8, t«ma Sob 11, 9 
und Tielleioht n^ ^ 27, 5 K^ftiß s. auch S§ d50a Anm. 359 ( Anm. 2. 



208 Diitiar Haäpttheil. Die Lehre von der Wortbildung. 



3. Bm Yerbalinifflx M)-;- ist auf einige Partikeln übertragen worden f^lff^ 
8. § 371 a Anm. n|7i9 s. §*369 Anm. 2. n|m9 s. § 878a Annu 1. 

348 Die Terschiedenen Formen des Suffixes der 3. Pers. Masc. Plur. 
lassen sich auf drei Grundformen zurückführen. 1) himu entstanden 
aus hmmu für hummu s. § 171 c Anm. 1, woraus erst durch den Ein- 
fluss des Feminins msn ward. 2) hm yerkürzt aus himu entsprechend 
der Form DH des Fürwortes. 3) rvfär\ entsprechend der gewöhn- 
lichsten Form des Fürwortes. Die erstere Form ist die alterthüm- 
lichste, auf die Dichtersprache beschränkt und wohl dialectisch. In 
der gewöhnlichen Sprache herrschen die Ableitungen der 2. Grund- 
form. imr\ aber als Pronomen suffizum ist eine junge Analogie- 
bildung und findet sich nur nach Präpositionen r mnä, rmnr, 

fnünb Jer. u, 16, ^tmro 36, 32. 

d49a Das h der rollen Form hmu wird immer zwischen dem letzten 
Yocale des Nomons und dem folgenden \ ausgestossen, worauf letzteres 
mit dem ersteren contrahirt wird. Das auslautende ü ist zu ö ge- 
steigert worden. Es ergibt sich nun ein verschiedenes Gontractions- 
product je nach der Natur des das Nomen schliessenden Vocales. 

b 1) D(i$ Nomen geht auf den nominalen Wortauslaut ä aus. Dann 
wird contrahirt 

a) nach § 99, 8 zu rf: iiab la-himu, fitiabrj ^ 17, 10, fW^P 21, 11. 

ß) nach § 99, l zu i: ittj*^? lies ittjilj' '^ 73, 7, Itip« oder nach 
§ 30 rf Anm. itti^'^K. 

c 2) Der Yocal { des Suffixes schwindet ganz, wenn das Nomen auf 
den nabh § 99, 1 zu conirahirenden Diphthong ai ausgeht, gehöre er 
a) zum Stamme frs'^bM ^ 2, 5 'ilai-himu, "W^bv 'alai-himu oder 
sei er 

ß) Pluralendung: i^roT^räy, fW^tfrv:jiü ^ 2, 3, f^flö'^rfoK, •fittW!» 
titt*^Ktm9, auch nach § 30(7 mit defectirer Schreibart fittd^^DSimd 
fitian \ 83, 12, ttaaj?^ Dt. 32, 32 oder Dualendung itt^atä/ * 

In letzterem FaUe kann nur der Sinn über die Bedeutung entscheiden. 

d 3) Hinter einem andern Wortausgange findet sich das Suffix 
nur in ifi'tfi. Hier ist die erste Silbe des Suffixes ganz geschwunden. 

350a Tritt das Suffix in der Form htm an das Nomen, so findet, falls 
letzteres auf ä ausgeht, mit Ausnahme der unter Anm. 2 — 1 auf- 
gezählten Fälle immer nach § 99, 3 Ausstossung des Hauchlautes 
und Gontraction zu d statt. Der Wortton lag auf dem ä. fehlt silla- 
him, und so gewöhnlich dto, dbVtf Säläla-him, 'fWp rädlpä-him, 

1) Bewmden Uvufig Dt 82. 4^ 2. 78. 88. Inaner aber finden lioh daneben die 
gewöhnlichen Fonnen. 



Abaohaitt. Die Lehre Tom Nomen oder Nennwort 209 

fornnttrin; bei Bildungen nach § 1926 t^tn s. § 8&, 1; ebenso 
D^tt daneben aber fDH'v^.fi nach § 351, b. Von Femininis: tantttf^, 

tönbwJ, DPüWin«, tw^i^i tjntib«. 

1. Anoh hier zeigt tioh die § 347 c Anm. 2' besprochene Yerkürzung tt3}^ 
Hos. 18, 2 für *bnjl»; fö^'^^p Hiob5, 13 fur*dno*W; fta-j*» ^^49, 15 für *Dn5^; 
iü'ym 4» 55, 16 für *Dn7>U^ s. auch § 359 fr Anml 2^ Hingegen ist für fon» Neh. 
5, 14 zu lesen nn|. 

2. Infolge abweichender Betonung ist ans ihim auf dem § 345 c beschriebenen 
Wege ihem geworden in tt^OT? ^^* h 21* VieUeioht ist diese Form aber blos 
Analogiebildung zu ^na'^a. 

3. üeber die Entstehung der Form t^^SD 2 8a. 23, 6 vergl. § 107 a fr, 1. 

4. Nicht erfolgt ist die Contraotion in j^tFIfS fAr t3^9 s. § 877 fr Anm., bmiM 
Gen. 32, 1. £z. 18, 20, Bhb, IWSQ Hieb 11, 20 für bTm. Femer steckt eine Spur 
nicht erfolgter Contraction in '^3'J^^BO M^ Jer. 15, 10, wofür "^Mif^ Dhlb zu lesen 
sein wird. 

Dieselbe Bildnngsweise zeigt anch der weibliche Plural: DTäK, b 

driKisn, oninnn, ttarhMroi orrimtha, nxiyfoo:, üt^i6, nnbuto, daneben 

T -' T I -' • T 1 I •' T II*' T I-' T I' T I •' 

findet sich jedoch schon in den ältesten Stücken die Bildung nach 
§ 351, c ß. 

!• Eiouge der letzteren Formen treten allerdings erst spät anf^ a ywtt lj Heb. 
9, 2, tfnnbM in der Chronik, In andern Büchern und zwar schon in den ältesten 

» • y * 1 

stehn beide nebeneinander, oft gleich häofig. S. § 16 a Anm. 

Hingegen ist nach §§ 88, 3fr, 96fr aus htm unter dem Einflüsse ^bh 
des darauf gelegten fForttanes ün geworden. 

1) Nach einem langen Vocale: DH*^^ s. § 85, 1, DH*«, ebenso b 
formfi neben VTM^ s. § 350a: nnitts kämähm. 

2) Nach dem nach § 99, 1 zu ^ zu contrahirenden Diphthonge c 
ai und zwar 

a) nach Singular en, welche vtm Vf^ stammen: DH^bK ^lai^hm s. 

§ 89, 3, wh9, fö^ 'äpai'hXm, Drj'»3ptt, dn-ijma, Dn*«*», on^inti, 

ß) Nach männlichen Pluralen: ÜT^^y^it Q'^'^ti*;, tQO''™> tDn*»!^!?!, 
nach Dualen fDn*^3^2& s. § 339 <: Anm., und nach § 330 fr auch nach 
weiblichen Pluralen ülWäy^, itiTTTmif s. jedoch § 350 fr. 

1. Man hüte sich, die nnter 2 a aufgezählten Formen für Plnrale za halten. 
Abweichend yon ihnen findet sich Jer. 14, 12 contrahirt "fttp statt *örnap, eine 
Form welche in ihrer Vereinzelnng Verdacht erweckt. Denn iüf^ ^ 68, 28 ist 
zu emendiren nnd das Bofflz in ffi^vyi Jes. 63, 11 ist yerbaL 

2. Kach normalem Lautwandel s. § 90, 1 entsteht ans htm die Form Dh^ 
-8. § 1770, welche sich jedoeh als Snfilz nur in tsn, aber f 2 Kö. 17, 15 DhS; 
findet. 

Auch die jetzigen Suffixe der 3. Pers. Fem. Plur. gehen auf 352i 
drei Ghrundformen zurück: 1) die yolle Form mn für hinnd s. § 171 c 

Stad«, httht, QnmmMÜk, 14 



210 Dritter HanpttheiL Die Lehre toh der Wortbildmiig. 

2) hieraus rerkürzt htnä 3) noch weiter yerkürzt hin. Auch hier 
zeigt sich die volle Form ntr nur nach Präpositionen: ninft, Mira, 

mnb, mma. 

y « « T •• •• 

h Auf die zweite Orundform gehn zurück die folgenden, fast 
sämmtlich i. P. stehenden Formen 1) hanä, in f runnn^ Ez. 1, 11 P. 

2) nach § 89, 1 entsteht h'nä in irX}T}V^ 1 Kö. 7,' 37 P., t™^?*^ 
Ez. 16, 53 P. Nach §§ 99, 3. 113, 4 ist contrahirt worden in I1D>3 P., 
tnjrik Ex. 36, 26; iny^)> P. Gen. 21, 29, naö, inpyt P. Hieb 39, 2 

3) nach § 99, 2 in njijnj? Gen. 41, 21. 

1. Statt h}r; tollte man naoh § 90, 1 njh erwarten. Die Abweichung ist viel- 
leicht durch die Analogie sa 1^ bedingt. Yergl. auch § 358 ( Anm. 1. 

2. Hierher gehört wohl auch 1ti|tinpb Oen. SO, 41. Das DAgtf wird zn 
streichen sein. 

353a Alle übrigen Formen des Suffixes gehn auf die dritte Grund- 
form zurück. Aus ihr entsteht nach § 88, 3 & p in den folgenden 
Fällen: 

1) Nach Nennwörtern, welche auf einen langen Vocal oder.IHph' 
thongen ausgehn und zwar 

a) nach i: 'jn'^aÄ, tlO'^öf ebenso tlT^S ^^^' ^^» ^^ ^' ^^^^^ tlT!'' 
ebenda t. 5. P. 

ß) nach Ableitungen von n*b, welche aufai ausgehn: t'P?'*5J, V?^*l?» 

' Y) In Verbindung ndi Pluralen trprft«, tin^, iVTfTS^ H^- 
und Dualen )fyws* 

2) Im unterschiede yom Masculin, s. jedoch § 350 a Anm. 4, nicht 
selten in Verbindung mit Singular en, welche den nominalen Wort- 
autgang ä haben: imbh hilbä-htn s. §§ 88, 1. 85, 3, fimnb Gen. 21, 28, 
timb Ez. 13, 17, flÖ*?*^^ Iß» 5*? tlW^ 23, 47 und \l^. 

In 10%^ ^^ ^* ^ steckt eine Consonantenlesart l^abn Lev. 8, 16. 25. 8taU 

Tn3a>Nah.'2,8i.'|rGA 

b Nach normalem Lautwandel, s. § 90, 1 entsteht aus htn *in. 
Diese Form zeigt das Suffix 1) in den folgenden Verbindungen mit 
Präpositionen ^na neben ^n^, inb deswegen aber immer ^nb lAn^, 
f^m Ez. 18, 14, während 16V47. 52 die Lesart zwischen '{rm'u. iniQ 
schwankt. 

2) nur einmal in Verbindung mit einem Nomen : f^HTiB Jcs. 3, 17, 
welche Form auch noch durch das & der ersten Silbe auffällig isti 

c Wie im Masculin wird jedoch in dem unter ai erwähnten Falle 
häufiger contrahirt, fl^b Ubba-kin Ex. 35, 26 s. §§ 99, 3. 113, 4, l^b, 
liräi, und so auch fi^nB neben f^TtniB, ffrik Ez. IG^ 54 P., im fem. 



Dritter Abiebnitt Die Lehre vom Nomen oder Nennwort. 211 

Sing. : )twr^ , T*??ÄnÄ , t?^*^.™- ^^ ^^^i». Plur. ohne Einschub der 
männlichen Endung der Y.: )tfrül6. 

Als Suffix der 2. Person dient der Pronominalstamm ka s. 354a 
§ 177 b Anm. Und zwar erscheint er als Suffix der 2. Fers. Sing. 
Masc. in der Form kä ^, wofür in kürzeren Worten auch ro ge- 
schrieben wird s. § 28» riDtäl, ro^S ^ 139, 5, nsm P. Spr. 24, 10, 
ns^ Ex. 13, 16. Da dem Suffixe immer ein Yocal vorhergeht, so ist 
sein k aspirirt. Das Suffix ist früher überall tonlos gewesen, hat 
jedoch in dem unter b besprochenen Falle den Ton auf sich gezogen. 

Tritt dieses Suffix an einen männlichen Singular, so ergibt sich b 
als Grundform z. B. bei kätal, s. § 200, däbärakd. Aber nur i. P. 
hat hier der Wortauslaut den Ton behalten. Es entsteht nach 
§§ 84, 4. 86, 4 ?rT?^, ebenso •hjÄJ'j, ^pTH, fsflß^. Dagegen hat in 
fortlaufender Bede das Suffiix den Ton auf sich gezogen, worauf sich 
nach § 85, 3 der Wortauslaut verkürzt spa«!!, ?jriT, ?|rp, t^.:^, qa*^.i^, 
t^»n|n , Irna^ti aber tqnWti Jer. 28, i ö! Ebenso von Femininis 

t^ran«, 5jnß^', ^qntirja aber l P. sj^pT?, t^jrDOti, t^bsti. 

1. Abweichend hiervon iit L P. das ä des SufAxea abgeworfen nnd hierauf 
der Wortanslant verlängert worden in 'r^ Mi. 8, 12; ';pntt, wofQr Ex. 29, 35 ^ftarjtK 
steht; UjPät, tl^, ^b, tpfT, ^t^^ Ez. 23, 28. '25, 4, UfT^^S, 15. In letsterem FaÜe 
wird es durch den Beim zu ?|:^ veranlasst worden sein. 

2. ^Vr? ^ 9, 15 ist entweder wie ^^pt^aiD Ez. 35, 11 em Schreibfehler, oder 
es ist Vp'iMW zu lesen. 

Geht hingegen das mit dem Suffix verbundene Wort nicht auf 355 
den nominalen Wortauslaut aus, so ergeben sich die folgenden Fälle: 

1) Das Wort schliesst auf einen langen VocaL Hier ergeben sich a 
keine Veränderungen. ?frQ| kämdkd s. § 77 a, rpnM, rpB. 

2) Das Wort ist eine auf ai ausgehende Ableitung von n^. Das b 
ai derselben hat den Ton und wird nach § 99, 2 contrahirt. rpnTo 
märäikd. Diese Formen haben sich überall in P. erhalten, ausser 
P. nur in y ; rw Dt. 23, 15, auch defectiv ;^;}m ebenda, "hP^ptt Jes. 
30, 23, ^?ptob. In fortlaufender Rede jedoch folgen diese Bildungen 
der Analogie der § 354 b beschriebenen und wie dort neben ^yn P. 
steht TpD*^, so bildet man von r(itO P. nach falscher Analogie ein 
fpT^, Ton^f^tt P. ein ^73, von T?tf^ «^^s. 30, 23 ein ^ri)?«. Ebenso 
"hrS, ^M, tT]W Gen. 48, 4. 

1. Man verwechsele die erstgenannten formen nicht mit den nach c gleich- 
lautenden Plnralen. Hure Erhaltung mögen sie aUerdings dem Umstände ver- 
danken, dass sie wegen der scriptio plena für Plurale genommen wurden. 

2. Die Pausalform ^ <|» 53, 6 ist verdächtig. 

8. Gleichfalls auf falscher Analogie beruht es, wenn vom Yerbum auf das 
Nomen «fai PausalsnfBz r^ flbertragen worden ist Bs gesdhieht in den fölgen- 

14» 



212 Dritter HanpttheiL Die Lehre Ton der Wortbildung. 

den Fonnen: j[tt^ Gen. 3, 9, \^ Spr. 26, 16, f^)^ IH. 4, 86 f^sfypo Bt 8, 5, 
^XS, fj^ Hiob 5, 1, t^^ 88, 32 t^^^g Dt. 23, 5.^ Wiewohl die meisten dieser 
Formen vom Verb herstammen, steht es doch dahin, ob sie in dieser Aussprache 
in der lebenden Sprache vorhanden gewesen sind« 

c 3) Das Suffix tritt an den Plural oder Dual. Der Ton liegt auf 
der Endung des Plurales. Hat die letzte Silbe vor der Endung des 
männlichen Plurales oder Duales einen ursprünglich kurzen Vocal, 
so empfängt dieser Yorton. Hierdurch gewinnt der Stamm ein von 
der gewöhnlichen Y. ganz verschiedenes Ansehn und der H. gleiche 
Yocale: ^^y\, ^'J^'n neben "»Dn^, "^nOT, aber 1^lät^ mit Yerkürzung 
oder gänzlichem Ausfall des ä der zweiten Silbe, im Duale «psVn 
^f^}:^ und nach § 339c jf^rh- Im Fem. Dual. l^nifOy in dem des 
Plurals nach Analogie des Masculins -fl^n^, T^^« 'yrriteptep. 

1. Einmal bildet sich ohne Sinsohub der männlichen Endung der Y. pffiaa 
Bt. 28, 59. Die Form ist in ihrer Vereinzelung verdächtig. 

2. In allen Ableitongen von h^ auf ai, deren mit diesem Suffixe ver- 
bundener Singular nicht in der unter h beschriebenen Weise verkürzt, fallen 
Singular und Plural bei Verbindung mit demselben lautlich zusammen. 

8« Mehrfach findet sich der Plural vor diesem Suffixe defectiv geschrieben: 
^bf^ Jer. 8S, 22, ^n ^ 119, 41, ^Ifäf^ ebenda v. 43. 149. 175. An andern Stellen 
wie 9|a^^ Ex. 33, 13 mag der Schreiber den Singular gemeint haben. 

356a Das Suffix der 2. Pers. Fem. Sing, unterschied sich wie das 
alleinstehende Fürwort vom Masculin durch verschiedenen YocaL 
Es lautete Arf s. § 178&. Das auslautende { ist im Hebräischen überall 
aufgegeben worden. Geht der Stamm auf den nominalen Wortaas- 
laut ä aus, so entstehn für gewöhnlich nach § 108 Formen wie |23, 
^•T, ^«, ^«ao, ebenso t??1ö> ?^3, t?5ö?> ^^im Feminin: ^tpoi, 
•ftnbM^, t^ttip. Dagegen ist Verlängerung des Wortausl&utes ein- 
getreten in 'sp^, ^, «(PM, ^ttttt, IfQSfj welche vom Masculin i. P. laut- 
lich nicht zu scheiden sind. 

1. Jes. 22, 1 findet sich, weil tj^ voranBgeht, l^to für ^IßS pnnotürt. H. L. 4, 7 
ist es durch *^ veranlasst. 

2. In einigen Stücken zeigt sich nnter dem Einflnsse aramftisoher Bede die 
filtere Form *^d-r^. Sie wurde von den Pnnctatoren anerkannt in t^^*!^ ^ 108, 3, 
■«asinf ^ 116, 19. 185, 9 f^»^'j Jer. 11, 15, verworfen aher in ^3^ H. L. 2, 13. 
2 Kö. 4, 2, ^^11!^} ebenda v. 7. Im Yerbom zeigt sich in jenen Stücken dieselbe Form 
des SufSzes^z. B. beim Partidp fid^itmrr <|» 103, 4. 

b Tritt das Suffix an ein auf { ausgehendes Nomen, so ergeben 
sich keine Veränderungen. 

c Beim Antritte an Ableitungen von t!\ welche auf ai ausgehn, er- 
gibt sich nach § 99^ die Form X^' Erhalten ist sie in Xft^ 
H. L. 2, 14, zweimal, das eine mal aber nicht anerkannt: ^vnv. 
Sonst tritt überall nach Analogie der unter a beschriebenen Formen 



Dritter Absohnitt. Die Lehre Yom Nomen oder Nennwort. 218 

das Suffix ^-;^ ein, wodurch Singular und Plural auseinandergehalten 
werden: jlfM, f^M. 

Analog der unter a Anxn. 2 beschriebenen Form findet siob hier t^?4^ 
+ 116, 7. 

Die gleiche Form ^>^, i. P. ^'J— ergibt sich beim Antritte des A 
Suffixes an Plurale und Duale: tTl??N' t^IPrö, ?pnte, Ton n"b: ^te», 
i. P. \pyti Jes. 1, 25, t?'^*^? Cren!"l6, 6; beim Feminin: tT^rP^^i 
tnt5^»erP- IT.5*'^ Ez, 26, 11; beim Duale: f^l^nb; tr.?T,- 

1* "^n^ ^^^* ^' ^ kann sowohl Singular als Plural sein. Statt tf^ni^ Jes. 47, 
ISUes^fnyt^. 

2. Solöoismen, wenn nicht hlose Schreibfehler, veranlasst durch die Aehnlich« 
keit mit Pluralen auf ni, sind die Formen fTprriaa Ez. 16, 81, fi\*y^\ Jer. 8, 2, 
^notn Ez. 16, 15 neben Tt^ndtA v. 20, fT^^^^ ^^- ^> ^> tH'^t^^ Jer. 22, 21 
▼ergl. §§ 846 a Anm. 8. 847 a Anm. 2. 859 ( Amn. 2. 

8. In deigenigen Stucken, welche fOr dieses Suffix in Verbindung mit dem 
Singulare die Form **d zeigen, findet sich fär dasselbe in Verbindung mit einem 

Plurale die Form '^Tr='' ^®*^* *• ^' ''?>;r- t^?T??^ + ^^^» ^' ^TSfl ▼• * t^^I^i^^y 
T. 5, t^ üfiwau <|» 116, 7. Auch dieses St^ ist nichVanerkannt worden in t^a?j3t^ 
2 Kö. 4, *3, t^Wl} ▼.7. 

4. hdaMVs Nah. 2, 14 ist Schreibfehler. Bas M entstammt dem ersten Worte 
Ton 3, 1 : "^n. Man schreibe die gewöhnliche Form. 

Das Suffix der 2. Pers. Masc. Flur, lautet am Nomen D3, mit 357a 
aspirirtem 3, da ihm ursprünglich überall ein Yocal vorausgeht. 
Nach §§ 88, Sb. 96 b ist es entstanden aus kim für kum und dieses 
vielleicht verkürzt aus kumu^ einer Variante von tumu in Dt^M s. 
§ 178 IT. Das Suffix D? ist immer betont. Die Veränderungen, 
welche das Nomen bei seinem Antreten erfährt, ergeben sich aus 
den allgemeinen Lautgesetzen. Es sind die folgenden Fälle zu 
unterscheiden: Das Nomen schliesst 

1) auf den nominalen Wortauslaut ä. Dieser verflüchtigt sich b 
nach § 85, 3 : tOMii ^T?H ^- Jedoch unter 2, DDITin, DDnto, tö?T^?i 

Wo kein Hanchlaat im Wege stand, scheint der ans dem Wortaoslante ent- 
standene Vocalanstoss ganz aniQsegeben worden zu sein« DCan wird das ans der 
Nichtverlfingerong des Yocales der vorhergehenden Silbe schliessen dürfen: B3^a, 
Dsra^ti neben vplOSL viPu itt. 

2) auf i. Ohne Veränderung Dd'tnM , tD*^B und ebenso tQ?'*?^ c 
neben ttas^^niB. 

3) auf ai. Dieses wird nach § 99, 1 zu ^ contrahirt. Es ist d 
a) entweder aus dem letzten Wurzellaute von n^'b und einem a als 
Bildungsvocale entstanden: Dd^^to» Gen. 47, 3, fn^^nntiia Dan. 1, 10, 
CD^pQ oder defectiv ü^iffo^ JID^WQ Am. 4, 10, oder 



214 Dritter HaupttheiL Die Lehre toh der Wortbildung. 

ß) Endung der V. des Plurales: tö'»Dn"5, OD'^t^, defectir ge- 
schrieben : 037] if 134, 2y fo^^üMB Ez. 24, 23, ^^"p 33, 25 und nach 
§ 330 & DD^^n^p, ftlD'^niÄM, miV abnormem Vortonkämes ftmiln« 
Nu. 28, 26, oder des Duales: DD*^3TK, uyhy\. 

1. In dem unter 3 a erwähnten Falle müssen Singular a. Plural gleich lauten. 

2. In der §§ 346 a Anm. 3. 347 a Anm. 2. 356 d Anm. 2. erörterten Weise 
erklaren sich die Formen: tO^O^t Nu. 14, 33, föWinjn Ea. 6, 8, fO^^ryo® 
Zeph. 3, 20. 

3. Die Form ba hat das Bnfftz der 2. Fers. Masc. Plur. nach KimlX in t333 
Hieb 16, 4. 

■ 

358a Das Suffix der 2. Pers. Fem. Plur. lautete ursprunglich kina%, 
§ 178 c, verkürzt kin s. § 88, 3&. Auf die erstere Grundform geht 
zurück die dreimal beiEzechiel sich findende Formn^b: ^TCÜ^ JL3, 18, 
nsDniaT 23, 48. 49, frDD'^nhM 13, 20. 

b An allen übrigen Stellen lautet das Suffix *{3. Es sind dieselben 
Fälle wie beim Masculin zu unterscheiden 1) i:;T, t*|3#ab 2 Sa. 
1, 24, tl?1^? Ex. 1, 16; beim Feminin: tptn^H«. t^tanp 2) p^nK. 

1. Ueber Mja vergL § 3526 Anm. 1. Ueber die NichtYerlängerong eines in der 
zweiten Silbe vor dem Suffixe stehenden ä %,% 357 h Anm. 

2. Das Suffix der 2. Pers. Fem. Plur. ist nicht häufig. Es wird zudem wie 
das der 3. Pers. Fem. Plur., vergL Ex. 2, 17. Jes. 3, 16. Hieb 42, 15, mehrfach 
durch das m&anUohe vertreten 2 8a. 1, 24. H.L. 2, 7. 

359a Das Suffix der 1. Person unterscheidet die beiden Geschlechter 
nicht. Es lautet im Singulare beim Nomen ursprünglich ija 8.«§ 179^ 
Anm. 1. Bei seinem Antritte an das Nomen sind die folgenden 
Fälle zu unterscheiden. Das Nomen geht aus 
b 1) auf den nominalen Auslaut ä. Hier ist das Suffix zu % zu- 
sammengegangen und vor diesem der nominale Auslaut geschwunden : 
•nati, W3> nach § 71, 2 Anm. s. auch § 345 &. Anm. »naa, "hsn*;, "»rT«, 
'»a'^ie; im Feminin: "»Wn, T&T3ti "^röHÄ, t*'^^ Hi^b 6, 8 neben 
*^nbMj, tT^3? Jes. 26, 19 neben inya},'^t^n5«f,"'»!T^ aber mit ab- 
normem Vorton TlSi^ H. L. 2, 10. 13. Das Suffix hat den Ton, 
kann denselben aber aus rhythmischen Gründen verlieren. 

1. Denkbar ist noch eine andere Entstehung dieses Suffixes. Ija kann ent- 
standen sein aus aja unter dem Einflüsse des Jod. Und in oja lässt sich a als 
Wortauslaut fassen« Dann bekftmen wir als älteste Form des Suffixes ja besw. fi* 
Für die oben gegebene Erklärung spricht jedoch *fa^. 

2. Die §§ 347 c. Anm. 2. 350 a Anm. 1 beschriebeüe Verkürzung seigt sich in 
f^W <!> 30, 7 für ♦'»njiü. 

3. '^:m9^ Ez. 47, 7 ist ein durch *i33«^t v. 6 veranlasster Schreibfehler. Infini- 
tive und Participien können nur dann sich mit dem verbalen Suffixe ^} verbinden, 
wenn sie als Verben construirt werden vergL Gen. 16, 13 mit Jes. 47, 10. Da- 
gegen findet sich dieses Suffix bei Partikeln: '^Tl^ *^!^^- ^®>^ Qrond dieser 
sonderbaren Erscheinung ist wohl der, dass bei der Frage : wMnf der Sohein einer 



Dritter Abaohnitt. Die. Lehre vom Nomen oder Nemiwort. S1& 

Yerbalreciion entsteht s. § 378 a Amn. 1. 2. Du gleiche fand bei '^}f% P. "«djn 
statt 8. § 380 Anm. 1. ITeber "«Mai veigL § 374 Anm. 3. 

4. Ebenso zeigt sich das Verbalsoffiz '^%-^ bei Pärtikehi: '^V'fSP neben '^fi\9 
8. § 369 Anm. 2; ■«||ri s. § 380 Anm. 1. "" 

2) auft. Mit diesem läaft das Suffix in einen Yocal zusammen: c 

3) auf ai, aus Contraction von ä mit dem letzten Wurzellaute von d 
rl^ entstanden. Hier sollte nach Analogie des Plurales aus ai-ija 
entstehn ai. Diese Form zeigt sich noch in "«j)^. Sonst ist daför 
das unter b beschriebene Suffix eingetreten ^f'TV, ysn^ "^pra. 

Es schwindet hier jede Spar des letsten Worsellaates. DafOr gewinnt die 
Sprache die MögUchkeit flingnlar nnd Plural anseinanderzahalten« 

4) auf ai, der V, des Plurales oder Duales angehörig. Hier ent- e 
steht H— , i. P. •!_: •»fih, «nag, t^Wj, i. P. '^«on; Ton n^b: »^Ta i. P. 
•*»; beim Feminin: -»nh«, f^tiitiiÄsi 'hD'^ri' "P- ^T^^i "hnhiafbeim 

Duale: ^^, ^sna, -»rate, 1. P. •'ionp, •'ban. ^ 

Nach der massoretischen Pmictation lautet das Suffix im Qottesnamen *>jH^ 
immer *«— zum Unterschiede Ton *«7iK meine Herrn (Hn* 19, 2. 

Das Suffix der 1. Pers. Plur. lautet n^, nach § 179b verkürzt 360a 
aus ^Tp^. Es ist tonlos. Der Ton ruht auf der letzten Stammsilbe, 
bezw. dem Wortauslaute oder der Endung der Y. Es sind die 
folgenden Fälle zu unterscheiden. Es tritt an ein Nomen 

1) mit dem nominalen Wortauslaute ä. Letzteres ist in Folge des b 
Tones rerlängert Verden in nsä, ^b, ^n'Kt vriK) ^^9 sowie in den 
beiden Pausalformen «ra^^p Hiob 22, 20 L. A. ^^no^'p, und «Dl^rita Ku. 

3, 2. Sonst ist überall auf dem § 345 c beschriebenen Wege na-^ 
entstanden: «Q2*«k, ^dblDi ^399^, beim Feminin: f^ffofb if 126, 4, 

2) welches auf einen langen Vocal ausgeht. Ohne Veränderung c 
^:ii$i ^"^ und nach § 77ii natos. 

3) welches auf ai, nach § 99, l zu e contrahirt, ausgeht, sei es d 
1) eine Ableitung von n"b: 'O'^toyo, t^t§rtD, "hs^^wntt oder 2) Plural 

«0*^3^1, "Ho'tfen, "^^iKtsn, na'^teJWD, V'^rft«; weiblich: na^^tTKbn, na-^nfea; 

bezw. Dual: ^"^^rvt. «D^^rete. 

- I f ' - T I 

1. Das Singularsuüfix ^3-::- findet sich sowohl jMsne» als das Plnralsuffix ^T^-z- 
defeotiy geschriehen. Bei Ableitungen von n^ vne überall da, wo sich der Plural 
nicht durch die Form des Stammes vom Singular unterscheidet, fallen Singular 
und Plural zusammen. Im letzteren FaUe bei ungenauer Schreibung auch fär 
das Auge. 

8. lieber U|n TergL § 880 Anm. 1. 



216 Dritter HanpühdiL Die Lelire Yon der Wortbilduig. 

FÜNFTES OAPITEL. 
Das ZSahlwort 

1. Die Ornndsahlen« 

361a Nur die Grundzahl fär 1 ist im Hebräischen ein Adjectiv. Es 

lautet im Mose, nach § 200a Anm. *vn^ V. IHM; im Fem. nach 

§ 200& Anm. nnK> i- P- f^O^. 

Einmal verkürzt y} £z. 33, 30 wie im Aramfiischen regelmässig. 

b Hingegen sind die Grundzahlen für 2 — 10 Substantiya abstracta. 
Unter denselben nimmt das Zahlwort für 2 insofern eine besondere 
Stellung ein, als es sich im Geschlechte nach dem Gezählten richtet. 
Es lautet im Mose. W^zt nach §§ 89, 2. 339 d Anm. 2 entstanden 
aus iinmni, i. P. 0**^^} V. ^ii\ im Fem. D'^V, gebildet nach der 
Analogie Ton D*!3t9 aus '^D'jnv fär Hntaini, L P. D'tnV, V« "^^ nach 
*»:« für ♦Ttti. * " * * . 

1. Die Entstehung von Q*^ verrftth noh noch durch das abnorme Dagefck Um 
im n. Letsteres ist onaspirirt geblieben, weil es in WP(6 verstärkt gesprochen 
wurde« 

2. In Palästina und AMca sprach man statt trtfA auch 0^9^ Die Babylonisr 
soUen Q'^RIÖ gesprochen haben. Im Ood. Petrop. 916/17 ist Q*^ die ursprOog- 
liche Lesart und dafür bis auf zwei Stellen t3*;isn0 gesetzt. Da sich auch sonst 
dort tiberiensische Puncte gesetzt finden, lässt sich D^Tn^ als richtige Corrector 
einer tiberiensischen Pmiotation durch eine spätere Hand fassen s. FhUiffi in 

z. D. M. Q. xyyn s. S5ff. 

Die Zahlworte für 3 — 10 sind gleichfalls Substantiya abstracta. 
Sie haben früher alle blos männliche Form gehabt. In derselben 
haben sie sich jedoch nur in Verbindung mit Femininis erhalten. 
Verknüpfen dieselben sich mit Masculinis, sei es appositioneil oder 
in der V., so yer sieht sie die Sprache nach § 312 mit der weiblichen 
Endung, um ihre abstracto und substantivische Bedeutung hervor- 
zuheben. 

1. Durch dieses Auskunftsmittel ist die OleichsteUung der Zahlwörter von 
3—10 mit A4jectiTen Terhütet worden. In der späteren 8prache\yerwiBoht sich 
aber dieser für aUe semitischen Sprachen gültige Sprachgebrauch wieder und die 
weibliche, die Bed. stärker ausdrückende Form, verbindet sich auch mit Femhunis 
s. Gen. 7, 13. Es. 7, % K*9tß §16a Anm. 



Dritter Abflohnitt. Die Lehre vom Nbmen oder Nennwort. 217 



Die Zahlwörter fär 3—10 lauten nun: 





1. H&nnliohe Vonn 


2. Weibliche Form 




mit FAmlninta yfirbonden 


mit Maaouliais verbmiden 




a. H. b. y. 


a.H. 


b. V. 


3 


iffSID 


t 


▼ 1 




4 




- 1 - 


» T 1 " 


tt?3"1« 


5 


wün 

- T 






T •• "J 


6 


ww 


^fgfj 


T • 


TWW 


7 


* V 


- 1 


rüfst^ 


n?a» 


8 


nptö 


fehlt 


refoto 

T 1 




9 


m m» 






" 1 • 


10 


1^? 


1^ 


":*?? 


r » 1 



1. Zu «SM vgL § 207 a. Anm., zu 9^"^$ § 256 o., zu TVatüfl^ mäatn § 202 (., zu «)e, 
f^» riM §§ uro. 1. 195 6 Amn., zu 93« § 191 r., zu sn^n § 195a. Wemi noh 
von n;t^, Grundform ifciifi/2iia« M^l^, n^to^ bildet» «o entopricbt dies der § 201 fr 
besprochenen Bildung des Feminina und erklärt sich auf dieselbe Weise. 

2. t^^t^ fOr twb Hiob 42, IS scheint ein Schreibfehler zu sein. Doch wäre 
ein Nomen *yfSÖ nach § 294 möglich. 

Die Zahlwörter für 11 — 19 sind Nominalcomposita. Der Einer 362a 
steht Toran. Aber während nach § 361c n^^ sich mit Femininis 
verbindet, nwiP mit Masculinis, steht hier bei Masculinis die 
männliche Form nto, bei weiblichen irw:p, welches nach § 306c Anm. 
als Feminin aufgefasst werden kann. Die Einer folgen der § 361 
angegebenen Regel: 1 und 2 entsprechen dem Geschlechte des Ge- 
zählten, 3 — 9 nicht. 

Wie auch sonst nicht selten tritt bei diesen Zahlworten zuweilen b 
an die Stelle der Nominalcomposition die Genetiwerbindung , und 
zwar 1) bei der Zahl 11 und 12. Bei letzterer findet sich die Genetiv- 
verbindung nur sehr selten. Doch haben die Punctatoren die Com- 
position nicht anerkannt und dafür überall die Genetivverbindung 
punotirt. So entstanden die Formen yn xntöj nnto Q^PjV, welche eine 
Textlesart nto^D'^jtf, rr/tßywitä und eine Kandlesart (KM perpetuum) 
nto •'St^, rrfü ^rst^ enthalten.* Neben 82 mal •ito D*^?itf lies nto DIJÜ 
findet sich 4 mal nto:^ '^lO Ex. 28, 21. Nu. 7, 3. Jos. 3, 12. 1 Eö'. V, 25; 
neben 31 mal nito!^ tmii lies nnto Dn^V 4mal nrib:p *^T\X6 Jos. 4, 8. 
Ez. 32, 1. 17. 33, 21. 

Eine Yerkennung der Oomposition zeigt sieh auch in der Construotion D*otf 
^Üffn Joi. 4, 4. 1 Kö. 19, 19. 

2) bei den männlichen mit FenUninis zu verbindenden Formen 
von 13, 15, 17, 19. 



918 Dritter HMipttheiL Die Lehre von der Wortbildviif. 

3) zweimal bei 15 in Verbindung mit Masculinis ni^^ tiräi 
RL 8, 10. 2 Sa. 19, 18 und einmal bei 18 in ebensolcher Verbindung 

nto Tintö Ri. 20; 25. 

c Wie fiir 12 gibt es auch für 11 zwei Ausdrücke. Neben ^tntk 

nto, rvvtD9 nr« findet sich nto 'rtti:?, mto "^tös. 

Der Ursprung von 'VXb9 ist dnnkeL Ein Analogon hat es an assyr. isÜfi 'einer'. 

d Die Zahlen für 11 — 19 sind sonach folgende: 

2. Mit Femininifl Terbonden : 

"IT - - 

-IT - I - 



1. Kit Masculinis verbimden: 


11 

1 


">ii?? "m 


l4^ '''ü^? 


12 

1 


"fi^ ü^r6 


i^y tjij 


13 


1)^1^ ntibv 


14 


•T% TT 1^ 


15 

1 


^tei? nvon 

TT T • ■>» 


\t^ tytattin 


16 


TT T • 


17 


ntej n:»^ 


> 

18. • 


nto njbt^ 


f*ito nft^ 


19 


^W WÖR 



••IT - I 

•• I r - j 

- 1 » I 



- 1 



- I r - -I 

n^w!^ WD 



- I T 



- 1 » - j 

- I r » t 



n*^W!^ !^wF\ 

TTTl» -Itf-S 



363a Die Zahl 20 wird durch den Plural yon 10 ü^^W bezeichnet. 

\ -IT 

Dagegen werden die Zehner von 30 — 90 durch den männlichen 
Plural der entsprechenden Einer bezeichnet: Q*^ipbv, D*^:faiM, D'^VW, 
vnwt. U^^^Wj D'tStoV, D^^^^lin. Ein Feminin bildet sich von ihnen so 

• 09 ■««' • |# *t* 

wenig wie eine Y. 

1. Diese Formen erhielten ihre Bedeutung durch den oonventionellen Sprach- 
gebranch. Denn das in D'^l^M die S zehnmal, in D*^*7iD9 aber die 10 zweimal ge- 
dacht ist, kommt nicht zum Ausdrucke. Ebenso beruht es ganz auf dem eon- 
yentionellen Spraohgebrauohe, dass weibliche Bnalförmen yon Einem zur Be- 
zeichnong des fachen, ßüigen gebraucht werden: ftmp)*)^ 2 8a, 12, 6, b'^rmv 
Gen. 4, 15. 24. <ji 79, 12. Jes. 80, 26, L P. W(ffsA 8pr. el 3l! 4» 12, 7 s. § 340t ' 

2. V^, t3*«??^> tmifP\ sind gebildet wie Q*ia|9<b, DMairn ohne Einschub eines & 
8. § 327 h Anm. 1. 

b Bei Zahlen, welche aus Einem und Zehnem bestehen, findet 
sich sowohl Vor- als Nachstellung der Einer. Das erstere ist in den 
älteren, das letztere in den jüngeren Büchern häufiger. n^fattPi M^ 
npv Gen. 5, 25; «hin D^'VI? 1 Kö. 10, U. Sehr häufig hat sowohl der 
Einer als der Zehner das Gezählte bei sich. 



Dritter Abidmitt. Die Lehre Tom Nomen oder Nennwort. 219 

100 ist nach § 185 nm, 200 D'^nm. Die weiteren Hunderte 364a 
bilden sich durch den Plural ttim, über K'^diß trtrmf s. § 185, mit 
dem betreffenden männlichen £iner s. § 361c, und zwar ausser bei 

rvtttts nsM in Y. tfiam tSbv, tfwa »p. 

1000 ist CjbM, 2000 Q*l&bK. Die weiteren Tausende bilden sich wie b 
die Hunderte, jedoch, da CjbK Masc. ist, mit dem weiblichen Einer: 
D'^bM trtffplö, D*^sbM ni^fi u7s. w. lOOOO ist nnnn (Aupidc, später 
aucVartan, ti*!. '20000 riia*! >rtJ Neh. 7, 71 oder'«ian T^tf ebenda 
V. 72. Es finden sich noch «ian :^anÄ Ezra 2, 64; ian nnto ta^ti 
Jon. 4, 11; r)n«!an «5« Ezra 2, 69. lob^ÖOO ist 5|b« n»0. 

2. Ordnungazahlen. Brnchzahlen. 

Die Ordnungszahlen sind ZaMa^jecHva. Von ihnen gehen nur 365a 
nv s. § 90, 2c und '^mn s. § 71, 3, ^M direct auf die betr. Grund- 
zahl zurück. Der erste ist fiVÄn, die anderen Ordnungszahlen leiten 
sich von einer von der Grundzahl denominirten Form kätü in der 
§ 302 beschriebenen Weise ab: "^ti^bti, "^thttn, Nebenform zu "^than, 

iy>atJ, "^TVP^ 'H'^to- 

1. Von diesen yoransziiBetzenden Ableitungen nach JcätU § 209 ist nur noch 
XiA^ in übertragener Bedentnng erbalten. Nach diesem und dem arab. nM*j 
kamt» zasohliessen waren sie Brachzahlen. Ebenso bUdet das Aramäische. Hin- 
gegen büden die södsemitibohen Sprachen die Zahla^eotiTa nach häJ^ (k^i^ 
s. S 214. 

2. Ueber 10 hinaus bilden sich keine Ordnungszahlen. Man braucht dafür die 
Grundzahlen. 

Als Bruchzahlen dieneu sowohl die Feminina der unter a auf- b 
gezählten Ordnungszahlen, als andere, denominirte Formen. Zu den 
ersteren ist n)^bn hinzuzudenken. So werden gebildet n'^ti^bv, 

n^TV\, n'^Tflittn oder n^tö^w, tr^tW, ^'»^9«, tw*m oder t^ji**!; 

s. § 302 &. In die zweite Categorie gehören :^ih oder ^y^ und thah. 
7a ist -»sn, i. P. '»sfi oder InipT^ tY^Ätg- 



SECHSTES CAPITEL. 

Die Partikeln. 

Vorbemerkung. Unter Partikeln begreift man alle diejenigen 366 
nicht mehr oder nur noch unvollkommen abbeugungsfähigen Nomina, 
welche in Anlehnung an einen anderen Satztheil oder als Ergänzung 
desselben eine Angabe über Ort, Zeit, Modalität oder Qualität 
der Handlung beibringen. Sie können sowohl von Deuie- als Be- 



820 Dritter Haaptthea Die Lehre von der Wortbildiing. 

griffswurzeln stlunmeii, ja nrspranglich verbaler Natur sein. Doch 
sind sie im letzteren Falle genau wie Partikeln nominaler Ab- 
stammung construirt und daher hier zu behandeln. Wir theilen sie 
1) in Adverbien. Als Adverb kann jedes hebräische Nomen, sei es 
allein oder in Verbindung mit einer Präposition , dienen, worüber 
die Syntax handelt. 2) Negationen. 3) Fragepartikeln. 4) Wunsch- 
Partikeln. 5)/VÄpo«7tön^,oderadverbiell gebrauchte Nomina, welche 
als Ergänzung eines Genetives bedürfen, aber noch im Genetiv von 
einer andern Präposition abhängen können. Sie sind lautlich meist 
sehr zusammengeschmolzen. 6) Conjunctionen oder adverbiell ge- 
brauchte Nomina, welche als Ergänzung eines Satzes bedürfen. Ein 
und dasselbe Wort wird nicht selten sowohl als Conjunction wie 
als Präposition gebraucht. Andere Präpositionen bilden durch Zu- 
- sammensetzung mit ^tiM, DK, y^ Conjunctionen. 7) Interjecüonen. 

Die üntersohiede dieser Gategorien sind vielfach fliessend. Ko. 2—4 reohnet 
man meist arasammen mit No. 1 als Adverbien. Der ÜebersiGhtUchkeit halber 
sind sie hier getrennt worden. Man könnte sie auch unter 6 aoÜEählen. Auch 
die Negationen können nur scheinbar einen Satz bilden. Die ganze Anfrilhlnng 
gehört eigentlich ins Lezicon. Die herkömmliche Au&ählung in der Grammatik 
ist aus Gründen der Zweckmässigkeit beibehalten worden. 

1. Adverbien. 

367 Als Adverbien dienen wie auch in anderen Sprachen mehrfach 
Nomina besonderer Form: 

1) Nomina mit der Endung r\-^ s. § 342 ft, 1. So riBtt, p. TSfäü 
abwärts, auch ntdtab und ntDtt^ta von unten her, unterhalb; nb:^t3 i. P. 
nb^tt aufwärts^ darüber s. § 269c Anm.; nrin hinaus; rrnaj vor 
s/§ 71, 2 Anm. ^ 116, 14. 18; r\Wp^ vorwärts; r^Xy, STOÖ s. § HOft; 
nn? s. § 189& Anm. 

2) Nomina mit der Endung am s. § 293: Dpt3K wahrlich, Dsn 
umsonst. 

3) Nomina mit ^er Endung dm s. § 295: DtartB plötzlich, ditSb« 
ehegestem. 

4) weibliche A^ectiva auf n*»-;-: r)*iTil«K asdodisch, trV^ 
aramäisch, tr^fpt^ rückwärts, f^'^J'n'ip Mal'. 3, 14 in li^auer 
s. § 302». " " ^ •■ » 

368 Ortsadverbien. Ausser den § 367 erwähnten sind hier aufzu- 
führen: nin« rückwärts, auch niriKa, nin^b dass., nirwtt von hinten, 
Gegensatz D^^^fi vorn, W^^h vorwärts] als Himmelsgegend ist nim 
westwärts, Gegensatz ntt*lß; nmj hinten Gen. 22, 13*); öbn, tm 

Falls der Text richtig iat 



Dritter Abselmitt. Die Lehre vom Nomen oder Nennwort. 221 

8. § 170»; hy&9, b$^t3 P. von oben, oberhalb s. § 269c Anm.; y^M 
ringsum, a^^SM ringsher; b?, p. b^ oben, hoch^ b^D p. von oben; nb 
und DÖ 8. § 170&; niTO, hTO p., nmtj unten 8. §Voitf. 

Adverbien der Zeit: Ttt, *^ni s. § 171a, T^ ehedem; iri^ gestern 369 
8. § 256c Anm.; bitshK und nach § 78a bTOTiK gestern, ehedem; Dno 
«ocÄ ntcÄr; tai^n Acu^e; ino morgen; *Tto nöcÄ; nbrtt 1 Sa. 16, 13 
nachher, später; yp^^ nj'J^ aus IJrn?, n|rpi? bisjetztl noch Koh. 4,2. 3 
s. § 170»; :^ri& auch :^a, :^rab augenblicklich, plötzlich, davon tMttn)9 
8. §§ 295. 367, 3; D*^3fib vordem^ vor Zeiten; D'^äVö von -rf/r^r^ Äcr, 
wofür auch üT^ steht; tritöbtö 8. § 367, 3; n'nan beständig, immerfort. 

1. bnsnK 1 Sa. 10, 11 ist Best einer babylonisclien Punctation, s. § 37 a, 1. 

2. ^ yerbindet dch mit SufBxen; *'^ in "H^aB, 9ftb, 7fti9, Dniy und mit 
abnormen Yerbalsaffizen '^rj)9, unHy, hl^tO. nrniV Thre 4, 17 K^'&iß erklärt sich 
▼ieUeioht nach § 352». Mit Präpositionen verbindet sich ^ in ^Va «nnerAal&, 
wäArend nocA, itps seitdem, 

3. Das aramäische Fremdwort ^^3 längst, schon findet sich nur bei K6helefr. 
Naoh ^ SdiuÜens ist fca)? Ez. 16, 47 gleioh arab. ft^. 

Die am häufigsten yorkommenden der übrigen Adverbien sind: 370a 
t3K leiscy auch DKb Hiob 15, 11, häufiger mit abnormer Verkürzung 
Ottb; yx^ wahrlich; über IDM fürwahr, ^ nur vergl. § 170a Anm.; 
"m, TOb; HM und nwb «cä^; "»l ^^u^, V. '»^; -pn draussen; nrn 
zusammen, meist 1*^ eig. in seinen Vereinigungen, synonym. I^d, 
D>3; nkt), nfi(tD s^^r; t3:Pt3 n^mi^, ta:^ ü:^ allmähUg, rsTü^ beinahe, 
fast; a*n t;tW, ^^u^ s. § 193 fr AnuL 2, auch im Fem. n^n, ja in V. 
ra'5; p*] nur. 

1. *i^b verbindet sich mit Suffixen: 1>Qb, m^^, ^i*^^» ^9^i t^J^b s. § 352 ft, 
tjTOb s.*§ 353a2. 

2. *«? lautet mit Suffixen *^, D^ imd nach $ 3555 Anm. 3 f^; mit Präpo- 
sitionen: *nn /)lr, 'inSp^anöM, *^ 00 oft. Eine späte Zusammensetzung ist f^b 
gentig, eig. jm cZem, im» gemtg. 2 Chro. 30. 3. 

An Stelle eines Fi^rftum substantivum wird th, "IT gebraucht. b 

Mit Suffixen :|l^, iai^, t&3l^ Gen. 24, 49 und t&a^ Dt. 13, 4. Das viermal 
Dt 29, 14. 1 Sa. 14, 89^23, 2d.*£sth. 3, 8 sieh findende^'a«; ist sehr verdächtig. 
Wahrscheinlich meint der Consonantentext eine Porm auf ^^-;-. Von fOS)? Nu. 
23, 13 gut dasselbe. Ueber tiMQ s. $ 122 Anm. . 

2. Negationen. 

Die gewöhnliche Negation ist fi6, 35mal nach der Massora Mib37ia 
geschrieben. Sie gibt eine objective Verneinung, während bei Wunsch 
und Abmahnung btt steht. Der Gegensatz von th ist l*;», V. pK 
8. § 194c, nichts. 

ffk regirtdasNegirte meist im Genetiv D79 y% aber auchl^il ta^Q. Auch kann 
es eine Piäposition regiren : 4 "pK. Es hat schliesdich 00 sehr verbalen Ohataoter 



222 Dritter H»iiptlh«il. Die Lekre von der Wortbildung. 



gewonnen, de« es saweflen Yon seinem GenetiTe getrennt wird: tffaif VtVf y% 
t|i 5,, 10. Sowohl Yor fi6 als l*^ treten Präpositionen: Ai^ y^^ ohne^ letsteres 
auch: ehe, y^lipq so dati nicht, seltner weil Mit Suffixen lautet l*^: :;9*% *:ff^ 
ür^ und nach § 349& ß iiay% und mit Verbalsufflx MrK, Uf^M; njBT». 

b Ebenso sind ursprüngliche Substantiya Utt eig. Ende, adverbiell 
nicht mehr, auch ^ DM oder nach § 343^ Ti^ "tD&tt; "»bsi von nbsi sich 
abnuizen, nicht, ohne, Tiba dass., poet. b$ nichts, nicht. 

Mit Präpositionen setst sich '^ba zusammen : 4a^ ohnCt auch "«Vlb, 4a» tm/ 
nicht, «0 dass ntcA<, -»V:} *i$ 6ts fiicA^, 4a b9 weil nicht. 

S. Fragewörter. 

372a Ueber n und seine Zusammensetzungen yergl. § 175; über "«tt 
und die seinigen § 174. Ueber ritt § 173. 

b Nach dem Zwecke fragt nüA und mit zurückgezogenem Tone 
rtä Hieb 7, 20, rxdi 3 mal 1 Sa. 1, 8, häufiger aber txb} zu was? 
warum? verstärkt nt niab warum doch? rm b$ hingegen bedeutet auf 
was hin? aus welchem Grunde? und nach der Ursache fragt TPto, aus 
^f^'T TVü entstanden, weshalb? rxD "1$ ist: wie lange? Häufiger steht 
für letzteres '»rna n:^ oder n» n:^.' 



T ff 



Nach der massoretischen Begel zu 4^ 43, 2 s. Delitssch Psalter I (H) 8. 128 
Anm. steht für das gewöhnliche mjb die Form Trxfh vor 9, n, K imd daher auch 
mm mit Ausnahme der fünf Stellen 1 Sa. 28, 15. 2 Sa. 2, 22. 14, Sl. Jer. 15, 18. 
4» 49, 6. Vielmehr hat sich der Ton auf Ultima überaU da erhalten, wo das 
Wort nachdrackUdh gebraucht wird, daher z. B. vor 'O&e^jdrid ^ 42, 10. 43, 2, 
yor mm ^ 10, 1. Nu. 14. 3. 8. Weiteres Eupfdd, Psalmen I (II) & 285 Anm. 

4. Wunschpartikeln. 

373 ^b wenn doch, selten inb geschrieben, M doch, KjrbK möffe nicht! 
ttitt oder nftli zusammengezogen aus *Kp:i^ dass doch! i^bnM ({; 119, 5 
t^br« 2 Kö.* 5, 3 dass doch. 

5. Präpositionen. 

374 Die ältesten und daher abgeschlififensten der Präpositionen sind 
^ in, b zu, /Sr, welchen wegen der fast gleichen Behandlung die 
Yergleichspartikel 3 zuzugesellen ist. Wegen ihres geringen Um* 
fanges lehnen sie sich von Haus aus proklitisch an das folgende 
Wort an und verschmelzen mit ihm zu einem Lautcompleze. Um 
als selbständige Worte auftreten zu können, bedürfen sie der Zu- 
sammensetzung mit n6: im, itab, itta s. § 173^. 

1. Wo der Ton auf die Präposition fäUt, wie in IT|^ ist das seenndär. Doch 
beweisen Formen wie in, '^tauhähUf IMwneben^ idV dass diese ZurOokBebong 



Driitar Abschnitt. Die Lehre Yom Nomea oder Nennwort. 223 

det Tonet sofaon in frfiher Zeit eingeritNoi iat. Sie geechah nach der Analogie 
der mit einem Sniflze Terbnndenen Nomina. 

2. Ale Onmdformen dieser Präpoiitionen sind ba, kt,Jea anansetaen, welche 
■ich vor ^ erhalten haben: b'^O^^ *^^^^ Nach | 81, 1 a Idlnt «iah ä an S*g61: 
riMKa, rinfe6, über ^urotlth s. § 112c. Nach § 61, 3 Terdflmit es sieh an I: fii^, 
rvisä?, «tal^n, asti^p l KA. l, 21; Aber h^ s. § 71, 2 Anm. Dergleichen vor *i 
und daher weiter rriVT^b. Es verlftngert sich zu ä 1) wenn der Ton aaf die 
Präposition zorückAllt Ü;^ xk, 2) vor der TonsUbe s. § 86, S: bS^, fiH^, Kl'ab 
n^^ ma*; rvt^ np^b aber: nvia Kba^j mos Kiaa, rt9n KÜb da hier die Tonsilbe 
nur Gegenton hat. Doch findet sich aneh vor der Tonsilbe Yerkümmg: *|a, 9J^, 
ri^ Jer. 10, 16. 51, 19; mif Gen. 45, 28; hlp^, HKT^ 2, 28. Wegen ^tT^i, 
IT^ vergL S§ 71, 8. lS8,c. üeber die Behandlnng des Artikels nach diesen 
Präpositionen § 113, 1. 

3. Mit Sofflzen lauten daher diese Präpositionen 1) f : *% ^ P. TU; 1|^t; IS; 
n^ ; tta; ÜS^i tana, nach S 113, 4 &^ nach $ 348 auch myTi^; ihy oder fVfp, ri|ria 
s. § 3520. 2) 3 finden sich ohne is nur Da»; DTif nnd 2 Kö. 17, 15 foirrf, iTV^ 
Jer. 86, 32; ffna Ea. 18, 14. Mit is bilden sich"^»; Vit^; I7ia|; M^; t^arjsa 
Hiob 12,3; fiStiof ; mit verbalem Suffixe wohl nac^ Analogie von Hab^ nnd wegen 
der Schwierigkeit der regelrechten Bildung, "^plQ^. 3) b, '^b; ^ oder n^ s. § 354 a 
Itbp.; :|b, rA K«8lß vergl. § 356a Anm. 2; 'büber "is^ s.§345c Anm. 1; l^;tt); 
tiä; injDb Ez. 13, 18; D»*; tfnfl* Jer. 14, 16, iab s. 349 6 a; «H* nnd Tjb 
s. S 3536, r^rfr s. § 352a. 

4. Die Etymologie dieser Präpositionen ist dunkel, n wird meist als Abkonnng 
von XV^ gefksst. Mit dem specifisch arabischen ß (Bättcher) hat es sicher nichts 
zu thun. Letzteres ist jüngeren Ursprunges und '% \ wird mit Vtjf s. § 375 
zusammenhängen. TJeber a s. 170 a Anm. 

Wegen ihrer Abstammung yon der gleichen Wurzelclasse ge- 375 
hören zusammen Vtt zu, n:^ bis, b!P über. Sie sind verkürzt aus "f^ 
8. § 206b j "«n^ und "«b^ s. § 201a Anm. 1, welche Formen sich in 
Poesie noch erhalten haben. 

1. Diese ToUeren Formen erhielten sich vor Suffixen. Man Tcrwechsele sie nicht 
mit Pluralen. 1) i«: *» s. § 90, 2c, P. '»^; ^i^; rfj^ tTj* ^'« ^» •? "^'^ 
tf^; Ü^Vä; üsri^ s. § 89, 8; )yi»i öTj^b«}; 104« s. § 849ca; fT^)^ Mt ornV« 
Ez. 31, 14 meinen die Punctatoren: ihre QöUer. 8) *r$:TftB.i 86, 3: 9p^; 1"i^; 
trnip; mit abnormem YortonkAmes It)^^ Hiob 82, 13; *BIT*19 2 Kö. 9, 18. 
3) >?: ''to, P. •'te; 5pi5; «^pi^, P.-Jpi?, t^?;i? ♦ H«, 7 s. § Wc Anm.; ^^\9; 

»r>?; «*?; ör^;j; ö»7»5?. '«»''V? ». S 349ca; frni». 

2. Yon diesen drei Prftpositionen vermag nur W als Genetiv an einer andern 
Prftposition zu treten: h:g^ tote, ^ von oben, tfon auf, inm, b iifo über. 

"Em Nomen der Bedeutung Theil ist ursprunglich "ps von. Nach 376 
§ 343 c findet sich in Poesie auch *iit3. Femer zweimal Jes. 30, 11 
"«n, eine Analogiebildung zu *^btk, "«n^, ^i^fp, falls der Text richtig ist. 
Es yerknüpft sich mit dem folgenden Worte entweder durch Makke^ 
"^^^9 D'f/ü^ 'l'U, 'tD'ian^y oder verschmilzt mit ihm unter Aufgabe 
des 3 Yöllig, s. das Nähere hierüber § 127 a. 

1. Hiern ach mit Suffixen: 'i|», nur in Poesie; &|0, Dh^, tv^/nq s. | S4S, IWp} 
1) Hassora magna ed. Jfrmtinrt 1, 8. 285. 



S24 Dritter HanpÜheiL Die Lelira von der WortbUdimg. 

Hiob 11, 20 8. § 350a Anm. 4.; tXftvq 8. § 852a, fv^ oder f^ i. ^ S5S6. 8Utt 
"•Sn steht "•» t|i 18, 23. Hiob 21, 16. 23, 18 P. und fnjn V. Hiob 4, 12. Sooft 
wird die Prftposition wegen ihres geringen Umfimges, TeigL "^tf^, m* V<tt, wieder- 
holt: **iaB; ^np« 8. § 1146; HfVS; ^M) und hienuis snraokgebildet spn^ Ibm. 
Einmal t|i 68, 24 «UQ, Aier VT|o. 
2. Als Genetiv tritt fü za keiner andern Präposition als h: fs^h 6it mm, mm-OJ». 

377a ritt oder Tttt lauten zwei Präpositionen ganz yerschiedenen 
Ursprunges, ritt mit ist entstanden aus rOK. Dagegen die AccusaÜT- 
partikel rvtt d. h. diejenige Präposition, welche mit ihrem GenetiTO 
Aequivalent eines Accusatiyes ist s. § 342 a, aus ffitt, welche Form 
sich mit wenig Ausnahmen Yor Suffixen erhalten hat. 

1. r« mit lautet mit Sufiftxen: •<?«; tJP« p. IjPjK; •^; fP«; nn»; «W; Da»; 
DPIM. Doch finden sich besonders in den Büchern Könige, Jeremies, Ecechiel in 
Folge einer Yerwechselnng mit der Accnsativpartikel n$ auch iPk, *Tk für 

in«, ■*«. 

2. Von der Accnsativpartikel mit Soffizen finden sich die folgenden Formen: 
''ri'W; ^jni«; p. t|ni«, inark Ex. 29, 35; ^k; iniK oder fr«; wjS», wn«; w«, 

^sniM; tQsrn'K Jos^ 23. 15) nan^; onitt, bn«, iwni« £z.23, 45, t^);«;« Oen. 82, i; 

Ihn«; tl^ja^B«. 1«, 5* F^ t^J5^ Ex. 35, 26 s. §'3526, tR^«^'« Bz. 23,' 47. 

b Synonym mit rvK mit ist d:^, für welches in vtoy eine Nebenform 
*T19!^ eintritt. 

Mit Suffixen: «W oder '»^; ^, ff'?» 1 ßa 1, 28, P. TR? ; ^ 5 'S»?; »i?; 
^999; fia}9; tt3>n^ Nn. 22, 12, ülfSf s. § 356a Anm. 4. 

378a Ausser den angeführten sind noch die folgenden Präpositionen 
vorhanden: in» hinter, •»iriÄ dass,, nrw*i:^ bis nach Neh. 13, 19; ba 
&«, neben; "pa zwischen; "Tiba aus^^r s. § 343c; *1?a hinter, um, 
zwischen s. § 199 0, 1?M Äin^er etwas vor; ^IJ ^cn; rtiT, '»Pib^ s. 
§ 343 c ausser; ^bt] für, anstatt Nu. 18, 21. 31 ; 1?^ wegen; Vta Dt. 1, 1 
bhra Neh. 12, 38 wohl nach § 111 für bim von bnK vom «cm, sonst 
nach § 78a btt gegenüber, vor, auch in Zusammensetzungen bit)b, 
binrbtt, b^nan; trat) Dt. 16, lO nach Maassje nachdem; dipc anstatt; 

*i3D Vor, naib, *iaafa; riDb und riDbb ror, riDi-b« gegen, n'än» bis; hia-'M 

auch b y>M ringsum, b l'^ltJÄ rtw^« rön cfiras irc^; na? jenseits, in 
Zusammensetzungen: ia?b, '^5?^J|fcf ^9?^?i "l???; rfts:^ nacÄ ^rf ro«, 
ra:pb neben, wie, riKTba gerade wie, DiairVü noAc ftct 1 Eö. 7, 20 
ttvnifb Ez. 45, 7; aß? und aß?-b? »c^c»; "baß 2 Kö. 15, 10 »or; 
tum unter, tnfü unter etwas hinweg, b Dnr\p unterhalb, tnnintjb und 

nnig"^ «««^^ (wohin?). 

1. Beim Antritte von Suffixen bildet XTfPi regelrecht nur in DPjnn, hingegen 
im Plorale, nach Böttcher dem der Ausdehnung s. § 324 a; *^^E^ P* "^^T^» Vf*jrft; 
•»•wn, inrnn; nwn; ^rmn; ÖS^nPi; ornmn; flMnnri Jer. 28, IS. Ausser- 
dem findet sich mit verbalem Suffix '^snmr. statt nnm s. § 3596 Anm. 8 und 
fhjrrin Gen. 2, 21 statt trrrm s. § 347c Anm. 3. 

2. Wie i^mn sagt man auch *^3n;^ staU "n^ 



Dritter Absclmitt« Die Lehre vom Nomen oder Nennwort. 226 

3. Wie YonnnQ finden sich auch yonJ*^$ Pluralformen ^"^r^; ö^'^9'*9; t^J'^9; 
^^•»a; ^r^ und weiblich: Ötjia'^a; «'^n'ira; aber ''3'»a; ?|ra, P. ^j'^a, ia-^a. Mit 

Präpositionen T^M; i^^^a; 'j'^a-i^ piira-b«; T^a-b?; 1'^a«; b nirao. 

4. Neben l'^rVQ'^aD findet nch auch ra'^aD. 

5. Neben haa nnd seinen Zosammensetzungen steht inas £x. 14, 2. £z* 46, 9, 
was sich sowohl aus einer Nebenform *naa als nach § 96 erklärt 

Hierzu kommen noch die folgenden durch Zusammensetzung b 
entstandenen: b n^a, b niaia, b tPlth. b D'^attrbÄ innerhalb; bbaa, 

n^a, )ynbj rri'w-b? we^^; a^ga und spra inmitten; '^nr^ba, "^l^batj 

8. § 82, 1 oÄne, ausser; *»n3, •»% 50 o/V 0/5; pj Tab ausser, aus- 
genommen, auch *TaVö; b ^ma ausserhalb, b "pttp b« hinaus, "pa "pn 
ausser; 'f^fi-bM, '^»"ti^, später "iD&a, am häufigsten "^Sfib vor, "tssbt), '^SM 
ror, eig. »0« vor; tTÄ'ijpb entgegen. 

6. Gonjunctionen. 

1 tintf erscheint in sehr verschiedenen Formen. Alle gehn auf 379a 
die Grundform wä zurück. Es verschmilzt immer mit dem folgenden 
Worte und zeigt dieselbe Entwickelung* des Vocalismus wie die 
Präpositionen a, b, a s. § 374. 

Ufa hat sich erhalten vor ^ :rTnn9;i; über *^aHKl s. § 112 ( Anm. Nach § 81, la 
ibfig, nach § 112c D%*lbÄl. Vor •* spitzt sich Ä zu I zu, worauf nach § 121 rmn^\ 
Yor ^ yerdumpft es zu ^, : f^^nj Koh. 6, 2. Nach § 86, 3 lautet es beim Nomen vor 
der Tonsilbe 1, und zwar vor einer Pause immer, sonst nur bei eng verbundenen 
Worten Vihj ^nh. Ausserdem lautet es beim Nomen *] : K^n*!, doch vor a, 73, & 
sowie vor mit Yocalanstoss zu sprechendem Consonanten 4 : ?)bs^, '^'?^< Vor dem 
Perfect lautet es je nach dem folgenden Consonanten 1, \ ^, vor dem Imperfect 
als sogenanntes eopulativwm "J, als eonsecutivum ^ und zwar nach § 134^ mit 
Verstärkung des folgenden Consonanten, wo solches möglich; daher nach § 136,1 
nicht vor '^; imd 1 vor K nach § 135 c. Ueber die Tonverrückimgen beim Antritte 
des Waw ctmseciUivum und die dadurch bedingte Verkürzung imperfectischer 
Formen s. die Lehre vom Verbum. 

Die übrigen einfachen Gonjunctionen sind nebst ihren Zusammen- b 
Setzungen die folgenden: &|M gar, auch; '^d V^ dazu kommt dass, ge- 
schweige dass, wenn auch; iK oder; DK wenn; b^ gewiss^ später auch 
aber; Db^, DbettT] dagegen; tfK nur s. § 170a Anm.; nVM weil, dass, 
nt»0 wie, nVttXa weil; m auch; D^D, VrxÜSk, XSMSfo ehe; "^^dass, denn, DK "^^ 
a/s ireitn, ati^^^r wenn; ^b n^enn s. § 373, Kb^b oder "^bnb aus nb und Kb 
gleich Kb, wenn nicht; ^'nt; 50 o/7 s. 370a Anm. 2; ffi dass nicht. 

Präpositionen gewinnen die Bedeutung einer Conjunction 1) durch Ver^ 
bindung mit ^^, DK oder "'S. Mit ^lÖK sind gebildet: lAc '^'Tj« oder IIÖ55 "^'^ 
nachdem; niö^J "fT «'«i^/ "^ ö'iP^S? anstatt; ^ti« a|» do/ir efa«i; ^löx 1?^$ und 
*^^ "^«a^a auf ÄiM, damÜ] ^mSy 5t«; mit DK: DK *^nb2i aiiM«f* wenn; DK 19 
6w, vöUiger DK ni^ n;g; mit "^a : ''S Dttt nur dass; *^3 n^ (ia/iUr dos«/ *t3 n9 6m. 
2) indem man von ihnen statt eines Nomens einen gancen Satz abhängen lässt. 

Stade, bahr. GrmmmaHk 15 



226 Dritter HaupttheiL Die Lehre von der Wortbildung. 

So werden gebraucht *«r6a au88er daat; yifob dass nicht; *4n^aa weü nidd; ^ 
*tri^a bis nicht; ^^^^ damit; ny bis, während; ja einmal aach fs so dass nicht 
Dt. 83. 11, falls der Text richtig ist. 

7. Interjectionen« 

380 Als Interjectionen dienen theils Gefühiswnrzeln, wie ^ntt, rn(, 
HKH, *»•«, tf»?i« ^ 120, 5, ^n, ^^, *»«, "^n, -^bb« s. § 140, theils Deute- 
wurzeln und Ableitungen von solchen: on, "jn, nsn, ^n s. § 142, k: 
£locA s. § 177 fr, theils endlich Ableitungen von Begriffswurzeln. Und 
zwar finden sich hier sowohl nominale Formen nb^bn s. 342 a 2, als 
verbale: rwn sieh; Sfb, riDb, 'üb aw/, eig. geh^ geh doch, geht; roh 
dass. , eig. gib doch. Dunkel ist der Ursprung von ^^ ich bitte in 

1. Mit Suffixen lauten 1h, mn: '»3fi s. § 136, 5, p. ''Sin, njn; ^, p. ^|n; iati, 
t^nsri Jer. 18, 8 K^'&iß; «Idsn, 4d|n, p. ^a|n; oasn, DJSi. Von diesen Formen lassen 
sich die Fausalformen der ersten Person auf t\&\ zurückführen, aus ihnen mögen 
die andern zurüokgebildet sein. Bei den übrigen Personen scheint ^h au Grunde 
zu liegen. Die Yerwendung verbaler Suffixe: '^ppn, ''Jjn, '^l'a\ M'Sn erklärt sich aus 
der Bedeutung des Wortes. 

2. Das K in K} war früher lautbar, vergl, die aethiopische Weiterbildung naä 
u* 8. w. 



VIERTER ABSCHNITT. 

DIE LEHBE VOM VEBBÜH ODER THATWOBT. 

Vorbemerkungen. 

881a I^^s Verbum oder Thatwort ist nach § 180a ein zu einem Worte 
zusammengezogener, aus zwei Nennwörtern bestehender Satz. Es 
gibt wie der Satz eine Aussage, enthält Subject und Prädicat. Von 
andern Nominalsätzen unterscheidet es sich jedoch nicht nur durch 
die Zusammenziehung zu einem Worte, sondern noch weiter da- 
durch, dass sein Subject immer ein Fürwort ist. Bei der dritten 
Person kommt dieses Subject lautlich gar nicht zum Ausdrucke, 
sondern ist zu ergänzen. 

b Hieraus ergibt sich weiter, dass die 3. Person von Haus aus 
kein Satz, sondern ein einfaches Nomen ist, welches den Werth 
eines Satzes bezw. einer Verbalform nach der Analogie der daneben 
stehenden, einen Satz bildenden, bezw. die Subjectsbezeichnung 
enthaltenden zweiten und ersten Personen erhielt. 



Vierter Abschnitt. Die Lehre vom Yerbnm oder Thatwort. 227 

Nun bilden sieb im Perfect wenigstens sicher die zweiten und c 
ersten Personen durch Hinzutritt eines pronominalen Elementes zu 
derjenigen Nominalform, welche ohne solches die dritte Person vor- 
stellt. Sonach erwuchs das Verb im Semitischen dadurch aus dem 
Nomen, dass bei Aussagen über die zweite oder erste Person an 
die Stelle des Subjectes ein Pronomen trat, welches mit dem Prädi- 
cate schliesslich zu einem Worte zusammengeschmolzen ist. 

Die Berechtigung der Bezeichnung Thattoorif welche Ewald in die semitiBche 
Grammatik eingeführt hat, liegt darin, dass das Verb berichtet, dass eine That 
durch einen Thäter geschieht. Noch besser empfiehlt sich jedoch nach dem 
Obigen für das Yerb die Bezeichnung: Aussagewort, Aus Gründen der Zweck- 
mässigkeit ist jedoch die einmal eingebürgerte Bezeichnung Thatwort hier bei- 
behalten worden. 

Nach § 12 d fehlt dem Hebräischen, wie allen semitischen 382a 
Sprachen, die Möglichkeit im Yerbum die Zeiten durch verschie- 
dene Formen zu scheiden, in welche die Handlung fällt. Dafür 
unterscheidet das Hebräisdie, ob eine Handlung vollendet ist oder 
unvollendet. Die ersteren Formen fassen wir zusammen unter dem 
Namen Perfectum, die letzteren unter dem Namen Imperfectum. 

1. Man yerwechsele das hebräische Imperfeotom nicht mit dem Imperfectum 
indogermanischer Sprachen. Früher gebrauchte man statt Imperfectum den, wie 
das Folgende zeigt, gänzUch unpassenden Ausdruck Futurum, 

2. Diese Unterscheidung von vollendeter und unvollendeter Handlung steUt 
eine niedrigere Stufe der Sprachentwickelung dar, als die Unterscheidung von 
Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft. Alles menschUche Denken geht von der 
Zwelheit von Satz und (Gegensatz aus. 

Im Verb kommen wie beim Subjecte eines wirklichen Satzes b 
die Unterschiede der Zahl und des Geschlechts zum Ausdrucke. 
Es unterscheiden sich nun Perfect und Imperfect dadurch von ein- 
ander, dass die Subjectsbezeichnung im Perfect hinter der Prädi- 
catsbezeichnung steht und der Unterschied des Geschlechts und der 
Zahl an ihr direct zur Erscheinung kommt. Dagegen geht im Imperfect 
die Subjectsbezeichnung der Prädicatsbezieichnung voraus. Doch 
kommt der Unterschied der Zahl nur bei der ersten Person bei 
ersterer, sonst immer bei letzterer zum Ausdrucke. Das gleiche 
gilt mit Ausnahme der dritten Person auch von der Geschlechts- 
bezeichnung. 

Es hat sich dies nach § 478 zunächst zufSUig durch die verschiedene Bil- 
dungsart deijenigen Nominalformen ergeben, welche im Perfect und Imperfect 
zur Prädicatsbezeichnung verwandt worden sind« 

Weiter unterscheiden sich noch jetzt Perfect und Imperfect c 
durch die Verschiedenheit des nach dem zweiten Wurzellaute 

15* 



S28 Dritter Haupttheil. Die Lehre von der Wortbildung. 

stehenden Yocales. Dieses Yerhältniss scheint auf einer früheren 
Stufe der Sprache noch viel reiner entwickelt, aber allmählich ver- 
wischt worden zu sein. 

ALb gegensätzlicher Yocal von a erscheint theüs u, theils t. Neben u steht a: 
neben t fast überall der gleiche Yocal, sehr selten im einfachen Stamme «i. 
Auch dieser Gegensatz ist zunächst durch die zur Prädicatsbezeichnung dienen- 
den Kominalformen zufällig geboten gewesen, dann aber weiter entwickelt 
worden« 

d Hieraus ergibt sich, dass bei der Analyse der Verbal formen 
die 3. Person Masc. Sing, vorauszuschicken ist. Von dieser bezw. 
nach ihrer Analogie bilden sich die Formen für die übrigen Per- 
sonen. Die Grundformen der 3. Person Masc. Sing, sind noch viel- 
fach auch als Grundformen von reinen Nominalbildungen nachzu- 
weisen. Doch werden beide auf der jetzigen Stufe der Sprachent- 
wickelung durch verschiedene Betonung und dadurch bedingten 
verschiedenen Yocalismus auseinandergehalten. 

Auch hier wird man den Trieb zu differenziren finden. 

383a Als vollendet gilt nicht nur jede Handlung, welche im Momente 
des Sprechens zum Abschlüsse gelangt ist, vielmehr bezeichnet das 
hebräische Perfect auch 1) Handlungen, welche im Momente des 
Sprechens fertig werden. Daher steht es bei Betheuerungen und 
Versprechungen, auch wenn diese auf die Zukunft gehn. 2) Hand- 
lungen, welche im Momente des Sprechens als fertig vorgestellt 
werden. Daher steht es auch in Weissagungen von der Zukunft. 

3) Zustände, welche in der Vergangenheit geworden, im Momente 
des Sprechens fertig sind: ^T\TT ich habe erkannt, d. h. ich weiss. 

4) Handlungen, welche regelmässig geschehen, sich nach allge- 
meiner Erfahrung immer so ereignen, nicht anders sein können 
und deshalb als fertig und abgeschlossen erscheinen. Daher drückt 
das hebräische Perfect oft unser pflegen aus: an« tiip'TS nw p"^ , 
if\\,l. Gerecht ist Jahve, Gerechtigkeit /i>&r er; D^^rtb«:^»^ f»? Htt^? 
if 10, 13, warum verachtet der Frevler Elohim? 

h Als unvollendet gilt nicht nur jede Handlung, welche im Mo- 
mente des Sprechens noch fortläuft, vielmehr bezeichnet das 
hebräische Imperfect auch 1) Handlungen, welche in bestimmten 
Intervallen von Neuem einsetzen. Hier übersieht das Auge die 
Unterbrechungen und betrachtet neben einander liegende Puncte 
als eine Linie. Daher bezeichnet das Imperfect noch häufiger als 
das Perfect unser pflegen n^i'ip fb^n D'')?'flS aitDÄ Spr. 11, 10 'wenns 
den Gerechten gut geht, freut sich die Stadt'. Und zwar selbst 
dann, wenn eine solche Handlung der Vergangenheit angehört: 



Vierter AbBchnitt. Die Lebre Tom Yerbum oder Tbatwort. 229 

nj«a n» nter; 1?1 l Sa. l, 7 *al80 pflegte er jährlich zu thun'. 
2) Handlungen, welche als möglich gedacht werden : ni^fn^tt "P^TrA 
Koh. 11, 2 'du weiss t nicht, was geschehn kanrC, Daher steht es 
auch von rein zukünftigen Dingen. 3) Handlungen, welche ge- 
schehen sollen: nenn *W nttW^^-Äb 'du solUt nicht mehr Tocped 
heissen'. Daher findet sich das Imperfect bei Gebot und Verbot. 
4) HandluAgen, welche zwar bereits geschehen sind, aber aus Höf- 
lichkeit als noch nicht geschehen betrachtet werden. Daher steht 
es in der höflichen Frage: ri^^n D'nans '»ä'W *ta^ TVBb Gen. 44, 7 
'weshalb heüelfh doch meinem Herrn also zu reden?* Miin y^tn 
'woher kommst du?' 

Für die unter 3 begriffenen Handlangen hat das Semitische bestimmte Ab- 
arten des Imperfecta entwickelt, über welche in Gap. 2 weiter zu handeln ist. 

ERSTES CAPITEL. 
Das Perfeot. 

L DIE 3. PERSON 1CA8G. SING. 
A. Vom einfaehen Stanuue oder EaL 

1. Von vollkommen dreilautiger WurzeL Als 3. Pers. Perf. Masc. 384 
Sing, dient in transitiver Aussprache, s. § 153, kätalfa)^ hieraus 
nach § 86, 3 b?», bw, yü, ^bj u. s. w.; nach § llOft KXJ, »M,"Kte, 
vn'^ u. s. w.; in intransitiver Aussprache kätil(a)^ hieraus nach 
§90, 1 otÄ, IßT, nnü u. s. w.; nach § llOft «T, «btl, Ä31D; in stark 
intransitiver Aussprache kätul(a)^ hieraus nach § 95, 1 \b\ Die 
nominalen Aequivalente dieser selben Grundformen sind §§ 200 — 204 
behandelt worden. 

1. Als Pansalform zu kattl findet sich einmal nach § 107 a t^B^ Jes. 83, 9. 
Sonst werden umgekehrt, wo Formen mit ä mid % nebeneinander stehn, die letz- 
teren i. P. vorgezogen, so SHK, ts^jt^ ttbb, 1/3(6^ i. P. jedoch inmier, aber auch zu- 
weilen ausser P^ an^ ts^ «nb, y3(t. 

2. In älterer Zeit mögen kätil u. Icäftl noch häufiger nebeneinander yorge« 
kommen sein. Auf der jetzigen Entwickelungsstufe ist hätal häufig an die Stelle 
von häfiU getreten, was sich bei der gleichen Weiterbildung in der 2. u. 1. Person 
leicht erklärt s. §§ 426 ff. 458 ff. Doch hat sich käAl erhalten, wenn beim An- 
tritte von Su£9zen die zweite Stammsilbe von einem Gegen- oder Yorton getroffen . 
wird: nsö aber f^pnso P., ebenso f^aVyj, ^fi?», "iahK, D^V Umgekehrt aber 
fiKis Esth. 7, 5. In andern Fällen verrathen iPausalformen der 3. Pers. Fem. 
Sing, oder der 3. Pers. Plur. die ursprünglich intransitive Aussprache des Perfects. 
So *15» neben t^äj; pa"; neben •fnßä'Jf V^?» V?n neben A^; »tn neben man^^ 
t':pÜ'J'«^, über firilbT^'i u. s. w. vergL § 82, 2; DXP neben t^l3^; t^^ neben t^l^> 
^X^ neben f^Tß» ^9^ neben OQ^ 



230 Dritter Haapttheil. Die Lehre von der Wortbildung. 

3. Von kät^ findet sicli nur das eine oben angefahrte Beispiel hb\ 

4. Statt n*!, Ei. 19, 11 u. 'i^'\ Bi. 5, 13 1. W| «tatt ng Ez. 17, 5 M^, stattWjg 
Ho«. 11, 3 Gn)5«, statt nS3 rTToJö Am. 1, 11 H^fA ^ttü. 

385a 2. Von unvollkommen dreilautiger Wurzel, a) Von n*b s. § 143 if. 
Hier findet sich nur transitive Aussprache. Der letzte Wurzellaut 
wird nebst dem Wortauslaute zu Gunsten des betonten transitiyen 
ä der zweiten Silbe übergangen, worauf sich dieses zu ä^ nach § 28^ 
n— geschrieben, dehnt. Nach § 86, 3 nb3 kälä für käläiä^ nj^, njT, 

n^ö, r^}S^ u. s. w. 

1. Ueber fÄTO Jes. 21, 12 yergl. § 31, Anm. 1. 

2. Im Aramäischen, Arabischen and Ge^ez findet sich auch bei dieser Wonel- 
classe die intransitive Aussprache. In den beiden letzteren Sprachen scheiden 
sich auch noch Wurzeln mit ü und mit I an dritter SteUe. In den YulgärarabiBchen 
Dialecten haben sich jedoch wie im Hebräischen und AramäiMshen die Wurzeln 
mit ü an dritter SteUe in solche mit f verwandelt. 

b ß) Von "^""p. Zu Grunde liegt die § 193 a beschriebene Nominal- 
bildung. So lange der Wortauslaut gesprochen wurde, musste nach 
§ 143 a der zweite Wurzellaut verstärkt ausgesprochen werden, 
was sich daher vor Suffixen noch zeigt: f^i^p käbba-hü für kähhä-hü, 
*i5in für hannä-ni. Als der Wortauslaut des mit Suffixen nicht ver- 
bundenen Wortes abgeworfen wurde, so bildeten sich Formen, 
welche wie die § 193 a besprochenen Nominalformen auf den ein- 
fachen Gonsonanten ausgehn und von ersteren lautlich nicht ver- 
schieden sind: fp% i. P. fp-^; -«n, on, fnn, fbü, nti, ya^ an, -y?, 

1. Für ftd Za. 4, 10 1. TA. 

2. Spuren eines Perfects von 9*9 in intransitiver Aussprache nach Analogie 
der § 196 6 besprochenen Nominalform finden sich nicht, wohl aber vieUeicht ia 
fiia'i Gen. 49, 23 die Spur einer stark intransitiven. Doch erweckt diese An- 
nahme, wie die Form überhaupt, Bedenken. Die Bed. passt nicht zu der Form, 
ausserdem findet sich <]> 18, 15 3*^ in transitiver Aussprache. Endlich würden 
solche Formen von passiven nicht zu unterscheiden gewesen sein. Üeber f^'i 
Hieb 24, 24 vergl. § 413e Anm. A'll ^ 58, 4 kommt von *i!|t s. § 414 e, Kv Jes. 1, 6 
ist Pu al von M'^t s. § 415 6 a Anm. Ansätze zu intransitiver Abbeugung finden 
sich im Arabischen, s. Baidäwt zu Sur. 20, 97. H. L. Fleischer in BerichU d, 
Sachs. Ges. d. Wissensch, Phil. bist. Gl. Bd. XYI (1864) S. 315. 

c Daneben hat sich in ebenso zahlreichen Fällen die Bildung 
nach Analogie der vollkommen dreilautigen Wurzeln mit Wieder- 
holung des zweiten Wurzellautes durchgesetzt: f^ba, ftta, DttT, 

i. p. Dtir, töw, tl5»7, t5|M, *i^^, 050, "h^o, ^n|, ibbt! 

^*^X ist im unterschiede von dem intransitiven *i;x gebildet, um die transitive 
Bed. sinnenfäUig zu machen. Ganz besonders begünstigte dies Bestreben, die 
transitive oder intransitive Bed. auch in der Aussprache kenntlich zu machen, 
die Bildung vollkommen dreilautiger Formen bei dem Feminin und dem Plurale 
der 3. Person. 



Vierter AbBohniit. Die Lehre yom Yerbnm oder Thatwort. 231 

Y) Von V^!^. Hier werden die drei Aussprachen wieder geschie- d 
den, doch überwiegt die transitive bei weitem. In dieser zeigen die 
Perfecta nach § 14t3bc ä^ welches sich nach § 77a erhalten hat: 

f«, «a, nä, «n, no, d)j, fi, a» u. s. w. 

üeber DK^ Hos. 10, 14 s. § 31 Anm. 1. In ftS Za. 4, 10, itTtt Jes. 44, 18 liegt 
Yerwechielong mit 9*^ vor. 

In intransitiver Aussprache finden sich nur zwei Beispiele: ra, e 
f^5 Jes. 17, 11. 

Dm i dieser Formen ist nach § 99, 1 aus ai entstanden und dieses doroh Hin- 
sntreten des die intransitive Bed. bezeiobnenden Yocales X zu dem ä der Wnnel. 

Nicht viel häufiger ist die stark intransifiye Aussprache, f* 
Zwischen beiden Wurzellauten steht d. Es finden sich nur: niK, 

Das 6 dieser Formen wird naob § 98 aas au entstanden sein und letzteres 
hmwiederom durch Hinzutritt des characteristischen Yocales ü zn dem ä der 
WnrzeL 

B. Von dan Steigernngafftäminen und dem Zielutamnie, 

Vom Steigerungsstatnme gebildet nach § 154 durch Verstärkung 386a 
des zweiten Wurzellautes in activer Aussprache (Pial). 

1) Von vollkommen dreilautiger Wurzel. 

Unterscheidet sich von der entsprechenden Person des einfachen 
Stammes in transitiver Aussprache ursprünglich nur durch den 
Yerstärkten 2. Wurzellaut: kättal(ä) neben kätäl(ä). Es entspricht 
die § 217 besprochene Nominalbildung. Der Wortauslaut hat sich 
auch hier nur vor Suffixen erhalten: t'*35'n||; das ä der ersten Silbe 
ist überall nach § 82, 1 zu 1 geworden. Das ä der zweiten Silbe 
hat sich meist erhalten, ist jedoch yielfach durch den imperfecti- 
schen Yocal ^, entstanden nach § 90, 1 aus t, verdrängt worden. 

Erhalten hat sich das a der zweiten Silbe im Allgemeinen b 
ausser P. und zwar für gewöhnlich bei allen Wurzeln, deren zweiter 
oder dritter Wurzellaut ein n, n, "i, oder deren dritter einer der 
emphatischen Laute tD, S, p ist: nnti, -fyn^i f^n?, OTT^., te*5«, -nä» 
8. § 135 fc, fte^fi, t^T, na«, ttaVt), tP?n, ff^W; doch auch bei 
andern: VnSi, ftsb, thp, Dbl9. Diese alle haben i. P., bis zu ZäkSq) 
kätdn, e: ipj?, t"»gn, fn^?, nM, fnös, ?j?a, ttaitt, )fiß. Doch sagt 
man auch ausser P. ftid, fiTO, vnd, nnv, e|nn, nni^ 8. § 135 ftc, *i^:^. 

Na. 23, 20 findet sich auch *iC^^' 

Dagegen ist, abgesehen von den unter b angeführten Beispielen, c 
auch ausser P. e eingetreten 1) bei allen Wurzeln mit mittlerem 
K oder t: Itng, fatp, f'Via, nM; 2) bei allen Wurzeln, welche auf ) 



232 Dritter Haupttheil. Die Lehre you der Wortbildung. 

und den meisten, welche auf b schliessen: 1|2, tf^^) bäp; 3) bei 
den meisten • Wurzeln , welche auf tt schliessen: fMIsn, K^tp, ttsp; 
tt>^ aber nach § llOft f^bti; fKV? aber 2 mal Kte u. -ftc^*^. 

d Endlich ist in den drei Formen ^h% n)93, Düd neben D2id und 
i. P. n^'n S^göl eingetreten, welches nach § 88, 3 zu erklären 
sein wird. 

1. Das S'göl in t'l^ünü ^ 52, 7 wird nach § 88, 5 zu erklären sein. 

2. Die Wurzeln mit Hauchlaut an dritter Stelle schwanken in der Behandlung 
des I der ersten Silbe: mö, onn, fnn? aber f^; 'V^t PP, "i«? a^>er IjXü 
8. § 135 c. 

387a 2) Von unvollkommen dreilautiffer Wurzel 

a) von n*b: üeber den Vocal der ersten Silbe gilt das § 386flr, 
über den der zweiten das § 385a Bemerkte: rtä, tnj»n, nte, n«?, 
njs; nach § 136 c frins, f^rn; nach § 135 ft ny/. 

f^p^a Gen. 41| 51 mit ä der ersten Silbe ist behuft Anklanges an das damit 
erklärte tveya willkürlich punctirt worden. 

b b) von ^S nach Analogie der vollkommen dreilautigen Wurzeln 

s. §§ 386. 157a: p^T, nn?, f-rTtt, ff«? ^^^en fs)?, f}t\; fb^n, b>n, 

t»^, t^>)? 8. § 386 (: 2. 
c c) von ^*:^ nach § 155 c Anm. rri?, D?p. 

388a Vom Steigerungsstamme gebildet nach § 154 durch Verstärkung 
des zweiten Wurzellautes m passiver Aussprache (Puat) 

1) von vollkommen dreilautiger Wurzel nach §§ 92, 1. 154 ft *i^\ 
P'^n, n]?b, rttö, *1>^ u. nach § 29 *i>5r»; i. P. nach § 86, 4 frta, n^^, 
fn^ti, nach "§'l35c tfnn; nach § 135 & p-jV, t^inb, i. P. fCl'jteV it|'3«j 
fa^h, nach § llOft Änj?,' nach § 135 a MS. 

b 2) von unvollkommen dreilautiger Wurzel. 

a) von n^ nach Analogie von § 385 a ros, nach § 29 frif^T Ez. 
16, 34; nach § 135» fnnh Hiob 3, 3. 

M^h Jes. 4, 5 ist Substantiv. 

ß) von :p^:^: nw i. P. ft'j^* 

Yon ^"9 findet sich kein Beispiel. 

■ 

389a ^om Steigerungsstamme gebildet nach § 155 durch Wiederholung 
des letzten Wurzellautes in activer Aussprache 

1) von vollkommen dreilautiger Wurzel (kätlal(a)) nur fSM 
s. § 102a. 

b 2) von unvollkommen dreilautiger Wurzel 

a) Von n*b findet sich kein Beispiel. 

Ueber fnjfcM ^ 93, 5 vergl. § 1556, 



Vierter AbBchnitt. Die Lehre vom Yerbum oder Thatwort. 233 

ß) Von ^!P nach § 155ft mit perfectischem Vocale ftTO, sonst 
immer mit imperfectischem : *fsb, t*^2i, t'^'^io, y^XP. 

Yon ^'^ findet sich kein Beispiel dieser Person s. § 155 d. 

Vom selben Steigerungssiamme in passiver Aussprache 390 a 

1) von vollkommen dreilautiger Wurzel nur bbt», i. P. nach 
§ 86, 4 bbtttt mit imperfectischem Vocale. 

2) Yon unvollkommen dreilautiger Wurzel b 
a) von n^ findet sich kein Beispiel, ebensowenig 

ß) von !P^:p 8. § 155 c und 

T) von fy nur fb«^ Thre. 1, 12. 

Vom Steigerungsstamme gebildet nach § 156 durch Wiederholung 321a 
der beiden letzten Wurzellaute findet sich nur ein Beispiel dieser 
Person in activer Aussprache: kätältäl f'inino ^ 38, 11 s. § 85, 1. 

Vom Steigerungsstamme gebildet nach § 157 durch Wiederholung b 
der zweilautigen Wurzel finden sich nur active Beispiele (Pilpet) 
dieser Person 

1) von !P^:p (kätkat(ä)): nach § 82, 1 und zwar auch da, wo ein 
Hauchlaut das ä hätte schützen soUeii, bßbß, nach § 102 a fl^ltotD 
Jes. 11, 8. 

2) von ^'^ mit imperfectischem Vocale fbdb^. c 
sutt •hBTp'; Nu. 24, 17 1. •^tsTUl. 

Vom Zielstamme s. § 158 findet sich nur ein Beispiel in activer 392 
Aussprache mit imperfectischem Vocale: fthiä Jes. 40, 24. 

O. Vom OansatiVBtamme. 

In activer Aussprache (ffi^if) 

i) von vollkommen dreilautiger Wurzel: häktal(a) und hieraus 393a 
nach §§ 91. 159 & häktU(a). Nach §§ 11, la. i62a X'W^^ trT»»3i 

tr^nnn, y^nn, "T^n^n, *T^wn u. s. w. oder bei n und V: fn'^Dnn, 
ti-^Änn, tT^^nrj» fö^FI^O» "tVl^O; »ach § 98 V^srtn, irrin, Tbin, 

n'^nin, trnin u. s. w., aber nach*§§ 82, 1. 1176: ftir^isa^y y^^r\; nach 
§ 99, 1 n*»p^n; nach § 82, 1 «'»Mri, ^'»aDn, Ttjtin, "T^Ätön u. s. w.; 

nach § 106 J'^wn, ?*'a«n u. 8. w.; nach §*i26a Tjn, tD*»an, 

b^sn u. s. w. 

Nach Analogie der §§ 81, 1 a Anm. 433 besprochenen Erscheinong ist ^ 77, 2 
1*^^, ptmctirt. "^csnn 2 Kö. 13, 6 erklärt sich nach § 236 Anm.; '«bnn nach 
§§ 23& Anm. 143 f Anm. 1 ß; "i'^qV; Jer. 2, 11 kommt von *l^S und ist fär y^ 
▼erschrieben. 

2) von unvollkommen dreUautiger Wurzel b 



284 Dritter Haupttheil Die Lehre von der WortbUdimg. 

a) von n^ haktä entstanden in der § 385 a beschriebenen Weise, 
daraus nach §§ 81, lö. 102 a invn, njnn, t^TJOO» ^)V^ ^^^ dafür 
nach § 103a iT^yn; nach § 98'n5in,' nTin; nach §^81, 2 r«nn, 
nban; gewöhnlich nach § 82, 1 f^JB*?» ^^^^ *^l?^n ^' s* ^m ^^ 

§ ^26 a nsn, wn, nan. 

Neben nban bildet sich hbnm. 

ß) von t"T mit Erhaltung des kurzen Yocales der Stammsilbe 
hakUt(ä). Daraus nach §§ 90, 1. 108 bm^ non, tt?n, "ifin; häufiger 

nach § 107 a Man, pnn, nön P., •^sn, bgn, rnn, f^n, nin, fttin P. ; 

nach § 88, 2& fbrn. 

Y) von ^''t. Grundform häkät(ä), daraus mit imperfectischem 
Yocale häkit(a)^ s. § 159 ^, und hieraus weiter nach § 108 M^nn, y^yn^ 

rW» '^'^Wi f^'^Wi rr?r!> tl^^Jn» '^"'Pn» '^"'^r?» O^'^n oder nach §§ 71, 3.- 
82, 1 ir^^n. 

Der Grandform MOcaUa) entspricht ar. ^äkämäy der voraaszusetKenden Weiter- 
bildang häktt das aram. 'd(Hm. 

894a In passiver Aussprache {Hotpal) 

1) von vollkommen dreilautiger Wurzel: hüktal(a) s. § 159Ä. 
Nach § 92, 1 t^Süii, f?^^^» ^^^b § ^26 a nan, t="¥^; i^*«^^ § ^3, 1 

fnnDn, ngfin, ftfÄSirj; nach § ii9ö fn^in, n^^in, noin, tp?^n. 

^Tin Lev. 4, 23 für zu ei'wartendes '^T^'n spottet jeder Erklärung u. ist wahi^ 
scheinlich ein Fehler. 

b 2) von unvollkommen dreilautiger Wurzel 

a) von n*^ nach §§ 92, 1. 126 a nsn, nach § 93, 1 ^rhyn, ^rxi^n, 
nach § 109 rh7r\. 

p) von ^"y mit Verkürzung des characteristischen langen Yocales 
und nach § 71, 3 f^Dil Jes. 59, 14, sonst nach Analogie der n^fi: 

15in oder "i^n, fnäin, tC|3'"^? ^Pin, fr^in, ogin, tp^^J^i ^?^^- Doch 

erhält sich der lange Yocal der Stammsilbe i. P. fD^i^ri, ritten. 

Für D^ 2 8a. 23, 1 lesen gute Ausgaben DjMl, was dann wohl nach § 134d 
und nicht nach § 71, 3 zu erklären ist. 

Y) von T^'T in ganz gleicher Weise: t^tTi'^j t^MH. 

D. Von den Refleziystämxnen. 

395a Vom Reflexivsteigerungsstamme, gebildet nach § 163, findet sich 
bei dieser Person nur die active Aussprache (ffi&pdal) 

1) von vollkommen dreilautiger Wurzel: hid-kättalfä). Daraus 

nach §§ 80, 5. 163& ^l^nnn, t^ä^nn, nach § 88, 2 c ifbnnn, i-thpnr 

Jes. 30, 29; nach § 135& ^^Ü^^H? daneben mit erhaltenem perfecti- 
schen Vocale C|J«rn, triargnn, ptntjn, und so immer i. P. fniinn, 

f^Änn, -hwrin s.' § 86, 4. ' ' 

Ueber f^V^ri^ 2 Ohro. 80, 35 vergl. § 161fr Ania 



Vierter Absohniti. Die Lehre yom Yerbiim oder Thatwort. 236 

2) von unvollkommen dreUautiger Wurzel b 

a) von n"b nach §§ 80, 5. 385 a fnjÄnn, iTtt?rjn; von Vft: n'^nrin. 

ß) von yv, 8. §§ 157a. 387 b, fbiVrin, fb^iriri. 

Von n findet sich kein BeispieL 

Von dem nach § 166 fr zu bildenden ReflexivsteigerungsstammeW^tk 
finden sich nur zwei Beispiele in activer Aassprache 

1) von n"b nach § 129 c fnjTO^. 

2) von sT'T (ffidpdisi) f^rtarin P. 

Von dem nach § 166 c zu bildenden Beflexiv8teigertmg$8tamm^(Ei&palpai) 
findet sich kein Beispiel. 

Von dem nach § 1 67 zn bildenden Reflexivsiamme findet sich S97a 
nur die active Aussprache {Niipal) 

1) von vollkommen dreilautiger Wurzel: näktal(a). Daraus nach 
§§ 81, la. 102 a -j^DW, 5|5»5, t|tt«3, t^W» Q^?3i häufiger aber ohne 

Hülfsvocal ^n:, ntöi^, nariw, 'h'^:^, i. P^ nach § 86, 4 "hrfinj, nwTj, 
wp, f^r:\ nach § 98 Tf^] nbis, 'cioi:, :wöt, nnis, i. P. ftioii' f^irrti; 

nach § sizi'l frißb?, MM, Dnb?, :^3D5 u. s. w., i. P. n)jb:, üblM, :^tt^, 
rnD? u. 8. w.; nach § 126 a «Ja?, 5|a?, tea?, aber auch ianj i/P. DH?; 
von R"b nach § 110^ »np3, Äl3tD5, «3033, WiD, «ana, KSD. 

Ueber *^K^ £z. 9, 8 vergl. HUzig zur Stelle. Ob die Panctatoren mit -ji^Hs 
^ 9, 17 eine 3 Pen. Masc. Sing. Ni^'al gemeint haben, ist zweifelhaft lieber 
t^iana Jer. 49, 10 yergU § 143 e Anm. I.e. 

2) von unvollkommen dreUautiger Wurzel \^ 
a) von n"b. Nach § 385 a näktä. Daraus nach § 80, 2 a nbys, 

nte:?3; nach § 82, 1 nsns, n^b:, nib:, n^ns u. s. w., wie auch n^r^\ 

nach § 126 a nj^3. 

ß) von y':^: näkätt(ä). Daraus 1) regelrecht nach § 86, 3 fniTj, 
aoj, fbgS, i. P. nach § 86, 4 fnnp, Dtij, tbjjj. 2) nach Analogie des 
Eal der vollkommen dreilautigen Wurzeln, dessen Bau ein solches 
Ni^ al hat, mit intransitivem Yocale fottp, bgp, mit stark intransi- 
tivem YociJe f ^h3 Eoh. 12, 6. 3) nach Analogie des NI9 al der voll- 
kommen dreilautigen Wurzeln "frinj, f^nj, fbn? P, 

tbifl3 könnte nach §§ 71, 3. S2, 1 wie |nj von 9*9 kommen. Besser leitet man 
es jedoch Ton 4*9 ab. 

T) von n":r nach §§ 77 a. 86, 3 fttinj, aitD}, aiOJ, wofür 2 Sa. 1, 22 
faiteD steht, s. § 68» Anm.; nach §§ 71,^3. 82, 1 fViisö. Nach 
Ahschwächung des ä des Präfixes zu { ist dieses nach § 90, 2 c 
weiter zu S gesteigert worden in f^ilTS Za. 2, 17. 

Nach Analogie der 9*9 ist pnnctirt t*^^d p. Jer. 48, U. 



236 Dritter Haupttheil. Die Lehre von der Wortbildung. 

n. DIE 3. PEESON FEM. SING. 

898a Die 3. Pers. Fem. Sing. Perf. bildet sich von der Grundform 
der 3. Pers. Masc. Sing. Perf. durch Antritt der Femininendung at 
Sie ist sonach ebenfalls ein bloses Nomen s. § 381 b. Wie in diesem 
hat sich die Femininendung vor Suffixen überall erhalten: f^irirb^ 
aus gämälat-M. Sehr selten ist es, abgesehen von den tC^: s. hier- 
über § 400 a, ohne dies geschehn, im einfachen Stamme der voll- 
kommen dreilautigen Wurzeln z. B. nur in fnbTK Dt. 32, 36, ftttton 
Ex. 5, 16 riÄ-jg Dt. 31, 29. Jes. 7, 14. Jer. 44, 23; s. weiter §§ 401 c. 
406^a. 407&a. Y. 410a Anm. 1. 
b Im Unterschiede vom Nomen hat sich die ursprüngliche Be- 
tonung der zweiten Stammsilbe i. P. erhalten fnpro aus nätan-^tt, 
trotzdem ist auch hier nach § 131 das schliessende t verhallt. 
Ausser P. hat wie im Nomen, jedoch mit Ausnahme der "S^'^ u. %^, 
die Endung den Ton auf sich gezogen : kätälat statt kätalaU Femer 
haben die Yerbalformen durch eine von der Betonung des Nomens 
verschiedene Behandlung der Nebentöne eine von den entsprechen- 
den Nominalformen durchaus verschiedene Gestalt erhalten. Während 
im Nomen die zweite Stammsilbe Yorton hat und dann nach §§ 85, 1. 
86, 3 gebildet wird txrsän aus häkämät für häkämät, erhält im Yerbum 
die erste Silbe Gegenton, worauf nach §§ 85, 3. 86, 2 gebildet wird 
tntDH aus häkämät für häkämät. Auch beim Antritte von Sufßxen 

• T t IT • • 

ist die Behandlung eine verschiedene.* Einmal hat die 3. Pers. Fem. 
Sing, keinen Wortauslaut, wie das Nomen, dann aber erhält hier 
umgekehrt die zweite Stalnmsilbe Yorton, während im Nomen die 
erste Stammsilbe Gegenton empfängt. Daher bildet sich f^nr'blQI 
oder mit üebergehung des h i^bttä aus gämälat-hü, neben ina^TÄ 
aus 'ädämätä'hü. 

A. Vom einfachen Stamme oder Eal. 

399 a 1) Von vollkommen dreilautiger Wurzel. Nach § 398 ft können 
die transitive, intransitive und stark intransitive Aussprache nur i. P. 
lautlich geschieden werden. Hier bildet sich von kätäl nach § 86,3.4 

njnj, tnw*i, tn«3r; von kätti nach § 90, 2 a fnnM, iripw, fnin\ 

Von käftU findet sich kein Beispiel einer Paosalform t^^^^J erklärt sich ent- 
weder nach § 39 6 oder ist Ki<p'al von VXyä, 

b Dagegen müssen alle drei Arten ausser P. gleichlauten, denn 
es bildet sich aus kätälat nach § 85, 3 nsinj, finj^b, nW'n, HÄf;; 

nach § 89, 1 aus kätiiät npM, nnss, n:i'nvi^ Tytir\\ nKM, rwta; 

nach § 94, 1 aus kätülat nbDX 

Ueber Wj^l Es. 31, 5 yexgL "§ 31 Anm. 1. 



Vierter Abschnitt. Die Lehre vom Yerbum oder Thatwori 237 

2) von unvollkommen dreilautiger Wurzel 400a 

a) Yon ty'^. Als yoraaszasetzende älteste Form ergibt sich 
kätäiät. Nach Analogie des Masculins s. § 385 a musste hieraus 
entweder Mtät werden, oder es konnte hieraus, falls der Yocal der 
zweiten Stammsilbe von einem Satztone betroffen wurde, kät^fät 
entstehn, indem diese Betonung d^ts ä von dem wurzelhaften I ab- 
stemmte und so eine Contraction verhinderte. Aus der ersteren 
Form ergibt sich weiter nach § 86, 3 kätät, aus der zweiten nach 
§§ 86, 3. 131 kdtdjä. Die letztere ist nur in dem einen Beispiel 
tVüH 6 57, 2 erhalten, in welchem die zweite Silbe einen Satz- 

T IT T • ' ' 

gegenton hat. Die erstere aber hat sich erhalten in fntolP Lev. 
25, 21, njn 2 Kö. 9, 37 K^&iß, sowie allgemein vor Suffixen t^anto, 

Zu der Erscheinung, dass sich diese JSndung ät gerade in so verhältnissmässig 
jungen Stücken wie Lev. 25, 21. 26, 34. 2 Kö. 9, 37. Jer. 13, 19 erhalten hat, vergl. 
§ 16 a Anm. 

Sonst hat sich bei dieser Wurzelclasse eine Neubildung nach, b 
Analogie der Formen kdt^ldj kdtdld P. der vollkommen drei- 
lautigen Wurzeln durchgesetzt. Man fügte an die alte Form kdidt 
die nach § 131 entstandene Femininendung d, so entstand kdtdid. 
Diese Form hat sich überall i. P. erhalten: nnfe:r, nin^n, t^T^fe, 
f rui*in, t^r^^ ^' ^- ^- ^^^ diesen Pausalformen aus bildete man 
dann, da neben kdtdld ausser P. kdtdld steht, letzterem entsprechend 
die gewöhnlichen Formen: nTj'jr}, Sirtg, t^CI^' ^Kf^h t*^C^» 

nnjn u. s. w. 



» -|IT 



1. Bas unter ( Ausgeführte zeigt recht deutlich die Unmöglichkeit, die Ent- 
stehung der Pausalformen aus der gemessenen, gesangartigen Becitation der 
heiligen Schrift beim gottesdienstlichen Vortrage zu erklären. Ganz im Gegen- 
theil könnte man das eher von den gewöhnlichen Formen wie tiXVTt behaupten. 

2. Die oben erklärten Analogiebildungen wurden dadurch begünstigt, dass die 
Endung ät für das Sprachgefühl die Bedeutung einer verbalen Femininendnng 
verloren hatte. Im Arabischen ist Gleichmaass der Endung mit den entsprechen- 
den Ableitungen der übrigen Wurzeldassen dadurch erreicht worden, dass sich ät 
zu ät kürzte, so dass nun neben hatäUU ein kätät steht. Es ermöglichten dies 
die arabischen Tongesetze. Im Aramäischen, k^ät für kätätt hat sich die alte 
Endung erhalten. 

ß) von :^9- Nach § 143 a ergibt sich als Grundform kättät, 401a 
hieraus aber nach § 131 nnh, i. P. nach § 86, 4 nr\n; nach § 135 & 

nnn, mi, fn-ii. 

1. Auf die Endung rückt der Ton nach Waw consec. na'n'i Jes. 6, 12. Doch 
muss dies unterbleiben, wenn die verstärkte Aussprache des zweiten Wurzellantes 
nach § 135 aufgegeben wird: tXjm Es. 24, 11. 



238 Dritter HanpttheiL Die Lehre von der Wortbildmig. 

2. ttn^ icheinen die Pnnetatoren von *P^ hergeleitet zn haben. TBfnmiil 
• findet sieh von '^ Ex« 1, 16 h'Ti mit abnormem K Arnes vor einüachem zweiten 
Wnrsellaate. Sonst steht dafür rm*^ von h*^H. 

T IIT TT 

h Häufiger bilden sich nach Analogie der vollkommen dreilautigen 
Wurzeln durch Wiederholung des zweiten Wurzellautes dreilautige 
Formen: frittttT, HTO, ntW^J, i. P. fr^xt und nach § 385c Anm. 



y) ^0^ ^^' ^^ Grundform ergibt sich in transitiver Aussprache 
kätat. Die Stammsilbe behält den Ton, doch kann er nach JFaw 
consec. auf die Endung rücken. Mit der alten Endung ftUV] Ez. 

46, 17; nach § 131 ruia, nbh, nm, nrt, rnb, niaß u. s. w. 

Ob nach Waw consee, der Ton rückt r\\n) Hoe. 11, 6 oder nicht h*;^^ £z. 16, 
42 bestimmt sich nach rhythmischen Gründen. Ebendeshalb steht Lev. 18, 38 
iriM^. Es ist das ein Beweis für die seonndäre Natur dieser Erscheinung. Ueber 
tnS^I vergL I 132. 

d In intransitiver Aussprache findet sich nur TTJü s. § 385^, in 
stark intransitiver s. § 385/ nur nträl, nach Waw consec. fnvia^ 
Jes. 24, 23. 

B. Von den Bteigerongffstttmmen und dem ZlelBtanrnnft, 

402 Vom Steigerungsstamme gebildet nach § 154 durch Verstärkung 
des zweiten Wurzellautes in activer Aussprache (Pi^af) 
a 1) von vollkommen dreilautiger Wurzel. Hier kann die Aus- 
sprache mit ä oder mit imperfectischem 1 nach dem zweiten Wurzel- 
laute, s. § 386 a, nur i. P. geschieden werden. Es findet sich nur 
noch eine Form mit a: fnxip Mi. 1, 7, s. § 86, 4, sonst mit ur- 
sprüngl. i nach § 90, 2 a fflbna, pXQ^b und nach § 135 c fronb. 
Ausser P. müssen nach §§ 85, 3. 89, 1 beide Aussprachen zusammen- 
fallen: nna'^, tnnr\&, nb^. Nach § 136 findet sich neben nrM 
auch nHbv, ebenso TXtSffj^ ; nach § 135 b bilden sich frithj, fn^TA ; 

nach § 135 c nnnti, Irinr«, fritM^ neben n3Kti. 

b 2) von unvollkommen dreilautiger Wurzel 

a) von rfb. Auch hier haben sich die alten Formen auf dt vor 
Suffixen erhalten: 'h^ti^n, "h^ros. Sonst entstehn auf dem § 400 & 
beschriebenen Wege hieraus Formen wie nn>|i, rmes^ ^^^9» t^^l 
u. s. w. ; nach § 135 c iTltnn?- 

Pausalformen sind nicht zu belegen. 

ß) von y^r: t*^nnn, fnjjip s. § 154 d Anm. 2. 

Yen ^9 findet sich kein Beispiel. 

403a Vom selben Steigerungsstamme in passiver Aussprache (Pual) 

1) von vollkommen dreilautiger Wurzel: kütfälät für küffalät 
s. §§ 154 ^. 388 a. 398 ^. Hieraus nach § 85, 3 ntäan, H'^^, fnnV«; 



Vierter Absebnitt. Die Lehre yom Yerbnm^oder Thatwori. 239 
nach §§ 104. 136, 6, nii^b. In P. nach §§ 86, 4. 399 a -ftibtte, 

fnban, fntife'i; nach § 135 c ntirn, fnttna; nach § 135 6 nteSli,' 

2) von unvollkommen dreilautiger Wurzel b 

a) von n^. Nach Analogie von § 400 h i. P. tnr)|3 und hieraus 
weiter ausser P. t*^OV^* 

8) yon y^'r: \nii\ vmt und nach § 93, 1 nTrßJ; i. P. nach 
§ 86, 4 tn-T?!«. 

Von ^9 findet sich kein BeispieL 

Vom Steigerungssiamme gebildet nach § 155 durch Wiederholung \M9^ 
des letzten Wurzellautes 

in activer Aussprache 

1) von vollkommen dreilautiger Wurzel (kätläl) nur f\AT\ p. 
s. § 102a. 

2) Yon unvollkommen dreilautiger Wurzel b 
a) von n^ findet sich kein Beispiel. 

ß) von n^y nach § 105 fnoDi:, ruaS«. 

Ob diese Formen auf Grundformen mit I oder mit ä zurückgehen, ist nioht sa 
entscheiden. 

T) von ry: fnbbn, fnb^iy. 

in passiver Aussprache 

1) von vollkommen dreilautiger Wurzel nur nbbttKi i. ?• nach o 
§86, 4n>>!hÄ. 

Yon unvollkommen dreilaut. Wuruln findet sich kein BeispieL 

Vom Steigerungsstamme gebildet nach § 156 durch Wiederholung 405 
der beiden letzten Wurzellaute findet sich nur ein Beispiel in passiver 
Aussprache fri^itpttrj Hiob 16, 16. 

1. Auch hier hat nur die erste Silbe einen passiven Vocal. 

2. Kein Beispiel findet sich 

1) vom Steigerungsstamme gebildet nach § 157 durch Wiederhohmg der twei- 
lautigen Wurzel 

2) vom Zielstamme gebildet nach § 158. 

C. Vom Cauflativstamme. 

Yom Causativstamme , gebildet nach § 159 in activer Aus- 406a 
spräche {Hiipit) 

1) von vollkommen dreilautiger Wurzel. Nach § 91 häktilat. 
Daraus nach §§ 81, la. 102 a f^P^HP, ^ß'^pTP, oder ohne Hül&- 
vocal tnK'^ann; nach § 98 TO'^ttin, fnTr*^? """^^ § ^'» ^ t^F^H; 



240 Dritter HaapttheiL Die Lehre yon der Wortbildung. 

nach § 82, 1 fno^^tin, f™''?««?, f^***^ ^- »• ^m ^^^ § 126 a 

T • • ' T • • 

1. t^^^^nn far tntr^arin erkl&rt sich nach § 143e Anm. 1 7. 

2. Yerrüokung des Tones nach Wato consec, findet sich nur in t^l^'^^ari* 
Ex. 26, 83. 

b 2) von unvollkommen dreilautiger Wurzel 

ö) von n*b. Die alte Form hat sich ausser vor Suffixen: fDirö^ 
erhalten in Itirin und friKbn s. § 81, 2. In der § 400 ^ be- 
schriebenen Weise bildet sich weiter i. P. fninpliP, ausser P. 

tnnjfin, f^^Äir» ^^^ »ach § 80, 2 ä nnb?n. 

ß) von :^y häktttäi. Daraus nach §§ 90, 1. 108 n>nn und mit 
Aufgabe der verstärkten Aussprache fnr^n Spr. 7, 13. 

Y) von «i^j: häktiäi. Daraus nach § 108 f^l^'Wi ny^Jrh 
tn'l'»Dn u. s. w. 

407 a Vom selben Stamme in passiver Aussprache (ffo^al) 

1) von vollkommen dreilauHger Wurzel: hüktalät. Daraus nach 

§§ 86, 4. 92, 1 i. P. tn??«n, nach § 102« naSnn ; nach § 119« n«rin. 

Ausser P. nach § 398*^ huktälät und weiteV nach § 93, 1 fn^nn, 

b 2) von unvollkommen dreilautiger Wurzel 

a) von n"b. Die ftlte Form hat sich erhalten in rtljn, sonst 
bildet sich nach § 400 ft nnban, nach § 92, 1. 126« nnsn;'i. P. nur 

nnSrh s. § 109. 

ß) von y^y. Von der 3. Pers. Masc. s. § 394 * y bildet sich 
regelrecht n'irnn. Ebenso 

Y) von ^9 in alter Weise fn»a*i Gen. 33, 11. 

tMti^^irri Za. 5, 11 ist zu emendiren. 

D. Von den BeflezLystammezL 

• 

408 Von dem nach § 163 zu bildenden Reflexivsteigerungsstamme 
finden sich nur zwei Beispiele in passiver Aussprache, s. § 165: 
fnK^tdn P. und fnstf^n Jes. 34, 6, letzteres mit falscher Betonung 
und Aufgabe der verstärkten Aussprache des zweiten Wurzellautes 
s. § 136, 7. 

Es könnte jedoch in letzterem Beispiele auch eine Ableitung des § 162 be- 
sprochenen t Befleziv>s Tom einfachen Stamme vorliegen. Die Betonung richtet 
sich nach der falschen Analogie der 2. n. 3. Person Plor. Imperf. auf >T3. 

409 Von dem nach § 166 & zu hildeniQn Beflexivsteigerungsstamme 
mit Wiederholung des letzten Wurzellautes finden sich nur die vier 
Jes. 24, 19 stehenden Beispiele 



Vierter AbBehniü. Die Lehre vom Verbum oder Thatwort, 241 

1) von «1^: IntÄittrin, fnTrbnri. 

2) von T^i fnnniÄrln, tw^j-^nn. 

Von dem nach § 166 c za bildenden Befiexwsteigemngit/tamme (Ei&palpat) 
findet sich kein Seispiel. 

Von dem nach § 167 zu bildenden Reflexivsiamme findet sich 410a 
nur die acHve Aussprache {Nitpat) 

1) von vollkommen dreilautiger Wurzel: näktalät. Daraus i. P. 
nach §§ 81, 1 a. 86, 4. 102 a fniobig, ftioSna, t^^TO aber nW3; 

nach § 98 natjt; nach § 82, 1 n'istfcri^Jnnttorn^iwfc,' nbnnD, rwnms; 

nach S 126 a nap\^ Ausser P. näktälat und daraus weiter nach 

Ott» • • 

§ 85, 2, aber im Uebrigen den Pausalformen entsprechend: fnDttKp, 

fnDftna, •ftiiab^w n. s. w. ; nytfa, nnrrb u. s. w. ; nnsb?, »rna«? u. s. V!; 

bei Hauchlaut an zweiter Stelle n*iMb, inbrQ^ u. s. w. 

1. Die alte Endung zeigen fn^V^a Jes. 23, 15 und fnAfßi ^ 118, 23; nach 
I 143e Anm. 1 ist gebildet 'H^'I'^P Jer* 5^> 9> t^^Vf? ^ Sa. 1,' 26 s. auch § 80, 1. 

2. rwtn 1 Ghro. 14, 2 haben die Pnnctatoren für ein Partidp Ni^'al gehalten. 
Es ist daför entweder die 3. Fers. Fem. Sing. Perf. nttiSp oder nach 2 Sa. 5, 12 
die 3. Pen« Maso. Sing. Pfal Kt&3 zn lesen. 

2) von unvollkommen dreilauiiger Wurzel 

a) von n'6. Nach § 400ft i. P., vergl. § 82, 1, -{T^rtM, "trUJOM, b 
Vtf^^'i u. 8. w«; nach § 126a fntn^; Jes. 3, 26; nach §§ 81, la. 102 a 

tnntos; ausser P. nroas, fnntrt, nmnD, nnp:; nr^ns; nntew. 

Mr 1t»7WÖ3 Spr. 27, 16 1. *W;W?. 

ß) von :^:^ 1) regelrecht nach §§ 86, 3. 143 a nur ixm) 2) nach 
Analogie des Eal der vollkommen dreilautigen Wurzeln s. § 397 &ß 

fngnj, t™W» 1^^3' ^^'8*- §§ *21 ft ß, 425 6 ß 3, sowie § 584 c Anm. 
i. P. trÄDSEz. 26V 2. 

Y) von TP nach §§ 77«. 86, 3 nur tHÄJ, fnsifij. 

m DIE 3. PEBSON PLUEALI8. 

Im Plurale werden beide Geschlechter nicht geschieden. Viel- 411a 
mehr dient für beide die allgemeine Form, welche sonst im Gegen- 
satz zu einer weiblichen männliche Bedeutung gewinnt. Sie entsteht 
nach § 323 c durch Anfügung der Endung "p, entstanden aus und, 
an den männlichen Singular. Dieses "p hat sich nach § 128, 1 bis 
auf ipffT überall zu ^ verkürzt. 

tpPI Je«. 26, 16 ist verdächtig; tT"^"; 29, 21 Imperfect. 

Auch der Plural der 3. Person ist sonach von Haus aus ein b 
reines Nomen. Doch hat auch hier, wie bei der 3. Pers. Sing. Fem., 
8. § 398, die Sprache durch verschiedenartige Betonung diese 

Stade, habr. GniüMatik. y^ 



242 Dritter Hianpttheil« Die Lehre toh der 

Formen yon der Nominal form abgetrennt. Wie im Nomen mosste 
die Endung den Ton auf sicli ziehn. Und wie weiter dort ans 
häkämind wurde häkamin und hieraus nach §§ 85, 1. 86, 3 D'»t P n , 

entstand aus dem verbalen häkämünä zunächst* mit Yorton 

• 

tiäkamün. Nun muss aber der § 128, 1 beschriebene Lautwandel 
schon im Semitischen oder doch wenigstens vor Entstehung der 
§ 85 beschriebenen Ton- und Lautverhältnisse begonnen haben. 
Denn wie die Pausalformen ausweisen, ist aus kätälün zunächst 
nach Analogie anderer Perfectformen mit betonter Stammsilbe ent- 
standen kätalü und hieraus erst kätälü. So entsteht neben DTodh ein 
^DH s. §§ 86, 2. 85, 3. Nur yor Suffixen zeigt auch das Verb noch 
Yorton: ta^bdM- Noch grösser aber wurde der Unterschied vom 
Nomen dadurch, dass für letzteres die Endung änd verloren ging, 
s. § 323 c Anm. 1. 

1. Dass dies der Entwickelongsgang gewesen ist, zeigt, dass im Imperfact neben 
Pausalformen nach jäktulü xl s. w. noch solche nach jäkfuHUi o. s. w« stehn. Dass 
der Vorgang sehr alt ist, ergibt sich daraus, dass die Endung "p sich ausser im 
Hebräischen nur noch in wenigen Beispielen im Aramäischen findet, während im 
Arabischen imd (Wez immer ü steht. Der gleiche Tonruckgang hat auch im 
Aramäischen (Jffalü) und Ge*ez (kätilü) stattgefunden. 

2. Eine besondere Form ist für die 3. Pers. Fem. Plur. gebildet worden im 
Aramäischen (kHälä, h^fäiin), Qtez (kätää) und Arabischen (kätOlnSi. Es sind 
dies Neubildungen nach Analogie des Imperfectes. Das Hebräisehe nimmt hierin 
einen alterthümlicheren Standpunkt ein. 

A. Vom einfachen Stamme oder KaL 

412 a 1. Von vollkommen dreUauHger Wurzel. Anch hier können die 
transitive, intransitive und stark intransitive Aussprache nur geschie- 
den werden 1) i. P. Hier wird aus kätälü nach § 86, 3. 4 ftT^) 
f^Qp, aus kättlü nach § 90, 1 ^bnn, t^T, f^^tt) &U8 kätiUü nach 
§ 95,' 1 *b; 2) vor Suffixen. Hier 'ergibt sich nach § 86, 3 föTUp, 
rmrtti, nach § 90, 2 c fQ^n«! "TS^ifT^ 

b Dagegen müssen ausser P. diese Formen gleichlauten. Nach 
§§ 85, 3. 86, 3 ergibt sich aus kätälü %i», «ira^, ^r; WMtt u. s. w.; 
aus kätilü nach § 89, 1 ?ib*Tn, WXir, ^*i*>, '«3te u'. s.w.;' aus kätülü *d^. 

Ueber fK^dVii Jos. 10, 24 und fK^isa ^ 139, 20 vergL § 31 Anm. 2; über fb^S 
1 Sa. 6, 10, t^ia Ez. 28, 16 vergl. § 143 f Anm. 2. 

413a 2. Von unvollkommen dreilautiger Wurzel 

a) von n^. Wie bei der 3. Pers. Fem. Sing., s. § 400 ä, ergeben 
sich auch hier zwei Formen, indem kätäUü entweder zu kätü zu- 
sammengeht, oder unter dem Einflüsse des Tones sich in kätß/ü 
verwandelt. Die erste Art ist die gewöhnliche. Nach § 86, 3 ent- 



Vierter Absohnitt. Die Lehre Tom Verbum oder Thatwort. 243 

steht aus ihr weiter: ^an, ^ry, *s, ^id, «d& u. s. w., i. P. mit zu- 
rückgezogenem Tone nbs ^ 37, 20. Die zweite Art hat sich in r^m 
Dt. 32, 37 erhalten. 

Naoh letzterer ist das mmdthige K*r! rw ^ 73, 2 gebildet. Umgekehrt ist 
▼ieUeicht mit iT^ Bpr. 26, 7 gememt t*^9^ Ueber jtXOltf Jes. 28, 12 yergl. 
I 31, Anm. 2. 

ß) von y'y. Hier ergibt eich nach § 143a die Form kattü: ^^T, b 

^•5» 1^*5; oach § 135 c f^, «intö. Vielfach ist jedoch auch hier 

aus rhythmischen Gründen wie bei den yoUkommen dreilautigen 

Wurzeln der Ton zurückgegangen: vtn, f^i^ ^RQP) und so immer 

1« P« ^^1 Wl) ^tßS^J 8. § 86, 4. 

Hiermit hängt zusammen, dasi im Allgemeinen bei verbindendem Accente die 
Endnng betont wird, i. Jes. 38, 14. Jer. 4, 13. Hiob 15, 15. 25, 5, bei trennendem 
der Stamm: A^ 2 Bam. 1, 23. )|^ Hiob 7, 6 aber ^i*^\ ^ 38, 20. Ebenso pflegt 
der Stamm betont au werden, wenn ein einsilbiges Wort sich proolitisoh anlehnt: 
«tt ti <p 12, 2; ^-r^ Gen. 8, 11, ^^ ebenda y. 8, doch so'Mlh^a ^T*"? Jer. 14, 7. 
Kach Waw eonsec wird die Endung betont, doch unterbleibt dies gleichfalls aus 
rhythmischem Qnmde in Vs tt^*] Jer. 44, 12. 

Auch hier haben sich Bildungen nach Art der YoUkommen drei- c 
lautigen Wurzeln durchgesetzt: flMK, ^Ttä, 'h^^äi ^bb'sT, ^no u.s. w.; 
i. P. t^1|9 ' { ' TO iyt, in intransitiver Aussprache f^v^. 

f) von 'f^: kätü mit Betonung der Stammsilbe: fn|, Tif, 4n, d 

«5, TIO, «g u. 8. w. 

1. Nach Waw, eon»te, rückt der Ton wieder auf die Endung fbfev\ Dt. 2, 25, 
-h^l Ez. 8, 7, falls rhythmische Gründe das nicht yerhindem «D^^ Nu. 30, 5. 
Umgekehrt rückt aus rhythmischem Grunde auch ohne Waio cansec, der Ton auf 
die Endung in «D} ^ 76, 6. Nah. 3, 18. — 1 Kö. 8, 47. 48 schemt ^nfl betont 
worden su sein, um es Ton ^^ ebenda au unterscheiden. 

2. mj ^ 49, 15. 73, 9 steht wohl nach falscher Analogie zu m^ statt V\X5, 
Biese Formen können übrigens auch vom JSttftl stammen, s. § 420 6 7 Anm. 

In intransitiver Aussprache findet sich nur ^tftb, in stark intransi- e 
tiver |T\h, ni5ia, nnb und wohl auch fnV ^ 58, 4. 

Ueber die Tonverhältnisse beim Vortritt von Waiw eonsec, gut das unter d 
Anm. 1 Bemerkte, ftah LA. Wi*-) Hiob 24, 24 würde sich nach §§ 396 1386 
erklfiren, doch Hegt wahrscheinlich wie in ^Oh &lsohe Punctatlon eines 39*9 vor. 
Ueber fttü Jer. 27, 18. yergL § 236 Anm. 

B. Von den BteigemngBstämmen und dem Zielstamme. 

Von dem nach § 154 gebildeten gewöhnlichen 5/^ertin^Sj/amm^ 4 14a 
in activer Aussprache (Pi'at) 

1) yon vottkammen dreilautiger Wurzel. Dem fCal, s. § 411 ft, 
entsprechend lautet die Grundform i. P. kätfalü, ausser P. kattälü. 
Hieraus mit imperfeotischem Yocale i. P. käftilü, woraus sich nach 

16* 



244 . iDritter fiaupttheiL l)ie tidire yon der Wortbildung. 

§§ 82, 1. 90, 1 ergibt f^nar, f^itj, "hbälJ, nach § 135 c ^nrft WW- 
Die ausser P. stehenden Formen zeigen mit dem zweiten Wi}rzel- 
laute zu sprechenden Vocalanstoss, welcher nach §§ 86, 3. 89, 1 
sowohl aus a als If entstanden sein kann: ViSfil^ ^pfn, ^Mon, l^bu.s.w,; 
nach § 136, 2. 5. 6 ^rtj^a, ««5ti, *t1«?p; *nach'§ 135 & «O'ta, Wg, 

t*'«h5i; nach § 135 c ix^s, WS, rtHtt, -hnns, «ro, «l*1»"u. 8. w- 
aber ^ttia. 

'hhi')'; Hieb 29, 21 erklärt lich nach § 89 (. Ganz abnorm gebildet ist 

t^-nn« bL 5, 28 ffir Virut 

'wir ' "1 r 

b 2) Yon unvollkommen dreilautiger Wurzel 

a) von n'^. Der § 413 a beschriebenen ersten Bildungsweise des 
Kai entspricht die Grundform kättü. Hieraus nach § 82, 1 ^^ä, ^, 
^^^, «ID3, l^ß u. s. w.; nach § 135 & nt. 

ß) von :^':^. Wie bei vollkommen dreilautigen Wurzeln i. P. ^%!?, 
flbitj; ausser P. ViPi3 u. s. w.; nach § 136, 2 f*^"- 

T) von n"y: t*'»Wi t*'»f^'!^f ^*P s. § 156 c Anm- 

415a Vom selben Steigerungsstamme in passiver Aussprache (Pu'al) 

1) von vollkommen dreilautiger Wurzel. Grundform für die Paosal- 
formen küttalü, daraus nach § 86, 4 fHt^, ntän, «C^ nach § 135 b 
VnV, ^nh, für die Formen ausser P. kttftälü, daraus nach § 85, 3 
*S«, IäS'i, irttf u. s. w. ; nach § 135 » c f^thi, t^ö??» t^?^- 

b 2) yon unvollkommen dreilautiger Wurzel 

a) von n'^. In der § 413 a beschriebenen ersten Weise küttü: 
tl3:, f*« Hiob 33, 21 K'ri, s. § 92, 1; nach §§ 42». 135 c ^' aber 
t^m ^ 36, 13; nach § 93, 1 «li^, nof 

Mit zurückgezogenem Tone f^li'T Jes. 1, 6. 

ß) von :^':r. Nach a i.P. irfe, t*5n, mn, ausser P. fWö» f»^- 

Yon ^'^ findet sich kein Beispiel. 

416 a Vom Steigerungsstamme gebildet nach § 155 durch Wiederholung 
des letzten Wurzellautes 

in activer Aussprache 

1) von vollkommen dreilautiger Wurzel: kätlälü p. nur f^33M9 
ffiob 3, 18, s. §§ 86, 4. 102 a. 

b 2) von unvollkommen dreilautiger Wurzel 

a) von n"b nur ?)l«j s. §§ 112 a. 413 a. 

ß) von r':p {Polet) 5ioo*;a, wis, r\yp^ iM*;p\ 

Y) von einer Ableitung von y^ ist denominirt fwtsSp 
8. § 155 d Anm. 



Vierter Abschnitt. Die Lehre vom Verbum oder Thatwort. 245 

In passiver Aussprache o 

1) von vollkommen dreilautiger Wurzel: kütlalü P.: nur lÄt»; 
ausser P. kütlälü: nur f^bttK. 

2) von unvollkommen dreilautiger Wurzel nur von ^'y (Pdlaf) und d 
zwar nur «ojis P. 

Yon 9*9 u. rr^ findet ricli kein BeispieL 

Vom Steigerungsstamme gebildet nach § 156 durch Wieder- 417 
holung der beiden letzten Wurzellaute findet sich nur ein sicheres 
Beispiel, und zwar in passiver Aussprache frilbnOT Thr, 1, 20. 

Sin weiteres nimmt das KHi Hieb 16, 16 'Hfi*!»!! an. Ein actives kann nach 
I 156 Anm, in ^an ^ahK Hos. 4, 18 stecken. 

Vom Steigerungsstamme, gebildet nach § 157 durch Wieder- 418 
holung der zweilautigen Wurzel, findet sich diese Person nur von 
einer Wurzel i'9 gebildet und zwar 

ä) in activer Aussprache ^bsbd s. § 82, 1. 

b) in passiver f^tebS 1 Kö. 20, 27, s. § 93, 1, 

Vom Zielstamme s. § 158 finden sich uur zwei Beispiele in activer 419 
Aussprache. In P. mit erhaltenem perfectischen Vocale f^V^tf Jer. 
12, 2, s. § 86, 4; ausser P. fm^i ^ 77, 18. 

Der mittlere Yocal von i^'V kann sowohl nach § 85, 3 als nach § 89, 1 er- 
kl&rt werden. Die Form könnte auch Fiial sein s. § 415 a, doch spricht der 
Pandlelismos für die eistere Aoffassung. 

O. Vom Oaiuativstaxbine. 

Vom Causativstamme, gebildet nach § 159, in activer Aussprache 420 a 
(HifU) 

1) von vollkommen dreilautiger Wurzel: häktilü. Daraus nach 

§ 81, 1 ö ip'^nafn, häufiger mit Hülfsvocal 'D'^fÄrj, wprjn, Ti^a^n 
u. s. w.; nach §^98 «fiTTin, «M^yln u. s. w., aber nach §§ 82, 1. li7ft 

in^^arn; nach § 99, 1 'o'^p^n, i^p^'pn; nach § 82, 1 '(^•'abn, w^bn, 

'Q^'^pn u- s. w.; nach § 126 a 5|'T'»|in, ^^'^H» '»*'pn ^- s« w.' 

■hmatsfri Jes. l», 6 ist Schreibfehler für »«imain. 

2) von unvollkommen dreilautiger Wurzel b 

a) von tI\ Der § 413 a a besprochenen ersten Bildungsart des 
Kai entspricht häktü, daraus nach §§ 81, \ a. 102 a f^^n, ^b^n; 

nach § 98 w'n, «oin; nach § 82, 1 «iban, iDfin, «ö'in, «itJ^riTu. s. w!; 

nach § 126 a ^tSH. In der § 413 aa beschriebenen zweiten Weise ist 
gebildet fwin Jes. 21, 14, s. § 112 c. 

ß) von if'T. häktttü für häkatß und weiter nach §§ 90, 1. 108 



246 Dritter Hanpttheil. Die Lehre toh der Worttnldang. 

^>nn, nach § 135 fr c n&n, n^n, ebenso nsjn; nach § 107» fwon^ 

MöglicherweiBe hat sich jedoch in dem ä der Btammtilhe hei den xnletart auf- 
geführten Beispielen der ursprüngliche perfectisohe Yocal erhalten. Dann 
würde sich der Diphthong des Pr&fixes ans der Analogie der Ührigen Formen 
erklären. 

Y) Yon 'fT mit imperfectischem Yocale häkttit. Daraus nach 

§ 108 lÄ^^nn, «ö'^an, «o*»?;!, wrpn, «a«^ u. s. w. ; nach § 71, 3. 82, i 

In der Gestalt eines Tericüisten HUp*U ist nach (§ 143 c Anm. 1« 1606 Aam. S. 
denominirt worden t&^ä*^*] Jer. 16, 16. Ein ehensolohes mit erhaltenem per- 
fectischen Yocale könnte vorstellen Vn^ s. darüber § 413cl Anm. 2. 

421a Vom selben Stamme in passiver Aussprache {Hoipal) 

1) von vollkommen dreüautiffer Wurzel. Grundform i. P. hükfähi, 

daraus nach §§ 86, 4. 93, 1 t^wn, j^b^O« t^HO! ^^^ §§ ^^9 1* 
126 a w|n. Grundform ausser P. hüktälü, daraus nach §§ 85, 3. 

92, 1 t^bfen; nach § 93, 1 f^ten, tnistjn; nach § 126 c ^pwn. 

b 2) von unvollkommen dreilautiger Wurzel 

a) von t(\ Es findet sich nur die erste der § 413 aa beschriebenen 
beiden Bildungsweisen. Sie ergibt als Grundform hüktü. Nadi 
§ 93, 1 *an, -hOfin; nach§§ 92, 1. 126 a «on. 

ß) Yon ^'^ sollte sich nach § 143 c hükattü bilden. Das einzige 
yorkommende Beispiel bildet jedoch nach Analogie des Kai f&Siin 
ffiob 24, 24, vergL § 410 b ß. 

Y) Ton n^'T ergäbe sich als Grundform hükätü. Doch ist yom 
Singulare, s. § 394 b ß, aus nach gleicher Analogie weiter gebildet 
worden fwntn, f^btwn, fviwn 8. § 85, 3 Anm. 

D. Von den BeflezLvBtämmen. 

422 a Von dem nach § 163 zu bildenden gewöhnlichen Reflexh- 
Steigerungsstamme in activer Aussprache (ffi&pdat) 

1) von vollkommen dreilautiger Wurzel. Grundform i. P. hld'kättalüy 
daraus nach § 86, 4 t^pÖfc?rin , t^ann , l^nn ; nach § 135 h 
f^pnanri; nach §§ 84, l. 129^ «i^nnt^n. ' Dagegen ' ist nicht zu ent- 
scheiden, ob die Formen ausser P. auf Grundformen mit perfec- 
tischem oder mit imperfectischem Vocale zurückzuführen sind: 

f^^nrin, -j^Äanrin, laaf^rin, «ttapnn u. s. w.; nach § 130 fn»«?; 
nach § 135 b ^"tarin, fsip'ifinri;'nach § 135 c t««>wKarin, f^riön aber 

Nicht hierher gehört ^'iipMill, yexgl. darüber | 162. 



Yiertttr Abiohiutt. Die Lehre Tom Yerbum oder Thatwort. 247 

2) von unvollkommen dreilautiger Wurzel b 

a) Ton v!\ In der § 413 aa beschriebenen ersten Weise nnr 

ß) Yon y'^. In der unter a beschriebenen Weise nach §§ 105. 

136, 2. 5. : *b?rin, *bfinn, «oirTTin. 

l) von n":^"findet sich nur •fii'jjrin Koh. 12, 3, s. § 155 ö Anm. 

In passiver Aussprache {Hi&pd^aT) findet sich nur ein Beispiel o 
tiiJ;rSr»n Jer. 25, 16 s. §§ 135 c. 165. 

Yon dem nach § 166 c zu bildenden Reflexivsieigerungsstamme\2^9k 
finden sich nur die folgenden Beispiele: 

1) in acHver Aussprache 

a) von n"b: r\miän s. §§ 129c. 413 a a. 

ß) von ^':p: Grundform i. P. hi&kdtatü, daraus nach § 86, 4 
t^jt&tnn, fwtarin, und danach f^itivkrin s. § 166 b Anm. 

' T) von j^V i. P. "j^bhrin, ausser P. f'ibb'jnrin nach § 85, 3 aus 
hi&hdlälü. 

2) in passiver Aussprache (HiSpdlat) findet sich nur fibVnVK b 
4» 76, 6, s. §§ 129 c. 161 b Anm. 

Yon dem nach § 166 c zu bildenden Reflexivsieigerungsstamme 424 
(SiSpalpal) finden sich nur die beiden Pausalformen t^bpbjprin Jer. 
4, 24, "habinn ffiob 30, 14, s. § 86, 4., 

Yon dem nach § 167 zu bildenden Beflexivstamme findet sich 425a 
nur die acHve Aussprache (Ni^at) 

1) von vollkommen dreilauüger Wurzel. Im P. näktälü, daraus 
nach §§ 81, 1 a. 86, 4. 102 a «DttKd, "hfi«»», ntfdTd neben ^tt2im, ^Wi; 
nach § 98 f^btfb, 'DtiiD, -j^Tfa; nach § 82, 1 ^iK^nnj, irrnib, wips, 
natfo, wbtu u. 8. w. ; nach § 126 a 'WO. "htäs, ^^3 u. s. w. Ausser P. 
Grundform näktälü; hieraus nach § 85, 3 den oben stehenden Pausal- 
formen entsprechend f^lM^nd, ^B^t^i ^wr: u. s. w. oder nach § 102 b 
«DtiKJ, «D«:, 'OßJ^, «^nji 't^'iro'u. s.' w., oder nach § 77 a Anm. 

wt£; *irb, «inbt^ rirrü'u. s. w.V ihm?, na«?, i*i«tf?, narfc?, t^prm, 

u. 8. w.; nach § 126a «OPü, «iprij, ^|3 u. s. w. 

Ueber fMtt^p Ez. 47, S vergl. § 143 e Anm. id. Für vif^ findet sich 1 Ghro. 
3, 5. 20, S naeh § 7Sa und mit verstftrktem zweiten Worzellaate ^'ihd. Die fiiohtig- 
keit dieser Punctation tteht dahin. 

2) von unvollkommen dreilautiger Wurzel b 
a) von n'\ In der ersten § 413 aa beschriebenen Bildungs- 
weise nach § 81, 1 a «ibm, nach § 82, 1 n^n?, Wi?, ^b?, ^D u. s. w.; 
in der zweiten nur f^^ Nu. 24, 6. 



248 Dritter Haupttheil. Die Lehre yon der WortbOdnag. 

ß) von 2^9: nä^ttü. 1) Regelrecht nach § 86, 3 msj^ ^f^, 
^d;, mmj t^tg;. 2) mit stark intransitiYem Yocale, s. § 397 fr ß 2 
fwhj, ^iij, t^ih, "hrti? Nah. l, 12. 3) nach Analogie des ICal von 
vollkommen dreilaut. Wurzel, s. §§ 410 fr ß 2. 421 fr ß füx^ RL 5, 5. 
4) mit i der ersten Silbe und nach gleicher Analogie, s. § 397 fr ß 3 

t*n5, fr^n, l P. nirij. 

^Y) vonV':^: «a*d/ä. Hieraus nach §§ 77 a. 86, 3 foh}, «Ob}, ^te, 
nsbj u. s. w.; nach §§ 71, 3. 82, 1 t*ifi? Gen. 17, 27. ' 

' Ueber ^^tio Jes. 59, 3. Thr. 4, U vergl. § 169 a. 

17. DIE 2. PERSON SING. MASO. 

426 Sie entsteht nach § 381 durch Verschmelzung eines Nominal- 
satzes, dessen voranstehendes Prädicat ein Nomen, dessen Subject 
ein Pronomen ist. Dieses Nomen ist dasselbe, welches die 3. Person 
abgibt. Als Subjectsbezeichnung tritt an dasselbe bei der 2. Pers. 
Sing. Mose, das Pronomen tä, n, zuweilen namentlich bei kürzeren 
Formen auch nri geschrieben, s. § 28 fr, nach § 178 a Anm. noch 
erhalten in dem Pronomen separatum nnK. Wenn sich daher von 
der 3. Pers. ^btt als 2. Pers. Sing. Masc. ein pdifü bildet, so ist dies 
ursprünglich gleichwerthig mit dem späteren nr\K ^fbte. In der neuen 
Verbalform hat die zweite Silbe des ersten Bestandtheils den Ton. 

I Doch rückt derselbe im jetzigen Hebräisch nach fFaw consec. zu- 

t meist auf das Affizum. 

' Kaoh Waw c<m8ec, rückt der Ton mit Ausnahme des Kai der K^ auf die 

I Endung iftfypf ^?^* ^^ Bleiben des Yortonvocales , die Behandlang der 

I entsprechenden Femininform wie der Umstandj dass der nach § 110( bei »"b 

entstehende lange Yocal im Kai die Tonverrücknng hindert, beweist» dass dies 
I eine jnnge Erscheinung ist. Bei den beiden grösseten Pansen kann sie selbst- 

verstfindlich nicht stattfinden. Doch unterbleibt sie, wie dies bei der 1 Pers. Sing. 

in gleicher Weise geschieht, auch zuweilen bei kleinerer Pause z.B. B^ßi* ^ mugräi, 

seltener bei B^ßi% Tifp^ä, Zäkitp ; Yergl. Delitzsch zu ^ 28, 1. 

A. Vom einfachen Stamme oder EaL 

427 a 1) Von vollkommen dreilautiger Wurzel. Hier ergeben sich nach 
§ 426 für die drei Aussprachen die Grundformen kätäliä, /ätiltd, 
kätultä. Aus der ersteren, transitiven entsteht nach § 86, 3 rCfß^, 
I?ar)3, troy u. s. w.; nach § 127* Wö, nach § 134 ft nij'ns; von K"b 
nach § iiOb riK|7, tTÄM, r«*n)j u.'s. w. ; i. P. aber nach § 86, 4 

nnro, tF^rt», ri^V, n'is u. s/ w. ' 

r t n r ' ' ♦ t itt * rtfliT' tut 

b Die intransitive Form kättltd hat sich nur von Vf^'b erhalten: 

r^y>j rtt(b%i, ntcto s. §§ 86, 3. llOb. Sonst bilden die intransitiven 



Vierter Abschnitt. Die Lehre vom yerbtun oder Thatwort. 849 

Perfecta ihre zweite Person nach der Art der transitiven: rh^j 
tnajate, fnj&y l Sa. 8, 5 oder tTOJpT Jos. 13, 1, t*?^?;, i. P. tP!?5te- 

Ob letztere Erscheinung sich als Analogiebildung oder nach § 107& erklärt, 
iBt nicht zu entscheiden. Ueber Watth'»^, W tth ^l vergl. § 82, 2. 

Die stark intransitive Form kätultä ergibt nach § 95, 1 'ft^'^\ o 

Hier zeigt sich wieder die schon oft bemerkte ungleiche Behandlung der drei 
unprnnglich kurzen Yocale. Nach Wau) eonsee. kürzt sich dieses d nach Analogie 
der § 786 erwähnten Fälle zu 9: ^'sr^^ Ex. 18, 28. 

2) Von unvollkommen dreilautiger Wurzel 428a 

a) Yon t(\ Qrandform kätaitä für käiäitä. Daraas nach 

§8 86, 3. 100 t^^^ oder nn^'to, n^'Än oder nn'^in, rr»5ö u. s. w. 

ß) Yon y:p. Als Grundform würde sich kät-tä ergeben. Dies b 
wäre, s. unter y, nicht von einer Ableitung von Y':^ zu unterschei- 
den. Um diesen Qleichklang zu yermeiden und den Umfang der 
Form dem der dreilautigen Wurzeln ähnlicher zu machen^ wird 
zwischen Stamm und Endung ein d eingeschoben, welches nach 
§ 77 a aus d entstanden sein wird. Der zweite Wurzelconsonant 
wird nach § 143 a verstärkt ausgesprochen. Der eingeschobene 
Yocal erhält statt der fehlenden zweiten Stammsilbe den Ton. So 
entstehn -fvmrj map, t*?*i^pj i^'^t^ 

1. Auch hier rückt nach Wato consec. der Ton auf die Endung: tj^li •ftlrtlB'), 

2. Diese Einschaltung eines langen Yocales ist dem Aramäischen ftremd. Dieses 
kann sie enthehren, da es den langen Yocal der ^"^ in geschlossener Silbe nicht 
verkürzt: rasi aber kämt. Nach § 472 6 ß 1 sind auch im Hebräischen Formen 
ohne eingeschobenen Yocal vorhanden gewesen. Die gleiche Erscheinung wie 
im Hebräischen zeigt sich dafür im Arabischen, welches aUerdings auch einzelne 
Formen nach Art des Aramäischen aufweist.^) Es schiebt im Steigerungs- und 
Beflezivsteigerungsstamme häufig den Diphthong ai ein. Gleiches findet sich in 
Yulgärdialecten auch beim einfachen Stamme, und für ai tritt dialectLsch auch 

ä => hebr. o auf.') Für gewöhnlich aber zerdehnt das Arabische, wie immer das • 

Qeez, die Wurzel bei der Bildung der 2. u. 1. Person, so dass diese dreilautig 
werden, vermeidet es aber in der 8. Fers. Fem. Sing. u. Flur., wo es das Hebräische 
thut 8. §§ 401 6 413 r, welches seinerseits in den ersten Fersonen nur je ein Bei- 
spiel einer Zerdehnung zeigt. 8. §§ 460 c. 472 &ß. 3. 

Y) von n":^. Grundform in transitiver Aussprache: kdttd. Hieraus c 
nach § 77 fr nns, nttß, rOtD; nach § 110fr tiM^, häufig nach § 28 fr: 
tnr>1l) t''^'?* ^^ findet sich nur eine Ableitung eines intransitiven 
Perfects, welche gleichlautet: nnia s. § 134 fr. 

Für die stark tnfranmftvtf Aussprache findet sich kein Beispiel. lieber die 
Yerrnckung des Tones nach Waio cOfiMC« gilt das § 486 Aiun. Bemerkte. 

1) s. A L. Fleischer in Berichte d. Sachs. Ges. d. Wiss. Fhil.-hist. Ol. Bd. XVI, S. 315. 
3) Causein de Pereeval, Qrammaire arab.-vulgaire. Faris 1824. S.21ff. H, Ewalde 
giamm. crift. linguae arab. Leipzig 1831. 8. 308 f. 



250 Dritter Hftuptth«!!. Die Lehre Ton der WortbUdimg. 

B. Von den Bteigenuigsstämmen und dem Zidsfeamme. 

429 a ^^^ ^^^ ^^b § 154 zu bildenden gewöhnlichen SteifferunffS' 
stamme in aciiver Aussprache (Pi'al) 

1) Yon voükammen dreilautiger Wurzel. Grundform kättältä, 
s. §§ 386 a. 426. Der perfectische Yocal der zweiten Stammsilbe 
erhält sich mit Ausnahme der vfb überall. Nach § 82, 1 n'ia'?, 
rinns, rivnp, P)^ä^ u. s. w.; nach § 135 & ro*^, i^^l ^- 8- ^-^ 
nach § 135 c fpi^ntj, t*?**? *^®^ 1^0^» 1™T»3; '^^^ § 134& 
p{trt6. In P. erhält sich der kurze Yocai in rr^'n Ri. 6, 36. 37, nmn 
1 Sa. 17, 45. 

Nach Waiü eanaee, ^Vk», ^*T^ aber tfxtO) 8. § 426 Anin. 

b Die mf'b zeigen jetzt nach dem zweiten Wurzellaute J^i: ftt^tt« 

Man könnte meinen, dieses i sei nach § 110& aus imperfectisoliem I entstanden. 
Doch folgen hier die M^ vieUeioht nur der Analogie der rf\ welche hier früher 
i hatten, aus welchem erst nach § 100 I entstand. Hierfür dürfte auch sprechen, 
dass nach Waw eonnc. der Ton rückt fttteni, rv&xA wie bei n^, während es 
bei den intransitiven einfachen Stammen nicht geschieht. 

c 2) von unvollkommen dreilautiger Wurzel 

a) von n'\ Grundform kättaitä, hieraus nach §§ 100. 428 n ms, 

Nach Wo» consee. f^KS^, fiy^hp\ 

r ••!* 't •••I 

ß) von :f^!P dreilautig rWfn, t*?^?^t fp^^\h tP!**1- 

Von ^ findet sich kein BeispieL 

430 Vom selben Sieigerungsstamme in passiver Aussprache (Pii at) 

1) von vollkommen dreilautiger Wurzel nur in t*?*?!?^ ^* ^^ ^^ 
legen, s. § 86, 4. 

2) von unvollkommen dreilautiger Wurzel findet sich diese Person 
nur von r\'\ Grundform küttaitä. Nach § 99, 1 ^tfm, fnXWt. 

43 ia ^0™ Steigerungsstamm, gebildet nach § 155 durch Wiederholung 
des letzten Wurzellautes 

in activer Aussprache nur 
a) von "sC^ {Polet) mit perfectischem Yocale r^rä, i. P. nach 
§ 86, 4 t^?r^i danach . 

ß) von :^':^: tjbbl:?, ijnniÄ. 

b in passiver Aussprache (Pdlal) findet sich nur ein Beispiel von 

^:P: t*?'?^''^ ^' Hieb 15, 7 mit imperfectischem Yocale. 

Aach hier fEtUen sonach actlve und passive Formen lantlioh znsammeni vers^ 
( 155c. 



Vierter Absobniti. Die Lehre Tom Yerlmm oder Thfttwori. 251 

Vom Steigervng$$ianme, gebildet nach § 156 durch Wiederholung \Zl9k 
der beiden letzten Wurzellaute, findet sich kein Beispiel. 

Ein Bolohes kann in ft;*^B^ ^ 45, 3 gelünden werden, falls man dafür ^'*fe^$*J 
lieit a. § 156 Anm. 

Vom Steigerungsstamme, gebildet nach § 157 durch Wiederholung b 
der zweilautigen Wurzel, findet sich nur ein Beispiel und zwar yon 
i^^ und in actiyer Aussprache: t*nb|b:9 s. § 82, 1. 

Yen dem nach § 158 ca bildenden Zielatamme findet sich kein BeispieL 

O. Vom OansatilVBtainme. 

Von dem nach § 159 zu bildenden Causativstamme in activerASZsk 
Aussprache {Hitpit) 

1) von vollkommen dreilautiger Wurzel. Grundform häktaltä. 
Das perfectische ä erhält sich ausgenommen bei den tc^. Daraus 
nach § 81, la nwn, t^nttKn, i. P. t*?T?^ Hi^b 14, 19 ohne 
Dehnung des ä, aber nach § 81, 1 a Anm. nntnnm, I^i'tq;^; nach 
§ 103 fl tP)T5?0; ^^^ § 98 iTfÄin, lljreK Ijtinin u/sfw.; nach 
§ 99, 1 lljatD^nJ^ nach § 82, 1 iTiOSDn, IIJöTTin u.'s, w. ; nach § 134 & 
ra^, fnnttn; nach § 126 a W^ri fncin, ribstn u. s. w. Dagegen 
Ton üf^: fniivn, niqtin vergl. §429 b Anm. ' 

Nach Waw eonsee, l^Q^blT;, l^2nirn, %1^\ ^ "• ^«i ^^^^b nMyini. üeber die 
Fälle, wo die Tonverrückong unterbleibt, yergl. § 426 Anm. 

2) yon unvollkommen dreilautiger Wurzel b 
a) von n^. Grundform häktaitä. Der Diphthong der zweiten 

Stammsilbe geht nach § 99, 1 zunächst zu i zusammen, welches sich 
nach § 100 weiter zu I verdünnen kann. Vor Suffixen zeigen sich 
mit Ausnahme yon 'hjn'nin 4^ 119, 102 nur Formen mit <, welche 
auch sonst yiel häufiger sind. Nach § 81, \ a tfyp1\^ tCl^^^^l ueben 
dreimal n^^br^n und dreimal h'^bl^l, tf^'^Dyn, t*f^'Wi: nach § 82, 1 

frrtan, jn^jm, t*?''^n ^- s- w- 

Nach Waw eomee, jr^Vfri» t^T^T! ■• § 126a, fyv^, n. •. w. 
ß) yon y!P. 1) Mit dem § 428 b beschriebenen Einschube und c 
nach § 85, 1 t*?iaprji tC*S«n; nach § 80, 2& »t&nn, t**nn; nach 
§ 135 b nrirtn. 2) ohne denselben in alterthümlicher Weise fnPt'^STj, 
»?!?W8- §§ 107 a. 108. 

Das ISIM des Prftflzes der letsterw&hnten Formen zeugt dafBr, dass das t der 
ersterwähnten nicht ans ä entstanden ist, sondern sich durch Sindringen des 
imperfeotischen Yocales erklärt. 

y) yon ^!P. 1) Mit dem § 4286 beschriebenen Einschube und nach d 
§ 85, 1 Anm. 1 niv^nn, ftta^^on, aber yiel häufiger mit ääte^ Pa&ah 



252 Dritter HaupttheiL Die Lehre von der Wortbildung« 

rriDW, rrtö^in und so immer nach l: tP'^'^rn, 11?**^J?rS; ^^^ 
§ 86y^2b\tfryfn, yerkürzt nach § 143c Anm' 1 fnia^'n Hiob 33, 13. 

Daneben finden noh, namentHoh nach Wato consec, nnd vor Suffixen, Formen 
mit Z der Stammsilbe, welches sieh aus Verkürzung und nachheriger Steigerung 
des früher dort stehenden I erklären wird: \txrrtfi, firäg^!^ tC^?|! t^^EC* 
Da jedoch mit dieser Punotation inmier die defective Schreibung des Wortes zu- 
sammenfäUti so fragt es sich, ob der Schreiber des Consonantentextes nicht viel- 
mehr Formen nach d oder nach t gemeint hat. 

e 2) ohne Einschub und nach § 107 a TOSn, nran*}, oder nach 
§ 71, 3 T\r\m^ Ton «*b mit §iri r«an neben viermal *nk''an. 

fnaa kann sowohl verkürztes B^tl mit erhaltenem perfectischem Yocale 
als Kai sein. Ersteres ist bei %*i9g\ Dt. 27, 2. 4, denominirt von *fnp, wahr^ 
scheinlicher. 

434a Vom selben Stamme isi passiver Aussprache (Sotpat) 

1) von vollkommen dreilautiger Wurzel: hüktaltä, daraus nach 
§ 93, 1 tK)^*3' ^*®^ § 119« nTiini. 
b 2) von unvollkommen dreilautiger Wurzel nur von tf^i hüktmiä^ 
daraus nach §§ 93, 1. 99, 1 nur n^Mnn. 

Von ^^ findet sich kein Beispiel, ebensowenig von ^9, 

D. Von den BeflexiVBtämxneii. 

435a Von dem nach § 163 gebildeten gewöhnlichen Reflexiv sieig er ungs- 
stamme findet sich nur active Aussprache (Hidj>aal) 

1) von vollkommen dreilautiger Wurzel: hi&kattältd fPj^^Sftir^ 

i. P. Po>nnn s. § 86, 4. 

T t IT I • " ' 

Kaoh Waw eomec. i\TA^\ Ueber tri*fäarrn i Sa. 10, e vergL § liSe 
Anm. 1 C* 

b 2) von unvollkommen dreilautiger Wurzel 

a) von n"^: hiS^kattaitä, nach § 100 tC'*'??^'^'! tC^^'Ö^nn. 

ß) von T^ nach a: fTOsanriri, tij!?l^?f«n, nbiJöhn. 

Von ^^ findet sich kein Beispiel. 

436 Von dem nach § 166 fr zu bildenden Reflexivsteigerungsstamme 
mit wiederholtem dritten Wurzellaute finden sich nur die beiden 
Beispiele n'nTO'ün von n"b s. §§ 100. 129^? und POaiarin von "sr^p. 

Von dem nach § ie6c zu bildenden Refkxivsteigerungsstamme {Ht&poipatj 
findet sich kein Beispiel. 

437a Von dem nach § 167 gebildeten Reflexivstamme findet sich nur 
active Aussprache {NUpaT) 

1) von vollkommen dreilautiger Wurzel, Grundform: näkialtä, 
daraus nach §§ 81, la. 102 a niab»g, na&r:*], r^M^l; nach § 98 
ftjTBipiä; nach § 82, 1 t*?TÄM, tP)n5'??i i^Wa^ u.s! w., nach Waw consec. 



Vierter Abschnitt, Die Lehre vom Yerbnm oder Thatwort. 253 

nmyi.' Dagegen haben die vf'b auch hier^^r<?\-'nÄSrT3 s. § 80, 3 a, 
nabis's. § 126 a. 

Ueber fn'^a? Jer. 26, 9 vergl. § 143 c Anin. 1. 

2) von unvollkommen dreilautiger Wurzel nur von n"b. Grund- h 
form näktaiiä, daraus nach § 80, 2 a fti^b:^, nach §§ 82, 1. 99, 1 
f n^'^nj ; nur einmal nach Waw consec. f^'^J??'] Gen. 24, 8. 

Von 9*^ findet rieh kein Beispiel; ebensowenig von ^"9, 

V. DIE 2. PEESON FEM. SING. 

Entsprechend dem Masculin, s. § 426, bildet sich die 2. Pers. 4d8a 
Fem. Sing, durch Antritt des Fürwortes H, s. § 177 b Anm. 1. 2, an 
das die 3. Person bildende Nomen. Diese Form der Endung zeigt 
sich noch vor Suffixen: ''ä'^nib*', ^n**in5 u. s. w. Wo ein Suffix die 
Endung nicht schützt, pflegt sie sich wie im Pronomen separatum pik 
nach § 101 ft in Pi zu verwandeln. Die zweite Stammsilbe hat den Ton. 

Wie sich jedoch neben pik im F'diß die alte Form *^k zuweilen b 
erhalten hat, s. § 178 fr, so auch die alte Endung ii dieser Person 
und zwar hauptsächlich bei Jeremias, Ez. c. 16, Ruth 3, 3. 4, 
s. § 16 a Anm. Die Punctatoren haben jedoch diese Formen, so- 
weit sie dieselben nicht verkannt und mit der 1. Pers. Sing, ver- 
wechselt haben, wie z. B. ''Pinaw, '»PiJ?!?? Jer. 2, 20, *rmyTir\ Mi. 4, 13, 
den gewöhnlichen Formen auf xn conformirt. So entstehen Formen 
wie ^n'ifib Jer. 2, 33; ^t^^ß 3, 4; spinal 3> ö. 

Es ist wohl zu bemerken, dass das weibliche Geschlecht nnr an dem prono» 
minalm^ nicht auch am nominalen BestandtheUe zum Ausdracke kommt, wie 
dies im Nominalsatze geschehen müsste. Man wird hierin zunächst eine Erspamiss 
erblicken dürfen s. § 44e Anm. Yielleioht geht aber diese Bildung auf eine Zeit 
zurück, wo das jetzige System der Femininbildung des Komens noch nicht dorch* 
gefuhrt war. Damit würde zugleich anzunehmen sein, dass die Bildung Slter 
wäre, als die der 8. Pers. Fem. Bing., dass mithin eine Zeit lang die 3. Pers. 
Masc. Bing, für beide Geschlechter gebraucht worden sei, wie dies noch jetzt im 
Plurale der Fall ist. Dafür, dass die 3. Personen des Verbs eine Zeit lang für beide 
(Geschlechter gebraucht worden sind, sprechen sowohl grammatische als syn- 
taktische Erscheinungen vergL § 505 Anm. 

A. Vom einüachen Stamme oder EaL 

1) Von vollkommen dreilautiger Wurzel. Dem Masculin, s. § 426, 4a9a 
entsprechend ergibt sich für die transitive Aussprache als Grund- 
form kätalH. Hieraus nach § 86, 3 v\yj, t^hy^ nach § 101 b RT^, 

nnp>; nach § llOb fnaer, rw-if ; i. P. nach §86, 4 r?w, fpi*^;, TO- 

nrr^ Gen. 30, 15 ist Infinitiy. Ueber fras Bu. 2, 9 yergL § 14de Asm. 1. C 



254 Dritter Hanpttheil. Die Lehre Ton der Wortbildung. 

b Die intransitive Aussprache: kätütt hat sich wie beim Mascnlin 
nur bei tuf^ erhalten. Nach § 110 ft irtttttQ, nKjto. Sonst ist die 
transitive an deren Stelle getreten: tri'intt, t^b3ltf, vf^ffä. 

Von stark intransitiYer Anssprache findet sich kein Beispiel. 
440a 2) Von unvollkommen dreilautiger Wurzel 

a) von n^ kätaiH; daraus dem Masculin entsprechend nach 

§ 100 n^'Ta, n^^n, |tr»"in» ttwj» "ht^^n, n^. 

Von ^S findet sioh kein BeispieL 

b ß) Ton "f^. 1) In transitiver Aussprache Grundform kämii, 
hieraus nach § 77 2» rOD, nach § 110 2» mä 2) in stark intransitiver 
Aussprache nur n^k. 

na^, ^ale Bo. S, 3 kann sowohl Kai als yerkfirstes Hvfil sein. Ton m- 
transiiiver Anssprache findet sich kein Beispiel. 

B. Von dan Bteigenmgastttmmen und dem ZialBtamme. 

441a Von dem nach § 154 gebildeten %em'6\iv\\chevL Steigerungsstamme 
in activer Aussprache {Pial) 

1) von vollkommen dreilautiger Wurzel. Grundform kättalH, 
hieraus nach § 82, 1 r\^% tinta^b; nach § 135 c \pr\ryn aber fram. 
Auch hier bilden die tt^ mit i: tmSQ s. § 429 b Anm. 

b 2) Yon unvollkommen dreilautiger Wurzel 

a) von rCbi kättaitt, daraus nach §§ 82, 1. 100 rr^^l. 

ß) von :p'':p nach a: frib^B, m. S. -h3isiia>, i. P. nach § 86, 4 

Yon *l^ findet sich kein Beispiel. 

442 Vom selben Stamme in passiver Aussprache (Ptial) finden sich 
nur Beispiele 

Yon vollkommen dreilautiger Wurzel: küttälH, daraus nach § 92^ 1 

tribatf ; nach § 135 c t Ftttn ; i. P. vbpn. 

'l|-\' " '11-%' »IIT\ 

Yon unvoßkommen äreil, Wurzel findet sioh kein BeispieL Ebensowenig von 
den nach §§ 15& (Katlal bezw. FdUl}, 156 (KataHat), 157 (ülpil, l^^poQ sn 
bildenden Steigerungsstäimmen und dem nach § 158 zu bildenden Zielstamme. 

O. Vom GaoflatilYsfcftmme. 
443a Vom Causativstamme, gebildet nach § 158, in activer Aussprache 

1) von vollkommen dreilautiger Wurzel. Grundform häktälH, 
hieraus nach § 99, 1 fnM'^n; nach § 82, 1 tPitaDn, tPömn; nach 
§§ 101 b. 126 a n?|n. 



Vierter Abiehnitt. Die Lehre Tom Yerbum oder Thatwort 8B5 

2) Ton unvollkommen dreiläufiger Wurzel b 

a) von n"b: häktaiti, daraus nach §§ 81, \a. 99, 1 t^^'b^n, nach 
§ 82, 1 ^"SS^t), f^Tf^T?) Jer. 46, 11. 

ß) von ir'^ findet sich nur fnipTTJ! Mi. 4, 13. 

Von 1*9 findet sich kein BeiBpieL 

Vom selben Stamme in passiver Aussprache (Hotpät) findet sich c 
überhaupt nur ein Beispiel: iTinfnan Ez. 16, 4 s. §§ 92, 1. 101 h. 

D. Von den Beflexivstttinmen. 

Von dem nach § 163 zu bildenden gewöhnlichen Reflexio- 444 
Steigerungsstamme finden sich nur zwei Beispiele in activer Aus- 
sprache (Hi&'paat) und zwar beide von ry"b. Aus der .Grundform 
hiS^kättaiti entsteht nach §§ 100. 129 c fn^j^vn, nach § 135 b 

I «VI« 

Kein Beispiel findet sieb von den nach § 166 b und c za bildenden Befieatw- 
steigenmgsstämmen (Hi&polel n. Hi&palpal). 

Von dem nach § 165 gebildeten Reflexivstamme activer Aus- 445a 
spräche {Nitpat) 

1) von vollkommen dreilautiger Wurzel: näktaltd, daraus nach 

§ 81, 2 triDfin}; nach § 82, 1 lT?*T?b?, tPiteöni Die mf'b bilden auch 
hier mit S: r«igü3, fn^ra?, f^epo? s. § 429 'ft Anm. 

Ein Beispiel von 1'd Hegt vor in f^a^S*;, wie staU If^TQ Gen. 80, 16 za 
lesen ist. 

2) von unvollkommen dreilautiger Wurzel b 
a) von n"b: näktaiH, daraus nach §§ 82, 1. 99, 1 -fti^^Da?, ^tPlifi* 
ß) von ^':p findet sich nur ein Beispiel in der § 397 fr ß 3 be- 
schriebenen Weise tn!>n:. 

1. Ueber t*^?t?^ Jer. 22, 23 s. § 348 e Anm. 2. 

2. Ton ^ findet sich kein BeispieL 



VI. DIB 2. PEBflON MASC. PLUR. 

Die 2. Pers. Masc. Plur. bildet sich durch Antritt des Pro- 446 
nomens DTi, über dessen Ursprung §§ 96 b. 178 c zu vergleichen sind, 
an das die 3. Person bildende Nomen. Die so entstehende Form 
unterscheidet sich vom Singulare noch dadurch, dass die Endung 
den Ton auf sich zieht. 

In Yerbindong mit Suffixen geht diese Person auf M, zasammengeaeogen aoa 
tum4, aus: f^lPi^ Za. 7, 5 wrb^ Na. 20, 5. 21, 5« Auch hier verOhrt die 
Sprache sparsam, wenn sie das Äuralisehe nur am Pronomen anadr^okt, s. 
§ 4dS5 Anm. ' 



266 Dritter HaupttheiL Die Lelire von der Wortbildung. 

Jl Vom einfachen Stamme oder Eal. 

447 a 1) Von vollkommen dreilautiger Wurzel. Nach § 446 ergibt sich 
als Onmdform für die transitive Aussprache kätältm. Hieraus ent- 
steht nach § 85, 1 DPinnä, Dribfi^, or^^ u. s. w.; yon M^'b nach 
§ 110^ DkiMS*^, Dttwna, DTtttto u. s. w. Auch hier hat sich die m- 
transitive Aussprache nur bei M^'b erhalten: Dra^V, Dtttn*^ während 
sonst wie im Singulare in transitiver Weise gebildet wird: foPpHon, 

tan'int?, Dtnmato, tt3r\n3«i und so auch ttarwT Jos. 4, 24. 

Ueber tsROT^I, ^V^ veigL § 82, 2. In tiark ifdransHtiiver AoMprache findet 
sich kein Beispiel. 

b 2) yon unvollkommen dreilautiger Wurzel 

a) yon n"b: kätaitim, hieraus nach §§ 85, 1. 100 Dn''?«, ^"^j}^ 

on^'m, Dn^nta, üir^^t u. s. w. 

p) yon y^'!p mit der § 4286 beschriebenen Einschaltung taTUin, 

ftap^ti, foniao u. s. w. 

Y) yon i'!p. Es findet sich nur transitive Aussprache: kättim, 
hieraus nach & 77 b DPtnQ, tatnoa, DP1D, t3tn%ap, üFnp\ u. s. w.: nach 
§ 110»DnK2l. 

V VT 

Sin Beispiel einer intrammtiven Aosspraohe könnte in iWi^^ MaL 3, 20 ge- 
funden werden, s. jedoch § 77 &. 

B. Von den Steigenmgastämmen und dem Zielatamme. 

448a Von dem nach § 154 gebildeten gewöhnlichen Steigerungsstamme 
in activer Aussprache (Pi^al) 

1) yon vollkommen dreilautiger Wurzel: kättälitm, hieraus nach 

§ 82, 1 fonnaT, DPi^n, dij^w, fön^a'Bj, fonb?« u. s. w.; nach § 135 ft 
onrp'ia, nach § 135 c Dn'n^^, fDi^nntt aber fwrim; nach § 134 & 

ÜPn6. Von vT^ mit i s! § 4292» Anm[ DtiM^tt, ütwsn. 
b 2) yon unvollkommen dreilautiger Wurzel 

a) yon n*^: kättaittm. Hieraus nach §§ 82, 1. 100 "f^'^Wi BT''^?? 
DTlW, for^'^jp u. s. w. 

ß) yon i^':p nach a ftanb^n, DTjbbn. 
Y) yon f:p nur ft»?^?^- 

c Vom selben Steigerungsstamme in passiyer Aussprache finden 
sich nur Beispiele yon vollkommen dreilautiger Wurzel: föT^^y», 

Kein Beispiel findet sich von den Steigemngsstämmen, welche nach §§ 155. 
156. 157 zn büden sind iKatlal bez. Pdlil n. Fdlal, Kafalt<ü, FüpU a. l^^poO. 
Ebensowenig tom dem nach § 158 za bildenden Zielstamme. 



Vierter AbBohnitt. Die Lehre vom Verbnm oder Thatwori. 257 

O. Vom OauflatilTsfcftinme. 

Von dem nach § 159 gebildeten Cau$ativ$Umme in aetiver Aus- 449a 
spräche {HUpU) 

1) von vollkommen dreilautiger Wurzel: häktälAm. Hieraus nach 
§ 81, 1 a DTO^am, tDntnnn aber nach § 81, 1 ^ Anm. |DnD*iMnr], 

toßtt^wTl» ^15ip31» 1i3n">i??Vi; aach § 98 tawjin, oririin, tajTyin; 

nach § 82, 1 '-jroljÄDn,' 'il3WDt{?n, DPQnjpn u. s. w. ;' nach § i34 h 

j tMantf n , tt)rc&i}n;'nach § 126 a ftaniaän, vsMii\ Dnbxn u. s. w., aber 

ombran. Von »''b auch hier mit i\ bt^sin, s. § 429 b Anm. 

2) von unvollkommen dreilautiger Wurzel b 

a) Yon Tf^i häktaitim. Hieraus nach §§ 82, 1. 99, 1 ftin^^änn, 
townn Jer, 42, 20, sonst nach § 100 t^C^^'ban, iW''n{pn;' nach 
§ 126 a ilU^dn, Dri'npn. Bei vorhhauchlautigen Wurzeln finden sich 
nur Beispiele mit erhaltenem ä : tt3ti'''^nn wie tt3tT''^Hm, Dn^'br^m. 

ß) Ton VP findet sich nur das eine Beispiel tiTiinn, s. §§ 85, 1. 
135». 428». 

Y) von "^"P 1) mit der § 428 h beschriebenen Einschaltung u. nach 

§ 85, 1 ttattfa'^arj, tDf!i''^r;> otitoni toO^-^Si ttatjtorn; 2) mit i der 

Stammsilbe, s. § 433 ^ Anm. tQ>nta*irn, Dnhvn; sj^in alterthüm- 
lieber Weise ohne Einschaltung tanrnrn^^s. §71, 3, üsmn s. §§ 82, 3; 
85, 1; von tt'^ mit e: DinMan llmal neben fotiäran s. oben. 

Vom selben Stamme in passiver Aussprache {Ho^ al) findet sich c 
nur ein Beispiel, und zwar von vollkommen dreilautiger Wurzel: 
hüktältim, daraus nach §119 a ftaratf^n. 

D. Von den Beflexivitäminen. 

Von dem nach § 163 gebildeten gewöhnlichen Reflexivsteigerungs- ibOsk 
stamme findet sich nur active Aussprache (Hidpäat) 

1) Yon vollkommen dreilautiger Wurzel: Md'kättältim. Hieraus 

ftan^nn, ftannMnn, ftapsnnnn; nach § I35c »bmnn; nach 
§ 82,' 2 »^sTgrin! 

2) von unvollkommen dreilautiger Wurzel b 

a) Ton n^: hi&kättaiHm, daraus nach § 100 nur 
Nu. 34, 10. 

ß) von T^!P nach a nur ttar|b!^&tin Jer. 29, 12. 

Yon ^ findet sich kein Beispiel. 
St» de, hebr. Qwiia— Hk. 17 



258 Dritter Hanpttheil. Die Lehre von der Wortbildung. 

451 Von dem nach § 166 fr zu bildenden Reflexwsteigerungsstamme 
mit wiederholtem letzten Wurzellaute findet sich nur ein Beispiel von 

n*b: DtwnntJn s. §§ 100. 129 c. 

1. t^n'^irmm Ez. 8, 1 6 ist Schreibfehler. 

2. Von dem nach § leec m bildenden BefiexmUigtrymgttlaimmt (Si&paJ^pai) 
findet sich kern Beispiel. 

452a Von dem nach § 167 gebildeten Reflexfxfsiamme acHoer Aus- 
sprache (Niipal) 

1) Ton vollkommen dreilautiger Wurzel: näktältim. Hieraus nach 

§ 81, 1 tf tDr»pÄ3, ttalJTa??; Aach § 98 fönsOT, foiwü, Iroif*; 

nach § 82, 1 ftarSrib?, ^tJd?, DljnKtfj u. s. w.; nach §*126a fOPitTO, 
tOMIJ, ebenso fonin?; ^^^ § 127 6* Dnn?. VonÄ"b mit^^ s. § 429 ft 
Anm., tnnmtps neben Drau?, foran^ s. § 143 e Anm. 1. 

b 2) Ton unvollkommen dreilautiger Wurzel 

a) Yon T\'^ findet sich kein Beispiel. 

ß) von y^':p 1) mit der § 428 & beschriebenen Einschaltung fok^)?? 
Ez. 24, 23, 8. § 85, 1; 2) in alterthümlicher Weise ohne dieselbe 
fot^blMi Gen. 17, 11. 

Y) von ^'':p mit Einschaltung und nach §§ 77 a. 85,1 DTfü^Dd, DTibpd. 

VIX DIE 2. PERSON FEIL PLÜB. 

453 Die 2. Pers. Fem. Plur. bildet sich dem Masculin entsprechend 
durch Antritt des Pronomens *;?), über dessen Ursprung §§ 96 h. 
178 c zu vergleichen sind, an das die 3. Person bildende Nomen. 
Die Tonverhältnisse sind dieselben wie beim Masculin. 

Die Endung ns-p in fndrtaVtiri Am. 4, S würde zwar eine Analogie an rxSP» 
8. § 178 c haben. Wahrscheinlich beroht sie jedoch auf einem dnrch das im 
selben Verse stehende nSMXPi veranlassten Schreibfehler. Ueber die Bildung, in 
welcher das Ploralische tu Weibliche nur am pronominalen Bestandtheile laut* 
lieh zum Ausdrucke kommt, vergl« §§ 488 ft Anm. 446 Anm. 

A. Vona einfiudien Stamme odor KaL 

454a 1) Von vollkommen dreilautiger Wurzel. Es findet sich nur die 
transitive Aussprache: kätältin. Daraus nach § 85, 1 flTt^Tl^, | '|rüf ' Tj. 

b 2) von unvollkommen dreilautiger Wurzel 

a) Ton T\"b: kätaitin, daraus nach §§ 85, 1. 100 IfTTHSP, fnun. 
ß) von f't findet sich kein Beispiel, ebensowenig 
T) von f^. 



Vierter Absclmitt. Die Lehre vom Yerbum oder Thatwort« 959 

B. Von den Bteigenmgsstämmen und dem Zielstamme« 

Der nach § 154 gebildete gewöhnliche Steigerungsstamm ist nur 455 
in activer Aussprache {Ptal) und hier nur in f^'im mähhärtin 
s. §§ 82, 1. 135 € zu belegen. 

Yen den übrigen nach § 155—157 su bildenden Steigeruhgsstämmen findet 
sich kein Beispiel, ebensowenig Ton dem nach § 158 zn bildenden Zielstamme. 

O. Vom OausatilVBtamme. 

Der nach § 159 zu bildende Causativstamm ist nur in activer 456 
Aussprache {Hitpit) und nur in zwei Beispielen zu belegen: 

1) fnrPDb^ Am. 4, 3, wofür ^irobon zu lesen, s. § 453 Anm. 

2) von r^ bildet sich ohne Einschub nach § 85, 1 f'lTtiar; Ex. 1, 16. 

D. Von den Beflexivstämmen. 
Von keinem Reflexivstamme findet sich ein Beispiel. 457 

m. DIE 1. PEBSON SING. 

Die erste Person Sing, bildet sich durch Anfügung des Pro- 458 
nomens ti, welches nach §§ 79 fr. 179 a Anm. aus tu für kü entstan- 
den ist, an das die 3. Person bildende Nomen. Die zweite Stammsilbe 
behält den Ton. Doch rückt dieser nach Waw consec. in den § 426 
Anm. besprochenen Fällen auf die Endung. 

Im A. T. finden sich Spuren einer defectiven Schreibung dieser Endung. Man 
wird hierin nicht üeberbleibsel einer archaischen Orthographie, sondern ent- 
weder blose Bcheibfehler oder eine Andeutung zu erblicken haben, dass auch das 
I dieser Endung wie im Aramäischen die Tendenz hatte zu verhallen. Diese 
defectiv geschriebenen Formen sind durch die gewöhnliche Form im K*ri ersetzt 
worden in rUTT ^ 140, 13. Hieb 42, 2, h^^ 1 Kö. 8, 48. Eine dieser Formen 
n*io&^1 4* ^^1 2 i^t falschlich für eine 2. Fers. Fem. Sing, genommen worden, eine 
mg^ 2 Kö. 18, 20 neben '^PTn^li Jes. 36, 5 für eine 2. Fers. Masc Sing. Endlich 
ist n*^ £z. 16, 59 ein durch folgendes n*np9 veranlasster Schreibfehler. 

A« Vom einflachen Stamme oder KaL 

1) Von vollkommen dreilautiger Wurzel. Grundform in transitiver ib^sk 
Aussprache käfälti, hieraus nach § 86, 3 ^^Piiabn, *1?nro, "^tyifl^ u. s. w., 
nach § 127 & "»ririj, nach § 134 & ^^vn^] von*«^ nach § VlOb '^r«»;, 
•'nsttti, '»tTKtej u. 8. w. In P. nach § 86, 4 "^rinüa, ^'t^tjbn, "^Pirj} aber 
daneben "^rna^P Spr. 24, 30, «^MSa 30, 9. 

1. Hit Waio consec, 'V\'ya(^), '^'^^ ^' "• ^* -^^ch hier sind die M^ ausge- 
nommen* 

17* 



260 Dritter Haupttheil. Die Lehre von der Wortbildimg. 

2. üeber fT(t; ffiob 1, 21, -TOta Nu. 11, 11 vergl. § 29; über tT«^ ♦ 11^» 
101, s. § 148e Anm. 1 8. 

b Die intransitive Aassprache kätUtt hat sich wie bei der 1. Person 
nur Ton vifb erhalten: '»nm'», ''r«bti, *>r\tKTtO s. § 110 b. Sonst ist 
auch hier dafür die transitive eingetreten: "^rt^ßt, "V^Offiini, i^rasn, 
''p'intD; i. P. nach § 86, 4 •*»»«, ihMxn, "mm neben '»FOPT Gen. 
18, 13. 

Ueber i'^Tyqt Bi. 4, 19, f»nio ffiob 32, 18 vergl. § 29. 

c In stark intransitiver Aussprache kätulti, hieraus nach §§ 86, 3. 

95, 1 •'nnij, •^nbbj, -hntipj, f^p^, t^b^w Gen. 43, 14. 

1. Neben f«nVb«5 Gen. 43, 14 findet sich ebenda i. P. t*^nb:o. Die Form ist 
nicht aas hätilti durch irgend einen Lautwandel entstanden. Vielmehr ist die 
gewöhnliche Form der Euphonie wegen nicht nochmals gebraucht und dafor 
willkürlich eine Pausalform nach a punctirt worden. 

2. Nach § 427 c Anm. erklärt sich ^'^)^'] ^ 13, 5. 

460a 2) Von unvollkommen dreilautiger Wurzel 

a) von rCb: kätaiti, hieraus nach §§ 86, 3.^ 100 "^tr^n, "^tmyi, 
'^'»K'J u. s. w. 

Ueber f^ttsn Es. 43, 27 vergL § 143 e Anm. 1 t}.; über tTI.Vo Hiob 3, 26 
§ 98 Anm. 

b ß) von ^'':p bildet sich diese Person yennittelst der § 428 b be- 
schriebenen Einschaltung f^nfta, 'hrta'^i '»mio, *»rf>p u. 8. w.; nach 
§ 135^«^™. 

Abnormer Weise ist der Ton auf die Endung gerückt in "^ri^ ^ 116, 6, t^nian 
Jes. 44, 16. Nach Waw cansee, geschieht dies immer: tT^l'*^^*! Mal. 2, 2 T'^ 
Ez. 20, 38, s. § 135 6, pT^] Ex. 23, 27. 

c Die im Arabischen übliche Bildung nach Analogie der voll- 
kommen dreilautigen Wurzeln findet sich nur in "^tWüJ Za. 8, 14. 15. 
neben f^tfßi Jer. 4, 28. 

d y) von ^"^p. Grundform in transitiver Aussprache kättt, hieraus 
nach § 77 & i. P. "hnno ^119, 102, "hntig Mi. 7, 8, ausser P. aber 
•hM», '^nni, fwr: u. sT w.; nach § 110 ft^^r^a. Von rm findet sich 
nur f^Piti} Gen. 19, 19 trotz grösster P. In stark intransitiver Aus- 
sprache findet sich nur *^löl> 

Ueber den Ton nach Waw eonsec, gelten die allgemeinen Begeln. 

B. Von den Bteigenrngsstämmeii und dem Zielstamme. 

461a Von dem nach § 154 gebildeten gewöhnlichen Steigerungsstamme 
in activer Aussprache {Piat) 

1) Ton vollkommen dreilautiger Wurzel: kättälti, hieraus nach 

§ 82, 1 «^n^M, »»ripfn, *'>r\TjWy •^nbstö u. s. w.;' nach § 135 b wta, 



Vierier Abaohnitt. Die Lehre vom Verbum oder Thatwort. 261 

t^fc^in, 'h*?a'?J? u. 8. w.; nach § 135 c "»n^re, "^Fl^ja u. 8. w. In P. 
nach § 86, 4 noiri, "hnn«^., ''nbrp u. b. w. ' Die »*b bilden auch hier ^ 
mit iS^ire: •»riÄiti," •'r«|p 87§ 429 & Anm. 

Nach Waw conaec. rückt der Ton *«ra&r., anoh bei »*%: t^nKSpi. Ueber f^*^ 
8. § 143e Anm. 1. 6. 

2) von unvollkommen dreilautiger Wurzel b 

a) Ton n"^: kättaiti. Hieraus entstehn zunächst nach § 99, 1 
Formen mit i, welche weiter nach § 100 in solche mit I übergehn 
können. Vor Suffixen finden sich nur die letzteren, weil jedes An- 
schwellen der Form Lautyerkümmerung im Innern begünstigt. 
Nach fFaw consec. finden sich beide. Mit e: 'f'^tüPi'ü^ *^^T^h t*'^''?? 
neben tT^''??f ^^^^ ^^^ consec. f^n*»?*!*!, f'^h'^r??! s. § 135 c. Mit 
i: ♦'>n'«t», "^tinstn. '^n'^ba 2 mal neben 4mal »^n^'ba, W'in, "^tmt 57 mal 
neben 5 mal *irms, ^^tp'^^ 4 mal neben 3 mal *^ri'^b3l, *^n*»D3 5 mal neben 
2 mal ''n^D?, 'Wf^p 8 mal neben "hrnp. 

ß) von :p'':p nach a f*'>t!!Ar\, "hrib^n, i. P. "hnb^ö. 

Von 4"^ findet sich kein BeispieL 

Vom selben Stamme in passiver Aussprache (Pual) 462a 

1) Ton vollkommen dreilautiger Wurzel: kuttalti, f^aaä, 'hPi'T^'^, 
f^^Sh t^*?T^?' "h*?^^^; nach § 135 b t'^rcn^. 

2) Ton unvollkommen dreilautiger Wurzel nur von n*^: küttaiti, b 
immer nach §§ 99, 1. 100 mit S: '^n'^alf, "htn'»»:^, *^ty«\t. 

Von 9*9 findet nch kein Beispiel. Ebensowenig von ^'9. 

Vom Steigerungsstamme, gebildet nach § 155 durch Wiederholung i^^B 
des letzten Wurzellautes^ finden sich nur Beispiele von "p^^ und ^''p 
(Pdlil, Pölal) 

1) in activer Aussprache {Polet). Mit perfectischem Vocale a) von 
^''T. ''Pi'i^ii:^, '»Pitatfh, nach § 134 h "Tfrfa, nach Waw consec. '»roybl, 
•hfeMith; ß) von "p^T. -hRtiWT, l^bbv. 

2) in passiver Aussprache nur '^nbVin P. von ^''p mit imper- b 
fectischem Vocale. 

1. Auch hier sind active und passive Formen lautlich nicht geschieden, s. 
§ 4316 Anm. 

2. Von dem nach § 156 zu bildenden Stetgerungsstamme mit Wiederholung 
der beiden leisten WurteUaute findet sich kein Beispiel. 

Vom Steigerungsstamme, gebildet nach § 156 durch Wiederholung 464 
der zweilautigen Wurzel, finden sich nur active Beispiele (Pilpel) 

1) von !P"!P: kätkätH, hieraus nach § 82, 1 t**^^!!??* ^^b Waw 
consec. f^PSOXf"] Jes. 19, 2; nach §§ 86, 4. 102 a '\^7iy(0 P., nach 
§ 110 b t*''riltt»t'0 ; nach § 112 a Anm. 2 t*''r«»*. 

2) von W nur '«fabsbsi. 



262 Dritter Haupttheil« Die Lehre von der Woribildiuig. 

465 Von dem nach § 158 gebildeten Zielstanme finden sich zwei 
Beispiele zweifelhafter Art 1) von vollkommen dreüauHger Wurzel 
t^^a^'ti*^ 1 Sa. 21, 3, doch ist dafür entweder yom selben Stamme 
*'Vin?i'^ oder im Hupil "^"S^n zu lesen 2) von n"b -hn^^teilD Jos. 10, 13. 

O. Vom Cansativstamme. 

4G6a Von dem nach § 159 gebildeten Cansativstamme in activer Aus- 
sprache {Hifpil) 

1) von unvollkommen dreilautiger Wurzel: häktalti. Hieraus nach 
§ 81, la T!?^n, "hPiannH, t'Tina^rj u. s. w., aber nach § 81, la Anm. 

''PtnaKm, *»rimnni, *'h"nr\Jrn u. s; w. ; nach § 98 -hnbRin, •^narin u. s- w, : 

nach § 11 7 fr ^'^n^iXn; nach §99, 1 und mit abnormer Einschaltung nach 
§ 428 & 'hnionn s. Anm. ; nach § 82, 1 hnnaan, ■hPi??Dn, '»riOTpn, 
'^nastJn u. s. w.; nach § 134 b *^vr\2n, ^^nawrl: nach § I2i5 a ^nnin, 
•Vibön, "»Fimn aber '^inbron. Im P! nach § 86, 4 "hnsttKn, Tibrrin, 
''Rytinn u. s. w. aber 'hnti'inn 1 Sa. 15, 20. Auch hier zeigen die 
V^ Y\ *»r«xin s. § 429 & Anm." 

lieber den Ton nach Wa%io conaee, gelten die gewöhnlichen Kegeln. Statt 
f^nhöhl Ez. 36, 11 wird fP^nort'] zu lesen sein. lieber t^n'«2RDh 2 Sa. 3, 8 vergl. 
§ 143e Anm. 1 1 

b 2) von unvollkommen dreilautiger Wurzel 

a) von r\*^\ häktaiti. Hieraus nach §§ 81; 1 a. 99, 1 ^'^''b^n, '»ri**!!'?!? 
u. s. w.; aber nach § 81, la Anm. •^h^'bl^m, 'hn^'Ä^m; nach § 82, 1 
'^n^'ann, •^rt^^ban, "»nr^in. Nur ein Beispiel findet sich nach § 100 mit 
i gebildet "hh'^öri s. § 126 a, welche Form jedoch mit Ausnahme der 
zwei Beispiele f^^^riÄbn, rj^'^'^nh immer vor Suffixen steht: t^^^riVin, 

Mit Waw eonsec. '»n'^ljlirn, fr^'^pöri'; u. s. w. 

ß) von y':^ 1) mit der § 428 b beschriebenen Einschaltung und 

nach § 85, 1 -hrrisTn, t*btDn% -hniaon*!, •^friiatDnn, •hhtenm ; nach 

§ 80, 2 & •»rfVrn; nach § 135 c ^rririn 2) ohne dieselbe •hnnnrri 
Jer. 49, 37. 

Für letztere Form hindert natürlich nichts, eine Form nach der ezvteren Art zu 
lesen, wie umgekehrt mit den defectiv geschriebenen derselben solche der zweiten 
gemeint sein können. 

Y) Ton V':^ 1) mit der § 428 b beschriebenen Einschaltung und 

nach § 85, 1 '»ttlfc'^sn, •^nhpri, '^nb'^pn, '»riitt'»^n aber *^rrir»pn; nach 

§ 80, 2fr '»ri'r^yn, wS^^yri,; verkürzt nach § 143 c Anm. 1 firfiS^% Da. 
9, 2, 2) ohne JBinschaltung nach § 108 *»n»an und nach § 107 a "»ribon. 

•»nÄarj findet sich mit Suffixen nur in tÖ'»r«35, -hT^S^ «nd mn»5r|. Sonst 
♦^niÄ^^an. Nach Waw consec. •»Wx^ßhi u. s. w. ^ 



Vierter AbBohnitt. Die Liehre vom Yerbum oder Thatwort. 263 

Vom selben Stamme in passiver Aussprache {Hotpal) 467a 

1) von vollkommen dreüautiger Wurzel: hüktälH, hieraus nach 

§ 93, 1 t'^robüri, tT^^>5?'3; i- P- t^'P^TlT^O Jer- 8, 21. 

üeber *^t?Vnm SL 9, 9. 11. 13 vergL § 175 a Anm. 2. 

2) Yon unvollkommen dreilautiger Wurzel nur von n*^: hüktaiH, b 
hieraus nach §§ 92, 1. 99, 1. 126 a f^ri'tdn, nach §§ 93, 1. 102 a 

• - t: rr 

Von ^9 findet siob kein Beispiel. Ebensowenig von f:f. 



D. Von den Beflezivstämmen. 

Von dem nach § 163 gebildeten gewöhnlichen BeflexivsteigerungS' MStk 
stamme findet sich nur active Aussprache {ffi&paal) 

1) von vollkommen dreilautiger Wurzel: hi&käitälti. ''I^DiSTTin, 

t'^Pia'üann, •»njjsrnrin; nach § 82, 2 t'T'^Bf^r'i t^'pllf^n; i- P- ^^^^ 
§ 86, i t'v»D^nnn, f^nbgann; nach § 84,' i j'^tjmn. Von ä"^ mit i 

nach § 429 2» Änm. und'nach § 130 f^^riKSlin. 
Hit Waw consec. 'i^i^inrfV] u. s. w. 

2) Ton unvollkommen dreilautiger Wurzel ^ 
a) Ton n*b : ht&kättaiti, hieraus nach § 99, 1 nur 'hn'ÄiÄrin. 

ß) von !p'':p nach ^'f^ajnrin, fvibl^jrin; K P. '«?b>örin. 

Von ^^ findet sieb kein Beispicd. 

Von dem nach § 166 & zu bildenden Reflexivsteigerungsstamme A^^sk 
mit wiederholtem letzten Wurzellaute finden sich nur zwei Beispiele 
1) von n*b nach §§ 100. 129 c •»wnntfn 2) von ^"^p: t^n'TOTin- 

Von dem nach § 166 c zu bildenden Reflexivsteigerungsstamme b 
(Hi^alpal) findet sich nur ein Beispiel 'hnn^gnmn ^ 119, 60 P. 

Von dem nach § 167 gebildeten Reflexivstamme activer Aus- 470 a 
spräche (Nifal) 

1) von vollkommen dreilautiger Wurzel: näktalti. Hieraus nach 
§§81, 1 a. 102 a '«?iab»g aber "hPawia; nach'§ 98 WTO, ''Pinrrii; 
nach § 82, 1 T^OTJ>?,'t^t3nb?, watf? u. s. w.; nach § 134 & TiiÄ?; 
nach § 126 a "»Fittn? aber "hnn?». In F. nach § 86, 4 1^0^103, 
tn?Wj5 u. s. w. Von Art auch hier mit ^, s. § 429 b Anm., '»ri»'5jjj, 

•»nioms, "hnÄtstDä, "hnÄa:. 

Üeber den Ton naob Waio cansee. gelten die allgemeinen Begeln. 

2) von unvollkommen dreilautiger Wurzel b 
a) von n'^: näktaiH, hieraus nach §§ 80, 2 a. 99, 1. 102 "^TSQj 

•htT'g:^; nach § 81, la -hn^bro; nach § 82, 1 f^tr^by}, 'hrmDT?, 'hrp'^ 
u. 8. w.; nach § 126 a *^rn]$d. 

Kaeh Waw camec. räokt der Ton nicbt 



264 Dritter Haapttheil. Die Lehre Ton der WortbUdong. 

« 

ß) von ^p^'^p findet sich nur ein Beispiel mit der § 4286 be- 
schriebenen Einschaltung "hri^^ 2 Sa. 6, 22 s. § 85, 1. 

f) von ^"!p finden sich drei Beispiele mit eben derselben Ein- 
schaltung: "hrrtoD, "hriiTO, "hrtnöD s. §§ 78 n. 85, i. 



DL DIE 1. PEES. PLUE. 

471 Die 1. Pers. Plur. unterscheidet wie die 1. Sing, die beiden 
Geschlechter nicht. Sie bildet sich durch Antritt des Pronomens 
^, nach § 177 b Anm. 1 verkürzt aus %IbcK, an das die 3. Person 
bildende Nomen. Die zweite Stammsilbe behält den Ton. 

A. Vom einfachen Stamme oder KaL 



472a 1) Von vollkommen dreilauHger Wurzel. Hier ergibt sich für 
die transitive Aussprache: kätalnü^ für die intransitive: kätilnü, für 
die stark intransitive: kaiulnü. Beispiele der letzteren finden sich 
nicht. Aus der ersteren entsteht nach § 86, 3 ^7i|, 'ho^^^) ^^^ ^- ^^ ^- > 
nach § 1342^ nslnd; nach § 110^ n^KS\ ^KSta; i' P. nach § 86, 4 t}^% 

-» ' TT' TT» V » ttrt* 

Vötht^ u. s. w. Auch hier hat sich die intransitive Aussprache nur 

: IT T * 

bei vt*^ erhalten : 'hstt^^, sonst ist dafür die transitive eingetreten : 
"hob^TH, i. P. t'OÄön. Von kätulnü findet sich kein Beispiel. 

b 2) von unvollkommen dreilautiger Wurzel 

a) von n*^: kätainü, hieraus nach §§ 86, 3. 100 KS^r\^ 'D'^to, 
«O'^Ä'i u. s. w. 

Nach Analogie der »"b ist \W». Jer. 3, 22 piinotirt. 

ß) von y^ finden sich drei Bildungsweisen 1) in der alten, im 
Aramäischen erhaltenen Art, s. § 428 h Anm. 2, ist gebildet ^w, 
i. P. ^3t3n* 2) mit der in den 2. Personen und der 1. Sing, üblichen 
Einschaltung sind gebildet •hoi^ra, ■ho*fe'l. 3) dreilautig wie im Arabi- 
schen ist gebildet forta Dt. 2,35, s. §§ 401&. 413c. 428&. Anm. 460«. 

f) von ^"p : in transitiver Aussprache kätnü, hieraus nach § 77 ^ 
tnsbn, n^D^, 'hOttS, ^^nv; nach § llO^ nSKa; ebenso in intransitiver: 
%rt) i. P. ^smta. In stark intransitiver findet sich nur ^3V!si. 



l »T 



B. Von den Bteigerungsstämmen und dem Zielstamme. 

473a Von dem nach § 154 gebildeten gewöhnlichen Steigerufigsstamme 
in activer Aussprache {Piat) 

1) von vollkommen dreüautiger Wurzel: kätjalnü, hieraus nach 
§ 82, 1 «o^a-sT, tnirtiö; nach § 135 ft w^tä; liach § 135 c ^brT\ 



Vierter AbBobnitt« Die Lebre vom Verbum oder Tbatwori. 265 

aber pAtn. Von k"^ mit ^, s. § 429 &, j^M^ls aber nach § 143 e 

Anm. 1 8 fnu'^ft*!. 

2) von unvollkommen dreilautiger Wurzel b 

a) von n*^: katUHnü, hieraus nach §§ 82, L 100 t^'^'OT, "ho^^sn, 

"ho-ite, "hö'^©?, tnsw, "^'^p. 

ß) von rr'':^ nach a: "hob^n. 

Von ^19 findet aiob kein Beispiel. 

Vom selben Stamme in passiver Aussprache (Pual) 474 

1) von vollkommen dreilautiger Wurzel nur 'hoi'lin, s. § 135 b. 

2) von unvollkommen dreilautiger Wurzel nur 'OTjt? P. von ^"^^ 

Kein Beispiel findet sich von den nach § 155 — 157 zu hildenden Steig^nings- 
Stämmen (KatUd bzw. P&IH u. Fohü^ KaidHai, FUpU o. s, w.), ebensowenig von 
dem nach § 158 zu bildenden Zielstamme. 

C. Vom CaasaÜYstamme. 

Von dem nach § 159 gebildeten Causativstamme in activer Aus- 475a 
spräche {Hifpit) 

1) von vollkommen dreilautiger Wurzel: häktalnü, hieraus nach 
§81, \a t^ina^, nach § 98 t^bKin, 'OTtin; nach § 99, 1 f^M'^n; 
nach § 82, 1 fä'iKün, "hi^n; nach § 126 a "hobfin, «obsn. In P. 
nach § 86, 4 t^afiin, -hOtTTpr», 'O^FT? *^®^ t^^'^'jb ^ ^^' ^^' ^^• 

Von 9^ findet sich kein Beispiel. 

2) von unvollkommen dreilautiger Wurzel b 
a) von n"^: häktainü, hieraus nach §§ 81, 1 a. 100 ^cnm^ nach 

§ 98 so^^Tin; nach § 81, 2 t^^ann, i3*»p»n. 

Von y^ findet sich kein Beispiel. 

ß) von ^"t: 1) mit der § 428 & beschriebenen Einschaltung u. nach 
§ 85, 1 m. S. tOJÄ'^an, sonst lah^^törj, f^siD^^pn u. mit e s. § 433 rf Anm. 
•hafagrri ML 5, 4. 2)" ohne dieselbe und nach § 107 ft. 108 nur f^sn 
2 Chro! 29, 19. 

Vom selben Stamme in passiver Aussprache {Hoipät) findet sich c 
nur ein Beispiel von vollkommen dreilautiger Wurzel: f^pb^n s. § 93, 1. 

D. Von den Beflezivstttmmen. 

Von dem nach § 163 gebildeten gewöhnlichen Reflexivsteigerungs- AKia 

stamme findet sich nur active Aussprache (Hidpaäl) und nur in drei 

Beispielen: «osininn, f^^nen, s. § 129 &, und -hi^oxn Jos. 9, 12, 

8. §§ 129 c. 164 Änm. 

Von dem nach § 166 h g^ildeten Befiexivsteigerungsstamme mit wiederhoUem 
letzten WurzelknUe findet sich kein Beispiel. 



266 Dritter HanpttheiL Die Lehre von der Wortbildung. 

b Von dem nach § 166 c zu bildenden Beflexivsteifferungsstamme 
mit wiederholter zweiiautiger Wurzel findet sich nur ein Beispiel 
activer Aussprache (Ei&palpal) fsorpärwrin Gen. 43, 10. 

477a Von dem nach § 167 gebildeten Reflexivstamme activer Aus- 
sprache (Nitpal) 

1) von vollkommen dreilautiger Wurzel: näktälnü, hieraus nach 
§ 81, 2 isawna; nach § 98 -hobÄia; nach § 82, 1 "Ntinba, ^•iStt, 
"hD^ttiÖJ u. s. w.; nach § 126 a "hob»; nach § 134 b ^api?; i. P. nach 

§ 86, 4 Inswb, "hsiDbtta, tn^nnoi u. s. w. 

Von R^ findet sich kein Beispiel ausser f^rnpos Hiob 18; 3, vergl. § 14de 
Anm. 1 a. 

b 2) von unvollkommen dreilautiger Wurzel 

a) von n"b: näktainü, hieraus nach §§ 82, 1. 100 tni'^b??, 'hö'^bt?. 
ß) von ^p^'y findet sich nur ein Beispiel mit der § 428 b be- 
schriebenen Einschaltung und nach §§ 78 b, 85, 1 fmm Mi. 2, 4. 
Von ^9 findet sich kein BeispieL 



ZWEITES CAPITEL. 

Das Imperfect 

Vorbemerkungen. 

478a Nach § 381 sind die dritten Personen des Imperfects wie die 
des Perfects von Haus aus Nomina, die zweiten und dritten ur- 
sprünglich mit diesen zusammengesetzte Sätze, welche zu einem 
Worte verschmolzen sind. Von letzteren aus wurde die verbale 
Bedeutung auch auf die ersteren übertragen. 

I, Nacb § 382 b unterscheiden sich Perfect und Imperfect dadurch, 
dass bei ersterem die Subjectsbezeichniing dem zur Verbalbildung 
verwandten Nomen folgt, bei ersterem vorausgeht. Das hat sich 
wahrscheinlich zufällig gemacht. Wenn im Perfect der pronomi- 
nale Bestandtheil folgt, so ist er an der Stelle stehen geblieben, 
welche er als Subject eines Nominalsatzes einzunehmen hatte: 
ribi^lQ » npitt bvit). Wenn nun im Imperfecte die Subjectsbezeich- 
nung vorangeht: btldttPi, so könnte man vermuthen, es sei dies 
geschehn, um den Gegensatz zum Perfect auch hierdurch zu mar- 
kiren. Wahrscheinlich ist jedoch der Grund zu dieser Bildung der 
gewesen, dass man das Imperfect durch Zusammenziehung von 
Sätzen bildete, welche eine äusserlich, und zwar durch einen Vor- 
satz, gebildete Nominalform enthielten. 



Vierter AbBohniit. Die Lehre vom Yerbum oder Thatwort. 267 

Die zur Imperfectbildung verwandte Nominalbildung ist die c 
§ 259 beschriebene Bildung vermittelst eines vorgeschobenen ja. ^) 
Gerade sie eignete sich, weil vorzugsweise Goncreta nach einer be- 
stimmten Eigenschaft benennend, ganz vorzüglich zur Bildung des 
Imperfects. Nach § 259 finden sich unter den Nennwörtern dieser 
Bildung, abgesehen von einigen Eigennamen, nur solche, welche 
von der Wurzel oder vom einfachen Stamme aus gebildet sind. 
Nur solche konnten daher zur Verbalbildung verwandt werden. 
Wenn aber in der jetzigen Periode der Sprache die entsprechenden 
Verbalformen von allen Stämmen gebildet werden, so ergibt sich, 
dass die Imperfecta der abgeleiteten Stämme nicht dem des ein* 
fachen der Entstehung nach gleichwerthige Bildungen sind, son- 
dern nach seiner Analogie ohne Vermittelung einer Nominalform 
direct von den Stämmen aus gebildet worden sind. 

1. Aas dem anter 5 a. c Entwickelten ergibt sich, dass das Imperfect als 
sprachliche Erscheinang jünger ist als das Perfect, erst nachdem letzteres vor- 
handen war im Gegensatze za ihm entwickelt worden ist. 

2. Die Meinung, im Präfixe *^ der 3 Pen. Masc. Bing. Plor. stecke ein ver- 
kürztes KVi, bedairf keiner Widerlegang, s. § 115 a, 

Nach § 382 c unterscheidet sich weiter das Imperfect dadurch 479a 
vom Perfect, dass es nach dem zweiten Wurzellaute einen Vocal 
hat, welcher dem des Perfects entgegengesetzt ist. Auch diese 
Erscheinung wird sich im Gegensatze zum Perfect entwickelt 
haben. Im Perfect des einfachen Stammes stehn die drei Aus- 
sprachen kätäl(a), kätU(a), kätul(a) als transitive, intransitive u. stark 
intransitive einander gegenüber. Ihnen entsprechen im Imperfect 
als transitive Aussprache jaktul(a)^ als intransitive: jäktal(a). Sehr 
selten, nur bei ^n^ sowie bei bestimmten Wurzeln l'^B u. k^'b, steht 
neben kätal(a): jäktU(a). Dies Verhältniss ist aber dadurch weiter 
verwischt worden, A9ssjäktäl(ä) nicht nur von kätU(a) u. kätul(a), 
sondern auch von kätal(ä) gebildet wird, wenn letzteres entweder 
intransitive Bedeutung hat, oder die Wurzel an zweiter oder dritter 
Stelle einen Hauchlaut, bezw. 'i oder p, hat. Auf dem Gebiete der 
unvollkommen dreilautigen Wurzeln hat dieser gesammte Schema- 
tismus bei n*^ gar nicht, bei "p"^ u. ^''l^ nur unvollkommen, durch- 
geführt werden können. 

Die Statistik dieser Verhältnisse ISsst sich nicht genaa herstellen. Za vielen 
Imperfectis fehlen die Perfecta. Mehrfach finden sich doppelte Imperfeotai aber 
nor noch ein Perfect, s. anter 6. Vielfach finden sich nar solche Penonen des 
Imperfects, in welchen der characteristische Vocal in einen Vocelanstoss ver- 
flüchtigt werden masste. 

1) Die&ich, F,, Abhandlimgen z. hebr. Gramm. Leipzig 1846, 8. 121 ft 



268 Dritter Haupttbeil. Die Lehre von der Wortbildung. 

b Von folgenden Verben finden sich im Imperfect des einfachen 
Stammes doppelte Bildungen. 1) Imperfecta auf ü und ä yon Per- 
fectis auf ä: t'^^^ ftüan "h^ian P. neben f^l^?! t'^'! neben 
t^jnajj; -hVÄ*; neben i^iv^; ftiPti^ neben f^nöini;' «hrr;', ftwt^ 
neben t«arn'; t\hu>j 6|StDÄ neben ttl'noi P. Gen. 49J*27; b?t3% ixnt) P. 
neben blnan; fti^i 'pT^'? neben fT«?!?; "i^^T» "^'™? neben n'wV ^v; 
neben IfW^ P.; bn*] neben t^»P\; t^'^I?') neben t^?PPI?X?; rta«^, 
niaÄn, inW'^ neben na«in; ttDBtö'' aber lofe»^. 

rpbtpM Jer. 5, 7 scheint Schreibfehler zu sein. Yerschiedeue Bed. wird durch 
den Yocal geschieden in ^^, dessen Imperf. auf ü bis auf ha*^t?ti Bpr. 10, 27 
immer transitive, dessen Imperf. auf ä immer intransitive Bed. hat 

2) Imperfecta auf ü und ä von Per fectis auf if: fian^ yferip, 
yvTttf neben den Pausalformen f &n^, ^SBn;^, "pSfirr?. 

* Ohne Perfect sind fArr^ Ex. 17, iV ttt^n^j Hiob 14, 10. 

3) Imperfecta auf ü und i finden sich nebeneinander von TTM: 

rnK*», rnKh, firr«''; mK;;, trhKn. t|DÄ: tib^;;, 5|0«n, •^rowj, S|faÄ« u. s.w. 

neben t6|0^ 2 Sa. 6, CfnßoK tW?*^» t^?S^; P??'- tp|!;5> s"! ^^^ ^i 
neben pk*^; nxj: ny»';^ neben ^jnjl«, t^nn»*». Jes. 44, 12 s. § 488 ft. 

4) Dreifache Imperfectformen finden sich zu -fbn, für gewöhn- 
lich *fb;) u. s. w. nach. § 117 ft; daneben ?fbsr, -höbn;;, ^rwf und ^np^ 
s. § 511c Anm. 

c In den abgeleiteten Stämmen scheint ursprünglich im Activum 
einem perfectischen ä ein imperfectisches If^ im Passivtim einem per- 
fectischen K ein imperfectisches ä gegenübergestanden zu haben. 
Dies Verhältniss ist fast gänzlich verwischt worden. Denn die 
passiven Perfecta zeigen immer ä, die activen vielfach I. Nur die 
mit Afformativen versehenen Formen haben ihr ä gewahrt. Ja im 
Imperfect Hidpa*al ist i. P. sogar das perfectische ä eingedrungen. 

Auch hier ist dieser BchemaüsmuB auf dem Gebiete der unvoBkommen dreH 
Wurzeln nicht durchgeführt worden. Yergl. namentlich das Ni^'al von 9^ n. 
>i":Ps. § 504 den. die rrt. 

480 a Bei dem semitischen Imperfectum zeigt sich eine den Modis der 
indogermanischen Sprachen entsprechende Erscheinung. Es sind 
nämlich schon im Semitischen vom Imperfectum drei Abarten ab- 
gezweigt worden, welche die unvollendete Handlung als noch nicht 
begonnen, sondern gewünscht oder befohlen bezeichnen. Auf 
zweierlei Wegen kann die hierin liegende Dringlichkeit lautlich zum 
Ausdrucke gebracht werden: 1) durch Kürzung des Wortes, so dass 
es rascher zu sprechen ist; 2) durch lautlichen Zuwachs, so dass 
es gewichtiger wird, 
b In der ersten Art ist gebildet worden der Jussiv. Bei den voli- 
kommen dreilautigen Wurzeln wie den S^'!P hat er sich ursprünglich 



Vierter Absohnitt. Die Lehre vom Verbam oder Thatwort. 269 

nur nnterscbieden durch das Fehlen des Wortauslautes: jäkiul, 
jäktal, jäkttl neben jäktül(a), jäktal(a), jäktU(a). Hieraus ergibt 
sich zunächst, dass von den mit Afformativen versehenen Imperfect- 
formen (2. Pers. Fem. Sing., 2. u. 3. Pers. Plur.) kein Jussiv ge- 
bildet werden kann. Da nuti weiter auch das Imperfect im Hebräi- 
schen diesen Wortauslaut abwirft, so ergibt sich, dass Imperfect 
und Jttssiy überall da zusammenfallen, wo nicht ein daneben 
bestehender Lautwandel beide auseinanderzuhalten ermöglicht. Der 
Jussiy hat sich daher nur im Hif il der vollkommen dreilautigen 
Wurzeln erhalten, wo das Imperfect nach § 91 weiterbildet, s. § 498. 
Aber auch hier ist er für die erste Person ausser Gebrauch gekom- 
men, s. § 580 h Anm. Anders steht es bei den Wurzeln n'^ und 
^"IP. Bei den ersteren ist der aus dem characteristischen Vocal 
und dem dritten Wurzellaute erwachsene Diphthong zu einem 
kurzen Vocale yerkürzt worden, welcher mannichfachem hebräi- 
schen Lautwandel unterliegt, s. § 489 h. Bei den ^*'^ ist der dieser 
Wurzelclasse eigene lange Vocal im Jussiy yerkürzt worden und 
dann auf hebräischem Boden, wenn yom Tone betroffen, gesteigert 
worden. So unterscheiden sich hier Imperfect und Jussiy yöllig, 
s. § 484c. 

Durch Lautyermehrung ist der Jj(pdus Energicus gebildet wor- 
den. Er entsteht durch Anfügung der Deutewurzel an an das des 
Wortauslautes beraubte Imperfect oder auch an den Jussiy. Auch 
er kann yon den mit Afformatiyen yersehenen Personen (2. Pers. 
Sing., 3. u. 2. Pers. Plur.) nicht gebildet werden. Er ist im Hebräi- 
schen bereits im Schwinden begriffen. Seine Bedeutung hat er nur 
da rein erhalten, wo er ohne Suffix steht. Hier erleidet er den 
§ 128, 3 beschriebenen Lautwandel: ITSCP^ naäbüran. Gewöhnlich 
ist er in dieser Gestalt nur in den 1. Personen. Aeusserst selten 
ist der Energ. in dieser Gestalt yon n^. Es finden sich nur die Bei- 
spiele fTtraK ^ 119, 117, fnsprj^ Jes. 41, 23 s. § 585&a Anm. und 
tntgrjM ^ 77, 4, s. § 576 c. Doch haben sich auch einzelne Beispiele 
der 'iibrigen erhalten. Von 3. Pers. Sing. InjWT s. § 492 ft, tntf^nj 
Jes. 5, 19, s. § 499 rf; nf^Pi Spr. 1, 20. 8, 2, s. 506rf;'tnßniF| Hieb 11^ 17, 
8. § 506 e; t^nMiapi. Erhalten hat sich sein n sehr selten yor Suffixen: 
■hnanar! Jer. 5, 22, "hnsnip Dt. 32, lO, s. § 483 ft; t^njMfa^ ebenda 
s. §'495 fl, tviiDna*; if 72, 5, s. § 492 &, 'hnÄtti'lÄ Ex^lS, 2 P., 
8. § 579 a, ^pm Jer. 22, 24 P., s. § 574 &, -h^snu^ (L 50, 23, s. § 492 ». 

Zumeist sind jedoch die §§ 114 h. 127, 2. 134 c besprochenen 
Veränderungen beim Antritte eines Suffixes eingetreten: tinm*«, 
namp*«, T^^n*^, *^9n:r:an u. s. w. Die Sprache hat nun das Gefiihl 



270 Dritter Haupttheil. Die Lehre von der Wortbildung. 

für die Bed. der letztem Formen ziemlich verloren und gebraucht 
sie viel häufiger als in alter voller Bedeutung am Schlüsse der Sätze 
als umfangreichere und daher nachdrücklichere Formel. 

1. Dafür, dass der Energions auch in der zweiten Penon Masc. Bing, ohne 
Suffix gebranoht worden iit, wogt die 2. Pers. Maec. Sing, des Imperativa a 
§ 482 5. 

2. Die Bildung von JusHv tu Energieus scheint bei der Trennung der sem. 
Sprachen noch nicht abgeschlonen gewesen eu sein. Am foIgniehtigaieB hat 
das Arabische sie weiter entwickelt. Es hat dieses zu dem gemeinflemitiflolieD 
Energicus noch einen zweiten (die sog. täkilä) hinzugebüdet. Letzterer entsteht 
durch Verschmelzung der Partikel MS mit dem gewöhnlichen Energicus: arab. 
'äkümäfmä entspricht genau hebr. KJ M^^p^ s. § 128, 3. Ausserdem unterscheidet 
das Arabische noch durch verschiedenen Endvocal einen Svhjunctivua ImperfecH 
(jäktiUä) vom Indicativua (jäktüiü). Gleiches erreicht das Ge'ez durch Verschieden- 
heit des Vocalismus im Innern der Wurzel: jenager neben jenger. Beides scheinen 
Neubildungen zu sein. 

481 Wo neben einem Imperfect der kürzere Jussiv besteht, wird dieser 
nach JVaw consec. gebfaucht. Es geschieht 1) im ffifU der voll- 
kommen dreUauiigen Wurzeln mit Ausnahme der 1. Pers. Sing., 
s. § 580 h Anm. Lautliche Abweichungen yom Jussive ergeben sich 
hier nur bei denjenigen Wurzeln ^'% u. v/^, welche nicht zugleich 
tt^'b sind, indem bei diesen der Ton zurücktritt. 2) im Kai u. HnpU 
von ^":^. Hier fallen im P. die^ormen mit und ohne Waw zusammen. 
Ausser P. aber tritt nach Waw consec. Tonrückgang ein, welcher 
lautliche Veränderungen bedingt. Doch können dieselben Ver- 
änderungen auch ohne Waw eintreten, wenn die Stammsilbe des 
Jussivs aus rhythmischen Gründen den Ton verliert, s. § 484 </. 3) in 
allen activen Stämmen von n''b. 4) Endlich aber zeigen sich besondere 
Formen nach Waw consec. bei einigen auf ä oder i bildenden Im- 
perfectis Kai von vollkommen dreilautiger Wurzel, wie im Eal u. 
Hi^il Yon s"!P mit Ausnahme der 1. Pers. Sing., wo Imperfect imd 
Jussiy jetzt zusammenfallen. 

1. Ueber die F&lle, in welchen abweichend hiervon bei n*^ und im Hi^'ü toxi 
M^b das gewöhnliche Imperfect nach Waw consec, steht, vergl. §§ 489 b Anm. 3. 
498 c Anm. 1. 499 f. Anm. 501c. 515 c Anm. d. t Anm. 519 5 o. Anm. 545 d. 
Anm 2. 549 e Anm. Ueber das Imperfect der 1. Pers. nach Waio consec, vergL 
§§ 574 c Anm. 576 c Anm. 580 e Anm. 582 d Aum. 

2. Ueber die Tonrückgänge im Imperfect Pi*al und Nif*al wird das Nöthige 
zu den einseinen FäUen bemerkt werden. 

482 a Endlich entsteht noch in der ersten § 480 a 1 angegebenen 
Weise eine allen semitischen Sprachen gemeinsame Modification 
des Imperfects, der Imperativ. Bei ihm wird nicht nur der Wort- 
auslaut, sondern auch das imperfectische Präfix abgeworfen, so dass 
die Wurzel auf das Icürzeste Maass zusammenschrumpft. Damit 



Vierter Absobnltt. Die Lehre vom VerAun oder Thatwort. 271 

wird er zugleich unfähig, sich an eine andere als an eine zweite 
Person, oder zweite Personen zu richten. Als Imperativ, der etwas 
zu thun befiehlt, kann er ausserdem nur vom Activum, nicht aber 
vom Passivum gebildet werden. 

1. £ine Anmahine hiervon bilden Jedoch fnjstih vergL § 592 h Annu 2. Üeber 
die Leiart wa^ Hieb 21, 5 yergl. § 605 6 ß Anm/ 

2. Der Wortauslant bleibt selbstverständlich da, wo ihn ein folgendes SofBx 
schützt. 

Es findet sicli nun eine doppelte Art, den Imperativ zu bilden. Er b 
stammt entweder vom Imperfect oder vom Energicus. Im letzteren 
Falle bietet seine Endung dieselben lautlichen Erscheinungen, wie 
die des Energicus dar. Beide aber zeigen in der Entwickelung ihres 
Vocalismus so viele von dem Imperfect abweichende Erscheinungen, 
dass sie am besten gesondert vom Imperfect behandelt werden. 



ERSTE ABTHEILDNG, 
Imperfect. Jnssiv. Energien«. 

L DIE 3. PEBfiON MASC. SINa 
A. Vom eblfiEichen Stamme oder Kai. 

a. Imperfect auf ü. 

1) Von PerfectU auf ä 

a) von vollkommen dreilautiger Wurzel: jäktul(ä). Der Yocal483a 
des Präfixes hat sich bei Wurzeln n"^ und n'^B zumeist, bei 
solchen r^^'n immer erhalten. Nach §§ 95, 1. 102 a "rem, 'sftSTPy "W^ 
u. s. w. oder mit Hülfsvocal 'Sf^tx^^ ahrvj, fP'biT;, übrrj, ^hy», ^ibr; 
u. s. w.; nach §§ 93, 1 -at^j, l^n^; nach § 81, Tä ngn;, 1t|^nj und 
so immer bei den auf ü bildenden k^'B : abK*^, nhK*>, nbK^ oder nbtt^. 
Nach § 82, 1 tiTi*;, VitDti*;, 'tutp^ u. s. w.; nach § 126« ffitD*;, f^xsn^ 
frnp'; u. s. w. aber fiov^j Dhr, nach § 117ft ♦nir;. 

Ein In^perfed yon *)'B ist auch p^^f]) Jes. 8, 11. n^ 28, 16 ist weder Perf. 
Pi'al noch Imperfect Kai, 1. no^. ft}^? «ji 7, 6 ist eine Unform, h C)TY]. 

Der Energicus findet sich nur vor Suffixen: nach §§ 94, 1. 1146 b 

•haDDm, "hnpm, 'ana^'^, '«ary», tnörr», nw^ir», tnio^n'^; nach § 104 
tiii^n;, ta«!'! ; nach § 127 b ^•yt^, jjary;; mach § 94, 1 vnta«^., tTtt-jabl 
a. 8. w.: uncontrahirt 'hru*iay<, 'hn3l]t\ 

ß) von unvollkommen dreilautiger Wurzel 484,1 

M) von ^p^^p. Der characteristische Yocal steht wie im Perfect 
zwischen dem 1. u. 2. Wurzellaute: jäkuft(ä). Von hier aus bildet 



272 Dritter Haupttbeil. Die Lehre von der Wortbildung. 

sich auf zweierlei Weise weiter 1) nach §§ 86, 3. 95» 1 fdH^y fTh^, 
^ö^ tb^i tp^^ ^^^ § 106 :rh^; nach fFaw consec. mit suruckgezogenem 
Tone und nach § 93, 1 üti^ 1W, W5, "TW, 1^0)^. 2) nach §§ 71, 3. 
82, 1 tn% «ijj*;, Dh^ 

üeber Nebenfonnen mit ä vergL § 488 6. üeber t|>(*^;, f^, Yf^ veigL § 95 
Anm. Nach Analogie der dreilantigen Woneln iat gebildet f^^ •• i ^^ A. 

b Der Energicus findet sich nur von der ersteren Bildungsart und 
nur vor Suffixen. Nach §§ 85, 1. 92, 1. 114» 'N^Tl) ^^i t^^^ 
nach § 127 & 2 tjf|rn. 

n) von ^'*:p. Hier bildet sich nach § ltöcjäküt(ay Nach § 86, 3 
0«aji W, birn, wnj, mpj u. s. w. ; nach § 106 ITO\ 

d Als /tt^^t^ bildet sich hienron nach § 480 ft j'äkut, hieraus nach 
§§ 86, 3. 95, 1 foh;», nfa;», fo'n;» aber nach §93, 1 VCnitn. Nach § 481 
verknüpft sich dieselbe Form mit IVaw consec. Steht dieselbe i. P., 
so behält der Stamm die Enduag, &|!rn, Dis^l, Ob^l u. s. w. Steht die 
Form ausser P., so rückt der Ton zurück tvä-jaküt Hieraus nach 
§ 93, 1 ijij5, t5|?;i)» DX;^ u. s. w. Schliesst das Wort jedoch auf 
einen Hauchlaut oder n, so tritt mit Ausnahme von '^y^ statt d viel- 
mehr ä ein: HD*»'^, a?3«^, ^ifn, nO'n. 

-IT-' -IT-' *»»- ' -IT- 

Die Form t&'if 1 Ez. 16, 20 steht gans ^ein, mögen nun die Panotatoren >ie 
von fS oder 9*9 hergeleitet haben. 

e Der Energicus findet sich nur vor S^xi&xenijäkütan. Hieraus nach 

§§ 85, 1. 114 ft «ttTö*;, "h^tö'i'T;, w^tr;, njniti^ u. s. w. 

'hsa^S'^l L. A. nvor^ Hiob 31, 15 -HS-ny^ 41, 2 sind far UMiM t^^^iy; Ter- 
schrieben, oder aus diesen zusammengezogen s. § 495 a. 

485 2) von Perfeciis auf i finden sich von vollkonmen dreäqutiger 
Wurzel nur die beiden Beispiele fs^, 1^'^. ▼o^ 19^ und nach § 126« 
biä"; von blp. Ausserdem mo^ von ra, Jussiv hSp^, nach J^aiv amsee. 
nfaj3 P., Wa^ vergl. § 484a. 

b. Imperfeci auf ä, 

4S6 1) von Perfeciis auf ü. Nur vertreten 1) von vollkommen drei- 
läufiger Wurzel in ^y^\ P. b^T* s. § 86, 4, von bb^ entstanden aus 
*b?i*» ivLTJä-wkal(a), 2) von l''J in f^ir;, «in? entstanden nach §§ IIa 
m]2c2M%jrär,jxhdi. 

Die Bildungen il*dr, jl^dl statt des zu erwartenden jä*är jäM§ bttuben auf 
Dissimilation, yergL darüber weiter § 487 o. 

487a 2) Yon PerfecHs auf i 

a) von vollkommen dreilautiger Wurzel: jäktal(ä). Im Gegensatz 
zu § 483 a schwächt sich der Vocal des Präfixes auch bei vornhauch- 



Vierter Absclinitt. Die Lehre yom Verbnm oder Thatwort. 278 

lauiigen Wurzeln: nach § 81 D#K^, b*^, *i&n^, oder nach § 102a mit 
Hülfsvocal aw;; nach § 82, 1 paT, •njpn/naD*;, *int3^ b«*;, TOte^., 
rain u. s. w.fnach § lio» Än»% ' «Ät% ' wte^/ I. PJ nach 9 86/4 

TÄTW, 5^W», *^©tP, *1SD'', tJ^**, mofep) !^ttV}*^ U. 8. W. 

Als Perfecta mit t gelten hier allePerfeotk, yon welchen sich eine Form mit 
I findet 

Der Energicus findet sich nur yor Suffixen. Im Gegensatz zu b 

dem der Imperfecta auf if bildet er sich nach § 86, 3 mit Yorton: 

tjRW, i^TtSin, tWte^. 8. § 127 b 2. 

Es begegnet uu hier wieder die schon oft bemerkte mii^eichmftMige Be- 
handlong der ursprfingL kursen Yocale. Hier dient sie dazo, nm Formen yer> 
schiedenen Urspnmges auseinander za halten, welche sonst nach §§ 85, 8. 89, 1. 
94, 1 znsammenfallen würden. 

Bei den Imperfectis yon '^''b scheint sich das ä des Präfixes schon c 
im Semitischen unter dem Einflüsse des folgenden y zu I abgeschwächt 
zu haben. Von den Wurzeln ^"^ finden sich nun blos Imperfecta, 
welche zu Perfectis auf a gehören, s. § 488 a, oder kein Perfect neben 
sich haben. Nach Analogie der '^''b aber bilden die folgenden l'^B : 
^"^.i t6|^^ «h'^i; ^ch § llOJ n^jv;, i. P. nach § 86, 4 »a«^., it|!p.. 

1. Ohne Perfect sind ^'Otv], "p^, Y^,> Basselbe bildete sich jedoch wahr- 
scheinlich mit I. Ueber 1^1 1 Kö. 3, 15 vergL § 121 Anm. Nach Wato eansec. 
bildet sich sowohl Yff*^'^ als aus rhythmischem Grande ff^'^ Gen. 9, 24 s. § 481. 

2. Schwftchnng des ä des Präfixes zu t findet sich dialectisch auch im Arahischen 
in Verhen, welche ihr Imperfect auf ä bilden z. B. figälü von ^Al, fi'äeü von 
jä'ttä (tbfidd).^) Da dasselbe auch im Hebr&ischen zu beobachten ist, vergl. § 486 
Anm., so wird ausser der Natur des J hier das Btreben zu dissimiliren wirksam 
gewesen sein. 

3) Von Perfectis auf ä 

a) Ton vollkommen dreilautiger Wurzel. Hier ist diese Bildung 488a 
yeranlasst entweder 1) durch intransitive oder zuständliche Bedeutung 
der Wurzel oder 2) durch die Natur des 2. oder 3. Wurzellautes. 
In die erste Categorie gehören : Ddm, yfks^ oder mit Hülfsvocal pm;;, 

8. §§ 81. 102 ä; mü^, w^, a?*i^ p-ii^.; i^.s. §121; i. P. Dsn;, fa-i^ 

Möglicherweise hat jedoch hier und dort neben dem uns erhaltenen Perfect 
auf ä ein verloren gegangenes auf X bestanden, wie das für pTH durch pTH wahr- 
scheinlich gemacht wird. 

Hingegen gehören die folgenden Imperfecta in die zweite Gate- b 
gorie. Durch einen Hauchlaut an zweiter Stelle ist das ä des Im- 
perfecta veranlasst in: TOa*;, ^äjI, 0»d^ iKTT», anr, bw, 'ira';, prnr», 

1) Weiteres bei E, Erdiger in Z. D. M. G. XIY. 8. 488. H. L. Fleiseher in 

Boichte fib d. YerhandlL d. B&chs. Ges. d. Wiss. Bd. 16 (1864). 8. 275 f. 
Btad«, bäte. Gnuninatik. 18 



274 Dritter ELaupttheil. Die Lehre 7011 der Wortbildmig. 

Drjtf^., nrn 8. § 126 fc; i. P. tbÄi% -hy^^ tpJ^i «R^. ^- »• ^^ «• §8^» *; 

durch einen Hauchlaut bezw. p oder 'i an dritter Stelle : i7^*>., n%P, 

tn^T' >i^^i 2^p^^ ^??*!; t»*% t™^ ^^iii :wö^ wi, ptr» i- p- pti »• 

§ 126a; ebenso rijj^ ng*; P. s. § 127 c. Von '«''ä in der § 487 c be- 
schriebenen Weise fpp'^'^P.; danach yon i^B und mit zurückgezogenem 
Tone 'tf'^'ji; fPIIS 1 Kö. 22, 35 neben pk^ s. § 481, W^ P. Endlich 
nach § llöft »ttrp, K'ja% «Jpy;, *r?P^ «»T- ^.• 

Uel)er fnia^ Gen. 23, 6 vergl. § 143 e Anm. 1 o. Pur rnjp^ Da. 10, 14 L IT^. 

c Der Energicus findet sich nur Tor Suffixen. Mit Vorton, s. § 487 fr, 
und nach § 114 &; «abw^ "hanb«^., InjÄ^r;, -han^., trun^li '»MPTT. 
u. 8. W-; nach § 127fc 2 fj^naVt^l«*!» 13^3»^/ 1^?«^ ' 

489a ß) von unvollkommen dreUautiger Wurzel 

M) Ton n'^b. Diese bilden ihr Imperfect überall mit a, welches 
nach § 99, 2 mit dem I der Wurzel zu S, rn-, zusammengeht. So 
ergibt sich als Grundform jäktai. Hieraus nach § 80, 3ö InnH?! *^©??; 
nach § 80, 2a nbri, njy;, nto?; nach §§ 81, \a. 102a nn»^, aber 
nach § 77ö Anm! T^an^rnach § 81, 2 n|nj; nach §§ 81, la. 102« 
niarr, nrn;;, t^on;; trotz des Gutturals immer rvTi'^^y nw s. § b2e; 
nach § 82* 1 n3a% nKü*», n'nfi'», r\ti^\ nitr> u. s.'' w.; nach § 126ö 

Ueber fKjti^ Thre. 4, 1; fK^;; 2 Ohro. 16, 12 vergl. § 143 e Anm. 1. 

b Im Jussive geht der Ton auf das Präfix zurück. In Folge dessen 
verkürzt sich der auslautende Diphthong zu if; jakti für jäktai. Hier- 
auf wird die Form nach § 70 a 2 Anm. 2 behandelt. Gleiche Formen 
entstehn nach Waw consec. Hieraus bildet sich nach § llOif tn^ 
nach § 82, 1 latrjl, mit Steigerung nach § 90, 2 Anm. jtAr, ^^, 
Tl??! »^tDjI. Sonst tritt nach § 101« Hülfsvocal ein: b^:, i! P. bT 
8. *§ 86, 4, te?? aber mit Abschwächung nach § 82, 1 nm, •spr», bj% 
t}5*;, b^*;, •ftil'; und nach § 91, 2 Anm. f^n^, in^ Von njn und njn 
bildet sich wie bei einvocaligen Nennwörtern W, w, i. P. '^nj, "^rr. 
Von I^b: id;;, yi? für ^Wif aus>in/if, ebenso fr) Jos. 63,* 3. 

1. Abnormer Weise wird Gen. 41, 33 K^^ betont, wofür nch auch die ebenio 
abnorme Lesart M)v^ findet s. § 510e Anm.'*— fK^M*; Koh. 11, 3 erweckt wie t^ 
Hiob. 27, 8 Bedenken. 

2. Nach Waw consec, finden sich die folgenden Formen: t^? P*» V>!}^^ ^9^« 

ijjj p^ te??i to?j3 P.; im;?, w?, t»^^ 1^5, y^^i, fig*i, tav, ig^, t^n?, 

!a'3!5i 11!^; «W, tWJI neben trw?3 ß. § 112 h; von "f» nach § 487 e CTO ; von 
A tt^i neben ft^l s. oben, 0*1, -O^ a. § 88, 2c, Wi, TM s. § 136, 1, i. P. 

•n^i, in*'!. 

8. Keben diesen verkürzten Formen findet sich wiewohl seltener anch das ge- 
wöhnliche Imperfect nach WcM consec, und awar Npyy 4 mal u. Hja^ 8 mal, 
8. § 510 e Anm. 



Vierter Abschnitt. Die Lehre vom Verbam oder Tfaatwort. 27B 

Der Energicus ist selten und findet sich nur vor Suffixen. Der c 
SchlussYOcal, bezw. Diphthong, scheint vor der Endung geschwunden 
zu sein: Jäkfan. Hieraus nach § 1146 ^"äT^. wn\ twb^, trubr*. r\t::P\ 

J^fCi tnibr, tntff!'! u. s. w. 

n) von :p'':p. Hier bildet sich aus jähatt(a) nach §§ 71, 3. 82, 1 490a 
^T.9 1^9 tapQ*^. Femer pfiegt man hierher zu rechnen Formen wie 
tnr?, nn;, tliai, ^5, yr^, i. P. torn, nn?. In ihnen wäre nach § 90, 2 c 
an Stelle der yerstärkten Aussprache des ersten Wurzellautes 
Steigerung des Yocales des Präfixes eingetreten. 

1. Für diese Erklftnmg spricht die Form tfin*; 1 Kö. 1, 1, falls dieselbe aaf 
einer richtigen Ueberlief erong beruht. Doch können diese Formen, welche sämmt- 
lich an 2. oder 8. Stelle einen Hauchlaut, bezw. ein \ haben, auch von Imper- 
fectis mit t, jäklttä, nach §§ 107 a, 108 hergeleitet werden, vergl. arab. färrä, 
jäßrru. Formen wie V?*^ lauten hinwiederum solchen von Nupal völlig gleich 
8. § 504 d, Zurückziehung des Tones und hierauf Schwächung des Vocales der 
Endsilbe zeigt sieh in ^X$^, welches andere von *rs^ herleiten. 

2. Ein EnergicHB findet sich nicht. 

Nach Analogie der vollkommen dreiläufigen Wurzeln ist gebildet b 
tiDrp neben fjhj. 

i) von '\*'^. Nach § 143 c jäkät(a), hieraus nach § 77 a. 86, 3 c 

Ein JuBsiv findet sich nicht, statt seiner gebraucht man das Im- d 
perfeci Mtl^*|. Ohne Tonrückgang bildet sich Min^. Ein Energicus 
nur in nnffOT^. 

V I 

a Imperfect auf K. 

Ihm stehn überall Perfectformen auf ä gegenüber. Es findet 491a 
sich nur von vollkommen dreilautiger Wurzel^ s. jedoch § 490 a Anm., 
und zwar 

1) von yr\} jäni%n(a)) hieraus nach §§ 82, 1. 93, 1. 126 a 1^*;, nach 
§ 88, 2ft *^K Energicus wri«;, tnjjn*;, s. §§ 89, 1. 114ft. 

2) Yon denjenigen k^'b, welche nach § 77a bilden: tP^ s. § 93, 1. b 
Doch hat sich der ursprüngliche Vocal sonst nur i. P. erhalten: 
"T^llh, bDlh. Ausser P. bildet sich nach § 107 a 15*», b?*h, ntol*^. 

Kaoh Waw consec, mit Znrücksiehung des Tones und nach § 88, 2 ftjb^i, 
IHK^n, n^^. Für letsteres steht jedoch nach § 107 a noK^l, wenn die sofortige 
Einfahmng des (besprochenen eine kleine Paose bedingt« Im Buche Hiob steht 
yon 3, 2 an statt *i«K^1 überall '^19M^^ Energicua nur vor Suffixen: vh^\ ^};?(^ 
B.§§ 105,3. 114 6. "" 

3) Yon denjenigen i^b, welche nach § 117 a bilden. Nach o 
§§ 93, 1. 108 'rn^, aij; und danach 5fe»; nach § 107 a t^;», tnp5, rp, 

18* 



276 Dritter HrapttheiL Die Lehre von der Wortbildung. 

P. ^7;. Nach § 88, 2 "hV?, ^bj, ar;, ^^^5, rWy a^, aber i. P. a«^ 
und nach § 107 a ^55, T!*5. Energicus tWT; s. § 487 b. 

Han tieht^ dasa 9^ fOr das SpraohgefOhl den Werth einei mit iinprQiigL I 
gebildeten Imperfeots gßxa verloren hat. f^jy] ^ 188, 6 irt Sdveibfehlflr und 
a^^l^ EU pnnctiren. Neben '^ findet sioh namentUoh bei Hiob Tom Perfect "t^ 
ans gebildet ein Imperfeot "tpf^ vergl. § 479 b 4. 

B. Von den Bteigerongsstämmen und dem Zielstamxne. 

492a Von dem nach § 154 gebildeten gewöhnlichen Sieigerungsstamme 
in aciiver Aussprache {Ptal) 

1) von vollkommen äreilauiiger Wurzel: jäkäUil(a). Hieraus 
nach §§ 80, 5. 85, 1. 90, 1 fiari, b*?»*;, na*!*;, nso*;, twai?; u. s. w.; 
bei hinienhauchlauiigen Wurzeln nach § 107« rtÄ*;, rtß'^^, tinto'j, nV^, 
fT^a*;, :P^a*) U.S.W., aber immer nach §§ 90, 1. 106a nat; und so auch 
bei den übrigen Wurzeln i. P.: nb?*;, n5|ü^; nach § 135 ^ ^ ^1*;, tO'Ta';, 
trrnj'j, tthj*; u. s. w.; tlKtt^;, tTTÄ^, 'hw';, a?n^, aber tbna';, nw, 
ir!?V "^n^V ' *^r!¥^i ön?*;, tom*; u.'s. w.; nach 1*88, 2 n^T;*, ■*»?;, 
■nfiD% t^fia% tnntr, snn*», «hi^i u. s. w. 

Ueber fq^; «l' 7, 6 vergl. § 488 a Anm.; über tn^*; Hiob 8, 21 § 14Se Anm. 1. 
lyKS; Koh. 12, 5 stammt nicht von ^feO oder ist anden zu pnnotiren. fbrn Jes. 
18, 20 80U für ans *Vn^ nach § 113 contrahirt gelten. 

b Energicus: jäkättilan b^vlb jäkättilan. a) Ohne Suffix nur treVT, 
s. §§ 89, 1. 132. ß) mit Suffix l) mit dem der 1. nur 1^^*;^^ 
(p 50, 23; 2) mit dem der 2. nach § 127 & 2 ^S^n*;; 3) mit dem 
der 3. nach § 114 b: 'Nsg'il, t^Mpl, 'hattrn'i, n|OTpy njötä^^ u. s. w. 

493a 2) von unvollkommen dreüautiger Wurzel 

a) von n*^: jäkättai s. § 489 a, hieraus nach §§ 85, 1. 99, 2 

tnir, ntaT, vm\ höd^, mr» u. s. w. ; nach § 135 b Tr^\ tntr. 

fiSld*n 1 Sa. 21, 14 ist verschrieben. 

b Jusm: jäkäm s. § 489 fc, hieraus nach §§ 70 a 2. 85, 1 1^, "hgx 
Nach Waw consec. bj^n, brni, to^Jj, OD'J, "[W, iy»1 n. s. w. 

Statt in';3 1 Sa. 21, 14 L C|rj5. 
c Energicus: jäkäitan, nur mit Suff.; nach § 114 6 Wd*;, "httTf 

d ß) Ton "p"^ nach 492 a -^^n*;, »rn, tiirr), tTTD';, fbVt?;, thm;, 

Energicus nach § 114ft "habbrn, t*iabbtDN nach § 127*2 t^brn. 
e y) von ?i'':p: rwr». 

t^59^f y!!V\ wird man von «olOrofmnm änümä. Wu/rxeln absnleiten haben. 



Vierter Abeohmit. Die Lehre vom Verbnm oder Thatwort. 277 

Vom selben Steigerungsstamme in passiver Aussprache (Puat) 494a 

1) Yon vollkommen dreilautiger Wurzel: jäküttil(a), hieraus nach 
§§ 85, 1. 92, 1 w^y^, 1^*^71 » ^^Ti^ tn^, dVt; u. s. w.; nach 
§ 136 bc •finh'' abertom*»;'!. P. nach § 86, 4 Viwa*», t*r> *T»\ 
'hfiO'' u. s. w. ; Tam\ 'Tih\ 

2) von unvollkommen dreilautiger Wurzel b 
a) Yon n"^: töA:t2//at s. § 489 a, hieraus nach §§ 85, 1. 92, 1. 

99, 2 tm«\ tnDs*^, nnß*» tniat*» und nach § 135 & tnnn. 

ß) von t^S nach« VJm\ i. P. 1l5>n% tjnx 

Von ^9 findet sich kein Beispiel. 

Vom Steigerungsstamme, gebildet nach § 155 durch Wiederholung \^hvL 
des letzten Wurzellautes, in aetiver Aussprache 

1) von ^"y {F6Ul):jäkdttl(a), hieraus nach §§ 77 a. 85, 1. 90, 1 

byirr;, ^A"], 'bMo';, taais^i, tciw*;, 1t¥»> tD^>> M'W; u. s. w. 

Energicus nach § il4 ft "hiaab*» neben "hnanab*^ Dt. 32, 10. 

Ueber t^a^a*; Hiob 31, 15, i^rW] 41, 2 yergL § 484e Anm. 

2) von ^p^^p: bMw, frfir^, topip*;, trnfr;; nach § 88, 2 c ftiff^. b 

Von h^ findet sich kein Beispiel. 

Vom selben Stamme in passiver Aussprache (Pdlal): jäkdtal, c 
findet sich nur ein Beispiel und zwar von ^"s: fp^ry"^ Jos. 16, 10, 
s. §§ 77 a. 85, 1. 86, 4. 

Vom Steigenmgsstamme gebildet nach § 156 doreh Wtederholmiiig der beiden 
ktsten WurMOaiOe (käfältäl) findet sich kein Beispiel. 

Vom Steigerungsstamme, gebildet nach § 157 durch Wiederholung 496 
der zweilautigen Wurzel, findet sich nur active Aussprache {Pilpit) 

1) von ^T. Jäkätkit, hieraus nach §§ 85, 1. 90, 1 nur t^X*;, 

2) von ^'':p: tete*;, t^»*;. 

Vom Zielstamme, gebildet nach § 158, findet sich nur ein Bei- 497 
spiel in aetiver Aussprache: jäkdttl; 'N^'; Hos. 13, 3, s. §§ 77 a. 
85, 1. 90, 1. 

C. Vom Oausativatamme. 
Vom Causativstamme, gebildet nach § 159, in aetiver Aussprache 

1) von vollkommen dreilautiger Wurzel. Nach §§ 91. 113, 2 498a 
jäktU(a) für jä-Aäktil(a); es erhält sich bei* allen Wurzeln mit Aus- 
nahme der n^'jB, d^'ft, der vomhauchlautigen und der auf n, n oder :p 
schliessenden: VWO^ ^^^1j VPV^ tr^^ uhV! u. s. w.; nach § 126 a 



278 Dritter Haaptiheil. Die Lehre von der Wortbadnag. 

I*!??, b'^^ b*«? u. 8. w., aber V»rD?; nach § 98 tf^, «'«h, 
u. 8. w.; nach § 99, 1 WSt^; nach 117» *tÄ'«?; nach § 106 rpr, 
rp*.:J^ ?^?, ?nr» u. 8. w. ; nach § 102 a fnar», ^nr;, "hrnrn, lä^rr, 
"h"**??, ^"W!, tTn-C II- 8. w., aber tr^nr, n^rpT "h Wj' tsp*?! 

Statt a*^*) Hiob 24, 21 1. y^^. Bas nach § 113, 2 augettonene h wird durch 
den ImperatiT bezengt-, 

b Energicus nur vor Suffixen 1) der 1. Pars. Sing, nach § 1345 
nur "^iV^ Jer. 49, 19. 50, 44. 2) der 3. Pere. Sing. Masc. u. Fem. 
nach I 114 & ntö^np?, «l««tj?, twp'V??» '«^'«?i tife*»^rp u. s. w.; 

rw^^pp?, tnib*»»73?, npff^S ^2p?? u.' s. w. ' ' "^ 

In Yerbindnng mit dem Soff, der 2. Pen. Flor. Bing, lautet der Emergiem 
HxtfU nach § 137 6 in der Pnnctation des Ben Amahfer 9{-^ for ^-^. 

c Dagegen hat sich die alte Form jäktU im JuBsiye erhalten. 
Nach § 90, 1 tpa^?, "ha^Ti, tT5D?, »nw?; nach § 126 a tbr, *Tr u. s. w.; 
nach § 98 Cjoi'«; nach § i02a fltjtr, P3)r u. s. w. Nach § \Vla hin- 
gegen riM?, :r©i trj^, t:?*'; nach § 8872 c n»5, -^rl?. Nach Warn 
consec. s. '§ 481 : b^a^, p?r5, *T5D?5, •^?tD?5, a^p??,' pl???5i ^tii^? n. s. w. 

Nach § 107 a tt|p*5, *:^D?5, iwj^i» tnpa?3, nbx?5, VrQs;5, »tf??, ^irj P- ; 

tü»'P.; nach § 88, 2 t^SKJ^ -^^jn, f^»!?/ '^!5/?V'^. «W'i''?! 
'r^'\^\ &&fy u. s. w.; aber Gen. 47, 11 atii^l. 

1. Von K^ findet sich jedoch auch das gewöhnliche Impert nach Waw conaee^ 

»o K'nsrp^, »ari^T neben wri^l. 

2. Ueber i^^^ 1 Sa. 15, 5 u. •tia«J5 Nn. 11, 25 vergl. § 112a. FSr t^^ 2 Sa. 
20, 5 L ♦^m*i Kai für «inKV s. § 112e; für Vfi^ 1 Sa. 18, 8 1. Vrpn5- 

499a 2) Yon unvollkommen dreilautiger Wurzel 

a) von rv6. Nach §§ 113, 2. 489 a täkiai für iähäktai; hieraus 
nach § 99, 2 tn^t)?, tnbß?, lTttn5, ran% tng^; nach § 102 a nby;; 
nach § 126 a m?, Intj^ ^«? u. s. w.; nach §98 nTn, nT^, ttljiN.'^ 

Ueber ^^tfxr\ Neh. 11, 17 yergL § 113, 2 Anm. 

b Ju$9iv nach § 489 h iakti, hierau8 nach § 70, 2 Anm. 2 frOD^ Oeu. 
9, 27, "hn? Jes. 41, 2; von i''© nach § 126a Xl\ ^^^ § löl« a-r. 
Nach wkw consec: ptfn, ä*^?5 2 Kö. 11, 4, 8. § llOd, "hlW» T5, tW, 
???, ^J?3, 1»J5> "h??3 u. 's. w. ' " 

1, Biese Juasive Hvptl von Wnrzeln» welche mit einem Hauchlaute oder *) 
beginnen, sind von den entsprechenden des Kai lautlich nicht yenchiedeu. 

2. tO?^!! 1 Sa. 14, 82 E*fi steht für D$;i und gehört eu ^'X 

c Der Energicus: jäktan findet eich nur vor Suffixen; nach §§ 126a. 
127 t 2 res?, tjö;; nach § 114 b WD^ "hwj^ lö?, «il'tr« 8. § 98. 

d ß) Ton !P^:p. Hier hat eich der characterietiflche kune Vooal 
erhalten, da andernfalls diese Formen mit den entsprechenden Ab- 



Vierter Absclinitt. Die Lebre Tom Yerbnm oder Thatwort. 279 

leitungen von Y'y zusammengefallen sein würden: jäkUt(a)^ nach 

§ 113, 2 fiir jä'häkUt(a). Hieraus nach §§ 80, 2». 90, 1 fbrn Nu. 

SO, 3; nach § 71, 3 aö?, tag?; nach § 86, 3 laj, "ntoj, tbjjj; nach 

§ 106 ynx Bei Tonrückgang nach § 88, 2 t?0S nach § 107'a "HäJ, 

1 Eö. 8, 37. Ein Jussiv kann nicht geschieden werden, da der 

Vocal des Imperfects schon kurz ist. Nach fFaw consec. nach 

§ 88, 2 tba*^, p^5, ifOj5, "hß??; nach § 107 a •hsi5. Energicus nur 

tWjft'; Nu.To, 14, s. §§ 114 ftV 135 ft. 

Für tO^ Jer. 4»i 20 L ♦o'^. Dreüautig bildet iij: \^\2\, wofOr V»V»J su 
lesen ist, yergl. §§ 498 a Anm. 529 h ß Anm. 

f) Yon ^*:^. Nach § 113, 2 y<l«/r«; «ir jä-häktta; hieraus nach e 
§§ 71, 3. 106 rps?; sonst nach § 86, 3 H'iaj, 'paj, b'ij^, rpT», -pT, 

■pb;, f*j, w, a'^iö; u. s. w. 

Im /tti^ tritt nach § 480 h Verkürzung ein : jäkif; hieraus f 

nach §§ 86, 3. 90, 1 ^»n, inj, baj, "loj, Dßj, s'nj, tnj, a^ u. s. w. ; 

nach § 107 a trnj; nach § 88, 2 c n'nj. Mit Waw consec. nach § 481 
1??3i tbjrüi T?Ji W3^ n^^ fftJ5 u. s.w.; bei Wurzeln mit ^, n, n, :r 
an 3. Stelle aber auch hier nach § 107a ^d^, Tti^ u. ni^, m^ u. s.w. 

1« Yen Vt^ nach § 90, 1 Ka;^ tKß;^ neben Itra^ Keh. 8, 2, was auch mit 
tr^JI EaE. 40, 3 gemeint ist; pV; ^ 141, 5 für K*«9;, yergl. § 498 c Anm. 1. 

2. IHe imter f saerst genannten Jussive können mit Ableitungen yon 9":^ ver- 
wechselt werden, Formen wie ^WJj) mit Imperfeotis Kai yon ^9. Statt bn^^ 
Gen. 8, 10 L bm'p. Ueber füf^ KM yergL b Anm. 2. 

Energicus 1) oAn^ Suffix: jäkitän, hieraus nach §§ 86, 3. 128, 3 g 
nur tn^^ Jes. 5, 19. 2) mit Suffix: jäktian, nach §§ 85, 1. 114ft 

«tnar;, W'i';, wp^ u. s. w. ; nyi'^';, ni^^nö^l u. s. w. 

beber F<nrmen wie l^ri Spr. 29, 17* yergL § 187 b. 

Vom selben Stamme in passivier Aussprache {Hoipal) 500a 

1) Ton voUkümmen dreilautiger Wurzel: jiUctal(ä), nach § 113, 2 
f&x jä'Mktal(a); hieraus nach §§ 93, 1. 102 a DW, t"*lW;; »ach 
§§ 92, 1. i26a ^1% ^^, tajg^, «[1?^; nach § 127c ri^^; nacr§ 117 ft 
»; nach § 119a ^a^%'pxi% "hsT», fllt^\ i. P. nacli § 86, 4 tffjrr;, 

2) Ton unvottkammen dreilautiger Wurzel b 
a) Ton n^ findet sich kein Beispiel. 

ß) Ton f^S. Qrunilorm jükattjä), nach § 113, 2 Tut jä-MkattJa), 
yielleicht nach § 92, 2 ft in "pr, sonst entweder nach § 71, 3 ro*^, 
)f^*f oder in der § 3946 beschriebenen Weise t^KT*, toiPT», nacn 
§ 86, 4 p^. 

In aw« Jes. 28, 27 meint der Oonsonanientext die sweite, die Ponotation die 
eiste Bildimgsart. Naoh Analogie yon a ist gebildet t*i^ Hieb 20, 8. 



280 Dritter HaupttlieU. Die Lehre von der Wortbildang« 

Y) Yon n'':^: Qnxai^CoTmJükdtfä), nach § 113, 2 für jä-hükdt(ä), 
hieraus nach § 71, 3 tbta"* P. Auch sonst erhält sich i. P. der lange 
Yocal, während er ausser P. sich yerkürzt und in und ausser Pausa 
der Yocal des Präfixes yerlängert wird, beides nach § 394 b. Daher 

i. P. tbw, nw, DW; ausser P. tü?t% tbw, tbw, nw, "hw, 
tt#i*' u. s. w. 

Hier fallen also Ableitongen von 3f 9 und von ^'9 zusammen. Statt ffi^^ 
Gen. 24, 33 lies ti^. 

D. Von den Refleziyst&ininen. 

501a Von dem nach § 163 gebildeten gewöhnlichen Beflexivsteigerunffs- 
stamme findet sich hier nur active Aussprache (ffi&paal) 

1) Yon vollkommen dreilautiger Wurzel: ßd'kättU(ä)^ nach § 113, 2 
rurjä'htd-kättU(a); daraus nach § 90, 1 ba^n^ b'nari^ ?bnri^ Kanh*^ 
u. s. w.; nach § 135 ftc tT!!^^l^ *^^^V^ i^ach § 129 c bai?0^ 1^1»?«^., 
"h^tjte^.; nach § 107 a WSn^., bwri^ 5|?Kri^ pfiKni und weiter nach 
§ libft Kann-;, »lat?^. s. § 129 ft; nach § 88, 2 ■H|?n% ttjb?rir In P. 
nach §§ 86,' 4. 163 b baKrt"^, ttj'sTÄn'^, trbnn"^, 'iairr', äj^ty», bwrp, 
•h«öri'^; Dnjri'i s. § 84, i; yon i^d: tns?ri\ 

1. Ein Energicus findet sich nicht. 

2. t^BH^ Bi. 21, 9 gehört nicht hierher, sondern erklärt sich nach § 162 als 
Beflexiv des einfachen Stammes. 

b 2) Yon unvollkommen dreilautiger Wurzel 

a) von n^'b: ß»kät(ai, nach § 113, 2 rür jä-hi&kattai, s. § 489a; 
hieraus nach § 99, 2 tn^Kti^, tns'nn^i; tmun'« s. § 135 b. 

Jussiv nach Analogie yon § 493^ tbl^** und nach § 118 tixr^. 
Nach Waw consec. fbun^l, OSn'n, "hÄM^I, aber daneben "bilÄin^n 2 Sa. 
23, 15. 

d ß) von ^^^r^ nach a: bbnn% Diantj^ t|8rjri% bltorj'^.; nach § 88, 2 

Von >r9 findet sich kein BeispieL 

502a Von dem nach § 166ft gebildeten Reflexivsteigerungsstamme mit 
wiederholtem letzten Wurzellaute findet sich nur active Aussprache 

1) von r\*^ nach §§ 99, 2. 102 a. 113, 2. 129c. 489a nur nv^W 
und daraus verkürzt nach Waw consec. TiPfti*; für JUtShw, i. P. 
nach § 86, 4 ^htO^. 

Ein Tamo hiervon ist vielleicht beahsichtigt 2 Sa. 15, 32. 

b 2) von \^T. ß&kättt(ä), nach § 113, 2 für jahiS-kätUfä); hieraus 
nach §§ 77a. 90, 1 tt|öVri';, tDtii'nn';; i. P. wie § 501 a mit ä: -jj^-;, 
t1Ji3^i^ IJ'feJn^ 'rn'fc^nr Danach 



Vierter Abeoliiiitt. Die Lebre vom Yerbum oder Thatwort. 281 

3) Ton :/':r: Trö»^% t^W*^»?% 'hThari^ t1?wtv;; ^^^ § I29c c 

Von dem nach § 166 c gebildeten Reflexmieigerungsstamme findet 503 
sich hier nnr active Aussprache (ffi&paipal) und nur von ^':p: 
ß&kätkU(ä)j nach § 113, 2 mBja'M»kiä(ktt(ä)i hieraus nach § 107 a 

Von dem nach § 167 gebildeten activen Reflexivstamme (Aüpat) 504a 

1) von vollkommen dreilautiger Wurzel: ßnkäfU(ä)^ nach § 113, 2 
far jä-hinkätil(a); hieraus nach §§ 86, 3. 90, i. 127 a *isa% ^^ 
^^ t|'5ö^ tff?T. n- 8. w.; nach § 88, 2 on^., ^D^, tKl»^ "hoH ^^ s.w.*, 
bei vornhauchlauiigen Wurzeln aber bDÄ^, ^n^i p^^JI» *^t!?)l hezw, 
T9^> fta^n^, ^i'^ u. s. s.; bei hintenhauchlautigen nach § 107 a 
ntnö*;, itDir, Tgla"^, yij'; u. s. w., ebenso fjji; mit zurückgezogenem 
Tone tnjk?, »*;^ f^V- 

statt ihrr^ Gen. 8, 12 1. htr^. 

Die unter a zuerst genannten, nach § 90, 1 gebildeten Formen b 
finden sich bei den nichthintenhauchlautigen Wurzeln, wiewohl selten, 
auch i. P.: ^i, f^^V^. Für gewöhnlich aber bilden alle letzteren 

i. P. nach § 107 a Viä^j, tpann, t^^fD» 'h'ö«l!3> «h»?3 forry^X Umge- 
kehrt bilden die hintenhauchlautigen gerade i. P. nach § 90, 1. Bei 
den M^ fallen daher beide Formen zusammen, aber bei den übrigen 
bildet sich im Gegensatz zu den gewöhnlichen Formen i. P. nach 

§ 102 a trir, t?w^ ty33% ?m^ yjr» t«r» nw» »^e^ t^nr 

1 Sa. 15, 27 neben $n^\ 

2) Yon unvollkommen dreilautiger Wurzel c 
a) Yon n"^: ßnkätai, nach § 113, 2 für jä-hinkätai, s. § 489a; 

hieraus nach §§ 86, 3. 99, 2. 127 a nja';, nbj% nTO% ngf; u. s. w., 

aber t^^bri» ^TJ?!!» ^^^T» '^r'! ^- ®- ^-^ -^^^^^^ ^*^^ § 4806 t"?% 
inu s. § VlO ft. * Nach' B^aip consec. : ^g*3, in;?. 

ß) Yon :r^y. Hier wird das Imperfect nicht durch verschiedenen d 
Vocal Yom Perfect geschieden, sondern hat wie dieses a: ßnkatt(a) 
nach § 113, 2 riir jä'Mnkatt (a) ; hieraus nach § 127a f^r, nr\, W, 
t^nS^ t^^V> i- P* »a<5t § 86, 4 VtJ^, bm. 

1. IHese Fonnen lind Yon den § 490 a beschriebenen Imperfeotii Kai nicht 
SU nntenoheiden. Die daneben itehenden Perfectfonnan münen über die Be- 
deutung der Fonn entscheiden, faUs Sinn nnd Zusammenhang dies nieht thim. 

2. Nach Analogie der ^'9 s. 7. ist gebildet ^i^;? Spr. 11, 15. 13, 20. 

f ) Yon ^"9. Auch hier hat das Imperfect gleichen Yocal wie e 
das Perfect: ßnkäf(ä), nach § 113, 2 &t jä'Mnkäf (ä), hieraus nach 
§§ 77 a, 127 a fiy;, trta^ ViB'i, ^y\r, »niy;. 

fnfir wird Imperfect Kai sein, s. § 486. 



282 Dritter HaupttlieiL Die Lebre toh der Wortbildung. 

n. DIE 3. PEBSOK FEU. SINa. 

505 Die 3. Pers. Fem. Sing, unterscheidet sich Ton ihrem Masculinniii 
dadurch, dass sie nicht mit j\ sondern mit / beginnt. Der Ursprung 
dieses / ist dunkel. 

Wenn das Maaoulin ans der § 259 beiohriebenen Nominalbildong entstanden 
ist, 80 könnte das Feminin ans der § 260 beschriebenen erwachsen sein. Sie wilre 
benntat worden, weil ihr Anfangsoonsonant an die weibliche Endung dt erinnerte. 
Oder aber man ersetate das Prftflz j direct durch t, ohne an Jene Nominalform 
SU denken. Warum man den bei der Bildung der 2. Pers. Fem. Sing, einge- 
geschlagenen Weg, s. § 553, yerschmäht hat, ist nicht zu sagen. Uebrigens ist su 
▼ennuthen, dass es eine Zeit in der Spraohentwiokelung gab, in welcher die Ge- 
schlechter der 2. u. 3. Personen des Imperfects lautlich nicht geschieden wurden, 
vergl. § 438 h Anm. 

A. Vom einfitohen Stamme oder EaL 

■ 

a. Imperfeei auf ü. 

506 a 1) Von PerfecHs auf ä 

q) von vollkommen dreiläufiger Wurzel: täktul(a), hieraus nach 

§§ 80, Sa. 95, 1 t^tfnn, -fVem; nach § 102a f^nn, t^^rje» "^^ 

u. s. w.; nach § 93, 1 ni^'; nach § 81, In nhMn;^ nach § 82, 1 
*ibl^, O^A?, t^rn u. s. w.; nach § 93, 1 -^lairi; nach § 126 a 
tttitDI?, t^» ^^f "^»J?; nach § 117& tP^- 

b Energicus nur vor Suffixen täkfülän, hieraus nach §§ 81, 1. 102 &. 
114* t^^^.nn; nach §§ 94, 1. 127ft jntttta, tjn» neben t™'?»?. 

ß) Yon unvollkommen dreilautiger Wurzel 

tft) von S'^V: iäkiU(a), hieraus 1) nach §§ 86, 3. 95,1 t2m, \f^\ 
nach Waw consec. 1^ s. § 93, 1. 2) nach §§ 71, 3. 82, i fD^, 

Ueber Vf:^\ Koh. 12, e, ffim £z. 24, 11 vergL § 95 Anm. 

d Vom Energicus, täkuttän^ liegt ein Beispiel ohne Suffix in nrnj 
Spr. 1, 20. 8, 3 vor, s. '§§95, 1. 128, 3. 

Es als JPUtral ohne Schaltevocal zu fassen, s. § 535 (, widerräth das Bpr. 1, 20 
parallel stehende *0\ Doch könnte eine Ableitung yon n^ Yorliegen. 

e n) von ^"ip: täküt(a), hieraus nach § 86, 3 fD^i iWfiPi, l«n, 
inpr\, mypL a^tSPi u. s. w. Jussw nach § 480 & täkut, hieraus nach 
§§ 86, 3. 95, 1 fDhri, ttlinri, a^. Ebenso i. P. nach JFaiv c&nsec. 
fbhriS ausser P. aber nach § 93, 1 onhl, 13)^1^^ D'Wn, bei kbiten- 
hauehlauHgen roril, doch nM»^ u. s. w. " Energidu 1) ohne Suffix: 
iäkütän nur frä^ Hieb ll, 17, s. § 128, 3. 2) mit Suffix nach 
§§ 85, 1. lUft ^^ll^'Jcpi. 



I- « IT 



Yierter Absohnitt. Die Lehre Yom Yerbnm oder Thatwori. 283 

a) von PerfecHs auf 1., Von vollkommen dreüauHger Wurzel nur 507 
"fMr), t^A?; ausserdem von ^''y: nnttn, Jusm rÄsTi, nach Waw 
comec. nwi, rtoni P. yergl. § 485. 

b. Imperfect auf ä. 

1) Von PerfecHs auf ö. 1) von vollkommen dreüauHger Wurzel: 508 
iäktäl(ä)j hieraus nach § 82, 1 itappi, fbdi^; von 1^ nach § 486 
bsV) 2) von n*»: täkd((a)^ hieraus nach §§ V? j. 90, 2 c tfiar? durch 
Vermittelung von ^Arä,^, vergl. § 486 Anm. 

2) Von PerfecHs auf I, von vollkommen dreUautiger Wurzel: 509 
iäktal(ä). Nach § 81 tD«W)i t^'5»?P!> f^önp), nach § 102 a t^^nw;, 

i; nach § 82, 1 paT?,' 4a», «fcabi?, ani?t?i tibxri, t^rrn, nsÄ?, 

I, niotoi, ^TttAn; nach § llOft K^t)|!\, von n^ nach Analogie der 
1^, 8. §§ 121. 487 c, Aa-^rij, •fth'^, nach § llOft \firfp\. In P. nach 

§ 86, 4 fb^jw), ^©np), t^rng, «to'»»?. 

1. Ein .ßnef^^tm« findet sioh nicht 

2. Yen y» gehört hierher fO^, fS^ P., 1^^^ da sieh im Perfect die 
intrantitiye Ausiprache nach Art der dreilautigen Worzehi durchgesetzt hat» s. 
§§ 885 c Anm. 401 h, Ueber den Urapmng dieser Formen gilt das § 490 a Anm. 1 
Bemerkte. 

3) Von PerfecHs auf ä 

a) von vollkommen dreilauHger Wurzel bei intransitiver Bedeu-510a 
tung derselben; nach § 80, 3 & a^; nach §§ 81, 1. llOa baKn, 

ptnn; nach § 82, 1 a?An, Tini?, tT^T»?» tM^i?; nach § 121 -hpn, 

"im?, s. § 487c; i. P. nach § 86, 4 a^. 

Bei Hauchlaut an 2., Hauchlaut^ p oder n an 3. Stelle der Wurzel: b 

Aiain, faMtfi?, I rrDtf P i, p^tri; nach § 12611 :^|n, pm aber 1t|M3h, 

ftin^iri neben fnnn, nach § 127 c n^; «"^aSiPi, nb^; nach § 110 fr 

n^iw, K|ti?, inj«?, irt«?. In P. p^mn, eiton u. s. w. 

Der Energicus findet sich nur vor Suffixen: täktälän. Mit Vorton c 
8. § 4876 und nach § 114& W^, f^sn^. 

Eine weitere Form dieser Art steckt in n;nV^ Bi. 5, 2«, wofBr ♦M j H^ sn 
lesen ist. Dagegen scheint n^ffRl Es« 28, 20 ein Fehler zu sein und ^mi eben- 
da ▼. 16 beruht auf Gleichmacherei. 

b) von unvollkommen dreilautiger Wurzel d 
a) von rfb: tä^taij s. § 489 n; hieraus nach §§ 80, 3 a. 99, 2 

tnW); nach § 80, 2a nb^Wn f^^fti *^te»!; nach § 81, 2 ninp); nach 
§ 77a n^rkPi; trotz des Hauchlautes nach § 82, 1 mynrt, fn^^ und so 
regelrecht naai», wm, ftt^n, m'in u. s. w.; nach '§'l26a fno». 

Ueber fM^ai? 1 Kd. 17, 14 yergl. § 148 e Anm. 1. 



284 Dritter Hanpttheil. Die Lehre von der Wortbildnag« 

e Der Jussiv von n^ lautet nach § 489 & urspr. takii; 
nach §§ 70 a 2. 101a: fmp), fb^^y ll^n; nach §§ 82, 1. 101a ffw, nadi 

§90, 2 b Anm. K*Vl. Wie im Masculin ^nn, '»nn. Nach ^air comsee, 
finden sich Formen ohne Hülfsvocal f^ap)^, ft^Vni; nach § 126 a 
tdPii, sonst tritt auch hier Hülfsvocal ein: *1W)^ f^^ni, b^l« *|?X?^ 

igpii, ijni t*^»!?? t2^f«35> ^^'ii a'TPii t^sn?, tb3r!5i 11»ß3 aber innn, 

•^TOI. In P. tb?Pi? 8. § 86, 4. 

Hi. 7, 10. Za. 9, 5 wird K^Q, LA. K^n betont b. § i89c Anm. 1. Auch hier 
finden sich nach Waw amsee, vereinzelt yolle Imperfecta fi^US^ 1 Kö. 17, 15, 
trantnl 1 8a. 1, 7 8. § 489 b Anm. 8. ^ "^ 

f Ein Enerfficus, täktin, findet sich vor Soff, in t^^ b. §§ 82, 1. 

127 b. 
g ß) von ^p^ip: iäkaU(ä), hieraus nach §§ 71, 3. 82, 1 ilT^; nach 

§ 490a tonn, bßn, rjig, ^T\m P. 

Kin EnergicHS findet rieh nicht. Nach Wa^ can$ec. 'xAq n. § 481, 4. Nach 
Analogie der voUk. dreil, Wurzeln ist gebUdet t*i9n Gen. 31, 40 a. § 479 b. 

h y) ^^^ ^^' KiüPl, s. § 490 c, nach H^aw consec. ^QX^j Energicus 

^iMinn, s. § 114». 

Eine Spar eines Energicus ohne Suffix steckt vielleicht in der Unform tMTMaPi 
Dt. 33, 16 falls dafür ^TiMian zu lesen ist, vergl. § 506 e. 

c. Imperfeet auf i. 

511a Nur von vollkommen dreilautiger Wurzel: täkiil(ä), und zwar 

1) von irtj, nach §§ 82, 1. 90, 2 ft. 126 a ir\ri; nach § 88, 2 c -jM. 
h 2) von den nach § 77 a Anmerk. bildenden K^I9 : tHKh und i. P. 
^ai*\, bDKh, f^iatKP^ sonst nach § 107 a na>*s b?«te, ntanh; nach 
/^oiv consec. und in kleiner P. vor eingeführter Rede ^WTtl, sonst 
•ntpWff}; lirindpn oder ttriini. Energicus nur in nabM^h, s. §§ 89, 1. 
105. 114 bj zu belegen. 

c 3) Yon den nach § 117a bildenden y%: nach §§ 90, 1. 108 ^, 

HM3, Tfii afe ^«3; aach § 107 a tTW» 2^p3; J^ach § 88, 2 ^1, 

3|^*33> *^5> ^935' 

Ganz abnorm ist die Form T)V:«i Ex. 9, 23. ^ 73, 9 gebildet vergl. § 479 & u. 
491 d Anm. 

B. Von den Bteigenrngsstämmen und dem Zielstamme. 

512a Vom gewöhnlichen Steigerungsstamme, gebildet nach § 154, in 
activer Aussprache (Pial) 

1) Yon vollkommen dreilautiger Wurzel: täkättU(ä); hieraus nach 

§§ 80, 5. 85, 1. 90, 1 T^R, nä'jri, bvw^, ta^bn, k>v?, fiuß^ u. s. w.; 

YOn Mntenhauchlautigen Wurzeln, mit Ausnahme der M^'b, nadi § 107 a 



Vierter Abschnitt. Die Lehre vom Yerbam oder Thatwort. 285 



frübp, tMl^j f^iari, aber i. P. fir;^; nach § 135 fr c fllKWif | w w»;)! 
fthÄn, aber tDn$si, ^n», tJn», t"??*?» t^?«? trotz a?tt;,' s. § 492 ä, 
^mm, aber als Jussiv nach § 107 a nnMPi; nach § 88, 2 ninn, IT^^i 

Enerfficus nur mt7 5ti/}ir 1) dem der 1. Sing, nach § 134 fr b 
"«93^:» Gen. 27, 19. 31. 2) dem der 2. Masc. Sing, nach § 127» 2 
lyOT pgi, t^lt^. 3) dem der 3. Pen. Sing, nach § 114 fr ^inKPi, 

2) von unvollkommen dreilautiger Wurzel c 

a) von n^: fäkäftai, s. § 489 a, hieraus nach § 99, 2 mMn, 
fn^fiTi, nosn. Ein Jussiv ohne fFaw consec. findet sich nicht. Mit 
letzterem bjni, bsni, ODPil, »ßni, vergl. §§ 489 fr. 493 fr. Energicus 
vor Suff, nach § 127 fr 2 ^an. . 

ß) von :^:r nach ai b^nn, itatanpi,' 1^53?» t^^*?f UB^» W^« d 

Energicus nach §§ 105. 127 fr 2. 136, 2 tj^bnn.* 
Yon ^''y findet sich kein Beispiel. 

Vom selben Steigerungsstamme in passiver Aussprache (Pual) 51 3a 

1) Yon vollkommen dreilautiger Wurzel: täküttal(ä), hieraus nach 
§§ 85, 1. 92, l-j-bwaft, tpinn nach § 135 fr Sphn; i. P. nach § 86, 4 

2) Ton unvollkomsnen dreilautiger Wurzel b 
a) Ton n^: täkütiaij s. § 489 n, hieraus nach §§ 85, 1. 92, 1. 

99y 2 |n|W3i, n^Di^. 

ß) von W nach a nur f^^)^. 

Von ^"9 findet sich kein BeispieL 

Vom Steigerungssiamme, gebildet nach § 155 durch Wiederholung 514a 
des letzten Wurzellautes, in activer Aussprache 

1) Yon ^: täkätU(ä), hieraus nach §§ 77 a. 86, 1. 90, 1 f^Vinri, 
fmten, fr^, Dühn. Energicus nach § 127 fr 2 fjw^nft. Danach 

2) Ton 9^: fn^iori. Energicus ^^^'JOPI. b 

bi JMMMMT Anssprache findet sich kdn Beispiel, ebensowenig von den nach 
S§ 15e. 157 sn büdenden Steigerwngs st ämmen (Käfaltal, PUpd n. s. w.) n. dem 
nach § 158 sn bildenden Zielstamme. 

O. Vom OausatiYstamme, 

Von dem nach § 159 gebildeten Causativstamme in aeiiver Aus- 515a 
spräche {Hi^O) 

1) Yon vollkommen dreilautiger Wurzel: takHl(a), erhalten in 
fthä^M;» flk^t^i Ip^nWf |*l*^r|9 Jl'^P?! ^' ^- ^-5 nach § 126a 



286 Dritter Hftapttbeil. Dia Lehre tod der WortbUdiuig. 



tT», t^n, Vim, y^; nach § 106 pt^ti^ rra», tn», tT»; 

nach § 102 a ftrhm, "T^W!. 
h Energicus nur yor Suffix: täktüan, nach § 1146 f^l^^fi^, WT«^. 

Ueber den Eneigicos in Verbindung mit dem Saft der 2. Pers. Maec. Bing, 
▼ergl. § 137 &. 

G Jussiv nach § 498 ^ iäktU, hieraus nach § 90, 1 f^f^, m aPn, 
nach § 98 S|Oh, MXh, aber nach § 107 a j ytf i n. Nach IFair eonsec. 

ftfebni, tf^niigi, ^tta?, 1^öi?5, 05135, tp!WQ» wri»? «• »• ''^m o^ch 
§ 107 a t^^lni', 'hrvini) P. ; aber mit zurückgezogenem Tone ffBläl, 

:^n5 und nach §"88, 3 tTTrjpn, Sjoinj, Ttini, wwj, pa-wj. 

Von K'^ findet sich jedoch anoh das gewöhnliche Imperfect nach Waw amue. 
\vämy 2 Kö. 6, 29 8^ § 481 Anm. 1, 

d 2) von unvollkommen dreilautiger Wurzel 

a) von rrt: iäktai, hieraus nach § 99, 2 tHtT^ri, t*™?*?- Ein 
Ju9$iv ohne Waw consec. findet sich nicht. Nach Waw consee. pl^ 
wä-taiki, s. § 70, 2. Anm. 2, ^5, s. § 126 a; t^?l35, IiATOI, "horn 
s. § 101 c. Energicus nach §§ 98. 127 ft 2 ^7^1 tJO*»- 

Formen wie t^^Ti? faUen mit den gleichen dei Kai znsammen. Auch hier 
finden eich nach Waw eansee. Imperfecta: It^MI?^ f^&'l^l* 

e ß) von :^:p: täkUt(ä), hieraus nach §§ 86, 2. 90, 1 f*«»; nach 
§ 88, 2 ft t^nfe Hioi) 41, 10. 

Ein Energicui findet sich nicht. Für t^m Lcy. 21, 9 wird Vvi m leaen sein. 
Boch erklärt sich die Form auch nach § 108. 

f t) von 1f:p: täkii(a), hieraus nach § 86, 3 ißKO}, n««SPi, V*rw, 
"ppri, trr^)3P), a**lin u. s. w. Jussiv: iäkit, hieraus nach § 90, 1 t'VXn, 
bjn. Nach /^<air consec.^ nach § 88, 2 f^nrn, fViPl, taten u. s. w.; 
aber ^oni, fMbP(\ s. § 499, 1, min:; s. § 71, 3 und tOAl wegen des k. 
Energicus nur mi7 5t^/^: täkiiän, nach §§ 85, 3. 114& t^isnnan, fVtW. 

Ueber fMß^^ Lev. 18, 25 vergl. § 481 Anm. 1. 

5i6a Vom selben Stamme in passiver Aussprache (Eapai) 

1) von vollkommen dreUautiger Wurzel: iiUUai(ä); hieraus nach 
§§ 92, 1. 126a fmn, nach § 127c n]^; nach § 119a nßVU In P. 
nach §§ 86, 4. 93, V-hopft; ^J?Vi, faif^. 

h 2) von unvollkommen dreilautiger Wurzel 
a) von n^ findet sich kein Beispiel. 

ß) von ^V tukätf(a), mit Dehnung des Vocales des Präfixes 
•ntn, i. P. nach § 86, 4 flBtf] oder nach § 71, 3 fTOhP\. 

Im letstem Falle meint jedpch der Consonantentext g^eiohftüls eine Form mit 
gedehntem Yocale des Präfixes. 

T) von if9: tükät(a), hieraus ntPP, s. § 500» f. 



Vierter Abeehnitt. Die Lehre yom Verbam oder Thaiwort. 287 

D. Von den ReflexivBtämmen. 

Von dem nach § 163 gebildeten gewöhnlichen Reflexivsteigerungs-h\l(k 
stamme findet sich nur acHve Aussprache (HiSpaat) 

1) von vollkommen dreilauiiger Wurzel: H&käfttl(ä), hieraus nach 

§ 90, 1 t^Ännn, ttowin, togsnn, C|tt?rin; nach § 129 c t?i?!?^Fi; 

nach § 130 tÄtol? Nu. 24, 7; i. P. nach § 163* tCjlJ?™, I^isrin.' 

Ein Energicui findet sioli nioht i^xrm £x. 2, 4 ist Schreibfehler für Sf^nn^ 

2) Yon unvollkommen dreilautiger Wurzel b 
a) TOD n^ findet sich nur ein Beispiel und zwar nach Waw 

consec. : tosnri? P., vergl. §§ 493 b. 501 c. 

ß) vonV"':? nach a: b>nnFi, b>Äripi; nach § 88, 2 c "hjynriPi; i. P. 

tb^nnri, tsBnri, s. § 129ä. ' 

Von ft findet aioh kein BeispieL 

Von dem nach § 1666 gebildeten Reflexivsteigerungsstamme mit 51 Sa 
wiederholtem letzten Wurzellauie findet sich nur active Aussprache 

1) von n^ findet sich nur eine Form nach Waw consec. 'mx\1ßP\\ 
i. P. nach § 86, 4 ^ßl^l, vergl. §§ 129 c. 502 a. 

2) Yon i'^p: H&kätU(ä), hieraus nach §§ 77 a. 130 •ßispi, i. P. b 
nach § 163 tSDilttriri. 

Von yy findet sich kein Beispiel. 

Von dem nach § 166 c gebildeten Reflexivsteigerungsstamme von c 
wiederholter zweUautiger Wurzel findet sich gleichfalls nur active 
Aussprache (Hi&palpai) 1) von }p^!p: H&käfktt(ä), hieraus nach 
§ 107 a tn^n:^ Jer. 51, 58, danach 2) von ^''9: t^r^nnri Esth. 4, 4. 

Von dem nach § 167 gebildeten Reflexivstamme aciiver Aus- 5 19a 
spräche {Niipat) 

1) von vollkommen dreilautiger Wurzel: tlinkäftl(ä), hieraus nach 

§§ 86, 3. 90, i. 127 a b?ap\, rrj3isi, ^Dbi?, «btapi, icr^, brx^v\ u. s. w., 
aber bdMn, tonnn, pbnr», at:^n u. s. w., nach § 107a ns:^n und so 
bei den hintenhauchlautigen Wurzeln mit Ausnahme der k^: iTCtMPi, 

npVn, 5*1?, »»PI u. 8. w.; nach § 88, 2 atfnri, tanin, inji?, ^atto 

aber tam;, Hieb 18, 4. In P. "tatppiy von hintenhauchlautiger Wurzel 
t?T3«? 8.'§ 504aft. 

2) von unvollkommen dreilautiger Wurzel b 
a) von n'^: Ün/iitai, hieraus nach §§ 86, 3. 99, 2. 127 a rx^^ 

nb|ri, nran u. s. w., aber nfittOf nton, n^r\. Jussiv: tinkafi, hier- 
aus trTtQ, b|Fi, tm^i to^ vergL §§4936. 501 c. 

Kaob Waw eomsee. findet sieh nnr ein Beispiel, und swar das gewöhnliehe 
Imperfeet: t^flS E& 16, 36. 



888 Dritter Haupttheil. Die Lehre tob der WbrCbildnng. 



ß) von ^"9 dem Mascalin, s. § 504 <I, entsprecbend plan, und nach 
Analogie der «i":^ : fhl? Ez. 29, 7. 

f) von ^"9 nach § 504e ffen, tafen, "hiw. 

Binn kunn auch Kai sein s« § 486. 

HL DIE 3. PEBSON MABC. LPÜB. 

520a Die 3. Pers. Mose. Plur. Imperf. bildet sich wie die 3. Per$. Ptur. 
Perf. durch Antritt der Endung und an den mannlichen Singular. 
Li der yerkürzten Form itnä liegt dieselbe noch mehreren mit Sufixen 
Terbundenen Formen zu Orunde, s. § 323 c. Wo jedoch kein Suffix 
den ScUussTOcal schützte, ist er verhallt und die Endung zu 'p zu- 
sammengeschwunden. In dieser Form hat sich die Endung nament- 
lich i. P. häufig erhalten, und zwar hat sie überall den Wortton. 

b Daneben aber haben sich bereits in einer Periode der Sprach- 
entwickelung , in welcher das jetzige System der langen, bezw. 
gesteigerten und der kürzesten Yocale noch nicht bestand, nach 
§ 128, 1 Formen mit der Endung ^ entwickelt. In diesen ist nach 
Analogie der tibrigen auf der zweiten, bezw. einzigen Stammsilbe 
betonten Verbalformen der Ton von der Endung auf diese zurudc- 
gewichen. Hier hat er sich auch jetzt noch erhalten 1) i. P. bei 
den Ableitungen von vollkommen dreilautiger Wurzel und den nicht 
Contrahirten Ableitungen von n'^ ; 2) in und ausser P. mit wenig 
Ausnahmen bei den Ableitungen des einfachen, des Causaüv^ und 
des Reflexivstammes der !^9 u. lf:p. In allen hier nicht genannten 
Fällen hat ausser P. die Endung den Ton auf sich gezogen. 

Bei den oontrahirten Fonnen von h^ bedingt die Oontnetion überaU die 
Betonung der Endung. 

A. Vom einfachen Stamme oder Eal. 
a. Imperfeet auf ü, 

521a 1) Von Perfectis aufä 

a) von vollkommen dreilautiger Wurzel 1) mit alter Endung: 
jäktülün, hieraus nach §§ 80, 2a. 94, 1 tpü'nn;, nach § 82, 1 fDn*p; 
i. P. jäkßlitn, nach § 95, 2c tpaWn? s. § 80, Sä, tptftrr?, ti^niir, 
t|W^^^ T^'^^JT- 2) ™^* verkürzter Endung: jaktiUü, •hpbtp, VWr, 
•hbaiin, ti'naiir?, "hnAr?, "htabn? und nach § 81, 2 triw; nach § löift 
wnp, ^»n|!,' wbmj und so immer bei »: T^ay;, ini?3» '©T??» ^VO^ 
naUP^ u. s. w.; beT k nach § 81, la Anm. ^a*iir; aber W»^; nadi 

§ 82, 1 ^bxiw, r\iata\ ^Dttri*» u. s. w.; nach § 126 a WD^, *Sn.' In P.: 
II •• II»' 11« ' ** i»'i» 



j 



Viertir Abidmitt Die Lehre vom Verbnm oder Thatwort 289 



jäkiilü, hieraus nach § 96, 2 ft fvy^, +*N£» *'^-» 'h^^TV^, *!nn?, 
«nip, "haV^C u. b. w. ; t^Sttr , •hftSto^^^ip''. u. s. w?; «^bb% ^xh''. aber 

ß) von unvollkommen dreiläufiger Wurzel 

K) Yon t^Vt Bur mit verkürzter Endung: \),jäkuttü, hieraus 
nach §§ 86, 3. 95, 2 b 'whj, -hrtij, "hah;, ^p'bj, ^'nfa;«, ^ai)J, 1>faj u. s. w. 
Dagegen 2) bei den nach § 71, 3 bildenden Verben jäkkütü und 
hieraus nach Analogie von a 2 ^n^% "WV, ^ttPi^ 

Einmal iBt nach Analogie der 3. Pen. Plur. Perf. geMldet worden t^}^ Gen. 
11, 6 («tatt ♦swr» oder ♦WJ. 

n) von ^''rr 1) mit alter Endung jäküiun^ hieraus nach § 85, 1 
tfiaw, 'pB^p';i tpri'n';, oder nach § 30^ iwi»], -pQ*; 2) mit ver- 
kürzter: jakutü, hieraus nach § 86, 3 ntej, lÄ^i^, twpf , %^n;», ^XW, 
u. s. w. 



2) von Perfectis auf i finden sich nur die Beispiele ^31^, ^dbVP P. d 
und nach § 126 a ^bä*^, P., 'pbä*^. P. gebildet nach o. 

b. Imperfeci auf ä. 

1) Von Perfectis auf ü finden sich nur Formen mit verkürzter 522 a 
Endung und zwar a) von vollkommen dreilautiger Wurzel: jiktälü, hier- 
aus nach §§ 85, 3. 486 nur «bssp, i. P. jäktalü, hieraus nach § 86, 3 
nur ^W^ ß) von lf:p dem Singular, s. § 486, entsprechend Viir), WTi' 

2) Von Perfectis auf I nur von vollkommen dreilautiger Wurzel b 
und zwar a) mit alter Endung, ausser P. jäktälün, hieraus nach 
§§ 80, 3ä. 85, 3 tF»onr?; nach § 82, 1 tjVar;, T^r'., i. V.Jäkialün, 
hieraus nach §§ 81, 3. 86, 3 fasm, \ yb ' - tr v j; nach § 82, 1 fbMn; von 
T^ft nach §§ 121. 487 c ft^"*'] ß^mit verkürzter Endung, ausser P. 
jäktälü, hieraus non?, nMm, r^ÄtT?; von it*'ft: «W?; ibMT;, ^*iaD% 
n:^air»., nre*;, Vnate^,*'«Jab'^' u. s. w.; von Vn nach Analogie der ^''d, 

8. §§121. '487c, «artij, t^r, 'O^; i. P. Jäktalü, hieraus nach § 86, 4 

'hxBiT', ^VitT*, T^Ätf, mnr, ^)tteb\ |hb9^-il>'>, t'tayi'», vair u. s. w.; 

» » IT' T ir' * IT ' T IT ♦ T I •' I »fl •»I « I •' T I • ' 

Wl*^,, llJll''*'.} ^*J^1 tt« 8. W. 

Ohne Perfeot*ist fQl^'; s. } 487e Anm. 

3) Von Perfectis auf ä. 

a) von vollkommen dreUautiger Wurzel k) bei intransitiver oder 523 a 
zuständlicher Bed. der Wurzel, mit alter Endung fjpt^y,j tpMtr, i. P. 
tr^lTj "WT.» "psna^ 1^?^; ™i^ verkürzter Endung': "hD»rn, tpffP 
oder nach § iÖ2&?ipm;; Wf;, t^T» '»a?^.! t^P1*i; i- P- ''tt?^» 'ö^ijif, 
t^T» Wn% nM1Ö7, «iSpT»^, Va^ aj bei Hauchlaut an 2., Hauchlaut 
oder p, n an 8. Äe/fe rf^ Wurzel: mit ä«^ Endung : tTQMJ7, i. P. 

Stade, habr. Ormmmatik. 19 



290 Drittor HaupttheiL Die Lehre toh der WoribUdnag. 

tl^Kin^ triO^^ nacli § 126a fplf^,; mit verkürzter Endang: '««^:, 

^i tW,' wj% nntaty,, •h^^Q^ '^p;m; waij^ «pf!., wiiy!, 1^»^% 

nrap, ^nb^.; nach § 126 a nyCD^ t^^*^.; nach §§ 127 c. 136, 6 ¥i^; nach 
§ 136, 7 '«Ärtp^, t^öVj nach §§ 121. 487c «ipx;, n:p^;; i. P. •h^ü^ «W;, 

n3in:% i>m> u. s. w.; «lÄiar», ««»d\ «»np^ wn 'to\ intp. 

Ohne entscheidende Perfeotformen sind 1^3*^|^i tV}'^'! ^m ohne Perfect t^}^]^ P- 

h ß) Von unvottkcmmen dreUauiiger Wurzel 

K) Yon n"b. Wie im Perfect, s. § 413 o, ergeben sich auch hier 
zwei Bildungsweisen 1) mit Ausstossung des ot, auf welches nach 
§ 489a der Singular ausgeht: jäktun^ bezw. jäktü. 2) mit Abdrängung 
des Yon einem Tone getroffenen ersten Bestandtbeiles dieses 
Diphthonges ai und Verwandlung des t in >; jäki^nn^ bezw* jäkißiü. 
Die erstere Weise ist die regelmässige, sie lautet in und ausser P. 
gleich. Die zweite ist selten. Ihr gehören an Ti^ s. §§ 81, la. 
86, 4, sowohl i. P. Hiob 16, 22. 30, 14, als wenn ein rhythmischer 
Hochton die vorletzte Silbe trifft (p 68, 32, ferner nach § 82, 1 t^Sr; 
Hiob 12, 6. ^ 122, 6. Die übrigen Formen zeigen die alte Endung 
und zwar i. P. mit Vorton vor derselben: fp'^W, 1^931» i y^ '^ir r; 
s. § 81, la; tlWi^., 1^a% tl^^'' 8. § 82, 1; ausser P. nach § 85,1 

tt^fT !>*• 8» isfi^n^ ^ 36, 9. " ■ 

Die beiden letston Formen erregen Bedenken, da kein Grand so sa bilden 
vorliegt, wenn der Diphthong ai yon keinerlei Ton betroffen wird. Die defeotive 
Sohreibnng verstftrkt diese Bedenken« 

c Die gewöhnlichen Formen der ersten Bildungsweise yon rrb 
lauten 1) mit alter Endung nach § 80, 2a fftsrp, pte^, nach § 81, la 
tl^rnr;, nach § 82, 1 tl^Ti lT*n^ il^T. ^) ^' v^kürzter Endung 

narn,lbr!, ^5; nanj s. §81, 3, sonst »n;;, simj, 'höfr;, f^n^i wir?» 

nach § 77 a Anm. -HqmS n&K^; %n\ 'KXl\ naT\ nfeH*), nnv^ u. s. w. und 

80 auch T»n'», n^m. 

d n) von yv. In der § 490 a beschriebenen ersten BUdongaweiBe 
t^mr 8. § 135 r, n)SiP)';, i. P. ^^ neben \WPC^, nach § 521» 2; in der 
zweiten fwn?» Vinr;, i. P. Äg;." 

liam Oen. 30, 39 ist ans *^iarr; für imn? nach Analogie der h^ erleiehteit 
worden. 

e ä) von r»: 1) jäkätün^ hieraus nach §§ 77 a. 85, 1 "fÄhl, \ ' pP^ ' ; 
2) yaArtf /ö hieraus nach § 86, 3 «itth*^. 



c. Imperfect auf I. 

524 Es findet sich in den § 491 beschriebenen Fällen. Das charao- 
teristische if wird ausser P. nach § 89, 1, i. P. bei alter Endung nadi 
§ 90, 2r, bei yerkfirzter nach § 90, 2 a behandelt. Daher 



Vierter Abeehnitt. Die Lehre yom Verbiim oder Thatwort. 391 

1) TOn |h3: W\, i. P. Wh s. § 126a. 

2) Yon den nach § 77a Anm. bildenden ntTu: vnofh, lb3^\ Tittt'^, 

1*3«^; i. P. Tti^, *5«^, r\m\ tTi5?»\ f(wx^' 

statt ^pn'*^ 4p 189, 20 L 7|!rn^ 

3) von den nach §§ 108. 117ä bildenden YU: fcrr;; nr^, IWpf 

■hnV', nDV», inn*», «atr; i. P. 'rar»; «i^, ^^b% «ob"^, nat^."^ 

Ueber t^Vn Hiob 41, U für te^; vergl. § 479 ( 4. 

B. Von den BteigenmgBst&mxnen und dem Zielatanuae. 

Von dem nach § 154 gebildeten gewöhnlichen Steigerung ssiammeh7,h9k 
in acfwer Aussprache {P(oI) 

1) von vollkommen dreiläufiger Wurzel. Mit voller Endung ausser 
P.jäkätmn, hieraus nach §§ 85, 1. 89, 1 f'ptdä:?'^; i. P. jäkättUün, 
hieraus nach § 90, 2 c •pmab';, tpntöf '^i •p*ig'?> fp'iSil?;,, P^H^ ^^ach 
§ ^^^ ^ I 'P^JtJ'j. Mit verkürzter Endung, ausser P. jäkäitilü, hieraus 

^Ti '^^''''P^^Tl» 'ttÄ^P^i W*'^, nrmte^ u. s. w.; nach § 136 n^tlha^^, 

fttöpl, Iti^a'^ aber i^D*^ ^ 38, 13;* nach § 135 ftc: 'onS';, "Nhäi 
vn^, nD«ü^, *IW; aber t^fiMg*^ und so immer bei n, n,"i: TinB*;, 
i^nD*;, ^ni?;, '^^I» 'onb';, Tpnto^, n»*; u. s. w.; i. P.: jäkättiiä 

und hieraus nach § 90, 2 a ?»*ii»Tj^ nnbjl, "I^Völi 'i*^'! ^' »• ^-S 'h'^1?> 

InDna*;, t^ajri';, nDrib^, »mi u. s. w. ' 

Ueber fW?*; neben llttf?; TetgL § 14Se Anm. 1. 

2) von unvoUkammen dreüautiger Wurzel b 

a) Ton rfb. Hier findet sich nur die erste der § 523 ft be- 
schriebenen Bildungsweisen jäkattü; hieraus nach § 85, 1 ^^9*;, ^^j 
'Am, *Di, %?j u. s. w.; nach § 135 h frif;, t*^'*^- 

ß) Ton :>*» nach a: nxir)?y, nach §§ 105. 136 'tÄn';, «fcbp, TO»tt% 
«Dn*»; nach § 136& nntr»; i. P. *5fn^ »dj^. 

Von ^9 findet «ich kein Beispiel. 

Vom selben Stamme in passiver Aussprache {Puat) 526a 

1) von vollkommen dreilautiger Wurzel. Nur mit verkfirzter 
Endung. I. P. jäküttälü, hieraus nach §§ 85, 1. 86, 3 npäT, f^äO-;, 

^Tt^ t^nÄO'^, fiwj^, nach § 135 & f'rtni'^, t^Tto^i Innthrausser P. 
jäküttälü, hieraus nach § 85, 3 ^tm'n*;, nach § ISöc f^a'^.T^, "h^lrti^ 

2) Yon unvollkommen dreüautiger Wurzel finden sich nur von n^ b 
Beispiele und zwar nur zwei in der ersten der § 523ft beschriebenen 
b^en Bilduiigsweisen: jäküpü, hieraus nach § 85, 1 j^Vs^, ^3^^ 

Beispiele von 99^9 n. 1*^ fehlen. 

19* 



292 Dritter HMpülidL Dia Lehre yod der W«riliildiuiig. 

527a Vom Steifferunffsstamme gebildet nach § 155 durch fUederhoiumff 
des letzten Wurzellautee finden sich nnr Beispiele mit rerikänter 
Endung. 

1) In activer Aussprache nur 

0) Yon "f^ i. P. jäkätiiü, hieraus nach §§ 77 a. 85, 1. 90, 1 "hwip^, 
t^xrin*;; ausser P. jäkätUü, hieraus nach § 89, 1 'higna';, f*«wx 
Hiemach 

ß) von :^:r i. P. ^ayirr, ausser P. t*'^pßb';, "hpßh^, "h^?^» I^^^TT' 

n I I 

b 2) In passiver Aussprache nur von i'V i. P. : jäkätatü, hieraus 
nach §§ 77 fl. 85, 1. 86, 4 lb>jrr, t«fitl> 

1. Von n'^ u. y''^ findet sich kein Beispiel« 

2. Vom 8teigerung99iomme gebildet nach § 156 durch WUäerkolkmg der hMm 
letzten WurzeUaute (Kataltal) findet sich kein Beispiel. 

528 Vom Steigerungsstamme gebildet nach § 157 durch Wiederholung 
der zweilautigen Wurzel findet sich nur active Aussprache (Pilpef) 

1) Ton r^i jäkäikUü, hieraus nach §§ 85, 1. 89, 1. 102» fWBW^, 
^ 94, 19. * ' 

Fftr t^S^by; Htob 39, 30 wird ^9^*; lU lesen sein. 

2) von^"»: **2ibD'^ und nach §§ 90, 2a. 124ft i. P. t^Vlr; Jes. 15, 5. 

Von dem nach § 158 eh bildenden JSidstamme findet sich kein BeiapieL 

O. Vom Oaiiiattvstamme. 

529a Vom Causativstamme, gebildet nach § 159, in actwer Aassprache 
(ffiftO 

1) von vollkommen dreilautiger Wurzel a) mit voller Endung 
jäkfilün, 8. §§ 91. 113, 2: frmiff^j fV(tyii »ach § 126 n tT»**»?, tj*«% 
tpa^^iT!; nach § 102 ä I'O*»^«^; nacli §98, 2 tpfc'^p'h, 'pV^^'h. P) mit 
verkürzter Endung: jäktilü; '»b'^W, «ib*«»?! ^"^ u. s. w; tiv, 
W»p?, Wto? u. s. w.; «ib^'a'h, 'in^yh, ^r^ u. s. w.; nach § 117* 
•hp*»»?; nach § 99, 1 ^a'^p^?. 

üeber ^Vy&n 8pr. 4, 25 yergl. § 120; für t^*^*^ ^TO '^^ ^^ gewöhnlieben 
Formen aiit I sn schreiben, sie sind durch Missventiaidniss der defeetiTen 
Bchreibnng veranlasst, yergl. § 649 h Anm. liD^ ist Kai. 

b 2) von unvollkonunen dreilautiger Wurzel 

a) von n"^ nur mit verkärzter Endung und nach § 523 b jäkti: 
rws ^^?i ^p^; nach § I26aw>j ^; nach § 102^ «ibjn, nach 
§ 98, 1 ^^\ -hf^. 

ß) Ton ^''9 gleichfalls nur mit yerkfirzter Endung: jäktttu; 
hieraus nach §§ 86, 3. 90, 1 "hinj, '^iiip; nach § 135 b *1WJ, "hrir, 



Viefter Alückaitt Die Lehre Yom Yerbim oder Thatwort. 298 

nri^; 2) nach § 71, 3 nfttg? und nach Analogie der § 521 »2 erklärten 
Formen ^:sf;jäkkitü siAtt jaAkitiü, s. § 89; 1. 

Für t^biiTP Jer. 9, 4 schreib M^rr\ Ptal s. § 145e Anm. Nach Analogie der 
wM. dreiL Wwrzdn bildet *b^; in t*lV«!^7i wofür *^Vfy^ su lesen ist, yergL gj 4986 
Anm. 499(1 Anm. 

Y) Yon "sf^ 1) mit voller Endung jäMün, hieraus nach § 85, 1 
tf«*'5';, fjrf^y^^, iT^'^r,^ IP^*^, ^- »• w. 2) mit verkürzter Endung 
jäkiiü, hieraus entweder nach*§ 71, 3 "hr??, "hrt^'Ex. 16, 2 K*diß, 
oder, und das ist das gewöhnliche, nach § 86, 3 ^^*^ir, ^'^l)^, ^y^97f 

*'»a'», ^'»D'^, "^v^^^ u. s. w. ' 

Vom selben Stamme in passiver Aussprache {Hofpat) findet sie 530a 
sich nur mit verkürzter Endung und nur in den folgenden Beispielen : 

1) Yon vollkommen dreilautiger Wurzel nur i. P. jüktdlü, hieraus 
nach § 86, 3 "hoM^ und nach § 119a 'hbn^'f. 

2) von unvollkommen äreilautiger Wurzel b 

0) von n^V.jüktü, s. § 523 ft, nur -hsj, s. § 126 ä. 

ß) von "p"^ finden sich nur Pausalformen yöAra^/ö, nach § 71, 3 a 
mit erhaltener Kürze des Vocals der Stammsilbe fnpis*! Jer. 46, 5 
-hTQ^ Mi. 1, 7 "hrD^ Hiob 4, 20; nach § 92, 2ft und mit Aufgabe 
der verstärkten Aussprache des zweiten Wurzellautes "hpn^ Hiob 
19, 23. 

Y) von "ifp bildet sich diese Person vom Singulare, s. § 500 b y, 
aus mit dem Tonfalle der vollkommen dreilautigen Wurzeln, daher 
i. P. «»rri99|\ hie^^\ ausser P. 'tntyi*' s. § 85, 3. 

D. Von den Beflazivstämnian. 

Von demnach § 163 g^h\iiL%i&ti gewöhnlichen Reflexivsteigerungs^h^Xt^ 
stamme in activer Aussprache (Hidpaal) 

1) von vollkommen dreilautiger Wurzel a) mit voller Endung nur 
i. P. nach §§ 86, 4. 163 b ti^Vorr;, tpD^nti*;; ß) mit verkürzter 
Endung i. P. "hbiltri';, ^pJWj^., i^t^Tpti^' 1^a?^a^ 'Jäöh»?':» »ach 
§ 129 fr ^unm*^., nach' § 136 b ^t^tP. y)' mit verkürzter ' EaAxmg 
ausser P.: jid-kätfllü, hieraus nach'§ 89, 1 ^bättTi';, nDbnn^ fsiMGDmr;, 

möarn u. s. w.; >««»% '^VH^^'j "f^'^TS^.J ^^^ § ^^^ ^"s'ja^i; i^*ch 

§ i29c^a*v\iT»; nach §§ 129 &. 135c*h'tftiff'; ^«toarf^ aber l^rtJrorf. 

1. tWJI'P 4* 99, 4 n. Vl&^ri^ Kn. 1, 18 erweiten neh dnreh dat "^ eli denominirt 

2. V!^lfr\ Bi. 20, 15 gebArt nieht hierher, loiideni efkUbt sich naeh § 162 ab 
Beflexiv des einfachen Stammes. 

2) von unvollkommen dreilautiger Wurzel nur mit verkürzter h 
Endung 



SM Dritter Hanptiliflil. Die Lehre Ton der Wortbildimg. 

a) Ton n*^: jiS-käfiA, s. § 523», mn*«, ^eait;, f^ptr\; nadi 
ibJfr|n% § 135 & c in|rp, i»nin\ 

ß) von :p'':p nach Analogie von a und nach §§ 105. 136: ^bsrr, 
*bnn% 'hiÄyn'»; nach § 135* •hTöti'^- In P. nach §§ 86, 4. 163* 

Ton ^^^9 findet tidh kein BeispieL 

532a Von dem nach § 166 b gebildeten Reflexivsteigerungssiamme mit 
wiederholtem letzten Wurzellaute findet sich nur active Aussprache 
und nur Beispiele mit verkürzter Endung « 

0) von n*^ nur r\rvpm, 8. §§ 129 c. 523». 

ß) von «i^y: jid^kdtitül hieraus nach §§ 77ii. 89, 1 «W;, +^'?^» 
tttÄri'!; i. P. aber nach §§ 86, 4. 'l63& "haätirf», ^Wiari% tTl-liirP!, 
'hbbfan'l und nach § 130 twi^^ Danach 

\y von y^p: "h^inirp, ibbinm*», "hipyinrr», liÄrtn^; i. P. "hTarr», 

•hbbhn*». 

b Von dem nach § 166 c gebildeten Reflexivsteigerungsstamme mit 
wiederholter zweilauiiger Wurzel findet sich nur ein Beispiel von 7^7 
in d^^'ver Aussprache: i^ptCpnr;, nach §§89, 1. 129c für jiSidkükuH. 

533 a Von dem nach § 167 gebildeten Reflexivstamme actfver Aus- 
sprache (Ni^ai) 

1) von vollkommen dreilautiger Wurzel: ßnkatilün, hieraus ausser 
P. nach §§ 86, 2. 89, 1. 127 a tpariS% IfT^if^, tpK^T.» T«on|^ 

tp»gVi 1- P- iiach § 90, 2 c i^ms^ "pbria*!, tpÄSa^ l^oVn? tpi gn ;, 

tptQÄ;!, tp'^IJP?- ß) mit verkürzter Endung i. P. ßnkätilü; hieraus 
nach §§ 86, 3. 90, 1 "hÜr** imÄ\ ibxr, ibDÄT, IIDO«'' u. s. w. ; ausser 
P.: ßnkätUä; hieraus nach § 89, 1 «iblSf», wnb\ l'iKr», ^bn3\ ^rr»r», 

•'•■ «J» SIT«' TIT •' -I IT •' -T IT •' : »»-' 

■hOTn% "h^ipm, inrap'* u. s. w. 

T IT«-' n IT-' I IT- 

b 2) von unvollkommen dreilautiger Wurzel 

a) von n'^ mit t^o//^ Endung nach § 623 b ßnkäiin nur fi^, 
8. §§ 86, 3. 127«; mit verkürzter Endung fink&tü: ?ibr, tw, t^y, 

•hny u. 8. w. ; 5ism, "hte:^, «Än'> u. s. w. 

It • ' Tl»«' Tr«' Tf 

ß) von ip''!^. Von dem § 504 J beschriebenen Singulare aus bildet 
AiAi ßnkattü, hieraus nach § 127 a Ims^, 'hoiS'^, ^äG^, "h^l^, u. s. w., 
nach § 135 c "^trp;^ i. P. "h^. und mit Aufgabe der verstilrkteii 
Aussprache des 2. Wurzellautes ^bfi*;. 

f) von i'p. Von dem § 604 c beschriebenen Singulare bildet 

sich: 'i»'*, wit3% «ibit3\ -hyir», «öb% n*^!^. 

Abnorme Verstärkung des 2. WurEellaates zeigt ^*^;^ £z. 10, 15. 17. 19, veigL 
§6115 7. 



Vierter Abechnitt. Die Lehre vom Verbnm oder Thatwort. 295 



IV- DIE 3. PERSON EBM. PLTJE. 

Die 3. Pers. Fem. Plur. bildet sich yon der 3. Pers. Fem. Sing. 534 
durch die Anhängung der alten Pluralendung rc, auch *} geschrieben, 
8. § 323 c Anm. 3. Dieselbe ist tonlos. 

1. Durch diese Bildung weicht das Hebr. yon den übrigen aemitifcben Sprachen 
ab. Diese bilden diese Form von der 3. Pers. Mose. Bing, durch Anfügung der 
Endung nd, bezw. an, so dass sich Masc. u, Fem. in der 3. Pers. Plur. Imperf. 
nur durch die Bndnng unterscheiden, so weHaram,: fikf^lün, flkfWin; otiaram.: 
ndcfHln, rnkf^län; arab.: jäktülünä, jäk^Umä, Ge'ez: fSngtkü, flmg^ä u. s. w. 
Falls diese Bildung: jätf^^ÜmL älter ist lüs die hebrfiiache, so würde sie auch die 
Priorität Tor der spateren männlichen jäJ^tüliinä beanspruchen dürfen, da sie 
einfacher gebildet ist. Beide würden eine Zeit lang unterschiedslos neben ein- 
ander bestanden haben und dann benutzt worden sein, um beide Geschlechter 
zu scheiden. Dieser Hergang ist auch deshalb wahrscheinlich, weil nicht wohl 
anzunehmen ist^ dass die 2. u. 3. Pers. Plur. von Haus aus gleichgelautet haben 
und die erstere sich ebenso vom männlichen Singulare herleitet wie jäkt^nä. 
Doch ist die Bildung täkt4lnä nach Analogie der 3. Pers. Fem. Bing, nicht auf 
das Hebräische beschränkt. Sie findet sich dialectisch auch im Arabischen, sogar 
in Koranvarianten.^) Und umgekehrt finden sich im Hebräischen Formen mit j; 
m^pari Da. 8, 22 s. § 535a Anm., nsno^? 1 Sa. 6, 12 s. § 5366 Anm., nj^m Gen. 
30, 38 s. § 536 d. Bei ihrer Vereinzelung steht jedoch dahin, ob sie als eine Be- 
stätigung für das einstige Vorhandensein der Form jaktulnä anfgefasst werden 
dürfen. Es wäre nicht unmöglich, dass sie einem Einflüsse aramäischer Hede 
ihr Dasein verdankten. 

2. Nach der Meinung älterer Grammatiker stehn Formen auf h9 in einigen 
Stellen, Ex. 1, 10. BL 5, 26. Jes. 28, 8. Hiob 17, 16, statt des Singulares. An den 
beiden letaten SteUen liegt jedoch plnralische Gonstrnction yor, in den beiden 
erstereaist zu emendiren, vergL §§ 510e Anm. 5366 Anm. 

3. Mit Suffixen verbunden findet sich blos f^astinn Hiob 19, 15, ftüls der Text 
richtig ist, und fTp?^ ^^^» ^t 1^« ^s ^^ hier wohl eine Uebertragung der 
männlichen Endung zu constatiren sein, vergl. jedoch § 571 Anm. 

A. Vom einfachen Stamme oder KaL 

a. Imper/ect auf ü. 

1) Von Perfectis auf ä 

a) von voilkammen dreilautiger Wurzel: iäktulnä, hieraus nach 535a 

§§ 80, 3ii. 95, 1 tnyiinn, nach § 80, 2a njnaw), WTte«3; nach 
§ 82, 1 tnj^ippi; nacV§' l2Qa n»ttt?, nj!*!?, trij'to. 

Urt>er in^ibai;! Da. 8, 22 vergL § 534 Anm. 1. 

ß) von unvollkommen dreÜautiger Wurzel b 

1) B. L. FMaeher in Berichte ttb. d. Yeriiandl. d. Sachs. Ges. d. Wissensch. 
PhiL-hisi. OL Bd. 16, S. 276 1 



296 Dritter HanpttheiL Die Lehre Tcm der WortMldiug. 



tt) von ^'y: Torausznsetzende Gnmdform täJjcutfui. Das einzige 
sich findende Beispiel npäori schiebt zwischen Stamm und Endung 
ein ai ein und bildet nach §§ 85, 1. 9^*, 2. 143 c. 

Dieses ai könnte man für gleichen Wesens mit dem Schultevocal ä des Peifects, 
s. § 428 b, halten, zumal sich im Arabischen statt jenes auch ai findet. Wahr- 
scheinlich beruht es jedoch auf der Analogie der h^ und ist von diesen entlehnt. 

c ^) Ton ^'t: täkütnd, welches sich zunächst, da ü in geschlossene 
Silbe zu stehn kommt, zu iäkutnd verkürzt; hieraus nach §§ 86, 3. 
95, 1 npntbn oder ^piÜP). Die übrigen Formen zeigen Einschub des 
unter h beschriebenen ai, wobei sich der characteristische lange 
Yocal naturgemäss erhält: iäkütainä; hieraus nach §§ 85, 1. 99, 2 
ro'^tmjn, HÄiyn, n^3nl)P^ tna^'atJpt Ez. 16, 55 neben zweimal ptta 
im selben Verse. 

Diese Yertheilung beider Formen wird Erzeugniss der UeberUeferung sein 
vergl. § 536 e Anm. 

d 2) von Perfecits auf i finden sich nur zwei Beispiele a) Ton 
vollkommen dreilautiger Wurzel tnibtDPl s. § 134 &. ß) Yon i't tnjITWP 
Ez. 13, 19 s. unter c. 

b. Imperfect auf ä. 

536 a 1) Von Perfecits auf i nur von vollkommen dreUautiffer Wurzel: 
täktälnd; hieraus nach § 82, 1 npb&on, np^äbpi, Hjri'n^Pi, nr^vn, 
tnjre«P\, tnjrngto, n^Tom; von »n;» — ' und so wohl bei aalen 
tk*^ '— nach Analogie der n*^ yticy^. 

1. statt t»iÄ^«? Bz. 6, 6 L *rtva&ip\ von ]^». 

2. Ein Beispiel von einem Perfeot mit « findet .sich nicht. Das K^fi I 8a. 14, 
27 *n}*jiw steUt ein solches (von ^**S) vor. 

b 2) von Perfectis auf ä • 

a) von vollkommen dreilautiger Wurzel und zwar 1) bei intransi- 
tiver Bedeutung der Wurzel, nach § 81, 2 tnjDWn; nach § 82, 1 

tnjp'nxrt, tnaatfjjn, tnjafa'in, tnjrjnn, tnjMVn 2) bei Guttural 

an 3. Stelle roifib^. Von tk*^ jedoch nach Analogie der n^^ 
tl«XtiFt, njfinpPi, [l^np!? und nach § 126« tnjÄte? oder np'WL 

lieber traUPTtl Ej^. 23, 20 vergl. § 510e Anm.; über t^J^I^Vi §1436 Anm. 1.; 
über tf^;*iQ^ §§ 121 Anm. 584 Anm. 1; fny^UPi Ez. 16, 50 ist Sehreibfehlar ver- 
anlasst durch nachfolgendes hf^toni. Für AjM'^ Ex. 1, 10 L tU^JSfP^ 

c ßl) von unvollkommen dreilautiger Wurzel 

«) von n'T) täktaind, hieraus nach §§ 80, 2 ä. 99, 2 Jp^TO» W*3m, 
np^}:^n, wton; nach § 81, l a iyi'^'^\ nach § 82, 1 TO-ia^, 'V^!'^ 
tna^'a^in, t rnDP\, ni^^b^n, tns^'Pitinu. s" w., und so auch re^^ws ro'j'm 

Die Schreibung t^^^*]^ erklärt sich nach § 29, tX^fg^ St 5, 29 e^tw6^6r nach 
§ 134d oder aus Verwechselung mit einem Bnergicus, 



Vierter Absohnitl. Die Lehre Tom Yerbum oder Thatwort. 397 

a) Ton ^"9^ in der ersten § 490 a beschriebenen Weise nur d 
robtPi oder mit Einschub, s. § 535 b, fnr^sn, s. §§ 82^ 2. 85, 1 ; in 
der zweiten f * TOtatfT), wie Ez. 6, 6 (ur f nai3^*T) zu lesen ist. 

Ueber iti}^^ Gen. 80, 38 vergl. § 534 Anm. 1. 

i) Ton ^"^p: täkätnd, hieraus ohne Einschub nach §§ IIa. 86, 3 e 
npsbri 15 mal oder t^pibP); mit Einschub, s. § 535 &c, nach § 85, 1 
nniäP^ ^ 45, 16. Jer/9, 16. 

Das Schwanken wird wegen f^'^bri .1 Sa. 10, 7. Esth. 4, 4 der Ueberlieferong 
zur Last zu legen sein, veigl. § 585 c Anm. 

c. Imperfect auf i. 

Nur Ton vollkommen dreilautiger Wurzel und mit Ausnahme von 537 
ira, woTon sich kein Beispiel findet, in dem § 491 beschriebenen 
Umfange. Grundform täkttlnä^ woraus jedoch nach § 1076 täkialnä 
geworden ist. 

1) Ton dem nach § 77 a Anm. bildenden »"&: tnä'tlKh, nsbsKh, 
rmijife oder ^in>M*\. 

' 2) Ton den nach § 117» bildenden rs: nach § 108 nsibp), 
tjjibi;, n^^, aber Ton tt'^ auch hier nach Analogie der n'^V: 

Ueber t^l^^ £'. 35, 9 K«dlp veigl. § 29, 

B. Von den Steigenmgmtftmmen und dem Ziekrtamme. 

Von dem nach § 154 gebildeten gewöhnlichen Sieigerungsstamme o^Sb 
findet sich nur active Aussprache (Pial) 

1) Yon vollkommen dreilautiger Wurzel: täkättilnd, hieraus nach 
§§ 85, 1. 90, 1 ny^a^Ti?» tnj^taÄsi, nach § 135 c tnj^ntttj; bei nu. 9 
an dritter Stelle nach § 107 & tnp:f)gap\, tnpSfJöFt, tripnSfin, tnjrtÄn ; 
ebenso i. P. ranori, tnptto'^xn, tn;D;:$ri. Von k'^ nach Analogie 

der n'b s. Z» a npM^qn. 

Bin Beispiel mit n an dritter Stelle findet sich nicht. 

2) von unvollkommen dreilautiger Wurzel b 
a) Yonn'^: täkättaind, hieraus nach §§ 85, 1. 99, 2 y^tm^ ^'V^ 
ß) von rp'y nach a nur tnjjpri ^ 71, 23, s. § 134»! * * 

Von ^9 findet sich kein Beispid, ebensowenig ein Beispiel vom Pu'aL 

Vom Steigerungsstamme, gebildet nach § 155 durch Wiederholung 539 
des letzten Wurzellautes, finden sich nur zwei Beispiele, beide yon 
^"IP 1) in activer Aussprache (Pdlil) täkdtttnd, hieraus nach §§ 77 a. 
85, 1. 90, 1. 134 & npipn Ez. 32, 16*(2mal); 2) in passiver Aus- 
sprache (Pdlal) täkdt^ndl frxmght} ^ 75, 11. 

Yom Steigerungsstamme gebildet'nach § 156 (Kätilfäl) findet sich kein Beispiel, 
ebensowenig vom Zieblamme. 



298 Driitor H»apiibfii]. Die Leim voa der Wortbild«««. 

O. Vom GaoBtttivBtamme. 

540 a Vom Causativstamme, gebildet nach § 159, ia aciwer Aassprache 
(mtpU) 

1) Yon vollkommen dreUauiiger Wurzel findet sich Hur ein Bei- 
spiel trwän if 119, 171, nach §§ 107a. 12Ga, entstanden aus iänbi^nA. 

Die Form zeigt, dass die 3. Pen. Fem. Plnr. im Untecfohiede Tom Maecolia 
den unprÜDglich karsen Vocal des Hi^'U erhalten hatte. 

h 2) von unvollkommen dreüauHger Wurzel 

a) von n'^: täktainä, hieraus nach § 99, 1 nur ^t^^^. 

ß) Ton !P^!P : iäkilnä, hieraus mit dem § 535 b besprochenen Ein- 
schube und nach § 85, 1 tnp^nn Oen. 41, 54. 

Diese Form fiUlt mit den nach § 536 il vom Kai gehildeten zusMnmen. 

Y) Yon ^"^p. Grundform täkUnä, hieraus 1) weil t in geschlossener 
Silbe steht, täkUnä, und hieraus nach § 90, 1: robuj, tranm; 2) mit 
dem § 535^ beschriebenen Einschube und nach § 85, 1 njriirain, 

trüia^n Mi. 2, 12. 

c Vom selben Stamme in passiver Aussprache (ffotpat) findet sich 
überhaupt nur ein Beispiel und zwar von vollkommen dreUauHger 
Wurzel tnsb^nn nach § 119 a für iü-wbalnä. 

D. Von den Beflezivstämmen. 

541a Von dem nach § 163 gebildeten gewöhnlichen BeflexivsteigerungS' 
^onime finden sich nur zwei Beispiele in octo^r Aussprache (JKäpaa/) 
¥on vollkommen dreilautiger Wurzel: üS-käiitlnä, hieraus nach §§ 90, 1. 

129 c tna:»;^ und nach § 107» riDd^nrit?. 

b Von dem nach § 166 fr zu bildenden Reflexhfsietgerungsstamme 
mit wiederholtem letzten Wurzellaute finden sich gleichfalls nur 
zwei Beispiele in acHver Aussprache 1) von t^'^ nur 'pjtjMül^, 
8. §§ 99, 2. 129 c. 2) von «l":?: üd-kätUnä, hieraus nach §§ ria^i6ih 

tnsMiitart!). 

T t - I • 

Von 9^9 findet sich kein BeispieL Ebensowenig von dem nach § 166 c zn 
bildenden SeflexivsUigerungsitatnme (Hi&pafyat). 

542a Von dem nach § 167 gebildeten Reflexivstamme aciiver Aus- 
sprache (Jfiffal) 

1) von vollkommen dreilautiger Wurzel: tlnkätilnd, hieraus nach 
§§ 127 a. 137 a fnäx^ Ru. 1, 13; sonst nach § 107 fr rnni^ oder 

X!3JJ^ -fTObnai?, njngön, Ironnfcn, njns^i? u. s. w. ; tn^s^jn, ^njttbi» ; 
ebenso i. P. n:b»n, troä'inn, Itodio^p und nach § 137 a ranip. 



Vierier Abiehnitt. Die Lehre Tom Yerbam oder Thaiwort. 299 
Die m'^ büden auch hier nach der Analogie der n'^: fnptttnr, 

2) Ton unvollkommen dreilautiger Wurzel b 

a) YOn rfhi AnkätiHnä, hieraus nach §§ 99, 2. \21 a W^D^ri, 

tw^^spi, 1ro'«»\, rc^iPn. 

ß) Ton "p^t findet sich nur ein Beispiel, und zwar ohne Ein* 
schuh, tra|)Qn Za. 14, 12. 

Ton \*^ findet sich kein Beispiel. 

y. DIB 2. PERSON MASG. SING. 

Die 2. Pers, Mose. Sing, unterscheidet sich von der 3. Pers, 543 
Mose. Sing, dadurch, dass sie statt mit J mit t beginnt. Man wird 
in diesem t einen Best des Urpronomens ta erkennen dürfen, 
s. §§ 177 ^ Anm. 1. 2. 178a Anm. 2, welches an die Stelle des Prä- 
fixes Ja der 3. Person getreten ist. Diese Person lautot daher jetzt 
der 3. Pers. Fem. Sing, gleich, ein Umstand, welcher beim Sprechen 
kaum Missstände mit sich bringen konnte. 

A. Vom ftinfaohon Btamme oder Kai. 
a. Imperfeet auf ü. 

1) Yon Per fectis auf ä 544a 

a) Ton vollkommen dreiläufiger Wurzel: iäktul(a), hieraus nach 

§§ 80, 3a. 95, 1 \fam, "hänn, "Tfenn, btenn, ifvm\ nach §§ 80, 2 a. 

102a tf^TO und so immer bei n und y: a^npi, tohnn, *7il»i, 
äV^ u. s. w.; Ton K^b nach § 81, 1 a ta'n»^ t^^^i ^l^!?«^^- jedoch 
§§479 fr, 3. 546, 2; nach § 82, 1 "yät^ fil'^to, Db^ u."8. w.; nach 
§ 126 a &föp^ fMB\ u. s* w.; nach § 93,' 1 n^;^, '^tf6t\^ "Wm u. s. w. 

Energicus nur vor Suff.: nach §§ 102fr. lUfr 'hsännn, ^aT$n; b 

twDnten, tonsrn, "hinxn, tnitonn u. s. w. 

ß) Ton unvollkommen dreilautiger Wurzel c 

tt) Ton ^:p: täkutt(ä). Es finden sich zufällig nur Beispiele der 
ersten § 484a beschriebenen Weise, s. jedoch Anm.; nach §§ 86, 3. 

95, 1 ntoi, trhij, ahpi, tjhpi. 

Beispiele mit soruckgezogenem Tone nach Wmo amtec. finden noh nicht. 
Vom Mnerg, nur ein Beispiel: ^^üfff) in der sweiten § 484 a beechriabenen Büdnngs- 
weiae, s. §§ 71, 8. 82, 1. 104. 114 fr. 

a) ^:p: täküt(ä), hiera« nach § 86, 8 'ttnar^ «i>mPi, OtMn, n«n, 
Wpn u. s. w.; nach § 106 mr\. Jussiv nach § *480fr iäkui, hieraus 



300 Dritter Hanptth«iL Die Lehre toh der WortUMmig. 

nach § 95, 1 ff^, fnttPi aber wegen des 'i: fix^ Dt. 2, 9; nach fF4m 
consec. nach § 93, 1: yojpfy, Energ. täkiiiän, nur vor Suffix, nach 

§§ 85, 1. 114» -hsfc^tJn, vnitä^. 

d 2) Yon PerfecUi auf I a) von vollkommen dreilauiiger Wurzel 
ffinn, 8. jedoch § 479 h 2, fstts^ and nach § 126 a Viw. Ausserdem 
ß) von n^y nur nwn. 

b. Imperfeci auf ä. 

545a 1) Von Perfeciis aufü nur bw\; i- P. bD^I^ vergl. § 486. 

b 2) Von PerfecHs auf ä nur von vollkommen dreilautiger Wurzel: 
täktäl(ä), hieraus nach § 81, 2 tb'nnri; nach § 81, 1 a tnntt^; nach 

§ 82, 1 tpa*ii? ttfabn, a'npr?, nstfn; nach § iio& »jten; von"V'ö nach 
§ 487 c tKrpt^; i. P. nach § 86, 4 "hinwj, tuJabn, "b'jpri, "bato, troto, 

t«h'»P\. JsJwrr^. mit Vorton nach § 487ft tüS^te^'t^STn'^', 's. § 114*, 

Ohne Perfect ist ffjni^ 

c 3) Von PerfecHs auf ä 

a) von vollkommen dreilautiger Wurzel K) bei intransitiver Bed. 
der Wurzel nach § 81, 2 to?nn; nach § 81, la tpTO P,; nach 
§ 82, 1 as'npi, a?«r\, p^n, i. T?. p"?»!?, astön. a) bei Hauchlaut an 
2., Hauchlaut oder p, n an 3. Stelle der Wurzel: t^K», "fww, 

tfKjn, t5|Ättat bttiFi, *\nari, ttDntfri, tp?TP\ u. b. w.; i P. tbija?, 
oirm u. 8. w.; tmrri, nbiiß, namt ^pn?; nach § I26a 7m\ nach 

§ 127 c n^, i. P. rr^; nach § '4iB7c i^y^\ bei tt'^ nach § 110 fr 

ttom, KXtri, ^\fe\ u. s. w. fneri;. nach §§ 114 fr. 487» fwiam, 

1. unter K werden gehören ttl^MT), Cl^KTt Vom ersten findet rieh keine, vcm 
zweiten keine entscheidende Perfectform. 

2. n^V^ Ob. y. IS beruht auf einer EntsteUimg des Textes. 

ß) von unvollkommen dreilautiger Wurzel 

») von vThi täktai, hieraus nach § 80, 1 a tnwn, nb^ »^te«R; 
nach § 81, 2 ^y^m^ if 91, 4; nach § 81, la tnmr^ n^riA; nach 

§ 77 a Anm. roKh; nach § 82, 1 n^api, man, runrt^ n'nm u. s. w., 

und so auch mnri n^^nri. /ti^^V nach § 489 h takti, hieraus in der 
dort beschriebenen Weise: ipn^^ to$n, Pitin, \StV^ xnp\, l&l^, '^. 
Nach Waw consec. te?F)?, tPtAgni^ Jfai5% 1vj!3?, tkbW), tfJW- Energicus 
nur ror Suffixen, nach § 114 fr ^^l^ri, "hato^, 'httnri. 

1. Üeber f^ain Spr. 1, 10 vergl. § 148 e Anm. 1.; über nlD;pn ebenda Anm. 2. 

2. Einen JuMtv Ton n*^ stellt nach Keueren auch f^ Dt. 82, 18 yor. Doch 
scheint der Text beschftdigt. Auch hier findet rieh das gewöhnliche Imperfect 
nach Waw eonaee. und iwar yiermal M'i^l-n a. tti|^» 

a) Von ^:p nur hm?, hm? P. s. § 490 a. 

A) von 1"':^ nur MhPl, nach §§ 77 a. 86, 3 aus iäbä\ 



» » i 



Vierttr AbMlmiit Di« Lehre vota Yerbum oder Thatwort. 301 

c. Imperfect aufi. 

Nur vonPerfectis auf ä und in dem § 491 beschriebenen Umfange 546 

1) Yon Itnp nach §§ 82, L 90, 1 inr, nach § 89, 2 c -^nn; Energ. 

nach §§ 89, 1. 114 fr "hadPin, nidnn. 

2) Ton den nach § IIa Anm. bildenden m^'u : tt|Dh, s. jedoch §§ 479 b 3. 
544 a; i. P. b^fe, "httÄh, sonst nach § 107« bDiön, ni2«h, mit fFaw 
consec. nach § 88, 2^ 'ittMJn;]. l^n^r^;. nach §§ 105. 114 ft ^bsKh, 

njb5«fe. 

3) Ton den nach § 117ii bildenden i%: TjPt, ftcm, ^n, ä^; nabh 
§ 88, 2 ^bn, ^bni; nach § 107 a i^im, yiT) und hiervon nach Analogie 
von § 86*, 4 i.' P. rm. 

m 

B. Von den StelgenmgBstämmen und dem Zielstamme. 

Von dem nach § 154 gebildeten gewöhnlichen Steigerungsstamme bila 
in activer Aussprache {Ptal) 

1) von vollkommen dreilautiger Wurzel: täkätfil(ä), hieraus nach 

§§ 80, 5. 85, 1. 90,1 "Tdttni mtn, «tenn, n^^m, Mtatan, Kbtan u. s. w.; 

von hintenhauchlautigen Wurzeln mit Ausnahme der tt^'b: n|;r\, 

tnrÄPi, nbÄj, Irtan, trttön, tipgan, aber i. P. +nFDn, tnMPi, t?;?3Pi; 
nacli '§ 135» ipöpi, ttnÄij, ra^^gn, ttonwi; nach §^135^ bnnri, arjsn, 
T!?P^ +*trt5*?i örnn, 'hnAsi, "hsari, a?ri)n; nach § 88, 2 tthinn, -pnten. 

Energicui nur vor Suffix: täJkäfiilän, hieraus nach § 89, 1 a) mit b 
dem Suff, der 1. Pers. Sing. "»irSDn Hieb 7, 14. 9, 34. 13, 21, 
s. § 134 b. ß) dem der 3. Pers. Masc. u. Fem. Sing. fnabsDn, tvitabri, 

•hi^«?, "h«!?*?, ^amm, ii^Kjn, unbwj, tni^ann,' s.' § lu b. 

lieber «ttt^an, nf^:3ri, vergl. § 136, 6. 

2) von unvollkommen dreiläufiger Wurzel c 
a) von n^: täkätfai, hieraus nach §§ 85, 1. 99, 2 nb^n, ts^m^ 

nVdn, n&an, mim, msn u. s. w. /u^^iv nach § 493 fr Ib^in, brn, 

toai^, 'n!^« Nach Warn consec . toorn. Energ. nach § 114 fr twspi, 

ß) von y':p nach n: l^bnPl, bVgn, Trwn; nach § 88, 2 t^bw. d 
Energ. nach § 114 fr "hibbrin. 



Yen ^''y findet rioh kein Beispiel. 



Vom selben Stamme in passiver Aussprache (Pual) finden sich 548a 
nur zwei Beispiele und zwar alle von n^: täkuttai, hieraus nach 
§§ 85, 1. 99, 2 tnjw», tmtto. 

Vom Steigerungsstamme, gebildet nach § 155 durch Wiederholung 
des letzten Wtßrzellautes, findet sich nur active Aussprache und nur 



309 DrittMf Hauptiheil. Die Lehxe um der WoribSduiig. 

1) Yon i':p: täkätU(ä), hieraus nach §§ 77a. 85, 1. 90, 1 bVvvi, 
I^ISP), tnaipn, Dtgrhn, Ulon. Energicus nur in tra^bn 4^ 65, 11, 
8. §i 89, 1. 114». Danach 

2) von y^y: *tMiOPi, bVton. 

Vom 8teigerung88tamme gebildet nach § 156 (KäUÜtai) findet aioli kein Beispiel 

b Vom Steigerungsstamme, gebildet nach § 157 durch IFiederholung 
der zweilautigen Wurzel, findet sich nur ein Beispiel in activer Aus- 
sprache (PUpel) Yon ^p^'t: täkätkit(ä), hieraus nach §§ 85, 1. 90, 1. 

Vom Zieldamme s. § 158 findet rieb kein BeispieL , 

O. Vom OaoBfttiVBtamme. 
549a Vom Causatmtammey gebildet nach § 169, in aeiwer Aussprache 

1) von vollkommen dreüautiger Wurzel: täktß(ä): h'»nDn, t3*'?ta?, 
n-^non, TPrs£P\^ awi? u. s. w.; nach § 126« b*'»!?, b'^Mn, ttT^öi? u. s, w. 
aber tb'^mr!; nach § 117» h'»»?; nach § 98 q'nD'ta, jnsin, vnrfa, 
T»Vin u. si w.; nach § 99, 1 y^fvm\ nach § 106 »^aii?, rnb«?, rrarin, 

t?^»n, ?^©I3 u. 8. w,; nach § io2 a 'ptMtrg, ÄOpTO, ttT'nnn u. s. w. 
aber "h'TOTi, tta^^bwi. 

b Energ. nur vor Suffix: nach § 114& •hjb^Jög, "haJpV^I?» niD**?», 

tnib'^TOi?. 

^'statt ti^»<;i^.4i 65, 10 1. m^Mpn vergrl. § 5Ma Anm. Veber den JB w cfy. in 
Terbindnng mit dem Ä^. der 2. iVrf. Ifo«;. 8mg, vergL § 187 6. 

c Jussiv nach §§ 480 »• 498 c täktil, hieraus nach § 90, 1 jVon, 

tnnon, "«lon, nmin, tbston, ptin, *bb«iri; nach § i26at3W, tbi», 

-f^*)» u. 8. w.; nach § 102 Wim, tbsttPi, fthm aber tobyn; nach 

§ 98 s|oin, n-jin, brrtn; nach § 107« irgt^ r«ti», rein, qgin P.; 

nach § 88, 2 c "hrDbÖn, tlttW). Mit Waw consec. tb'5»% "hfeWÜi 

t*ain5, tinpnD, ttibnnn, oansVtrtDni Neh. 9, 24; aOT35,' tpjnj. 

Aacb bier findet sieb bei M'^ nacb Waw canste. aacb das Imperfeoti KnarW) 
▼ergL § 481 Anm. 

d 2) von unvollkommen dreilautiger Wurzel 

a) von n'^ : täktai, vergl. § 499 a, hieraus nach § 99, 2 trnbp, 

na'nn, ngtön; nach §126« nen, ren; nach § 98 irtyin trnin; nach 

§ 102 a ribim. Jussiv nach § 499 b tJktH, hieraus nach §§ 70, 2 Anm. 2. 

126a on, nach § 101c tntin, a^in, ^y^. Mit fFaw consec: b^nn. 

Energ. nur vor Äti^., nach § 1146 twbn, "h^in, tnfbm 

üeber f ^T T y nin Jer. 12, 5 yergl. § 159 6 Anm. 2. Bocb ist auob möglicb, die 
Fonn als eine Ableitnng einer ans Hi&pt^al entttandenen vierkuä. Wnrael ku 
erkiftren, vergL § 145^. 



Viertar AbsohnÜt. Die Lehn vom Verbmn oder Tfaatwort. 303 

ß) Yon y"^ nach § 499tf tAktii(ä), hieraus 1) naoh §§ 71, 3. e 
90, 1 iwx^. 2) nach § 86, 3 f^m, fifün, n&ri. Jussw nach § 107 a 
fra^j Ipnp). Nach Analogie Ton a: fj^r\n ^ 65, 9 P, 

Wo der ( 107« beaohriebene Lautwandel nicht Platz greift^ fidlen Imperfect 
nnd Jxüuiv snsammen. Statt t^s^ Ex. 23, 21 I. 1^ naoh d, 

7) von i':p: iakit(ä), hieraus 1) nach § 71, 3 ta**©!?, t*n''?P| f 

2) nach 86, 3 jrw, "pan, "pDij, x^t^^ »tn«, o'^pij, a^'tn u. s. w. 

Jiissh nach § 4806 täktt, hieraus in der 1. Weise nach § 90> 1 y&s\^ 
nach § 107 a mn; in der 2. am, toto u. s. w.; f^ Ri. 19, 20 P. 
Hieb 17, 2; nach § 88, 2 ff^ni fxlif^^ tlm. Nach Warn consec. 
trapn, T?rn, Ogn?. Energ. nur t;or Äti/., nach §§ 85, 1. 114 & iuiJ^nPl, 

ua*^, tnjK^an, tnj^pPi, tHja-^nn. 

to?^^ 1 Sa. 15, 19 denom. von o'^ steht for *a9^n, vergL l 8a. 14, 32 K«rt. 
S. de l8. Tat Aeth. 8. 123. 

Vom selben Stamme in passiver Aussprache (Mo<pal) finden sich g 
nur drei Beispiele yon vollkommen dreilautiger Wurzel: tüktal(ä), 
hieraus nach § 126 a fmn, nach § 119a ficnw, nach § 92, 2b m. S. 



I n f» 



D« Von den Beflexlvstämmen. 

Von dem nach § 163 gebildeten ^^it^dAn/tcA^n J?^/7^a;n;s/^^^mn^j- 550a 
stamme finden sich nur Beispiele acHver Aussprache {Hi&paal) 

1) Ton vollkommen dreilautiger Wurzel: tid-kätttlfä), hieraus 

nach § 90, 1 tosnriPi, tinnrin, nta^nn, t»»?npi; nach § I07ö 

tpfiMTOi, ^rin, 'h^WiFl) tD^9?>9 ^^^ hieraus weiter nach § 1 10 fr 

K^&ra. In P. nach § 163 fr "Torinn, t^s-tbriri, If^mp^ tQ^^x?- 

Die Unfonn Vfm 2 8a. 22, 27 Terbeaiere naoh ^ 18, 27. 

2) Ton unvollkommen dreilautiger Wurzel b 
a) von sY'b: H&kattai, hieraus nach § 99, 2 njlttin, tnj?nrir\; 

nach § 135fr n'1|rir). JussUf naoh § 501c \TTfP\\ nach § i29c l^lin; 
nach § 135 fr nmPi aber ■mmn; nach § 118 "uttin. 

ß) von yy nach a b^ntjn, bltonri; nach §§ 129 (?. 135 fr "h-T^ten, 

i. P. t^^nriPi, "imr«?, "h'wi*? 4^ i^, 27. 

1. Die ünform t*>96t? 2 8a. 22, 27 Terbesaere naoh ^ 18, 27. 

2. Ton ^"9 findet rieh kein BeispieL Ebensowenig vom Energ, 

Von dem nach § 166 fr gebildeten Refiexivsieigerungsstamme finden 55 i 
sich nur Beispiele activer Aussprache 

1) von rf'h nur mmtin, s. §§ 99, 2. 129 c. 502 a 1. 

2) von n"^r Üd-kättt, hieraus nach §§ 77 a. 90, 1 tl?ia«Pii i. P. 
nach § 163 fr t^!*™- ^^^^^ 



304 Dritter HanpttbeiL Dia Lehre toh der Wortbildii^g« 

3) Ton IP^IP nach § 129 d xs^Sink^ Koh. 7, 16 P. 

Von dem nach § 166c sä bfldenden B^lexwiteigenmgtttamme (BMjmipai) 
findet lieh kein BeispleL 

552a Von dem nach § 167 gebildeten Reftexiv$iam$ne actwer AnB- 
sprache {Nüpal) 

1) Yon vollkommen dreUauHger Wurzel: tlnkätil(a), hieraas nach 
§§ 86, 3 .90, 1. 127 a ^nw, ^lÖ^P), f^tfPi, 'fc^, ^^fü^, Ma|n n. 8. w., aber 
tobKn, e|DttP\, nofem, SRnn, ilMam, tra^W; yon hintenhauchlauHgem 
Wurzeln nach § *107 a i^^ trms), fD^» aber i. P. MiBin, rem* 
Von den übrigen Formen finden sich, wohl zufallig, nur Pausal- 
formen auf e ^Vin, tmw. . 

f^ain Ex. 34, 19 ist Schreibfehler fOr "^ajQ. 

b 2) Yon unvollkommen äreüauüger Wurzel 

a) Ton n'^: ünkitai, hieraus nach §§ 86, 3. 99, 2. 127 a \rxsUK, 

tniidtf), n^iTi) n&^pi« 

Beispiele eines Jnssives finden sich nicht 

ß) Regelrechte Beispiele von ^"9 finden sich nicht. Nach Ana- 
logie der ^""9^ 8. unter f« sind gebildet friw u. tpi&ri Jes. 24, 3. 

1f) von ^"s der 3. Pers. Sing., s. § 504^, entsprechend tinkät(a), 
hieraus nach §§ 77 a. 127 a ffax\. 



VL DIE 2. PEES. FEM. SDfG. 

553a Die 2. Pers. Fem, Sing, leitet sich von der 2. Per$. Sing. Mose. 
her durch Antritt der Endung t. Man kann hierin eine Bildung 
nach dem Vorbilde der entsprechenden Person Pwfecti erblicken, 
welche auf I, dem Pronomen H entstammend, ausgeht, s. §§ 178 a, 
Anm. 2. 438 ä. Statt dieser Formen auf t finden sich, und zwar 
gerade in yerhältnissmässig jungen Büchern und besonders i. P., 
Formen auf p-^. Per Ursprung dieser Form ist dunkel. 

Nur im Neusyrischen geht das Pronomen der 8. PerB. Fem. Sing, ant einen 
Kasal ans. Diese form ist aber zu vereinzelt, als dass sich darauf Schlüsse banen 
liessen. Die Bildong anf )V '^"^^^ durch arab. täkfiUlnä, aram. p^t|i|3l? als gat 
semitisch aasgewiesen. Nach Böttcher ist sie nach Analogie des Plurals auf 
ünia) gebildet. 

b Mit der Endung y^ finden sich die folgenden Bildungen: 1) im 
Fal l'^pain Ru. 2, 8. 21 P. ; tpteW! 3, 4 P., fpTPPi 8, 18. 2) im 
iriy 1/ frip-inn Jes. 45, 10 P. 3) im Bidpaal iT^snift? 1 Sa- 1, 14 ; 
irpi^nriri Jer. 31, 22. 



Vierter Absohnitt. Die Lehre vom Yerbam oder Thatwort 305 



A. Vom einflMlien Btazxune oder KaL 



Die Endung "f^ hat immer den Ton, die Silbe vorher, wenn mög- 554 
lieh, Vorton. Die Endung i hat bei den Ableitungen von vollkommen 
dreUautiger Wurzel den Ton ausser P., während i. P. die zweite 
Stammsilbe betont wird. Somit ergeben sich i. P. die drei Grund- 
formen: täktuK, iäktali, täktili, ausser P. täktüli, takiäli, täktUi. Da 
nun ausser P. alle drei kur^n Vocale sich nach §§ 85, 3. 89, 1. 
94, 1 zu einem Vocalanstosse verflüchtigen, so ergibt sich, dass 
die drei Glassen nur i. P zu unterscheiden sind. 

Ob der Betonung der Endsilbe oder der der zweiten bezw. einzigen Stamm- 
silbe die Prioxitftt gebührt, ist nach ( 558 a Anm. nicht zn sagen. 

a. Imperfect auf ü. 

1) Von PerfecHs auf ä 555a 

a) von vollkommen dreilautiger Wurzel: i. P. täktuli, hieraus 
nach §§ 80, 2a. 95, 2b tniarn, nach § 80, iafvytem; nach § 82, 1 
■nDpÄ?. Ausser P. täktüli, hieraus nach § 94, 1 "ha^ÄF), ■haT?l3, 

•höOÄF! s. § 102 ft; "hDB«n, "h?"]*??, '^"istpi, "hifpftn. 

Ohne Perfect ist t*9*^ P* Was für einen semitiBchen Tooal der Vocalan- 
stoss in dem nach § 112 c gebildeten 'h^tr} Jer. 2, 36 wiedergibt, ist nicht zu 
sagen. 

b) von unvollkommen dreilautiger Wurzel b 

a) von IP'':^ nur in der zweiten der § 484 n beschriebenen beiden 
Bildungsweisen t^^n Jer. 48, 2. 

ß) von 1":? nach § 86, 3 ^yox^^ "hssion, t*t5w Jer. 50, 11, -n^. 

2) Von einem Perfect auf i findet sich nur ein einziges Beispiel c 
•hrman, vergl. § 485. 

b. Imperfect auf ä. 

1) Von PerfecHs auf ä nur -»iDVi u. '»ttian, vergl. § 486. 556a 

2) von Perfectis auf I nur von vollkommen dreilautiger Wurzel: h 
i. P. täklali, hieraus nach §§ 82, 1. 86, 4 "hMbri, "hnSOTi: von •»"b 
nach § 487 c '^p^'^n und danach *^»n*>r\. Ausser P. täktäli, hieraus 

nach § 85, 3 'TSDn, t^abn, •»nbxpt, '»Vistfn, •»maten, •»•nriDn, ^^tfrr^pi. 

' »tl* *ll* •II* •II»' •Jl»' '"Sl* *i • 

Ueber "pp^^ vergl. 553 b, 

3) von Perfectis auf ä c 

a) von vollkommen dreilautiger Wurzel, bei intransitiver Bed.: 
»'Wnn, •nswn, yrm s. § 102 ft; bei Hauchlaut an 2. oder 3. Stelle 

hprrwi, VlP«?» ^T^PJ^i nach § 126 a •»«teri, «^^öri, i- P. "hÄteri. 

8t«d«, hebr. OmmmAtik. 20 



306 Dritter HaupttheiL Die Lehre von der Wortbildoag. 

d ß) Yon unvollkommen dreilauHger Wurzel 

K) Ton n'^: täktt, mit Uebergehung des Schlussdiphthonges for 
tähtäi't, weshalb die Endung überall betont ist. Nacb § 80, 1 a 
•»b^, '»te»!; nach § 80, 2a 'vsjjpn; nach § 81, 1 a 'npTO; nach § 82, 1 ^ 

t^jnPi, t**?^' *'?T*?i "h^l*?! >T*? ^'^d so auch trn^; von Vö nach 
Analogie der "»"b : "hPTi. 

Ueber fj*^^ >• § ^^S (. 

1) Yon f^ findet sich in der zweiten § 490 a beschriebenen Bil- 
dungsweise 'h'TSP!. 

y) von «("!> nur »^äSpi, s. § 490 c. 

t^ntbn 1 Sa, 25, 84 iBt Schreibfehler yenualastt durch folgendee T^np. 

c. Imperfeci auf I. 

557 Findet sich in dem § 491 a beschriebenen Umfange 

1) von inj nach § 82, 1. 89, 1 "»jn!?. 

2) von den nach § 77 a Anm. bildenden K^: 'ibdKh, '«'ilatth. 

3) von den nach § 117a bildenden i^\ i. P. nach § 90, 2a *id^, 
f^afe aber t^^^fn, vergl. § 546, 3; ausser P. "hlbn, "»Db», 



Ueber \XV^ yergL § 553 (. 

B. Von den Bteigemngastämmen und dem ZiftlstaTnine. 

55 Sa Vom gewöhnlichen Sieigerungssiamme, gebildet nach § 154, in 
acUver Aussprache {PCal) 

1) von vollkommen dreilauHger Wurzel. In P. iäkäitiK, hieraus 
nach §§ 85, 1. 90, 2 a ■ni'TO, "hn??!?!, "hproni nach § 136 b fn^PW 
Ausser P. : täkätm, hieraus nach § 89, i f^^ainPi, -hpUFi, f^Vpn, 

f^nffin, f^pton, •h{?'n?ri, «»b»?»? Ez. 36, 14, 15 ' i*rf "^bsÄ^ "»n^; 

nach § 135 c Innren, "hiirnri; nach § 136, 6 plä^M. 

b 2) von unvollkommen dreilauHger Wurzel finden sich nur Bei- 
spiele von n'b. Nach § 556 Jk täkätH, hieraus nach § 85, 1 fib», 

c Vom selben Stamme in passiver Aussprache (Pual) findet sich 
nur ein einziges Beispiel und zwar von vollkommen dreilauHger 
Wurzel und ausser P. : iäkätiäli, hieraus nach §§ 85, 3. 105. 136, 6 

t^töparj'; Ez. 26, 21. 

Von den Steigerungastämmen, gebUdet nach §§ 155. 156 (FiHl, KSfältäl u. «. w.X 
findet flieh kein Beispiel. 



Absohnilit. Die Lehre vom Yerbam oder Thatwori. 307 

Vom Steigerungsstamme, gebildet nach § 157 durch Wiederholung d 
der beiden letzten Wurzellaute, findet sich nur ein Beispiel in acHver 
Aussprache (Piipil) und zwar i. P. : täkätkiti, hieraus f "^SitD^i^ <^^s- 
17, IL / ' 

Tom ZieUtamfHe ■• § 158 findet aioh kein BeispieL 

G. Vom Gauflattystaimne. 

Vom Causativstamme, s. § 159, in activer Aussprache (HiftI) 559a 

1) Ton vollkommen dreiiautiger Wurzel: täktUt, j^bter\, f^ihaF\ 

'■^m'ifin, 'hrrtjn?, f ^^vin, "hn'^'nßn, fnntin, f'V*««?; ^^^^ § ^02« 
■■^•»JITO, 'h'B^^inn neben ^'n'^rjn; nach § 126 n f^y^'l?», '^T^J ^^^^ 
§ 98 •V'*P'ta» ^^^ § 99> 1 *'4P*'P!- 

2) von unvollkommen dreilautiger Wurzel b 

a) Ton rf^: takti, s. § 556 tfK, '«a'in, mit abnormer Verkürzung 
und Tonrückgang f^tym Jer. 18, 23. 

ß) Ton y':p findet sich kein Beispiel. 

f) von l"y: täkitt, hieraus nach § 86, 3 f^S'^blj, '»y'nij, l^^'^^P'i 
fTQ"»»!?, 'hn'^tfri und nach §§ 85, 1. 553 & t^bw Jes. 45, 10. 

Vom selben Stamme in passiver Aussprache (ffo^al) findet sich c 
nur ein Beispiel von vollkommen dreilautiger Wurzel und zwar ausser 
P.: f Dbönn £z. 16, 5 nach § 85, 3 aus tüktäli. 

D. Von den Refleadvstftmxnen. 

Von dem nach § 163 gebildeten gewöhnlichen ReflexivsteigerungS" bßOn 
stamme finden sich nur active Beispiele (ffidpdal) 

1) von vollkommen dreilautiger Wurzel finden sich nur die beiden 
nach §§ 163 b. 553 b gebildeten Pausalformen fi^^ßrnirri u. f 'j^n^nvri, 
8. §§ 129 c. 135». 

2) von unvollkommen dreilautiger Wurzel b 

a) von n'^ nach § 556 J ti&kätti, hieraus nur if^^y^ Jer. 4, 30 
und f^)frm Thre. 4, 21, s. § 135 &. 

ß) von :^!p nach a nur fbbnnn Jer, 49, 4, s. §§ 105. 136, 2. 

Von ^9 findet rieh kein Beispiel. 

Von dem nach § 166 fr gebildeten Reflexivsteigerungssiamme mit c 
wiederholtem letzten Wurzellaute finden sich gleichfalls nur active 
Beispiele 

a) von ^"^p nur i. P.: ü&kätitij hieraus nach §§ 77 n. 86, 4. 130 
i^Sidn Jes. 54, 14. Hiemach 

• 20* 



308 Dritter Haupttheil. Die Lehre von der Wortbildimg. 

ß) von :p"!P: -j^nnariPi; ausser P. H&käHH, hieraus nach § 89, 1 

•»TiJnn und nach § 129 c '»nrrip\«Jn. 

Ton h^ findet sich kein Beispiel. Von dem nach § 166 c zu bildenden BefieziT- 
steigemngsstamme (Si&palpal) desgleichen. 

561 Von dem nach § 167 gebildeten Reflexwstamme actwer Aus- 
sprache (Nifpaf) finden sich Beispiele nur von vollkommen dreilautiger 
Wurzel. In P. Ünkätilt, hieraus nach §§ 86, 3. 90, 2 a. 127 a v^Sjl^ 
f*»n?>Fi, 'hbsan, "h^^^P^i "h?^*?? ausser P,: UnkatUi, hieraus nach 
§§ 86,' 2. 89,"' 1 t^Ä,>«bÄn^^ "hyill?. ' 



Vn. DIE 2. PERSON MASC. PLUR. 

562 Die 2. Pers. Masc. Plur. bildet sich von der 2. Pers. Mose. 
Sing, durch Antritt der pluralischen Endung und ganz in der Weise, 
in welcher sich die 3. Pers. Masc. Plur. von der 3. Pers. Maac. Sing, 
bildet. Auch hier findet Verkürzung zu ün 1^, und meist weiter 
nach § 128 zu \ statt. Die volle Endung "p hat sich in denselben 
Fällen wie bei der 3. Pers. Masc. Plur. erhalten. Ebenso gilt über 
die Tonverhältnisse und den infolge dessen entstehenden Laut- 
wandel das § 520 über die 3. Pers. Masc. Plur. Bemerkte. 

A. Vom einfachen Stamme oder EaL 
a. Imperfect auf ü. 

563 a 1) Von Perfeciis auf ä 

a) von vollkommen dreilautiger Wurzel 1) mit alter Endung: 
täktülün, hieraus nach §§ 80, 3 a. 94, 1 t*p^pm, nach §§ 80, 2 a. 
102 & l^nn?!?, Ti*7tt?r); nach § 82, 1 'pnttOTi, •pt'nten; i. P. aber nach 
§ 95, 2 c t^^rh^r!', tlVihDn; nach § 126 a 'piwn. 2) mit verkürzter 

Endung ^«TOy f^nanig,* -hpbnP), *tinig u. s. w.; wnn, iwn» 
«Dr?P\ u. s. w.; «l^^sm,' Vi'iDn,* iDfeWri u. s. w.; L P. nach § 95,' 2*^» 

«nim, t*^™> 'iaTökTn; f^hnn, Tbsin, naVwi u. s. w. ; nach § 81, 3 
^nnn; t^feiw?, 'h'^ävPi, i^ibÄn u. s.^w.; i^n, fttto aber fsiÄ». 

Kach Analogie der § 136 beschriebenen lAUterleiohtemng ist gebildet ftlfti 
für *rSP^ Jes. 22, 10. 

b h) von unvollkommen dreilautiger Wurzel 

a) von y'l^ nur mit verkürzter Endung täkättü und nur in der 
ersten der § 484 a beschriebenen beiden Bildungsweisen: nach 

§§ 86, 3. 95, 1 sffhn, '^hrs frfox^ t^fan u. s. w. 

ß) von i':p 1) mit alter Endung täkütün, hieraus nach § 85» 1 



Vierter AbBolmitt. Die Lehre vom Yerbiim oder Thatwort. 309 

fpOWl, tl^lJPi K*ft!ß Nu. 32, 7 l?Qtiri 2) mit verkürzter Endung: 
läkütü, hieraus nach § 86, 3 «inw, loWn, ^n^KDPi, WtKj, Itt^pri u. s. w. 

2) Von Perfectis auf I findet sich nur ein Beispiel und zwar von c 

Wegen des Perf. fna Jes. 17, 11 kami man auch f^nari hierher rechnen. 

b. Imperfeci auf ä. 

1) Von Perfectis auf ü finden sich nur zwei Beispiele a) von 564a 
vollkommen dreilautiger Wurzel: ^bs^n, gebildet nach §§ 85, 3. 486. 

ß) Yon "sC^ ^tJnPi s. ebenda. 

2) Von Perfectis auf i nur von vollkommen dreilautiger Wurzel b 
a) mit alier Endung täktälün, nach §§ 82, 1. 85, 3 fn^^tän, 'pä'^tpri; 
von -fö nach §§ 121. 487^ T^T^; i- P- ^^ch §§ 86,^3. 81,"la 
tl^anijri; f'ppanri, TWOA?, tT^*'^«- ß) ^li* verkürzter Endung, 
ausser P. täktälü, hieraus nach § 80, 3 a fr^&nri ; ^^,T>ri, t^n^vrt, 
Vürä u. s.w.; «wn*»!?, ««h*»Pi; i. P,: täktalü, und hieraus nach § 81,' 3. 
86,' 4 «VRl^; nach § 81, la f^HMn; f^dtiriy Wdopi, t^»r\, 

Ueber t^Mn vergL. § 102 a Anm. 2. ' 

3) Von Perfectis auf ä 

a) von vollkommen dreilauHger Wurzel 1) bei intransitiver Be- c 
deutung der Wurzel: fl^Stbri, i. P. 'p^S'tfn; 'hW^iPl 2) bei Hauch- 
laut an 2., Hauchlaut oder p an 3. Stelle der Wurzel: f^tamri, i. P. 

f^ktü?; ^prnn, ^tpm, s. § 102»; ^nbtiri, nttstatn, ^pn; nach § 126 n 
nr^iinV nach' § "136 m^n, n:?&ri; i. P.' «inJw?,' nr^ten, Vom u. s. w.; 

V|Pi, ^W^ «in]^;^ mit t^o/Z^r Endung 'pKSton, i. P. f^b:^!?. 

Ohne entscheidende Perfeotform ist t^ji^ln. 

ß) von unvollkommen dreilautiger Wurzel d 

K) von H\ In der 2. der § 523 h beschriebenen Weisen nur 

)T|;f:iPi Jes. 21, 12; sonst immer in der 1. zumeist mit verkürzter 

Endung: täktü, hieraus nach § 80, 2 a finnri, 'hdnn, "hb^n u. s. w.; 

nach § 81, 1 a mp\i nach § 81, 3 fljinn; nach § 77 a Anm. sQ^ 

fmä^; nach § 82,"^! n^nn, ^nri, ^y\ u. s. w., und so auch sfinn, 

«T^tTn; seltener mit voller Endung "pteir!, fina")!?, ft^'^nn, ff>m. 

a) von !P^':p findet sich nur ein Beispiel in der 2. der § 490 a 
beschriebenen Bildungsweisen: nr\nr\ P. 

%) von i'ip nur «ikSp aus tö»d't2 nach §§ 77 a. 86, 3. 



310 Dritter Haupttiieil. Die Lehre von der Wortbildung. 

c. Imperfect auf i. 

565 In dem § 491 beschriebenen Umfange mit voller Endung täkfUän, 
i. P. täktUün, mit yerkürzter täktilü, i. P. täkttlü. 

1) Von )n nach § 89, 1 «oriPi, i. P. nach § 90, 2 ä ^orsin. 

2) Von den nach § 77 a bildenden k^'b a) mit alter Endung 
t'pbDÄh, ipyütKF\j i. P. ipi^tftP[ 8. § 90, 2c. ß) mit verkürzter: traK^^ 

*DÄh, ^"itiKh, i. P. ina^h, *?Äh, ritiKte. 

3) Von den nach § 117 a bildenden Y'd: a) mit alter Endung 
•jV^Tn, tl^^pPli i- P- Tö^*!!- ß) ™* verkürzter: nTTF), 1KSr\, tlblj, 

II-' I !•• 

B. Von den Bteigemngsstftminen und dem Zielstamme. 

566a Von dem nach § 154 zu bildenden gewöhnlichen Steigerungs- 
stamme in activer Aussprache (Pi'al) 

1) Ton vollkommen dreilautiger Wurzel a) mit alter Endung 
täkättilün, hieraus nach §§ 85, 1. 89, 1 ima^TPi, fpnaÄR, tpiann; 
nach § 135 2^ c "ipir^ aber 'pVTj^tsi; i. P. täkättilün, hieraus nach 
§ 90, 2 c TT^a^TTl, i^Itaifin, iT>nla^, i^^gSP^» T^Hto- ß) mit ver- 
kürzter Endung, i. P.: täkättilü, hieraus "hnaKP\, t^pjrßPi n- b. w.; 
nach § 135 2» c t^KW aber f^TTOri; ausser P.: täkättilü, hieraus 

t^^tari, rq-ys^i ^"tädpi, «j?«pi, "hnafnin; nach § 135 &c "j^w, t^w 
aber f^nnw, 'l^^nÄß, "htörjDn, i^^^iarj; nach § 136, 6 ^tDpijK 

b 2) Yon unvollkommen dreilautiger Wurzel 

a) Yon n^. In der zweiten der § 523 &' beschriebenen Bildungs- 
weisen f^ia'iri, neben zweimal 't^^'ns'iri. Sonst nach der ersten: 
f^npi, t'pöDn, fps?^! m^* verkürzter Endung: f^ri, fwn; nach 

§ 135> ?«r>n.' 

ß) vonV':? nach a nur t^bbriPi. 

Von ^**^ findet sich kein Beispiel. 

c Vom selben Stamme in passiver Aussprache (Pu'al) finden sich 
nur Beispiele.Ton vollkommen dreilautiger Wurzel und mit verkürzter 
Endung: i. P. täküttälü, hieraus nach §§ 85^ 1. 86, 4 i^reri; ausser 
P.; täküttälü, hieraus nach § 85, 3 *3Wn, t^p^«?.. 

Die Lesart Ben AUr*8 "hns^n ^ 62, 4 ist nnbegründet, besser Bm Ne^ktaü 

567 a Vom Steigerungsstamme^ gebildet nach § 155 durch fFieder- 
holung des letzten Wurzellautes, finden sich nur drei Beispiele mit 
verkürzter Endung und in activer Aussprache. In P.: täkäitti, 



Vierter Abeolmitt. Die Lehre Tom Yerbiini oder Thaiwori. 311 

hieraus nach §§ 77 a. 85, 1. 90, 2 a f^dSirm; ausser P.: täkätUü, hier- 
aus nach § 89, 1 n-nSwi, fWjSnri ^ 62, 4! 

1. Das erste Beispiel ist Ungewisser Herkunfti das dritte yerdäohtig, das sweite 
stammt yon V:P, 

2. Vom Steigerungstiamme, gebildet nach § 156 (Kätaltäl), findet sich kein 
BeispieL 

Vom Steigerungsstamme, gebildet nach § 157 durch Wieder- b 
holung der zweilautigen Wurzel, findet sich nur ein Beispiel in 
passiver Aussprache (Pulpal) von T^'s: f^wm nach §§ 86, 4. 93, 1. 

102 a aus täkütkaiü. 

• • • • 

Vom Zielstamme s. 158 findet sich kein BeispieL 

O. Vom OaoaatlYBtamme. 

Vom Causativsiamme, s. § 159, in acHver Aussprache {HitpU) 568a 

1) von vollkommen dreilautiger Wurzel a) mit voller Endung: 
täktUün, erhalten in fi^C'^ifen, jm^^rrDn, fpobm, tpn'^jpni nach § 102 a 
iD'nÄn, IwnrtT!; nach § 98 'pß'^p'ta, ttV'«^. ß) mit verkürzter 
Endung Ti'^änj, t^D^^W, 'Q'^iTipi, lpTrii5» W'baBR u. s. w. ; ^j'^fiKTt, 
W^nn, W^.^ u. s. w.; nach §*126a t^njig, t^*»?t5, *'«n u. s. w"; 
nach" § 98 wilB, ^^in, n'^ttin u. s. w. ; nach § 99, 1 «Q'^p^. 

2) Yon unvollkommen dreilautiger Wurzel b 
a) Yon tI\ In der zweiten der § 523 i beschriebenen Bildungs- 
weisen nur t'p'f^ih, nach §§ 85, 3. 98 für tä-wgäjün. Sonst immer in 
der ersten: taklü, fvAjP^j rttsn, ^tißn, %inpi u. s. w.; nach § 102a 
*^; nach § 9*8 nyfe. 

ß) Yon s^y nur mit verkürzter Endung: täktttü, hieraus nach 

§§ 86, 3. 90, 1 -h>TO, nach § 135 » c "hnfiFi, WiIJ. 

Kaoh o ist gebildet *Miri, wie Jes. 65, 14 für fM!y^ zu lesen ist, TergL § 5296 
Anm. Ffir Virm Hieb 13, 9 L ^^brm. 

Y) von i':p 1) mit voller Endung: täkitün, hieraus nach § 85, 1 
'pa'nn, )W^. 2) mit verkürzter: täkttü, hieraus nach § 71, 3 ^)i[^ 
Ex. 16, 7. Nu. 16, 11 K^rt, sonst nach § 86, 3 «ttTin, V'ini^, V'^bPi, 
W*pPl) ^*^tipi u« s« w. 

Vom selben Stamme in passiver Aussprache {Hotpat) c 

1) von vollkommen dreilautiger Wurzel finden sich nur zwei Bei- 
spiele: mit voüer Endung i. P. tüktalün, hieraus nach §§ 86, 3. 119 a 
t'p^Vi Jes. 55, 12; mit verkürzter ausser P. täktälü, hieraus nach 
§§ 85, 3. 92, 1. 126 a f^Pin Ez. 22, 22. 

2) Yon unvollkommen dreilautiger Wurzel findet sich nur ein 
Beispiel, und zwar Yon r^\ nach § 523 6 tüktü, hieraus nach 
§ 126 a t^n Jes. 1, 5. 



S12 Dritter HanpttheiL Die Lehre von der Wortbildong. 

D. Von am. BaflAziViUlniiien. 

569 a Von dem nach § 163 gebildeten gewöhnlichen Reflexivsteifferunffs^ 

stamme finden sich nur active Beispiele (HiS^dal) und nur mit ver* 
kürzter Endung 

1) Yon voUkommen dreilautiger Wurzel a) ausser P. üd-kätfUä, 
hieraus nach § 89, 1 -hbäKrri. fntttsnrin; nach § 1292» ^msri; nach 

§ 135 c ^bnorin. ß) i. P. nach § 163 b fWinri, t^runn, «Mtnsn; nach 
§ 84, 1 -hbnDrri. 

2) von unvollkommen dreiläufiger Wurzel finden sich nur zwei 
Beispiele, beide von n^: tl&kättü, hieraus nach § 135 bc tTi|r3n, 

b Von dem nach § 166 & gebildeten Reflexivsteigerungsstamme mit 
wiederholtem letzten Wurzellaute finden sich gleichfalls nur active 
Beispiele mit verkürzter Endung 

1) von n"b nur inTOtfe, s. §§ 129 c. 523 &. 

2) von n":p ausser P. (id-kätltü, hieraus nach §§ 77 a. 89, 1 nur 

«or^jarin; i. P. nach § 163 6 «Diiarin, fotsibripi. 

3) von a/':? nur f^-iSariPi. 

Von dem nach § 166 c gebildeten Beflexivsteigerungsstamme (IR^po^pa/) findet 
sieb kein Beispiel. 

570 a Von dem nach § 167 gebildeten Reflexivstamme activer Aus- 

sprache {Ni^al) 

1) von vollkommen dreilautiger Wurzel a) mit voller Endung 
ausser P. tinkätilün, hieraus nach §§ 86, 2. 89, 1. 127 a tpW^Fi, 
i. P. tinkätilün, hieraus nach § 90, 2 c f'P'TOW?» TÜ^PI- ß) »ait ver- 
kürzter Endung, ausser P. tinkätilü, hieraus : f^tsb^n, %n^Pi, nrnari, 
^nsn u. s. vir.; ttbm, t^Kb^n, "^y^ u. s. vr.; i. P. Ünkattlü, hieraus: 
fÄ&t?, t'«'5]g'R» t^'^^lgPi, 'iStiKn ü" s. w. 

b 2) yon unvollkommen dreilautiger Wurzel 

a) von sfb nach § 5236 tinkätü, hieraus nach §§ 86, 3. 127 

ß) Yon yy kann man fW^ Jer. 51, 6 hierher rechnen, s. jedoch 
§504tfAnm. 

T) von i'ip findet sich nur W>Pi Ex. 16, 7. Nu. 16, 11 iPdi^, 
vergl. § 504 c. 



Vierter AbBchniti, Die Lehre Tom Yerbum oder Thatwort. 313 



Vm DIE 2. PEBS. FEM. PLTEEL 

Die 2. Pers. Fem. Plur, bildet sich von dem männlichen Singulare^ 571 
dnrch Antritt der Endung np, s. § 323 c Anm. 3. Sie lautet daher 
mit der 3. Per^. Fem.PJur. gleich. lieber ihr Verhältniss zu letzterer, 
wie zur 2. Pers. Masc. Plur. auf und, yergl. § 534 Anm. 1. Beispiele 
dieser Person sind sehr selten, noch seltener als die der 2. Pers. 
Fem. Plur. Per f. s. §§ 453 ff. 

Vor Suffixen findet sich diese Person nur in t'^.^'^ri H. L. 1, 6. Man konnte 
hierin eine Andeutnng darüber erblicken, dass in einer älteren Periode der Sprache 
die Formen täkHUÜnä o. s. v. und iäkttUnä o. s. w. nnterschiedsloa gebraucht 
Würden. Möglicherweise liegt jedoch blos Gebrauch der häufigeren männlichen 
Form statt der seltneren weiblichen Yor, vergl. § 534 Anm. 3. 

Von der 2. Pers. Fem. Plur. finden sich nun blos die folgenden 572 
Beispiele 

A. Vom einfachen Stamme mit ä: täktalnä f rottppn nach § 82, 1 a 
und von k'"^: fn^'^Ktoi nach § 126 a und Analogie der n"b. 

B. Von den Steigerungsstämmen ^ 

1) Yon dem gewöhnlichen Steigerungsstamm, s. § 154, in activer 
Aussprache {Ptal) a) von vollkommen dreü. Wurzel nur f njna'TTil Jer. 
44, 25 nach §§ 85, 1. 90, 1 aus täkättilnd. ß) von unvollkommen drei-- 
lautiger Wurzel, von n"b nur f™''!'™ E^ 13, 18 tähäjjainä und 
nach a von ^'^ ^r\p^rm\ Ez. 13, i 9 mit abnormem Vocalismus 

statt *n5b>nnn. 

Vom Steigerungsstamme^ gebildet nach § 155, ein actives Beispiel c 
(Pdlel) von '^t: fnä^TttPi Ez. 13, 18, nach §§ 77 a. 85, 1. 90, 1 aus 
täsädidnä. 

C. Vom Causativstamme, 8. § 159, in activer Aussprabhe (HifU) d 
nur in einem Beispiele von ^':p: fn^ia^^pn Jer. 44, 25, wofür nach 

§ 540 b Y entweder npü^fgri oder nptt^pF) zu lesen sein wird. 



IX. DIE 1. PEE8. MASC. SING. 

Die 1. Pers. Masc. Sing, unterscheidet sich dadurch von allen 573 
übrigen, dass sie mit K a beginnt. In diesem *a wird man den 
Anfang des § 179 a beschriebenen Personalpronomens ^u^ erkennen 
dürfen, welches an Stelle des Präfixes Ja der 3. Pers. getreten ist. 



314 Dritter HanpttfaeiL Die Lehre Ton der 

A. Vom einbohen Stuime oder KaL 

a. Imperfect auf ü. 

574a 1) Von PerfecHs auf ä 

a) Ton vollkommen äreUauiiger Wurzel: *äktul(ä). Der charac* 
teristische Vocal wird nach § 95, 1, vor MakkSip nach § 93, 1, be- 
handelt, das Präfix kürzt sich überall nach § 81,2 zu ^. Bei Wurseln 
r\"n n. rf'fi theils ohne Hülfsyocal: flp^y t^^« ^^^^^ ^* b* ^-^ 
theils mit solchem: A'nnx, OhfW, ft^^HK und so immer, s. jedoch 
unter ft, bei :r: nh», nhjÄ, t"TJ5» u. s. w., ebenso tsp««. Von 
nicht vornhauchlauügen Wurzeln: ^iü^ tasÄl, ^pVtt "fETMi, t^9n$ 
u. s. w.; nach § 126 a (füw, t^itd^, fnkK u. s. wJ; nach § 117 h 

Ueber t&pVtt^ neben irmk, fffSfM v* '• ▼• ▼«'Sl« § ^79 6 3. 

b Energicus 1) oAne iSti/f. i. P. 'äktulan, hieraus nach § 95, 2&: 
n^h^K, Irilfa»; t^'jfe^i t^V*^> t"**^; »«saer P-- 'äktüian, nWft« 

u/n^anj, sonst nach §'i02ft nar»,'nDn|Ä; rtwi, nn», s. § 94,* i' 

2) nkiSuff.: nach § 127& ^^tm nebeV^^)^ Jer* 22, 24; nach 

§ 114 j "hi^T«» 'ö'??!^» t'^yjttÄ'u. s. w. 

^ f^JT^t^l hat sich das ä des Präfixes nach § 81, la Anm. erhalten. Ueber 

tniaro«, füi^ tTOißö», r*p6j. -ngwj, w^bj vergU § i04. 

ß) von unvollkommen dreilautiger Wurzel 

K) Yon r:r: 'äkutt(ä), hieraus 1) nach §§ 86, 3. 95, 1 fnte, 
tjh« 2) nach §§ 71, 3. 81 foM^, ins«, "h?^, D'VK. 

Beispiele eines Energ, finden sich so wenig wie Formen mit TonYerrüokiiDg. 

n) von i':p: 'äküt(ä), hieraus nach § 86, 3 fo^lK, Xfitrvk, "TIM, 
nWtt u. s. w.; nach § 106 »TDtt. Energ.: 1) ohne Suff, 'äkufän nach 

§§ 86, 3. 128, 3 n'fö», HOTJÄ, n*}^, nwpÄ, naw» u. s/w. 2) mi^ 

Su/f. nach §§ 85, ll li4 J 'f^^i, WltSi. 

Ein JtMsio findet sich nicht Kach Waiw eonaec, steht das gewdhoUcbe 
Imperfect 

d 2) Von PerfecHs auf f a) yon vollkommen dreilautiger Wurzel: 
tbVK, "hl^m, ftriK, s. jedoch § 479 b 2. Energ. : n»«K, i. P. TXfSti^ 

ß) von n"»:' n«»/ ' 

b. Imperfect auf ä. 

575a 1) Von Perfeetis auf ü a) von vollkommen dreUauiiger Wurzel: 

'äktäl(a), hieraus nach § 81, 2 bdtf», und nach § 486 b^ttt, i. P. nadi 

. § 86, 4 bs^. ß) Yon V':^: 'äkät(a), hieraus nach §§ 77 a. 90, 2e. 

486 tjia«.' 



Vierter Abeebnitt. Die Lehre Tom Yerbiim oder Thai wort. 315 

2) Von Perfectis auf ?, nur von voUkommerß dreüautiger Wurzel: b 
a-npÄ, t=»?T«, i«««> »TW, "§W, mgm, yam, nach § 110 a MDto^; 

i. P. f^ntj^, ^WK, f^on«, ywft«; von V'ä nach § 487 c «Ja'»«. 

Von !)hfi( bildet sich sowohl f3fvs^ aach 3 mal yor Suffixen, nach § 77 a Anm., 
als nach § 112 c f^hK P. wie fin^ (ohne Perfect). 

Energicus d) ohne Suffix i. P. 'äkiälän, hieraus nur frav^K, <^ 
s. §§ 86, 4. 128, 3; ausser P.: 'äkiälän, hieraus nach § 85, 3 fn^jttM, 
fnntai, fnravK, nrnatoK, r\Tcsm. ß) mit Suffix u. Vorton, s. § 487 fr, 
nach § 114ft'tWJ*'»^>' t'^tfn'««.' 

Aach hier nach 1 mit d^ des Präfixes: fnVnnK'}, vergl. § 5746 Anm. 

3) Von Perfeciü auf ä 576 a 
a) von vollkommen dreilautiger Wurzel 1) bei intransitiver Bed. 

der Wurzel: t^^«> tP*?»^» i- P- t^^lÄ, tP*??^, t^StJ^. 2) frei Hauch- 
laut an 2. orfer 3. Stelle der Wurzel: *\rVM^ OÄttJ, 1^*1«» tPt?*«, 
fnäm, r6m u. s. w.; nach § 127 c n^; nach § 110 fr Ktirw, KStM, 
»npÄU. 8. w. ; nach § 126 a Ktm. 

Ohne Perfect ist \lf^^ P. ; ohne ausschlaggebende Perfectformen fiTVi, pa*«t P., 
T^ tp^ ^ 13^1 8 üt aramäisch. 

Energicus 1) oA»e Äti/^io:, i. P. fnöWÄ, ausser P.n»ü«, ^HJWJ, b 
nrjbAt, nmm, «:j*»ä; nach § 136,'6*nnpK. 2) nui Suffix 'n^L^i 

§ 127 *fr jK'^pÄ; nach § 114 fr tnjtöabi«, lajtei/ 

üeber ItlK'^t;«;'! 1 8a. 28, 15 yergU § 182. 

ß) von unvollkommen dreilautiger Wurzel c 

ä) von n"^: aWöi, hieraus nach §§ 81. 99, 2 njnK, njnjjj, njrw, 
sonst bei vomhauchlautigen Wurzeln immer mit Hülfsvocal : MtaHM, 

mntt, ntont u. s. w. ; fnnttee, fnstiy, tnr\«}K u. s. w. Jussiv in der 

§ 489fr beschriebenen Weise: 'akH, hieraus weiter ftTitt Hieb 23, 9, 
funÄ. Nach fPa» consec: bwi, tofcn, +»5»t}Är, •fK'^ÄrC 1»«% '»rwi. 
Vom Energicus finden sich hier zwei Beispiele ohne Suffix, das eine 
analog der 2. der § 523 fr beschriebenen beiden Bildungsweisen : 
fn^rgritt ^ 77, 4 'ähämaiän, das andere mit Contraction: fni^ilJtt 
^ 119^117, s. jedoch Anm. 2. Mit Suffixen nach § 127fr ^inK, ^^W^ 

nach § 114fr ^», iriÄ^'^Äi mte», -fnÄj», »n«, tmm».' " 

1. Hier ist das gewöhnliche Imperfect nach Waw eansee. noch h&nflger als 
bei den übrigen Personen: tv^tvt^ 9 mal neben 18 mal *m\ 2 mal r\ypV(\ 3 mal 

" r l VIT • TSrt' vi TT' 

nsatO n. raaK3; 20 mal HM^I neben 15 mal M*1M1. 

T I VT T I TT ' T I TT T "T 

2. Die Form ifVfä» <p 119, 117 ist dringend verdächtig, es hindert nichts, 
das Imperfect zu lesen. 

n) von :^':r nur in der 2. der § 490 a beschriebenen beiden Bil- 
dungsweisen: fbßK Gen. 16, 5, tQrn'^K für Dritt ^ 19, 14. 

i) von ^:p nur KtUft nach §§ 77 n. 86, s'aus 'äbdf; Energ. rwb^. 



316 Dritter HanpttheiL Die Lehre von der Wortbildmig. 

e 

c. Imperfeci auf i. 

bll In dem § 491 beschriebenen Umfange 

1) von ins: 'änttn(ä), nach §§ 90, 1. 126a ^; nach § 88, 2c 
-^. Energ. ohne Suffix i. P. n^HK, ausser P. nach § 89, 1 rem, 
mit Suffix nach § 114^ ^a^riK, rasr^K. 

2) Yon den nach § 77 n Anm. bildenden m^'b : rr4t, blDiift P. 3 mal, 
aber 2 mal wie ausser P. nach § 107 a bDk, ebenso *ittj(. JEnerff.: 

nmk, nntiit, tod», nb^, nbi» P. 

T-f' T:' Tt' Tt' T~ 

3) von den nach § 117 a bildenden Y'b: nbM, T!M, ^b», n^, 
MSK; nach § 107 a yiv, und von hier aus i. P. sy^. Energ, nur ohne 

Suff.: fttttÄ, rx^^% fnTiK, na««, nr^i«; i P. hdU«, fnat» aber nr«. 

Ueber f^fj^M Hiob 16, 22 neben ^^K Tergl. § 479 ( 4. 

B. Von den Steigerongsstämmen und dem Zielstamme. 

578a Vom gewöhnlichen Steigerungssiamme ^ gebildet nach § 154, in 
activer Aussprache (Pial) 

1) yon vollkommen dreilautiger Wurzel: *äkättil(ä), hieraus nach 

§§ 80, 5. 85, 1. 90, 1 üjjawj, na*!«, nÄm, piriÄ, na?«, xAiatfy jyitsa^, 

lk\m u. s. w.; nach § 135 bc 5r¥W5» «h^^i "HW^ «»l^ö^ "h^oi» t^*P^> 
DrnM; bei Ain^^nAatic^/at/Zt^^n Wuczeln' nach § 107 a fn^l^K, Tm^^ 

f:^^awt, aber i. P. fnat«, fnntÄ, *ni«Ä, t:^l^aÄ, rjj«, y^t»; nach 

§ 88/20 ■^a^Ä,t-p>r!V 
b Energicus: a) oAn^ Suffix, i. P. 'äkäfttlän, hieraus nach §§ 90, 2 a. 

128, 3 nnfer«, ntjifi«, nüiAt, nnöo«, {nriAt u. s. w. nach § 135 c 

tna?riÄ; ausser P. 'äkäftilän, hieraus nach ^ 89, 1 fni-stj«, »TntatÄ, 
n)p>nK, n'nBDM, nxAiM u. s. w.; nach § 136, 6 no^a»; nach § 135» 
n^'^^. ßV vor Äti/r^ nach § 1276 2 fj'Jiam, t5?>r«/ jn>«l|; JD'TaK, 
5'3tr9« ^- s. w., nach § 114 J "h«&?™» 13#5« s- § 136, 6, 1^16«, 

^vnsiM, fru^BOK u. s. w. 

üeber rtcsl^ vergL § 104, über t^|m; § 111. 

c 2) von unvollkommen dreilautiger Wurzel 

a) von n*^: «A-a^ai, hieraus nach §§ 85, 1. 99, 2 n>5«, ni|T», 
mm, nte«, nö3« u. s. w.; nach § 135 6 mm. Jussiv nach § 493 6 
*äkatti, nur zweimal nach ^aw consec. f>^f "h^ttH. Energ. nur 
t;or 5u/f.: "äkättan, nach § 12762 f^n», Jf^!»; nadb § 1146 w:k, 

ß) von ^"^ nach a: bin«, bin«, n'^ftt«, ll^j«; nach § 135 6 fr\im. 
Energ. ohne Suffix nach § 136, 2 nbbntt,' mit Su£Giz ^ibbriK, jbbn». 



Vierter Abschnitt. Die Lehre vom Yetbum oder Thatwort. 317 
Y) von ^"^ findet sich nur eine Form t^tiJpÄ ^ ^^% 106. 

Vom selben Stamme in jpoMioer Atuspraclie (Pu'ai) findet sich kein Beispiel. 

Vom Steigerungsstamme, gebildet nach § 155 durch Wiederholung bl 9 & 
des letzten Wurzellautes^ fi|^den sich gleichfalls nur active Beispiele 

1) von 1*':?: 'äkdtU(ä), hieraus nach §§ 77 a. 85, 1. 90, 1 Dttipl«, 
tDtiin», t*f^*5*flö^> ^^^^ § 106 rrrm». Energ. nach § 127 h ffä&r\1^ 
nach i' 114 J -hnitittinÄ Ex. 15, 2 P^ 

2) von y:r findet sich nur das eine Beispiel n^lbtt. 

Vom Stetgerungsstamme gebildet nach § 156 (Käfäkäl) findet sich kein Beispiel. 

Vom Steigerungsstamme, gebildet' nach § 157 durch Wiederholung b 
der zweilautigen Wurzel, finden sich nur zwei Beispiele in activer 
Aussprache: 'äkätkit(ä), hieraus nach §§ 85, 1. 90, 1 fqnSK von 
y:? und t^sbD« von r:p. 

Vom Zielstamme s. § 15S findet sich kein Beispiel. 

C. Vom Causativstamme. 

Vom Causativstamme, s. § 159, in activer Aussprache {Hifpit) 580a 

1) von vollkommen dreilautiger Wurzel: 'äktU(ä): n'»3W, tT^^pS, 
r»abÄ, "i'^pw, tpbw u. s. w.; nach § 126« b'^XK, \i%% \t^ u. s. w.; 
nach § 98 tö^ai«, 'c|'»pi«, »*»ar« u. s. w; nach § 99, 1 t^^p'»»; nach 
§ 106 n'^tÄ«, t?*»??*! rp«« u. s. w.; nach § 102 a trp«»» Vl^^ 

s'nn«, tD^nnÄ, inirk u. s. W. neben D'»i:p», -h^w^Ä. 

Nach § 77 a bildet sich t^'^ai« Hos. 11, 4 für ♦i'«aÄ« vergl. ^^rmsk Jen 46, 8. 

Energicus 1) ohne Suffix 'äkWan, nach § 128, 3 na*»?!», fn'i'^STl«, b 
tntT»atÖK, HT^p» u. s. w. und nach § 77ä Anm.'fri'T'a«; nach 
§ 126 a no^a«, "hT^Iä; nach § 1176 inT^lf» ^ 139, 8rnach § 98 
njÄ-nr«, inrntl^ u. s. w.; nach § 99, 1 t^?*»p^l«, 1ri5^p^i«. 2) vor 
Suffixen mit Fortrückung des Tones und nach § 1146 f^^^toM, ^isT^^i 

1. Statt tn*^ Keh. 13, 13 1. nxAt s. §§ 77 a Anm. 529 a Anm. 

2. Ein Jussiv findet sich nicht. Ebenso verknüpft sich Waw eonsee, hier 
überall mit dem gewöhnlichen Imperfect, so dass sich nicht blos fftUariK} sondern 
auch inaKI, 7pV^3 neben TJ^} bildet. Allerdings erweckt die defective 
Schreibung dieser Formen den Zweifel, ob auch wirklich das gewöhnliche Ini- 
perfect gemeint wurde. 

2) Ton unvollkommen dreilautiger Wurzel ^ 

a) von n*b: *äktai, hieraus nach § 99, 2 HDOK, f^^^i ^Ti^^ 
tJißÄ? u. s, w.; nach § 102 a nb?K; nach 126 a niöl«, n?K; nach § 98 
riTJK. Jussiv nach § 4896 'äkti, hieraus fcK, i. IP. ftdM; nach Waw 



318 Drittor HanpttheiL Die Lehre von der Wortbildnng. 

consec. flfk) Ex. 9, 15, s. Anm. Energ. nnr vor SvlS^ nach § 127 ft 2 

jÄ'^Ä, trösi, 57«; nach §114» ^n«, t^o^Ä, ms«. 

Auch hier findet sich das Imperfeot nach Waw comee.: ittg^} Jer. 35, 17, 
hiemach ist Jos. 24, 3 ohne zareichenden Grund SiiiO punctirt worden, TergL 
§ 585d. Ueber -hrtin« ^ 28, 7 vergl. § 118, 2 Änm/ 

d ß) von !?*:?: 'äkUt(ä), hieraus nach § 80, 2 & -j^r» Ez. 39, 7, 
aber .in anderer Bed. nach § 86, 3 bnK, "hM. 

Nach Analogie der voOk. dreü. Würz. bUden sich fß^iK Hiob 29, 18 vl. -J^Vm 
wie Jer. 48, 81 für t^*«V;^ zu lesen ist Energ. ITiV»^ Hl. 1, 8. Statt fr^ 
4^ 89, 84 L -l"«. 

e t) von «i":?: 'äkit(ä), hieraus nach § 86, 3 «^ax, -pa«, p», "pV^i 
n^noK, D'ipM u. s. w. Jussiv: 'äkit, hieraus nach §90, i ^W. Nach 
JFaw consec. ohne Tonrückgang: f^Wi, 1?»n, s. jedoch Anm. 
Energ.: 'äkitän, hieraus 1) ohne Suffix: na^a», nV^M«, intf^™> t«'*?*» 
rxy^t^ u. s. w. 2) mit Suff, nach §§ 85, 1. 114^ W^aM/iWni, 
laa*»«« u. s. w.; nach § 71, 3 ««rP»Ä. 

Gewöhnlicher als der Jussiy ist das Imperfect nach Waw cowtoc. t^**"^ ^^3 



u. s. w. 



f Vom selben Stamme in passiver Aussprache (Ho^al) findet sich 
nur ein Beispiel und zwar Ton vollkommen dreüautiger Wurzel: bav 
Hiob 10, 19 P. nach §§ 86, 4. 113, 2. 119a für 'ähüwbal(ä). 



D. Von den Beflezivstämmen. 

581a Von dem nach § 163 gebildeten gewöhnlichen Reflexivsteig erungs- 
stamme finden sich nur €U)tive Beispiele (Hidpdal) 

1) Yon vollkommen dreilautiger Wurzel: *i&kättil(ä), nacb § 113, 2 
für 'ähid^katttl(a), hieraus nach §§ 88, 1. 90, 1 t(>nriM, fbrnm, 
bfiDtiM; nach § 129 c fnisPitflii; nach § 107 a pmrtt. in P. nadi 
§ 163 6 tP9*tt??; i^ach § Übe -h^ör«; nach § 84, 'l förer«; von 

b • 2) Ton unvollkommen dreilautiger Wurzel 

a) Yon n'^: 'i&kättai, hieraus nach §§ 99, 2. 129i fn&p$; von 

ß) von Tt nach a und § 88, 2 njnin« ; i. P. fanrat. 

Von ^''y findet sich kein Beispiel. 

Von dem nach § 166 & gebildeten Reflexivsteigerungssiamme mit 
wiederholtem letzten Wurzellaute desgleichen 

1) von n*b nur mnntÖK, s. §§ 99, 2. 129 e. 

2) von n^'a^: 'i&kätiijäi, hieraus nach §§ 77 a. 90, 1 tStari^, i- P. 



Vierter Absehnitt. Die Lehre vom Yerbum oder Thatwort. 319 

nach § 163ft lytan«, fottiptv, nach § 130 fött+lÄ. Energ. fnöBipr« 
if 119, 158. Danach 

3) Yon ^"p nach § 129 c otafetj«; i. P. t^rlnn«. 

Von dem nach § \&6 c gebildeten Reflexivstetgerungssiamme d 
finden sich nur zwei actwe Beispiele (Hi&palpal) von 9^:p : f:p'V9r)02$ 
nach §§ 102a. 107 n. 113, 2. 129 <;, i. P. nach § 86, 4 :plimti^.^^ ' 

Hierher gehdrt jedoch yon Haus aus das mehrlantige Verb fft^ Jes. 38, 15, 
m. 8. tWiM ^ 42, 5, über dessen Ursprung § 150 a eu yergleichen ist. 

Von dem nach § 167 gebildeten Reflexmiamme actwer Aus- 582a 
spräche {Nitpät) 

1) von vollkommen dreilautiger Wurzel: InkätU(ä), hieraus nach 
§§ 86, 3. 88, 1 Anm. 90, 1. 127a: bn^^, nnsK, Qm», nn^K, "in^ 
^PJ^^ "NBfX; von hmtenhaucM. nach § 107 a f^^^? ^^^^ ^^ 
«h'W,' t*^»Ä,' t^^njÄ, n?3Ä, trw; von vomhauchl. Wurzeln f»?"!«» 
fKanK. in P. von hintenhauchi. Wurzeln \rar^ t^^l^K, $V^, da- 
neben nur jno^l^ Jer. 31, 18. Mit zurückgezogenem Tone nach 
§ 88, 2 2» l^nK, aber nach § 107 a ri%tk. 

Energicus nur ohne Suffix i. P. : ^inkättlan, hieraus nach §§ 86, 3. h 
88, 1 Anm. 90, 2a. 128, 3 fn^ti^K, fn^Tldli^; ausser P. 'Unkätilänj nach 

§§ 86, 2. 89, 1 rm^, ir)»\m,^ nim^^^ nü}?«, t"»«?. 

2) von unvollkommen dreilautiger Wurzel c 

a) von rv^ der 3. Pers. Sing., s. § 504 r, entsprechend Unkätai. 
Daraus nach §§ 86, 3. 88, 1 Anm. 99, 2 IfTVä^ neben ru^K, fn'n^K, 

Nach .1 eantee. nur fK^ Ex. 6, 3. 

ß) Yon :p^:p der 3. Pers., s. § 504 <f, entsprechend nur fbm Ez. 
22, 26. 

j) von ^:p der 3. Pers., s. § 504 e, entsprechend nur t^rhoM. 



X. DIE 1. PERS. PLÜR. 

Die 1. Pers» Plur. unterscheidet sich dadurch von den übrigen, 583 
dass sie mit dem Präfixe nä beginnt, in welchem man einen Rest 
des Pronomens vnStt» 8. § 179 6, wird erblicken dürfen, welches an 
die Stelle des Präfixes Ja der 3. Pers. getreten ist. 

Die Bildung der 1. Pers. Plor. nnierscheidet sloh sonach wesentlich Ton der 
der ftbrigen Personen des Plurals. 



' •_ w st ^ _ • I 



320 Dritter Haupttheil. Die Lehre von der Wortbildung^ 

A. Vom einflBushen Stamme oder EaL 
a. Imperfect auf ü, 

584a 1) Von Perfectis auf ä 

a) Yon vollkommen dreüautiger Wurzel: näktul(ä), hieraus nach 
§§ 80, 2 a. 95, 1 fahrjD, ^h^, nh:w u. s. w.; nach § 81, 1 a fqbig, 
8. jedoch § 479 b sj nach § 82, 1 fnbv:, q'nto u. s. w.; nach 
§ 126« ttej. 

b Energicus 1) ohne Suff. i. P. näktulän, hieraus nach §§80, 3 a. 
95, 26. 128 In'ipn?, nach § 80, 2 a nnhiw; ausser P. näktulän, nttbn?, 

fnaiDro, n^a^a, "fnnx:^?, nach § I02'j^*ti:w, fnarr^, nw;; nach 

§ 81,* ifl fna^itt; nach § 94, 1 t™^''??» ^bl??J ^^ § ^^^^ "?^?- 
2) iw7 Suflf. nach § 127 ft 2 5^5, nach § 114 6 nanass, twnD?- 

c ß) Ton unvollkommen dreilautiger Wurzel 

m) von "^"S : näkutt(ä), hieraus bildet sich nur in der ersten der 
§ 484 a beschriebenen beiden Bildungsweisen nach §§ 86, 3. 95, 1 
ab^ nach Waw consec. ^031. 

1. Beispiele eines Ju89iv8 ohne 1 finden sich nicht. 

2. Yom Energ» finden sich nur zwei nnregelmässig gebildete Beispiele. Mit 
Aufgabe der verstärkten Aussprache des 2. WurzelJantes fntbj 1 Sa. 14, 36 aas 
näbüzzän; femer mit weiterer Erleichterung der Form infolge des § 94, 1 be- 
schriebenen Tonfalles (nHkiUin) t^^3 Gen. 11, 7 sUtt "^nV::;, vergL §§ 410 h ß. 
421 6 p. 425 6 ß 3, 

d y) ^^^ ^'^' ^^^t(^)> hieraus nach § 86, 3 0^, 0*05, n^J, OnpD, 
n^tDp u. s. w. Energ, nur ohne Suffix: näkutan, hieraus fno^ä« t^???> 

ntfipj, nri^j, nawj u. s. w. 

In der Form t^^^l^ Neh. 4, 9 meint das K^^ß wahrscheinlich das Imperfect 
nach Waw consec, *ym%^ s. jedoch § 29. Beispiele eines Jussives finden sich nicht. 

e 2) Yon Perfectis auf i findet sich nur das eine Beispiel mn:, 
vergl. 485. 

b. Imperfect auf ä. 

585a 1) ^^^ Perfectis auf ü a) von vollkommen dreilautiger Wurzel: 
näktäl(ä) nur b5«0, vergl. § 486, Energ. nach § 85, 3 nb^*. ß) von 
Y':^ nur fniMd, dessen Perfect sich jedoch nicht findet, vergl. § 486. 

b 2) von Perfectis auf i nur von vollkommen dreilautiger Wurzel, 
nach § 82, 1 na?5, t^'ipj, t^Stej, ^^tttö?; nach §§ 110 ft. 487 c «n«^; 
i. P. nach § 86, 4 f^lJ^J, t^ate, yoü?-, ftoy^y, nach § 81, 3 föA«:, 
fb'jnD. Energ. 1) oÄne 5i//?fa; i. P. näktalän, hieraus nach § 86, 4 
• "Sl^^p?, ausser P. naktälan, hieraus nach § 85, 3 nbWÖJ, S^5^I??> *l?afe5, 
nnitei, f^T!"*? ^- «• ^- 2) mi7 Äti/Jlr nach §§ 114 Z^". 487 b njijtttfc. 



Vierter AbBchnitt. Die Lehre vom Yerbnm oder Thatwort 321 

3) von Perfeeiis auf ä i c 

a) von vollkommen dreilautiger Wurzel. Bei intransitiver Bedeu' 
tung der Wurzel: U^^a P., bei Bäuchlaut an 2., Hauchlaut oder p an 

3. Stelle der Wurzel:' f^?» tP?*?i PTtS' *^T?5 ^^^ § ^^6 n :^j, 
nach § 127 c n^a; nach § 1106 KfifO, K»a, Mnjaa. Energicus nur 

oAne 5ti/3ii: und ausser P. nasTO, Iri'Traa, nrÄTO,' nnan; nach § 136 
n!?03, nnpa. 

ß) von unvollkommen dreilautiger Wurzel d 

K) von n"^: itaArfoi, hieraus nach §§ 80, 2 c. 99, 2. 102 a n^na, 

nb:», n^?g; nach §81, \a tntirja, fnirg; nach § 81, 2 t»^n}; nach 
§ 82, 1 naaa, In'na, nntfe und so'^auch n'n^a, n*na; iach § 126 a ms:. 

Es findet sich nur ein Jussiv ohne Waw, derselbe wird jedoch von 
den Punctatoren nicht anerkannt: f^Jl J^^- ^^9 ^^i ä- i* K*??!) vergl. 
§ 580 c Anm. Nach Waw consec: b?j5, •fi»?»?, Ttr, *»ns5, vergl. 
§ 489 b Anm. 1. Vom Energ. findet sich nur ein Beispiel und zwar 
mit Suff, mtoa s. § 114 h. 

Auch hier finden sich häufig Imperfecta nach Wau> consec. Iti^nr , l^^n 2 mal 
neben 2 mal Vif 1, iTite^a, tTOS!?, ITO'TSI. ' ^ ' '. 

a) von :p^:^ findet sich kein Beispiel. 
. a) von l":? nur Kiaa, s. §§ 77 a. 86, 3. 49Q c\ Energ. nyhj. 

c. Imperfect auf t 

In dem § 491 beschriebenen Umfange 586 

1) von "^na: näntin(ä), hieraus nach §§ 82, 1. 90, 1 fna, nach 
§ 107 a fy^': Ri. 16, 5. Energ. nach §§ 89, 1. 128, 3 njPia. 

2) ron den nach § 77ii Anm. bildenden vtfis. Nach § 90, 1 fnntt:, 
bD«b P., nach § 107 a b?«b, "hwa, aber nach § 88, 2 ^tiKlh. Energ. 
ohne Suffix nach. §§ 89, 1. 128, 3 fn^b, rh^i; jnit Suff, nach 
§§105. lUJJttbM'a. 

3) von den nach § 117 a bildenden i"^. Nach §§ 90, 1. 108 ^ba, 
fra, a«?, «tta; nach § 88, 2 flfba, ^, fr\g^, aw; nach§ 107" a 
:^*73 und hieraus i. P.. wie in der a-Classe 9*13. Energ. ohne Suffix 
i. P.: näktilän, hieraus nach § 90, 2 a rD%; ausser P. naktilan; nach 
§ 89^ 1 fvn^ '^TS» ^^5- A^9^ ^^^ bildet sich von ria aus nach 
Analogie der a-Classe* n^^na P. Ebenso mit Suff.: t^^^ s. § 114 6. 

B. Von den Bteigenmgsstftminen und dem Zielstamme. 

Von dem nach § 154 gebildeten gewöhnlichen Steigerungsstamme 587a 
in activer Aussprache {Pi at) 

1) von vollkommen dreilautiger Wurzel: näkätttl(ä), hieraus nach 

§§85,^ 1. 90, 1 fbwaa, laia, "hwa, Ä>Ba, ba^a u. s. w.; nach § 135» 

Stade, hebr. OxMnmatlk. 21 



322 Dritter Hanpttheil. Die Lehre von der WortbiUiuig. 

tr^ao; nach § 135 e ^irej; nach § 88, 2 c *Hb0I5. Energ. 1) oAm^ 
Suff, nur ausser P. näkättUan, hieraus nach § 89, 1 tn*113!3, tn^TOd, 
tmifO^ u. 8. w.; tru^^a, s. § 135 Cj ntDJ^a;, s. § 136, 6.' 2) mU Suff. 
nach § 114 » "N^a},' ^^tf?. 

b 2) Ton unvollkommen dreüautiger Wurzel 

a) von n^ : näkäftai; hieraus nach §§ 85, 1. 99, 2 n^, rnp9. 

Es findet sich weder Jassiy noch Energicns. 

ß) von 9^:p nach a nur tntffej P., ausser P. rwj, tr«fTO3, 
s. § 136, 5. 7. 

Von ^ findet lich kein Beispiel. Ebenio fehlen Beiipiele Tom Ai'a^ tob 
sämmtlichen übrigen Steigenmgastftmmen wie aaeh yom Zi< 



O. Yom OaasatiTBtamma 

588a Vom Causativstamme, s. § 159, in acHver Aussprache (flUfU^ 

1) von vollkommen dreiläufiger Wurzel: näkHl(ä) ; l'^Sp, Iwnaj, 
r^tt?, tp*»!?»:, ta*'^)?:, "h^^atfe; nach § 126 a Tjj; nach §"98 «rxt, 
tb'»?i5; nach § 102 ö tB|'»bnD, VT^W^. 

b iE:ner^. a) oA«« Suff. näMMn: trn'»^n, n'Y'atfS, wm^ n. s. w.; 

tnb*»w, tnT««; nr^. ß) mir Sw/f.; nach § \üi liwnajf Ivpia. 

c Jussiv nach § 480 6 näkttl, hieraus nach § 90, 1 "hKlfe u. nach 
»^a» consec. ta*5jjj5, O^mi; nach § 88, 2 -njjj, aijill. 

d 2) von unvollkommen dreUauÜger Wurzel 

a) von n'^ näktai, hieraus nach § 99, 2 nur tn^^. Ebenso 
findet sich vom Jussiv nur ein Beispiel und zwar nach Warn consec. 
^ aus wä-nänki, s. § 126 a. 

ß) von ^'ip: näkUi(a), hieraus nach §§ 86, 8. 98» 1 aoj, nach 
§107atnj. 

Y) vonV':r: näkU(ä), hieraus nach § 86, 3 iras, pb;, a'^Vd, ffnn 
u. 8. w. ; nach § 106 2^^. Vom Jussiv findet sich nur em Beispiel 
und zwar nach Waw consec. ta^ wä-naüb, s. § 88, 2. 

e Vom selben Stamme in passiver Aussprache (ffo^at) findet sich 
nur ein Beispiel von vollk. dreilaut. Wurzel m» S. liaiaiP^ s. § 93, 2 b. 

D. Von den Reflejdvstftmmen. 

589a Von dem nach § 163 gebildeten gewöhnlichen BeflexwsteigerungS' 
stamme finden sich nur dctive Beispiele (ffidpaat) 

1) von vollkommen dreilautiger Wurzel: ni9'kättil(ä), hieraus 
nach § 107 a tpfnro und i. P. tp'ntt?, s. §§ 129 fr. 163 >. Snerg. nur 



Vierter Abidiiiitt Diu Lehre Tom Yerbiim oder Thatwori. 828 
ohne Suff, ausser P. rUd'^ifUan, hieraus nach § 89, 1 fnjjfnnp, 

2) Ton ufwoUkammen dreUauHger Wurzel b 

a) von rfb: fOd-käftai, hieraus nach §§ 99, 2. 135 c n^fWf. 

Sinen toiii J%89w hergeleiteten Emetg. kann nach § 129c tl^^gi^ Jei. 41, 28 
▼orrtelleni •• jedoch §§ 4S0c. 576 c. 

ß) Yon ^'^ nach a nur fb^ro. 

Von ^^ findet sich kein BeispiaL 

Von dem nach § 166 & gebildeten Reflextoiteigenmguiamme mit c 
mederholtem letzten Wurzellaute desgleichen und nur 

1) Ton rf'^ nur M^nn^, s. §§ 99, 2. 102 a. 129 C. 

2) Ton ^':p nur tTTtotJ? P. ^ 20, 9 nach §§ 77 a. 163 b. 

Ton dem nach § 166 c gebildeten B^UxUmteigenmgntiamme (MiSpd^^ 
findet lieh kein BeispieL 

Yen dem nach § 167 gebildeten Reflexivstamme aetiver Aus- 590 
spräche (Ni^al) finden sich nur vollkommen dreilautige Beispiele: 
ninkatil(ä), hieraus nach §§ 86, 3. 90, 1. 127 a fori^;, ftabia;, fini^d, 

1?35> T^05? ^^^ hintenhaucM. Wurzel yiaj, i. P. f?^?- ^^^tf'- ^^ 
ohne Suff. 1) i. P. ninkattlan, hieraus nach §§ 86, 3. 90, 1 n^tin; ; 
ausser P. fünkäfUin, hieraus nach §§ 86, 2. 89, 1 nw^, fn»«;, 

Nach § 107 a gebildete Panmlformen finden sich nicht. 



ZWEITE ABTHEILUNO. 
Der IiverattT. 

L DIB 2. FEBSON HASO. SING. 
A* Vom flinfacli ft'n Btamine odev KaL 

a. Imperativ auf ö. 

1) Von vollkommen dreilautiger Wurzel. Von täktul aus bildet 591a 
sich nach § 482 a ein Imperativ ktul, für welchen nach § 70 a k^tul 
gesprochen werden muss. Der characteristische Vocal wird nach 
§ 95, 1 gesteigert k'idl, yor Makk^ nach § 93 gekürzt: Mhl, der 
Vocalanstoss des ersten Wurzellautes erscheint bei den mit tt be- 
ginnenden Wurzeln als , bei den übrigen yomhauchlautigen ab ^. 

Gleiche Bildung zeigt dät Aramäitche^ dagegen yenneidet das Arabiache die 
Lantgnippe kfil durch Yorwhiebnng eines knnEen Yocales: ükf^ 

Es bildet sich sonach von ImperfecUs auf ü, bei PerfectiB auf ä: b 

-njij, Thii, t-A^t, ncr\n, jäVi, trhri, nhn, nh?, t"^; -i?», ^Tt 1t*»»» 

21* 



324 • Dritter HaupttbeiL * Die -Lehre von der tV'ortbildiiiig. 

q'rt, ifatf u. 8. w.; ebenso von :*jb: fte, nij, -ftJpj, ffq, «. § 125ä; 
bei' P^rr/:* ötf/" I: fbü, f-fDlfli. 

Nach Analogie dieser Formen bat sieb der Imperativ auf ö auch 
bei Verben ^durcbgesetzt, welche ihr Imperfect mcht auf Ö {u) 
bilden, und zwar 1) bei den Verben k^, welche ihr Imperfect auf t 
bilden: ib», "^tt«; te«, "bDM, t|bK. 2) bei zwei ihr Imperfect auf ä 
bildenden : tnho"Gen."43, Ye und fa^n Jer. 50, 21, weil das Wort 
hier transitiv gebraucht wird, neben f^yyrj '^^' ^^ ^'^ ^ iniransitwer 
Bedeutung. 

d Leitet sich dieser Imperativ vom Energicus her, so ergibt sich 
als Grundform kUulän, woraus nach §§ 95, 1. 128, 3 k'tölä werden 
muBste. Derartige Formen haben sich erhalten in f H'Dito u. fn^iSin 
Jes. 32, 11, während sie an zwei anderen Stellen fiiDlbtt Ri. 9, 8 
u. fTOI'illJ if 26, 2, d. i. *n5ibt), *r»in», von den Punctatoren nicht 
anerkannt worden sind. Die von ihnen punctirten Formen gehören 
einer zweiten, in Folge Betonung der Endsilbe nach § 96 a ent- 
standenen. Bildungsweise an: küf^län. Hieraus entsteht weiter 
entweder 1) nach § 93, 2 a fnÄ«, WDT, frim?, fn^pj, fniT!?, nnw, 
htttO und hieraus weiter nach § 109 T^^V Nu. 23, 7 oder 2) nach 
§ 96 ö fniM und hieraus weiter nach § 138 a fnyL: ^ 141, 3 oder 
nach § 88,' 5 t™T? Hieb 33, 5. 

1. Auch diese Form wird einmal von einem Yerb mit Imperfect auf ä ge- 
bildet : t^'Jß <p 69, 19 neben yyx 

2. Die Formen ItnjtSB, fM'^'i^in sind nach Anderen verkürzte 2. Fers. Fem. 
Flor. fOr *n^U^, ^'^j'?^* Solche Verkürzung ist Jedoch im Hebräischen bo- 
spiellos. Uebrigens hindert nichts auch die Formen der zweiten Bildnugsweiae 
nach hHBlä zu punctiren. Die Abgrenzung der beiden Bildungsweisen ist Tial- 
leicht nur die Folge verschiedener grammatisoher Ansichten über die BUdimg 
dieser Form. 

e 2) von unvollkommen äreilautiger Wurzel 

a) von "SCs. Grundform kut, hieraus nach § 95, 1 fbli, tn, DD, 
nix. Energ. küttän, hieraus nach § 135 * IfTViP. 

Ganz abnorm gebildet sind die beiden Formen (4)*Mn^ Ku; 28, 11. 17 und 
0^)*^79 Nu. 22, 6. 23, 7 statt ^n^)?, *n^ Sie erklären sich nur aus der Aus- 
sprache des ^ als 6. Ein weiterer Energ. steckt in *4Sa^, wie statt t^^ Na. 
88, 18 zu lesen ist. ^Tt^ <|i 88, 29 beruht auf einer Textverderbniss, L Tl ri? 
und vexgL § 285 Anm. 

f ß) von i*:r: küt, f^na, 110, mp, fn, a««5 u. s. w., ebenso nw. 

Energ.: no^n, T\ibm^ nn^, nw, nwip, nwi, na^tJ u. s. w. 

Es wird jedoch hs^p, h2iltt3, hS^ Bi. 4, 18 betont, wenn der Imperativ mit 
besonderem Nachdrucke gebraucht wird, yeq^. B,HupfM, die Psalmen Bd. 1(11) 
S. 114 f. Anm. 



Vierter Abtclmitt. Die Lehre Tom Yerbam oder Thatwori. 325' 

b. Imperativ auf ä. 

1) Von voUkammen dreilauUger Wurzel. Von iäkial aus bildet 592» 
sich auf dem § 591 beschriebenen Wege k^tal. Bei K^fi wird der erste 
Wurzellaut auch hier mit . , bei den übrigen varnhauchlautigen 
Wurzeln mit gesprochen. Der characteristische kurze Yocal 
erhält sich ausser P., wird in dieser jedoch wie im Imperfect nach 

§ 86, 4 gedehnt. Der Umfang des Imperatiys auf ä entspricht dem 
des Imperfects. So entstehn : nn^, paK, b'in, pm, tinb, nnp, fndn 

u. s. w.; bw, iina, nna, tn?| u. s"w.; npa, rna, yit, fiwtt u. s. w; 
nach § 110 ft fÄ'ii» »1% tmL »ip, «ö^; i.'P. rt», Sfm, nnta, aDtJ, 
mö u. s. w. 

Ueber fttO^ <|» 4, 7 f^ 4^ 60, 4 f^ Jes. 26, 20 vergl. § 148 e Ämn, 1. 

Nach § 125 a bildet sich von ^''b: :r|, fvi, |-t9|, ebenso Ton b 
npb: np, i. P. ng neben 2 mal npb und von *anv an. 

Für den Imper. energ. auf ä ergibt sich als Grundform /ftälän, c 
woraus nach §§ 86, 4. 128, 3 *Ttibp^ werden musste. Diese Form hat 
sich und zwar zumeist bei grösserer Pause erhalten: fnv^*) Dt. 
33, 23 von I^B nach Analogie der -»"b, ifnjTü] 1 Kö. 13, 7, f'^'?'??» 
fW^tf Da. 9, 19, fnnn Jes. 32, 11 von n^Brnnh. Beim. Antritte 
eines Suffixes zieht die Endung den Ton auf sich, worauf nach 
§ 86, 3 gebildet wird fns^tt^, f^finp. Gleiches ist auch ohne 
solchen Antritt geschehn, worauf aus k^tälan entsteht kafilan, 
8. § 591 d. Hieraus weiter nach § 82, 3 Wta^; von i'^b: nü|, fTtg^ 
8. § 105. 

Die Betonung tn^&*i <p ^^ ^ erklärt sich nach § 59lf Anm.' 

2) Von unvollkommen dreiläufiger Wurzel ^ 

a) von n'^: k^tai, s. § 545 d\ hieraus nach § 99, 2 Anm. 1 n§a, 
nba, nt3^, n^n, rop u. s. w. ; n'^n, r\^rr\ und ebenso htp, sonst mit 

: mn, tnsn, nbip, nsir u. s. w. 

Ein JVter^icus findet sich nicht. 

ß) von ip'^lp findet sich kein Beispiel. 

^1 ^ 119, 22 iBt Imper. Pi*al von ri>\. 

T) von 1"»: nur nia, JEn^^. lT«<jiSa- 

c. Imperativ auf i. 

Da die k*b nach § 591 h bilden, so findet sich derselbe nur 593 
1) von fnp: An, s. § 125 <i, hieraus nach § 90, 1 ^, nach § 88, 2 c 
*^ Energ.: Unän, hieraus nach.§ 89, 2 n^ und nach § 114ft 



S96 Dritter Haupttheil. Die Lehre tob der WortUldimg. 

fn^. 2) Yön den nach § 117 a bfldenden "f^i )|b, -Ifb^ KS, Ti, M, 
th aber th P. Dt. 2, 24. 31 und nach § 107 b yn. ' Energ. nib, 

nT\j rotJ, nyn; i, P. nach § 90, 2a fnsb, ini«, rm. 

B. Von den BteigenmgBstämman und dem Wnlutaminfl. 

594 a Von dem nach § 154 gebildeten gewöhnlichen Steigerung$siammt 
in acHver Aussprache {Ptat) 

1) Yon vollkommen dmlautiger Wurzel. Grundform: käitil, hier- 
aus nach § 90, 1 «i^ä, na*!;, n^, »^% dM u. 8. w.; nach § 88, 2c 
fri)^, Hhp u. s. w.; nach § i35bcffö% ^; nach § 107 1nng, 
"HäS aber intt, "hlTj, tbn? u. s. w. ; von hmienhwchlauUgen Wurzehn 
(mit Ausnahme der «*b) nach § 107 "b^a, n^tö, "hs^ TOte Spr. 27, 11 
aber tfea mate 4 86, 4. 
b Der Energicu$ findet sich nur ausser P.: kätßlan, hieraus nach 

§§ 89, 1. 128 tirntar, tm^n, tnei?, Inntoe, Irioiö, tn^; nach 
§ 135 c mnu 

c 2) Ton unvollkommen dreiläufiger Wurzel 

a) Yon rV'b findet sich eine doppelte Bildung 1) vom Imperfect 
aus kättai, nach § 99, 2 Anm. 1: 1n;n, mn, m|, tn«, twn; 
2) vom Jussiv aus: bj, f^n, n». 

ß) von I^^IT nach a nur tbVß. 

f) von l^y nur mit Suff. : "»itt^^ß. 

d Vom Steigerungsstamme, gebildet nach § 155 durch Wieder- 
holung des letzten Wurzellautes, 

1) von «i^lp: kättt nur mit Suff, "hnjais, Ijnrjntt, woraus nach 2 
die Formen *)'Sb^ ^nnita zu erschliessen sind, gebildet nach §§ 77 a 
90, 1. Energ. nach § 81, 1 tnjS'p, "hrnT^. 

2) von »''2^: "hyto. 

Vom Steigerungssiammef gebildet nach § 156 (Käfiltät), findet sich keinBeispiel. 

e Vom Steigerungsstamme, gebildet nach § 157 durch Wiederholung 
der zweilautigen Wurzel, findet sich nur ein Beispiel von :^9 mit Suff> 
nbote Spr. 4, 8 von *bote sälstl. 

Vom Zielstamme findet aioh kein BeiipieL 

O. Vom OausatiVBtaimne. 

595a Vom Causativstamme, s. § 159, in activer Aussprache (ßifpiC). 

1) Von vollkommen dreilautiger Wurzel lautet die Orundform 
wie im Jussive nach § 549 c mit Erhaltung des i: häktü. Der 
Imperativ hat sich sonach zu einer Zeit gebildet, wo der § 113, 3 



Vierter Abflohsiit Die Lehre Tom Verbum oder Thatwort. 327 
beschriebene Lautwandel noch nicht eingetreten war. Hieraus nach 

§ 90, 1 bnpn, a'npn, "hMn, ^n; pmn, wm u. s. w.; nach § 102 a 

Piy?}i to'inn, laVn u. s'. w.; nach § 126 a ian, n|n u, s. w.; nach 

§ 9¥v«inri«inri^M^^ nach § 88, 2 -amn,' 1^30^, yym, nairn, 

"^rii "^f}? ^« ^ ^-f b^i hintenhauchlautigen Wurzeln mit Ausnahme 

der «*b nach § 107 a: nbsn, tnp-jn, troin, :Piin, "hrih, wjin, ebenso 
■hron if 69, 24 P., tprnn Hiob 13, 21. 

BtaU tS^Vin ^ 94, 1 wird |^'in für rop&'in SU schreiben lein« s. nnier ft. 
Ueber fKTjn JB^tt yergl. § 120 Axiol 1. 

Dagegen hat der sich vom Energ* herleitende Imper. energ. das I b 

dieses, s. § 549»: na'^ippn, niT'^sn, no'^an, nTan, ntir^inj rt-^atn; 
trwvln, rur»üin, na'»tD'»n! 

1. Die BetonuDg im«^^ ^ HS, 25 erklärt sich nach § 591/' Anin. 

2. TCiTimai ist ein solcher Imperativ tob Hoq>'al pnnctirt worden: fl^^^ 
Es. 32, 19. Das Ntgfal war wegen seiner andersartigen Bed. nicht sa brauchen. 

2) Ton unvollkommen dreilautiger Wurzel ^ 

a) Ton n^. Auch hier findet sich eine doppelte Bildung 1) vom 
Imperfecte aus haktai, hieraus nach § 99, 2 Anm. 1 Inbtn, tli'i)^??, 

tnann, ra^n; nach § 126 a trwn, ntDrj, nan; nach § 102 a t^mrjn. 

2) vom Jussiv aus b?h, anrj Ri- 20, 38, nann ^ 51, 4, ort, ?n, vergi. 
§ 649 d. 

ß) Ton y^y: Grundform häkit aus iähäktt, hieraus nach §§ 88, 3. d 
90, 1 bnn, aon, l&n, bgn, nach § 107 a tyvn Jes. 6, lO. Nach a: 
bV»n. Energ. nach § 136 i IlTnfcn. 

7) Yon ^^9. Grundform häkit. Eine hierauf zurückgehende Form e 
hat sich erhalten in tM^an Jer. 17, 18, s. § 86, 3. Auf dieselbe gehn 
femer alle mit Suff, yerbundene Imperative zurück ^^sran, 'hsrv^'fin 
u. s. w. Endlich wird dieselbe durch die nach § 143 c Anm. 1 yer- 
kürzten Formen bezeugt: «pa, n, "pb, y^^ 1[rp% n^te, tPti. Für 
gewöhnlich aber' stehn Formen, welche auf die yerkürzte Form 
Mktt zurückgehn und Tom Jussive hergeleitet werden können. Nach 

§§86, 3. 90, 1 Kan, lan, 11m, non, Q;;n, a^ u. s. w.; nach § 88, 2 

fO-jn 2 Kö. 6, 7, nach § 107 a f^*? P- Jes/42, 22; nach §§ 71, 3. 
107 a tm. Energicus: häkitän, hieraus nach § 128, 3 ny^kn^ npan, 
JT1T?0» "yi?Di ^V^?h ^"^f ^T?n; verkürzt pM^ ^ 71, 12, 

nij'n, n^i?t nnni. 

Die Betonimg rvT^ ^ 9,2U 141, 8 n^tn 4» 43,1 erkl&rt lioh nach § 591 /Anm. 

D. Von den Beflaxivstänunen. 

Von dem nach § 163 gebildeten gewöhnlichen Beflexu^steigerungs^ 59^9^ 
stamme in aetiver Aussprache {Hidpdai) 



828 . Dritter HaupttheiL Die Lehre von der WortbUdnng» 

1) Yon vollkommen dreäauttger Wurzel: Md-kätiil, hieraus nach 

§ 90, 1 5f>nrin, tjFjnnn, mw, tö?'?*?rj; ^^^ § 135 c t*>»*?n; »»«h 

§§88, 2. 135 ftan^rin; nach § 107 Äpnina^ Energ. fnnkirwnP'B. § 193*. 

h 2) Yon unvollkommen dreüauHger Wurzel 

a) von n"b nur f^ntin vom Jussive hergeleitet, s. § 550 b. 
ß) von f'^p nach al biölnn, t^^örin. 

Von ^":f findet üoli kein Beispiel. - 

c Von dem nach § 166 b gebildeten Reflexmteigerung$$tamme in 
aciiver Aussprache finden sich nur zwei Beispiele von ^'y: M&kälit, 
und hieraus nach §§ 77 a. 90, 1 tl^Ö^jr*! t^W^^f^r?« 

Von dem nach § 166 e gebildeten Beflexivsteigerwngstiamme (Hi&palpat) 
findet sich kein Beispiel« 

597a Von dem nach § 167 gebildeten Reflexivstamme activer Aus- 
sprache {NUpal) 

1) von vollkommen dreüautiger Wurzel: kinkäiil, hinaus nach 
§§ 86, 3. 90, 1. 127 a tPMpn, On^n, tDbB??, OTttH, «ton u. 8. w., aber 

' fm\^^ tqoÄn, t^^n; nach'§ 88, 2 onJn,' toßjn, n^fri, "hwm u. s. w.; 

nach § 107 a ftnKn. Energ. nur ausser P. länkäiilan, \aetw& nach 
§§ 86, 2. 89, 1 nur nriW). 

b 2) von unvollkommen dreiläufiger Wurzel 

a) von n"b hinkitai, nach §§ 86, 3. 99, 1. 127a nur fn)?!»!, tWJH- 

Von 9^9 findet sich kein Beispiel. 

ß) von rs nur fisn hinkät, s. §§ 77 a. 126 a. 

n. DIE 2. PERSON FEIL SING. 
A. Vom einfitohen Stamme oder KaL 

• • • 

a. Imperativ auf u. 

598a 1) Von vollkommen dreüautiger Wurzel. Es findet sich nur die 
kürzere Endung i und zwar gehn auch hier Formen mit Betonung 
der zweiten Stammsilbe und solche mit Betonung der Endung neben 
einander her, vergl. § 554. So ergeben sich nach Analogie des 
§ 591 tf beschriebenen Lautwandels die beiden Grundformen k'tuR 
und küt^li, s. § 96 a. Abweichend vom Imperfect finden sich die 
Ableitungen der ersten Grundform nicht nur i. P. t*^*>i)!r, sondern 
auch ausser. P., werden jedoch hier von den Punctatoren nicht an- 
erkannt und durch die gewöhnlichen ersetzt: f^Dlblp Ri. 9, 12, 
fö^Oß 1 Sa. 28, 8, d. i. ♦•^Dfttt, *'»t3TD{J. Aus küf^li entsteht nach 
§ 93,'' 2 a pAi^ f»tb:r, fmy, nach*§ 96, a ^y «hnM, ^n»» 'HW?! 



Vierter Abeohmtt. Die Lehre Tom Yerbiim oder Thatwört. 329 



ptri, "h^Mi. Von tlf%: 'nta», nach § 71, 2 Anm. f^BOK und nach 
§§'8l', 1. 104 -hrriK Ru, 3, löV 

Ueber f^ft Bu. 2, 14 yergL § 125 a Anm. 

b) von unvollkommen dreüauHger Wurzel h 

a) von f'T. kuni. Die Betonung der Stammsilbe erhält sich 
nicht nur i. P. f^li, 'iph Jes. 12, 6, *n9^ Jer. 47, 6, sondern auch 
ausserhalb derselben: ^ih Thr. 2, 19, ^^ ^ 62, 6, f^äb Jes. 23, 16, 
6. § 95, 1, doch ist ausser P. häufig der Ton aus dem § 591 f. Anm. 
angegebenen Grunde auf die Endung gerückt, worauf sich nach 
§ 93, 1 bildet: *4n Jes. 54, 1 4. ö., f^% Jer. 7, 29, f^ar Na. 2, 1. 

ß) von "fs : küti: fn% *>\fSn, ''I^IT, •»tt^ip, "»n^tf u- s. w. aber mit 
Betonung der Endung "^hjip Ri. 5, 12, 'innv if 116, 7, vergl. unter a. 

b. Imperativ auf ä. 

* 

1) Von vollkommen dreiläufiger Wurzel. Dem § 598 a Au8ge-599a 
führten entsprechend ergeben sich die beiden Grundformen: k^tali 
und Mtfli, Die Ableitungen der ersteren. zeigen sieb nur i. P. : 
nach § 86, 4 t»Ttbto*»» ^^^ § 10* f^V?^^ t^'P?*'!- Ausser P. stehn 

die der zweiten, naijh § 85, 3 «ip:^, «haTO, '»bnxVf P»» t'^PtDi f^^«^» 
•«b«^; nach § 82, 3 "rftA, ^"^"si^ 'Tmte, f??'?' von^ S^Ä'- ''**» t*™; 
von npb: "nip neben f^np^; von n^'ö: t^an. 

2) von unvollkommen dreiläufiger Wurzel b 
a) von n*b. Dem Imperfect, s. § 556 d, entsprechend f^'^n, '»^n, 

•*?» •*?;, '«in, tT!- 

^ ß) von «iV Bei transitiver Bed. fwia, bei intransitiver "Uria, "niÄ. 

Ebeoflo sind gebUdet t^k Mi. 4, 10, f^tifPi 4, 13, wohl ans euphonischen 
Gründen, weil Imperative *^sn\ *V4p vorangehen. Von ^^ findet sieh kein 
BeiapieL 

c. Imperativ auf i. 

In dem § 593 beschriebenen Umfange 1) von Itnp: '«^Pi, i. P. ^i^. 600 
2) von f 'b : -»n, ''Db, "h«», "m, ''ntJ, i. P. ''dU. 

B. Von den BteigerangBstämmen und dem Zielstamme. 

Von dem nach § 154 gebildeten gewöhnlichen Steigerungsstamme ^(S\h 
in activer Aussprache (Pi^al) 

1) von vollkommen dreHauHger Wurzel. Grundform i. P, kättili, 
hieraus nach § 90, 2 a f^i^, f^Tj; ausser P. kättili, hieraus nach 
§ 89, 1 f^ag, t^pin, f»p^5, -hoVi?, "h"«?, "»Ipitf ; nach §§ 105. 135 b 

•»Dia ; nach § 135 c "h^ma. 



330 Dritter HanpttheiL Die Lehre tob der WoiiUlduig« 

b 2) von unvoUkammen dreUautiger Wurzel 

a) von n*b nach § 558 h kätti: »»il, «ipiö, f^t. 
ß) von t^:p nach a nur "^bn. 

Von 4^9 findet aioh kein BeispieL Ebenaoirenig toh den übrigen BeflesdT- 
•tämmen nnd dem 



O. Vom Oauaativitaiiime. 

602a Vom Causativsiamme, s. § 159, in acHver Aussprache {HUpUj 

1) von vottkommen dreUauHger Wurzel. Im Unterschiede vom 
Masculin. Sing, ist im Fem. Sing, statt I nach § 91 i eingetreten: 

häktm, '»a'»*tfpn, 'h?»bi?n, "»swjn; nach § 102 a "hy'^W!, ■^ ;/ n nsj i 

titä^nn; nach § i26a •»Tan;* nach § 98 "Nrnrin, t ^ p nin; nach 
§ 99, 1^ 'ha'^p^n und nach Analogie dieser Form 'hj'Wii "hp^n 
Ex. 2, 9. " 

Letztere Form ist mdglicher Weise ein Schreibfehler. 

b 2) von unvollkommen dreiläufiger Wwrzel 

a) von r\*^\ nach § 559»: MkH, f%y\^ nach § 102 a *6;m, 
nach § 126 Ä 'n?n. 

ß) von y^T. hakittt, hieraus nach §§ 86, 3. 90, 1 f^bn H. L. 6, 5, 

dreilautig '»^'»V»ni s« ^• 

T) von ^'':p: häkitt, hieraus nach § 86, 3 "hTon, 'Vnt^ VnO, 
'itj'iten u. s. w.; nach § 143 c Anm. 1 verkürzt: ''Vij, hT'b^ "N?*! 

D. Von den Beflezivstänunen. 

603a Von dem nach § 163 gebildeten gewöhnlichen Beflexivsiamme in 
activer Aussprache (HOpaof) 

1) von vollkommen dreilautiger Wurzel, s. § 560 a, Grundform 
ausser P.: hi&kättW, hieraus nach § 89, 1 "hbaÄnn, tm^f^??! "NfeöTini 

nach § 135 c "hnigrin. 

Paaealformen finden sich nicht. 

b 2) von unvollkommen dreilautiger Wurzel nur von n'^: lüS-kätH, 
s. § 560»: "^mr^. 

c Von dem nach § 166» gebildeten Reflexivsteigerungsstamme mit 
wiederholtem letzten Wurzellaute 
a) von n"^: tnnntin ^ 45, 12. 
ß) von ^T. ausser P.: hi&käfiti, hieraus nach §§ 77 a. 89, 1 

tn^Sr^mn, i. P. nach § 163 b "hirärtnnn. 

Von 9^9 findet sich kein Beispiel. Ebensowenig von dem nach § 16e e ge- 
bildeten Beflexivsteigenuigstiamme (Hix^pai^l). 



i 



Die Lelire vom Verbum oder Thatwort. 831 

Von dem nach § 167 gebfldeten Beflexivstamme acHver Aus- 604a 
spräche {Niipal) 

1) Yon vollkommen dreiläufiger Wurzel nur ausser P.: hinkätili, 
hieraus nach §§ 86, 2. 89, 1. 127 a f^wn, f^^n, -h^wn, t^«n, 

2) Yon unvollkommen dreilautiger Wurzel finden sich nur Beispiele h 
von rv^: Knkäti, hieraus nach § 86, 3 'ipsn. 

m. DIE 2. PEBSON HASC. PLUB. 

A. Vom einfachen Stamme oder EaL 

a. Imperativ aufü. 

1) Von vollkommen dreüautiger Wurzel. Von der entsprechenden 605a 
Person Imperfecti leitet sich als Imperativ Affufii her, woraus nach 

§ 95 k'tdlA wird. Diese Form findet sich nur in P. : flTh», t^b», 
lnta,* fönn, «inhir, -hTto, fröT» "ht*^. Ausserhalb der P. zeigen 
sich Formen, welche auf die Grundform kh^lü, s. § 96 a, zurück- 
gehn. Aus ihr entsteht nach § 93 f^tifi, sonst nach § 96 a ^bsK, 

«OK, no«, t^iw, «rthn, tinn, iidt, ^na?, ria?, «»tf u.s.w.; von rurti 

Titai; und nach § 88 fWfK.' 

Ueber IvSi neben ^ TergL § 125 a Anm. 

2) von unvollkommen dreilautiger Wurzel b 

a) von "S^T. kuttü, hieraus nach § 95, 1 ^>li, nsn, nab, fnrAi u. s.w.; 
nach § 135 fnil, ftPn; mit der § 591 f. Anm. beschriebenen Ton- 
verruckung 4*1, dreilautig nach a f^Tri Jer. 49, 28. 

ß) von V'»: r\hi «, %3, no, fcKf» 'W'ip, «qw u. s. w. 

b. Imperativ auf ä. 

1) Von vollkommen dreüautiger Wurzel, Nach Analogie von 606a 
§ 605 a i. P.: k^tälü, hieraus nach § 86, 4 "hanK, t^^^n, "NsDn, 

•hrjp, "heJt, n»tt^, inw; ausser P. kät'iü: nna, npyr, two, mm» 

n^'u. s. w», nach § 81*, la urtt(, sonst nach § 82^3 wm, 4ir?i 

wi'ii ninp, inbii, tmate u. s. w.; von :"fi: ito, lÄto; von ngb: inp, 
i. P. "hng; von Y'ftnan. 

2) von unvollkommen dreilautiger Wurzel 

a) von n'^. Auch hier findet sich die § 523 b beschriebene b 
doppelte Bildung. Mit Verwandlung des dritten Wurzellautes in j: 
Itm und nach § 103 b ^tiK; sonst mit Contraction r^n neben V^m. 



332 Dritter Haupttheil* Die Lehre von der Wortbildung. 



vn\, nan, na:^ neben t^lTi io:p, ^b:r und nach § 103 b !)W; sonst ^Dä, 

5i:a, 'IM, i»n u. s. w. 

c. Imperativ auft 
C07 In dem § 593 beschriebenen Umfange 1) Ton ^n: 'On; von Vfc: 

in, iDb, 'jKt, 1T1, i«h, la«, i. P. ^5, i«», ia«J. 

B. Von den Steigemngsstänunen und dem Zielstanune. 

608a Von dem nach § 154 gebildeten gewöhnlichen Steigerungssiamme 
in activer Aussprache (JPiat) 

1) von vollkommen dreilautiger Wurzel. Grundform i. P.: kättilü, 
hieraus nach § 90, 2 a "Nffe», "hb»?, "hiag, TltST, "hnfiO, "Nhp; nach 
§ 135 c -hnnü; ausser P. kättilü, hieraus nach § 89, 1 itJ^l, "hb«, 
llte, 'IW, ntST, «tttBO, inöp u. 8. w.; nach § 135 ft ^'ni, t^iß» 
nach § 135 c: i'inti, *n|, «nj; nach § 136, 2 iKStt. 

b 2) von unvollkommen dreilautiger Wurzel 

a) von n^ nur mit Gontraction: kättü, "han, 'hbn, "ha?, 1Ä, Ttt. 
ß) von IT^IT nach a und § 136: *bn, 13^. 

Von^^:? findet rieh kein Beispiel. 

c Vom Steigerungsstamme, gebildet nacb§ 155 durch Wiederholung 
des letzten Wurzellautes, finden sich nur drei Beispiele, sämmtlich 
von i's und ausser P. : kätitü, hieraus nach §§ 77 a. 89 a twuri, 

Von den Steigerungsstämmen, gebUdet nach § 156. 157 (Kätältäl, PUi^, wie 
vom Zielstamme finden sich keine Beispiele. 

O. Vom OauflaüVBtamzne. 

609a Vom Causativstamme, s. § 159, in activer Aussprache {HitpU) 

1) von vollkommen dreiläufiger Wurzel: häktilü: ^"VOtt^y 'Q'»Wp7T, 
^tnrht'Hj ir^tttfn u. s. w. ; nach § 102 a irwn, 'hp'^T'TJ» ^yi^ty xu s. w,, 
aber 'iTWn; nach § 126 a itD'^an, lT5in, ^Ä^|n, "hVön, *'«n; nach 

§ 98 -hbw'n, «ir»nin, ^'»rin, iTnin u. s. w.; nach § ii7 j •ha^^ain; 
nach § 99, 1 ^y^n. 

b 2) von unvollkommen dreilautiger Wurzel 

a) von n'^. Auch hier finden sich die beiden § 523 1 beschriebenen 
Bildungen 1) ohne Contraction häktqfü, hieraus nach § 112 c nur 
^'ilT] Jes. 21, U. Jer. 12, 9, sonst 2) mit Contraction haktü: ^yi^ 
•hfi^rj, !ip«n; nach § 102 a wn, ^b?n; nach § 126 a niDn, ^n; nach 

§ 98 ^nin-' 



Vierter Absclmitt. Die Lehre Yom Verbum oder Thatwort. 333 

ß) von :^y. häkim, hieraus nach §§ 86, 3. 135 i finnn; nach 
§ 107 fmiön Hiob 21, 5; dreilautig nach a: 't^^n, **'b''n. 

Die Lesart ^fWtdn Sotpal Hiob 21, 5 ist zu yerwerfen, i. § 482 a. Anin. 1. 

Y) von ^:p: häküü, hieraus nach § 86, 3 lÄ^'hn, la'^an, ^y^T\j 

fvptin, ii'^pn, t^TOn, '»'»pn, 'in'»tfn u. s. w., nach § 71, 3 irr^in; 

verkürat nach § 143 c Anm.: ^0% 'tb'^Si, f^*«!, lb'»n, iS^'b, n*«?, 'Q'^'i, 

wte, wip, ii'tp, lipte, vi''V. 

D. Von den BefleziVBt&mmen. 

Von dem nach § 163 gebildeten gewöhnlichen Reflexivsteifferungs-ßlOa 
stamme in activer Aussprache (Hidpa^af) 

1) von vollkommen dreilautiger Wurzel nur ausser P. : Md-katttlii, 
hieraus nach § 89, 1: ^^TTTin, f^pfnnn, laÄ^tjrji "h«'!?^'? ^- s. w., 
nach §§ 129 ft. 135 c \T\rwr\. 

2) von unvollkommen dreilautiger Wurzel nur von "P^ nach a b 

und § 136: *bnnn, -Hfebömn. 

Von dem nach § 166 b gebildeten Reflexivsteigerungsstamme mit c 
wiederholtem letzten Wurzellaute 1) von n^ nach § 129 c ^nntiri. 

2) von i'v. hH&kätUu, hieraus nach §§ 77 a. 89, 1 nur ^^isinn, danach 

3) von :^:p nur t^i?*?^»- 

Von dem nach § 166 c gebildeten Reflexivsteigerungsstamme mit d 
wiederholter zweilautiger Wurzel: Md-kätkitu, hieraus nach § 89, 1 

wittn^nn; nach §§ 102 b. 129 c f^jnwj. 

Von dem nach § 167 gebildeten Reflexivstamme activer Aus- 611a 
spräche {Nitpat) 

1) Yon vollkommen dreilautiger Wurzel, i. P.: Mnkättlü, hieraus 
nach §§ 86, 3. 90, 2a. 127 a nur fll^vn, ausser P. hinkaülü, hieraus 

nach §§ 8.6, 2. 89, 1 ib^an, •h'iwn, t^:^n, wnin, iiia»n u. s. w., 

nach § 135 c t^i^vn, aber ißDÄH," t^O^nT t'^'jnn- 

2) Yon unvollkommen dreilautiger Wurzel b 
a) Yon n^: mit Contraction hlnkätü, hieraus nach §§ 86, 3. 127 a 

nur i^Van. 

^) Yon ^p: Kfikättü, hieraus nach §§ 127a: 135» fnän Jes. 52, li: 

7) Yon ^'9: Mnkätü, hieraus nach §§ 77 a. 127 a f^btan, und mit 
abnormer Verstärkung des 2. .Wurzellautes «hn Nu. 17, 10, Ycrgl. 
§ 583 b Anm. 



334 Dritter Haupttheil. Die Lehre toh der Wortbildung. 

IV. DIE 2. PBESON FEIL PLUE, 

612a Die 2. Pers. Fetn. Flur, des Imperativs ist wie die gleiche des 
ImperfecU sehr selten. Es finden sich nur die folgenden Beispiele: 
1) vom einfachen Stamme a) mit ti: käiulnä luich §§85, 1. 95, I 
npniin, tna'lbD ; ß) mit ä von vollkommen dreUautiger Wurzel: kafainä, 
tnjp^S, T\^y^ti und weiter mit Abwerfung des SchlussYOcales und 
HiilfsYOcai f^TOtÖ Gen. 4, 23. Von vf'b nach Analogie der rf'b: 
i^ftKtüj t,"IÄnp und weiter yerkürzt t|«*ip Ex» 2, 20; von n"b: 
kätainä und hieraus nach § 99, 2 ir\p^^ H. L. 3, 11. f) mit i: 
(kä)tünä, hieraus nach § 90, 1 n»b oder j|Db, aber von mfy: Iwwt. 

b 2) vom gewöhnlichen Steigerungsstamme s. § 154: kätttlna nur 

c 3) vom Causativstamme, s. § 159, häkttlnä, hieraus nach §§ 90, 1. 
102 a. 134 b nutkn 

d 4) von dem nach § 166 ft gebildeten Reflexivsteigerungsstamme 
nur tnpwitfirin Jer. 49 3 von Y'IT mit Unterlassung des § 129^ be- 
schriebenen Lautwandels, um die Consonantenfolge ta D M zu vermeiden. 

DBITTES OAPrCBL. 

Die BOdimg der FftrUeipten und Itaflniave. 

613 a Participien und Infinitive nehmen insofern eine mittlere Stellung 
zwischen Verb und Nomen ein, als sie, wiewohl ihrer Form nadi 
reine Nomina und Nominalrection zu üben fähig, doch auch die 
Bection des Verbs auszuüben vermögen, von welchem sie ab- 
stammen. Wie die reinen Nomina geben sie keinen Aufischluss 
darüber, ob die von ihnen bezeichnete Handlung vollendet ist oder 
nicht. Es steht nun der Infinitiv dem Nomen näher als das Particip. 
Denn während letzteres etwas bezeichnet, woran sich eine Hand- 
lung knüpft, bezeichnet ersteres die nackte Handlung ohne jede 
solche Beziehung. Das Participium ist ein Concretum, der Infinitiv 
ein Abstractum. 
h. Aehneln sonach diese vom Yerbum abgeleiteten Nominalformen 
in ihrer Oebrauchsweite dem Umomen vor seiner Spaltung, so 
liegt die Yermuthung nahe, dass diejenigen Umomina, welche zur 
Bildung des Verbs verwandt worden sind, auch zur Bildung von 
Participien verwandt werden konnten. In der That zeigt das 
Hebräische noch deutlich, dass ursprünglich ein und dasselbe Ur- 
nomen der Participialbildung und der des Perfects zu Grunde 



Vierter Abiohaitt. Die Lehre vom Verbum oder Thatwort. 336 

liegt. Dasselbe Umomen, welches zum Particip verwandt wurde, 
diente einst auch zur Bildung der 3. Pers. Masc. Sing. Perf. Ganz 
besonders deutlich ist dieses Yerhältniss noch im Ni^'al. 

Kooh denUicher als in den lemitiachea seigt tioh dieief YerhftltniBS in den 
tateijaohen Sprachen. 

Je mehr jedoch Nomen und Verbum sich schieden, dasselbe 
Umomen in bestimmter Form nur als Nomen mit Nominalrection, 
in anderer nur als Verbum mit Verbalrection gebraucht wurde, 
desto wiinschensweriher wurde es zugleich, Ton beiden das Particip 
scheiden zu können. Die Sprache hat daher in weitem Umfange 
die aus zur Verbalbildung yerwandten Umominibus erwachsenen 
Participia durch Neubildungen ersetzt. Und zwar sind dies theils 
Schossbildungen jener Umomina, theils Neubildungen äusserer Art 
nach §§ 268 ff* 

Die Partioipien nnd Infinitiye sind als Komina bereits in Cap. 2 des S. Ab- 
schnittes dritten Hanpttheiles ausführlich mit anfgftitftMt worden. In dem 
Folgenden soUen sie nnn ans Granden der Zweckmässigkeit nochmals kons in 
ihrem YerhUtnisse an den einseinen YerbalstAmmea vorgefOhrt werden« 



L DIB PABTIOIPIEN. 
A. Vom einfaehen Stamme oder EaL 

a. AeÜTparticipien. 

1) Von vollkommen dmlautiger Wurzel. Zu Grunde lagen die 6 14a 
Umomina kätal(a)^ kätU(a), kätul(a). Die erstere Form findet sich 
nirgends mehr als Particip gebraucht, die dritte noch einmal in 
*th^ als Particip des Kai in stark intransitiver Aussprache. Die 
sBweite aber ist als Particip des intransitiven Kai noch im allge- 
meinen Oebrauche: b"^^ übt;, ny} u. s. w.; fem. niTi u. s. w., 
8*§202. 

Wo sieh ein solohes intniMitiveB Particip ohne dam gehdriges Perfect flndeti 
wird man es als Zengniss Ar das einstmalige Vorhandensein des let ai egBn auf« 
fkssen dürfen« 

Daneben hat sich als Particip des intransitiven Kai die Form b 
käiU, nach § 214 eine Schossbildung Ton kät% durchgesetzt: arAt, 
tparin, bnb, bllD, Kjto und ist von diesem aus auch auf das transitive 
Kai übertragen worden, dessen regelrechtes Particip es jetzt bildet : 
iH^f th^, th\ Ifbto u. s. w. Als Feminina dienen nach § 214 c theils 
Formen nach § 89, 1 : n^lMir, ff^^ tnblte, tn'ib^, tnm^, theils 
solch*e mit Vorton nach ^ 90, 2 c nb^, n'ilrii; noch häufiger aber 
solche nach c. 



336 Dritter Haupttheil. Die Lehre Yon der Wortbildung. 

c Das naturgemässe Particip für das transidve Käl wäre kaial 
gewesen. Dieses hat sich in weiblicher Form in weitem Umfange 
als metaplastisches Feminin zu kätU von kätal(a) erhalten: tinrä, 
^Tt'y tM'3?b> ^Tt tt. 8- w., von »*b: r»3^; i. P. tq^ u. s. w., 
s. § 213 fr; ja es ist von hier aus auch auf intransitives kätil über- 
tragen worden: raiik. 

y. y. wie fisk, fdS t^T^ t^Q^i fe's werden nicht als Beete von Mfal 
anfiraflBtfien, sondern nach § 107 a von hdtÜ henml^ten aein. 

615a 2) Von unvollkommen dreilautiger Wurzel 

a) von n'^. Hier findet sich noch ein Beispiel jenes nach § 613 
ältesten Gebrauches der Form kätaL das Fem. mn, fti'nn s. § 201 h. 
Im Masculin ist überall die Schossbildung kätäl^ s. § 213 c, einge- 
treten: nti^, niSa u. s. w.: V. nab, nirS u. s. w. Hiervon bilden 
sich als Feminin sowohl npT, TXIh u. s. w., als ili*ifa.' Doch zeigen 
sich daneben nicht selten auch Feminina nach kdttl: fn^Dia, nn^, 
n^*lfa, tn^^t'S, vergL § 214 d. Ueber fn^tp!^ vergl. ebendaselbst Anm. 

b ß) von yy. Als älteste Form würde die § 193 a beschriebene 
Nominalform kätt(a) anzusetzen sein, welche sich ja als A^jectiv 
noch in allgemeinem Qebrauche erhalten hat. Doch hat Sie Sprache 
diese Bildungsweise zur Bildung des Particips ganz aufgegeben 
und bildet das Particip nach Analogie der vollkommen dreilautigen 
Wurzeln unter Wiederholung des zweiten Wurzellautes : TTl, t^^in, 
Min, 13h u. s. w. 

c y) ^^^ ^"^' B^^^ ^^^ ^^^^ ^^ älteste Zustand erhalten. 3. Pers. 
Perf. und Particip lauten gleich. Nur kennzeichnet das letztere im 
Feminin der auf der Endung ruhende Ton. Daher in transitiver 
Aussprache: f^, Kd^* IT, DS, f^ u. s. w.; ebenso "ip; fem. nka, rn^. 
Daneben nach § 77 a fQ^^piSi, fo^^taip. Letztere Formen lauten daher 
dem Particip in stark intransitiver Aussprache, welches sich nur in 
to^tvisi findet, gleich. In intransitiver Aussprache "i|, ra, fb u. s.w.; 
fem. nritt s. § 203. 

Die in §§ 614. 615 beschriebenen Actiyparticipien Kai yertreten zuweilen die 
Parücipien der abgeleiteten Stämme. Man aagt tth^ statt ^t^M, ^^ statt 
"XSTo, ebenso *^y\ i^'fl, irtd^ i*ry^ *inrp. 

b. Passivparticipien. 

616a 1) Von vollkommen dreilautiger Wurzel. Orundform ist käivly 

s; § 211: H. tiin», •pbn, tnbj, wa^, nns: .u..s. w.; V. nnan, f*n, 
n**;, «tob. Fem. H.: vwrxik, tn^ttj u. s. w'; V. itinWy ttiwj. 

b 2) Von unvollkommen dreilautiger Wurzel 



Vierter Absohnitt. Die Lehre Yom Verbum oder Thatwori. 3S7 
a) von n*b nach § 211 b: H. "^^Ta, "«oa, "«ito, "Natn; V. "«ibl, t«at*i; 

nach § 119» t*? Hiob 41, 25, t«» 15, 22. F«». H. tn;«nra,' tn,*«öa, 

fT'^ir U. 8. W. 

Ueber einige ältere Formen des Fenu Hur, vergL § 119 5. 

ß) von IT":^ dreilautig nach a: Masc. H.: "hwö, ninj, "hlis; 

V. a^QS. Fm. H. n^te, tn^ir«. 

I T 1 ' ' T I 

T) von 5|*:p nach § 2ilft Anm. fb«, aiO. /fei», tnti*. 

Aach das Passiyparticip £al vertritt zuweilen ein solches eines abgeleiteten 
Stammes: f^y^ Bpr. 25, 11 für 'ha'iQ, ebenso f^^ <P 32, 1 ; np^ tr^^ 

B. Von den abgeleiteten Stämmen. 

Von dem nach § 154 gebildeten gewöhnlichen Steigerungsstamme ^n» 
in activer Aussprache (Piai). Hier ist überall eine Neubildung mit 
ta an die Stelle der alten Bildungsweise getreten. Zunächst mäkättal 
statt kättal. Diese Bildung hat sich erhalten 1) im Feminin der voll- 
kommen dreilautigen Wurzeln: tn'lto'fi, tnb|n3 u. s. w., s. hierüber 
§ 276 a. 2) bei den Wurzeln r\*S auch im Masculin : H. fn^TO, 
V. tnanta, Fem- H. mnia u. s. w., s. § 276 &. Sonst bilden jedoch 
die vollkommen dreilautigen Wurzeln nach der Form mäkätttl s. § 277 a: 
tijOttia u. s. w. ; Fem. tnbs^. Ebenso von :p'':p : tmo u. s. w. 

Vom selben Steigerungsstamme in passiver Aussprache (Piial) b 
haben sich einige Beispiele der alten Bildungsweise ohne "c erhalten. 
Sie unterscheiden sich von der 3. Pers. Masc. Sing. Perf. nur durch 
die nominale Dehnung des Vocales der Endsilbe. Es sind Ibail 
Ex. 3, 2, tnb^n Ez. 26, 17, fü^ Bi. 13, 8, tn^b 2 Kö. 2, 10; D^jitt 
Jes. 18^ 2. 7, 8. § 135 ft. Sonst wird das Particip Pu'al nach § 278 
gebildet: 'ha*TD, Tp"^ ^' ^* ^^ ^* ^o^- 

Die Betonung Hb^nh Es. 26, 17 erklärt sich nach § 176 e Anm. fO '^ ' ' Koh. 
9, 12, nach § 23 6 Axbol frmü Spr. 25, 19 steht vieUeicht für ^nn^. 

Ueber die Participien der übrigen Steigerungsstämme vergl. c 
§ 279 — 281 , doch finden sich auch hier Participien ohne )3, über 
welche § 233, 2 ft zu vergleichen ist. 

Ueber die Participien des Zielstammes vergl. §§ 158. 229. 282. d 

Das ActiV' und Passivpartidp des Causativstammes, wie die Parti- 
cipien der Beflexivsteigerungsstämmehilden sich immer vermittelst vor- 
gesetzten %]. Die ersteren sind §§ 283 — 287, die letzteren §§ 288 — 291 
beschrieben worden. Dagegen bildet der Reflextvstamm (Niyal) 
immer in alterthümlicher Weise ohne TS. Das Nähere hierüber 
s. §§ 249. 250. 

Stade, hebr. Gwmmttlr. 22 



338 Dritter Hrapttheil« Die Lehre von der Wortfaildiiiig. 



IL DIE INFINITIVE. 

618a Das Hebräische besitzt einen doppelten Infinitiv. Der eine 
davon drückt die nackte, starre Handlung aus. Er dient nament- 
lich dazu, einen Yerbalbegriff als absolutes Object einem anderen 
Yerbum unterzuordnen, letzteres erläuternd, einschränkend oder 
verstärkend. Als Infinitiv des absoluten Objects heisst er her- 
kömmlicher Weise der Infinitivus absolutus. Er kann einen Accusativ 
und daher auch eine Präposition regieren, aber keinen Genetiv und 
daher auch kein Suffix. Ebensowenig kann er von einer Präpo- 
sition regirt werden. 

Eine Attsnahme bildet scheinbar nhö "t^MM 1 8a. 1, 9. Doch ist hier der Text 
verdorben, s. WeBhausen z. 8t. 

b Ihm entgegengesetzt ist der zweite, viel häufiger gebrauchte 
Infinitiv. Er wird nicht nur in allen denjenigen Gonstruetionen 
gebraucht, in welchen nach a der Infinitivus ahsoiutus nicht gebraucht 
werden kann, sondern vertritt letzteren auch gar nicht selten. Er 
wird gewöhnlich mit dem irreführenden Namen Infinitivus con- 
siructus bezeichnet. Wir nennen ihn den gewöhnlichen Infinitiv oder 
den Infinitiv schlechthin, den Infinitivus äbsolutus aber den starren 
Infinitiv. 

A. Der gewöhnliche Infinitiv. 

619a Zur Bildung des Infinitives des einfachen Stammes oder Ifal 
werden die folgenden Nominalformen verwandt 

1) k^täl nach § 199 a entstanden aus katl. Dieselbe findet sich 
bei Verben, welche ihr Imperfect auf a bilden. Sie ist selten gewor- 
den und hat sich gewöhnlich nur unter dem Schutze eines folgenden 
Genetives, bezw. Suffixes, s. Vorbemerkung zu § 345 o, oder der 
Accusativpartikel M^, s. § 377 a, erhalten. So gebildet sind 13ü, 
mit b nach § 71, 2 Anm.: aSüb, bß», t^pn Spr. 10, 21, tam 21, 4; 
t:^5Ä Nu. 20, 3 ; fnblD Jes. 58, '9. In Verbindung mit Suffixe zeigt 
sich dieser Infinitiv bei den Verben C|?T, *p?Ji b?*?! ^T?^, t*D??» 
xantD u. s. w. Häufig findet sich daneben die unter 4 beschriebene 
Bildung. 

Hierbei sind diejenigen Infinitive mit Suffixen ansser Ansatz gelassen worden, 
welche als Yocal des ersten Würsellautea f zeigen, da diese auch ans Nr. 4 ent- 
standen sein können. 

b 2) Im Gebiete der s^S entspricht die Form katt(a), s. § 193 ä. 
Dieselbe wird jedoch nur sehr selten zur Bildung des Infinitives 
verwandt: -hs Hiob 7, 11, 1^*5 Jes. 45, 1, ipi, t^ Jer. 5, 26 u. m. S. 



Vierter Abgohnitt. Die Lelire yom Yerbum oder Thatwort. 839 

*tn9 Koh. 3, 18. Doch finden sich auch Bildungen nach a: *)yn^ 
*tD)jn Jes. 47, 14. 

Von der Bildnngsweise der h^ scheint entlehnt die Anfugong der Endung 
ni* in i*nmfl <* 17, S; tWiin 77, 10 ; frviwj Bz. ae, 8. Doch könnte vielmehr 
die Endung TA gemeint sein, vergL § 804 a Anm. 

3) Das Feminin der unter a erwähnten Form: katlä, s. § 191. c 
So häufig nan« u. ns'i*;; femer rmf6ts^, tniOT Jer. 31, 12, tnjjjr, 

npm, tnbtin/n-pn, t*n^'tr:, ro^p, iri»^, tniöte. 

4) Die gewöhnlichste Art den Infinitiv des Kai von vollkommen d 
dreilaut Wurzel zu bilden, ist die Form J^tdl für kutl, s. § l9Qc. 
Es ist 1) die naturgemässe Art für dasEal in ^ran^tViV^r Aussprache 
mit ti des Imperfects: th'n, Jihn, trö^ ^*q u. s. w. Sie bildet sich 
jedoch 2) auch von denjenigen transitiven Verben, welche ihr Im- 
perfect auf ä bilden: tjha, aisw, p>f u. s. w.; nha, nnr, t?i|, Kbn, 
t«ha u. s. w. 3) von Verben mit If des Imperfect: ^hK, THÄ, tbbK; 
ja sie hat sich 4) auch bei intransitiven Verben mit ä des Imperfects 
durchgesetzt: tahK, tihn, t|tfr;, Kbte, tÄh*;. 

Ueher die Formen nach b vergl. § 71, 2 Anm. 

6) Auf dem Gebiete der '^'''f entspricht der letzteren Infinitiv- e 
bildung der vollkommen dreilautigen Wurzeln die Form kiitt(a), 
B. §, 198ft. Es ist die gewöhnliche Art, in welcher diese Wurzel- 
classe den Infinitiv Eal bildet: rä, Tä, bli, Jih, ab, np, nh u. s. w. 
Daneben aber hat sich auch die dreilautige Bildung nach d durch- 
gesetzt: tV|, taiapb Nu. 21, 4; trir» Spr. 8, 28, ntix, -tebtt Jes. 
10, 18; tTi'-Ttf Jer. 47, 4; Äü. "" 

TJeber -ft^Vt ^ 12, 9 vergl. § 804 a Anm. 

6) Wie die ^"^p so unterscheiden auch die ^"^ einen transitiven f 
und einen intransitiven Inf. Kai. Der erstere bildet sich nach der 
Form kut, s. § 198 Cj und zwar von solchen ^"ir, welche im Imperfect ä 
haben: *\% th^l, m» m, D^ u. s. w. Der intransitive Infinitiv lautet 
kdt. Sein d wird aus it entstanden sein, vergl. §§ 194 </ Anm. 2. 
201 £?. Er leitet sich zunächst von solchen Wurzeln her, welche im 
Imperfect 6 haben: niK, Misi, tHa; hat sich aber vereinzelt auch bei 
solchen mit ü des Imperfectes durchgesetzt: ütD, rris, $*b, taü 
Jos. 2, 16. 

In letzterem FaUe i«t diese Punctation vielleicht bloa durch die defective 
Sohreibnng veranlMst worden. 

Wie katld für kftal, so findet sich kütld, s. § 197, als Stell- g 
Vertreter von Af/d/; f^Wi '^ß^'^!» t^RP?» t^^^» t*^^*?i ^yS^^ 

22*' 



340 Dritter HanpttheO. Die Lehre tob der WortbÜdimg. 

nwao, fnvnio, pvphi, i*na^^ nanß, mm, fn^m, n»te, tmA, 

t*rcrQtJ. 

Eine Fexninmbildang von k^fol können auch vontellen die Infinitive lTttiQ% 
fr\h^\ *naa«$, s. § I99e Anm. 2. Dooh können dieee Formen auch nach § 2Ö8e 
-aut kttäl zurückgeführt werden. 

h Ganz Singular ist die Infinitivbildung derjenigen l^'s, welche ilir 
Imperfect nach § 117 a bilden. Der erste Worzellaut entfallt ganz. 
Als Yocal des zweiten Wurzellautes diente wohl ursprünglich 
überall der Yocal des Imperfectes: L Um aber dem durch die Auf- 
' gäbe des ersten Wurzellautes stark gekürzten Worte mehr Yoliunen 
zu geben, versah man diese Infinitive mit der Femininendung. So 
ergibt sich als Grundform des Infinitives von ^b^: iidät. Dieselbe 
zeigt sich noch in tV^j ebenso ist gebildet MTn, .s. §§ 90, 2 c. 131. 
Wo jedoch die Femininendung tonlos angetreten ist, sind Bildongen 
mit ä eingetreten: rOT, Mib, MDb, ng», MTn, Mtin, Mü. 

Nach Analogie der *t^D wird gebildet tK^> P^T. Ton "^^^ bildet sich f^ 
Tty\ Oen. 46, 3 kann nach § 89, 2 aas ridai erklftrt werden. YieUeicht ist jedoch 
ein Textfehler anzunehmen. 

i Aus dem unter h angegebenen Grunde wird die Femininendung 
auch den Infinitiven Eal derjenigen Wurzeln ^''fi zugefugt, welche 
ihr Imperfect auf I oder ä bilden, s. § 125 a: tXP^ ra|, tröp Eoh. 
3, 2 statt ?bD; ttinfi Ez. 22, 20; rt? für *n5l5 neben ffril tiro; *rii* 
in rwtob, s. § 112 c, sonst nach § 102 a Anm. 2 ttttto neben Kto. Wie 
diese d'^A bildet auch nßb: nnß. 

Kito ^ 89, 10 ist Schreibfehler. 

k Mit weiblicher Endung bilden endlich ihren Infinitiv die Wurzeln 
n^. Er geht auf Mi aus, welches nach § 201 b aus äiät durch Ver- 
mittelung Von dt, s. § 77 a, entstanden sein wird. Sie schliess^ 
sich sonach an die Bildung k'täl, s. unter a, an. rfbä, nib|, rtfat, 
rrfes, niatj, Mfty, nife:^, nisp, nin« u. s. w. Aus diesen Formen erst 
sind nach § 199 c Anm. 1 wahrscheinlich Formen wie nto, itea?; trtn, 
Hbp, tJibü, zurückgebildet worden. 

Ueber t^^^K^ Ez. 28, 17 vergl. § 192 a Anm. Die unter k erklärte weibliche 
Bildung ist auch auf einige »"% übertragen worden: nnih;, ffiKon, tnlRn|3^ ftma 
8. § 201 b Anm. 

620 a Der nach § 154 gebildete gewöhnliche Stetgerungsztamm bildet 
seinen activen Infinitiv nach § 221, wo s. Auch hier bilden die Ty'i 
auf t)V. kättaiät, s. § 619 k. Es sind sonach Feminina derjenigen 
Form, welche für gewöhnlich als starrer Infinitiv dient, s. § 624^: 
ni>ä, ni^n, n'&d, niOls. Es findet sich nur ein Beispiel eines passiven 
Infinitives und zwar von n*^: t*^W ^ 132, 1. 

Einmal ist die alte männliche Form noch als gewöhnlicher Infinitiv gebrancbt 
worden *^$n Hos. 6, 9. Tf^^SsfO neben M^ erkläre sich nach § 619Xr Anm. 



Vierter Absohnitt. Die Ldire vom Yerbum oder Thatwort. 341 

Der nach § 155 gebildete Steigerungsstamm mit wiederholtem b 
letzten Warzellaute bildet den acthen Infinitiv von ^*'v und "p^v 
nach § 233, 2 a, wo 6.; von vollkommen dreiläufiger Yfurzel findet sich 
nur ein Beispiel: *'fSM> 

Paasive Beispiele finden sich niebt. Ebensowenig Infinitive von dem nach 
§ 156 gebildeten Steigerangsstamme (KakUtäl). 

Der nach § 157 zu bildende Steigerungsstamm mit wiederholter e 
zweilautiger Wurzel weist gleichfalls nur active Infinitive auf, welche 
§ 238 aufgezählt worden sind, wo s. 

Vom 2HMamme findet sich kein BeispieL 

Nach § 245 bildete dAS Aciivum des Causativstammes (Http if) seine 621a 
Infinitive ursprünglich nach der Form häktil, an deren Stelle natur- 
gemäss bei den Wurzeln T^T. häktt, bei den Wurzeln ^'':p: häJdt 
stand. Bei den Wurzeln n^'b trat far if der Vocal des Imperfects. 
ein : häktai. Beide Infinitive lauteten von Haus aus gleich, wurden 
aber später, die ^p^^p ausgenommen, geschieden. Und zwar geschah 
dies zunächst dadurch, dass im Infinitive der vollkommen dreilaut. 
Wurzeln f wie im Imperfecte zu i gedehnt wurde. Diese bilden 
daher jetzt nach der Form Mktil: n*^drn, s. das Nähere § 247. Bei 
^'':p hat sich im Infinitive die gewöhnliche Form erhalten: t(^li, 
y^ün u. 8. w., oder nach § 143 c Anm. 1 verkürzt: tpa, 'p^ fyi^ 

a'n, »7^, tr»te, "h'^'ö, ir^. 

1. Es finden dch jedoch gar nicht selten noch gewöhnliche Infinitive nach der 
Form häkfil, s. § 245: bnph Dt. 82, 8, ""incin 8pr. 25, 2, H^än, nach § 126 a rfsin, 
-n^; von I^'b: ngrih •. § 98, ^Tt^ Hiob 6, 26, a. § 107 a; nach § 1176 fi^Wn. 
AUein es ist fraglich, ob hier nicht die gewöhnlichen Formen in defectiver 
Schretbong vorliegen. Umgekehrt ist mit 'i'näsn Koh. 10, 10 '^'^l^ari gemeint 

2. üeber vmh Jer. S9, 7. 2 Ohro. 81, 10 vergL § 114 a Anm. 1. 

Bei den Wurzeln :p'':p hat sich die alte Form erhalten: *^t'n, b 
nsn u. s. w., 8. § 245. 

Mit ä nach dem zweiten Wurzellaute bilden auch hier zunächst c 
die n'^. Nach Anfügung der Femininendung entstehn Formen wie 
nib^n, niann u. s. w., s. § 244. Doch zeigt sich die Form Mktälät 
auch bei vollkommen dreilaut. Wurzel in nbsHi V. ttin^n, s. § 126 a. 
Auf dem Gebiete der ^"y entsprechen: tTUijn, tnron. 

Vom Passivum (ßo^at) finden sich nur zwei gewöhnliche Infini- d 
tive, beide weiblich: tH$T\ u. niaVH, s. über beide § 246. 

Die gewohnlichen Infinitive der Reftexivsteigerungssiämme, unter 622a 
welchen nur ein passiver: oasn ist, sind § 254 aufgezählt worden, 
8, dort und fiige zu § 254 a a hinzu: nach § 135 b *^Mrtn. 



S42 Dritter Haupttheil. Die Lehre tob der WortbildnDg. 

b Der gewöhnliche InfinitiT des Reflexwsiammes (Nifat) bildet 
sich nach § 252, s. dort und füge Z. 6 hinzu: „neben 93vn, ebenso 

Bi. 13, 21. 1 Sa. 8, 21 findet sich HfiCin sUtt niK>*X Es ist erat aus letsterem 
zurückgebüdet, s. § 619 ür. £s ist daher in § 253 Z. 8 su streiehen. 



B. Der starre Inflnittv. 

623a Der starre Infinitiv des einfachen Stammes bildet sich nach § 207 
von vollkommen dreilautiger Wurzel in der Form kätäl: ^!^l, bbK, 
nfa«, «is^, 'jh; u. s. w.; nach § 106 ö rtipb, yiT. Diese Bildung hat 
sich auch bei v"V überall durchgesetzt : ninx, ftfi&l» fnire u. s. w. 
Für die Wurzeln n*b ergibt sich die Grundform : kätät, woraus durch 
Yermittelung yon kätä nach §§ 77 a. 86, 3 weiter gebildet wurde: 

nba, r6|, nhs, nhtf oder nach § 29 isa, ti:?|, i'^n, ite?, in«. Ja es 

ist sogar die Femininendung auf diese Infinitive von n^ übertragen 
worden in tfitMb Jes. 22, 13, f^ib« Hos. 10, 4. 

Es liegt kein Qrund vor, statt des K^fttß tJ'^K'n Jes. 42, 20 des KM tviK^ 
zu lesen. 

b Im Gebiete der ^""p entsprechen Formen mit 6 zwischen beiden 
Wurzellauten, welches nach § 77 a zu erklären sein wird: Ktha, foi), 
■lio, aitf u. s. w. 

Diese Formen faUen sonaoh lautlich mit dem gewöhnlioben InflnitiTe ^9 in 
intransitiyer Aussprache zusammen, s. § 619. 

624a Als starrer Infinitiv des gewöhnlichen Steigenmgssiammes in 
activer Aussprache (Pi'al) dient bei vollkommen dreilautigen Wurzeln 
noch dieselbe Form, welche auch als gewöhnlicher Infinitiv ver- 
wandt wird, s. §§ 221. 620a: ^latt, vmo^ jf^^ld Ex. 23, 24 f^lö u. s.w.; 
nach § 135 b ftt*ia, fonn; nach § 135 c f\m aber fa^f), vm. 

Von :f9 u. !|'9 findet sich kein Beispiel. 

b Bei den Wurzeln n"^ dient die alte Infinitivform ohne Feminin- 
endung als starrer Infinitiv: kättai, s. §§ 217 2». 620a n!^d, fX^i, ftW. 

c Doch hat auch hier die Sprache danach gestrebt, beide Infini- 
tive auseinanderzuhalten und zu diesem Behufe nach Analogie von 
kätäl für Ptal die Form kättdl entwickelt. Es finden sich jedoch 
nur die Beispiele f^i©?, f^ß» t^Ä^i, IflfT^- Von n*^: f^Hg und 
mit weiblicher Endung fnini^ Ha. 3, 13. 

tai^^ Koh. 4, 17 ist zu Kai zu stellen, was auch bei fpjp^ möglich ist. 

d Vom selben Stamme in passiver Aussprache (Pual) fijidet sich 
nur ein starrer Infinitiv : fnta, s. § 225. 



Vierter Absohiiittt Die Lelire Tom Verbnni oder Thatwort. 343 

Von den übrigen Stdgerungssiätnmen weist nur einer, der nach e 
§ 157 gebildete mit wiederholter zweilautiger Wurzel, einen starren 
Infinitiv auf: tw? Jer. 51, 58. 

Kein Inf. abs. ist tn^db^ Jea. 22, 17. 

Vom Zielstamme gehören hierher die beiden Formen finh, fW\ f 
Jes. 59, 13. Sie sind gebildet nach § 77 a. 158. 229. 623 a. 

Im Activ des Causativstammes (Bfüpil) dienen nach § 621a bei 625a 
vollkommen dreilautiger Wurzel die alten Formen ipit If als starrer 
Infinitiv: tVnin, "Nhpn, ÜStOT^ u. s. w., s. § 245. Bei den Wurzeln 
^f^^p fallen beide Infinitive zusammen. Bei den ^"^^ steht jetzt S 
zwischen beiden Wurzellauten: t)W. Es ist das eine Analogie- 
bildung nach dem Maassstabe der vollkommen dreilautigen Wurzeln. 
Bei den n*^ dient die alte männliche Infinitivform als starrer 

Infinitiv: tnstn, tn'^nn, nsn, tnbi^n, na^in neben tna^n, s. § 244. 

Bei letzterer Wurzel findet sich auch das Fem, nä'in. 

T I - 

Im Passivum desselben Stammes (ßo^pat) finden sich nur wenige b 
Beispiele. Von vollkommen dreilautiger Wurzel nach § 245, 2 nur 
tbPirm, trttjn, "han. Von n*^ findet sich nur n^1\ Sie sind bis 
auf den unterscheidenden passiven Yocal in erster Silbe in allen 
Stücken den activen Formen conform. 

Die Iteflexivsteigerungsstämme scheinen keinen besonderen Inf. 626a 
abs. entwickelt zu haben. In den wenigen Fällen, wo ein solcher 
erwartet wird, vertritt ihn entweder der gewöhnliche Infinitiv des 
gleichen Stammes oder der starre eines anderen. 

Dagegen bildet sich ein doppelter Inf. abs. vom Reflexivstamme b 
(ßixpat). Die eine Bildungsart schliesst sich an das Imperfect an 
und bildet sich wie dieses vermittelst des Vorsatzes ^n: MnkätäL 
Hieraus nach § 253: "|hjn, bbKH, IxlfaKn. Bei ^"^ entspricht hinkät: 
Vmn. Die gleiche Form muss sich bei v^V ergeben: rtan. Von n"b 
findet sich eine Form in der § 624 b erklärten alten Weise: trpan 
hlnnäkai. 

Anoli hier findet sich in SteUvertretong der gewöhnliche Infinitiv: tKXsn ' 
Sx. 22, S. 

Die andere, häufigere Bildung schUesst sich an das Perfect an c 
und bildet sich durch vorgesetztes nä^ s. § 251: lirtenD, toinn?, 
tiiWS, ttlbDS, tühb:, t*1p?, Vät^?, irrfoTO, tqii?. Von r\*^ bildet sich 
hier im Unterschiede zu b: trtbi?, tnfan? in der § 623« beschriebenen 
Weise. 

-fTVAu 2 Sa. 2, 30 beniht auf einer Teztverderbnias. 



344 Dritter HanpttheiL Die Lehre tob der Wortbildwig. 

Ankaog. 

VUrUnOige Verba. 

627 Solche sind im Hebräischen sehr selten. Ihrer Bildung nach 
schliessen sie sich entweder an den gewöhnlichen Steigerunffsstamn, 
s. § 154, oder an den Causativ stamm, s. § 159, an. An den ersteren 
in acHver Aussprache: Perf. tTto^fi Hieb 26, 9; bnperf. Rurg, 
trimons*;. In passiver Aussprache: Perf. totew Hiob 33/ 25. 
Particip: tbaidtt, tOBom. An den letzteren: Imperf. Act. i'^ytam^ 
Energ.: iriVt^DtoK. Imperat. nach § 111 tbnaton, ebenso Particip: 
fi'^bKttto. Inf.': 'b'^taton, denominirt von bmfO. 

VIERTES OAPITEL. 
Das Verbnin mit Snfflzen. 

Vorbemerkung. Keine Yerbalform verbindet äoh mit dem Suffixe der- 
selben Person. Eine solche Verbindung wird durch die Befleadvstämme ent- 
behrlich gemacht. 

628a Das Fürwort der 3. Pers, Mose, Sing, tritt an alle Yerbalformen 
in der unbetonten Form hü. Wie beim Nomen erhält sie sich, wenn 
das Verb auf einen langen Yocal schliesst. Scheide folgende Fälle: 

1) Die Verhalform schliesst auf ü, so in der 3. Pers. Plur. Perf. 
s. § 412 ff., der 1. Pers. Plur. Perf. s. § 471 ff., der 3. Pers. Masc. 
Plur. und der entsprechenden 2. des Imperfectes und Imperatives, 

s. §§ 520ff., 562ff. 605 ff.: ^nto» s. § 411 6; H\rp[A, -hnpann 8. § 30c; 
■hnsb», 'hnjKM, •hn3aT:5;'''Rn«Dgw Ri. 20,"32 s. 9 71, 2 Anm. 

"hnTnin, irib'»DÄn, "hnö?"), "hn^ig. Bei Imperfecten u. Imperativen 

auf'ö und «nach §§ 89, i. 94,'i 'hntte'', fin'ixs'', WTar^, "hnntyp, 

'hnb3fi(r\, 'hnb3K, 'hnton ; dagegen bei Imperfecten und Imperativen 
auf'if mit Vorton nach § 86, 3 "hnbRÄ^ firiÄmn, "hninp. 

Auf ü gehn femer aus vor Suffixen die 2. u. 3. Pers. Fem. Plur. Imperf. und 
die 2. Pers. Masc. Plur. Perf. Die 2. Pers. Fem. Plur. Perf. findet sich nicht vor 
Suffixen und von den vorhergenannten keine in Verbindung mit dem Suffixe der 
S. Pers. Masc Sing. Weiteres s. §§ 446 Anm., 534 Anm. 3, 571 Anm. Ueber 
diejenigen F&lle, in welchen die Pluralendmig in der Form 42iia Tor ein Snffii 
tritt, vergl. unter e. 

b 2) Die Verhalform schliesst auf f. a) In der 2. Pers. Fem. ämv. 
Perf, Imperf. u. Imp.s. §§ 438 ff. 553 ff. 598 ff. irv^PO, "hnpa'^n Ex. 3,9. 

?) In der 1. Pers. Sing. Perf s. § 458 ff.: t^nWOD, WTi*Ä^, Vm*?, 
^nn'^i^o, twvi«g!tt, "hn'vitfna, "hrripibMSTi oder nMh § 113*, 4 "h'nRn^ 



Vierter Abschnitt. Die Lehre yom Yerbuin oder Thatwort. 345 

trwis, fppdtö, yr^:p, t»nwn, tT^trnx, tiipittea, ti'vithii, r^rki^n 

U. 8. W. 

In tinfiorri 2 Sa. 14, 10 haben die Punotatoren Antritt des Soffixes d an die 
yerküxzto Femininendong angenommen. Vielleicht ist Jedoch 1^^^ sn lesen, 
welöhe Form des SniBzes spnst nach dem Feminin nicht an belegen ist. 

3) Die Verbal/brm schliesst auf ä. Sie ist a) 2. Pars. Masc. Sing, o 
Hier ist keine Veränderung entstanden in ^ro^'^fid Ez. 43, 20, sonst 
wird immer nach § 113, 4 contrahirt: 1nn^,**ttnt3to, irUfr;, finiBß, 
wntn, ttanpDn, tiriW u. s. w. ß) die auf dem § 386 a beschriebenen 
Wege enstandene Endung der 3. Pers. Masc. Sing, der t(\ Immer 
ohne Contraction: ^nta^, ^run, ^imx, 'hncsn u. s. w. 

4) Die Ferbalform schliesst auf ai, entstanden nach § 489|a. Nach d 

§ 99, 1 •hnsiT«, wsr, "hn^nn, «inoD'^, ^nöDwi, "hnna« u. s. w. 

5) Die Verhälform schliesst auf ä. Hier sind drei Fälle zu unter- e 
scheiden: a) dieses ä gehört der Pluralendung ünä, s. § 323c, an. 
Nach § 85, 3 'hro|'a:?)!, ß) dasselbe gehört dem Imperfecte oder Im- 
perative als SchlussYocal an. Dann entstehn auf dem § 345 c; be- 
schriebenen Wege Formen auf ^(n-^* Und zwar bei den Imperfectis 
Kai auf ü und I nach §§ 89, 1. 94, 1: ima«^., •hrro»;;, ftn'ijjTW, 
VXSP^ u. 8. w., aber bei den entsprechenden Imperfecten auf ä mit 
Vorton nach § 86, 3: ^njrtp., inaw, "hnÄte, 'hnKM«; von den ab- 
geleiteten Stämmen: tstnsbÄnn s.li§ 89, 1.' 136, 2; t^TOia*;, tnnrjrta'; 

8. § 105; ^nb^^pM)!, 'hnn'^^/ Dem entsprechend beim Imperative 

IVTa?» ^^» 'h™'«?i "Nnyj,' "hnrifi, t^irnna», ingfi u. s. w. t) das- 
selbe gehört der 3. Pers. Masc. Sing. Perf. an. Dann können i. P. 
Formen nach § 86, 4 entstehn wie -hntttD Ez. 7, 20, anrate Jer. 20, 15; 
gewöhnlich wird jedoch i. P. wie immer ausser P. nach § 113, 4 
contrahirt: -uro, ian« s. §*384 Anm. 2, trtaß s. § 28c, iwap, tfon?, 

tio'»?Dn, ttt'^ten u. s. w. * 

In der verschiedenen Behandlung des Wortauslaates in Perfect nnd Imperfeot 
wird man da« Bestreben erblicken dürfen, beide Formen aoseinanderzahalten. 
Jedoch ist das perfectische SofiOx o in den folgenden Fällen auf das Imperfeot 
übertragen worden: tisrri Ez. 22, 29; 'h'B^*^^ Hos. 8, 3 neben tViBTl^ Bi. 9, 40; 
ÜBipr*; Koh. 4, 12; ti*i3&ri <|f 85, 8; tii9?fiS^ 1 Sa. 18, 1. Ebenso * einmal auf 
die unter a ei-wähnte pluialische Endung: 'hVisV^ Spr. 5, 22. 

6) Die Verhalform schliesst auf einen Consonanten. Dies geschieht f 
a) bei der 3. Pers. Fem. Sing. Ausser P. inribw, "hnriar;», 'hnrigTnn, 

•hnroMJ; i. P. nach § 86, 4 -hrrot», 'hnrlg'inn, 'inriBte, l^nrmtth. 

Sehr häufig aber wird das h des Suffixes übergangen: tv^^, irD3|, 
'tVü^lt 'hPi'n&';, tvinra, "hntam, ja letztere Bildung hat sich auch bei 
den rt^y deren 3. Pers. Fem. Sing. Perf, nach § 400« auf ät ausging. 



346 Dritter HmpttheiL Die Lehre wm der WortUldiuig. 
dnrchgesetst: tv»^, tVRsn ß) beim Energ. des Imperfed» and Jb* 

peratws. Nach § 480 c IwtDy», -hnrur, "hnaMb^t 1*^0% ■hrotnafh«. 

For gewöhnlich bildet sich jedoch nach § 114ft; tm^., Vüits';, ^^^dS?» 

Die letateren Formen liad beim Imperfeete imd ImpermtiTe in großer Anafohr- 
liehkeit anligefahrt worden, woeellMt man Teig^eiehe. 

629 s Dae Fürwort der 3. Per$. Fem. Sing, tritt in der Form Aa an das 
Yerbom, yergl. §§ 171 c. 347. Es ist unbetont. 

1) IHe Verbal/brm seUiesst auf ü: rwfO s. § 412, rm-^m, rmn, 

tr?^!» t^T^^spo, fwipn, ftxQyaii, «J'*t?Vi tT^??» tn^ta?, STW^wn. 

b 2) Die Verbal form $chKe$$t aufi: nwi, t^TT«», nwiW, t7«T«1t 

I ^ • • • 

c 3) Die Verbal/brm schliesst auf it, sei es semitisch oder nach 
§ 385 a entstanden. Hier wird das auslautende d des Sufißxes aufge- 
geben: t»f!''??i twjb?a, nrijtttt, t^^S^i pam)^, t^JTnn, fw?, 

d 4) Die Verbal form schliesst auf ai, entstanden nach § 487 a. Nach 

§ 99, 2 n^, tnba?, fnar;, tr*?;!, tOf?«?, fnesFi, r»T«. 

e 5) Die Verbalform schliesst auf ä: a) der 3. Pers. Plur. angehörig. 
Nach §§ 85, 3. 86, 3. 323 c tD?'!*^y9^ ß) ^^^ Imperfecte oder Im- 
perative angehörig. Hier senkt sich ä zu ^. Bei Lnperfecten ond 
Imperativen Kai auf ii u. r nach §§89, 1. 94, 1: f^^STiK, TTOQTP, 
tTOW, TjaTÖrrn, t09T?5» t7?*? »• § "^^i 2 Anm.; bei solchen' auf a 
nach §^86, 3:* f'T^pV^rÄC' tO??*?' t™^ ^- ^- ^-5 ^^^ *^8®* 
leiteten Stämmen: t'70'^Sr, tO^'^^n« Doch tritt sehr häufig, u. zwar 
besonders im Imperative, die nach y im Perfect übliche Bildung ein. 
Das auslautende A des Suffixes verhallt, während sich der Wortaus- 
laut dehnt: nani, -jinann, mxxü'^, ptAfin, fp^yvnj ?rDb*>, •h'^b% 
t^«;!i t*'^'^«?! 1^•^?^ t^9^?i t^lH' t^3rin, tJnTDb, \trmb. 

Letztere Bildung ist allein üblich y) im Perfect: «"qpro, snKSt), mnK, 

?iK:te s. § 85, r, "fi^TO, fnyyfi, »nbtö, t^lHi t^ftar^. 

Auch hier treffen wir das h des Suffixes olme Mappik geschrieben in tTTOaTiCC 
£z. 2, 8, vergl. § 347 c. 

{ 6) Die Verbalform schliesst auf einen Consonanten, Sie ist a) eine 
3. Pers. Fem. Sing, Perf Hier wird nach der Punctation das h des 
Suffixes in der Aussprache überall übergangen: nntm, fnno;^, 
fnnpjpn und nach Analogie dieser Formen : tnn?» s. § 628 fa. In P. 
nach § 86, 4 tfiri^S'^- ß) eine Person des EnergJ Nach § 114ft 
tr«!J^T^, linjtoni?, fnÄSTii t'^19''^«- Vergl. hierüber Cap. 2. 

630a Von den § 348 aufgezählten Grundformen, in welchen das Suffix 
der 3, Pers. Masc. Plur. an das Nomen tritt, erscheinen beim Verbum 



_ \ 



Vierter Abeehnitt. Die Lehre Toin yerimm oder Thatwort. 347 

nar die zwei ersten 1) hfmü 2) Mm. Beider HancUant wird überall 
ansgestossen. Das Sehluss-ü der ersteren Form ist wie im Nomen zn 
d gesteigert worden, das if beider erliegt der Gontraction. Die Form 
ist wie beim Nomen selten und auf die Dichtersprache eingeschränkt.^) 
Diese erstere Form findet sich in den folgenden Fällen: 

1) Die Verbalform schliesst auf d. Sie ist a) eine 2« Pers. Mose, 
Sing.: ften^ Ex. 23, 31 ß) eine 3. Per$. Mose. Sing. Per f. von n*^ 
s. § 385 a: fittiss Ex. 15, 10. 

2) Die Verbalform schliesst auf ai, entstanden nach § 489 a. Nach b 
§ 99i 1 ftaB*?? ^ 80, 6, fW\^i^ ^ 140, 10. 

Letztere Form ist *ueh Ex. 15, 5 ttAtt 'hQ'*Oa*i*f zu lesen, welches sich nach 
§ 528 b zur Noth erklftren liesse. 

3) Die Verbalform schliesst auf ä. Es finden sich nur Imperfecta c 
u. Imperative. Nach § 99, 1 fto^^i^ Ex. 15, 7; t*M*» ^- fiW^'ta 

V. 9, tta?^M ▼• 12, ttarrnb ▼. i5,'tm»api u. fte?i5i? ▼• 17, «harpin 

^ 21, 10. iK 45, 17; ftebra'; 4> 2, 5; fittoV?» 4* 22, 5; fharwn ^ 5, 11 ; 

•mn'^tf ^ 83, 12. 14; itt?^jn u. fhaTTi^ ^ 59, 12. 

4) Die Verbalform schliesst auf einen Consonanten^ nur in fittfi^lP d 
4* 73, 6. 

Hier lag gar kein Grand zur Auslassung der ersten Silbe des Suffixes vor. Die 
Form ist nach Analogie der unter a — e gegebenen Beispiele gebildet 

Im gewöhnlichen Oebrauche zeigen sich Formen, welche auf die 631a 
zweite Grundform htm zurückzuführen sind. 

1) Die Verbalform schliesst aufü: t3*D«, ttÄir!»i IWttrn, ■ftta"**!)?^^ 
lapaiöj tO*?i ttWiPT;, ftrotjbDri, jira^n.' im Imperfecte nach § 89,* 1. 
94, 1 üm\j DTrar;^ tpemtP, Imban*^ u. s. w. ; aber nach § 86, 3 : twtr», 
tntn'T), P i tin P; u. s. w.; yon abgeleiteten Stämmen: Dipft], ftrataD*;, 
mm, itPhsi^j tB*??5 ^' «• '''• Imperat.: fD*»?, fWSn. 

2) Die Verbalform schliesst auf i a) 2. Pers. Fem. Sing. Per f.: b 
tDT*rtD3 Ez. 16, 58 ß) l.Pers. Sing. Perf: fOT^T? s. § 85, 1, DTitpte, 

D'TOöp,' twirinn, D^tj'««, ü'^rmt, föTi'TSDn, tr»ri^inn, wh^n u. s. w. 

7) 2. Pers. Fem. Sing. Imperf7: tca^awi, IWWßri s. § 89, 1, fö*»?!»?; 

ftmjpia; ttr»natpi s. § 86, 3. 

Pur Dvn'a^^'n Za. 10, e 1. tf«a«h*n. 

3) Die Verbalform schliesst auf ä. Sie ist a) 2. Pers. Masc. Sing, c 

tori'^to s. § 85, 1, DTtttte, föPin^j tapüfTin, töC^?n ^- »• ^- ß) 3. Pers. 

Masc. Sing. Perf von n^, W § 385«: tan, fOTBi tajX, \tr\\, Cann, 

Djn, \thyn u. \thyn\ u. s. w. 

«) YsrgL namentlich Szod. 15. 



348 Dritter Haupttheil. Die Lehre von der WortbUdang. 

d 4) Die Verhalform ist ein auf ai ausgehendes Imperfeci von rt^. 
Nach § 99, 1 DJ^K 'aänai-Mm, oar;, DSa^ tQ?^, fö^m, D>», OTon 
u. 8. w. 

tB'n*«a Nu. 21, 30 pflegt als Imperf. rf% mit Suffix D-;- far b-^- erklirt so 
werden. Wahncheixilich liegt ein Textfehler vor. Mit tcsj*^: 4* 7^» ^ meineii die 
Pnnctatoren das Nomen 1*^3 mit Suffix. 

c 5) Die Verhalform schliesst auf ä. Dieses ist a) Wortauslaut des 
Perfects. Hier wird nach 8 113, 4 a^l zu <f contrahirt: C3dK, ttsvib 
s. § 85, 1 ; D|ap, tD^^, DK^Sin u. 8. w. ß) Wortauslaut des Imper- 
fectes oder Imperatives. Hier wird im Gegensätze zum Perfecte 
nach § 99, 1 zu ^ contrahirt: fiariK, tsbDK^, tDWM;!, traim, tisribr 
u. s. w., s. §§ 89, 1. 94, 1; aber DKto, "^HbtiK s^ § 86, 3. Ebenso 
beim Imperative : ttMpoo, tonn«, toSTi, tt»te, toipTin, tM'»tf«n u. s. w. 
Doch finden sich auch hier, s. §§ 628^. 629^, Formen mit derselben 
Contraction wie im Perfecte: tottob"^ Ex. 29, 30, totTty Dt. 7, 15 
veranlasst durch folgendes Drna^ neben tQtt*«tp^ 2 Eö. 13, 7. Die 
gleichen Formen zeigen sich beim Infinitive tobn^, tarn. 

Aus Zurückweichen des Tones erklären sich MStan^ Gen. 48, 9, D9^ Am. 9, 1, 
B. § 107 a. tonye« steht für t*o5?9K nach § 103 6. ' Veber tO!W^ Spr. 14. 3, 
▼ergl. § 95 Anm. ^Statt Dginjl oder obinjl i Chro. 23, 6. 24, 3 L bi?irrn. Kach 
§ 88, Sa erklärt sich Ib^:!^^^ Gen. 48, 9.^ 

f 6) Die Verbalform endigt auf einen Consonanten. Es findet dies 
lediglich bei der 3. Pers, Fem. Sing. Perf. statt, da der Energ. sich 
mit diesem Suffixe nicht verbindet. Nach § 107fe tritt das Suffix 
hier in der Form D-7- auf, während das ä der Yerbalendung nach 
§ 86, 1 behandelt wird: DrajÄ, onte«, tDOT^?^» töfl^'^te »• § 85, 1; 
tariÄpa s. § 136, 6. Bei n"b erhält Vieh das'^'der Endung: tW)??n 
§i66ä. 

632 Die 3. Pers. Fem. Plur. findet sich nur sehr selten als Verbal- 
suffiz. Des öfteren wird sie durch das Masculin vertreten. Die vor- 
kommenden Formen des Suffixes gehn sämmtlich auf die Grundform 
hin zurück s. § 352a 2. Es finden sich die folgenden a) tpria^T; Jes. 
48, 7 vergl. § 631 b ß) ffZ2J> 34, 16 s. § 631 <? und ebenso im* Im- 
perfecte tl^'^W Ex. 2, 17.' 

Bas in Grammatiken aufgeführte Baffiz Yz" fixidet sich nirgends, tjn'^'^ Ha. 
2, 17 beruht auf einem Textfehler, 1. ''^r)n\ 

633 a Als Sufj/lx der 2. Person dient wie beim Nomen der Pronominal- 
stamm ka s. § 177 b Anm. Und zwar erscheint er wie dort, s. § 354 a, 
als Suffix der 2. Pers. Sing. Mose, in der Form kä tJ, wofür in kürzeren 
Worten auch rxD geschrieben wird, s. § 28b. Das Pronomen zieht 
den Ton auf sich. 



Vierter A^sehnitt. Die Lehre vom Yerbrnn oder Tbatwori. 849 

1) Die Verbalform schliesst auf ä, welohes das k des Suffixes 
aspirirt. Dieses ä wird i. P. nach § 84, 4, ausser P. nach § 85, 3 
behandelt. Es ist a) Wortauslant des Perfects: ^^"j, ^^T^i 'N^^' 

?|Kte s. §§ 85, 1. 86, 1 ; t^ap, -Nmü, -hitrn, t^jn^«; '^i'»Ätön,>7n35n, 

?jR^sin; i. P. r^^j t^atei t^l^rn, 'hf^'^^tfn u. s. w. ß) Wortauslaut 

des Impe^fects:'f^^Ä«,'i^^'f^n3TK^ "N'^T?«» +"?!??:!« +^.9^' ^J^''. 
s. §§ 89, 1. 94, 1, aber bei Imperfectis auf a nach §86, 2: i^tr>, 
Tflib^, r|DMt3% irftarn^ u. s. w. Von abgeleiteten Stämmen: frfi^m, 
•Nopi^, f^):^k ^' s-^^'-' I' P- t^^öw, "Nntttf^., 5i|nni s. § 104; ^MsnsK, 
t»n^T> "R?"^?*!? ^- ö- w- T) Aiislaut der Pluralendung ünä: nur 

t^j'ttrir» <|^ 91, 12, -hjj^nati^ 63, 4. 

Abweichend hiervon ist i. P. mit Abwerfung des ä des Suffixes und Dehnung 
des Wortau8laut«8 gebildet worden t^'^fi^B Jes. 55, 5. Es entsprechen die § S54 b 
Anm. 1 besprochenen nominalen Pausalfoimen. 

2) IHe Verbalform schliesst auf einen Consonanten. Hier sind zwei b 
Fälle zu scheiden, a) Sie ist Energ, Hier hat sich eine uncontrahirte 
Form erhalten in t^S^rts; Jer. 22, 24 s. § 480o. Sonst entstehn nach 

§ 1276 2 Formen Vie^w^ jarw;;, 5nnn^ tS©?, t^SÄ?, -hpM^^» 
57?^ u. s. w., worüber in Cap. 2 gehandelt worden ist. üeber die 
Verbindung dieses Suffixes mit dem Energ. Hiiptl der Tollkommen 
dreilautigen Wurzeln : Sfb"^»?, ^^T^, vergl. § 137 b. ß) Sie ist 3. Pers. 
Fem. Sing. Perf Es wäre zu erwarten, dass auch hier das Suffix 
unaspirirt anträte : kätälät-kä. Doch ist es nach Analogie der unter 
a beschriebenen Formen in der zweisilbigen Form y\— angetreten: 
;iribDK, ^ffinb'J, i. P. ^tH^"^^ H. L. 8, 5 doch auch 1]?ltj>an ebenda. 
Von n^b mit erhaltenem ä, vergl. § 400 a, t^riK*^. 

1. Die unter a erklärte Buffizform ist nach falscher Analogie als vermeint- 
liche Pausalform übertragen worden auf ein Perfect in v\3^ ^^* ^' ^^> vergL 
§ 8555 Anm. 3. 

2. Nicht unmöglich wäre es anzunehmen, dass in dem ^, welches die unter ß 
erklärten Formen zeigen, ein Best des nominalen Wortauslautes stecke, s. 
jedoch unter c. 

3) Die Verbalform schliesst auf ä. Da unser Suffix sich mit der c 

2. Pers. Masc. Sing, nicht verbinden kann, so kommt hier nur die 

3. Pers. Masc. Sing. Perf. von n^ in Betracht. Hier sollten sich 
z. B. im Kai Formen wie kätä-fä ergeben. Allein die Analogie der 
unter a und b beschriebenen Formen hat bewirkt dass statt kätäy[ä 
eingetreten sind Formen wie kät*j(ä u. i. P. käte^ä. t^^i t^l^i 
Urn, ?P!?, t?|Änn, t^brn, i^^y\] ^^sn; i. P. ?jann, \^^. Doch finden 
sich in und ausser P. Formen mit Aufgabe des Schlussvocales des 
Suffixes und ä vor diesem: !p:^ Jes. 30, 19, ^:p Jer. 23, 37, «f^tt. 

Wie alt die ersteren, nur durch die Pnnotation Terbürgten, Formen sind, ist 
nicht zu ermitteln. Ihre BUduag wurde dadurch wesentlich erleichtert, dass 



860 Dritter HaapttheiL Die Lehre toh der WorCbildug. 

Perlect und Ixnperfeot von tifh in Verbindung mit »nderen Suffixen natarspemSiB 
gleiche Formen wie dieselben Ableitungen yon andern Yerbaldanen eraeogen» 
s. B. t^T^ neben D}rf, Da^p;: neben Ddn» a. s. w. 

d 4) Die Verbalfarm ist ein auf ai ausgehendes Imperfect von n^. 
Auch hier ist wie bei den nominalen Ableitungen von rfb das Suffix 
in der unter b beschriebenen Form durchgedrungen: t{J$);, frlä^Pf 
•h|5:5«i T!l?% "N©», -hj*?, -hjlj?«, i^n«, Tl'fe u. s. w., während sich 
die alten Formen mehrfach i. P. erhalten haben: llyf^Pj t^?!« t^lj^li 

Auch hier hat wie im Nomen da« Gleichlaoten von Paonlfonnen wie t^||7^ 
n. 9||^7*) diese Analogiebildung begünstigt. Vielfach werden jedoch diese alten 
Formen i. P. durch den En/erg, ersetzt, vergl. § 480 c. 

e b) Die Verbalform schliessi auf ü: 5panK, ?piin, t?pn>», tsparTi 

"h^SHD^; 5pK'i'*'! aber ?pt3fi^, t^^T?!? ^- s- ^" 
f 6) Die Verbalform schliessi auf i: ^PlTOtt, "hT«?'*'; ß. § 82, 2; 

T*3ni«, 'hrti'^Ä'i, ^•^ri'^, ^rr-'i? u. s. w. 

634a Als Sufjfix der 2. Pers. Fem. Sing, dient wie im Nomen ursprüng- 
lich die Form M s. § 178ft. Das auslautende { ist überall aufge- 
geben worden. 

1) Die Verbalform geht auf ä aus. Hier sind im Perfect wie Im- 
perfect nach § 108 Formen entstanden wie ^p;QÖ, llp^V, lllbm, 

t^rno; ?»??i ^?«*?i t^rtanij aber ^bio^ ^^sl "hr»"'»«; fm», 
wty^i 'h^'^^^i ^*bK u. 8. w. 

1. Doch finden sich daneben wie im Komen, s. § 356 a Anm. 1, Formen auf 
"^^r * '1^?? ^^ ^^> ®> ^D^ ^^> '* Vielleicht hat der Umstand, dass beide Yerfaa 
ein K und ^ enthalten, diese Ponctation veranlasst. 

2. Ebenso findet sich einmal die Form "«S — , s. § 856ii Anm. 2: t^yiaffM 
^ 187, 6. 

b 2) Die Verbal form schliessi auf einen Consonanten. Sie ist a) die 
3. Pers, Fem. Sing. Perf Hier ist nach Abstossung des auslautenden 
i ein Hülfsvocal eingetreten. Die Yerbalendung erhalt den Haupt- 
ton, weshalb ihr ä nach § 86, 1 sich dehnt: t^ränK Ru. 4, 15, f^fnuiti 
Jes. 47, 10. Gleiche Form des Suffixes zeigt sich ß) in dem einzigen 
Beispiele, in welchem dasselbe an die Pluralendung 'p tritt: ?^,tD^^ 
Jes. 60, 7. 10. 

c 3) Die Verbalform schliessi auf i: tT^atl^, t^h IT™^ y n ?yrj, 
d 4) Die Verbal form schliessi auf ü: ^öp^, t^^te«, t^©?, t^tD''»n, 

t^ppn*!, t^THÄS •hpi''»?- 

Ueber f^^in Jer. 2, 19, vergl. § 534 Anm. 3. 



Vierler Abeehnitt. Die Lehre vom Verbum oder Thatwort. 861 



5) Die Verhalform schUesst auf ai. Nach § 99, 1 : fn^K, flßlU^, e 

1T5W*'., tif?9«5. tiB?-). -hr»«. ■" "■' 

Abweichend gebildet ist *^j*^ wie statt t^^^M Jes. 16| 9 sa lesen ist. Der 
auf den ersten Bestandtbeü des Diphthonges fallende Wortton: *äräuwii4A hat 
denselben von dem zweiten abgestemmt und letzteren in einen Consonanten ver^ 
wandelt Nach Abstossnng des auslautenden I ist Hülünrocal eingetreten. Vergl. 
§§ 4000. ilSo. 5285; 564(i 566&. 606&al. 609&. 

Die gewöhnliche Sprache vermeidet es, die Fürwörter der 2. Pers. 635 
/Viir. als Suffixe an eine Yerbalformzu hängen, vergl. Exod. 3, 16 ff. 
Die Formen würden allzusehr anschwellen. Das Fürwort der 2. Pers. 
Fem. Plur. vermag ich überhaupt als Verbalsuffix nicht zu belegen. 
Dagegen findet sich das Suffix der 2. Pers, Mose. Plur, in gehobener 
Rede in den folgenden Fällen: tD3^33*nn ^ 118, 26, ttD^T^;; Dt. 32, 38; 
tn^teKh Jes. 33, 11; tDD?r» 35, 4; tODbbinpi 51, 2; ^Tj'j^ttJK 66, 13; 
ItöM^ Hieb 16, 5; ttD'TOb« if 34, \2. * * 

In den meisten Fällen hat der Ghebrauch dieses Suffixes seinen besonderen 
rhetorischen Grund« Er ist veranlasst darch ein Toraiisgehendes gleiches 
Nominalsnffix Jes. 38, 11. 51, 2, durch eine Antithese ^ S4, 18. Dt 82, 88. 
Jes. 85, 4. 66, 13. 

Das Suffix der 1. Pers. Sing, unterscheidet die beiden 6e«636a 
schlechter nicht. Es lautet beim Verb im Unterschiede vom Nomen 
ni, § 179ir Anm. 1. 

1) Die Verhalform schliesst auf einen Consonanten. a) Sie ist eine 
3. Pers. Fem. Sing. Perf: "^sn^, "htfitirp, i. P. nach § 86, 4 '»irtD«, 
"hjnr», "PjnBTW. Von n^ finden sich nur Pausalformen, in welchen 
sich ä naturgemäss erhalten hat: 'hd^tollf, 'h^ti^ri) t*^^^? ^* § ^^ ^- 
ß) Sie ist ein Energ. Hier finden sich nur wenige Fälle. Uncon- 
trahirt 'h}}^'; s. § ASÜc, sonst nach § 134 h "^Kp^ s. § 547 b. 

2) Die Verhalform schliesst auf ä. Dasselbe ist a) Schlussvocal b 
der Pluralendung ünä. Nach § 85, 3 "«dSttStr Spr. 1, 28. 8, 17, 'h^dtn))^ 
u. 'h??';n*) Spr. 1, 28 aber nach § 80, 1 "Ppanw'jW Hiob 19, 2. ßj Aus- 
laut der 3. Pers. Masc. Sing. Perf. Nach" § 80^ 1 -»JJro, "^0% "hji^jtj 

1 Sa. 25, 34, t»D^p, '*?3'^ttin, "hDrsriSt], 'hjn'^ain, i^bVn, i. P' jedoch 
nach § 86, 4 1^31:13 i 118, 18, '^sb'^atn,' rh^^UT^j t'^aJ^ann. y) Auslaut des 
Imperfects. Hier entstehn im Gegensatz zum Perfect in der § 345 c 
beschriebenen Weise Formen auf •^s— : 'hsnsn, "ha'iÄn, "^V^^ rjttota, 

"hs'^tJtJ^, 'hai©'' Jes. 8, 11, '»satfm, •^aatm, "härmte s. §§ 89, i. 94, i; 

aber nach § 86, 3 t^Ktr;, wb«n, "hrKB^si; von abgeleiteten Stämmen 
■hjtaswn, "h?bD»r u. s. w. ; heini Imperative: "haj^n, •»}?««, '»J'TO^, '99'nT'I 
beim* Pariicipe: 'hj'jnrD; beim Infinitive: "haTiWb, KabVob, "hatD^Äanb. 
Doch finden sich audi'hier, vergl. §§ 628^. 629 <? 63V/'632, Imper- 
fectformen mit perfectischem Suffixe: "höa^K^ Gen. 29, 32; "hjpani? 



362 Dritter Hftnpttheil. Die Lehre von der Wortbildniig. 

19, 19, "hja^^tiir) 1 Kö. 2, 24 KVi, 1^?b'«f:j? Jes. 56, 3, "hjr^jte? 
Hiob 9, 18. * 

Bas Suffix "^d-::- könnte auch nach § 108 erklärt werden. Dieee Annahm« 
wird jedoch durch die gleiche Umgestaltnng des Wortauslautes Tor andern 
Suffixen widerrathen. '^m Oen. 30, 6 erklärt fach nach § 71, 3. 

c 3) Die Verbalform schUessi auf ä. Sie ist a) eine 2. Per$. Mose. 
Sing. Perf Die so entstehenden Formen auf "^^ haben sich erhalten 
unter dem Schutze des Satztones, so immer vor Sillük u. ^A&näh: 

•^DMnin 6 119, 102, -»spinb« Ex. 5, 23, -hinns, "h^nnW, •^an'nnn Jes. 

43, 24, '^DtiMSin u. s. w.; zuweilen bei lUikeip kätön: *^t((3L 2 Sa. 
12, 10, r^^rirv^^ Ru. 2, 13 und Tiiphä '^atj^nan l Sa. 28, 12,' während 
sonst bei den beiden letzteren wie bei den übrigen trennenden und 
bei den verbindenden Accenten das ä der Yerbalform nach Analogie 
der unter h erklärten Formen verkürzt wird: '^si^'tin Ex. 33, 12, 
*»jr!*|3rn Gen. 40, 14, ^itp'^r] ^ 30, 4; ''iririiti Jer. 20,' i7, "»anjMn V. 7, 
lan^ if 88, 9, '^anpn Hiob 7, 14, '^j^'^rfi Jer. 20, 7 u. s. w. Doch zeigt 
sich daneben '^a^&'nx if 17, 3. ß) Sie ist eine 3. Pers. Mose. Smg. 
Perf von Pf^. Auch hier erhält sich ä immer bei SUläk u. 'ASnäh: 
•133;? 1 Kö. 2, 30. H. L. 5, 6 1^?fcnri, ''3D:J ^ 34, 5, "hsw 2 Sa. 19, 27, 
aber auch bei Zäkiq) kätön •^psn 1 SaT'n, 9, '»3JS 2 Sa. 14, 19, "^VS 
Jes. 29, 16; bei D'M^y:^^ SpV. 8, 22, Ä*/»'- mugräi -^S? 4**1®»^ 
aber auch bei Mir^rä fi^r\ Hiob 30, 19 u. Münäh ^yp l'Sa. 28, 15 
aus rhythmischen Gründen, sonst aber wird auch hier verkürzt r?^ 
Gen. 32, 12, fit\Sr\ 24, 48, ^^^yy Thre. 3, 15, 'hsnön Gen. 41, 52, 
"haapn Za. 13, 5, '»jro Gen. 24, 27. (p 60, 11 u. s. w^ 

Wo sich ausser P. ^ erhält, pflegt die Lesart zu schwanken. Vei^gL 1 8a. 1, 11. 
24, 18. 28, 15. Biese Yerkürsung ist eine sehr junge Analogiebildung. 

d 4.) Die Verbalform schliesst auf ai. Nach § 99, 1 "^^Ti, *^yn, 
t'^sxnn, '^3^nr), *^i,m\ i^^vns^ u. s. w. Doch ist sogar hierher das Suffix 
•i>-7- Übertragen worden: "hjÄn*; Ex. 33, 20, "hjKnn Nu. 22. 33. 

e 5) Die Verbalform schliesst auf ü: t^^to, "hjWi, "^tÖpÄ s. § 136, 6, 

'hjna'^terj, fwivp, •?'«•]•), '»3«tjte';, •h?w^^ '»j'^no«;!, '^anarj'aber '»?*»r;. 

Ueber die 2. Pers, Masc. Plur. Perf. "hsnis? Za. 7,' b vergl. § 446 
Anm., über die 3. Pers. Fem. Plur. Imperf "paatöni? Hiob 19, 15 vergl. 
§ 534 Anm. 3, über die entsprechende 2. 'hpM^ H. L. 1, 6 vergl. 
§ 571 Anm. 

f 6) Die Verbalform schliesst auf i. Hier entfällt die 1 . Pers. Sing. Perf 
s. jedoch Anm. Bei der 2. Pers. Fem. Sing, Perf. "ha?^!?'! Jer. 15, 10, "WOab 
H. L. 4, 9, "hsn'^'a*!. Bei der 2. Pers. Fem. Sing, /mper«^ t^3'>«'^»r}, '>?'»pt6n. 

Ein Beispiel einer 1. Pers. Sing. Perf. mit dem 8u£ftx der 1. Person liegt 
scheinbar vor in -h9MiX?9 iBz. 29, S. Es ist das aber ein Schreibfehler für VTTles. 
Die Pnnotation nnib*^ Jer. 2, 27 ist fiOsch, 1. '^^trb^ 



Vierter Abschnitt. Die Lehre vom Verbum oder Thatwori 363 

Das Suffix der 1. Pers. Plur. lautet am Verbum wie am Nomen 637 a 
n^ 8. §§ 179 b. 360a. Es ist tonlos. 

1) Die Verhalform schliesst auf einen Consonanien. Nur bei der 
3. Pers. Fem. Sing. Perf.: 'iStjka, ^SriKStt, "horipJTis;» ^- ^- ^r^^' 

In t^'^HTl ^ 12, 8 wie ^SM^te? Hos. 12, 5 meint die Ponctation das BofQz der 
3. PtTZ, Mose, Sing. Das der 1. Fers. P/wr. findet sich nicht mit dem Energ. 
verbunden. 

2) Die Verbalform schliesst auf ä. Sie ist a) eine 3. Pers. Blase, b 
Sing. Perf. Hier dehnt sich ä infolge des Worttones: ^33ro, 15nbip, 
'l^b'^ärn, ^iÄ'^sin u. s. w. ß) ein Imperfecta Imperativ oder Infinitiv. 
Hier entsteht auf dem § 345 c beschriebenen Wege ^S-^-: "hD*]1?ü^., 
f^'^VT^y i^ibDKh, "mvP s. §§ 89, 1. 94, 1, aber nach § 86, 4 •h^Ksn^ 
•hsnbÄn, "hs?«!^; von abgeleiteten Stämmen : ^5M)T;, "hADK)!; "h^r^Tin, 

?5b'»xn, •hatha u. s. w. 

- • -' ~ irr 

Auch hier findet sich ein Imperfect mit d : 'h))}^!?? «Tes. 63, 16. Es ist durch 
vorausgehendes ^32^1*^ veranlasst, worden« ' 

3) Die Verbalform schliesst auf ä. Da hier nach a jede Voran- c 
lassung zur Verkürzung fehlt, so hat sich dieses sowohl bei der 

2. Pers. Masc. Sing. Perf. als bei der 3. Pers. Masc. Sing, Perf. von 
rCb erhalten: 1^5133113, "honp«:^, "hof^'^s^i 'h^C'^ITi "h^n*«!?, ^SPiIPttin 

u. s. w.: "hoto, «D'ix, iK'in, «ob:pn u. s. w. 

4) Die Verbalform schliesst auf ai. Nach § 99, 1 t«03?r!» ^^l^^ d 
t^ÖDFt, "bog»?. 

5) Die Verbal form schliesst aufü: "hsnt»«, "ho«»^., "hona?*;, "hoiWtiin 
u. nach § 446 Anm. «DtT^b:^n Nu. 20, 5. 21, 5. Die 1. Pers. Plur. Perf 
entfällt. 

Von der 2. Pers. Fem. Sing. Perf. verbunden mit diesem Suffixe findet sich 
nur ein Beispiel -pl3n'i'i1>i Jos. 2» 18. Diese Form steht ausserhalb aller Analogie. 
Es wird dafür *VnTiin herzustellen oder das Masculin zu schreiben sein, welches 
Jos. 2, 17 WT^vn das Feminin vertritt. Doch ist möglicherweise auch hier die 
Punctation falsch und das Feminin herzustellen. 



Stade, httbr. Orunmatik. 23 



Druckfehler, Nachträge nnd Yerbessemiigeii. 



B. 22. Z. 6 fär „ein Einfltus** schreibe „einem Einfliuse.'* 
8. 28. § 21 6. Z. 1 statt „moabitischen*' L „nabatUschen.*' 
S. 29. § 2S b. Zu den Zeiten des Chronisten ist noch ohne Worttrennnng geschrieben 

worden. Yergl. r^Xär^l 2 Chro. 16, 5 mit MTra nv^n 1 Kö. 15 21 liXX 

xal isiatpt^t tla B. yergL die Anmerknng. 
8. 85. § 28 6. Die § 629 f aufgezählten Formen bieten gleichfalls eine Yermittelnng 

für die Verwendung des M zur Bezeichnung von d. 
8. 85. § 28 c. Die Verwendung von *^ zur Bezeichnung des Vooales I wird vermittelt 

durch das Nominalsuffix der 1. Fers. Sing, '^-^j welches nach §§ 179. 359 a 

früher ija lautete. 
8. 88. § 81. Anm. 2. Z. 1 streiche: Perf. 
8. 47. § 48a hinter Z. 7 füge hinzu: „wenn man von der secundftren Zurückziehung 

des Tones beim rhythmischen Vortrage absieht.^ 
8. 71. § 76. Z. 4 statt aipärim 1. tiipitim. 
8. 77. Z. 2 von unten für BdO^n 1. DSJZTi&a. 

8« 78. § 88, 86. Z. 2 streiche: „in welchen % erst aus « entstanden ist.** 
8. 84. § 100 Anm. füge hinzu: vergL § 487c.'' 

8. 85. Zu § 101 a füge hinzu: Bei M an zweiter Stelle entscheidet der dritte Wurzel- 
laut über die Natur des Hülfsvocales, daher ynSi, b>^ aber ^ta, pSiSL 
8. 94. Z. 10 statt „überall" L „meistens." 

8. 102. Z. 2. Pur *^py\v] 1. «yiy;. 

8. 104. § 1S5C. Z. 1.^2. Streiche die Worte 'H^ Dt. 20, 7; niQ*^ £z. 22, 15. 

8. 122. § 1596 Anm. 2. Z. 8. Für M'jntW 1. WjqnTj. 

8. 128. § 171c. Z. 2. Nach Mttn füge hinzu: „verkürzt dh, 2 Sa. 21, 9 an. 

8. 138. Z. 1 V. u. fehlt fni^Ö Spr. 6, 4. 

8. 139. § 183 Anmerkung. Füge hinzu: „der Plural D*«fi 1 Sa. 13, 21 beruht auf 

einer Teztverderbniss. 
8. 139. § 185. Zu dieser Classe kann man noch h^g rechnen. 
S. 142. § 191c fehlt ^a. 
8. 146. § 199 c streiche 'n2»a. 
8. 150. § 2046 Anm. 1. Z.l statt m^ 1. mnya. 
8. 160. § 240 letzte Z. Statt fi*«rrt^ 1.' d*«9rm' 
8. 163. § 252, 2 Anm. streiche Z. 2, vergl. § 6186 Anm. 
8. 164. Z. 3 streiche hMVi. 

8. 168. § 2696. Z. 4 streiche iTlfp. Es beruht auf einer Textverderbniss, vergl, LXX. 
S. 178. § 301(2 Z. 1 streiche das auf einer Textverderbmss beruhende *^}A, 
8. 179. letzte Z. für n!isi>n L ntis^n. 

8. 183. § 309a. Z. 5. Für 'liofl l'^liaq. 

8. 185. § 311c füge hinzu: „fnaiis Bi.9,48. räixo ebenda v. 49 ist entweder^ina^ 

vergl. §§ 347 c Anm. 2. 3596 Anm. 2, oder es ist dafür MSito zu lesen."* 
8. 190. § 821a. Hinter nink füge hinzu: *n'in''3n, ♦nin'^ni^. 



Druckfehler, Nachtri&ge und YerbesBerangen. 355 

ß. 200. § 389<?. Z. 4. Pur Ö^S^ L D'^D'V!». 

8. 206. § 346 a Anm. 2. Zu den hier aofgezfthlten Formen gehören noch Vtn 1 Sa. 

80, 26 n. VlQtt 14, 48. Danach ist § 20 Anm. 1 zn berichtigen« 
8. 218. § 868 b. Diese anf Oesenins zurückgehende Annahme ist za modificiren. 
8. 219. § 865 o. Hier fehlt *«»*>. 
8. 237. § 4010. Z. 8. Für m| htfyif. 
8. 250. § 480 c a Anm. Für irr^}^^ L lM^]. 
8. 272. § 484<i Z. 2. Streiche ntaf. 
8. 274. § 489 fc. Z. 6. Für VlJI L ^1. 
Ebenda. Anm. 2. Z. 8. Für ttn;!i1 I. ttm vergL § 112tf. 
Ebenda. Z. 2 y. n. Füge hinzu: tt^ 2 Kö. 1, 10, n^*^1 1 8a. 17, 42. 2 Kö. 5, 21. 

Ez. 18, 28, l^'J^J Ez. 18, 14. Hiob 42, 16. 
8. 278. § 498«? Anm. 2. 'z. 1. Für 'A^^'l 1. niT*^ 
Ebenda. § 4996. Füge als Anmerkung 3 hinzu: „Auch hier findet sich nach Waw 

eanaec. mehrfach das Imperfeei; TX^^ lOmal.** 
8. 284. Z. 10 von oben. Füge hinzu: m'^l Jer. 8, 7; mV;^ 1 Kö. 22, 85. 
8. 284. § 5116. Z. 4. Für irwfcQ u. trpp^ h ni«fa3 n. Xtml 
&. 286. § 515 f. Z. 3. Für D^ L DiS^I. 
8. 286, letzte Zeile. Für Pog^ L n^ITU 
& 288. Z. 5. Für LPÜB. L PLÜB. 

8. 289. § 521 d. Z. 2. Füge hinzu: „und von ^"9: W^«;, JITW;, lftW\t •pP^>" 
8. 294 hinter § 531 6 füge hinzu: „In passiver Aussprache findet sich nur t^ÄP*? 

vergl. § 165c." 
8. 809. § 5646 Z. 7. ^ttXDTt gehört unter c. 
8. 810. § 566a Z. 8. Für ^^$9^ 1. «M^n. 
8. 326. § 594ca 2. Für ^1$ L "i^ 
8. 827. § 595ca 2. Für Dh L 19». 
8. 352. § 636c. Z. 10 streiche '^3Wis* ^ gehört unter 6, wo es richtig auf|g;efahrt 

worden ist. 



23* 



Wortregister. 

Die beigetetcten Zahlen beziehen sieh aof die Seiten. 



r»«» 


817 






91. 317 


B^XBM^ 


851 




»ra^ 


206 


^^ 


268. 


814 




208 


1«^ 


814 




T»7^ 


210 


T"^ 


817 




• T 


205 


a? 


140. 


188 


t^ 


176 


•W 


158. 


886 


nt9*^aK 


817 


IM» 

-1 


889 




itf^ 


204 


•ülf 


842 




T?"? 


77. 211 


-I^M 


842 




03^3« 


218 


"7^ 


149 




ir5« 


219 


■h?^ 


177 




ra$ 


818 


Thy» 


176 




njiai} 


818 


m« 


175 




«"3« 


215 


TJa« 


176 




va« 


157 


ma« 


149 






256 


n-iaü 


153 




-te^ 


149 


mtt 


150 




^^ 


225 


^?9 


819 




. ^>*? 


206 


«« 


248 




»^3M, $ic3M 


816 


MnnK 


88.248 


1^ 


142. 184 


Min^ 


815 




f^m 


319 


nyia^ 


815 




»ja» 


165 


b?3*in« 


204 






194 


-1 


226 




«^s?^ 


201 


D!inM 


314 




^:^ 


351 


b^nK 


86. 153 


"«?? 


315 


D'tÄn« 


79 




rri»:^3« 


165 


^wa« 


314 




PW 


147 


^M 


814 




P3«? 


147 


nia« 


140. 


191 


«5g9« 


316 


niSK 


140 




"*l?3« 


316 


1?»3?9 


268 




«rtljg« 


316 


" 1 V 


815 




^T^ 


316 


rTTna« 


315 




ns-Q« 


816 


T -: » » 






»-i»f 1 




BTiBa» 


165 




. '1?^ 


316 


• t 


140. 


203 


■«ja««, ■'na?» 


215 


«•»a« 


818 




Brnpin« 


209 


D^a« 


89 




oKa^ 


208 




89. 818 


• 1 IT! » 


122 



??^^ 

ma« 
rrtüK 

T • T 

n|aM 

•'Sa» 

-IT 

D'nsaK 

^^ 

TT • 

r" "I 
T - r 

Din« 



150 

189 

316 

316 

150 

314 

314 

101. 317 

817 

318 

316 

197 

146 

176 

195 

155 

165 

165 

189 

161 

316 

816 

155 

315 

816 

78. 816 

98. 101. 319 
101. 319 

79. 314 
79. 
157 

76. 159 
159 
147 
316 
318 
150 
195 
148 
213 







Wortregister. 




357 


•»r« 214 

• 1 




":9a« 


269. 


815 


^«yi« 


224 


•'jH», '^pt^ 215 




^■«$ 


314 




•iw« 


319 


^D^^aH« 193 
• "1 




VI fff 


314 




^ 


128. 134. 221 


yi», yj^ 316 




ö^ 


814 




nam 


315 


rw^ nyj« 816 




iM 


225 




l?9!M 


316 


«n^ÄI 78. 319 


rrta*!« 


191 






315 


«hüM 164 




ü^alx 

• 


317 






86. 151 


%t&rtv( 103. 

V t > V 


814 X 


ba^M 


165. 


318 


• "Vit« 


86. 151 


am, nn» 229 




•iiK 


146 




•n«« 


128. 134. 221 


an« 325 




rtti« 


317 




r»i$ 


91 


ariM 839 




557« 


318 




i-wj« 


817 


nnk 79. 335 




318 




rr/TiXti 


317 


anK 92. 315 


5^?* 


319 




"m 


314 


an» 315 




'^•« 


226 




n:i?»« 


161 


harj« 142. 


839 


h^K 


226 




TT?!? 


349 


man^ 346 




''^^8 


152 




''?3?!9 


350 


rtjn^ 286 




• • • 


261 




«"J??? 


314 


nan» 346 




• 


72. 817 


* 1 ff 


236 


W», Oh« 831 




^9M,!i^ 


814 




1«!«» 


316 


iarrt^ 229. 


345 


•*J« 


819 




mip!^ 


79. 816 


tpaSl^ 850 




BMK (Nom.) 175. 


f?»!«! 


316 


vianK 242. 


847 




(Part) 225 


,17?l«l 


316 


troi^ 193 




159 


83. 145 


T> 


81. 85. 146. 184 


D'OnK 81. 193 


T'« 


145 




•'?« 


80 


Tjarn 229. 


349 


tpei« 


317 




"i?? 


201 


nii» 142 




■»?* 


319 




B??!* 


214 


r^ik 153. 


182. 386 


•WM 

••T • 


819 




B7)tt» 


201 


wanij{ 845 




Iffi«, TBS» 


155 




«^5«? 


215 


•«rik 182. 

• 1 ^ « 


203 


• 


317 




t^M 


268 


Ttin» 214 

• T -II- 




tttf^^xitt 


317 




•W)«^ 


165 


, "siijar^sM 




rrjari« 


817 




■^is 


328 


n«?^2" 




ni-iri» 


191 




«?:j« 


111. 316 


nin» 315 

T t T 




^S» 


184 (Korn.). 281 


?^T« 


151 


rm 226 






(Verb.) 339 (Inf.) 


mt«,n?t« 


165 


ann^ 836 




^n?i» 


205 




BÜ»? 


348 


n^riK 836 




• 


329 




«J 


Bruder 140.226 


nnin^ 318 






319 




«J 


Fenertopf 138. 


rrn« 315 

V t ir 




njigj« 


319 






185 


hti» 146 




^•» 


95 




»3«« 


319 


•»bm 197 




niM 


185. 


224 


Viantt 

1 f 


314 


•»brtsi 89 






224 




«hm 

VI fV 


268. 314 


^bnk 89 




T 1 


208. 


224 


llUUnK 314 


D-^bn» 89- ^ 


195 


•jjTrt« 


210. 


224 


'■^ 


147. 216 


"^t^nM 268. 


316 


nini'H 


190 




tnfij 


147. 216 


h\rt^ 316 




• 


224 




fW 


194 


h>bi^ 10^. 


316 


Tirti« 


224 




^ 


315 


7^J^ 100. 
isbin« 816 


316 


•^H 


221. 


224 


*mn» 


161 




DattiK 


224 




hin» 


140. 143. 186 


»-sr-n 




V t 






» -ir 




h^ij815 




tayi« 


208. 


224 


Ö^tWlfif 


76 



368 




Wortregister. 






"»gwi» 


138. 140. 204 


m 


268. 314 


V» 


183 


D^rni 


814 


^l»W7« 


850 


V:» 


151 


lin^ 


220 


-M 1 V 


845 


l^- 


155 


nin^ 


140 


nr« 


147. 220. 224 


r&^ 


185 


nin^ 


140 


•*» 


232. 815 


^^ 


179 


•vi'n^ 


140 


inijj 


149 


n*j8; rtb-^ 


188 




140 


Ti «r 


244 




318 


x^ 


140 


TiVHS 


176 


Dib-K 


195 


•jjrjrifHj 


140 


rm 


178 


B-V«« 


194 


trjk 


816 


''??$ 


224 


rftjsVMÄ 


199 


tn» 


815 


3-755 


817 




199 


Hl 


823 


rm 


192 


B^ 


131 


trnjj 


147. 889 


• nr 


817 


f^^ 


150 




150 


T?rm 


214 


nn-« 


145 


fnw 


315 


W-"*» 


211 


T • — 


817 


hjnk 


816 


n-«T»« 


220 


nny^j 


182.202.203 


•"^ """« 


331 


nm 


147 


B??«'« 


213 


rfiw§ 


78. 96 


rm 


147. 216 


WP» 


145. 221 


-TW 


829 


nntj 


147. 216 


-T« 


54 


B??« 


175 


o» 


221. 817 


r« 


145 


■«5?^ 


816 


»9 


817 


■i»-!-* 


208 


^m 


150 


riB^j 


317 


*P^ 


222 


m^ 


846 


■»7?^ 


315 


^ä-« 


222 


^m 


348 


•wws 


316 


DJ-«« 


222 


T •« rir 


815 


T»» 


86 


iay* 


208. 222 


n|ttnM 


90. 316 


"ViB^ 


814 


«1?« 


222 


-n« 


140. 208 


BpWS 


817 


«r» 


222 


T« 


140 


K9Q^ 


816 


-n-» 


222 


•Vi 


76 


«^l?? 


268 


P?-K 


815 




815 


•• 


129. 131 


B?»;» 


97 


r^:r^ 


816 


• 


226 


'■OET? 


815 


•nro 


76 


«1-« 


145 


?pr« 


850 


DTnni'T« 


140 


-a-jk 


214 


W<4( 


12. 131 


WIVm; 


140 


««•;« 


79 


TT* 


815 


n:»^« 


816 


»Ffl» 


211 


'*¥r« 


815 


xm^ 


140 


B|3l« 


77 


hjöT« 


315 


DTi» 


141 


«3-« 


215 


«>V 


145. 199 


iwrw 


318 


ta^ 


815 


pertk 


207 


i:oti« 


818 


»?-« 


316 


fiHn» 


176 


in^t^n^ 


818 


rrr» 


181 


W 

• • 


199 


im 


319 


i»8 


181 


. "#!« 


212 


^^w«:^ 


84. 222 


a-w^ 


817 


TW 


815 


b^^ 


316 


rravs 


817 


nj^ 


815 


. ,^?^ 


316 


■ • 


141 


«r^ 


815 


reSr« 


816 


T« 


181 


"W^ 


165 


316 


nb-su 


181 


^ 


221. 225 


Var« 


314 


»ir» 


12. 131 


•'S« 


819 


r^« 


314 


^IJ« 


131. 212 


^9?« 


316 


^rfn^ 


815 


f^?9^ 


127. 131 


^S«.m5|i^ 


319 



Wortregister. 



359 



res« 
rvis^ 

3JS8 

•I t - 

iött 

msK 

B29^ 
*»$»$ 

"m 

tryus» 

» I - -1 

"OK 

nproK 



817 

819 

165 

165 

178 

180 

316 

818 

318 

318 

229 

146 

889 

842 

147. 824 

824 

816 

816 

156. 837 

154. 816. 885 

55. 824 

55 

316 

82. 881 

224 

346 

344 

344 

242. 347 

317 

348 

844 

85 

349 

848 

351 

134. 221 

318 

817 

851 

316 

155 

817 

314 

221 

Pron. 128 

Gott 139 

51. 150. 223 

817 



nft» 
D*«obM 



850 

315 

316 

68. 128 

196 

210 

193. .195 

208 

215 

88. 151 

153 

176 

176 

196 

157 

342 

139 

223 

79. 150. 223 

143 

223 

223 

209. 223 

223 

205 

223 

223 

79. 228 

223 

152 

318 

196 

134 

208. 223 

318 

223 

203 

139 

139 

316 

316 

226 

156 

351 

185 

224 

79 

175 

180 



DM 
DK 

• I V 

nin^ 
Dia» 

D*tyiQM 

n;^QM 

• 

Dniafijt 
^srnaM 

VIT 

■^ 

»^ IT • 

htaVaK 

T 1 fr • 

m 
m 

KSSK 

WWXOM 

- T I V 



193. 213 

222 

219 

201. 219 

319 

87. 105. 816 

68. 78. 225 

141. 183 

315 

316 

141 

141. 190 

141. 190 

41 

319 

86. 153 

153. 194 

187 

79. 193. 194 
153 

342 
314 
190 
141 
317 
315 
317 

77. 141 
157 
318 
316 
319 
316 
319 

78. 319 
317 

158. 233 
239 

245 
158 
221 
12 

80. 175. 220 
80 

325 
315 
345 
349 
345 



860 




Wortregister. 






331 


npJK 74. 148 


rffgtk 351 


Wf« 


332 


Kto|M 319 


oasK 348 


ito^ 


147 


•rtfjH94 


^nm 315 

T-nrr 


VI 


147. 324 


*«it)att 199 

***** 


-Tt« 314 


■^'j« 


324 


i^fil 87 


nytp^sM 


•wk 


316 


TmöD» 210 


ntevK 315 


»^ 


77 


^J» 94 


niiDSM 315 

T vvsir 


rrjo» 


316 


d^SK 199 

* ▼ *1 


■mw» 317 

• 1 " 


f^ 


331 


UI^M 215 


t^ 225 


ntii;« 


189 


tXS±^ 317 


*1KB^ 316 


n-hä^i 


87 


t|%K 165 


ntk 336 

V 


rvhjj^rvh^ 


188 


"Ifiiok 314 


on&k 209 


^"W 


329 


ri'yyk 314 


W 87. 332 


""^WJ 


316 


•l-n?« 157 


n^ 86. 151 


.9T99 


259 


mVe« 268 

* 1 •• 


*«|K 201 


'•«pnij^ 


259 


Dt)^ 87. 349 


h'm 317 


»RW 


76 


qbK 824 


D-ia^ 201 


«te? 


165. 221 


Cj^ 318 


•mf 318 


*^ 


140 


nao» 317 


rftttK, rA'Btt 314 

▼IT» ♦ T 


nnpisfi$ 


165 


nibk 268.314.316 


rr^])^ fRBf^ 316 


T»S 


214 


-nStM 317 


eW 222 


D'^n^jK 


201 


^ 831 


Dtt$ 229 


TO« 


76 


•»BW 67. 317 

• t • 


-««S 203. 222 


!Dn^ 


141 


^;;Bdk 268.314.349 


D'lDfelK 201 

• rr 1 - 


W 


84. 131 


•OcioK 159 


n»K 165 

V t r 


«» 


222 


n^ttO^ 316 


«1^ 243 


^^» 


84. 131 


mnotK 316 


H 'Tip» 74 




102. 131 


'''pÖ* 315 


^fi^ 318 


"IS 


56. 108. 222 


^fii 323 


rri-uDK 165 

IT 


1?0?? 


87 


1^ n»K 79. 151 


ö-ntii» 134 


m9|t 


314 


'rn^79 


nntM 183. 203 

V S V 


nrwjij 


314 


il^OK 331 
1 • 


hn'^Btt 183. 203 

» T : » 


tfiSK 

5ft 


79. 151 


•»lök 203 


n^B^itet 317. 346 


"1 - 


345 


*^rö« 319 

- ♦ y 


r^87 




78. 319 


lay« 314 

Yt Rf 


ntlBK 316 


ö??3?« 


351 


^ /^ r. 

^a9K 314 


!iira^ 316 


«n:« 


77. 135 


mar», hnaw 314 


. y^ 231. 336 


«^,5« 


77. 135 


tpS« 351 


Kam 316 


•'a«, •'?¥ 


135 


irjt» 314 


m]tt3i6 


•*;« 


146. 185 


,15!l« 3U 


9SttK 165. 184 
-1 * 


"??» 


146. 185 


»t» 81. 849 


r^astt,rvf9»M 188 


ni^5« 


185 


nV^« 317 


P?f9.P?=» 315 


^»rw 


318 


VK» 46. 817 

• I - 


niSK 316. 350 

1t--s 


■»ab« 


73. 135 


?ji?» 350 


^ij9; 316 


TOJ« 


316 


mb!?K 314 

T VI rr 


bt» 317 


w;k 


316 


Y»»»« 317 
• "9 1- 


mVSK 187 


•w« 


319 


rrrw« 3i7 


nr*B^ 317 


'^^«^ 


319 


^nar^ 345 


^bam 145. 224 


iTOIJf« 


78. 319 


:;;äK 815. 350 


rr«axi$ 31? 





WortregiBter. 




361 


Sl??«817 


fn» 151. 


185 


f*«?^ 


315 


p^Tm 31* 


•nin^ 151, 


342 


«wW 


315 


ita 3U 

V 


•nrw 152 




"W^ 


315 


n-jE«, n^ 314 


rnni 152 




3^ 


316 


^pBK 268. 349 


t)!ynii 152 




"9'^^*« 


316 


nsrm si. 3i4 

T TT: r 


. n1-« 95 




ntriatig 


317 


y^ 260 


nmk 186 

T 1 




»*W 


315 


«natsjp« 350 


nirrjK 190 




53»|K 


319 


lapk 310 


Dnin^« 89 




»3<fK 


819 


i«Ä 314 


^ürn^ 316 




rtpaSijK 


815 


mn« 166 


^T9 349 




«^ 


815 


htfipM 314 


"mX 350 




* -» 

nrnoe 


165 


beip^ 317 






190 


niSK 315 


wrnh 88 




t\*^'^X^ 


220 


m^ 46. 105. 315 


ypl^T^» 89 


. 




145. 199 


D^ 318 


'■•*« 143 

• 1 






141. 178 


rTD?B^ 317 


rr^^r 178 




i^M 


141 


^ 815 


tl3J^ 351 




nnStt 


814 


«•IJ» 315 


ni-i'^ftl 198 




n^wfcj 


314 


,T«RI»315 


rri'^T« 95 




tllJ^UK 


817 


yy^ 315 


Ö'^'?"^' 198 




5äJ«. ?3^ 


316 


^a^i^ 316 


i;^ 184 




M?3^ 


816 


rrd^ 317 


33-^ 315 




•nspö^j,*™« 


184 


K*^ 315 


fa*TK 176 




• 


199 


,1^3» 


•»»•T^ 178 




pnWK 


815 


myi 316 


n'^n« 8. 220 
• » -1 




316 


WOM 315 

r 1 T 


ni»*^ 191 




ra^ 


318 


^«f]M 122. 318. 346 


M3TI» 165 




«a-nAj 318 


niy^ 165. 317 


V*^ 165 






317 


3^5TK 217 


IP'i^ 318 






345 


ma^M 165. 217 


a?'i« 815 




"n^ 


165 


D-^r^^Ä 218 


^m 815 




tTtV 


315 


P?a*^K 165. 217 


K&ntt 319 




n^si^ 


315 


0*^37^$ 201.218 


^«i^« 350 




^'^ 


165. 177. 314 


t^9*^ 208 


rjffk 346 




ttSOK 315 


inia'T^ 211 


. *ffT? 350 




»I IV 


Vft*^ 165 


nfi*ii$ 318 




D'»»^^ 


122. 162 


tin« 315 


V?? 1*2- 


184 


rtbitiis 


188. 191 


T}K 316 


W^ 47. 1 


182. 202 


nibspA^ 


188 


rm« 816 

» ir- 


!=«■;« 47. 207 


B|^ 


141 


-n-^« 324 


rriiT« 188. 


190 


Pö^-TT^ 


314 


riM 243. 331 


nisnJ 188 
1- 




"??**. «i^ 814 


♦mij 152 


W?* 319 




■??^ 


165 


Man» 152 


rn^ 846 




ri^ 


315 


njän« 152 


te^T» 231 




n^ipM| l^fwK 


316 


ÜBfr» 317 


rrt^ 239 




nnte} 


315 


DOtlK 102. 319 


xSk 184 




'RW« 


349 


JR^-h« 217. 349 


WQK 815 




vi"??*? 


316 


VT^'h^ 269. 317. 346 


h(«K 315 




348 



363 




Wortregister. 






TV^OI^ 


316 


DQl'm^ 101. 319 

•• 1 V 


ürk 


224 


um 


141 


hinpffiK 318 


OPM 


68. 135 


DlÖfiJ,DÄj 


229 


^hviäk 314 


DPtK 


224 




314 

4 4 1? <ft ^ .J 


"WPItJK 101. 318 

- - » T 


Vier« 

^PM 


221 

001 


115. 344 




221 


nuDK 


142. 339 


n» (Noip.) 


Vnjn$ 


72. 221 


t y 


314 


139 


J/R™ 


3U 


fTT^tWä* 


165 


n» Präp. 79. 


'■'8'?^ 


318 


•'nioiri^ 


215 


224 


T«?« 


214. 224 


rvim 


315 


-n«i Pr&p. 54. 


1P« 


135 


rtnro« 


315 


78.224* 


TiWi-)^ 


316 


jnoiö^ 


317 


n« Prftp. (= 


njtr?.*'?^ 


316 


99^^ 5iytiH 


315 


natt) 224 


f^m 


135 


^»?«»ÖK 


315 


P« 134 


"j«?» 


210. 224 




314 


Wjt 67.73.135 


»'??9 


165 


T T 1 IV 


314 


PIK 135 


•7=^ 


346 


^^qSk 


165 


Mr)$ 230 


n»«? 


345 


^UwK 


142 


pwr«,P?8n? 818 


»OtJIJ 


265 


tsnoviiMi 208 


•Biar«, iiia™ 319 


"iJj^ 


35 


«J^« 


315 


wj«; m» 134 


«9* 


215. 224 


=*??^ 


165 


mnK 224 


«net 


215. 224 


^«?9 


315 


pr«.224 


rvüti^ 


190 




269. 315 


•^irjr« 318 


fi^ 


318 


vm 


78. 319 


onriK 224 

T 1 V 


-^^ 


350 


D'mÖK 314 


Ihn» 210. 224 


oaj« 


348 


T 1 IT * 


319 


irÄ 224 


nm 


207 




349 


IVk 224 

• 


»im 


316 


"^!r*5 


165 


m'-n« 318 

v^ 1 V 


«m 


316 


nwäK 


165 


n-n« 318 


««W 


316 


inDidii^ 205 


fr« 183 


■iw« 


318 


^ß«?^ 


317 


«»T^pin^ 38. 207 


B^fripnij 


319 


"'^P^ 


314 


'•nSrr« 124.234 


npfpn^ 


319 


^?:e^ 


36. 81. 314 


Tinin«, linnj 3i8 


,1?IW 


100. 269. 314 


»^V^ßö?^ 


36. 81. 314 


"^Pi^ 185 




349 


^p^ 


314 


•»P« 224 




319 


T^ 1 V 


81. 314 


•»PW 224 

■ « 






"^ 


12. 225 


WK 87. 331 

T - 


? 


222 t 


-^*? 


54. 138 


ni*nk 190 


«* 


231. 836 


n^S« 


185. 197 


tr'P« 189 


••rw* 


93 


nn^ 


206 


trt^ 139 

• • 


"«» 


89. 238. 336 


s»-^ 


105 


rjjB^ 224 


tVfi 


325 




197 


1^ Masc- 


«ä 


29. 243. 332 


nn^ 


206 


211. 224 


BIW*^ 


91 


T7^« 


212 


^ Fein.212. 


■rirnj^ 


220 


B^"!*? 


197 


224 


r»? 


222 


w^ 


145 


^k 211. 224 


natät 


211 




815 


rOhK 211. 224 




92 


irntJK 


205 


üin^ 224 


hj^ 


211 


AWwÄj 


247 


dsnK 224 

V 1 • 


^aK^ 


264 







Wortregister. 




363 


-ysä 


90 


ia 


223 


möa;a 


203 


"^ 


147. 184 


Kia 


325. 339 




93 


' ■'»?.'*«» 


104. 156. 326 


tsK'Tia 


90 


r? 


327. 341 


fn>^ 


202 


• 


329 


r? 


199. 224 


r&vä 


187. 191 


ffyji 


94. 210. 


Ufa 


146 


rt-e^rvh»a 


189 


na 


146 


• 


110. 333 


xbea 

1 


147 


m^a 


146 


1« 


225 


rti^ 


254 


hjaria 


154.183.336 


•^r» 


225 


«W 


90. 249 


njSa, naia 


83. 84 




186 


T«^ 


260 


• 


148. 336 


rvia'^a 


189. 199 


BW 


256 


«via 


244 


•»triyia 

■ • 


262 


«?89 


853 


•tia 


90 


SOW'9^5 


225 


ra^ 


225 


«»ta 


231. 339 


öni>a 


225 


• 1 • 


222 


tVt^SL 


238 


''*?•'? 


225 


49a 

t 


332 


wia 


243. 332 


"«ri 


199 


roi 


139 


•ttiia 


329 


örrs 


225 


•'?? 


185. 198 


• 


148. 336 


TH 


225 


rrjja 


154 


t« 


230 f. 


ör^"*^ 


225 


"!•>?? 


205 


Tk 


339 




225 


rriisi 

1 


186 


«T? 


89 


. n?-* in 


225 


-^?? 


205. 214 


ma 

T • 


144 


inj"'» 


146 


":??? 


83 


l^t^ 


337 


y^ 


98 


ö^? 


199 


iT^wa 

T 1 


337 


V'i'wijy^a 


45. 98 


TT?* 


199. 212 


Vi» 


264 


n'»a 


84. 140. 185 


nj-j^ 


151 


n? 


230 


p^^ 


84. 140 


»?? 


225 


wta.flt^ 


243 


rva 

•• 


89. 140 


•rw 


221 


ma 


244 


rtn'^a 


202 


r?a 


221 


«iH 


264 


^OTOlTT^^a 


179 


Vn^ 


152 


rnta 

• T 


254 


in-ia 


93. 205 


B^ 


194 


•»snta 

• T • 1 


352 


1 m 


225 


»» 


223 


^•h;j 


151 


1«r?.TC)"a 


175 


TOT!? 


93 


•nwip 


68. 73. 152 


1» 


223 


«ü 


81. 146 


r? 


339 


1» 


Ma8e.72.223 


nrisina 


199 


■pa 


146 


^* 


Fem.73.211. 


^k 


155 




353 




212. 223 


B>™ 


348 


•^na 


325 


ns^ 


148 


«^ 


223 


nna 
-ji- 


331 


«f 


332 


n^ha 


149 


tr'Tia 


68. 194 


•»•oa 

1 


151 


rrtfi^ 


208. 223 


V 1 - t 


76. 256 


n^ia?, rrnnaa 


157. 158 


m'öhajWöna 


79. 189 


n&a 


75. 221 


n^a^ 


179 


ni^na 


149 


noa 


325 


•'??,''?? 


143 


nwj? 


211 


T •,' 


142 


njDh 


154. 336 


fiä 


85. 146. 184. 


» 1 


385 


0?» 


223 




199 


Timia 


177 


rviia? 


158 


m^m 


210. 223 


■«TW 


259 


li* 


222 


nw» 


210. 223 


T»l 


184 


fe6a 


222 


Waha 


199 


B??? 


225 


«7^5 


155 


pha 


146. 354 


■<a Pwrt 226 


ninis, trin§5 


105. 188 


*T?W? 


98 


•^a 

• 


Praep. 223 


•»prtia 


260 





364 




Wortregister. 








■1^ 222 

• 1 




•'aaba 87 


«na 


325 




i4a 152 

• 1 




•»•flpa 65 

• • 


Mha 

1 


339 




\b^ 230 




*^a9a 225. 226 


«59 


343- 




Äi 156. 


326 


nya i46. 224 


tpn^nS 


160 




Ä^ 156 




•^rra 214. 224 


^■^ 


342 




T^? 225 
09^2 175 




niia 221 


T^ 


337 






•»ntpi 221 

• 1 


rvha 


90 




■»nia 203. 

• 1 • 


222. 


Ba?n!5 8i 


n^ 


325 




224. 


226 


rtoa 33» 


rna 

" 1 


339 




D9 223 




t}D9a 94 




75 




1M^£ 221 




S|*X^ 331 


rirna 


153. 182. 336 




mja 139 




toa 142 




90 




MV), ruf A 104 




b*«^9a 193 


T"» 


175 




im 131. 


222 


nbya 183 


tr»^ 


143 




rvi«^ 139 




nnb^a 346 




184 




•^iöÄ 139. 


196 


•ni^a 105 


T? 


157 




■(»•«niaa 208 




^4 1^* 


T>9 


156. 326 




-^p«? los 




•i?a 231 


T<9 


231 




15 189 




rrm 154. 182. 335 


TS 


231 




f'« 77 




rrsa 154. 335 


"?:« 


147 




»ja 84. 825 


>n^ 77 


»1??? 


79. 182. 149 




nJI 842 




^rm 24 


tl- 


244 




hja, h^A 386 




n^ 153. 886. 


-TT 


87. 332 




'«i'wna 230 






Ktana.ms')? 


182 




«a '215. 


223 


DTj'j^a 256 


■n? 


201 




iaa 342 
1 




D^röa 157 


"Tfi 


200. 215 




•»«a 337 




«nnya 345 




329 




n;«a 337 




•'snnJa 351 

•1 IT"J •• 


r^a^ 


207 




niaa, nisa 139. 


187 


*«d&a 225 


w??"}? 


200. 200 




ni» Inf. 

1 


340 


ynaa 221 


■i-n» 


206 




•jjTiisa 213 




öste^aa 77 


B^r?» 


200. 201 




«•ini» 215 




D9^ 348 




340 




•»Sa 203 

• 1 




rrii 157 




264 




•'Sa 197 




p!iaj79 160 


BMS» 


351 




wa 213 




?^a 231 


"JS^? 


231 




&*!äa 139. 


197 


wg^ 248 


nyia 


67. 148. 182 


• 


''r»1?V?'^';ia 179 




-^ga, npa 147 


n?!!? 


149. 182 




i:?a 175 




*ipa 153 


BSja 

T 1 - - 


250 




«*«a:j 84 




a-T^a 225 


• 1 " " 


260 




tj^?^ 84 




n'^a 157 


w 1 -l- 


256 




n'^ja 84 




t^ 326 


ö'^äi?;* 


175 




rr«99 259 




hi^a 238 


KilDa 


340 




iwa 84 




^^a 244 


nsn^ 


214 




ötj^a 84 




^a 332 


'«'Tirtea 65 

p 1 




"rga 212 




*«at^&a 352 


n^wa 


239 




ri;a 252 




!)h*«rm9sa 344 


!ib^, ^bva 


332 




mnJa 207 




•»•^nöga 345 


^n 


264 




hstcw^a 92 




DniÖ^a 348 


n«a 


382 




^55» 87 




»n^ 68 


öa**^ 


213 





• 


Wortregister. 




llßÜM 


283 


nrai 


155 


T** 


n^ 


254. 352 


•^ai 


141 


bni 


*vnB^ 


260 


■^w 


199 


''?» 


M 


Maass 143 


0*01 


139 


•na 


n^ Tochter 139 


D^aj 


141 . 


^i 


T'^ 


225 


> r=». raa 


152 


ir* 


njnaina 


210 


^^ 


152 


^'* 


•»Dsinif 


212 


^T^ 


152 


• 


rÄnna 


152. 182 


• • 

w» 


156 


"?w*i» 


rflVini 
1 


187 


B^t?3> 


158. 194 


»B» 


•*!«? 


196 


1 • 


177 


^1 


• 1 


193 


-?s^ 


178 


BJI 


niäina 


152. 182 


^ 


229 


rv» 




139 


"'»">?? 


142 


»5» 


•vta 

••IT 


140 


■"5» 


229 


-1 


* fT 


56.68.140.195 


^':i^ 


147. 152 


ri 


limj? 


176 


^ 


139. 141 


wjj 






1 


153 


«?r? 


Ki 


189. 156 


omv» 


194 


nn 


n?l 


156 


Viij, Vini 


151 


nia 


rufi 


150. 156 


-i^» 


161 


si-na 


njtg 


143 


r*h. 


150. 151 


• 


Ti«j, Tiju 


176 


h^l 


150 


•»tjia 


rnu 

•• 


179 


• 1 • *.* 


143 


•• 


w^ 


195 


• 1 


143 


T y 


V«» 


229 


"rj? 


197 


vr^ 


V«? 


325 


• T t 


194 


i?*». i?*» 


''W» 


150 




13 


wftTi» 




265 


V5I 


385 


Tk 


roM 

• V 1 


150 


M».^» 


231 


"» 




141. 199 


-Vt» 

Y 1 


151 


. »!» 


^ 


139 


▼ V 1 


150 


«n?» 




75 


nbna 

T ** * 


238 




• • 

«5» 


47 


ft^ 


345 


511. '•U 


5a* 


149 


«i^lt «j^?i 


77 


r^»^ <-.t? 




149 


■'5b» 


229 


•VI» 

• 


«*7?J 


38. 236 


nVi» 


150 


•»bna 


T 1 T 


339 


ptV» 

f t "T 


249 


D'^bria 

'TT 


• 

WJSÄ 


150 


T \ 


244 


nifft 


twoi 


119 


ojn» 


176 


tri 


rvinha 
1 


189 


^1 


149 


K-l 


BTP» 


195 


•^51 14». 185 


T» 

t 


1 


68. 153 


"?;» 


147 


V.» 

• 


• 


103. 157 


•f^? 


206 


• 


ryiM 


196 


nn» 


150 


•sb^a 




206 




139 


*u 


• • 


194' 


•»1 


139 


U 


nriai 


141. 199 


ai* 


141 


'»»V».^»^ 


IS» 


156 


•»^i» 


141. 178 


V|>l 



865 

90. 189. 149 

155 

139 

141 

141 

141 

141 

141 

210 

141 

141 

141 

154 

229 

147. 338 

839 

242 

264 

141.324.339 

199 

331 

329 

141. 199 

199 

141 

141 

155 

191 

389 

339 

336 

87 

329 

149 

331 

329 

197 

197 

185. 197 

84. 145. 184 

84 

146 

146 

833 

330 

315. 326 

224. 339 

160 

53. 159 



366 

rviVkbi, nHbAi 
nbi^i 

^>} 
rA} 

nii 

h^i 

^ 

rvibk 
nftji 
nlka 

•»ka 

nb 

nnka 

nnia 
» « \ 

öl, -DJ 

Msa 

orr^Wa 

D^oa 

vrnVsa 

sinb^'a 

aaa 

«nsja 

■VQsa 

•»raaa 

Bra:a 

n»i 



188 

160 

261 

47 

151. 342 

325 

232 

146 

207 

342 

331 

244 

337 

179 

340 

340 

179 

232 

261 

330 

152 

152 

105 

261 

243 

161 

161 

146 

238 

239 

54. 225 

146 

196 

209 

206 

103 

236. 345 

236. 345 

143. 184 

155 

157. 342 

205 

345 

259 

261 

203 

348 

144 

151 



Wortregister. 


1 




n» 


144 






337 


n 


99. 325 


^ 1 


185 


"^ 


325 


• 


hten 


147 


f^!vi 


148 




V T l 


147 


rva 


99. 840 


P3? 


289 


■iBi 


141 




"F?? 


339 


-» 


141 




njMJ, n^? 


829. 236 


T 


148. 


231 


"pa? 


829 


1» 


149. 


336 


•^? 


68. 77. 147. 


wh»7 


160 






182 


»7t 


146 




- 1 


147. 182 


•"» 


243 




-,3%, 


336 


möna 


337 




•o? 


156. 326 


T'nina 


141. 


199 


-«5 


78 


ni* 


175 




njA 


157. 232 




196 




1» 


238 


ö*»*» 


196 




T 1 • 


238 


-^:» 


151 




■ • " 

t • 


244 


i:» 


146. 


185 


na^ na? 


338 


nij^a 


190 




•»^lan, '»'^OT 


329 


ttSnj 


826 


■ 


- 1 


196 


«ha 


336 




** 1 • 


74. 75. 83 




288 




T"W1 


83. 213 


1** 


244 




»^'l 


76. 194 


«nö^ 


244 




• 1 


195 


ö-iiB^ia 


176 




^aüi 

1 l<T 1 


76. 211 


f«äTJ 


176 




«i:?'! 


211 


totö^s 


353 




«"»i 


264 


^^1 


250 




p'!»'! 


850 




344 




1 1- • 


854 


i'wjna 


293. 


345 


y:=p. 


803 


i&iitBha 


347 




1 » • • 


253 


^> 


249 




•spnan 
. 1 - . 


260 


■DT* 


73. 260 


önnan 

r 1- • 


256 


töj,-«»! 


99. 325 




146 


fi^? 


325 




n?» 


146 


wa, wa 


99. 331 


a^ 


138 


• 


99. 829 


-n 


138 


f^^J 


340 




B^an 


138 


na 


140 




P5fl 


148 


nina 


140 




^Wj 


141. 201 


» • 


178 




fp^ 


141. 207 









T^ 


141 


^m 


142. 


389 


• 


193 


ti-a«5 


176 




f'm 


102 


aK^ 


88 




B^syn 


95. 155 


a^ 


146 




fr» 


141 


1«|ö? 


211 




D'W'JW 


178 


n|^ 


146 




• 


141 







Wortregister. 




3( 


•»trin 141 




W 


329 


rm 


233 


0^^ 141 

• 




13^ 


265 




245 


D-'TW 195 

• 




rrv\ 


250 


VI»" 


97 


*V % 




a • • 


261 




334 


ÖOn 175 

T 






68. 352 


■ 1 V rf 


245 


•nrogi^ 261 




^ 


326 


B^Mun 


91 


aj-Haj-i^ 155 




^n 


326 


ni$n 


226 


•ri^ 148. 


199 


V 1 


102 


■m; 


162 


ni-^t*^ 199 




rm 


340 


nrwi 


240 


«in 839 




inyn 


345 




827 


•mW^ 829 

• 




1 


332 


V- • TP- 


344 


^m 244 




ni55 


186 


164. 343 


TJi "^ 141. 


221 


• 1 


329 




233 


^Vn 128 

• 




"5?! 


244 




832 


D*»!^ 95. 156 


rwg 


340 


^?9«?:. '*'?^'3 


262 


i-^ 95. 1 


151 


p? 


143. 230 


veawn 

7 t ■" *l Pf 


257 


•w^* 141. 

• • 


221 


p? 


230 


9T9W3 


251 


;i;? 141. 


212. 221 


f«"?-!. f^Ti 


177 


n:"!«] 


328 


0*5 141. 


221 


•am 


55. 176 




328 


■p! 146. 


827. 841 


t IT 


176 


B|«*n 


328 


"I*? 155 




- 1- 


159 


tpK» 


343 


«•n 833 

■ 




ürm 


176 


1 fT ** 


333 


tthn 145 


• 


1 


151 


* 1 CT r* 


831 


Ti«^^ 176 




TO»^ 


75. 142. 184. 


ei<?«^wn 


91 


tpl43 






224 


''■«?«r! 


333 


ttSn 155 




'n':^"'» 


335 


"m 


327 


MVn 232 




rem 

• 1- 


74. 214 


-fi^ 


76. 151 


Km 244 






74. 197 


• • T l~ 


330 


r»sn 250 






207 




97 


bg 139. 


148. 184 


ö*r?7ü 


209 


QU**VKn 


348 


n^ 144 




iw 


210 


an 


327 


13*5 264 




''■'?T! 


206 


«an 

** T 


327 


^•»Vn 243 




T?:i 


212 


«J^«an 

■ ; • 


233 


ri^ 55. 200. 201 

▼ 1 fT 




214 


r«an 


252 


Ai^ 243 




^:m 


200. 201 


r«an 


102. 240 


ngig 155 




>irrn 


215 


T^W 


252. 262 


nVi, n5n 140 




1?T! 


212 


rr»pian 

» • - -: 


262 


n&^ 144 




lÖ^ 


339 


DPKan 


257 


irt^ 140 






335 


Von 


162. 343 


nvA^rvini^ ui 




«^ 75 


»^ 


333 


•'nii 140. 


201 




197 


n^n 


226. 325 


•Tfel 260 




• 




wonari 

• T 1 — 


96 


ö'^nVÜ 140. 

• ^ T 1 


201 


n 


ArtilLel 129. 


» 


331 


On, D? 138 






133 


w 


121. 245 


0^ 824 




n 


Fragewort 


rian 

• 


164. 343 


rv$!\ 325 






129. 130.132 f. 


plan 


164 


^ 243 




Kn 


108. 226 


Dan, nsan 


327 


>ni^ 331 




'^pgn 


251 


PiDan 


251 


W 81 




TO^ 


162 


bnsan 

V l • • 


257 



8 


» 


Wortregister. 


•«0 


329 


T^ T^ 


177 

• 


tron 


327 


md^in 


327 


tpan 


234 


Hi^in 


346 


ww 


246 




332 


«f«an 


333 


"V?»3 


234 


•■»rviÄian 

• * 1 


262 


^V?0 


234 


«W™5 


76 


t • 


245 


nüran 


265 


*?»3 


246 


♦niran 252 


A|n 


333 




257 


rvftjn 


841 




233 


nV'W 


182 


o^an 


162 


^"^Ti 


251 




327 




262 


^o^an 


382 


«j-'Vjn 


257 


r?»: 


234 


B>in 


847 


naw 


327 


»^>?0 


240 


sDi^n 


246 


rmian 


240 


«•«in 


833 


•»aNÄoan 


89. 352 


••• • "1 


257 


' n?wi 


254 


•'55'»an 


327 




257 


T * W 


251 


D-W^W 


185 


ftan 
1 ▼ 


75 


«i«5in 


246 


nn^an 


202 


sm^y^a^n 


344 


W 


327 


VTng'^awTi 


345 


r*j^ 


168 


I fV ^ 


55. 67 


ST??? 


162 


■ TW 

• 


163 


Sfi^ 


342 


• 1 - • 


262 


•"WW 


240 




347 


•'S«: 


162 




146 


»w:39n 


2li 


fiö^n 


147 


'!fi'!^ 


211 




195 


rqn 


333 


pnn 


88. 234 


n;n 


333 


• •• * 1 ~ 


351 


■ws^ 


262 


twst^ 


125. 240 


njn 


80. 99. 234 


wnn 


129 


ll»! 


162. 343 


M%^n 


129 


IMT.-'W 


827 


wa^n 


38 


^•«ijn 


162 


ITT 


234 


W «5' 


T T 


141 




262 


rrtn 

V T T 


141 


njn 


148 




76 


iah 


158. 343 




128. 134 


nwj 


179 


V-'wn 


233 


' 'r-W 


233 


A'wSh 


332 


▼ * * 


240 


i«in 


327 


rmÄh 


327 


«bKln 


265 


■ ■ 


245 


•^SKin 


262 


• • 


332 


!iKa^n 


246 


trm 


330 


ti^ain 


95 



nsain 


251 




• IT 


234 
265 




DWfain 


257 




invi 


83. 234 


^nrin 


245. 


332 


Kr*T^ 


265 




• * 


88 




• 


245. 


332 


D5^*tin 


348 




«•nin 


88. 353 


yrin 


88. 234. 327 


* 1 " 


346 




• 5 • 


347 




•»awnin 


352 




mmn 

t 


240 
234 
262 
246 




tin 


226 




nawi 


36 




nain 


327. 


341 


'3?^ 


162. 


341 


nawi 


234 




lauri 
mhn 

nftVjM 

nübVin 

tsVin 


234 

162 

162. 

159. 

179 

154 


233 

186 


nain 


154 




T • 


154. 


183. 356 


riiwn 

• 


190 




ttovi 


72. 234 


Via»in 


77. 246 


vin 


245 




Mi^n 


234 




Cßin 


234 
234 

47. 207 
234 


Tl^ 


333 






331 
234 




fecrin 


327 
327 




«iv! 


99. 327 


njqfin 


240 
251 





"intuhn 262 
bx^Karin 257 
"t^nfiorin 352 

vnin 238 
n;j'»2Cin 327 
n$*«2C{n 346 

^trarih 246. 332 
•w^rin 330 
^2rin 349 

&M*^2C{h 348 

^*«3rin 353 

pivi 234 
&B^ 72. 234 

M90ri 347 

ild^Tin 265 
•iTlh 86. 234 

^ytTih 265 

OWpln 257 

wmirt 353 
äirrT»7in 344 

^•»Tin 332 

•n^Tih 330 
iatPTih 347 

vriin 233 

• 

üyn 234 

pTin 234 

^ «hrin 162 

Pji^^Tin 251 

bM^ 257 

•»an-Tih 251. 352 
nÄn 234 
o'«r«'aÄin 347 • 
n^vin 262 

OrC^ieVl 257 

'«H'noin 351 
nrn^ 88. 101. 239. 

327 

9tjfih 327 

491^ 333 

I9ri91^n 353 

•ivin 95. 97 
nöin 97 

n^«^" 233 
rmiin 239 

bnüTl 239 

•^nih 327 

rwfli 129' 

njn 129 

r^ 234 
Stade, hebr. Onuaunadk. 



Wortregister. 




Wh 


327 




ttaihh 


■ 






T T «rr 


i-i • 


345 




• 1 • w «r 




262 




V ■■ ■• 


• 1 • 


341 






matn 
• 1 " 


832 






BST^)? 


162 




wS^w 


•"asTSyn 


352 




« — •• ^ 


"Ijn 


343 






«?^?l*7 


251 




9 WH? 


TU" 


327 






üsnimn 


214 






V - ▼ • 






V t ~ m H 


w«|nn 


246 






T^ 1 1 » 


111. 


240 


TTO 


öam 


Hl. 


163 


* f w 


rwam 

T • 1 r 


239. 


240 


^?rö 


•»a^rart? 


351 






rnw 202 




on 


niinn 

T - 


202 




^scfn, v^&ni 


pMnn 


162 




• • •« 


*P^tHH 


162 




nun 




239 




fioin 


ipytrtfi 


332 




T • 


1? . t r 


330 






W^WJ 


350 




Won 


PJ*?? 


327 




1 - - . 


«Tnp^tnrj 


345 




m 


«nptnn 


353 




^cgn 


"i«?B?w; 


351 




*• • 


* m IT 


233 




• • • 


•woTO 


245 






T »« If 


234 




nt^on 


- -ir 


161. 


327. 343 


W"? 




332 




w^n 




251 




•«1 


▼ •*! r 






m 


* *• /i tr 


262 




tum 

m 


öM^^nqn 


257 




rriicri 


* 1 ' VI IV 






» 1- 


263 








163. 


234 


ö^ivi*n 


bwj 


327 




• 1 * 


n^m 


240 








246 








251 




^•^ 




111. 


233 


▼1 


•» • w r 


239 




öi*n 


• «« «* gm 


263 




^aaoNi 


ttinn 


333 




1 " •• 
toxsrt% 




262 




T 1 - - 


• » ? 


86. 233 


anohjl 


•^-»^ 


233 




24 



369 



240 

262 

234 

233 

233 

332 

380 

327 

265 

86. 262 

257 

182 

233 

233 

162. 343 

251 

327 

246 

262 

234 

327 

345 

246. 333 

76. 246 

101. 265 

245 

332 

163 

262 

257 

125. 240 

328 

346 

99 

128 

202 

155 

104" 

92 

325 

243 

331 

342 

104. 221 

265 

251 

254 

162. 233 

327 



370 



Wortregister. 












TT t' r tif 

laah 
pnasn 

» • 

rw 

• •• 

«•»arj 

T • 1 

önmrt 



245. S32 

380 

329 

264 

254 

260 

256 

185. 199 

199 

199 

880 

883 

156. 827 

830 

233 

844 

104 

104 

221 

287 

237 

827 

327 

254 

847 

233 

102 t 125. 164. 

841 

234 

234 

327. 343 

882 

246 

847 

828 

251 

234 

246 

333 

265 

76. 252 

347 

263 

257 

347 

349 

246 

265 

347 



• I- « • 



TTdn 

-IT 

wari 

^^ 
nnsn 

^^ 

rwVn 
tin, min 

Dna|n 
^{^ 

Qtniin 

bin 

Main 

tin 



347 

234 
265 
352 
262 
345 
251 
162 
234 

161. 841 
262 

341 

257 

239 

138 

128. 129. 220 

262 

240 

245 

240 

245 

162. 340 
88 

151 

129 

129 

100. 163. 328 

833 

12 

257 

55 

340 

38. 242 

261 

204 

74 

156. 837 

332 

244 

330 

265 

261 

256 

127. 129. 220 

179 

184. 226 

46. 105 

202 

188 



rvf^l 






D^jion 

• "8 

) it \'isn 

T t«r- 

nnstsn 
n*BH 

n^an 

^nrfun 
«m'nan 

on'nan 

T • « 

•»an^an 

nian 
t^nion 

•nsVin 

T • » • 

Dan 

t3^n 

KW 
Tin*f2Can 

&*^Bncsxan 
• 1 1 - 1 " 

•lan 

ntöijn 

nan 

tanan 
inan 

i V • "t 

V3 
•'im 

nin 



von 

•• • 

im 

• 

nin 
nnjn 
Wlan 



128. 134 

163f 343 

176 

194 

182. 802 

202 

145. 183. 336 

234 

334 

76 

246 

76 

338 

76 

327 

246 

333 

162. 343 

255 

328 

331 

240 

163 

246 

327 

212 

209 

343 

36. 262 

105 

88.234 

163 

162. 343 

75 1 257 

75. 259 

108. 128 

78 

102. 846 

163 

102. 268 

164 

128. 134. 220 

108. 226 

108 

226 

226 

327 

161. 341 

168 



Wortngister. 



" 371 



Vnan 162. 


341 


y^ 


•«ibnan 262 

* 1 1 * 






•«ibnan 263 

* t * 1 ▼ 






oniran 257 

r I "1 • 




• T 

• • 


BMSn 328 

■•T • 




n«?^»^prö2 


'wrm 268 




^|W 


•»änin 852 




-T»?7 


m:n 252 

* 1 • 




w 


m^Vj 257 




• • •• 


n-^jn, nw 234 




tipimi 


rrirr 162 




•*!«?n 


nman 327 

T • - 




« MB ■» 


nrnsn 240 




* VI IV 


wrsi 333 






, rtTTl 240 




■la»!, -nash 


• 




- T I-* Vir 


lay^an 347 
— • t 




^T3?a 


«rW 234 






«r»7 3« 






•Tfto'Sn 262 




▼ 


Mß^ai 239 






^an 245 






?Ifn, t|in 226 




*TI K 


bdpl 226 




T*?n 


e|n 226 






toan, iDsri 226 






nnn 215. 


226 


MW** 


•»s»! 87. 


L05. 215. 




226 




T * ^ 


r-«7 215. 


226 


irtTT^sn 


W 215. 


226 




r*jq 161. 


341 


nw 


RBff 251 




hTw 


«can 246 




• • ■■ 


ngn 828. 


343 


• « ^ 


T^n 381 




i?n 


0|^ 828 




T *t 1** 


vHssin 828 




rkm 


ThTf 164. 


843 




ipi?|i3 100. 


246 


rk^ 


On 226 




*?n 


aW 284 




*?3 


aWl 827 




n^jn 


4a»l 246 




9'*^S5' *J''V3?3 


rjiatn 251 




^■»PjH 


^ 284 






•n-^lört 162 




*. t V IC 


«Dil 108 




0=55 


B^nnbh 92 




^>?3 


4«W 284 




wjijri 



841 


^W 


240 
338 
246 


1 *TC IT 


76 
841 




327 


^ ' 1t wt 


327 
262 


■ 1 


125. 164 


VT"* 


841 
233 


niaen 


248 


nVitth 


851 
327 




66. 251 


*^öj 


262 
238 
252 


WJ 
^ 


234 
245 




265 


^iip 


76 


«•'im 


234 


*oi?r» 


105. 240 


'*«?^ 


163 
251 


• 1 ~ • 


252 
262 


vtm 


338 


«W 


234 


T t 1 * 


102. 327 


"«ton 


262 


m 

ÜTSßBim 


76 
827 

66. 234 
161. 343 


IT i 


284 


iW.-"«" 


89. 234 


^m 


332 


'^W 


245 


«I-WJ 


255 


0:«:! 


251 




262 

255. 858 
349 




162 


3>P 


858 


>**? 


240 


♦■«uin 



89. 240 

240. 848 

144 

265 

74. 251 

74. 283 

126. 828 

245 

882 

828 

162 

162. 843 

240 

846 

882 

162 

75 

147 

159 

111 

162 

327 

111 

265 

262 

845 

847 

284 

245 

246 

240 

162 

257 

77. 60. 234 

827 

345 

80 

284 

162. 327. 341 

827 

246 

76 

852 

177 

168 

284 

144 

162. 841 

262 



24' 



372 



Wortregister. 



• • 



«ri 



wönpn 
bnpi 



• T 



DPOipri 



125. 265 


T *'l * 


233 


n«?? 


332 


wäijti 


238 


»r^ 


332 


«■"^ 


327 


•'?'^ 


245 


KT^ 


353 


•n 


353 


• rvn 


351 


"«no 


233 


•*?3 


245 


"BT! 


162 


nitrtj 


161. 341 


nte'Th 


327 


v<im 


327 


*rfJTf3 


332 




265 


r . 1 - 


251 


^f^ 


257 


8973 


346